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Ernährungsformen (Gelesen 17458 mal)
Moderator: Nina
- semicolon
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Re: Ernährungsformen
Die Quelle von Omega 3 ist rein pflanzlich. Lachse haben es nicht patentiert, sondern nehmen es wie alle anderen Meerestiere in der Nahrungskette aus Algen auf.
Ausgerechnet die USA als Kronzeugen für „gesunde Ernährung mit viel Bacon und Fleisch“ anzuführen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.
Die USA haben einen der höchsten Fleisch- und Fast-Food-Verbräuche der Welt. Dass die Lebenserwartung dort stagniert, liegt an Epidemien von Adipositas, H-K, Diabetes-2 – und ganz bestimmt nicht daran, dass die Amerikaner zu viele Haferflocken und Brokkoli essen.
Recherchiere bitte den Flynn-Effekt, bevor Du darüber schreibst.
Ausgerechnet die USA als Kronzeugen für „gesunde Ernährung mit viel Bacon und Fleisch“ anzuführen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.
Die USA haben einen der höchsten Fleisch- und Fast-Food-Verbräuche der Welt. Dass die Lebenserwartung dort stagniert, liegt an Epidemien von Adipositas, H-K, Diabetes-2 – und ganz bestimmt nicht daran, dass die Amerikaner zu viele Haferflocken und Brokkoli essen.
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You can educate ignorance but you can't fix stupidity.
- semicolon
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Re: Ernährungsformen
Kleiner Tipp: Bei Flynn-Effekt geht es um den IQ. Womöglich ist der in den USA doch nicht so ausgeprägt, Deiner Ausführung nach.
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- thuja thujon
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Re: Ernährungsformen
Seit wann frisst ein Lachs als Raubfisch Algen? Unterwasserpflanzen schon mal gar nicht, Phytoplankton wäre mir auch neu, Zooplankton kann mal vorkommen, in der Jugendphase zB.
Lachs hat die ungesättigten Fette nur, weil sie im Vergleich zu gesättigten Fettsäuren bei Abkühlung länger flüssig bleiben. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil für Kaltwasserfische, da das Überleben davon abhängt.
Edit: mal die Sätze so umformuliert, dass sie Sinn ergeben.
Lachs hat die ungesättigten Fette nur, weil sie im Vergleich zu gesättigten Fettsäuren bei Abkühlung länger flüssig bleiben. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil für Kaltwasserfische, da das Überleben davon abhängt.
Edit: mal die Sätze so umformuliert, dass sie Sinn ergeben.
Zuletzt geändert von thuja thujon am 3. Okt 2026, 00:48, insgesamt 1-mal geändert.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
- cat1
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Re: Ernährungsformen
Liebe Apfelbäuerin, mit Verlaub und nur ganz kurz zur Richtigstellung: deine Bundesrepublik heißt anders, als die, in der ich wahlweise lebe. Aber grundsätzlich ja - mia san mia :-*Dazu hätte ich noch Bild vom Schafberg, mit dazugehöriger Jause. Schön, gell, jedoch nicht in BayernApfelbaeuerin hat geschrieben: ↑2. Okt 2026, 11:36Mit Verspätung: Mir war nicht bewusst, dass bei uns (manche?) Lebensmittel preiswerter sind als in anderen Teilen der Republik. Dass die Qualität zumeist gut ist, wissen wir aber.

Nachtrag: Ich gehöre nämlich zu den Deppen, die auf die Berge kraxeln, nur für die immer wieder andere Aussicht und für die gute Jause danach.
Illustrent flagrantes viam pontes
Honi soit qui mal y pense
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Re: Ernährungsformen
Ach ja Cat, sorry, daran hab ich gar nicht gedacht
Schöne Bilder, danke, und deppert find ich das gar nicht
!
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Liebe Grüße von der Apfelbäuerin
Das Schöne zieht einen Teil seines Zaubers aus der Vergangenheit.
