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Aubergine/melanzani (Gelesen 10549 mal)
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Talpini
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Re: Aubergine/melanzani
Meine langen weißen Auberginen hießen bei meiner bayrischen Verwandtschaft immer "vegane Weißwürste". Weiße Ritter oder ähnliches bekomme ich als Name sicher nicht etabliert 
- cydorian
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Re: Aubergine/melanzani
Hier White Knight, da ists schon Oktober.
Ist ein Massenträger, Aroma mittelprächtig.
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- Elro
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Re: Aubergine/melanzani
Hier nicht, drei Jahre lang angebaut aber kein Massenträger und schnell viele Kerne bei nur 1,5 cm dicken und 8cm kurzen Früchten. Dieses Jahr drei Pflanzen und nur eine trägt, die anderen brachten fast nichts. Tja und der Geschmack, na ja, viel Haut.
Die baue ich nicht mehr an.
Jetzt suche ich einen guten Massenträger der mehr Fleisch hat.
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Liebe Grüße Elke
- cydorian
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Re: Aubergine/melanzani
Auberginen benötigen einen nährstoffreichen, humus- und lehmig-sandigen, tiefgründig aufgelockerten und gut durchlässigen Boden. Die sind ziemlich anspruchsvoll. Die White Knight steht auf 5cm abgelagertem Pferdemist oben auf dem Mutterboden. Die meisten Sorten werden trotzdem nicht zum Massenträger.
Eine, die auch an weniger gutem Platz ganz gut was bringen kann ist "Bonica", ist eben eine F1-Hybride.
Eine, die auch an weniger gutem Platz ganz gut was bringen kann ist "Bonica", ist eben eine F1-Hybride.
- Elro
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Re: Aubergine/melanzani
Danke für den Sortenempfehlung.
Die Bedingungen waren gut.
Bisher hatte ich jahrelang Rosa Bianca angebaut, die trugen eigentlich immer gut und ich war sehr zufrieden damit aber waren die letzten zwei Jahre leider immer sehr bitter trotz salzen.
Die Bedingungen waren gut.
Bisher hatte ich jahrelang Rosa Bianca angebaut, die trugen eigentlich immer gut und ich war sehr zufrieden damit aber waren die letzten zwei Jahre leider immer sehr bitter trotz salzen.
Liebe Grüße Elke
- thuja thujon
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Re: Aubergine/melanzani
Ist wohl nicht für das moderne Wetter gezüchtet. An den Sorten schrauben bringt oft mehr als man vermutet.
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Re: Aubergine/melanzani
Nachdem der Frost heute Nacht dann alles im GWH in herunterhängendes, welkend duftendes Olivgrün verwandelt hat, hab ich die letzten Auberginen geerntet.

Mit den drei goßen auf dem Bild (die kleinen hab ich nicht gezählt) waren es 22 Früchte von der einen violetten Pflanze.
Von den weißen kam gegen Ende nix mehr. Die haben aber am Anfang gut geliefert: 18 Früchte.
Von den selbst gezogenen kam bei weitem nicht so viel: 6 Früchte bei Tonda Violetta. Rest hab ich nicht gezählt.
Wie man auf dem Bild oben sieht, viel pilziges Blattlaussekret. Zuletzt haben sie sich massig vermehrt:
Die Veredelten stehen offenbar auf Solanum torvum, davon mach ich beim Roden noch ein Bild, wenn ich die Wurzel aus dem Boden bekomme.
Mit den drei goßen auf dem Bild (die kleinen hab ich nicht gezählt) waren es 22 Früchte von der einen violetten Pflanze.
Von den weißen kam gegen Ende nix mehr. Die haben aber am Anfang gut geliefert: 18 Früchte.
Von den selbst gezogenen kam bei weitem nicht so viel: 6 Früchte bei Tonda Violetta. Rest hab ich nicht gezählt.
Wie man auf dem Bild oben sieht, viel pilziges Blattlaussekret. Zuletzt haben sie sich massig vermehrt:
Die Veredelten stehen offenbar auf Solanum torvum, davon mach ich beim Roden noch ein Bild, wenn ich die Wurzel aus dem Boden bekomme.
- thuja thujon
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Re: Aubergine/melanzani
Interessant, dass die im GH ausgebrachten Nützlinge die Blattläuse so spät im Jahr nicht mehr in den Griff bekommen konnten.
Hier schwören manche auf die 2 Triebige Erziehung, also konsequentes ausbrechen von Seitentrieben, damit die Pflanzen kontinuierlicher fruchten. Massenernte auf einen Schlag und danach eine Weile nichts wird so vermieden. Hier links neben den Tomaten in der Weinbergpfostenreihe Mitte Oktober.
