News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!

Ernährungsformen (Gelesen 18904 mal)

Verwenden, haltbar machen, zubereiten und genießen

Moderator: Nina

Antworten
Benutzeravatar
martina 2
Beiträge: 14877
Registriert: 9. Mär 2005, 14:11
Region: Waldviertel, nordwestliches Niederösterreich
Höhe über NHN: 850 m
Bodenart: Urgestein, Sand
Winterhärtezone: 5a: -28,8 °C bis -26,2 °C

Re: Ernährungsformen

martina 2 » Antwort #420 am:

Gartenlady hat geschrieben: ↑3. Okt 2026, 19:10 ...
Bisher ist noch niemand verhungert, weil er solche Berichte gelesen hat, aber ein bisschen schlauer zu werden schadet niemandem.
Wieso nur glaubst du immer, mich belehren zu müssen? Abgesehen davon, daß ich wirklich alt genug bin, um zu wissen, was für mich gut ist, bin ich heute extrem grantig, weil Husten und Schnupfen nicht besser werden. Und übrigens - obige Bemerkung ernst zu nehmen, spricht nicht unbedingt für eine gute Kenntnis meiner Person. Insofern erübrigt sich auch eine Antwort.
Schöne Grüße aus Wien!
Benutzeravatar
Blush
Beiträge: 3044
Registriert: 16. Jun 2022, 22:17
Region: Süd-östliches Schleswig-Holstein
Bodenart: Lehm
Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C

Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.

Re: Ernährungsformen

Blush » Antwort #421 am:

semicolon hat geschrieben: ↑1. Okt 2026, 21:09 Als Butterersatz mag ich die grüne Alsan ganz gerne.
Schmeckt gut, danke.
"Der andere könnte recht haben."
        Frei nach Frank Elster
Benutzeravatar
Hyla
Beiträge: 7036
Registriert: 4. Sep 2018, 14:57
Wohnort: Östliches Niedersachsen
Region: Norddeutsche Tiefebene
Höhe über NHN: 55 m
Bodenart: Lehmiger Sand
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Re: Ernährungsformen

Hyla » Antwort #422 am:

In der KI ist der Zusammenhang Kohlenhydrate - Cholesterin jedenfalls noch nicht angekommen.
Wenn man fragt, was besser wäre, Margarine oder Butter, wird mit Hinweis auf die tierischen Fette Margarine als das bessere Produkt empfohlen. (Die Frage war vorgegeben, nicht von mir gestellt.)
Liebe Grüße!


Wenn du denkst, es geht nicht mehr,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.

Bodenart: Übergangsboden Mittlerer Gley-Podsol
Benutzeravatar
cydorian
Garten-pur Team
Beiträge: 13187
Registriert: 19. Nov 2005, 14:29
Höhe über NHN: 190
Bodenart: 30cm toniger Lehm auf Muschelkalk
Kontaktdaten:

Re: Ernährungsformen

cydorian » Antwort #423 am:

Es schwingt ja immer wieder herum.

- Erst war Butter normal, Margarine ein Ersatz für Habenichtse.
- Dann wurde Butter zum Problem, böses Cholesterin. Margarine gut und gesund.
- Margarine wird das Problem: Enthält industrielle Transfettsäuren, hohes Herz-Kreislauf-Risiko. Die Industrie versucht daraufhin, ihre Mischungen zu verbessern.
- Butter wieder harmloser. Risiken gesättigter Fettsäuren wären möglicherweise überschätzt. In den USA fiel der Margarinekonsum sogar unter den Butterkonsum zurück.
- Mittlerweile Gleichstand auf der Gesundheitsbösewichtskala, aber kein Waffenstillstand beim Krieg der Ernährungsformen.

Wer übrigens Fett fürs Brot selber abmischen will, kann eine streichfähige Emulsion aus Rapsöl, Walnuss- oder Haselnussöl, etwas Lecithin, Wasser, Salz herstellen. Ist aber nicht haltbar. Ernährungsformen erfordern tapferen Einsatz.
Benutzeravatar
semicolon
Beiträge: 1723
Registriert: 15. Mai 2007, 10:29
Wohnort: Koblenz
Region: Mittelrheintal
Bodenart: Lehm & Bauschutt
Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C

