hobab hat geschrieben: ↑26. Sep 2026, 20:09 Die asiatischen Acer sind fast alle empfindlich auf Staunässe und dichte Böden. Das macht sie dann wieder anfällig für Pilzerkrankungen...
Das stimmt im Prinzip. Aber: Ich hege den Verdacht, dass es bei der Empfindlichkeit große sortenspezifische Unterschiede gibt.
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Belegen kann ich das nicht, als Hobbygärtner/in geht einem ja keine statistisch relevante Zahl von Pflanzen durch die Hände. Doch da Fächerahorne zu meinen Lieblingsgehölzen zählen, hab' ich im Lauf der Jahre etliche gehabt, gut ein Dutzend ist immer noch da. Zweie im Kübel. Die übrigen ausgepflanzt. Mit viel Bohei beim Start, große, tiefe Pflanzlöcher, Bodenverbesserung, das komplette Programm, ansonsten aber in schwerem Lehmboden. Und es geht ihnen gut bisher (toitoitoi!

– wie sie den aktuellen Glutsommer überstehen, muss sich noch weisen). Die meisten stehen seit 15-20 Jahren, der älteste seit ca. 30 Jahren.
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Eins meiner Nicht-mehr-da-Bäumchen nahm die Bezeichnung "Zwerg" so über-wörtlich, dass es oberidisch nie mehr als Handhöhe erreichte (aber die Wurzeln waren meterlang

); inzwischen ist’s verschwunden. Zweie verstarben noch in der Topf-Päppelphase vorm Auspflanzen. Ein weiteres kam schon tot hier an (seither bestelle ich nicht mehr bei Esveld, aber das ist ein Thema für sich). Qualitätsprobleme. Keine Frage spezieller Acer-Empfindlichkeit. Ein weiteres Bäumchen hat in jungem Alter einen bösen Rindenriss am Stammfuß erlitten (Wintersonne!) und nach 20 Jahren tapferen Kampfes und großer Schönheit aufgegeben (es war mein zweitältestes, ich hab's betrauert

).
Aber, auffällig: Zwei Sorten habe ich je zweimal verloren. 'Shishigashira' Nummer 1, im großen Kübel vor der Haustür und prächtig entwickelt, wurde durch den fiesen Februar 2012 gemeuchelt (2 Wochen harter Dauerfrost nach sehr milden Januartemperaturen). Die Nummer 2, am selben Ort und ebenfalls stark und prächtig, rafften späte Fröste dieses Jahres dahin. Benachbarte Ahörnchen direkt daneben ließen sich nix anmerken – ich schließe messerscharf, dass 'Shishigashira' frostsensibler ist als andere Sorten. 'Kotohime', an zwei verschiedenen Stellen ausgepflanzt, aus verschiedenen Quellen stammend, wuchs erst munter vorwärts, dann langsam rückwärts, Exitus. Kein Pilz: helles Totholz ohne Welke-Spur, und die Unterlage des einen Bäumchens trieb aus wie nicht gescheit. Schlussfolgerung: Da haben offenbar die Veredlungen schlappgemacht.
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Ähnliche Probleme gibt's sicher noch mehr, mit anderen Sorten. Aber davon erfährt man leider nichts beim Pflanzenkauf. Vielleicht wissen's die Vermehrer selber nicht? Oder sie gucken nicht drauf, im Dienste möglichst breiter Sortimente?
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Für uns als Pflanzen-Verwender wär's jedenfalls gut, darüber mehr zu wissen. Damit wir nicht gleich auf die ganze wunderbare Art wg. angeblich sooo großer Sensibilität verzichten müssen, sondern nur auf echte Mimosen, und im Fall des Falles robustere Sorten wählen können.
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137
"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein." (NICHT von Kurt Tucholsky)