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Mulchen zur Beseitigung von Maiglöckchen (Gelesen 33787 mal)

Einjährige, Zweijährige, mehrjährige Stauden, Farne, Gräser, Zwiebelpflanzen ...

Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR

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knorbs
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Re:Mulchen zur Beseitigung von Maiglöckchen

knorbs » Antwort #45 am:

Grundsätzlich müßte es doch sinnvoller sein, gleich das Rhizom heraus zu holen, mit dem Unkrautstecher.
kommt auf den boden an. bei mir ist er locker sandig-humos. da geht das ganz gut. aber die maiglöckenchenrhizome bohren sich ja durch alles, was rund herum wächst. da bekommst du die rhizome nicht raus, ohne die anderen stauden aus dem boden zu nehmen und deren wurzeln auseinander zu nehmen. an den stellen reißen die queckenartigen rhizome ab. man muss halt schauen, wenn sie ein neues blatt zeigt, dass man das dann gleich beseitigt. wenn man natürlich die maiglöckchen vorher jahrelang wuchern hat lassen ist das eine sysiphusarbeit + macht wirklich keinen spass mehr. im lehmigen boden dürfte die beseitigung ungleich schwieriger zu bewerkstelligen sein.
sapere aude
Querkopf
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Re:Mulchen zur Beseitigung von Maiglöckchen

Querkopf » Antwort #46 am:

Hallo, Mufflon,
... Abreißen (hast du ja wohl schon für dieses Jahr), Zeitungspapier dick drauflegen und zwar um die Rosen herum und dicht an die Rosen heran, Kompost, Blumenerde, Staudenhäckselgut, dünn Rasenschnitt etc. ca 10 cm aufbringen. Im Herbst sehen, wie es mit der Zeitung steht, ob noch was da ist. ... gerade bei Beeten mit Steinumrandung o.ä. laufen sie dann von dort wieder ins Beet. Da muß man dann dranbleiben. Oder nach einigen Jahren wiederholen. ...
mit Sonnenscheins Zeitung-Mulch-Methode hab' ich mal ein paar völlig gierschverfilzte Streifen gierschfrei gekriegt. Durch eine richtig dicke Zeitungspapier-Schicht - ca. zwei Zentimeter - kommt nix mehr hoch. Und die Schicht hält lange, mindestens zwei Jahre, eher drei (jedenfalls hier auf schwerem Lehmboden, bei dem Verrottung dauert - bei lockerem Boden zerfällt das Papier wahrscheinlich schneller). Ein bis zwei Papier-Verrottungs-Zyklen muss man freilich abwarten, bis man den Ersticker-Mulch wieder entfernt, sonst treibt das unerwünschte Gewächs aus irgendwelchen Rest-Rhizömchen doch noch aus. Gegen was ähnlich Hartnäckiges wie Maiglöckchen wäre dieses Verfahren meine allererste Wahl.Bei mir sind Maiglöckchen übrigens, gerade als Wucherer, willkommen. Allerdings nur genau da, wo sie sitzen: in einem kleinen Hang, auf dem eine Hängebirke und eine Hasel wachsen: Wurzelfilz pur, irgendwas ausbuddeln geht da nicht. Dort war mal meine Gierschplantage, 12-15 qm, dicht an dicht. Von ihr sind nur noch 2, 3 locker besetzte Quadratmeter übrig, Tendenz abnehmend (ich bin regelmäßig am Rupfen und Rhizome-Ziehen) - zu diesem Schwund haben die Maiglöckchen einen dankenswert großen Beitrag geleistet ;). Geht aber nur, weil der Hang von allen Seiten fest umgrenzt ist (Mauer, Weg, Plattenflächen), da können die Maiglöckchen nirgends ausbüxen. In Rosen- und Staudenbeeten würde ich sie nicht dulden, sie sind Würger. Schöne Grüße und toitoitoiQuerkopf
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137

"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein." (NICHT von Kurt Tucholsky)
Marion

Re:Mulchen zur Beseitigung von Maiglöckchen

Marion » Antwort #47 am:

