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Ein Meter kam noch hinzu, mehr Platz gibt's jetzt aber wirklich nicht mehr. Oben ein Blick auf den Waldgarten im Spätsommer.
Eure Blumenempfehlungen hab ich mir zu Herzen genommen und auf dem Schirm.
Ich war vor kurzem in einem botanischen Garten und habe dort den Radbaum (Trochodendron aralioides) gesehen. Den hätte ich gerne noch in das Areal eingebunden. Ansonsten wird's nächstes Jahr wirklich primär um Blumen gehen, sowie eventuell Farne. Vor allem aber will ich, dass Insekten was davon haben. Noch mehr Ideen für schattentolerante Blühpflanzen?
Beim Radbaum muss du viel Geduld haben, ist nicht grade ein schneller Wachser. Pfaffenhütchen gibt es viele interessante, sind fast alle unproblemtisch zu halten. Ebenso einfach sind Lunaria rediviva, Aruncus dioicus oder aethusifolius, Polygonatumarten und Arum. Je nach Lage auch Arisaema.
Sieht gut aus, GartenHiasl - Zu "schattentoleranten Blühpflanzen" mit Attraktivität für Insekten fallen mir für lichten Halbschatten spontan noch Fingerhut, Stachys grandiflora, Astrantia major, Campanula poscharskyana/Polsterglockenblume, Campanula trachelium/nesselblättrige Glockenblume und Akelei ein. Am Boden Waldmeister und Günsel für lichten - , Vinca major und - minor für tieferen Schatten. Dann natürlich Epimedien/Elfenblumen, Tiarella/Schaumblüte, Leberblümchen und Helleboren. Wenn´s nicht zu trocken ist Hostas, Tellima grandiflora und Astilben. Es gibt aber noch viel mehr, auch unter den Geophyten/Zwiebelpflanzen z. B.
Geranium nodosum, Anemone nemorosa, Arum italicum, Salomonssiegel, Waldwitwenblume, Pulmonaria fallen mir spontan ein. Wichtig ist, dass immer etwas blüht, mit Galanthus und Eranthis hyemalis kannst Du prima in die Blühsaison starten.
"Der andere könnte recht haben." Frei nach Frank Elster
Mir gefällt deine kleine Wildnis mit dem Pfad. Ich habe jetzt mal überlegt, was hier alles im Schattengarten blüht. Ich habe wirklich viel Beetfläche, die maximal sporadisch Sonne und lichten bis tiefen Schatten bietet. Das meiste davon liegt unter Laubbäumen. Im Winter bis zum Blattaustrieb im April/Mai ist es dort etwas heller. Deshalb haben die schattenverträglicheren Frühblüher (Zwiebeln und Stauden) dort recht ordentliche Bedingungen. Das Jahr beginnt mit Galanthus nivalis, Elfenkrokussen, Eranthis hyemalis, ersten Helleboren. Schattenverträglicher Narzissen, wie Snipe, kommen hier auch zurecht und natürlich die hübschen Leberblümchen und Cyclamen coum. Durch das Frühjahr hindurch geht es weiter mit verschiedenen Primeln, Anemone nemorosa und Anemone Blanda, Scilla, die verschiedensten Epimedien, Trillium, Erythronium Pagoda und andere Hundszäne, die Zuchtformen des Scharbockskrauts, Hasenglöckchen, das Kaukasusvergissmeinicht und der Kaukasusbeinwell. Der späte Winter und das Frühjahr sind auch im lichten Schatten bunt. Geht's in den Sommer über, wird das bunt spärlicher. Dann übernimmt der Waldscheinmohn, Geranium nodosum und Geranium phaeum, Digitalis, wo es nicht zu dunkel wird, die Blüten der Funkien ab Sommer bis zum Herbst. Letztlich dominieren hier jetzt aber hier die verschiedenen Blattformen und Grüntöne der Blattschmuckstauden. Ab August und in den Herbst hinein gibt es aber immer noch einige gut schattenverträgliche Stauden. Toll finde ich Liriope/Lilientraube, die hier selbst im tieferen Schatten blüht, Begonia grandis und natürlich die Cyclamen purpurascens und hederifolium. Natürlich blüht alles ein bisschen besser, wenn es gelegentlich mal Sonne abbekommt. Aber diese Pflanzen blühen auch im Schatten unter der alten Hängebuche, der ich aber gelegentlich die Zweige Stutze, damit noch Licht auf den Boden kommt. Ohnehin ist es wichtig, an die Wasserversorgung zu denken. Die Schattenpflanzen stehen ja in Konkurrenz mit den Gehölzen. Dort trocknet der Boden in Dürrephasen besonders schnell aus. Also, wer Blüten sehen will, muss dann schon gießen.
Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will Henri Matisse