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Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps? (Gelesen 3246 mal)
Moderator: Nina
- Kürbisprinzessin
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Ja, da hast du Recht! Wenn mal ein Haus verkauft wird, dann (zu oft) an kinderlose Paare, die den hohen Preis aufbringen können.
Ich habe bei uns in der Gegend das Gefühl, dass einfach die guten Grundstücke schon vor 20 Jahren verkauft wurden.
Und was nun noch für junge Familien übrig ist, das liegt dann total blöd (entlang der Bahnstrecke, wirklich weit draußen ohne ÖPNV) und ist trotzdem noch wirklich teuer.
Während gleichzeitig alleinstehende Leute wirklich bis zum Tod/Pflegeheim in ihren großen Häusern wohnen bleiben (ganz konkret: mein Vater wohnt unterdessen alleine in dem Haus, in dem wir früher als Familie gewohnt haben - total sinnlos).
Ich habe bei uns in der Gegend das Gefühl, dass einfach die guten Grundstücke schon vor 20 Jahren verkauft wurden.
Und was nun noch für junge Familien übrig ist, das liegt dann total blöd (entlang der Bahnstrecke, wirklich weit draußen ohne ÖPNV) und ist trotzdem noch wirklich teuer.
Während gleichzeitig alleinstehende Leute wirklich bis zum Tod/Pflegeheim in ihren großen Häusern wohnen bleiben (ganz konkret: mein Vater wohnt unterdessen alleine in dem Haus, in dem wir früher als Familie gewohnt haben - total sinnlos).
- riegelrot
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Findet er das sinnlos? Ich würde auch lieber alleine in meinem grossen Haus wohnen bleiben so lange es geht, als in so einer Verwahranstalt für Alten in einem kleinem Zimmer, für das ich auch noch mind. monatl. 6.000 EUR berappen muss. Da liegt ein grosses Problem.
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- Gartenlady
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Genau, das Haus ist die Heimat, erst mal etwas kleineres finden, möglicherweise renovieren und dann den Umzug stemmen, das ist zu viel verlangt für alte Leute, die sich da, wo sie gerade wohnen, wohl fühlen.
Das gilt für alle oder fast alle Betroffenen, die die junge Generation lieber auf Wolke 8 sehen würde.
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- Kürbisprinzessin
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Naja, er ist Ende 60 - also noch jung genugriegelrot hat geschrieben: ↑15. Aug 2026, 11:31 Findet er das sinnlos? Ich würde auch lieber alleine in meinem grossen Haus wohnen bleiben so lange es geht, als in so einer Verwahranstalt für Alten in einem kleinem Zimmer, für das ich auch noch mind. monatl. 6.000 EUR berappen muss. Da liegt ein grosses Problem.
Er wohnt halt alleinstehend in einem Einfamilienhaus in einem Vorort einer Großstadt. In einer Wohnlage, die unterdessen unbezahlbar für junge Familien ist (und nein, ich möchte da nicht hinziehen).
Der Garten interessiert ihn nicht, mit den Nachbarn hat er sich verstritten (also zählt auch das soziale Argument irgendwie nicht).
Es ist de facto eine "Schlafstadt" - zum Arbeiten fährt man in die nahe Großstadt. ÖPNV ist schwierig.
Supermarkt und Ärzte sind nur mit dem Auto erreichbar (oder halt 15-20 Minuten Radfahren - muss man im Alter halt auch können). Autofahren bis ins Alter ist auch nichts, wovon man selbstverständlich ausgehen kann.
Er argumentiert halt, dass er sich "ganz toll aufs Alter vorbereitet hat" mit Alarmanlage usw (Einbrüche bei Alleinstehenden sind natürlich ein Problem).
Praktisch finde ich für Ältere eigentlich eine Wohnung im Mehrfamilienhaus besser, wo man Kontakt zu Nachbarn hat (und eben die Nachbarn das mitkriegen, falls man gestürzt in der Wohnung liegt). Mit fußläufigen Ärzten und Supermarkt.
Aber ich wohne auch aus Überzeugung in der Stadt und wir haben uns gegen ein Haus entschieden, also kann ich vielleicht auch nicht so recht mitreden.
