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Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter (Gelesen 135954 mal)
- thuja thujon
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
So spät im Jahr so viel Stickstoff freisetzen, da macht eine Gründüngung auf jeden Fall Sinn.
Ich würde Roggen nehmen, evtl wenig Phacelia dazu. Wenn du Frühkartoffeln machen möchtest, eher Sandhafer statt Roggen. Bis Roggen im März/April eingearbeitet ist und du Kartoffeln legen kannst, dauert es ja doch ein Weilchen. Das sind die 2 Wochen mit der Winterfeuchtigkeit.
Ich würde Roggen nehmen, evtl wenig Phacelia dazu. Wenn du Frühkartoffeln machen möchtest, eher Sandhafer statt Roggen. Bis Roggen im März/April eingearbeitet ist und du Kartoffeln legen kannst, dauert es ja doch ein Weilchen. Das sind die 2 Wochen mit der Winterfeuchtigkeit.
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
Was kann/soll ich gegen Ende September sähen, dort wo meine Tomaten jetzt noch wachsen? Einige werde ich die nächsten 1-2 Wochen aufräumen, aber wenn das Wetter noch einigermaßen passt, werde ich vielleicht noch ein paar etwas länger stehen lassen. Dazwischen ist einiges an Unkraut, was ich demnächst auch jäten werde. Nächstes Jahr kommen wieder Tomaten dort, zwei Reihen schon mitte März unter einem Minifolientunnel, den ich je nach Wetter vielleicht schon Ende Februar aufbauen werde.
Vor knapp zwei Jahren habe ich dort ca. 5cm Grünschnittkompost verteilt, aus der örtlichen Deponie/Verwertungsanlage. Darunter ist der Boden recht schwer - laut Analyse Sandiger Lehm, wobei die Betonung sehr eindeutig auf Lehm liegt.
Vor knapp zwei Jahren habe ich dort ca. 5cm Grünschnittkompost verteilt, aus der örtlichen Deponie/Verwertungsanlage. Darunter ist der Boden recht schwer - laut Analyse Sandiger Lehm, wobei die Betonung sehr eindeutig auf Lehm liegt.
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ringelnatz
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
Zur Vorsorge bzgl. Nematoden macht es Sinn Gelbsenf oder Sandhafer zu nehmen.
Gelbsenf zur Blüte bringen und dann häckseln und einarbeiten. Könnte zeitlich noch klappen, wenn du jetzt sähst, hängt von der Region ab.
Sandhafer ist zeitlich auch schon eng, hätte aber den Vorteil, dass der Boden über Winter bedeckt ist.
Gelbsenf zur Blüte bringen und dann häckseln und einarbeiten. Könnte zeitlich noch klappen, wenn du jetzt sähst, hängt von der Region ab.
Sandhafer ist zeitlich auch schon eng, hätte aber den Vorteil, dass der Boden über Winter bedeckt ist.
- Tempel-Hof-Gärtner
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
Kenne diese Kohlart bislang (leider) gar nicht. Aber sofort für 2027 auf die to-do-Liste gesetzt...
Wie lange hält das in den Winter hinein: Frosttoleranz eher wie Schwarzkohl (schätze mal -8 bis -10) oder Grünkohl?
Werde mal eine 6-Korn-Getreidemischung (die als Keimgetreide für den Winter erworben) probehalber als Gründüngung aussäen: Einfach mal gucken, was passiert...
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- thuja thujon
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
Getreide früh gesät hat meist ziemlich viel Unkraut drin, es ist lange nicht so schnell in der Jugendentwicklung wie Sandhafer, daher kaum Unterdrückung. Roggen tanzt da etwas aus der Reihe raus.
Jetzt, Mitte September, gesät sind die Pflanzen auch noch anfällig für Blattläuse, die Verzwergungsviren übertragen können.
Bei mir stehen jedenfalls noch die Zuckerrüben, die für die tiefgründige Durchwurzelung gedacht waren. Wenn die demnächst gerodet sind, gibt es nochmal ein falsches Saatbeet und dann erst Ende Oktober oder im November Hartweizen.
Unter Tomaten, Senf ist gut, wer gerne noch was essen will kann auch Feldsalat nehmen, gibt dann aber weniger Stickstoff im Folgejahr wie mit Senf.
Jetzt, Mitte September, gesät sind die Pflanzen auch noch anfällig für Blattläuse, die Verzwergungsviren übertragen können.
Bei mir stehen jedenfalls noch die Zuckerrüben, die für die tiefgründige Durchwurzelung gedacht waren. Wenn die demnächst gerodet sind, gibt es nochmal ein falsches Saatbeet und dann erst Ende Oktober oder im November Hartweizen.
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- Tempel-Hof-Gärtner
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
Och, Feldsalat (hoffe ich) habe ich dieses Jahr genug (vor)gesät...
