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Ernährungsformen (Gelesen 6568 mal)

Verwenden, haltbar machen, zubereiten und genießen

Moderator: Nina

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Sonnenscheinplatz
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Re: Ernährungsformen

Sonnenscheinplatz » Antwort #135 am:

Und was ist jetzt mit den Holzschnitzeln?
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Nina
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Re: Ernährungsformen

Nina » Antwort #136 am:

Und nochmals an alle: hier nur noch zum Thema und bitte ohne "spitzen" Bemerkungen.
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Klio
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ROMANESEVNTDOMVS

Re: Ernährungsformen

Klio » Antwort #137 am:

Welche einigermaßen "neutral" schmeckende Pflanzen-Milch bzw -Joghurt verwendet ihr?

Für heiße Schokolade funktioniert Hafer mMn ganz gut, aber den Eigengeschmack in pur mag ich nicht. Auch das Joghurt nicht, Produkte auf Kokosbasis sind mir zu fett als reine "Naturjoghurt-Alternative". Ich hatte mich an Soja-Joghurt gewöhnt, darf das jetzt aber nicht mehr essen....
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semicolon
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Re: Ernährungsformen

semicolon » Antwort #138 am:

@Klio: Hast Du verschiedene Hafermilchsorten ausprobiert? Es gibt sehr große Unterschiede im Geschmack.
Ich persönlich finde die ganzen NoMilks am neutralsten, aber meines Wissens enthalten sie immer Soja (bin mir aber nicht 100% sicher). Sind andere Hülsenfrüchte OK? Ich finde die Milch von Vly (Erbsen) und vor allem den Joghurt (ebenfalls Erbsen) ganz lecker. Der geht ein Bisschen in Richtung Soja, hat aber etwas weniger Eigengeschmack für mich.

Bei Kokosjoghurt gibt es auch größere Unterschiede. Ich finde den vom Lidl relativ neutral, sehr mild und auch geschmacklich nicht fett. Alnatura finde ich bei Kokos auch gut. Mandelbasis finde ich bei Joghurt furchtbar und bei Milch zu langweilig.

Es wird gerade daran gearbeitet, diesen "Bohnengeschmack" zu entfernen, aber ich weiß nicht, wann das marktreif sein wird.

Reis finde ich sehr neutral bis wässrig, kenne aber keinen Joghurt daraus.

Wäre ein selbstgemachter Joghurt eine Option? Wasserkefir-Kristalle lassen sich auch auf Pflanzenmilch umerziehen - sie dicken aber nicht so gut an.
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Klio
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Re: Ernährungsformen

Klio » Antwort #139 am:

Stimmt, Mandeljoghurt hatte ich vergessen - das war echt gar nicht gut :-X

Kokos ging vom Geschmack her, ich habs bloß nicht vertragen. Muß mal in einen größeren Supermarkt, bzw spezialisiertes Geschäft, die Läden hier rundum haben zwar einiges aber eher die gängigen Sorten.

Ich muß Isoflavone und Phytohormone meiden, daher kein Soja. Zum Glück gibt es inzwischen Tofu aus Kichererbsen, das mag ich recht gerne.

Selber Joghurt/ Kefir machen lohnt sich nicht wirklich für mich, nur hin und wieder hätte ich gern etwas "joghurtiges" fürs Müsli.
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semicolon
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Re: Ernährungsformen

semicolon » Antwort #140 am:

Wenn Du Kokos nochmal eine Chance geben willst, könntest Du die Premium-Linie von Wild & Coco ausprobieren. Sie sind ganz natürlich fermentiert, nicht pasteurisiert und entsprechend probiotisch sehr aktiv. Ich fand den Joghurt sehr lecker, aber durch die richtige Fermentation recht säuerlich. Sie versenden auch, aber die Haltbarkeit ist sehr kurz und der Versand lohnt sich wahrscheinlich nicht bei kleinen Mengen, zumal diese Premium-Linie an sich schon teuer ist.

Ansonsten würde ich auch hier auf Cashewbasis gehen und entweder einfach mit Zitronensaft ansäuern für Direktverzehr oder - falls Du sowieso probiotische Kapseln mit Multistämmen nimmst - einfach den Inhalt einer Kapsel in der Milch-Zubereitung Deiner Wahl bei Zimmertemperatur oder etwas wärmer über Nacht fermentieren lassen.
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martina 2
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Re: Ernährungsformen

martina 2 » Antwort #141 am:

LadyinBlack hat geschrieben: ↑26. Sep 2026, 19:45 ...
Danke für dein Eingreifen, cydorian.
Auch wenn du offensichtlich keine Ahnung hast ;D Du darfst dir gerne die passenden Beleidigungen raussuchen. Semicolon hat meistens ein ganzes Bündel im Angebot und zwar zum wiederholten Mal.

Was ist an dieser Äußerung von Katze falsch: " der besagter "Käse" ist keiner! Bitte anders benennen. Hafermilch, oder ähnlicher Schmafu, ist ebenfalls keine Milch. Gilt auch für Sahne, uA. Benennt bitte eure zweifelhaften Produkte richtig ::) "
Natürlich kann im privaten Raum jeder Pflanzendrinks nennen , wie er möchte. Wenn es aber um Ernährungsformen geht, ist es ausgesprochen sinnvoll, Missverständnisse durch falsche Begrifflichkeiten zu vermeiden.