Ich denk halt immer, dass eine Wohnung im Alter eigentlich eine gute Option ist.
- Hyla
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
In eine Mietwohnung würde ich nur sehr ungern wieder einziehen wollen.
Fast vierzig Jahre zusammen mit diversen Bekloppten in einem Haus und einer Straße hat mir gereicht.
Hier mache ich die Tür zu und höre fast niemand mehr.
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Liebe Grüße!
Wenn du denkst, es geht nicht mehr,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.
Bodenart: Übergangsboden Mittlerer Gley-Podsol
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- Kürbisprinzessin
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Also mit diversen Bekloppten würde ich auch nicht in einem Haus wohnen wollen 
- monili
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Liebes grünohr, bezüglich Hausverkauf kann ich leider gar keine Tipps beitragen. Aber mir gefällt nicht, in welche Richtung sich das Thema hier gerade entwickelt
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Ihr habt Euch mit um die 50 vor ein paar Jahren ein riesiges Projekt vorgenommen – Hut ab! Wann, wenn nicht in diesem Alter, soll man sowas denn sonst machen? Davor ist man meist mit Kindererziehung, Job und Existenzsicherung komplett ausgelastet.
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Es stimmt, Erkrankungen und Schicksalsschläge können einen zurückwerfen oder auch einen Lebensentwurf in Frage stellen. Aber das kann Jüngeren auch passieren.
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Vielleicht könnt Ihr Euch in Sachen Haussanierung ein bisschen Hilfe holen? Und Euch nicht dauernd das fertige Bild vor Augen halten und daran messen. Sondern ganz langsam tun, Stück für Stück auf dem Weg weitergehen, den Ihr eingeschlagen habt.
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Möglicherweise habt Ihr Euch tatsächlich ein bisschen übernommen. Na und? Zurückstecken kann man immer noch. Schlimmer wäre doch, eines Tages aufzuwachen und festzustellen, dass man nichts mehr zu tun hat.

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Ihr habt Euch mit um die 50 vor ein paar Jahren ein riesiges Projekt vorgenommen – Hut ab! Wann, wenn nicht in diesem Alter, soll man sowas denn sonst machen? Davor ist man meist mit Kindererziehung, Job und Existenzsicherung komplett ausgelastet.
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Es stimmt, Erkrankungen und Schicksalsschläge können einen zurückwerfen oder auch einen Lebensentwurf in Frage stellen. Aber das kann Jüngeren auch passieren.
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Vielleicht könnt Ihr Euch in Sachen Haussanierung ein bisschen Hilfe holen? Und Euch nicht dauernd das fertige Bild vor Augen halten und daran messen. Sondern ganz langsam tun, Stück für Stück auf dem Weg weitergehen, den Ihr eingeschlagen habt.
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Möglicherweise habt Ihr Euch tatsächlich ein bisschen übernommen. Na und? Zurückstecken kann man immer noch. Schlimmer wäre doch, eines Tages aufzuwachen und festzustellen, dass man nichts mehr zu tun hat.
- martina 2
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Das Schwierige an einer solchen Situation ist wahrscheinlich die Diskrepanz zwischen Vernunft und Bauchgefühl - für mich wäre letzteres entscheidend. Bei uns war alles ganz anders, wir waren in unseren Zwanzigern, als wir uns in das alte Haus und den Ort verliebt hatten. Es war ein Glücksfall, wir sind einfach in eine Gegend losgefahren, die wir besonders mochten, und haben auf der Straße gefragt, ob etwas zu verkaufen wäre. Es war das erste Haus, das wir in Augenschein nahmen, danach kam nichts mehr infrage - daß es nicht einmal Strom gab, störte uns ebenso wenig wie manches andere, das aufzulisten den Rahmen sprengen würde - der Preis mit großem Grundstück war für heutige Verhältnisse sehr sehr günstig, sonst hätten wir uns nicht drauf einlassen können.