Okay, Knorbs, danke schon mal, ich bin im Bilde und werde mir eine Strategie austüffteln.Eins noch, damit mein Plan schön rund wird, schiebe ich mal:
Maiglöckchen bevorzugen doch Halbschatten. Eine Wucherrichtung geht ohne jeglichen Schatten gen Süden, im Sommer gibt es dort gleißende Mittagssonne. Wie hoch schätzt ihr die Wuchergefahr ein?
Mufflon

Re:Mulchen zur Beseitigung von Maiglöckchen

Mufflon » Antwort #48 am:

Danke Knorbs, ja, den Zeitrahmen muss ich mir wohl so setzen- bin ja noch jung ;).Marion- mein Rosenbeet bekommt im Sommer 4 Std vormittags und 5 Stunden nachmittags Sonne...
Marion

Re:Mulchen zur Beseitigung von Maiglöckchen

Marion » Antwort #49 am:

Marion- mein Rosenbeet bekommt im Sommer 4 Std vormittags und 5 Stunden nachmittags Sonne...
Ibah! >:( So in etwa verhält es sich bei mir auch. Ebenfalls im Rosenbeet. Bei der Wucherrichtung gen Süden und gen Rosen kommt hinzu: Der Ursprungsherd der Maiglöckchen lag einst im betonartig festen Wurzelfilz von Flieder und Thuja. Die Grenze dieses Filzes haben sie dieses Jahr überwunden, fortan wird es schön locker, sandig-humos. Das gibt dann wohl die "freie Fahrt für freie Bürger". >:( ;D
knorbs
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Re:Mulchen zur Beseitigung von Maiglöckchen

knorbs » Antwort #50 am:

...bin ja noch jung ;).
das reicht nicht...du musst auch willig sein...im bezug auf die maiglöckchen ;D ..und hartnäckiger als deren lebensdrang 8)
sapere aude
Mufflon

Re:Mulchen zur Beseitigung von Maiglöckchen

Mufflon » Antwort #51 am:

*grins* mal schauen, wer den längeren Atem hat.
Querkopf
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Re:Mulchen zur Beseitigung von Maiglöckchen

Querkopf » Antwort #52 am:

Hallo, Knorbs,
...bin ja noch jung ;).
das reicht nicht...du musst auch willig sein...im bezug auf die maiglöckchen ;D ..und hartnäckiger als deren lebensdrang 8)
das trifft den Nagel auf den Daumen ;) - den Satz sollte man sich einrahmen und an die Wand hängen ;D ;D ;D...Schöne GrüßeQuerkopf
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Rosenfee
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Re:Mulchen zur Beseitigung von Maiglöckchen

Rosenfee » Antwort #53 am:

Als wir unseren ersten Kleingarten übernahmen, wuchsen auch ein paar Maiglöckchen in einer Schattenecke. "Wie schön, Maiglöckchen!" Nach 2 Jahren waren es 6 qm... Wir haben ein Jahr lang schwarze Teichfolie rübergelegt (es standen dort noch keine Stauden), danach waren sie tatsächlich ausgerottet. So schön wie ich die Blumen finde, ich liebe besonders den Duft, aber in unserem Garten möchte ich sie nicht mehr haben.
LG Rosenfee
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Guda
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Re:Mulchen zur Beseitigung von Maiglöckchen

Guda » Antwort #54 am:

Wie schön , Maiglöckchen, ja wer denkt es nicht- vor seinen Erfahrungen. Und wir haben ähnliche wie Mufflon. Aus Lehmboden bekommt man sie nicht mehr heraus. Mit Ordnungsfanatismus hat es nichts zu tun, sie unterwandern alles, sie umgarnen alles, sie erdrücken alles - und lassen sich nicht einmal von Fußtritten beirren. Sonnenscheins Methode ist die einzig praktikable, wenn man sich bei schwerem Boden außer Ärger noch einen kaputten Rücken einhandeln möchte.
mit rupfen meinte ich schon, dass möglichst was vom rhizom dranbleibt. wenn die pflanze aber mangels blattmasse nicht mehr photosynthese betreiben kann, kann sie auch keine energie erzeugen + muss von der substanz leben...ergo sie verhungert mit der zeit. mann muss aber hinter her sein. sobald so ein blatt photosynthese betreiben kann, versorgt sie die ganze rhizomunterwelt damit. den begriff "zeit" legen maiglöckchen allerdings eetwas anders aus als der gärtner. ansonsten...wer sie halten will soll damit leben...mit allen konsequenzen
«Zu Knorbs Erläuterung noch eine Ergänzung. Sinn dieser Aktion ist ja die wirklich schnellstmögliche Erschöpfung und Aufgabe der Pflanzen. Die totale Aufgabe wird gefördert, wenn man die Maiglöckchen rupft, wie Knorbs beschrieben hat, dann düngt, ordentlich powert, abdeckt. Durch den Dünger werden die Pflanzen angeregt, schnell wieder auszutreiben, was ihnen entweder wegen der Zeitung/ Pappe nicht gelingt oder aber nicht bekommt, weil auch kleinste Zipfelchen sofort wieder ausgerissen werden. Es darf natürlich nur einmal gedüngt werden, dann könnte man in knapp zwei Jahren die Maiglöckchen los sein. Ich bin gerade dabei, einen Bruchteil der noch nicht behandelten Pflanzen unter einer Eibe anzusiedeln. Ich mag sie auch. So invasiv wie sie sich aber ausbreiten, verdrängen sie jedoch nicht nur Unkraut sondern an ihrem Platz leider auch Azaleen, Hosta, Hortensien - ja eben alles.
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Nina
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Re:Mulchen zur Beseitigung von Maiglöckchen

Nina » Antwort #55 am:

Ich hoffe ich habe dann da keinen Fehler gemacht... ::)Wie man sieht, da wächst sonst nichts. Hier das ausgestochene Quadrat. Die stehen da wie eine kleine Armee. ;)
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Re:Mulchen zur Beseitigung von Maiglöckchen

martina 2 » Antwort #56 am:

So etwas möchte ich auch, hätte einen Erdkellerhügel im Halbschatten ::) Voriges Jahr hab ich mir ein paar im Topf gekauft, nachdem die Wilden nicht angewachsen waren. Die wachsen bei uns auf einem steinigen Rain ohne jeglichen Schatten, es ist fast unmöglich, Rhizome herauszubekommen. Früher gab es angeblich viele Standorte, die sind alle irgendwelchen Nutzflächen zum Opfer gefallen.
Schöne Grüße aus Wien!
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Blaumeise
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Re:Mulchen zur Beseitigung von Maiglöckchen

Blaumeise » Antwort #57 am:

Ich hoffe ich habe dann da keinen Fehler gemacht... ::)
Hallo, Nina,bei mir sieht es genauso aus - letztes Jahr habe ich diesen Fehler (?) gemacht, unter unserer Tanne. Ich bin anscheinend der Dödel vom Dienst (hatte auch zuvor noch nie einen Garten) und habe ausserdem auch noch Waldmeister (dieses Jahr) und Traubenhyazinthen (letztes Jahr) gesetzt. Die Traubenhyazinthen blühen unter einem Schneeball sooo schön - aber meine Schwiegermutter meinte gleich "Du wirst es noch verfluchen, das Unkraut". Wer hört schon auf Schwiegermütter? Und jetzt soll alles wieder raus??? Und jetzt habe ich auch noch diese Riesenramblerrose (PHM) - ich werde noch neurotisch ;)
Viele Grüße aus der Voreifel sendet Blaumeise
cornishsnow
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Re:Mulchen zur Beseitigung von Maiglöckchen

cornishsnow » Antwort #58 am:

Ich hoffe ich habe dann da keinen Fehler gemacht... ::)Wie man sieht, da wächst sonst nichts. Hier das ausgestochene Quadrat. Die stehen da wie eine kleine Armee. ;)
Wenn ich es richtig sehe, gibt es schon ein paar Deserteure! 8)LG., Oliver
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Re:Mulchen zur Beseitigung von Maiglöckchen

Nina » Antwort #59 am:

Die Deserteure waren schon vorher da - aber nur gaanz vereinzelt... ud da gibt es noch einen grandiosen panaschierten Ausreißer! Bild folgt. :)
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