Hermann Hesse
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Rieke
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Re: Ernährungsformen
Ich bin mal der Frage nachgegangen, warum rotes Fleisch als ungesund gilt und bin dabei auf diesen Text gestoßen: https://www.cardiopraxis.de/rotes-fleis ... uf-demenz/
Kurzfassung: Generell muß man zwischen Fleisch und stark verarbeiteten Fleischprodukten wie Wurst und Schinken unterscheiden. Bei rotem Fleisch (d.h. von Säugetieren) gibt es deutliche Hinweise auf eine Erhöhung des Darmkrebsrisikos. Bei den möglichen Ursachen wird auch starkes Anbraten genannt. Bei Wurst usw. ist die Datenlage wesentlich eindeutiger, das Darmkrebsrisiko wird erhöht.
In Bezug auf andere Krankheiten sieht der Autor (ein Kardiologe) keine so eindeutigen Zusammenhänge. Eine wichtige Frage ist für ihn, was anstelle des Fleischs auf den Tisch kommt, ob mehr Gemüse oder Süßigkeiten oder stark verarbeitete Fleischersatzprodukte. „Ernährung ist ein Muster. Kein einziges Lebensmittel entscheidet allein über Gesundheit.“
Cholesterin wird in dem Text übrigens nicht erwähnt.
Kurzfassung: Generell muß man zwischen Fleisch und stark verarbeiteten Fleischprodukten wie Wurst und Schinken unterscheiden. Bei rotem Fleisch (d.h. von Säugetieren) gibt es deutliche Hinweise auf eine Erhöhung des Darmkrebsrisikos. Bei den möglichen Ursachen wird auch starkes Anbraten genannt. Bei Wurst usw. ist die Datenlage wesentlich eindeutiger, das Darmkrebsrisiko wird erhöht.
In Bezug auf andere Krankheiten sieht der Autor (ein Kardiologe) keine so eindeutigen Zusammenhänge. Eine wichtige Frage ist für ihn, was anstelle des Fleischs auf den Tisch kommt, ob mehr Gemüse oder Süßigkeiten oder stark verarbeitete Fleischersatzprodukte. „Ernährung ist ein Muster. Kein einziges Lebensmittel entscheidet allein über Gesundheit.“
Cholesterin wird in dem Text übrigens nicht erwähnt.
Chlorophyllsüchtig
- cydorian
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Re: Ernährungsformen
Wenn man Gesundheitsfolgen von "rotem" und "weissem" Fleisch nachgeht, wird man irre. Vermutlich gibts keine Krankheit, für die irgendwann mal KEINE Ursache im Fleischkonsum gefunden wird. Gestern wieder was Neues: Rotes Fleisch verursacht Diabetes, https://www.aponet.de/artikel/rotes-fle ... elen-33995
Verarbeitet lauert der Sensenmann auch schon, wie du schon sagst. Bereits bei einer Scheibe Wurst: https://www.bild.de/leben-wissen/ernaeh ... 7b679456c6
Tja, da helfen vielleicht Zecken, die einen zum Rotfleischvegetarier machen: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/ ... ie164.html
Hühnerfleisch besser? Dann natürlich Krebstod: https://www.fitbook.de/gesundheit/huehn ... ebs-studie
Ernährungsformen und Fleisch, wer da mit Gesundheit argumentiert kann damit absolut alles begründen im bunten Reigen von Zweifel und Beweis. Ein herrliches Diskussionsfeld, jeder hat irgendwann recht.
Verarbeitet lauert der Sensenmann auch schon, wie du schon sagst. Bereits bei einer Scheibe Wurst: https://www.bild.de/leben-wissen/ernaeh ... 7b679456c6
Tja, da helfen vielleicht Zecken, die einen zum Rotfleischvegetarier machen: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/ ... ie164.html
Hühnerfleisch besser? Dann natürlich Krebstod: https://www.fitbook.de/gesundheit/huehn ... ebs-studie
Ernährungsformen und Fleisch, wer da mit Gesundheit argumentiert kann damit absolut alles begründen im bunten Reigen von Zweifel und Beweis. Ein herrliches Diskussionsfeld, jeder hat irgendwann recht.