Es waren sehr andere Zeiten, wir haben sieben wunderbare Jahre ohne Strom gelebt, immer volles Haus mit Freunden und Familie, am großen Holzherd gekocht und die Kinder in der großen Küche in einem Zuber gebadet. Mit dem Älterwerden zog dann nach und nach bescheidener Komfort ein, immer an die Gegebenheiten angepaßt, es wurde der Dachboden ausgebaut und Raum geschaffen. Der Garten wurde erst mit der Zeit wichtiger... Rückblickend fällt mir auf, daß wir nie große Pläne gemacht hatten, nach und nach wurde es geräumiger und komfortabler. Das war vermutlich nur möglich, weil wir wenig Ambitionen hatten, anderswohin zu fahren, Geld und Energie wurden sozusagen hier gebündelt, über einen Zeitraum von Jahrzehnten.
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Eigentlich wollte ich hier nichts dazuschreiben, weil unsere Situation tatsächlich eine vollkommen andere war und ist, aber, um auf meinen Eingangssatz einzugehen: Allein die Vorstellung, das Haus zu verkaufen, löst bei mir einen schwer zu beschreibenden Schmerz aus. Und natürlich hatten auch wir nicht nur glückliche Zeiten, da waren Ehekrisen und Krankheiten, aber immer war das Haus da, dieser Ort, an dem so vieles unwesentlich zu werden scheint und der - gemeinsame - Erinnerungen an ein langes Leben gespeichert hat. Das klingt nun doch wie ein Plädoyer für einen gemeinsamen Neuanfang - aber, wie schon gesagt, grünohr: Überstürze nichts und hör sehr genau auf deine Gefühl...
Es waren sehr andere Zeiten, wir haben sieben wunderbare Jahre ohne Strom gelebt, immer volles Haus mit Freunden und Familie, am großen Holzherd gekocht und die Kinder in der großen Küche in einem Zuber gebadet. Mit dem Älterwerden zog dann nach und nach bescheidener Komfort ein, immer an die Gegebenheiten angepaßt, es wurde der Dachboden ausgebaut und Raum geschaffen. Der Garten wurde erst mit der Zeit wichtiger... Rückblickend fällt mir auf, daß wir nie große Pläne gemacht hatten, nach und nach wurde es geräumiger und komfortabler. Das war vermutlich nur möglich, weil wir wenig Ambitionen hatten, anderswohin zu fahren, Geld und Energie wurden sozusagen hier gebündelt, über einen Zeitraum von Jahrzehnten.
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Eigentlich wollte ich hier nichts dazuschreiben, weil unsere Situation tatsächlich eine vollkommen andere war und ist, aber, um auf meinen Eingangssatz einzugehen: Allein die Vorstellung, das Haus zu verkaufen, löst bei mir einen schwer zu beschreibenden Schmerz aus. Und natürlich hatten auch wir nicht nur glückliche Zeiten, da waren Ehekrisen und Krankheiten, aber immer war das Haus da, dieser Ort, an dem so vieles unwesentlich zu werden scheint und der - gemeinsame - Erinnerungen an ein langes Leben gespeichert hat. Das klingt nun doch wie ein Plädoyer für einen gemeinsamen Neuanfang - aber, wie schon gesagt, grünohr: Überstürze nichts und hör sehr genau auf deine Gefühl...
Schöne Grüße aus Wien!
Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Liebe Menschen, ja, das war der Hauptgrund. Ein weiterer, dass ich soviel antworten wollte und recht überwältigt war von Eueren Offenheit, Geschichten und dem Wohlwollen, dass mir da entgegenkam / kommt! Das ist ja während des letzten Jahrzehnts immer mehr verloren gegangen (vielleicht auch schon länger?)... Oder liegt es daran, dass das das Jahrzehnt war, das mir wirklich viele seelische Knochen gebrochen hat? Kann auch sein. Es tut gut zu erfahren, dass ich nicht alleine bin, mit schwierigen Entscheidungen und den diversen Folgen, die es da so gibt. Ich werd jetzt einfach auf einzelne Nachrichten antworten und bedanke mich nochmal ganz, ganz herzlich für Euere Posts und die Anteilnahme!Miss.Willmott hat geschrieben: ↑14. Aug 2026, 20:52 Grünohr schrieb, dass sie am 12. August Geburtstag hat. Alles Liebe und Gute, Grünohr!
Wahrscheinlich hat sie deswegen viel um die Ohren, hatte und hat noch Besuch, der ihr vielleicht auch Ratschläge gab und noch gibt. Lasst ihr Zeit!