" Die Bezeichnung ,,Milch'' ist ausschließlich dem durch ein- oder mehrmaliges Melken gewonnenen Erzeugnis der normalen Eutersekretion ... vorbehalten..."
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Re: Ernährungsformen

Gartenlady » Antwort #142 am:

Ich kann nicht länger einsehen, dass hier cat1 ausschließlich verteidigt wird. Sie ist hier rein gekommen nur um zu meckern, kein einziger Satz zum Thema. Sie hat den Zoff hier reingebracht, wie sie es so gut kann.
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Nina
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Re: Ernährungsformen

Nina » Antwort #143 am:

Das sehe ich auch so. Es ist ja nicht das erste mal.
Was man Milch oder Käse nennen "darf" finde ich in diesem Zusammenhang nebensächlich. Mir fällt da zu diesem Thema noch Tigermilch ein. :o
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Veilchen-im-Moose
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Re: Ernährungsformen

Veilchen-im-Moose » Antwort #144 am:

martina 2 hat geschrieben: ↑27. Sep 2026, 00:26
LadyinBlack hat geschrieben: ↑26. Sep 2026, 19:45 ...
Was ist an dieser Äußerung von Katze falsch: " der besagter "Käse" ist keiner! Bitte anders benennen. Hafermilch, oder ähnlicher Schmafu, ist ebenfalls keine Milch. Gilt auch für Sahne, uA. Benennt bitte eure zweifelhaften Produkte richtig ::) "
Natürlich kann im privaten Raum jeder Pflanzendrinks nennen , wie er möchte. Wenn es aber um Ernährungsformen geht, ist es ausgesprochen sinnvoll, Missverständnisse durch falsche Begrifflichkeiten zu vermeiden.

" Die Bezeichnung ,,Milch'' ist ausschließlich dem durch ein- oder mehrmaliges Melken gewonnenen Erzeugnis der normalen Eutersekretion ... vorbehalten..."
So schwierig ist das wirklich nicht!
Sollte man meinen.
Ich halte diese Aufregung über Begrifflichkeiten für erstaunlich irrational. Welche Missverständnisse soll den Bitteschön der Begriff "Hafermilch" auslösen oder der Begriff "Sojaschnitzel"? Wenn ich im Café gefragt werde, ob ich meinen Cappuccino mit normaler oder Hafermilch möchte, dann freue ich mich über die Auswahlmöglichkeiten. Ich habe auch im Supermarkt noch keine verwirrten Kunden zwischen Fleischtheke und dem Regal mit Ersatzprodukten hin und her irren sehen. Alle wissen, was sie in die Pfanne oder auf den Grill legen.

In diesem Sinne halte ich das EU-Verbot bestimmter Begrifflichkeiten für vegetarische oder vegane Fleischalternativen nicht für Verbraucherschutz sondern für einen recht albernen Versuch von Lobbyismus. Ich habe auch noch nicht probiert, meine Reinigungsmilch zu trinken und erwarte am Ende einer Schnitzeljagd kein entsprechendes kulinarisches Vergnügen.

Bei uns im Ort kommt ein Mal pro Monat sonntags ein veganer Imbiss-Wagen zur Fahrradwerkstatt in die Ruhrwiesen. Heute ist es wieder so weit. Da spazieren mein Mann und ich mit dem Hund hin. Die machen tolle Burger und Gyros aus Seitan. Geschmacklich sind die besser, als viele Produkte aus den Läden. Ich, als alte Fleischesserin, freue mich immer sehr, wenn ich geschmacklich überzeugende Alternativen finde. Das scheint auch anderen so zu gehen. Wir stehe dort immer lange in der Schlange.
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hobab
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Re: Ernährungsformen

hobab » Antwort #145 am:

Danke!! Ein Beitrag ohne ideologische Verbissenheit, die das Thema nun wirklich nicht nötig hat - jeder soll essen was er/sie möchte, ohne sich rechtfertigen zu müssen.
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Sonnenscheinplatz
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Re: Ernährungsformen

Sonnenscheinplatz » Antwort #146 am:

Na ja, es gibt ja schon Dinge, bei denen man sich rechtfertigen muss: Stopfleber oder Froschschenkel, auch Singvögel oder Katzen.
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Re: Ernährungsformen

hobab » Antwort #147 am:

Kann man gerne mit sich selber aushandeln. Warum soll man Katzen und Hunde nicht essen? Bei geschützten Tierarten versteh ich das natürlich, dafür gibt es Gesetze. Ansonsten ist es mir egal ob jemand Veganer ist oder nur Schaben isst….
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Re: Ernährungsformen

Gartenlady » Antwort #148 am:

Danke ViM, genau so ist es.