- martina 2
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Re: Ernährungsformen
Wenn man nicht verhungern will, schaut man hier am besten gar nicht mehr rein.
Schöne Grüße aus Wien!
- Gartenlady
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Re: Ernährungsformen
Ein Mr. T aus U behauptet auch, dass das Klima nicht menschengemacht ist und dass KI ohne Einschränkung großartig ist und und und .....die Frau aus einer Rippem des Mannes gemacht wurde, wie es in der Bibel steht.
Man kann das alles lesen und sich raussuchen, was man glauben möchte. Das gilt auch für die Wetterberichte, ich mache das immer so: ich glaube dem Wetterbericht, dessen Vorhersage mir gefällt, das kann sich täglich ändern oder nicht
Bisher ist noch niemand verhungert, weil er solche Berichte gelesen hat, aber ein bisschen schlauer zu werden schadet niemandem.
Man kann das alles lesen und sich raussuchen, was man glauben möchte. Das gilt auch für die Wetterberichte, ich mache das immer so: ich glaube dem Wetterbericht, dessen Vorhersage mir gefällt, das kann sich täglich ändern oder nicht
Bisher ist noch niemand verhungert, weil er solche Berichte gelesen hat, aber ein bisschen schlauer zu werden schadet niemandem.
-
Rieke
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Re: Ernährungsformen
Mich hat vor rund 8 Jahren eine Ärztin mit der Empfehlung „Frische Luft, Bewegung, gesunde Ernährung“ nach Hause geschickt. Punkt 1 und 2 war klar und für eine Gärtnerin unproblematisch. Aber was ist gesunde Ernährung eigentlich
. Ich habe dann eine Weile zu dem Thema recherchiert, natürlich auch diverse Bücher gelesen und sehr schnell festgestellt, daß sich die Experten über sehr viele Punkte sehr uneinig sind. Sogar zu vermeintlich einfachen Fragen wie Supplementation mit Vitamin D (oder einem der anderen Vitamine) findet man widersprüchliche Aussagen, die jeweils mit Studien begründet werden.
Aber ein paar Tendenzen werden aus den Studien deutlich:
1. Esst Gemüse, am besten viele verschiedene.
2. Möglichst wenig Zucker
3. die Darmflora ist wichtig und die braucht Ballaststoffe
4. Alkohol ist leider ungesund
Außerdem empfehlen die meisten Experten fermentierte Lebensmittel, also Joghurt, Sauerkraut, Kimchi usw. Joghurt senkt übrigens das Darmkrebsrisiko, also ein Tzatziki zum Souflaki und alles ist gut
Ob man in moderaten Mengen Fleisch isst oder vegetarisch lebt, macht wahrscheinlich keinen besonderen Unterschied. Wir sind nicht zwingend auf Fleisch angewiesen. In Beobachtungsstudien schneiden Vegetarier meistens etwas besser ab, aber das kann auch daran liegen, dass sie mehr auf ihre Gesundheit achten oder sich auch sonst gesünder ernähren.
In einer Studie mit gesunden Teilnehmern wurde übrigens ein starker Nocebo-Effekt für Gluten festgestellt. Die Gruppe, die vermeintlich Gluten erhielt, hat zu rund 40% negative Wirkungen beobachtet (obwohl sie kein Gluten bekommen haben). Gluten ist aus meiner Sicht ein Beispiel für Panikmache.
Ähnlich verhält es sich mit den sogenannten Superfoods. Die unglaublichen gesundheitlichen Vorteile, die oft mit Studien mit isolierten Inhaltsstoffen in Zellkulturen oder Tierversuchen begründet werden, werden bei Ernährungsstudien bei Menschen in der Regel nicht belegt.
