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Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte (Gelesen 5512207 mal)

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Roeschen1
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Roeschen1 » Antwort #34410 am:

Oberwaldschrat hat geschrieben: ↑18. Okt 2026, 13:57
Kapernstrauch hat geschrieben: ↑18. Okt 2026, 13:48 Ich habe eine Takoma Violet, gekauft und ausgepflanzt seit 2023 - bis letztes Jahr war ich noch in Zone 6b, jetzt 7a. Heute und morgen werde ich die letzten Feigen ernten. Die Früchte waren heuer nicht sehr groß (wahrscheinlich, weil der Baum sehr stark gewachsen ist), aber zahlreich.
Die habe ich auch auf meiner Wunschliste ist aber nur beim Wiener erhältlich und mir dort echt zu teuer, 2-3 Steckhölzer würden mir reichen.
Evtl. gibt mal eine Gelegenheit.
Hier etwas günstiger:
https://www.jardin-ecologique.fr/boutiq ... ma-violet/
Grün ist die Hoffnung
Kapernstrauch
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Kapernstrauch » Antwort #34411 am:

Ja, meine ist aus Wien, war nicht billig, aber ich habe sie selbst dort ausgesucht und gekauft.
Wegen Steckhölzern werde ich mich schlau machen!
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philippus
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

philippus » Antwort #34412 am:

Oberwaldschrat hat geschrieben: ↑18. Okt 2026, 13:09 M-10 (Steckhölzer bekomme ich nächste Woche)
DK
Takoma violett
Celeste
Lussheim
Dalmatie
Bornholm
Fehmarn
RdB
Pastilliere
HC
.....
Bei Dalmatie kann es in der Tat im Herbst knapp werden. Außerdem scheint diese Sorte heisse Standorte mit trockenem Boden zu bevorzugen. Ist das nicht gegeben, kann die Qualität leiden (schreibe ich aus eigener Erfahrung).

Ich kann Pastilière empfehlen. Das ist eine der frühesten Sorten die ich kenne. Bei mir in Wien hängen Mitte September sehr selten noch Feigen am Strauch. Oft pflücke ich Anfang September, wie dieses Jahr, die letzten Feigen. Die Qualität passt: saftige, erfrischende, geschmacklich interessante Feigen mit dünner, samtiger Haut. Nachteile hat die Sorte aber auch: die Feigen sind regenempfindlich, nicht sehr haltbar und die Ernte erstreckt sich auf über weniger als 4 Wochen.

HC ist ebenfalls interessant. Sie ist hier nur etwas später als Pastilière, sehr ertragreich, hat leichtes Beerenaroma und die Regenfestigkeit ist akzeptabel. Sie gehört zur gleichen Feigengruppe wie Takoma Violet (Mt. Etna Typ), sollte also ähnliche Eigenschaften haben.
philippus
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

philippus » Antwort #34413 am:

Zum Abschluss des Feigenjahres ein Ranking meiner Sorten nach geschmacklichen Kriterien, basierend ausschließlich auf den Erfahrungen aus 2026.

Da ich nur die – aus meiner Sicht – besten Feigen behalten und mich von fast allem getrennt habe, was mich geschmacklich (oder auch sonst) nicht voll überzeugt hat, ist das allgemeine Niveau ziemlich hoch.

Ich mache das hier nach der Tier-Bewertungsskala, weil sie mir geeigneter erscheint als eine nur scheinbar präzise Punkteskala.

S – Außergewöhnlich: Picholetera, Panachée, Ponte Tresa
A – Hervorragend: Ravin de Calce (RdC), Tenerife, Negronne
B – Sehr gut: Pastilière, Campanière, Condé
C – Gut: Figo Moro/Nerino, Desert King (Brebas), Bécane, Hardy Chicago (HC), Bakio/Latza
D – Eher durchschnittlich: Grise-de-St.-Jean (GdSJ)

Die restlichen Sorten - Sucrette, Cul noir, De la Reina und „Ménerbes“ - wurden vom „Gießdienst“ während unserer Abwesenheit übersehen. Sie verloren ihre Feigen und teilweise auch Blätter. Andere waren noch zu jung oder hatten ein Problem (zu später Fruchtansatz).

