Lockerst Du beim Pflanzen vernünftig den Wurzelballen bzw entfernst Du teilweise das Kultursubstrat? Ich habe es früher sehr gerne ignoriert, das macht aber einen Riesen-Unterschied! Deshalb liebe ich auch diese französischen Anti-Spiralwuchs-KulturtöpfeDrainagefan hat geschrieben: ↑3. Sep 2026, 13:47Das hat mich auch überrascht, naturadb ist manchmal einfach falsch.
Ich hatte noch einen anderen franzöischen gefunden, franz. Telnr, aber Sitz in Kanada. Da muss man wegen Zoll und Import aufpassen.
Die Blüten des balearischen gefallen mir am besten, aber es gibt Gründe für den griechischen (atomarium). Ich muss da mal bei den Händlern anrufen, ob die wirklich liefern können. 2 Wochen Lieferzeit ist kein Problem.
Es ist der Platz vor den Choisyas und die sollen nicht verdeckt werden. Die Choisya haben viel mitgemacht, weil sie an der Grundgrenze sind und der Nachbar eine Grenzmauer gebaut hat. Das hat jetzt auch Vorteile. Die Sonne, die auf die Mauer strahlt, speichert Wärme. Hypericum wird davon aber nicht mehr profitieren. Eine kleine Choisya blüht gerade. Die Choisyas wurden bei den Hitzewellen kaum gegossen, vielleicht 1x im Monat ein wenig. Die Choisyas haben aber keine bewusste Drainage. Der Boden ist dort ziemlich steinig.
Ich experimentiere öfters mit Pflanzen, die es grenzwertig schaffen könnten. Eigentlich waren da mal Agaven und Opuntien. Die sind vertrocknet (behaupte ich, wurde schon diskutiert). Wurzelballen etwas mit Erde vergrößert und dann rundherum Wintersplit ohne Salz, also seitlich und nach unten Streusplit. Diese Methode funktioniert in der Ebene gut, am Hang ist das aber bei Kahlfrösten zu extrem. Der Split wird einige Tage in Wasser eingelegt bevor er verwendet wird.
Darauf stelle ich mich sowieso ein. Der Platz ist sehr schwer abzuschätzen. Höher am Hang ist es halbschattig bis schattig, hätte nie gedacht, dass es den Mittagsblumen dort zu trocken ist. Mit Gießen hatten sie sich erholt, ich hätte da ber viel gießen müssen. Jetzt kommen dort in den (Halb-)Schatten Pfahlwurzler-
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Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt? (Gelesen 23422 mal)
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Die Jungs sind ja auch keine Gärtner sondern Menschen, die mit dem Internet Geld verdienen wollen. Als ich sie einmal auf Fehler aufmerksam gemacht habe, wollten sie mich gleich für ihre Website engagieren. Mir ist das aber zu flach. Das Hauptproblem sehe ich in den irreführenden Angaben zu Insekten, keine Unterscheidung zwischen Nahrung und Fortpflanzung und damit für den Artenschutz einfach nicht relevant.Drainagefan hat geschrieben: ↑3. Sep 2026, 13:47Das hat mich auch überrascht, naturadb ist manchmal einfach falsch.
Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht.
Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
semicolon hat geschrieben: ↑3. Sep 2026, 13:49Ja, genau das! Find's echt nützlich, nur höllenschwer in der Dosierung.Gartenplaner hat geschrieben: ↑3. Sep 2026, 13:25
Stockosorb?
Das nutz ich seit ein paar Jahren bei Neupflanzungen.
Jaaa….es gibt schnell Götterspeise
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Opuntien sind mit Sicherheit nicht vertrocknet. Wenn man sie unter Regenschutz vergisst zu gießen, haben sie nur Tau als Feuchtigkeitsquelle. Da dauert es teilweise über 3 Jahre, bis sie vertrocknen. Agaven können auch schon mal nach 2 Jahren vertrocknen. Ich bezweifle, dass es bei dir im Freiland ähnlich trocken wie im Death Valley ist.Drainagefan hat geschrieben: ↑3. Sep 2026, 13:47Eigentlich waren da mal Agaven und Opuntien. Die sind vertrocknet (behaupte ich, wurde schon diskutiert).
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Der Kies soll ja nicht bleiben, ich plane mal 35cm Streusplit weg und reine Erde, vielleicht ganz ganz wenig Split, damit die Erde besser hält und nicht davon geschwemmt wird.
