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Giftpflanzen - Selbstversuch…. (Gelesen 513 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, cydorian, partisanengärtner, AndreasR
- thuja thujon
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Re: Giftpflanzen - Selbstversuch….
Katzenkacke würde ich nicht als chemische Gefahr einstufen, sondern fällt für mich unter die Biostoffverordnung. Auch Biologische Stoffe können Gefahren beherbergen, siehe zB Covid-19, ein recht bekanntes Beispiel. Biologische Gefahren werden gerne verharmlost, oft unbegründet.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
- IrisLost
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Re: Giftpflanzen - Selbstversuch….
Man kann die Welt nicht nach den Kindern ausrichten sondern muß die Kinder fit für die vorhandene Welt/Umgebung machen. Dazu gehört immer schon, ihnen von klein auf beizubringen, nicht alles in den Mund zu stecken. Ja, das ist oft etwas anstrengend und erfordert Konsequenz, jetzt genauso wie vor 30, 40 Jahren als unsere Kinder klein waren.
Meine Giftpflanzen waren übrigens die Rettung für den Garten: Eltern, die ihre kleineren oder auch größeren Kinder gerne mal woanders toben lassen wollten, haben davon Abstand genommen als ich ihnen erzählte, was hier so alles wuchs/wächst. Die betreffenden anderen Gärten waren schon ziemlich zerstört und langweilig, hier hätte es noch was zum Zerstören gegeben.
Meine Pflanzen haben überlebt weil hier gaaaanz giftiges Zeug nicht entfernt wurde/wird und einige besonders "willensstarke" Kinder hier nicht ihren spontanen Einfällen folgen konnten. Das ist uns durch besagte Giftpflanzen erspart geblieben
Außerdem gab es Regeln (etwas, mit dem einige Eltern und ihre Kinder schon früher Probleme hatten), die beachtet wurden. Wer dagegen verstieß, wurde erstmal verwarnt, mußte nach dem zweiten Zwischenfall im Haus weiter spielen oder bekam, im Extremfall, zeitweise Gartenverbot: Ein Junge, der in meiner Abwesenheit alle unreifen Früchte des damals noch kleinen Apfelbaums mitsamt einiger Äste abgeschlagen hatte, z. B. mal einen ganzen Monat lang.
Eine Mutter, die beim Offenen Garten ihrem ca. 8-jährigen Sohn friedlich lächelnd dabei zuschaute, wie er aufgebundene Korn- und Glockenblume ab- und ausriß, wurde mitsamt Kind ganz rausgeworfen.
Heutzutage scheint sich das mit dem Konzept der "Erziehung nach Lust und Laune (der Kinder)" ja nicht verbessert zu haben
Unsere sind jedenfalls unbeschadet mit Eisenhut, Eibe, Fingerhut und (im Haus) Dieffenbachia aufgewachsen und haben nur Erlaubtes gepflückt/gegessen. Es ist sehr beruhigend, sich auch später und woanders darauf verlassen zu können
Übrigens ist Digitalislaub nur mit allergrößter Willenskraft und nur in winzigsten Stückchen schluckbar, dasselbe gilt u. a. für Eibenspitzen. Aconitum ist etwas gefährlicher denn das Laub hinterläßt nur ein (Zitat) "etwas taubes Gefühl auf der Zunge". - Eine Freundin hatte das mal aus Versehen getestet, war aber rechtzeitig zum Magenauspumpen im Krankenhaus, wo man die Sache erst durch mein vorab telefonisches Insistieren ernst nahm. Dann aber richtig: Als wir eintrafen wartete schon eine ganze Gruppe von Ärzten: Von "sowas" hatten sie noch nie gehört (wenn die gewußt hätten...)
Meine Giftpflanzen waren übrigens die Rettung für den Garten: Eltern, die ihre kleineren oder auch größeren Kinder gerne mal woanders toben lassen wollten, haben davon Abstand genommen als ich ihnen erzählte, was hier so alles wuchs/wächst. Die betreffenden anderen Gärten waren schon ziemlich zerstört und langweilig, hier hätte es noch was zum Zerstören gegeben.
