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Nina hat geschrieben: ↑14. Sep 2026, 20:12
Semicolon, Du bringst hier wirklich schönen neuen Wind rein!
Merci
Der Risotto sieht bombe aus! Habe seit Jahrzehnten keinen mehr gekocht - wird nachgeholt.
Doch zurück zur Caponata:
War ziemlich großes Kino! Auberginen im Airfryer ist ein guter Lifehack und man kann sich das Abtropen komplett sparen und auch die Unmengen an Öl. Der Fenchel hat mich auch nicht enttäuscht - süßlich und buttrig. Was super gepasst hat, waren die fermentierten Kapern im groben Meersalz - die suppen gar nicht und bleiben "souverän" - eine kleine Gaumen-Sensation zwischen den ganzen anderen Aromen. Ich hatte leider keine Rosinen und habe stattdessen Korinthen verwendet, die noch ganz leichte Herbe in der Schale hatten. Wahrscheinlich war meine Version heute etwas ungestüm für einen solchen Klassiker. Als Beilage hatte ich kurzerhand ein sehr feines Kichererbsen-Mandelpüree mit reichlich Pinienrosmarin zubereitet. Man konnte es prima als Protein- und Sättigungsbeilage zur Caponata essen - oder wie in unserem Fall, geradezu hedonistisch Insta-like mit Brot einmal durch den ganzen Teller schlotzen und sich anschließend halb in den Bart schmieren . Das war ein schnelles und köstliches Abendmahl und wird genau so in mein Repertoire aufgenommen.
semicolon hat geschrieben: ↑13. Sep 2026, 17:35… Ich koche nie nach festen Rezepten, kann aber gerne die Basics notieren. …
merci vielmol!
moin
"(…) die abstrakten worte, deren sich doch die zunge naturgemäß bedienen muß, um irgend welches urteil an den tag zu geben, zerfielen mir im munde wie modrige pilze." hugo von hofmannsthal – der brief des lord chandos
Das sieht super aus und das Kichererbsen-Mandelpüree scheint uns anzugrinsen Korinthen wären in jedem Fall besser für mich, Rosinen sind doch immer sehr dominant süß.
maigrün hat geschrieben: ↑14. Sep 2026, 22:10
nina, ist das das oel vom anbraten des reises, das sich hier abgesetzt hat oder butter? ich füge vorm ruhenlassen auch immer eine gute portion butter dazu zusammen mit parmesan. das trennt sich aber nicht.
Nein, das war ein zusätzlicher Schuß gutes Olivenöl am Schluß, der nicht untergerührt wurde.
Parmesan und Butter sind selbstverständlich vorher dran gekommen. Ich meinte den wunderbaren Film, der sich auf dem Reis gebildet hat.
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semicolon hat geschrieben: ↑14. Sep 2026, 22:28
... oder wie in unserem Fall, geradezu hedonistisch Insta-like mit Brot einmal durch den ganzen Teller schlotzen und sich anschließend halb in den Bart schmieren . Das war ein schnelles und köstliches Abendmahl und wird genau so in mein Repertoire aufgenommen.
Pinienrosmarin? Pinien, Rosmarin und Öl oder etwas anderes Flüssiges?
Nur Pinienrosmarin - Rosmarinus angustifolia. K.A. wie der neuerdings als Salbei geführt wird. Ist auf jeden Fall deutlich anders als normaler Rosmarin, auch bzgl. Winterhärte.
Das klingt genial, Semikolon- und sieht genauso aus!
Kannst du bitte noch ein paar Worte (muss kein genaues Rezept mit Mengenangaben sein) zum Kichererbsen-Mandelpüree sagen?
borragine hat geschrieben: ↑15. Sep 2026, 09:44
Das klingt genial, Semikolon- und sieht genauso aus!
Kannst du bitte noch ein paar Worte (muss kein genaues Rezept mit Mengenangaben sein) zum Kichererbsen-Mandelpüree sagen?
Gerne - einfach eine Dose Kichererbsen (die normale Größe, nicht diese 800g Dinger) ohne Lake mit einer kleinen Zweigspitze Rosmarin, 1 EL Mandelmus und 1 TL Olivenöl fein pürieren. Sukzessive etwas von der Lake dazu geben (ich habe die Hälfte der Lake für eine stabile dip-artige Konsistenz gebraucht). Im Kühlschrank stabilisiert sich das noch weiter.
Selbstgekochte Kichererbsen schmecken immer intensiver, bei Dosenware kommt die Mandel besser durch. Rosmarin und Olivenöl verstärken das Mandelaroma.