Grünohr, viele von uns haben Ähnliches durchlebt! Bleib ganz bei dir und überstürze nichts. Aber ein Kontakt zu einem seriösen Makler könnte schon einmal nicht schaden. Dann weißt du, wie er die Lage einschätzt, kannst bessere Entscheidungen treffen.
Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
ich bin halb in einer Dauerbaustelle aufgewachsen, meine Eltern kauften 1980 ein altes Bauernhaus im Fichtelgebirge und jedes Wochenende und in allen Ferien waren wir da. Ich glaub, ich halte "die Zustände" jetzt schon so lange aus, weil ich eigentlich da nur positive Assoziationen habe oder zumindest hatte. zb. Die ersten Jahre ohne richtige Heizung bzw. wg. fehlender Dämmung haben mir regelmäßig 14 Grad im Haus nicht viel ausgemacht. Und ich kann schon auch das Abenteuer in diesem Lebensentwurf sehen. Konnte. Das heißt, dass ich das was Du schreibst, bis zu einem gewissen Grad echt gut kenne - aber mir fehlen jetzt (als Erwachsene) entscheidende Teile, um die Situation gut umwandeln zu können:martina 2 hat geschrieben: ↑15. Aug 2026, 16:16 Es waren sehr andere Zeiten, wir haben sieben wunderbare Jahre ohne Strom gelebt, immer volles Haus mit Freunden und Familie, am großen Holzherd gekocht und die Kinder in der großen Küche in einem Zuber gebadet. Mit dem Älterwerden zog dann nach und nach bescheidener Komfort ein, immer an die Gegebenheiten angepaßt, es wurde der Dachboden ausgebaut und Raum geschaffen. Der Garten wurde erst mit der Zeit wichtiger... Rückblickend fällt mir auf, daß wir nie große Pläne gemacht hatten, nach und nach wurde es geräumiger und komfortabler. Das war vermutlich nur möglich, weil wir wenig Ambitionen hatten, anderswohin zu fahren, Geld und Energie wurden sozusagen hier gebündelt, über einen Zeitraum von Jahrzehnten.
Ein großer Teil ist, dass ich mich für die Situation schäme. Ich schäme mich, wenn Besuch kommt. Weil es unmöglich ist, die Baustelle so richtig sauber halten zu können. Weil viele der Provisorien total seltsam sind, wir haben uns schon dran gewöhnt, aber WENN dann mal jemand kommt, dann sehe ich, wie geschockt die Leute sind. Bis auf die, die das auch schon so erlebt haben, aber da kenne ich kaum jemanden. Und von denen ist es dann nur ein kleiner Teil, die das so lange hatten.
Ich habe (biografisch bedingt) große Ängste davor, meine Heimat zu verlieren.
Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Ich hoffe das auch immer, dann reiße ich mich wieder zusammen und ein paar Wochen geht es wieder. Aber die Abstände werden immer kürzer...Apfelbaeuerin hat geschrieben: ↑10. Aug 2026, 18:10Dasselbe wünsch ich dir auch von ganzem Herzen, grünohrIch hab ja noch die leise Hoffnung, dass es sich nur um einen "Durchhänger" handelt (was bei einem solchen Mammutprojekt ganz normal und mehr als verständlich wäre!) und sowohl Beziehung als auch Traum-Anwesen doch noch gerettet werden können *daunendrück*
Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Die vielen Tipps rund um den Verkauf sind sehr gut! Danke dafür, an alle!mavi hat geschrieben: ↑10. Aug 2026, 19:17 Grünohr, auch ich wünsche dir/euch alles Gute für das, was vor euch liegt. Es gab schon viele hilfreiche Ratschläge, sucht euch die passenden aus!
Hier hat in ländlicher Umgebung eine Bekannte vor zwei Jahren ein größeren ehemaligen landwirtschaftlichen Hof erfolgreich verkauft. Es gab mehrere jüngere Paare, die das Anwesen gerne gekauft hätten (-> das wird auch in eurer Gegend so sein). Es gab klaren Renovierungsbedarf und auch viel Arbeit in den Außenbereichen. Sie hat dann aber am Ende einen akzeptablen Preis bekommen. Mit Makler, weil sie sich alleine mit dem Verkauf überfordert fühlte. Es hat jedoch gedauert, bis die richtigen Leute gefunden wurden. Sie ist froh, dass sie es so gemacht hat.