Auffällig waren die teils erheblichen Jahrgangsschwankungen bei der Fruchtqualität. So konnte GdSJ überhaupt nicht überzeugen, obwohl sie im vergangenen Jahr hervorragende Feigen beider Generationen geliefert hatte. Die wenigen Früchte hatten kaum Aroma und waren lediglich süß, aber fade. Auch Figo moro blieb qualitativ hinter den letzten Jahren zurück.
Zuletzt geändert von philippus am 19. Okt 2026, 06:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Lady Gaga
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Lady Gaga » Antwort #34414 am:

Oberwaldschrat hat geschrieben: ↑18. Okt 2026, 13:57 Die habe ich auch auf meiner Wunschliste ist aber nur beim Wiener erhältlich und mir dort echt zu teuer, 2-3 Steckhölzer würden mir reichen.
Evtl. gibt mal eine Gelegenheit.
Wenn "der Wiener" der Wiener Feigenhof ist, dort gibt es auch Stecklinge zu kaufen. Einfach regelmäßig auf der Website nachsehen oder anrufen, ich habe welche einmal im November gekauft. Es gab damals 3 oder 7 Stecklinge, der Preis ging nach Sorte, jedenfalls deutlich billiger als eine Pflanze.
Grüße aus dem Burgenland, dem Land der Sonne!
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Wengertfeige » Antwort #34415 am:

@philippus:
Klingt gut. Also S schmeckt noch besser wie A oder steht außergewöhnlich eher für besonders?

Mit der Panachee hatte ich auch schon geliebäugelt aber war mir unsicher ob die bei uns was wird. Hatte gehört die ist auch spät und braucht viel wärme und Sonne. Davon habt ihr in Wien glaub noch mehr wie bei Stuttgart.

Negronne ernte ich jetzt schon seit Wochen. Echt toll wie robust und lecker die sind.
philippus
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

philippus » Antwort #34416 am:

Wengertfeige hat geschrieben: ↑18. Okt 2026, 22:01 @philippus:
Klingt gut. Also S schmeckt noch besser wie A oder steht außergewöhnlich eher für besonders?

Mit der Panachee hatte ich auch schon geliebäugelt aber war mir unsicher ob die bei uns was wird. Hatte gehört die ist auch spät und braucht viel wärme und Sonne. Davon habt ihr in Wien glaub noch mehr wie bei Stuttgart.

Negronne ernte ich jetzt schon seit Wochen. Echt toll wie robust und lecker die sind.
Ja, S / „Außergewöhnlich“ steht für besonders bzw. die höchste Stufe, also (subjektiv) noch leicht besser als A. Mit den Punkten tue ich mir bei der Bewertung etwas schwerer.

Ich habe überlegt, ob ich die Panachée in diese Kategorie einordne oder doch eine Stufe darunter, weil ihre Haut relativ dick ist und das manche stören könnte. Mich persönlich stört das aber nicht.
Ja, die Sorte braucht ideale Bedingungen und Ich würde daher auch zögern, Panachée hier auszupflanzen. Es würde mich reizen, aber der Standort müsste besonders günstig sein.

Meine Negronne steht seit 2006 im Garten. Die Ernte war immer reichlich (mit Ausnahme von 2010), allerdings musste man früher damit rechnen, dass ein Teil der Feigen nicht mehr ausreift. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Heuer war die Ernte bereits Anfang letzter Woche komplett abgeschlossen.
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Lady Gaga » Antwort #34417 am:

Hier gab es einige reife Panachée zum essen, aber es hängen noch immer sehr kleine Feigen im Baum, das ist mir zu spät. Wenn sie im Burgenland so spät reif wird, dann in nördlicheren Gegenden wohl gar nicht. Ob es im Topf besser ist, habe ich nicht probiert.
Die schönen gestreiften Feigen kann man auch erst beim Anschwellen deutlicher sehen, bleibt also unter den Erwartungen.
Zuletzt geändert von Lady Gaga am 19. Okt 2026, 09:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

helga7 » Antwort #34418 am:

Ja, ich werde mich wohl auch von meiner Panachee verabschieden, sogar die Sucrette war früher und hat eine gute Ernte geliefert.
Ciao
Helga
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

husar2003 » Antwort #34419 am:

Zwei Peretta (!?) . Die Feigen reiften sehr langsam. Vielleicht deshalb auch noch schön süß. Relativ dicke Schale, knackt beim reinbeißen. Vielleicht eine Art Kältenotreife. Gefällt mir.
Wenn die Ameisen an den Feigen rumkrabbeln, dann ist dies ein gutes Zeichen, dass die Reife ansteht.
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Peretta (!?) , Gabel zum Größenvergleich
Peretta (!?) , Gabel zum Größenvergleich
Hamburg : Isi d'Oro, BT, Ronde de Bordeaux, Peretta?!, Petrovača (Kempf), Faruks Turca, Gota de Miel, All Years Hector, Amacord, Desert King, Twotimer Early Blue, Gustis Hellas, Unbekannte aus Ungarn, Grüne Feige NRW/Türkei
Wendland/Drawehn : BT
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manufico
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

manufico » Antwort #34420 am:

@philippus
Wann reifen bei dir die Negronne Herbstfeigen in Wien? Meine Negronne hat Ende September keine Sonne mehr und sie reifen immer Mitte Oktober. Geschmacklich finde ich sie gut.