(Daneben gibt's ja auch noch reichlich Zicchorien- & andere (Lattich-)Wintersalate nebst -portulak... *gg*)
Da nix frei ist, ist's auch nur als Untersaat auf dem Kohlbeet geplant; Versuch macht kluch...
Aber Du meinst, in jedem Fall besser noch warten mit der Aussaat? Enthaltene Getreide sind: Sprießkornweizen, -roggen, -gerste, -hafer, Buchweizen und Hirse.
(Daneben gibt's ja auch noch reichlich Zicchorien- & andere (Lattich-)Wintersalate nebst -portulak... *gg*)
Da nix frei ist, ist's auch nur als Untersaat auf dem Kohlbeet geplant; Versuch macht kluch...
Aber Du meinst, in jedem Fall besser noch warten mit der Aussaat? Enthaltene Getreide sind: Sprießkornweizen, -roggen, -gerste, -hafer, Buchweizen und Hirse.
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- thuja thujon
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
Der Hinweis mit Feldsalat war für Ivoch gedacht.
Zeitpunkt Untersaat in Kohl mit Roggenanteil kann ich nicht von hier aus beurteilen. Wenn der Kohl schon weit fortgeschritten ist und diesen Herbst bzw Frühwinter noch abgeerntet wird, würde ich es probieren. Untendrunter mähen bei zu früher Saat wird aber kaum gelingen.
Bei mir sieht das Kohlbeet aktuell so aus, da würde ich noch nicht einsäen, weil 50cm hohe Getreidepflanzen zur Ernte sicherlich die 3 Wochen davor schon nicht förderlich gewesen sein wären. Für Kopfbildung bei Blumenkohl Katastrophal, bei Flower Sprouts oder Rosenkohl für die Röschengesundheit nicht förderlich. Denke das beste wäre, wenn das Getreide zur Ernte das 2-3 Blatt Stadium erreicht hat.
Buchweizen ist mit nur wenigen Wochen bis zur Samenreife evtl auch ein Problem in der Mischung, da muss also vorher der erste Frost mit dem aufräumen, die echten Gräser bleiben länger stehen.
Zeitpunkt Untersaat in Kohl mit Roggenanteil kann ich nicht von hier aus beurteilen. Wenn der Kohl schon weit fortgeschritten ist und diesen Herbst bzw Frühwinter noch abgeerntet wird, würde ich es probieren. Untendrunter mähen bei zu früher Saat wird aber kaum gelingen.
Bei mir sieht das Kohlbeet aktuell so aus, da würde ich noch nicht einsäen, weil 50cm hohe Getreidepflanzen zur Ernte sicherlich die 3 Wochen davor schon nicht förderlich gewesen sein wären. Für Kopfbildung bei Blumenkohl Katastrophal, bei Flower Sprouts oder Rosenkohl für die Röschengesundheit nicht förderlich. Denke das beste wäre, wenn das Getreide zur Ernte das 2-3 Blatt Stadium erreicht hat.
Buchweizen ist mit nur wenigen Wochen bis zur Samenreife evtl auch ein Problem in der Mischung, da muss also vorher der erste Frost mit dem aufräumen, die echten Gräser bleiben länger stehen.
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ringelnatz
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
OT, aber ich ernte sie normalerweise bis Weihnachten ab. Bei tiefem Frost hilft ein Vlies.Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: ↑15. Sep 2026, 14:30Kenne diese Kohlart bislang (leider) gar nicht. Aber sofort für 2027 auf die to-do-Liste gesetzt...![]()
Wie lange hält das in den Winter hinein: Frosttoleranz eher wie Schwarzkohl (schätze mal -8 bis -10) oder Grünkohl?
Längere Frostperioden führen zu Fäulnis, einem Überwinterungsversuch sind ca. 50% zum Opfer gefallen. Da sie hier im Winter eh nicht wachsen lohnt es nicht zu überwintern, da sie im Frühjahr gleich schießen und man eigentlich die nicht geschossenen Triebknubbel isst.
Kein Vergleich mit Grünkohlfrostfestigkeit, aber geschmacklich viel feiner!
- Tempel-Hof-Gärtner
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
Merci, also allenfalls wie Schwarzkohl...
Trotzdem bestimmt ne interessante Bereicherung des Kohl-Anbauspektrums!
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- thuja thujon
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
Hier wächst die Phacelia munter vor sich hin.
Nachteil bei der Dichtsaat ist, dass irgendwann die Pflanzen umfallen und wieder Licht auf den Boden kommt, also sich Unkraut entwickeln kann.
Nachteil bei der Dichtsaat ist, dass irgendwann die Pflanzen umfallen und wieder Licht auf den Boden kommt, also sich Unkraut entwickeln kann.
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Mainsand
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
Ich glaube ich hab mit meiner Gründüngung Quatsch gemacht und wäre über Tipps dankbar, wie ich es besser machen kann.