Meine Pflanzen haben überlebt weil hier gaaaanz giftiges Zeug nicht entfernt wurde/wird und einige besonders "willensstarke" Kinder hier nicht ihren spontanen Einfällen folgen konnten. Das ist uns durch besagte Giftpflanzen erspart geblieben
Außerdem gab es Regeln (etwas, mit dem einige Eltern und ihre Kinder schon früher Probleme hatten), die beachtet wurden. Wer dagegen verstieß, wurde erstmal verwarnt, mußte nach dem zweiten Zwischenfall im Haus weiter spielen oder bekam, im Extremfall, zeitweise Gartenverbot: Ein Junge, der in meiner Abwesenheit alle unreifen Früchte des damals noch kleinen Apfelbaums mitsamt einiger Äste abgeschlagen hatte, z. B. mal einen ganzen Monat lang.
Eine Mutter, die beim Offenen Garten ihrem ca. 8-jährigen Sohn friedlich lächelnd dabei zuschaute, wie er aufgebundene Korn- und Glockenblume ab- und ausriß, wurde mitsamt Kind ganz rausgeworfen.
Heutzutage scheint sich das mit dem Konzept der "Erziehung nach Lust und Laune (der Kinder)" ja nicht verbessert zu haben
Unsere sind jedenfalls unbeschadet mit Eisenhut, Eibe, Fingerhut und (im Haus) Dieffenbachia aufgewachsen und haben nur Erlaubtes gepflückt/gegessen. Es ist sehr beruhigend, sich auch später und woanders darauf verlassen zu können
Übrigens ist Digitalislaub nur mit allergrößter Willenskraft und nur in winzigsten Stückchen schluckbar, dasselbe gilt u. a. für Eibenspitzen. Aconitum ist etwas gefährlicher denn das Laub hinterläßt nur ein (Zitat) "etwas taubes Gefühl auf der Zunge". - Eine Freundin hatte das mal aus Versehen getestet, war aber rechtzeitig zum Magenauspumpen im Krankenhaus, wo man die Sache erst durch mein vorab telefonisches Insistieren ernst nahm. Dann aber richtig: Als wir eintrafen wartete schon eine ganze Gruppe von Ärzten: Von "sowas" hatten sie noch nie gehört (wenn die gewußt hätten...)
- hobab
- Beiträge: 5059
- Registriert: 20. Apr 2008, 17:05
- Wohnort: Berlin
- Bodenart: Sand
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re: Giftpflanzen - Selbstversuch….
Da gehe ich sowas von mit! Wir haben als Kinder völlig unbeaufsichtigt in Wald und Wiese gespielt und sicher da auch einiges giftiges mal in den Mund gesteckt, ohne das je einer auch nur ne
Magenverstimmung hatte. Die dafür nötige Mengen stopft doch kein Kind rein, bei Sachen die meist nicht grade nach Haribo schmecken - ist ja oft schon schwer genug mal klassisches Obst da reinzukriegen….
Und Biohazards: Fuchsbandwurm wird am häufigsten beim Fellausshütteln des Wauwaus übertragen und nur ganz selten über Nahrungsaufnahme: also erst Autos, Medikamente und Waschmittel verbieten, dann Hunde und erst dann Gärten. Ach ja: Zucker und Alkohol, Rauchen und Testosteron und natürlich Männer - die sind total ungesund!
Magenverstimmung hatte. Die dafür nötige Mengen stopft doch kein Kind rein, bei Sachen die meist nicht grade nach Haribo schmecken - ist ja oft schon schwer genug mal klassisches Obst da reinzukriegen….
Und Biohazards: Fuchsbandwurm wird am häufigsten beim Fellausshütteln des Wauwaus übertragen und nur ganz selten über Nahrungsaufnahme: also erst Autos, Medikamente und Waschmittel verbieten, dann Hunde und erst dann Gärten. Ach ja: Zucker und Alkohol, Rauchen und Testosteron und natürlich Männer - die sind total ungesund!
Berlin, 7b, Sand