Andere Bekannte wollten vor vielen Jahren ihr Haus in Stadtrandlage verkaufen, weil sie selbst einen alten Hof auf einem Dorf erworben hatten. Niemand hätte gedacht, dass sie es für den von ihnen veranschlagten Preis loswerden würden, er kam auch mir viel zu hoch vor für hiesige Verhältnisse. Aber sie blieben dabei und irgendwann, nach ca. 6 oder 8 Monaten kam jemand aus Frankfurt, dem der Preis mehr als günstig erschien. Alles eine Frage der Perspektive, scheint mir.
Womit ich sagen will: wenn man nicht in kürzester Zeit alles verkaufen will oder muss, klappt es oft besser, einen passenden Käufer zu finden. Und Makler können hilfreich sein, wie hier ja auch schon beschrieben wurde.
Mein Mann muss dann aber mitziehen, alleine schaffe ich es nicht und der will sich nicht trennen. Er geht mit der Situation ganz anders um, liegt sicher auch daran, dass er ja theoretisch alles machen kann und ich nicht. Somit sitzt er am längeren Hebel. Ich müsste einfach heimlich eine Wohnung suchen, Umzugsunternehmen engagieren, ausziehen. Aber das kann ich mir nicht leisten....
Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Da musste ich schon heulen, als ich das das erste Mal gelesen hab und jetzt wieder. Ich dank Dir!Nox hat geschrieben: ↑10. Aug 2026, 19:42 Das sind alles so wertvolle Tipps, ich möchte nur noch eine Kleinigkeit hinzufügen und hoffe, sie macht Dir Mut:
Ich war 58, als ich mein Haus mit grossem Garten gekauft habe. Frau und ohne Mann. Hat trotzdem geklappt, dank Hilfe von guten Mitarbeitern und, wo nötig (Elektro, Küche, Bäder), auch Profis.
Nimm Dir die Zeit, einen guten Käufer zu finden, Du kannst nochmal durchstarten !
Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Oh Mann, was für eine Geschichte! Hinterher ist man ja immer schlauer, bzw. kann das so "einfach berichten", aber wenn man drinsteckt....monili hat geschrieben: ↑11. Aug 2026, 16:11 Liebes Grünohr,
das klingt ja wirklich als wärst Du im Moment recht verzweifelt.
Aber auch danach, als ob Du Dir noch nicht im Klarem bist wie Du mit der Situation umgehen sollst.
Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht wie Du und möchte Dir daher von meinem Haus-Drama erzählen.
Mein Vater wollte uns das Erbe schon zu Lebzeiten geben.
Das hat für ihn natürlich bedeutet, dass er mitreden darf was wir mit dem Erbe machen.
Für mich war schon immer klar - ein Haus mit Garten muss es sein!
In einem waren mein Vater und ich uns jedoch nicht einig: er meinte, es muss unbedingt in bester Lage sein, da man die Bausubstanz nachbessern kann, die Lage jedoch nicht.
Ich wäre lieber weiter hinaus gezogen da Erbe sowie zusätzlich meine Ersparnisse und ein Kredit für die beste Lage einfach nicht ausreichend waren.
Bei jeder Besichtigung ein bißchen weiter draussen war mein Vater dagegen.
So wurde es nach 5 1/2 Jahren Suche ein Frustkauf. Ein schlechter Kompromiss.
Eine Bruchbude in bester Lage mit dem Vorhaben die Bruchbude zu sanieren.
Das war im Jahr 2013.
Ich habe alles, was ich konnte selbst gemacht.
Das heißt natürlich, die wesentlichen Sanierungen habe ich nicht gemacht, denn dazu fehlen mir die handwerlichen Kenntnisse.
Das Sanieren durch Firmen habe ich immer rausgeschoben; zum einem weil ich davor Angst hatte - wenn man in einem Bauberuf arbeitet weiß man ja wie schnell man von einer Firma über den Tisch gezogen wird.
