News:Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!
Bei unserem Rewe gibt es ganz toll rotorange blühendes
Geum. Um diese Jahreszeit
Die Farbe passt sehr gut zum Herbststaudensortiment und die 1,5 l Töpfe sind mit 3,95 EUR auch noch schrottbillig.
Ist das Wegwerfware?
In der Arbeit gibts immer wieder von div. Jungpflanzenanbietern "Probepackungen", mit denen sie mal austesten wollen, wie ihre Neuheiten so ankommen könnten. Letztes Jahr war da u. a. auch ein noch im Frühherbst in Blüte gehendes Geum dabei, Name vergessen. Irgendwie rot, vielleicht orangerot, große halbgefüllte Blüten und recht hoch. Die späte Blüte kann auch an der Kulturtechnik gelegen haben. .
Eindeutig ein Abkömmling der mitunter kurzlebigen und nicht ganz harten G. chiloense. Entsprechend sahen die Pflanzen nach dem wieder mal ein wenig kälteren Winter aus. Das ist am Niederrhein, gepflanzt und evtl. etwas gschützt vielleicht ganz anders. Und wenn es nicht gerade unerwartet tot umfällt, kann man ja noch rechtzeitig verjüngen. .
Falls es dasselbe Geum ist, dann möglicherweise ja, Wegwerfware. Gefiele es mir, würde ich 1-2 holen. Wenns taugt, kann man teilen, wenn nicht, ist nicht übermäßig viel kaputt.
Krokosmian hat geschrieben: ↑3. Sep 2026, 18:29
div. Jungpflanzenanbietern
Die hast Du schon öfter erwähnt. Es ist hier zwar ot, wäre es anderswo aber auch. Mich interessiert, wo sitzen die eigentlich? Wieviele gibt's davon? Hab ich mir das quasi industriell vorzustellen?
"Der andere könnte recht haben." Frei nach Frank Elster
Krokosmian hat geschrieben: ↑3. Sep 2026, 18:29
div. Jungpflanzenanbietern
Die hast Du schon öfter erwähnt. Es ist hier zwar ot, wäre es anderswo aber auch. Mich interessiert, wo sitzen die eigentlich? Wieviele gibt's davon? Hab ich mir das quasi industriell vorzustellen?
Wo fängt industriell bei dir an? Gehört der Mittelstand oder Unternehmen mit unter 40 Mitarbeitern schon dazu?
Hier mal ein Beispiel aus Norddeutschland, 35 Mitarbeiter, 14 Hektar Fläche, 6500qm Folienhaus, 2500qm Cabriohaus und 1800qm Hochglas mit Bodenheizung und 800qm Glashaus als Produktions- und Versandzentrum. Das ist von der Fläche nicht klein, aber mit morgens 30 Brötchen backen kann auch ein Bäcker nicht überleben.
Danke, Thuja, die links gucke ich mir an. Mit "quasi industriell" meinte ich vor allem, ob noch fachkundige Handarbeit dazugehört oder ob weite Teile des Produktionsprozesses maschinell abgewickelt werden. Ob's Maschinen gibt, die zum Beispiel topfen können, weiß ich nämlich nicht. Beregnung wird selbstverständlich maschinell gesteuert, dass da niemand mit der Gießkanne rumgeht, ist klar.
"Der andere könnte recht haben." Frei nach Frank Elster
Das nennt man automatisiert. Topfmaschinen brauchen die Jungpflanzenbetriebe nicht, aber ich kann dir sagen, dass kein Mitarbeiter Lust hat, 6 Stunden Multitopfplatten per Hand mit Substrat zu füllen, je ein Saatkorn oder Steckling reinzustecken, die Platte auf den Transportwagen zu stellen und wieder 150 Stecklinge in unter 3 Minuten stecken.
Es ist halt wie überall, so ein Jungpflanzensteckling oder Staude kostet ein paar wenige Cent und die Lohnkosten und die Lohnnebenkosten sind in D nicht ohne. Am Schluss steht die Pflanze im Discounter zum Schleuderpreis und vergammelt dort, weil die Mitarbeiter die Blümchen nicht auch noch gießen können. Im Gartencenter wird mal gegossen und auch mal andere Qualitäten mit längerer Kulturzeit bestellt. Die Staudengärtnerei vor Ort, naja, das weißt du auch, was mit der ist. Die am Friedhof gibts vielleicht noch.
Krokosmian hat geschrieben: ↑3. Sep 2026, 18:29
div. Jungpflanzenanbietern
Die hast Du schon öfter erwähnt. Es ist hier zwar ot, wäre es anderswo aber auch. Mich interessiert, wo sitzen die eigentlich? Wieviele gibt's davon? Hab ich mir das quasi industriell vorzustellen?
Z. B. hier um die Ecke, Kientzler GmbH & Co. KG in Gensingen, das war früher mal eine "normale" Gärtnerei, mittlerweile ist die Firma zu einem der großen Jungpflanzenanbieter in Deutschland aufgestiegen. Bekannt geworden sind sie durch das "Herbstzauber"-Sortiment, mittlerweile gibt es unzählige Produktlinien in einem über 100 Seiten starken Katalog. Neben zwei Produktionsstätten in der Umgebung gibt es Tochterunternehmen in Polen und Costa Rica, zudem weitere Zulieferer in anderen Ländern.
Eine ehemalige Gärtnerei in Bad Kreuznach hat vor etlichen Jahren ebenfalls umgesattelt auf Gartencenter, in einem eigenen Gewächshaus werden die Jungpflanzen von Kientzler und Co. dann zu verkaufsfähiger Ware gezogen. Natürlich wird auch weiterhin aus Deutschland, den Niederlanden usw. zugekauft, das Angebot ist natürlich zu einem großen Teil Saisonware, aber auch Stauden und Baumschulpflanzen sind im Angebot. Das Preisniveau ist dort natürlich höher als im Discounter, aber man bekommt dort teils durchaus deutlich bessere Ware, z. B. bei den Blumenzwiebeln, zu gar nicht mal so schlechten Preisen.
Wenn sie es machen würden, was willst du mit einer 150er Platte bewurzelter Stecklinge, die du erstmal in 9er Viereck topfen und zur Verkaufsgröße pflegen musst? Wenn die überhaupt eine einzelne Platte rausgeben, das rentiert ja nicht, eine Palette ist schon eher das übliche.