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pilze im wald (Gelesen 4956 mal)

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Kasbek
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Re: pilze im wald

Kasbek » Antwort #30 am:

Hyla hat geschrieben: ↑26. Okt 2026, 08:39 Urks, die Grünen sehen ja schon so mordsgiftig aus. :-X
Sind sie aber nicht, jedenfalls sofern es sich um den Grünspan-Träuschling handelt (der anhand der Färbung relativ wahrscheinlich ist, aber natürlich noch per Unterseitenblick verifiziert werden müßte). Den habe ich früher mitgenommen, sofern's gerade nicht viel anderes gab (er ist halt klein und nicht sonderlich ergiebig, aber halt immer noch besser als gar nix ;) ).
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Nox
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Re: pilze im wald

Nox » Antwort #31 am:

martina 2 hat geschrieben: ↑26. Okt 2026, 10:08 .....
Nicht einverstanden bin ich mit der qualitativen Gleichstellung von Steinpilz und Maronen.
.....
Daß wir danach seltsame Beschwerden hatten, mag daran gelegen sein, daß ich nicht um die hier erwähnte längere Garzeit wußte, vermutlich aber auch an den Mengen - wobei ich mich frage, ob die Pilze dann nicht zäh sind. Aber, abgesehen davon, daß man Steinpilze auch roh essen kann, sind sie geschmacklich um Klassen besser, vor allem neigt die Marone dazu, beim Kochen schleimig zu werden.
......
Es stimmt schon, dass Maronen gerne mal schleimig sind im Pilzgoulasch. Aber ich freue mich sehr über Maronenfunde, denn ich trockne sie. Dadurch werden sie viel intensiver im Aroma und sind nicht mehr schleimig. Ich meine sogar, das Aroma der getrockneten Maronen übertrifft das der getrockneten Steinpilze.

Anschliessend sind sie sehr lecker in Risotto. Ich schummel auch gerne: Eine einfache Pilzpfanne aus Supermarkt-Champignons wird exzellent, wenn man zusätzlich solche getrockneten Schätze mit hineinnimmt. Vorher in Butter mit den Zwiebeln andämpfen....

Vielleicht hatte sich bei den Unverträglichkeiten ein älterer, verdorbener Pilz mit hineingeschlichen - oder auch sehr ähnliche Doppelgänger. Ich habe einen alten Pilzatlas von Philipp Rix mit 900 Farbtafeln, da staunt man nur wieviel ähnliche es gibt. Mit braunem Hut und gelben Röhren z.B. einen samtigen Röhrling oder einen honiggelben Röhrling, beide ungeniessbar.
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Hyla
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Re: pilze im wald

Hyla » Antwort #32 am:

Kasbek hat geschrieben: ↑26. Okt 2026, 14:23
Hyla hat geschrieben: ↑26. Okt 2026, 08:39 Urks, die Grünen sehen ja schon so mordsgiftig aus. :-X
Sind sie aber nicht, jedenfalls sofern es sich um den Grünspan-Träuschling handelt (der anhand der Färbung relativ wahrscheinlich ist, aber natürlich noch per Unterseitenblick verifiziert werden müßte). Den habe ich früher mitgenommen, sofern's gerade nicht viel anderes gab (er ist halt klein und nicht sonderlich ergiebig, aber halt immer noch besser als gar nix ;) ).
Natürlich kann man nicht von der Farbe auf Essbarkeit schließen, wir würden ihn aber nicht mitnehmen, weil wir ihn nicht kennen. :)
Bei uns sind es hauptsächlich welche mit Röhren, Morcheln und Fette Henne.
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Mottischa
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Re: pilze im wald

Mottischa » Antwort #33 am:

Morcheln hab ich noch nie mitgenommen, oder Tintlinge oder sowas. Ich habe nicht mal bewusst Austernseitlinge gesehen und mit einem Pilzbuch durch den Wald laufen, isses auch nicht so.

Den Schleim der Pilze kann man übrigens verhindern, indem man sie ca 10 Minuten in Wasser vorkocht, sie abseiht, kurz spült und dann normal verarbeitet.

Ich habe mal ganz stolz viele Steinpilze gesammelt und mich riesig gefreut. Zum Glück hab ich dann mal einen roh probiert :-X sowas von bitter.. es war leider kein echter Steinpilz dabei.
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Re: pilze im wald

Veilchen-im-Moose » Antwort #34 am:

Bitterröhrlinge habe ich auch schon mal gefunden. Wenn ich jetzt zweifelhafte "Steinpilze" sehe, lecke ich einmal kurz über den Hut. Das beendet dann alle Zweifel.