Zum anderem habe ich auch kein ansprechendes Angebot von den Firmen bekommen.
Über die Jahre waren alle meine Hobbies und fast alle Freunde weg, weil ich nur noch in Haus und Garten gewerkelt habe.
Mir dämmerte immer mehr, dass das Haus eine absolute Fehlentscheidung war. Alles gepfuscht. Ich kam zu dem Schluss, wenn ich denn irgendwann einmal fertig bin mit dem Sanieren kann ich an einem anderen Eck gleich wieder anfangen.
Irgendwann bin ich dann zu der Ansicht gekommen, dass ich besser das Haus verkaufe und mir ein anderes Haus stattdessen kaufe.
Dass ich keine Firma mit der Sanierung beauftragt hatte und viel selbst gemacht habe war mein Riesen-Glück. Zudem habe ich noch sehr sparsam gelebt so dass ich mit den Ersparnissen meinen Kredit schon beinahe zur Gänze auszahlen konnte.
Ich habe mich daher wieder auf die Suche nach einem Haus gemacht. Diesmal hat es nur 1 1/2 Jahre gedauert bis ich fündig war.
Mein Glück war auch, dass mir das Haus suchen riesen-Spass gemacht hatte und mittlerweisle schon alle Maklertricks kannte.
Mein neues Haus ist nun in derselben Straße wie das alte Haus. Beste Lage also, und im Top-Zustand.
Ich habe bevor ich das neue Haus gefunden habe mit der Bank wegen der Möglichkeiten geredet. Sie haben mir eine Lösung mit Kredit plus Zwischenfinanzierung angeboten.
Das heißt, ich habe das neue Haus gekauft und das alte aber noch nicht verkauft gehabt - irgendwo musste ich ja wohnen.
Mit dem Umzug ins neue Haus wurde das alte Haus inseriert. In dem Moment besass ich also 2 Häuser.
Und da ich ja das Geld aus dem Verkauf des alten Hauses zur Finanzierung des neuen Hauses benötigte und das alte Haus noch nicht verkauft war habe ich von der Bank diese Zwischenfinanzierung bekommen.
Die Zwischenfinanzierung lief 2 Jahre. So viel Zeit hatte ich also mein altes Haus zu verkaufen.
Und ich hatte mich mit der Bank geeinigt, dass ich für die Zwischenfinanzierung nur Zinsen zahle, aber noch keine Rückzahlungen, so dass ich finanziell mehr Luft hatte.
Die Rückzahlung der Zwischenfinanzierung würde ich erst machen, wenn ich das alte Haus verkauft hatte.
Ich hatte mächtig Bammel, da ich ja weder wusste, wie viel Geld ich für das alte Haus bekomen würde noch ob es mir gelingen würde es in 2 Jahren zu verkaufen.
Da ich ja jahrelang auf Haussuche war wusste ich, dass es Häuser gibt, die einfach jahrelang keinen Käufer finden.
Doch ich hatte Glück: nach einem Viertel Jahr schon war mein altes Haus verkauft.
Und da die Immobilienpreise in der Zwischenzeit stark gestiegen waren, habe ich sogar einen Batzen Gewinn gemacht; 130.000 Euro.
Zwischenzeit heißt: das alte Haus habe ich 2013 gekauft und 2019 wieder verkauft.
Die 130.000 sowie den gesamten restlichen Erlös aus dem Verkauf des alten Hauses habe ich natürlich zur Gänze in die Abdeckung meiner Zwischenfinanzierung und tlw meines Kredits gesteckt. Nicht eine winzige Kleinigkeit habe ich mir davon gegönnt.
Ja, jetzt lebe ich seit 2019 in meinem neuem Haus.
Für mich war es die beste Entscheidung mein altes Haus zu verkaufen.
Mehr noch: durch diese Bruchbude und dadurch dass ich kaum Geld in die Bruchbude gesteckt habe, sehr sparsam gelebt habe und dass die Immobilienpreise stark gestiegen waren konnte ich mir mein neues Haus überhaupt erst leisten.
Ohne den Kauf und Verkauf der Bruchbude hätte ich mir das Haus nie leisten können.