Habs in diesem Fall ganz bewusst sehr puristisch gehalten, damit die Caponata strahlt. Ansonsten ist der Weg zum Hummus natürlich nicht mehr weit
Fusilli aus Kichererbsen an rotem Paprikapüree mit etwas Olivenöl, Grünkohl an Brühe kross gebraten, Süsskartoffelscheiben (nicht auf dem Bild), Avocados.
Wir machen Pasta jetzt vermehrt als Beilage, nicht mehr als Primo.
Rote Beete mit etwas Meerrettich,süß marinierte Gurke, kurz gebratene Shrimps, Dill
( Also kein klassisches Risotto sondern eher ein salziger Reisbrei)
…aber sehr lecker!
Nina hat geschrieben: ↑14. Sep 2026, 20:12
Semicolon, Du bringst hier wirklich schönen neuen Wind rein!
Merci
...
Wahrscheinlich war meine Version heute etwas ungestüm für einen solchen Klassiker. Als Beilage hatte ich kurzerhand ein sehr feines Kichererbsen-Mandelpüree mit reichlich Pinienrosmarin zubereitet. Man konnte es prima als Protein- und Sättigungsbeilage zur Caponata essen - oder wie in unserem Fall, geradezu hedonistisch Insta-like mit Brot einmal durch den ganzen Teller schlotzen und sich anschließend halb in den Bart schmieren . Das war ein schnelles und köstliches Abendmahl und wird genau so in mein Repertoire aufgenommen.
Danke für die Inspiration!
1. Stimme ich Nina vorbehaltlos zu 2. Hab ich grade über die zeitgemäße bzw. -sparende Entwicklung von Rezept-Klassikern sinniert, und der alte Spruch "Warum einfach, wenns kompliziert auch geht?" lag mehr oder weniger auf der Hand. Ob ich mich allerdings nicht trotzdem beim nächsten Mal an das alte Rezept halten werde, muß sich erst weisen
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Übrigens, borragine, es muß noch ein drittes Rezept gegeben haben, denn in beiden der in #188 verlinkten kommen keine Mandeln vor. Werde das verifizieren, wenn ich wieder in der Stadt bin. Jedenfalls hat sie semicolon in anderer Form sehr passend integriert
Sonnenscheinplatz hat geschrieben: ↑15. Sep 2026, 13:39
Fusilli aus Kichererbsen an rotem Paprikapüree mit etwas Olivenöl, Grünkohl an Brühe kross gebraten, Süsskartoffelscheiben (nicht auf dem Bild), Avocados.
Wir machen Pasta jetzt vermehrt als Beilage, nicht mehr als Primo.
Ein feines buntes Essen - aber, jetzt schon Grünkohl?
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Memory hat geschrieben: ↑15. Sep 2026, 14:19
Zum Thema Risotto:
IMG_3248.jpeg
Rote Beete mit etwas Meerrettich,süß marinierte Gurke, kurz gebratene Shrimps, Dill
( Also kein klassisches Risotto sondern eher ein salziger Reisbrei)
…aber sehr lecker!
martina 2 hat geschrieben: ↑15. Sep 2026, 14:31
...und der alte Spruch "Warum einfach, wenns kompliziert auch geht?" lag mehr oder weniger auf der Hand. Ob ich mich allerdings nicht trotzdem beim nächsten Mal an das alte Rezept halten werde, muß sich erst weisen
Das ist ein zweischneidiges Schwert, um bei alten Sprüchen zu bleiben
Ich mag das Improvisationschaos in der Küche, so entstehen die besten Kreationen. "Kleiner" Nachteil: ich kann viele Gerichte nicht einfach nachkochen weil ich bestimmte Handgriffe oder Zutaten schlichtweg vergesse oder in einem spontanen Anflug improvisiere. Letztens wollte ich mal wieder Ajoblanco zubereiten und endete mit fast 1 Liter köstlicher Mandelcreme im Kühlschrank, die sich wiederrum in mindestens 3 verschiedenen Kreationen verwandelt hatte. Könnte ich es nachbauen? Mitnichten. Es zählt nur der Moment.
Heute Abend gibt es die russisch-vegane Variante von Plow - einem meiner absoluten Soulfoods. Und sogar einigermaßen authentisch, wenn man von der Abkürzung über den Instant Pot und neuen Gewürzexperimenten absieht (Dillsamen!!!). Dazu erfrischenden Kokosjoghurt mit Knoblauch.