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Pflanzloch in durchwurzelter Erde? (Gelesen 12758 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, cydorian, partisanengärtner, AndreasR
Re:Pflanzloch in durchwurzelter Erde?
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”
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Querkopf
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Re:Pflanzloch in durchwurzelter Erde?
(OT):Ooch, wenn man Geduld aufbringt, kann man solche temporären Teiche auch in Zivil bewältigen
. Hier habe ich's mal dokumentiert fürs Umpflanzen eines Philadelphus... Bei uns heißt das übrigens "Nashornwasserlochmethode", seit GG mich bei einer Rosenpflanzaktion mal gefragt hat, ob ich eben diesen Viechern Tränken anbieten wolle
. (Ende OT)
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137
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Re:Pflanzloch in durchwurzelter Erde?
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Re:Pflanzloch in durchwurzelter Erde?
Es gibt scharfe Handsägen eines japanischen Herstellers, mit denen im Wurzelbereich gesägt werden kann. So lassen sich einzelne störende Wurzelabschnitte relativ gut herausnehmen. Noch etwas nacharbeiten mit einem schmalen Spaten, dann hat man in der Regel schon das passende Pflanzloch. So habe ich meine Hecken gesetzt. Ich hatte in etwa das gleiche Problem.
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Re:Pflanzloch in durchwurzelter Erde?
Stimmt - diese Säge ist bei starken Wurzeln genial. Sie hilft leider nicht weiter beim Feinwurzelfilz, den z. B. Birken produzieren; und Birken hat Moira im Eingangspost ja genannt. Dafür sind Erdbohrer, Spitzhacke und vermutlich auch Rodespaten (noch nicht selber erprobt, der hier Vielgelobte ist erst in drei Wochen wieder lieferbarEs gibt scharfe Handsägen eines japanischen Herstellers, mit denen im Wurzelbereich gesägt werden kann. ...
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Re:Pflanzloch in durchwurzelter Erde?
So ein Ding funktioniert nur bei steinfreiem Boden.Deshalb liegt das Ding bei uns unbenutzt rum.Mit einem Motor-Erdbohrer habe ich keine Erfahrung. Wohl aber mit dem Hand-Erdbohrer, den ich mir für solche Aktionen zugelegt habe: ausschließlich gute. Was ich meine, ist sowas
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Re:Pflanzloch in durchwurzelter Erde?
Die "Nashornwasserloch-Methode" habe ich mehrfach benutzt, um alte Zaunpfosten aus dem Boden zu bekommen, das funktioniert gut, wenngleich es kraftaufwändig bleibt.Ich würde diese Methode allerdings bei meinem Töpferlehm niemals zum Pflanzen anwenden.Wenn ich meinen Lehm hier so unter Wasser setzen würde, um ein Loch zu graben, in das ich pflanzen soll, würde es meine Bodenstruktur zerstören, einen völlig verschlämmten, verdichteten Boden unter dem Pflanzloch zurücklassen.Teiche wurden früher so angelegt, Ton oder Lehm anfeuchten und mit einer Walze oder einem Stampfer verkneten und verdichten.Der Dozent für technisch-konstruktive Grundlagen erwähnte eine Walze, die mit vielen zur Spitze in abgeflachten Kegeln versehen war, die in größeren Teichbauprojekten verwendet wurde und bezeichnete sie als "Schaftritt-Walze", sie verdichtet den Ton so, wie viele stampfende Klauen von Schafen
Hier muss ich schon aufpassen, wenn der Boden durch lange Regenphasen sehr nass ist, dann verkleister ich den Boden schon beim Lochausheben.Ich locker den Boden der Grube dann immer intensiv mit der Grabegabel, wobei dann dicke Brocken an der kleben bleiben, und trete nach der Pflanzung die wieder eingefüllte Erde nicht zu sehr an, um die Pflanze nicht "einzubetonieren".Da wäre ich bei richtig schwerem Lehm wirklich sehr vorsichtig.
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“Frei zu sein bedeutet nicht nur seine eigenen Ketten abzulegen, sondern sein Leben so respektvoll zu leben, dass es die Freiheit anderer steigert.“ Nelson Mandela
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Re:Pflanzloch in durchwurzelter Erde?
@Gartenplaner:Töpferlehm habe ich auch
. Buchstäblich: Vor 300 Jahren haben hier "Krugbäcker" gelebt, sie hatten den Rohstoff vor der Haustür. Und vor 150 Jahren gab's eine Ziegelfabrik, deren "Lehmkaul" etwa 1km Luftlinie von uns entfernt lag. Trotzdem pflanze ich oft mit der "Nashornwasserlochmethode". Und habe damit nur gute Erfahrungen gemacht - was freilich Geduld voraussetzt: Diese Art zu pflanzen ist als Schnellschuss ungeeignet. Die Aktion zieht sich bei mir über mehrere Tage. Zuerst einweichen & bohren, die Schlammschlacht. Dann warten, bis das Wasser wieder abgezogen ist und sich der Boden gesetzt hat. Danach wird gründlich gelockert, mit der Gabel, mit dem Bohrer, mit allem, was zur Hand ist - mehrfach, jeweils mit ein paar Stunden Abstand. Erst nach zwei, drei Tagen darf die neue Pflanze rein; sie kriegt dabei Lockersubstrat in den Pflanzloch-Lehm gemischt, und beim finalen Erde-Festtreten bin ich - wie du - sehr vorsichtig. Auf diese Art sind bisher alle Gehölze bestens losgewachsen, auch Sensibelchen wie Strauchpäonien oder Japanahörnchen
. @Primrose:Du hast Recht, in steinreichem Boden funktioniert ein Hand-Erdbohrer nicht. Das vergesse ich immer, weil's hier keine Steine gibt.
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Re:Pflanzloch in durchwurzelter Erde?
Aaaaah.....mit so viel Wartezeit, lockern, lockern und nochmal lockern klingt das schon sehr viel weniger bedenklich für Lehmboden
Danke für die ausführlichere Erläuterung!
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