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Acer-Vielfalt: Ahorn-Beobachtungen übers Jahr (Gelesen 415610 mal)

Bäume und Sträucher, Duftgehölze, Blütengehölze, Blattschmuckgehölze, Wildobst, Koniferen, Moorbeetpflanzen

Moderator: AndreasR

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Blush
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Re: Acer-Vielfalt: Ahorn-Beobachtungen übers Jahr

Blush » Antwort #2415 am:

Im Frühjahr habe ich Acer vitifolium ausgepflanzt, den Boden drainiert, den Ahorn auf einen Hügel gesetzt. Zuvor hatte ich ihn einige Jahre im Kübel und er war gesund. Im Sommer starben Blätter ab, zunächst dachte ich an Verbrennungen. Jetzt bin ich mir recht sicher, dass es eine Verticillium-Infektion ist. Habe eben einen schwarz gewordenen Ast abgeschnitten und sehe im Inneren eine halbmondförmige Verfärbung.

Nun zu meiner Frage. Ich wollte demnächst gerne Acer ginnala auspflanzen, einen kräftigen 2-jährigen Sämling. Sind Feuerahorne ebenso für eine Infektion gefährdet?

Und ich ergänze: wie wahrscheinlich ist es, dass der Boden auf 1000 Quadratmeter komplett verseucht ist? Dann brauche ich zum Beispiel an Schneeball gar nicht erst denken. Die herrlichen, im Winter blühenden. :'(
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Jule69
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Re: Acer-Vielfalt: Ahorn-Beobachtungen übers Jahr

Jule69 » Antwort #2416 am:

Blush:
Entschuldige, Deine Frage lese ich erst jetzt und wenn ich ehrlich bin, hab ich keine Ahnung. Ich hoffe, Du bekommst noch Deine Antwort.

Hier haben viele Ahörnchen über diesen Sommer sehr gelitten, das Festival der Herbstfärbung wird wohl bei vielen ausfallen. Interessant fand ich, dass zumindest einige viele neue Triebe rausgeschoben haben, die bringen jetzt natürlich Farbe ins Spiel.
z.B.
Acer 'Bloodgood'
Bild

Bild
Liebe Grüße von der Jule
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Blush
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Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.

Re: Acer-Vielfalt: Ahorn-Beobachtungen übers Jahr

Blush » Antwort #2417 am:

Ich habe eine Antwort bekommen. Acer ginnala ist deutlich weniger anfällig für eine Verticillium-Infektion. Den werde ich also auspflanzen können. Irgendwann schaffe ich mir dann noch einmal einen für eine Kübelhaltung an. Mit meinem A. vitifolium ging das sehr schnell, ist schon frustrierend.
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hobab
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Re: Acer-Vielfalt: Ahorn-Beobachtungen übers Jahr

hobab » Antwort #2418 am:

Die asiatischen Acer sind fast alle empfindlich auf Staunässe und dichte Böden. Das macht sie dann wieder anfällig für Pilzerkrankungen - gibt es nichts, was dir gefällt und besser mit deinem Boden klarkommt? Weiden, einige Rosengwächse, etc…
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Cryptomeria
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Re: Acer-Vielfalt: Ahorn-Beobachtungen übers Jahr

Cryptomeria » Antwort #2419 am:

Für alle, die da ein bisschen überlegen: Einige Sambucus nigra-Sorten können von weitem an Fächerahorne erinnern, wenn auch dann natürlich oft der Habitus ein anderer ist. Aber das Blatt und die Färbung ähneln. Eine gewisse Feuchtigkeit im Boden braucht aber auch der Holunder, um gesund zu gedeihen. Allerdings macht ihm Sonne nichts aus. Verbrennen tun sie nicht.
VG Wolfgang
Querkopf
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Re: Acer-Vielfalt: Ahorn-Beobachtungen übers Jahr

Querkopf » Antwort #2420 am:

hobab hat geschrieben: ↑26. Sep 2026, 20:09 Die asiatischen Acer sind fast alle empfindlich auf Staunässe und dichte Böden. Das macht sie dann wieder anfällig für Pilzerkrankungen...
Das stimmt im Prinzip. Aber: Ich hege den Verdacht, dass es bei der Empfindlichkeit große sortenspezifische Unterschiede gibt.
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Belegen kann ich das nicht, als Hobbygärtner/in geht einem ja keine statistisch relevante Zahl von Pflanzen durch die Hände. Doch da Fächerahorne zu meinen Lieblingsgehölzen zählen, hab' ich im Lauf der Jahre etliche gehabt, gut ein Dutzend ist immer noch da. Zweie im Kübel. Die übrigen ausgepflanzt. Mit viel Bohei beim Start, große, tiefe Pflanzlöcher, Bodenverbesserung, das komplette Programm, ansonsten aber in schwerem Lehmboden. Und es geht ihnen gut bisher (toitoitoi! :) – wie sie den aktuellen Glutsommer überstehen, muss sich noch weisen). Die meisten stehen seit 15-20 Jahren, der älteste seit ca. 30 Jahren.
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Eins meiner Nicht-mehr-da-Bäumchen nahm die Bezeichnung "Zwerg" so über-wörtlich, dass es oberidisch nie mehr als Handhöhe erreichte (aber die Wurzeln waren meterlang ;D); inzwischen ist’s verschwunden. Zweie verstarben noch in der Topf-Päppelphase vorm Auspflanzen. Ein weiteres kam schon tot hier an (seither bestelle ich nicht mehr bei Esveld, aber das ist ein Thema für sich). Qualitätsprobleme. Keine Frage spezieller Acer-Empfindlichkeit. Ein weiteres Bäumchen hat in jungem Alter einen bösen Rindenriss am Stammfuß erlitten (Wintersonne!) und nach 20 Jahren tapferen Kampfes und großer Schönheit aufgegeben (es war mein zweitältestes, ich hab's betrauert :'().
Aber, auffällig: Zwei Sorten habe ich je zweimal verloren. 'Shishigashira' Nummer 1, im großen Kübel vor der Haustür und prächtig entwickelt, wurde durch den fiesen Februar 2012 gemeuchelt (2 Wochen harter Dauerfrost nach sehr milden Januartemperaturen). Die Nummer 2, am selben Ort und ebenfalls stark und prächtig, rafften späte Fröste dieses Jahres dahin. Benachbarte Ahörnchen direkt daneben ließen sich nix anmerken – ich schließe messerscharf, dass 'Shishigashira' frostsensibler ist als andere Sorten. 'Kotohime', an zwei verschiedenen Stellen ausgepflanzt, aus verschiedenen Quellen stammend, wuchs erst munter vorwärts, dann langsam rückwärts, Exitus. Kein Pilz: helles Totholz ohne Welke-Spur, und die Unterlage des einen Bäumchens trieb aus wie nicht gescheit. Schlussfolgerung: Da haben offenbar die Veredlungen schlappgemacht.
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Ähnliche Probleme gibt's sicher noch mehr, mit anderen Sorten. Aber davon erfährt man leider nichts beim Pflanzenkauf. Vielleicht wissen's die Vermehrer selber nicht? Oder sie gucken nicht drauf, im Dienste möglichst breiter Sortimente?
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Für uns als Pflanzen-Verwender wär's jedenfalls gut, darüber mehr zu wissen. Damit wir nicht gleich auf die ganze wunderbare Art wg. angeblich sooo großer Sensibilität verzichten müssen, sondern nur auf echte Mimosen, und im Fall des Falles robustere Sorten wählen können.
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137

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Jule69
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Re: Acer-Vielfalt: Ahorn-Beobachtungen übers Jahr

Jule69 » Antwort #2421 am:

Bevor jetzt durch den angekündigten 'Sturm' alles anders aussieht, hab ich heute noch mal Acer 'Jordan'
Bild

Bild

und Acer 'Samurai'
Bild
aufs Korn genommen.
Traurig bin ich bei Acer Bloodgood, angeblich verträgt er Sonne, doch hier ist er so ziemlich verbruzzelt, deshalb kein Bild. Auch Acer 'Garnet' hat hier sehr gelitten, obwohl er zum Teil schattiert stand.
Liebe Grüße von der Jule
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Buddelkönigin
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Re: Acer-Vielfalt: Ahorn-Beobachtungen übers Jahr

Buddelkönigin » Antwort #2422 am:

So schöne Exemplare... :D
Zuletzt geändert von Buddelkönigin am 23. Okt 2026, 23:24, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn immer der Kluge nachgibt, regieren die Dummen die Welt.🙄
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Buddelkönigin
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Re: Acer-Vielfalt: Ahorn-Beobachtungen übers Jahr

Buddelkönigin » Antwort #2423 am:

... und ich staune immer wieder, in was für kleinen Töpfen die offenbar klar kommen. :o
Wenn immer der Kluge nachgibt, regieren die Dummen die Welt.🙄
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Ruth66
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Re: Acer-Vielfalt: Ahorn-Beobachtungen übers Jahr

Ruth66 » Antwort #2424 am:

Mich wundert es, dass meine Ahorne vergleichsweise gut über den Sommer gekommen sind. Vor zwei (?) Jahren hatte selbst mein großer 'Atropurpureum' verbrannten Laub, dieses Jahr nicht. Vermutlich liegt es nicht nur an der Sonneneinstrahlung, den hohen Temperaturen, sondern wohl an einem Hitzestau über einen längeren Zeitraum.
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