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Kartoffeln (Gelesen 45893 mal)

Wurzelgemüse, Knollengemüse, Blattgemüse, Stielgemüse, Fruchtgemüse, Kohlgemüse
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Tempel-Hof-Gärtner
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Re: Kartoffeln

Tempel-Hof-Gärtner » Antwort #315 am:

thuja thujon hat geschrieben: ↑7. Okt 2026, 16:02 Hier wie gesagt Ertrag unterirdisch gering (50kg von 19m²)...
Er nun wieder mit seinen Profi-Ansprüchen... ;)
50 Kg von 19m² = 2,6 Kg/m²
Das ist zwar natürlich nicht rekordverdächtig, aber doch zumindest im absoluten Normbereich einer Hobbygärtner-Ernte (ich hatte zumindest bislang selten mehr & - je nach befragter KI: Der Durchschnittsertrag liege bei 1-3 [Ecosia] oder bei 2,5-4 Kg [Dr. G.] im Hobbybereich; aber demnach auch "nur" bei bis zu 4,5 Kg beim Profi...*gg*)

Und nun Du: Wenn 2,6 Kg "unterirdisch" sind: Was ist dann nach diesen Kriterien irdisch...?
(zumal, wenn ich dazu denke unter welchen wahrhaft unterirdischen Wetter-Bedingungen dieser Ertrag entstanden ist...)
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Re: Kartoffeln

cydorian » Antwort #316 am:

Anbei eins meiner zwei Kartoffelbeete von letzter Woche. Ernte Null Kilo. Hier ist Sommertrockenheit immer besonders heftig, dazu kommen immer noch ein paar Grad Temperatur obendrauf. Regen bis letzte Woche seit Juni insgesamt 25mm.
beet.jpg
Ohne massive, regelmässige Bewässerung zuverlässig in zwei von drei Jahren totaler Ernteausfall. Schwerer Lehm, flachgründig, hoher ph Wert, Kalkplattten drunter.

Auf Feldern existieren im weitern Umkreis auch keine Kartoffeläcker. Ertragsdurchschnitte sind wie die Meeresdurchschnittshöhe von Ebbe und Flut. Im Schnitt steht man immer an den schön auslaufenden Wellen, tatsächlich ist man immer entweder unter Wasser oder trocken.
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Re: Kartoffeln

Tempel-Hof-Gärtner » Antwort #317 am:

Das siehst Du jetzt aber aus der (verständlichen) Frust-Perspektive etwas ZU dystopisch:
Die Wirklichkeit bietet ja schon noch andere Optionen als Ebbe (= 0 Kg) und Flut (= sagen wir mal 4-5 Kg / m²)... 8)
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Re: Kartoffeln

cydorian » Antwort #318 am:

Also anders formuliert: In der Realität sind solche Durchschnittswerte ohne Kenntnis vieler Randparameter wertlos. Erst in Abhängigkeit davon kann man einschätzen, ob man erfolgreich war oder ob Fehler passiert sind und kann dann den Fehlern nachgehen bzw. Erfolgsfaktoren finden.
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Re: Kartoffeln

Tempel-Hof-Gärtner » Antwort #319 am:

ALLES ist relativ: Aber der "Fehler" ausgebliebene Niederschläge ist ja nur bedingt als "Fehler" [vulgo: mit mehr Aufmerksamkeit / Intelligenz / Know-how vermeidbar] einzuschätzen... 8)
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Re: Kartoffeln

cydorian » Antwort #320 am:

Bei Regen Null ist die Ernte Null, was exakt dem Durchschnittswert für diesen Randparameter entspricht. Kein Fehler passiert, aber eben ungünstige Randparameter.
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Re: Kartoffeln

thuja thujon » Antwort #321 am:

Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: ↑7. Okt 2026, 20:54Und nun Du: Wenn 2,6 Kg "unterirdisch" sind: Was ist dann nach diesen Kriterien irdisch...?
(zumal, wenn ich dazu denke unter welchen wahrhaft unterirdischen Wetter-Bedingungen dieser Ertrag entstanden ist...)
Letztes Jahr waren es in dem Garten im Nachbarbeet mit Simonetta 16,8kg von 5 Laufmetern. Bei mir im Garten 2024 waren es mit Annabelle glaube ich 5,4kg/m², habe mein Buch gerade nicht da. Das ist ok, weil man im Garten ja mehr hätschelt, als es ein Profi auf dem Acker tun kann. Also doch noch mal zwischenwässern für den Knollenansatz und so Späße, man fühlt da eben mehr mit. Das Wetter war ja nicht schlecht, Sonne war mit 160% oder so da, Licht muss man eben in Ertrag umsetzen, dafür gibts den Gärtner. Beim Mais hats ja auch geklappt, so lange Wasser da war. Und die Kartoffeln sind hier in den Gärten nicht verwässert wie die geschmacklosen Knollen aus dem Supermarkt mit 3,8kg/m² oder ähnlich. Braunfäule ist nach dem start bei 40°C und 20% Luftfeuchte vertrocknet, die hatte 2026 keine Chance. An der hats also nicht gelegen.
Denke 2027 mache ich die Kartoffeln wieder in meinem Garten, da ist man einfach näher dran. Und es geht nun mal nix über eine gute Knolle auf dem Teller. Ich will den anderen Garten nicht schlechtreden, auch wenn ich ihn noch nicht ganz verstanden habe. Aber da wird der Schlauch eben anders gehalten oder Sachen so gewässert zu einem Zeitpunkt, wo ich es bei mir eben anders machen würde. Es ist einfach nix, wenn sich zwei Gärtner gegenseitig in die Kulturführung reingrätschen. In den 3 anderen Kartoffelgärten waren die Ertragsschwankungen nicht so heftig, aber das sagt nix aus, weil man nicht verschiedene Jahre in unterschiedlichen Gärten vergleichen kann.
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