Wir sind hier leider keine besonders gute Pilzgegend oder ich bin eine miserable Pilzsucherin. Manchmal gibt es Glücksgriffe. In einem Jahr habe ich mal in einem bestimmten Waldstück kiloweise flockenstieligen Hexenröhrlinge gefunden. Die sehen so giftig aus mit ihren orangefarbenen Schwämmen und dann noch die kräftige Blaufärbung beim Anschnitt. Dabei sind die wirklich superlecker. Leider habe ich in den darauf folgenden Jahren dort keine Hexenröhrlinge mehr gefunden.

Zu meinen absoluten Lieblingen gehören Steinpilze, Tintlinge, Krause Glucken. Gestern auf unserem Hundespaziergang habe wir ein paar Handvoll Tintlinge gefunden und drei sehr schöne und knackig frische Steinpilze... einfach so am Wegesrand und ohne groß zu suchen. Die gab es dann schön geröstet und auf frisch gebackenem Brot.
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Re: pilze im wald

Winterrose » Antwort #35 am:

Junge Schopftintlinge sind lecker. Damit hab ich mal meine Tante geschockt, als ich die (nach Konsultation eines Pilzbuches) gesammelt hab. Von den anderen wollte sie niemand essen, also hab ich alle für mich allein gehabt (war aber auch nicht so viel). Man muss sie aber sofort verarbeiten, bevor sie sich verfärben und anfangen zu zerlaufen.
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Hyla
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Re: pilze im wald

Hyla » Antwort #36 am:

Morcheln gibt's hier nicht. Wir kennen einen Standort in der Stadt, dort wachsen sie in direkter Flußnähe unter Haselnüssen.
Ungefähr um den 15.4. kommen sie raus.
Man kann sie aber auch manchmal finden, wenn man Nadelholz-Rindenmulch in dicker Schicht im Garten ausbringt. ;D

Bitterlinge hatten wir auch schon. Wir kannten die nicht, die Nachbarn aber. ;)
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Re: pilze im wald

martina 2 » Antwort #37 am:

Nox hat geschrieben: ↑26. Okt 2026, 17:56 ...
...Ich meine sogar, das Aroma der getrockneten Maronen übertrifft das der getrockneten Steinpilze...
.
Anschliessend sind sie sehr lecker in Risotto...
.
Vielleicht hatte sich bei den Unverträglichkeiten ein älterer, verdorbener Pilz mit hineingeschlichen - oder auch sehr ähnliche Doppelgänger. Ich habe einen alten Pilzatlas von Philipp Rix mit 900 Farbtafeln, da staunt man nur wieviel ähnliche es gibt. Mit braunem Hut und gelben Röhren z.B. einen samtigen Röhrling oder einen honiggelben Röhrling, beide ungeniessbar.
Nox, keine Sorge, mein Vater war ein Schwammerlprofi, der hat wirklich alle gekannt und war begeistert über die Vielfalt bei uns im Waldviertel. Er hat sie uns nicht nur gezeigt und erklärt, sondern auch mit uns zusammen gekocht und gegessen. Und er hat mir einen dicken Pilzatlas geschenkt, in dem wirklich alles drinnen ist (der steht am Land, deshalb keine genauen Angaben). Daß Maronen gut getrocknet sind und sich dann für Risotto eignen, glaube ich gern, aber ich hab mich damals für immer von ihnen verabschiedet - inzwischen essen wir nur noch Eierschwammmerl und Steinpilze :)
.
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Re: pilze im wald

Mottischa » Antwort #38 am:

Und Eierschwammerl habe ich hier schon ewig nicht mehr gesehen. Dieses Jahr gehe ich eh nicht mehr, ich habe einige gefunden, verarbeitet und lasse die restlichen da weiter wachsen :)

Hexenröhrlinge sehen auch echt unheimlich aus :)
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Re: pilze im wald

Kasbek » Antwort #39 am:

Hyla hat geschrieben: ↑26. Okt 2026, 19:42
Kasbek hat geschrieben: ↑26. Okt 2026, 14:23