Veganismus ( gibt es solch ein Wort?) war bisher kein Thema für mich, ich habe einiges gelernt. Ich kannte auch die EU Vorschrift nicht. Für solch einen Bürokratismus bezahlen wir alle.
Ich habe auf der Suche nach Hafersahne (cuisine heißt sie jetzt, man muss also auch noch französisch lernen) erst gesehen was es alles an Ersatzprodukten gibt. Der Mensch, der seine Karriere als Jäger und Sammler begonnen hat und ohne Jagd hier in Europa kaum hätte überleben können, kann auch als Veganer nicht auf die gewohnten Geschmackserlebnisse verzichten und treibt erheblichen Aufwand, diesen Geschmack zu erhalten. Wenn ich persönlich Veganer wäre und das unwiderstehliche Verlangen nach einem Joghurt hätte, würde ich vermutlich einfach einen echten J. essen 😱😂

Aber vermutlich gibt es Menschen, die keine tierischen Produkte vertragen, für die gibt es jetzt vielfältigen Ersatz, vor Jahren war es schwer für sie.

Ich erinnere mich, wie schwierig es für mich vor ca 50 Jahren war, als ich meine kleine Tochter glutenfrei ernähren musste. Ich habe z. B. Brot auf Maisbasis gebacken und in den Urlaub mitgenommen, im Hotel in den TK legen lassen. In Südtirol war nichts auf Mehlbasis erlaubt, seehr schlimm für ein kleines Kind.
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semicolon
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Re: Ernährungsformen

semicolon » Antwort #149 am:

Solche Schnitzeldebatten sind ja schon viel älter als Weidels Bierzelt-Ausraster und auf eine unermüdliche Lobbyarbeit (ich würde es sogar noch drastischer ausdrücken) der Tierindustrie zurückzuführen, die bei der aktuellen politischen Stimmung einem erstaunlich selbstähnlichen und perfiden Mechanismus folgt. Ich habe beruflich mit Werbung zutun und beobachte die Vermarktungsstrategien natürlich schon extrinsisch motiviert. Das Ziel dieser groß angelegten Kampagne aus glücklichen Hühnern und lächelnden süßen Schweinchen auf der Fleischkäse-Papiertüte ist, die Verhältnismäßigkeit von Tierleid und Genuss zu verschieben bzw komplett voneinander zu lösen. Tiere werden zu einem Produkt mit fett gedruckter benefit line degradiert. Eine Bärchenwurst weckt nunmal positive Erinnerungen in uns, ein Ei wird mit Großzügigkeit der Hühner konnotiert und Milch zu einem "gesunden Naturprodukt" für "starke Männer" erklärt, dessen tierische Erzeuger bereitwillig der Menschheit spenden. Selbst das populär offensichtliche Tierleid wie Kükentöten wird perfiderweise entkräftet, indem man mit "Bruderkükenaufzucht" oder "ohne Kükentöten" wirbt - das Shreddern erfolgt dann hinter der Landesgrenze. Für mich ist das gar keine Frage des Veganismus, sondern der systematischen Verbrauchertäuschung. Ich bin mir sicher, es würden wesentlich mehr Menschen auf Tierprodukte verzichten oder massiv reduzieren, wenn man die Dinge einfach beim Namen nennen würde anstatt die kognitive Dissonanz zu untermauern. Denn genau sie bringt solche Früchte wie die Schnitzeldebatte oder vermeintliche Namensrechte hervor. Dabei wird ganz bewusst auf eine gezielte angstgetriebene Rhetorik gesetzt. Personengruppe X fühlt sich durch die bloße Anwesenheit von Seitansteaks oder Personengruppe Y bedroht. Sowohl Seitan als auch Tofu haben Jahre und Jahrhunderte neben Fleisch koexistiert, ohne dass sich jemand daran gestört hat.
Warum darf der Name Hafermilch nicht eine Wahlmöglichkeit für den Verbraucher innerhalb einer Kategorie darstellen? Warum will man jemandem, der sich gerade aus irgendwelchen Gründen ernährungstechnisch neu orientiert, das Soja-Schnitzel vorenthalten? Welchem Fleischesser wird eine unwahrscheinliche Verwechslung körperlich oder seelisch schaden? Kein Veganer lehnt tierische Produkte aus geschmacklichen Gründen ab.
Die alarmierende Wahrheit ist, dass wir uns tierische Lebensmittel in Zeiten der Ressourcen- und Klimakrise schlichtweg nicht mehr leisten können und hier sitzen alle Personengruppen in einem Boot, völlig ungeachtet unserer Einstellung zum Tierkonsum. Ja, das betrifft auch manche veganen Lebensmittel, mit der "kleinen" Randnotiz, dass kalifornische Mandeln und südamerikanische Avocados nicht den Fleischkonsum exkludieren und gemessen an der Tierhaltung immernoch einen weitaus geringeren ökologischen Schaden leisten.

Und schließlich sitzen wir hier nicht im EU-Parlament - das Wording "Hafermilch" ist in unserem Kontext also auch nur der Rosmarin, der neuerdings eigentlich ein Salbei ist. Dem ambitionierten Koch und Gartenfreund dürfte und sollte in besten Sinne beides egal sein.
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