Aber ein paar Tendenzen werden aus den Studien deutlich:
1. Esst Gemüse, am besten viele verschiedene.
2. Möglichst wenig Zucker
3. die Darmflora ist wichtig und die braucht Ballaststoffe
4. Alkohol ist leider ungesund
Außerdem empfehlen die meisten Experten fermentierte Lebensmittel, also Joghurt, Sauerkraut, Kimchi usw. Joghurt senkt übrigens das Darmkrebsrisiko, also ein Tzatziki zum Souflaki und alles ist gut
Ob man in moderaten Mengen Fleisch isst oder vegetarisch lebt, macht wahrscheinlich keinen besonderen Unterschied. Wir sind nicht zwingend auf Fleisch angewiesen. In Beobachtungsstudien schneiden Vegetarier meistens etwas besser ab, aber das kann auch daran liegen, dass sie mehr auf ihre Gesundheit achten oder sich auch sonst gesünder ernähren.
In einer Studie mit gesunden Teilnehmern wurde übrigens ein starker Nocebo-Effekt für Gluten festgestellt. Die Gruppe, die vermeintlich Gluten erhielt, hat zu rund 40% negative Wirkungen beobachtet (obwohl sie kein Gluten bekommen haben). Gluten ist aus meiner Sicht ein Beispiel für Panikmache.
Ähnlich verhält es sich mit den sogenannten Superfoods. Die unglaublichen gesundheitlichen Vorteile, die oft mit Studien mit isolierten Inhaltsstoffen in Zellkulturen oder Tierversuchen begründet werden, werden bei Ernährungsstudien bei Menschen in der Regel nicht belegt.
Chlorophyllsüchtig
- cydorian
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Re: Ernährungsformen
Ja, die Ernährungsform "Gesundheitsesser" hat es schwer, wenn er nicht in einem festen Glauben verankert ist und damit allen Anfechtungen widersteht. Ansonsten wird man mit ständigem Dauerfeuer "neuer" Gesundheitsgefahrenmeldungen leckgeschossen.
- DerTigga
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- Registriert: 10. Aug 2014, 19:27
- Region: Weinbaugebiet
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Balkongärtner
Re: Ernährungsformen
..und willst du nicht mein Ernährungsbruder/-schwester (Methode-mit-Beweihräucherer) sein, schlag "ich" 'dir' den störrischen Schädel ein..
Zuletzt geändert von DerTigga am 3. Okt 2026, 20:42, insgesamt 1-mal geändert.
- dmks
- Beiträge: 4568
- Registriert: 18. Jul 2011, 08:45
- Wohnort: bei Forst/Lausitz
- Region: 24 Einwohner/km² (Ortslage)
- Höhe über NHN: 67m
- Bodenart: sandiger Lehm und lehmiger Sand
-
Staatlich anerkannter Steuerzahler
Re: Ernährungsformen
Hackepeter ist auch Rohkost!
- Gartenlady
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- Region: östl. Ruhrgebiet
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- Bodenart: lehmig humos
- Winterhärtezone: 8a: -12,2 °C bis -9,5 °C
Re: Ernährungsformen
Das Fazit, das Rieke herausgefiltert hat, klingt doch einfach nur vernünftig und natürlich modern.
"Milch macht müde Männer munter" ein Slogan von früher würde heute niemand mehr sagen, auch nicht, dass Kohlenhydrate die Basis unserer Ernährung sind.
Das Wissen hat sich verändert, wie richtig oder falsch es ist, wissen wir dann in ca 40 oder 50 Jahren, oder übermorgen.
"Milch macht müde Männer munter" ein Slogan von früher würde heute niemand mehr sagen, auch nicht, dass Kohlenhydrate die Basis unserer Ernährung sind.
Das Wissen hat sich verändert, wie richtig oder falsch es ist, wissen wir dann in ca 40 oder 50 Jahren, oder übermorgen.