Seit 2019 habe ich im neuem Haus nun noch sparsamer, ja fast frugal gelebt weil ich meinen Kredit wieder auf dem allerschnellsten Wege abzahlen wollte. Das ist mir letztes Jahr auch gelungen.
Jetzt allerdings kann ich nicht den Bär steppen lassen sondern muss weiter sparsam leben - denn ich brauche ja auch Rücklagen für mein Haus damit ich mir Reparaturen auch in meiner Pension noch leisten kann.
Manchmal denke ich daran, wie es wäre ein drittes mal ein Haus zu kaufen. Mein neues Haus ist zwar im Top-Zustand, aber der Garten überwiegend Steilhang. Viel anfangen kann man damit nicht, mein Ziergarten rund ums Haus ist winzig klein.
Ich hingegen träume jedoch von einem Riesen-Garten.
Aber nie wieder mit Bruchbude drauf.
Eines würde ich Dir noch empfehlen:
Ich würde nicht schauen, dass Du einen Käufer bekommst, der Deinen Garten in Deinem Sinne weiter pflegt. Sowas kann man nie wissen ob es der neue Käufer letztlich wirklich macht.
Übe Dich im Loslassen! Schau lieber nach vorne! Schau, dass Du Dein jetziges Grundstück so gut verkaufen kannst, dass Du Dir ein anderes tolles Grundstück für einen neuen wertvollen Natugarten mit Haus in gutem Zustand drauf leisten kannst.
Da hast Du (und die Natur) letztlich mehr davon.
Es gäbe natürlich auch noch andere Möglichkeiten, zB. mit Deinem jetzigen Haus: hast Du mal an einen Generalunternehmer gedacht, der die offenstehenden Sanierungsarbeiten übernehmen könnte? Vielleicht nicht alles, sondern so dass Dein Mann deutlich weniger Arbeit hätte?
Vielleicht gibt es ja einen, der eine kostengünstige Lösung vorschlägt an Die Du möglicherweise noch gar nicht gedacht hast.
Irgendwie habe ich nämlich dass Gefühl, dass Du Dein Haus gar nicht hergeben möchtest - sondern nur die Sanierungsprobleme die Du damit hast.
LG
monili
Danke fürs Teilen!
Loslassen üben.. Ja. Da hast Du bestimmt Recht damit! Einen Käufer zu suchen, der "was in meinem Sinn macht" ist eigentlich ein totaler Quatsch. Da spricht wohl die "Sunk Cost Fallacy" aus mir, nehme ich an. Ich hab schon soviel Herzblut reingesteckt, da MUSS doch... usw.monili hat geschrieben: ↑11. Aug 2026, 16:11
Eines würde ich Dir noch empfehlen:
Ich würde nicht schauen, dass Du einen Käufer bekommst, der Deinen Garten in Deinem Sinne weiter pflegt. Sowas kann man nie wissen ob es der neue Käufer letztlich wirklich macht.
Übe Dich im Loslassen! Schau lieber nach vorne! Schau, dass Du Dein jetziges Grundstück so gut verkaufen kannst, dass Du Dir ein anderes tolles Grundstück für einen neuen wertvollen Natugarten mit Haus in gutem Zustand drauf leisten kannst.
Da hast Du (und die Natur) letztlich mehr davon.
Es gäbe natürlich auch noch andere Möglichkeiten, zB. mit Deinem jetzigen Haus: hast Du mal an einen Generalunternehmer gedacht, der die offenstehenden Sanierungsarbeiten übernehmen könnte? Vielleicht nicht alles, sondern so dass Dein Mann deutlich weniger Arbeit hätte?
Vielleicht gibt es ja einen, der eine kostengünstige Lösung vorschlägt an Die Du möglicherweise noch gar nicht gedacht hast.
Irgendwie habe ich nämlich dass Gefühl, dass Du Dein Haus gar nicht hergeben möchtest - sondern nur die Sanierungsprobleme die Du damit hast.
LG
monili
Und dein letzter Satz ist genauso richtig. Und selbst die Sanierungsprobleme könnte ich wegstecken, wenn ich das Gefühl hätte, wir wären ein Team...
Hey, mir ist es echt etwas peinlich, dass ich euch als Paar/Sanierungstherapeuten missbrauche!!!