Re: Ernährungsformen

semicolon » Antwort #424 am:

martina 2 hat geschrieben: ↑3. Okt 2026, 21:54
Gartenlady hat geschrieben: ↑3. Okt 2026, 19:10 ...
Bisher ist noch niemand verhungert, weil er solche Berichte gelesen hat, aber ein bisschen schlauer zu werden schadet niemandem.
Wieso nur glaubst du immer, mich belehren zu müssen? Abgesehen davon, daß ich wirklich alt genug bin, um zu wissen, was für mich gut ist, bin ich heute extrem grantig, weil Husten und Schnupfen nicht besser werden. Und übrigens - obige Bemerkung ernst zu nehmen, spricht nicht unbedingt für eine gute Kenntnis meiner Person. Insofern erübrigt sich auch eine Antwort.
Leider hat sich Deine Antwort nicht erübrigt.
You can educate ignorance but you can't fix stupidity.
Benutzeravatar
semicolon
Beiträge: 1723
Registriert: 15. Mai 2007, 10:29
Wohnort: Koblenz
Region: Mittelrheintal
Bodenart: Lehm & Bauschutt
Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C

Re: Ernährungsformen

semicolon » Antwort #425 am:

@Cydorian: Ich finde, "Margarine" verallgemeinert eine Produktkategorie unter einem inzwischen negativ belegten Begriff. Gute streichfeste Fette enthalten kaum noch Transfette, die sind ohnehin EU-weit streng reglementiert. Stattdessen kommen natürliche und hochwertige Fette wie z.B. Shea, Kakaobutter oder entsprechend zertifiziertes Bio-Palmöl zum Einsatz. Und die Gesundheit ist nur eine Facette eines hochkomplexen Themas. Für mich persönlich spielen andere Faktoren eine weitaus wichtigere Rolle.
You can educate ignorance but you can't fix stupidity.
Benutzeravatar
cydorian
Garten-pur Team
Beiträge: 13187
Registriert: 19. Nov 2005, 14:29
Höhe über NHN: 190
Bodenart: 30cm toniger Lehm auf Muschelkalk
Kontaktdaten:

Re: Ernährungsformen

cydorian » Antwort #426 am:

Aber das ist doch kein Problem, wer Anti-Margarine ist, findet noch genug Kritikpunkte.

- Entstehung unerwünschter Stoffe bei der Ölraffination wie Glycidylester und 3-MCPD-Ester.
- Hoher Verarbeitungsgrad und Emulgatoren, Aromen, Farbstoffe und weiteren Zusatzstoffe, argumentiert wird, dass stark verarbeitete Lebensmittel generell mit ungünstigen Gesundheitseffekten assoziiert sind, auch wenn die einzelnen Zutaten für sich genommen unproblematisch erscheinen.
- Fettsäureprofil bei Vielen ungünstig. Manche enthalten größere Mengen an Omega-6-reichen Ölen, etwa beim beliebten Sonnenblumenöl. Ein sehr hohes Omega-6- zu Omega-3-Verhältnis fördere Entzündungsprozesse.
Benutzeravatar
semicolon
Beiträge: 1723
Registriert: 15. Mai 2007, 10:29
Wohnort: Koblenz
Region: Mittelrheintal
Bodenart: Lehm & Bauschutt
Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C

Re: Ernährungsformen

semicolon » Antwort #427 am:

Völlig richtige biochemische Details, die genau das bestätigen, was ich meinte: sie treffen auf minderwertige Produkte der Kategorie zu.

Moderne und schonend gefilterte Fette umgehen eben diese risikobehafteten Raffinationsmethoden.

Einer physischen Emulsion aus Fett, Wasser und Lecithin den Maßstab von hochverarbeiteten Lebensmitteln anzulegen wäre ein Eigentor, da klassische und erst recht die industrielle Butterherstellung genau dieses Prinzip umkehrt. Die natürliche Emulsion der Kuhmilch wird durch physische Verarbeitung aufgelöst. In Fermentationsprozessen, bei der Käseherstellung oder im Sauerteig findet sogar eine weitaus stärkere Denaturierung statt. Ich hatte irgendwo in diesem Thread schonmal die Unschärfe des Begriffs "hochverarbeitet" erwähnt.

"Das ungünstige Fettsäureprofil bei vielen" ist eine unbelegte und unquantifizierte Behauptung, die sich genauso unquantifiziert widerlegen lässt: Tatsächlich kommt vermehrt Rapsöl zum Einsatz mit einer hervorragenden Alpha-Linolensäure-Bilanz und eben besagte gesättigte Fette, die das Verhältnis nicht verschieben. Die Industrie schläft eben auch nicht.

