"Den Garten winterfest machen" aka. "alles abschneiden" ist seit einer Weile ja eher verpönt, aber Du hast recht, Pappschnee bei Euch oder Dauerregen bei uns sind so einem Winteraspekt eher abträglich, vor allem kann man die umgefallenen, klatschnassen, verhedderten Stängel irgendwann kaum noch von den Beeten bekommen, wenn gleichzeitig im Januar schon die Geophyten spitzen.
Ich habe schon oft im Dezember/Januar, bei Temperaturen unter Null Grad, Stauden heruntergeschnitten, weil der Boden gefroren und damit wenigstens überhaupt mal betretbar war. Dieses Jahr war ich aber selbst Anfang März noch nicht fertig, weil es im Februar nur geregnet hat, dabei ist der statisch gesehen einer der trockensten Monate.
Diese ganzen Gartenkalender mit den Arbeiten, die man in dem und dem Monat erledigen kann bzw. soll sind mittlerweile für die Katz, da der Witterungsverlauf völlig unberechenbar geworden ist. Als Berufstätiger hat man auch nicht immer Zeit, wenn das Wetter gerade gut ist, und manchmal hat man zugegebenermaßen auch keine Lust. Also bin ich immer froh, wenn ich es einigermaßen schaffe, und schöpfe neue Kraft aus den schönen Gartenszenerien, die sich mir möglichst rund ums Jahr bieten.