Hier schwören manche auf die 2 Triebige Erziehung, also konsequentes ausbrechen von Seitentrieben, damit die Pflanzen kontinuierlicher fruchten. Massenernte auf einen Schlag und danach eine Weile nichts wird so vermieden. Hier links neben den Tomaten in der Weinbergpfostenreihe Mitte Oktober.
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- cydorian
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Re: Aubergine/melanzani
Bringt das wirklich was? Die fruchten zumindest bei mir auch so kontinuierlich. Wenn man das Gefühl hat, es käme zu sehr "auf einen Schlag", sollte man besser Jungfrüchte zeitiger ernten und mehr als eine Sorte nehmen.thuja thujon hat geschrieben: ↑4. Nov 2026, 08:27 Hier schwören manche auf die 2 Triebige Erziehung, also konsequentes ausbrechen von Seitentrieben, damit die Pflanzen kontinuierlicher fruchten. Massenernte auf einen Schlag und danach eine Weile nichts wird so vermieden.
Den Aufwand auf dem Bild empfinde ich als extrem. Führungsfäden horizontal, vertikal, binden oder wickeln, Stangen die die horizontalen halten, auf zwei Triebe schneiden... das ist aufwendiges Mikromanagement. Dann die Fadenlandschaft wieder abräumen.
- thuja thujon
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Re: Aubergine/melanzani
Ich empfinde den Aufwand als normal, macht man so auch bei Tomaten. Bei Auberginen ist es etwas weniger, da muss man zum Anfang der Saison nicht alle 2 Tage ausbrechen, es reichen oft 3 Tage Abstand. Sehe es aber durchaus, dass den Aufwand die wenigsten Hobbygärtner betreiben. In den Tomatengewächshäusern ist die Geschichte so, dass man alle Einstellungen der Gewächshaussteuerung der Holländer in D übernehmen kann, und erntet trotzdem weniger. Weil die Uhrzeiten fürs ausbrechen eine andere ist, das haben die Holländer einfach besser drauf und sind disziplinierter.
Ob das mit den Auberginen wirklich was bringt für kontinuierliche Versorgung kann ich nicht sagen, da es ein Garten für sich meist gleich macht. Also in einem anderen Garten mit anderer Bewässerung und Kulturführung ist es anders, und deshalb kann man es nicht vergleichen und deshalb gibts keine Aussage. Zufrieden ist eh jeder, weil alle immer alles richtig machen. Es gießen auch alle richtig, weil keiner nachgräbt, wo das Wasser wirklich hingekommen ist. Deshalb liegts am Wetter, wenn falsch gegossen wurde.
Früher ernten mag der Gärtner mit den Auberginen vom Bild nicht, nur in Ausnahmefällen, weil Ertragsverlust. Wenn er mindestens alle 2 Tage eine erntet ist er zufrieden, in den Stoßzeiten, die gibts auch bei ihm mit der Kulturführung, sind es 5 pro Tag von dieses Jahr rund 10 Pflanzen. Letztlich kann man versuchen vieles richtig zu machen, wenn aber das Wetter zB trocken heiße Luft bietet, ist das anders wie im GH und der Ertrag bricht kurz danach ein, wie bei den Gurken, weil die Photosynthese im Freiland zum Schutz runtergefahren wird. Wer eine Strichliste über die Ernte führt kann das nachvollziehen. Macht halt kaum einer, deshalb gibts nicht viel Wissen dazu, sondern viele Vermutungen und kaum Optimierung. Optimierung wäre auch mit Aufwand verbunden, also wenig Chancen, dass sich das ändert.
Wem langweilig ist, kann ja mal je 3-4 Pflanzen in Kübel oder Freiland setzen und die verschiedenen Systeme ausprobieren. Das französische System, wie man es von Paprika kennt, eine Schnur links und eine rechts, damit nichts auseinanderkippen kann, spart Fädelarbeit. Da ist eine Reihe in einer Minute geheftet, ganz ohne Schnürsenkelreste oder Wollfadenstücke einzeln rumgeknote.
Ob das mit den Auberginen wirklich was bringt für kontinuierliche Versorgung kann ich nicht sagen, da es ein Garten für sich meist gleich macht. Also in einem anderen Garten mit anderer Bewässerung und Kulturführung ist es anders, und deshalb kann man es nicht vergleichen und deshalb gibts keine Aussage. Zufrieden ist eh jeder, weil alle immer alles richtig machen. Es gießen auch alle richtig, weil keiner nachgräbt, wo das Wasser wirklich hingekommen ist. Deshalb liegts am Wetter, wenn falsch gegossen wurde.
