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News: Originelle Formulierungen sind noch nicht originelle Einsichten.  (Ludwig Marcuse)
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20. Juni 2021, 14:35:54
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|30|3|Der Boden - das ist das berückende an meinem Plan - schwebt 15 cm über einer Kies- oder Schotterfläche.  (Zitat aus einem Fachthread bei garten-pur) :D

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Autor Thema: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans  (Gelesen 149231 mal)

Rib-isel

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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
« Antwort #810 am: 19. November 2020, 12:20:22 »

Pfirsiche vertragen Lehmboden i.d.R. sogar schlechter, daher werden sie bei diesen Böden gerne auf Pflaume veredelt.
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Deviant Green

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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
« Antwort #811 am: 06. Februar 2021, 12:39:47 »

Ich habe mir Peressigsäure besorgt 3% Essigsäure, 3% H2O2

Einfach in eine Sprühflasche und besprühen?

Bleicht die Peressigsäure, wenn sie auf das Gewand kommt?
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Deviant Green

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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
« Antwort #812 am: 06. Februar 2021, 12:42:42 »

Und wie ist das nochmal mit dem Zeitpunkt. Ich bin leider nicht regelmäßig am Standort, aber die Temperaturen sind mild bei uns. Kann man die Säure auch zu früh ausbringen oder hält die Wirkung einige Wochen an, die Sporen bilden sich ja im Winter nicht nach, oder?
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cydorian

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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
« Antwort #813 am: 06. Februar 2021, 14:14:35 »

Am Besten direkt nach dem vollständigem Blattfall, Spätherbst. Sporen bilden sich ab Sommer nicht mehr. Man könnte theoretisch auch früher behandeln, aber das wäre für die noch dranhängenden Blätter schlecht.
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Lady Gaga

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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
« Antwort #814 am: 06. Februar 2021, 14:39:00 »

Am Besten direkt nach dem vollständigem Blattfall, Spätherbst. Sporen bilden sich ab Sommer nicht mehr. Man könnte theoretisch auch früher behandeln, aber das wäre für die noch dranhängenden Blätter schlecht.

 ??? Verstehe ich es recht, ihr meint die häufigste Krankheit vom Pfirsich, die übliche Kräuselkrankheit?
Dann verstehe ich nicht, warum man sie im Herbst behandeln soll. Es heisst doch immer, man soll beim Knospenschwellen spritzen, sonst wirkt  nichts.
Auch die LWG erklärt es hier  so.

Es gibt es dazu auch Videos z.B. von der Baumschule Schreiber, wo alles andere als unwirksam erklärt wird.
Hier und hier ab min. 12:43.
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cydorian

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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
« Antwort #815 am: 06. Februar 2021, 14:48:25 »

Steht hier im Thread bereits vielfach. Das sind verschiedene Mittel und verschiedene Wirkmechanismen. Peressigsäure wirkt gegen das Sprossmycel auf dem Holz. Das sitzt dort bereits seit Sommer. Im Spätwinter zerfällt es und die Sprosszellen werden in die Knospen geschwemmt. Für Peressigsäure ists dann zu spät, für andere Mittel jedoch richtig.

Man muss die Biologie des Pilzes betrachten, um die verschiedenen Ansatzpunkte zu verstehen.
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Lady Gaga

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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
« Antwort #816 am: 06. Februar 2021, 15:51:18 »

Aaah! Es gibt also doch eine Erklärung für den anderen Zeitpunkt!  ;D  Danke schön, wieder was gelernt.  :D
Dh. aber, wenn Deviant Green heute seine Peressigsäure angemischt hat, ist es zu spät, jetzt macht es keinen Sinn mehr.
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555Nase

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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
« Antwort #817 am: 06. Februar 2021, 17:34:37 »

Aaah! Es gibt also doch eine Erklärung für den anderen Zeitpunkt!  ;D  Danke schön, wieder was gelernt.  :D
Dh. aber, wenn Deviant Green heute seine Peressigsäure angemischt hat, ist es zu spät, jetzt macht es keinen Sinn mehr.

Steht hier im Thread bereits vielfach. Das sind verschiedene Mittel und verschiedene Wirkmechanismen. Peressigsäure wirkt gegen das Sprossmycel auf dem Holz. Das sitzt dort bereits seit Sommer. Im Spätwinter zerfällt es und die Sprosszellen werden in die Knospen geschwemmt. Für Peressigsäure ists dann zu spät, für andere Mittel jedoch richtig.