Ich denke, ich kann den Kies zum Streuen im Winter verwenden, dafür war er ja auch ursprünglich gedacht und die Straßenreinigung entsorgt den dann mit ihren Fahrzeugen automatisch mit. Bei mir wird auch Split normalerweise von der Gemeinde gestreut. Da habe ich Glück. Nur das wird dauern bis ich den Split komplett los bin. Das Zeug ist extrem schwer.
Die Vermengung von Erde und Split ist vernachlässigbar. Wie schon geschrieben, das waren mal Drainageschichten als Ummantelung für Agaven und Opuntien Wurzelballen. Meine Hoffnung war, dass es die Wurzeln durch 15cm Kies schaffen, aber mit Kahlfrost hatte ich nicht gerechnet.
@Nox, ich möchte zuerst sagen, dass ich sehr schätze, was du schreibst. Die speziellen Pflanzen, die ich haben möchte, hast du oft schon.
Laut NaturaDB ist nur der Potentilla x cultorum 'Arc-en-Ciel' ein Pfahlwurzler, und die anderen nicht. Aber NaturaDB irrt ab und zu,
Die 2mm sind der Wert vom DWD in der App. Ich erlebe es anders, für 5-10min gibt es Starkregen, da prasselt es so richtig an das Dachfenster. In ein paar Stunden vielleicht noch einmal Regen in dieser Menge.
Für nächste Woche sind 90mm Regen in 4 Tagen angekündigt. Als Kind war es für mich ganz normal, dass es im Frühling und Herbst sehr viel geregnet hat und auch manche Sommer verregnet waren. Diese Denke ist in meinem Kopf, dass der Garten richtig matschig sein kann. Die letzten Jahre war es ziemlich trocken. Früher war hier an mediterrane Pflanzen nicht zu denken.
Siehst du bei den verschiedenen Potentilla bei den Beschreibungen starke Unterschiede? Ich hatte die nicht erlesen.
Ich habe einen über 1m hohen Potentilla fruticosa, von einem Vogel gebracht und absolut Hitzewellen tauglich, der wird nie gegossen. Motto, du darfst hier bleiben, aber ich kümmer mich nicht / kaum und wenn du eingehst, Pech gehabt. Von diesem Verhalten ging ich aus, dann das ist der Standort bei mir 1m daneben.
Neu sind:
Potentilla fruticosa Mandarin Tango
Potentilla x cultorum 'Arc-en-Ciel'
Potentilla nepalensis 'Miss Willmott'
Alle haben gleiche Drainage. Ursprünglich waren dort Kokardenblumen, die sind fast eingegangen, weil zu wenig gegossen. Im Halbschatten haben sie sich ohne Drainage erholt. Damals war mir das Problem noch nicht klar, dass ich meine neuen(!) Pflanzen stark gießen muss, auch wenn sie später mal mit Trockenheit klar kommen.
Das Verhalten der 3 Potentilla im 1. Jahr ist extrem unterschiedlich. Aus den Beschreibungen habe ich das nicht erlesen. Meine Hoffnung ist, dass die ähnlich robust werden wie der alte Fruticosa.
Von über 10 Potentilla crantzii 'Goldrausch' sind 3 im 1. Jahr bei der 1. Hitzewelle vermutlich wegen zuwenig gießen eingegangen. Mit Gießen haben sie sich erholt und haben die folgenden Hitzemonate dann mit fast keinem Gießen überstanden. Jetzt kann ich da nicht mehr meckern. Pech einfach, wenn man im Herbst vor dem strärksten Dürrejahr setzt.
LG Horst
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Also bei wächst vieles in reinem Kies oder Splitt, pflanzt du vielleicht mit dem Wurzelballen aus dem Topf?
Da kommen sie nicht raus und vertrocknen, seitdem ich den Wurzlballen brutal auswasche und die Pflanzen sehr stark zurückschneide, geht es, sie machen dann eben erst das Jahr drauf was her.
Da kommen sie nicht raus und vertrocknen, seitdem ich den Wurzlballen brutal auswasche und die Pflanzen sehr stark zurückschneide, geht es, sie machen dann eben erst das Jahr drauf was her.