@Oberwaldschrat
Aus meiner Erfahrung raus solltest du nur gut gewachsene, mindestens 3-4 Jahre alte Feigen auspflanzen. Ideal wäre ein gutes Mikroklima. Ich kann dir folgende Sorten empfehlen:

1. RdB
2. Brown Turkey
3. Ficcolino
4. Hardy Chicago
5. Pastilière
6. Doree
7. M-10
8. Dottato
9. FigoMoro
10. guter LdA Strain

Takoma Violet habe ich zwei Jungpflanzen, jedoch noch keine Erfahrungen zur Sorte.
Oberwaldschrat
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Oberwaldschrat » Antwort #34421 am:

manufico hat geschrieben: ↑19. Okt 2026, 13:00
@Oberwaldschrat
Aus meiner Erfahrung raus solltest du nur gut gewachsene, mindestens 3-4 Jahre alte Feigen auspflanzen. Ideal wäre ein gutes Mikroklima. Ich kann dir folgende Sorten empfehlen:

1. RdB
2. Brown Turkey
3. Ficcolino
4. Hardy Chicago
5. Pastilière
6. Doree
7. M-10
8. Dottato
9. FigoMoro
10. guter LdA Strain

Takoma Violet habe ich zwei Jungpflanzen, jedoch noch keine Erfahrungen zur Sorte.
Die RdB hab ich letzten Winter bewurzelt, da gibt es wohl ein paar Variationen die früher oder später ausreifen, k.A. welche ich erwischt habe.
Brown Turkey ist bei mir sehr frostfest und hat schon 3 Jahre im Topf draußen überlebt.
Von der M-10 bekomme ich diese Woche Steckhölzer und von der LdA habe ich auch 2 Einjährige hier.
Von der HC bekomme ich hoffentlich ein paar Steckhölzer diesen Winter und die Takoma steht auf meiner Wunschliste.
Auch die berüchtigte Sotschi Gold und Kraxelwalters Rote stehen als Einjährige auf der Terrasse. Mikroklima sollte passen, ich lass mich überraschen. Verluste hab ich schon eingeplant, die Winter werden letztendlich zeigen was für die Oberpfalz geeignet ist.
LG
Thomas
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Feigenfreund
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Feigenfreund » Antwort #34422 am:

philippus hat geschrieben: ↑18. Okt 2026, 21:10 ......
Auffällig waren die teils erheblichen Jahrgangsschwankungen bei der Fruchtqualität. So konnte GdSJ überhaupt nicht überzeugen, obwohl sie im vergangenen Jahr hervorragende Feigen beider Generationen geliefert hatte. Die wenigen Früchte hatten kaum Aroma und waren lediglich süß, aber fade. Auch Figo moro blieb qualitativ hinter den letzten Jahren zurück.
Das ist interessant….bei mir hat die GdSJ hingegen auch dieses Jahr geschmacklich sehr überzeugt. Ist zwar keine „Beerenfeige“, hat aber dennoch ein sehr stimmiges Aroma bei sehr angenehmer vollmundiger Süße und weicher samtiger Haut. Allerdings lasse ich sie, wann immer möglich, ziemlich lange am Baum hängen, meines Erachtens entwickelt sie erst dann ihr volles Potential.
Abgesackt im Ranking ist hingegen bei mir die Negronne. Grund: Je weiter es in den Herbst hineinging, mit seinen kühlen Nächten, um so zäher und ledriger wurde die Haut.
Nicht ganz so top wie letztes Jahr waren dieses Jahr die Smith. Das lag aber daran, dass die Smith nach dem Frühstart einen Sonnenbrand abbekommen hatte, als ich sie an die Außenverhältnisse gewöhnen wollte. Sie hat daraufhin einen Teil ihrer Blätter verloren. Dies hat sich offensichtlich negativ auf die Fruchtqualität ausgewirkt. Zumindest ein Teil der Früchte hat aber die gewohnte Qualität erreicht.
Meine beste Sorte in dieser Saison war, wenig überraschend, die Black Madeira…. Die würde ich gern mal mit einer Ponte Tresa vergleichen…(Deine Ponte Tresa sah echt klasse aus auf Deinem Foto!) ;)
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