Man muss die Biologie des Pilzes betrachten, um die verschiedenen Ansatzpunkte zu verstehen.
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Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx

cydorian

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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
« Antwort #818 am: 06. Februar 2021, 17:36:01 »

Sagen wir mal so: Mangels Zeitmaschine kann man den sicheren Zeitpunkt sowieso nicht mehr erreichen. Wenn man jetzt behandelt, könnte es durchaus zu spät sein, aber da Peressigsäure sowieso sehr problemlos ist, der "Einsatz" also gering, ist es immer noch besser, jetzt statt gar nicht zu behandeln. Die Chance ist noch da, wenn es noch kein Knospenschwellen gab.

Bei uns wärs zu spät. Es war zu lange warm und feucht, genau dieses Wetter bringt die Sprosszellen zu den Knospen. Da wäre jetzt die alte Methode mit dem Kupfermittel besser. Aber das ist ohnehin vorbei, die Kupfermittel sind nach über 150 Jahren schliesslich für Privatleute nicht mehr zugänglich.
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Deviant Green

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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
« Antwort #819 am: 06. Februar 2021, 19:54:59 »

Das ist jetzt mindestens das dritte Jahr in Folge, dass ich den Zeitpunkt verpasse....  >:(

Ich hätte noch Duaxo und Kupfersulfat?
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thuja thujon

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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
« Antwort #820 am: 06. Februar 2021, 20:08:57 »

Duaxo hat nur einen Wirkungsgrad von etwa 20% Befallsreduzierung. Unklar ist, warum es für Kräuselkrankheit überhaupt die Zulassung bekommen hat.
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Lady Gaga

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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
« Antwort #821 am: 06. Februar 2021, 20:28:07 »

Und wie ist Cuproxat? Habe ich in meinem Giftschrank gefunden, ist noch nicht abgelaufen.  ???
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Lady Gaga

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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
« Antwort #822 am: 06. Februar 2021, 20:31:44 »

Das ist jetzt mindestens das dritte Jahr in Folge, dass ich den Zeitpunkt verpasse....  >:(

Ich hätte noch Duaxo und Kupfersulfat?
Angeblich kann man auch noch biologisch was machen. Die Baumschule, die das zeigt, ist seriös.
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
« Antwort #823 am: 06. Februar 2021, 20:42:01 »

Knoblauchzubereitungen sind auch chemisch, biologisch wären Pilze, Viren, Bakterien, Nematoden usw.
Kann man probieren, bei dem derzeitigen Befallsdruck (zumindest im wamem Süden) aber vermutlich zuwenig Wirkungsgrad.

Cuproxat hat keine Zulassung mehr gegen Kräuselkrankheit. Nur noch falscher Mehltau in Wein- und Tafeltrauben.
https://mobil.pflanzenschutz-information.de/Apps/WebObjects/PSInfoMobil.woa/wa/Mda/psm?tbsid=0qMMynnVlMTdPmakU1eb8WFOtaR-F7zZeyOEQvjp0m9t1W7iez4TJ9DgFcTXYeUaCFNqjtrchLZF5R65rxBSuw.eyJzdWIiOiJQU0luZm9Nb2JpbCIsImlzcyI6IlRyZWFzdXJlQm9hdCIsImlhdCI6MTYxMjY0MDE3MiwianRpIjoiVXJFWGFiWldsZGlWU0ZuS2lCOTFMdyJ9.eyJhbGciOiJIUzUxMiJ9&znr=033775-00


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thuja thujon

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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
« Antwort #824 am: 06. Februar 2021, 20:53:51 »

PS: das Rezept, 50g Knobi auf 0,5 Liter Wasser unverdünnt alle 3-4 Tage bzw nach jedem Regen klingt in Videos ganz toll.

Praktisch bedeutet das bei der derzeitigen Wetterlage du kannst für 3 Liter Spritzbrühe mit 300g Knobi alle 1-2 Tage deine Küche zustinken und machst das evtl die nächsten 4 Wochen. Danach kannst du deine Spritze wegschmeißen, den geruch bekommst du nie wieder aus dem Kunsstoff raus.

Du kannst schonmal 5kg Knoblauch fürs erste kaufen, ist dann nicht mehr ganz billig. Frisch ist wichtig, nicht getrocknet.

Zu dem Wirkstoff Allicin:
https://de.wikipedia.org/wiki/Allicin

Immernoch seriös das Video, auch so ganz ohne ein Bild von einem behandelten und unbehandeltem Baum zum Vergleich? Ich meine nicht die Baumschule.
« Letzte Änderung: 06. Februar 2021, 20:55:24 von thuja thujon »
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