Ich hab Saatgut (Einmal Roggen aus der Drogerie und Wicken und einmal Phazelia) von Hand ausgestreut und dann das ganze versucht mit dem Eisenrechen ein bisschen einzuarbeiten. Dabei habe ich aber wahrscheinlich die oberste Schicht Erde lockergekratzt und mit den Samen hin und her geschoben. Und am Ende sind dann an ein paar Stellen, wo ich mehr von dieser Erd-Samen-Mischung hingerecht hatte, viele Pflanzen aufgelaufen und an anderen, wo ich sie weggeschoben hab, kaum welche.
Jetzt frage ich mich, war ich einfach zu ungeschickt mit dem Rechen oder sollte ich nächstes mal einen so einen Kultivator mit 3 Scharen nehmen oder die Saat nur mit der Rasenwalze andrücken? Wie sorgt ihr dafür, dass es halbwegs gleichmäßig aufläuft?
Ich hab Saatgut (Einmal Roggen aus der Drogerie und Wicken und einmal Phazelia) von Hand ausgestreut und dann das ganze versucht mit dem Eisenrechen ein bisschen einzuarbeiten. Dabei habe ich aber wahrscheinlich die oberste Schicht Erde lockergekratzt und mit den Samen hin und her geschoben. Und am Ende sind dann an ein paar Stellen, wo ich mehr von dieser Erd-Samen-Mischung hingerecht hatte, viele Pflanzen aufgelaufen und an anderen, wo ich sie weggeschoben hab, kaum welche.
Jetzt frage ich mich, war ich einfach zu ungeschickt mit dem Rechen oder sollte ich nächstes mal einen so einen Kultivator mit 3 Scharen nehmen oder die Saat nur mit der Rasenwalze andrücken? Wie sorgt ihr dafür, dass es halbwegs gleichmäßig aufläuft?
- cydorian
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
Man kann mit dem Rechen auch einen Kultivator simulieren. Man recht nicht damit, sondern führt ihn wie eine Hacke, lockert damit, anschliessend angiessen und wieder leicht feststampfen damit der Samen auf jeden Fall Bodenkontakt hat.
Also flach reinhacken, vielleicht 3cm tief. Dann kurz rütteln. So geht man das Beet durch.
Also flach reinhacken, vielleicht 3cm tief. Dann kurz rütteln. So geht man das Beet durch.
- thuja thujon
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
Mit dem Rechen/Harke passiert das regelmäßig. Ich bin der Meinung vor allem weil das Saatgut in eine andere Tiefe kommt und so nicht mehr den Weg zur Oberfläche schafft oder der Bodenschluss in der überlockerten Erdschicht fehlt.
Angießen mache ich bei Gründüngersaat nie, da es vor allem Unkraut fördert und bei breitwürfiger Saat in Gründünger nicht bekämpft/gehackt werden kann.
Ich hatte die Phacelia oben auf ein nicht zu fein und flach (2cm, mit dem Gartenwiesel oder Grubber) bearbeitetes Saatbeet gestreut, anschließend mit dem Grubber mit einem einzigen Zug das Saatgut in die Krümel gemischt, so dass unten Feinerde und Saatkorn zusammenliegen, oben die gröberen Krümel, damit das Saatbeet nicht verschlämmt. Anschließend angewalzt für guten Bodenschluss unter trockenen Bedienungen (sichert die Keimwasserversorgung zusammen mit der Feinerde um das Korn).
Ein Grubber mischt wenn er schnell genug gezogen wird, weil die Erde fällt, ein Rechen selektiert und `siebt´, weil die Erde nicht `fällt´, sondern mehr verschoben wird.
Die Walze ist ein Eigenbau, für zB genau sowas. Ohne Walze gehts nicht, wenn man den Boden schützen bzw eine gute Gare erreichen möchte.
Siehe auch weiter vorne hier im Strang: viewtopic.php?p=4499632#p4499632
Angießen mache ich bei Gründüngersaat nie, da es vor allem Unkraut fördert und bei breitwürfiger Saat in Gründünger nicht bekämpft/gehackt werden kann.
Ich hatte die Phacelia oben auf ein nicht zu fein und flach (2cm, mit dem Gartenwiesel oder Grubber) bearbeitetes Saatbeet gestreut, anschließend mit dem Grubber mit einem einzigen Zug das Saatgut in die Krümel gemischt, so dass unten Feinerde und Saatkorn zusammenliegen, oben die gröberen Krümel, damit das Saatbeet nicht verschlämmt. Anschließend angewalzt für guten Bodenschluss unter trockenen Bedienungen (sichert die Keimwasserversorgung zusammen mit der Feinerde um das Korn).
Ein Grubber mischt wenn er schnell genug gezogen wird, weil die Erde fällt, ein Rechen selektiert und `siebt´, weil die Erde nicht `fällt´, sondern mehr verschoben wird.
Die Walze ist ein Eigenbau, für zB genau sowas. Ohne Walze gehts nicht, wenn man den Boden schützen bzw eine gute Gare erreichen möchte.
Siehe auch weiter vorne hier im Strang: viewtopic.php?p=4499632#p4499632
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