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Mediterraneus hat geschrieben: ↑10. Sep 2026, 13:21
Ja wo hats denn noch gar nicht geregnet, diesen Monat?
Der Mittlere Südwesten ist wieder voll dabei:
Ja. Es ist echt unheimlich. Ich bin auch blau.
Ich bin es ja gewohnt, dass es nicht regnet, irgenwann haben wir aber doch immer mal was abbekommen. In letzter Zeit aber nicht.
Wir hocken immer in diesem "Keil", bei jedem Regen.
Ich bezeichne dieses Trockengebiet ja schon paar Jahre als "Mittleren Südwesten", ich befürchte, dass wir irgendwann hier Steppe haben werden, der Wald macht das nicht mehr lange mit.
Ich hab ja bisher nicht mitgejammert, obwohl ich allen Grund dazu hätte. Ich wohne mitten im "grauen Zentrum", hier hat es im September noch so gut wie gar nicht geregnet. Ende August gab es mal ein Gewitter mit Starkregen und dann ein paar Tage lang noch ein bisschen, danach wieder nichts mehr wie auch schon im Juni und Juli.
Trotzdem ist hier, abgesehen von Rasenflächen, noch sehr vieles grün. Vor allem die Straßenbäume sehen sehr gut aus, obwohl sie niemand gießt. Ich frage mich selbst, woran das liegt. Wir wohnen ein paar hundert Meter von der Mosel entfernt, könnte es sein, dass dadurch der Boden generell feuchter ist als im weiteren Umland?
Meine Pflanzen hab ich durchgehend gegossen, weil sie ja noch nicht richtig eingewachsen sind, aber in den Nachbargärten sehe ich nie jemanden beim Gießen. Trotzdem ist da nicht alles vertrocknet, nur die Blätter wirken manchmal etwas schlapp.
Das Wasser fließt zur Mosel hin, auf den steilen Terrassen ist man aber oben weit weg vom Grundwasser. In relativer Flussnähe auf nur leicht höher liegendem Gelände kann das Grundwasser schon recht nah an der Oberfläche stehen. Hier am Rhein war das im Frühjahr knapp 2m, mittlerweile aber etwa einen Meter tiefer. Durch die Kapillaren im Boden wird stetig ein Teil davon nach oben befördert, da profitieren viele tief wurzelnde Pflanzen davon.
Nox und Medi, Ihr tut mir wirklich leid, das ist so frustrierend ohne Regen !
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Für das Auspflanzen letzte Woche von 2 Feigen aus großen Kübeln und eines Chinaschilfs brauchte mein Helfer im bockelharten Boden die Spitzhacke, war richtige Schinderei, die ich nicht geschafft hätte.
Nach dem verregneten Sonntag von gestern wäre es vermutlich etwas einfacher gegangen, aber in den dermaßen ausgetrockneten Boden wären die 18 l auch nicht tief eingedrungen.
thuja thujon hat geschrieben: ↑14. Sep 2026, 13:1118Liter? Davon kann man hier nur träumen.
Hier auch.
Im September sind bisher genau 0,8 Liter Regen gefallen. (Im schon genannten grau-blauen Keil.)
In der Vegetationsperiode davor, März-August, waren es ca. 59% des langjährigen Mittels. Bei Rekord-Maxima der Temperatur und der Sonneneinstrahlung .
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137
"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein." (NICHT von Kurt Tucholsky)