Sind sie aber nicht, jedenfalls sofern es sich um den Grünspan-Träuschling handelt (der anhand der Färbung relativ wahrscheinlich ist, aber natürlich noch per Unterseitenblick verifiziert werden müßte). Den habe ich früher mitgenommen, sofern's gerade nicht viel anderes gab (er ist halt klein und nicht sonderlich ergiebig, aber halt immer noch besser als gar nix ;) ).
Natürlich kann man nicht von der Farbe auf Essbarkeit schließen …
Ich habe in den Achtzigern hier auch einige Überzeugungsarbeit leisten müssen, bis man familienintern überzeugt war, Violette Rötelritterlinge zu essen. Zum Glück war das Pilzbuch diesbezüglich eindeutig ;)
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Re: pilze im wald

Hyla » Antwort #40 am:

Hexenröhrlinge erkennen wir bei 70 km/h.
Vor ein paar Jahren fahren wir über die Bundesstraße und auf der Wiese vor einem Laden stehen doch tatsächlich locker 15 Hexenröhrlinge. :o
Auf der Rückfahrt rein in die Einfahrt, Korb und Messer gezückt und erstmal geerntet. Die anderen Autofahrer dachten sicher, wir haben was am Kopf, als wir wie die Bekloppten die Pilze gerodet haben.
So sieht das Pilze sammeln bei uns häufig aus. ;D

Pfifferlinge sind hier auch selten. Es gibt Städter, die sammeln in manchen Jahren körbeweise die Falschen Pfifferlinge und freuen sich drüber. Immerhin nicht giftig.

Alles, was andere essen, muß ich aber auch nicht haben. Riesenboviste mögen wir nicht so besonders.
Und eine richtige Nullnummer waren Hexeneier - junge Stinkmorcheln. Irgendwie haben die schon ganz jung nicht appetitlich gerochen. :-X
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Re: pilze im wald

Mottischa » Antwort #41 am:

Riesenboviste habe ich noch nie gegessen. Aber ich liebe Parasolpilze als Schnitzel paniert. Das kennt hier wohl kaum jemand, weil die alle stehen bleiben und nicht gesammelt werden. Ich hatte auch nur ein paar gepflückt und eingefroren.

Ne, Stinkmorchel finde ich auch geruchlich schon nicht so reizvoll.

Mir wollte letztens jemand erzählen, dass Satansröhrlinge so extrem blauen und nicht die Hexenpilze, also soll ich die bloß nicht sammeln.
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Re: pilze im wald

Frau P » Antwort #42 am:

Heute eigentlich auf der Suche nach Steinpilzen, aber der Wald war zu verkrautet. Nachdem "meine" Steinpilzstellen inzwischen total überlaufen sind, muss ich mich nach neuen Revieren umsehen bzw. die Pilzkenntnisse etwas in Lamellenpilze erweitern. Vor denen haben viele doch Angst.
Heute gab es Stockschwämmchen, Violette Rötelritterlinge, Grünspanträuschlinge und horngraue Rüblinge.

Diese hier kenne ich nicht. Aber sie waren so dekorativ auf dem Ast- es sah wie ein gekonnt arrangiertes Gesteck aus.
IMG_7301.jpeg
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Re: pilze im wald

Hyla » Antwort #43 am:

Mottischa hat geschrieben: ↑28. Okt 2026, 07:12 Riesenboviste habe ich noch nie gegessen. Aber ich liebe Parasolpilze als Schnitzel paniert. Das kennt hier wohl kaum jemand, weil die alle stehen bleiben und nicht gesammelt werden. Ich hatte auch nur ein paar gepflückt und eingefroren.
Über die Parasole fallen sie hier wie die Heuschrecken her. Die wachsen gern entlang der Bundesstraße und bleiben nicht lange stehen. Nachmittags wird's schwierig, da sind die meisten schon abgeerntet. :P
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Re: pilze im wald

martina 2 » Antwort #44 am:

Mottischa hat geschrieben: ↑28. Okt 2026, 07:12 Riesenboviste habe ich noch nie gegessen. Aber ich liebe Parasolpilze als Schnitzel paniert. Das kennt hier wohl kaum jemand, weil die alle stehen bleiben und nicht gesammelt werden. Ich hatte auch nur ein paar gepflückt und eingefroren.
...
Parasolpilze als Schnitzel paniert sind hervorragend, eine kleine Kolonie zu finden ist ein Glücksfall. Riesenboviste sollen ebenfalls gute Schnitzel ergeben, hab ich aber noch nie probiert.
Schöne Grüße aus Wien!
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