Andersrum könnte ich bei Kuhmilchbutter mit natürlich enthaltenen Transfettsäuren argumentieren die ähnlichen Einfluss haben wie die industrielle Entsprechung.
Oder die Bioakkumulation von Umweltgiften, Dioxinen, PCB oder Pflanzenschutzgiften.
Oder Oxidationsprodukte beim Erhitzen, bedingt durch den niedrigen Rauchpunkt.

Ich will damit sagen: Weder Eutersekrete noch pflanzliche Synthese verfolgen den originären Zweck der menschlichen Ernährung. Wir sind statistisch wie individuell mehr oder weniger angepasste Nutznießer. Es wird immer Für- und Gegenargumente geben, wissenschaftliche oder unwissenschaftliche Panikmachen, Neuerkenntnisse und Widerrufe. Der ganze Longevity-Mythos basiert darauf. Auf der Gegenseite lastet das "das haben wir schon immer so getan"-Scheinagument dieser ganzen organischen Sprachmodelle hier, die ganz groß Stimmungen erzeugen aber keinen Content liefern. Es wird automatisch zu einer politischen Diskussion und semantischer Strandung. :-)
Deshalb finde ich so wichtig, weitere Dimensionen wie eben Ressourcen, Ethik und Umwelt heran zu ziehen. Das zeichnet zumindest die Faktenseite doch etwas deutlicher.
You can educate ignorance but you can't fix stupidity.
Benutzeravatar
Gartenlady
Beiträge: 23356
Registriert: 3. Mai 2004, 20:30
Region: östl. Ruhrgebiet
Höhe über NHN: 240m
Bodenart: lehmig humos
Winterhärtezone: 8a: -12,2 °C bis -9,5 °C

Re: Ernährungsformen

Gartenlady » Antwort #428 am:

martina 2 hat geschrieben: ↑3. Okt 2026, 21:54
Und übrigens - obige Bemerkung ernst zu nehmen, spricht nicht unbedingt für eine gute Kenntnis meiner Person. Insofern erübrigt sich auch eine Antwort.
ich denke meine Antwort war unernst genug. Deine Bemerkung passt halt zu dem, was Du hier gepostet hast, es gefällt Dir nicht, insofern hat die Bemerkung von Dir ein anderes Gewicht, als wenn z.B. semicolon das geschrieben hätte.
Benutzeravatar
cydorian
Garten-pur Team
Beiträge: 13187
Registriert: 19. Nov 2005, 14:29
Höhe über NHN: 190
Bodenart: 30cm toniger Lehm auf Muschelkalk
Kontaktdaten:

Re: Ernährungsformen

cydorian » Antwort #429 am:

semicolon hat geschrieben: ↑4. Okt 2026, 03:59 "Das ungünstige Fettsäureprofil bei vielen" ist eine unbelegte und unquantifizierte Behauptung, die sich genauso unquantifiziert widerlegen lässt
Oh, das würden Margarinekritiker leicht nachweisen. Etwa mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, die empfiehlt ein Omega-6 zu Omega-3-Verhältnis von maximal 5:1. In der westlichen Ernährung liegt es oft bei 15:1 bis 20:1. Omega-6-Fettsäuren (vor allem Linolsäure) und Omega-3-Fettsäuren (wie Alpha-Linolensäure) nutzen dieselben Enzyme für den Stoffwechsel im Körper. Linolsäure wird zu Arachidonsäure abgebaut, woraus entzündungsfördernde Botenstoffe (Eicosanoide) entstehen. Omega-3 bildet dagegen entzündungshemmende Stoffe, so die durchaus unterlegbare Argumentation.

Und das ist eben bei den sehr wohl nicht seltenen Handelsmarken-Sonnenblumenmargarinen der Fall (aber auch auf Basis von Maiskeimöl oder Sojaöl), etwa Gut und Günstig, Ja!, K-Classic und auch die Backmargarine Sanella. Reines Sonnenblumenöl hat ein extrem ungünstiges Omega-6:Omega-3-Verhältnis von ca. 120:1 bis 200:1 (also sehr viel Linolsäure, kaum Alpha-Linolensäure). Margarinen auf reiner Sonnenblumenöl-Basis schneiden ernährungsphysiologisch bezüglich der Fettsäureverteilung daher schlecht ab. Das hat auch Stiftung Warentest bemängelt und einige Marken abgewertet, reine Sonnenblumenmargarinen regelmässig.