Früher ernten mag der Gärtner mit den Auberginen vom Bild nicht, nur in Ausnahmefällen, weil Ertragsverlust. Wenn er mindestens alle 2 Tage eine erntet ist er zufrieden, in den Stoßzeiten, die gibts auch bei ihm mit der Kulturführung, sind es 5 pro Tag von dieses Jahr rund 10 Pflanzen. Letztlich kann man versuchen vieles richtig zu machen, wenn aber das Wetter zB trocken heiße Luft bietet, ist das anders wie im GH und der Ertrag bricht kurz danach ein, wie bei den Gurken, weil die Photosynthese im Freiland zum Schutz runtergefahren wird. Wer eine Strichliste über die Ernte führt kann das nachvollziehen. Macht halt kaum einer, deshalb gibts nicht viel Wissen dazu, sondern viele Vermutungen und kaum Optimierung. Optimierung wäre auch mit Aufwand verbunden, also wenig Chancen, dass sich das ändert.
Wem langweilig ist, kann ja mal je 3-4 Pflanzen in Kübel oder Freiland setzen und die verschiedenen Systeme ausprobieren. Das französische System, wie man es von Paprika kennt, eine Schnur links und eine rechts, damit nichts auseinanderkippen kann, spart Fädelarbeit. Da ist eine Reihe in einer Minute geheftet, ganz ohne Schnürsenkelreste oder Wollfadenstücke einzeln rumgeknote.
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Re: Aubergine/melanzani
Das klingt interessant, aber ich kann mir das nur schwer vorstellen. Gibt es Bilder dazu?thuja thujon hat geschrieben: ↑4. Nov 2026, 11:02 Das französische System, wie man es von Paprika kennt, eine Schnur links und eine rechts, damit nichts auseinanderkippen kann, spart Fädelarbeit. Da ist eine Reihe in einer Minute geheftet, ganz ohne Schnürsenkelreste oder Wollfadenstücke einzeln rumgeknote.
Hauptsache, es blüht
- cydorian
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Re: Aubergine/melanzani
Es gibt also keine solide Grundlage, sondern das System beruht auf persönlichen Vermutungen.
Generell ist Aufwandsminimierung bei guten Anbauerfolgen der wichtigste Faktor im Nutzgarten.
Das mache ich bei interessant erscheinenden Auberginensorten immer, dieselbe Sorte im Gewächshaus, im Freiland und eine in einen Kübel am Haus. Da geht es aber nicht um Erfolg verschiedener Erziehung, sondern um Ertragserfolg in verschiedener Umgebung. Heraus kam dabei zum Beispiel, dass ich meine geliebte "Kamo" vorwiegend im Gewächshaus lasse, eine im Kübel, aber nicht im Freiland. Bei kleinfrüchtigen Massenträgern umgekehrt und bei modernen fetten F1-Hybriden wie Bonica 1:1.Wem langweilig ist, kann ja mal je 3-4 Pflanzen in Kübel oder Freiland setzen und die verschiedenen Systeme ausprobieren.
Generell ist Aufwandsminimierung bei guten Anbauerfolgen der wichtigste Faktor im Nutzgarten.
Aufgehängt ohne Aufwand an Siemens-Lufthaken.Da ist eine Reihe in einer Minute geheftet
- thuja thujon
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Re: Aubergine/melanzani
Naja, ein Holzpfosten oder ähnliches am Anfang und Ende der Reihe, dazwischen links und rechts eine Schnur.
Pfosten mit Doppelschnur bei Paprika
Doppelschnur Aubergine Ansonsten gibts im Garten meist keine solide Grundlage, sondern höchstens Tendenzen. Praktisch niemand macht Versuche, die belastbar wären.
Pfosten mit Doppelschnur bei Paprika
Doppelschnur Aubergine Ansonsten gibts im Garten meist keine solide Grundlage, sondern höchstens Tendenzen. Praktisch niemand macht Versuche, die belastbar wären.
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Re: Aubergine/melanzani
Hätte auch auf zitierbare Fachinformationen zurückgehen können. Man muss nicht selbst jeden Versuch machen.thuja thujon hat geschrieben: ↑4. Nov 2026, 12:34 Ansonsten gibts im Garten meist keine solide Grundlage, sondern höchstens Tendenzen. Praktisch niemand macht Versuche, die belastbar wären.
Schnüre sind je nach Lage maximal unpraktisch. Ich krieg auf dem steinigen 20cm Boden nichts rein, das den Sommer über eine Schnur hält. Für Schnüre bräuchte ich Gestell. Das letzte, ein Gewächshausgerüst, dauerte mehr als einen halben Tag zum zerlegen und aufbauen, dann sind die Löcher ausgeknüllt. Auch keinen Platz zum wegstellen, das Ding nervte. Und im Aussengarten gehts eh nur extensiv.
Optimierung orientiert sich immer an einer spezifischen Situation.