- semicolon
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Das war auch exakt meine Vermutung. Dieses organische Kultursubstrat ist bei solchen Pflanzen in unseren Breiten pures Gift. Entweder rasselt das Wasser daran vorbei und bleibt gar nicht hängen (Kokos!!!), oder die vernässen und der Wurzelballen gefriert zum Klotz (Torf). Würde fast tippen, dass genau dieses Schicksal die Agaven und Opuntien ereilt hat. Habe so auch schonmal eine Agave gehimmelt.solosunny hat geschrieben: ↑3. Sep 2026, 14:40 Also bei wächst vieles in reinem Kies oder Splitt, pflanzt du vielleicht mit dem Wurzelballen aus dem Topf?
Da kommen sie nicht raus und vertrocknen, seitdem ich den Wurzlballen brutal auswasche und die Pflanzen sehr stark zurückschneide, geht es, sie machen dann eben erst das Jahr drauf was her.
Und bei Spiralwuchs kommen die Wurzeln gar nicht erst aus dem Topfballen wenn man nicht radikal lockert und reißt.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Was ich auch ganz übel finde, sind diese Textilummantelungen der ursprünglichen Plugs. Kaum wachsen die Wurzeln durch, werden sie von dem Gewebe stranguliert und das Anzuchtsubstrat lässt den Wurzelhals faulen.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Da kannst du durchaus recht haben. Mit Opuntien habe ich mich nicht lange gespielt. Man darf nie vergessen, anwurzeln und etablieren ist was anderes als eine Pflanze, die schon Jahre dort ist.
So sehen meine Regenschutz-Konstruktionen aus:
Ziel war immer, dass die Pflanzen auch längere Regenzeiten überstehen. Man sieht die Fläche am Foto um die es geht, ich will sie nur etwas größer bepflanzen.
LG Horst
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Da kommt noch Erde darum herum und dann Drainage. Mittlerweile ist mir klar, dass das nicht optimal ist. In der Ebene klappt das auch meistens. Oft kaufe ich bei lokalen Spezialgärtnern und da ist das nicht nötig. Bei Online-Bestellungen vergesse ich dann darauf. Meine Rosen vom letzten Jahr haben es aber mit allen Fehlern, die gemacht wurden, geschafft.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Die Agave ist verfault weil zu nass. Der Regenschutz im Winter war zu klein.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Bei Opuntien gibt es die Trockenfäule, sieht aus wie vertrocknet ist aber durch Pilzkrankeit verursacht, der wegen zu viel Feuchtigkeit die Wurzeln angreift.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Es gibt aber ach Opuntien, die ganz ohne Regenschutz unsere Winter aushalten. In Kakteengärtnereien wird man da fündig. Ein Beispiel aus meinem Steingarten
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Sehr schön, ich hatte da nicht mehr die Energie zu experimentieren.
Eigentlich will ich da nur was, das dem Unkraut wenig Chance lässt. Dort ist Bürokraut-Gegend und es wachsen manchmal unbekannte 1m hohe distelartige Pflanzen. Da dahinter (am Foto hinter Agave) die Choisya sind, brauche ich irgendwas, das nicht zu hoch ist.
Ich glaube mit Johanniskraut liege ich dort nicht so falsch. Die Frage ist nur wie weiter über den Schotter ausdehnen. Das muss ich noch überlegen.
LG Horst
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Die Frage ist wie infomiert man sich am Anfang grob zu Pflanzen. Mir fiel auf, deutsche Seiten machen oft extrem unterschiedliche Angaben zu englischen Seiten.
Bei Naturadb kann man schon ein wenig vorsortieren und einschränken. Ob es stimmt, ist dann die andere Frage. Mit Lavendel bin ich bei denen schon reingefallen. Mich nervt dort auch immer der Hinweis auf "einheimisch". Vor 500 Jahren war "einheimisch" sicher was anders. In der Schweiz sind jetzt Hanfpalmen verboten, ich freue mich trotzdem über meine im Garten, auch wenn sie den Insekten nichts bringen.
Die Pflanze muss erst mal zum Standort passen und dann kann man überlegen, welchen Insekten es dort besser gefällt. Meist bin ich beim Standort aber sowieso sehr eingeschränkt, da brauche ich über Insekten gar nicht mehr nachdenken, wenn die Pflanze eingeht. Meine Strategie ist, möglichst viele unterschiedliche Pflanzen, da ist dann schon was für die Insekten dabei.
Heuer fliegen bei mir extrem viele Schmetterlinge rum.
LG Horst