Deshalb bleibe ich mal bei meiner Behauptung: "Beweisen" lässt sich mit Gesundheit alles, belegbar und quantifizierbar und auch das Gegenteil davon. Notfalls wechselt man einfach die Ebene, von den Stoffen aufs Zusammenspiel oder auf die Mischung oder auf die Bandbreite individueller Unterschiede des Konsumenten. Die Ernährungsform "Gesundheit" hats nicht leicht, ähnlich wie in der Politik, wo auch wundersam täglich alles und das Gegenteil davon bewiesen wird.
Benutzeravatar
Nox
Beiträge: 5702
Registriert: 28. Mai 2018, 23:38
Wohnort: Süd-Bretagne
Bodenart: sauer, stellenweise lehmig bis Heideboden
Winterhärtezone: 9a: -6,6 °C bis -3,9 °C

Re: Ernährungsformen

Nox » Antwort #430 am:

Passend zum Thema bringt der Spiegel gerade einen Artikel über das Paarleben von Veganern / Vegetariern und Alles-Essern heraus. Leider nur für Abonnenten:

Artikel:
Zitate daraus:
"Das kann ich verstehen, aber Veganismus ist mehr als nur Essen für mich. Es ist ein Wertesystem, fast wie eine Religion."
oder:
"Ich bin 2021 vegan geworden und habe bei Familie und Freunden lange gebraucht, um damit klarzukommen, dass sie nicht vegan werden. Eigentlich wünsche ich mir, dass jeder Mensch vegan ist.
"Wenn ich heute sage, dass ich vegan bin, erzählen mir viele ungefragt, dass sie nur Biofleisch vom Bauern nebenan kaufen."

Selten offene Worte. Und von Veganern kommt die Rechtfertigung, ihre Ernährung sei unschlagbar gesund.

Apropos @semicolon: Butterersatz aus Shea- und Kakaobutter ? Die Luxusvariante, bestimmt nicht für die breite Bevölkerung geeignet. Ich persönlich nehme gerne mal Mayonnaise oder Frischkäse anstelle von Butter auf's Brot.
Benutzeravatar
Gartenlady
Beiträge: 23356
Registriert: 3. Mai 2004, 20:30
Region: östl. Ruhrgebiet
Höhe über NHN: 240m
Bodenart: lehmig humos
Winterhärtezone: 8a: -12,2 °C bis -9,5 °C

Re: Ernährungsformen

Gartenlady » Antwort #431 am:

Nox hat geschrieben: ↑4. Okt 2026, 11:02 Passend zum Thema bringt der Spiegel gerade einen Artikel über das Paarleben von Veganern / Vegetariern und Alles-Essern heraus. Leider nur für Abonnenten:

"Wenn ich heute sage, dass ich vegan bin, erzählen mir viele ungefragt, dass sie nur Biofleisch vom Bauern nebenan kaufen."
Man denke, die Zitierte erzählt in einer Runde, dass sie Veganerin ist und jemand anderes wagt es UNGEFRAGT eine Antwort zu geben. Das ist natürlich unerhört ::)
Benutzeravatar
semicolon
Beiträge: 1723
Registriert: 15. Mai 2007, 10:29
Wohnort: Koblenz
Region: Mittelrheintal
Bodenart: Lehm & Bauschutt
Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C

Re: Ernährungsformen

semicolon » Antwort #432 am:

@Cydorian: du zählst wieder die althergebrachten und gelernten Kategorie-Riesen auf.

Schau mal nach Eleplant. Gibts in jedem Supermarkt. Zutaten: Kokos- und Sheafett, Rapsöl und Hafermilch Preisspanne: 1,30 bis ca. 2 EUR / 200g @Nox

Oder NoButter von Vemondo/Lidl: Fettbasis ist Shea, Kokos und Raps. Knapp 2 Eur für 250g

Naturli: Shea, Kokos, Raps, Mandel. Ca. 2-3 Eur / 200g

Meggle, Becel und Rama enthalten tatsächlich auch Sonnenblumenöl - das sind aber eben die besagten Kategorie-Größen und neuerdings vegane Opportunisten. Bin mit solchen Firmen immer vorsichtig.

Wer das Wissen hat, hat eben die Wahl.

Und trotzdem kann man den Fakt nicht ausblenden: Herstellung von pflanzlichen Butteralternativen emittiert nicht einmal die Hälfte an CO2. Manche Produkte kommen sogar gerade mal auf 5-10% der Emissionen. Für mich persönlich rechtfertigt dieser Fakt bereits die Wahl.
You can educate ignorance but you can't fix stupidity.
Benutzeravatar
semicolon
Beiträge: 1723
Registriert: 15. Mai 2007, 10:29
Wohnort: Koblenz
Region: Mittelrheintal
Bodenart: Lehm & Bauschutt
Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C

Re: Ernährungsformen

semicolon » Antwort #433 am:

Gartenlady hat geschrieben: ↑4. Okt 2026, 11:29
Nox hat geschrieben: ↑4. Okt 2026, 11:02 Passend zum Thema bringt der Spiegel gerade einen Artikel über das Paarleben von Veganern / Vegetariern und Alles-Essern heraus. Leider nur für Abonnenten:

"Wenn ich heute sage, dass ich vegan bin, erzählen mir viele ungefragt, dass sie nur Biofleisch vom Bauern nebenan kaufen."
Man denke, die Zitierte erzählt in einer Runde, dass sie Veganerin ist und jemand anderes wagt es UNGEFRAGT eine Antwort zu geben. Das ist natürlich unerhört ::)
@Gartenlady: Das ist anders gemeint. Ich erlebe es sehr sehr oft genauso und ich erzähle es tatsächlich nur selten und eigentlich nur anlassbezogen, z.B. wenn ich mal wieder in einem Hotel keine Frühstücksoptionen habe oder in der Gastronomie konkrete Anweisungen an den Koch geben muss. Viele Nichtveganer fühlen sich regelrecht in der Erklärungsnot nur durch meine bloße Anwesenheit - meistens wird sofort Bio-, Weiderind oder der Metzger des Vertrauens ausgepackt, oder plötzlich mutieren manche zu Pescetariern oder ausschließlichen Geflügelessern - obwohl mich das in diesem Zusammenhang schlichtweg nicht interessiert, zumal vor Veganismus jede Tierausbeutung gleich ist. Manche fragen nach und geben sich direkt bedroht und gar angegriffen wenn man Tierschutz als Grund benennt (das wurde in diesem Thread schonmal sehr deutlich). Ich werde beim Einkaufen regelmäßig taxiert. Selbst von manchen Freunden bekomme ich immer wieder toxische Sprüche gedrückt. Kürzlich das Szenario bei einer Firmenfeier: Ich habe beim Event-Team im Vorfeld gefragt, ob es beim Catering etwas für mich geben wird oder ich mir lieber etwas mitbringen soll. Antwort: "Ja klar, es ist für jeden etwas dabei!". Realität: Alle Salate schwimmen in Majo, Gemüse ist gebuttert. Berge von Fleisch...und ein Grillkäse für Vegetarier. Auf Nachfrage konnte mir niemand einmal die Zutaten benennen, schonmal gar nicht auch nur eine Option als vegan bescheinigen. Kollegen neben mir machen sich lustig über mich oder es kommt der Spruch "Dann mach doch eine Ausnahme" und "Iss doch den Grillkäse, der ist ohne Fleisch". In diesen Situationen möchte ich immer fragen, wie die vermeintlichen Nur-Bio-Rind-Esser denn sicher gehen können, dass es Bio-Rind ist, während die Billig-Schweinsbratwurst noch in deren Mund steckt. Ich warte nur darauf, bis mir jemand etwas "unterjubelt".

Das ist eine fast täglich erlebte Realität für mich und alle Veganer. Ich war früher einmal selber so drauf. Dafür gibt es sogar eine psychologische Terminologie.
You can educate ignorance but you can't fix stupidity.
Benutzeravatar
Mufflon
Beiträge: 4258
Registriert: 18. Sep 2015, 19:07
Wohnort: DU
Region: Niederrhein
Höhe über NHN: 30m
Bodenart: lehmig
Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C

Re: Ernährungsformen

Mufflon » Antwort #434 am:

Das mit dem Unterjubeln ist mir als Allergiker tatsächlich mehr als einmal passiert.
Von Leuten, die der festen Überzeugung sind, Allergiker sind eingebildete Kranke.
„Wenn wir in den Garten gehen, gehen wir ins Paradies..“ 🍁🍂🌳🍂
Rumi
Antworten