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Sämlinge, Veredelungen, Züchtung (Gelesen 10727 mal)

Obstgehölze, Beerensträucher und Wein (Veredlungen, Unterlagen, Schnitte und Selektionen) sowie Staudenobst (Erdbeeren)

Moderator: cydorian

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Bergischer Apfel
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Re: Sämlinge, Veredelungen, Züchtung

Bergischer Apfel » Antwort #30 am:

Hallo,

ich will mal kurz ein kleines Update zu den Sämlingen geben, vielleicht später mal noch ausführlicher ;).

Es haben dieses Jahr wieder einige Sämlinge gefruchtet, die allerdings fast alle aus Zierapfel-Kreuzungen stammen. Teils ziemlich gesund, teils sehr schorfig, durchgehend nicht wirklich genießbar.

Einer der ganz alten Sämlinge aus 2013 veredelt auf J9 oder M9, wahrscheinlich tatsächlich nicht von einem Zierapfel, dafür sind fast alle Blätter Schorf zum Opfer gefallen... Ich habe die Frucht dann mal irgendwann geerntet, sie war aber noch unreif. 2023 hatte ich einen Elstar-Sämling welche wohl aus einer Kreuzung mti einer weiteren modernen Sorte hervorgegangen sind, aus 2016 auf Pi80 veredelt. Die waren sehr lecker, der Baum dann aber so ungesund das ich letztes Jahr einen Mehrsortenbaum drauf gemacht habe. Ein weiterer hat dieses Jahr sehr viel geblüht aber nur einen Apfel angesetzt der dann den Hühnern zum Opfer gefallen ist. Den werde ich auch umveredeln. Es gibt ja auch an den bestehenden Sorten noch sehr viel zu entdecken.
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Hier ein konventioneller Cripps Pink der der Sommerhitze 2018 außergewöhnlich gut standgehalten hat und aus der Wurzel wieder ausgetrieben war. Leider nicht gesund und dazu noch bäh.
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Über die ersten Früchte von einem Sämling von 2019 (also Früchte im 5. Jahr) haben mich auch sehr gefreut, ein eigener Cripps Pink, frei aufgeblüht. Obwohl auf dem Baum noch andere "normale" Sorten blühten und auch sonst viele verschiedene Pollen vorhanden waren hat sich auch hier wahrscheinlich mein Golden Hornet eingekreuzt der in mittlerer Nähe stand. Der Baum ist sehr gesund und hing trotz Spätfrost sehr voll, die Früchte sind sehr gut lagerfähig und auch recht hübsch, aber leider kaum genießbar und natürlich sehr klein...
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Hier ein wahrscheinlicher Jazz-Sämling mit im reifen Zustand auffällig hellgelben Früchten.
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Hier ein Braeburn-Sämling.
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Hier im reifen Zustand und im vergleich mit normalgroßen Früchten, oben die beiden Jazz´s, unten die Braeburn´s. Man könnte es vielleicht versuchen den eigenen Sämling mit was großfrüchtigen wie Kaiser Alexander kreuzen um was halbwegs nutzbares mit "frischem Blut" zu bekommen, ist nur die Frage ob man das nicht besser mit den zahlrichen interessanten anderen Kultursorten macht...
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Die Bäume der Generation (2016, ausgepflanzt erst nach mehreren Jahren im Topf) sind durchaus sehr wüchsig und gesund, jetzt so 2-3m hoch, der eigene Cripps Pink noch nicht ganz so groß.
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Ein weiter Saämling aus 2019 hat erste Früchte getragen, ein Gloster Sämling von einer Streuobstwiese mit anliegendem Wohngebiet, selbst da ist man vor Zierapfelpollen nicht sicher... Das hat mich echt geärgert, so ein schöner starkwüchsiger Baum und dann wieder nur kleine Zieräpfelchen.
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Die waren sogar ganz ok vom Geschmack. Da der Baum aber doch etwas schorfanfällig ist werde ich ihn als starke Unterlage nutzen.
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Bei den anderen Sämlingen habe ich seit 2021 nicht wirklich viel geändert, Früchte gab es da noch nicht, ich recht damit das vielleicht dieses Jahr welche Blütenknospen ansetzen und es 2026 erste Fürcht egeben könnte. Die meisten stehen immer noch an Ort und Stelle. Manche haben Wühlmaus oder Beschattung nicht überlegt, bei manchen sind die Sortenschilder abgeflogen. Es hat sich ganz gut herausgestellt welche Sämlinge eher anfällig und welche eher robust sind, bei den anfälligen habe ich teils die Spitze abgebrochen und sie weiter beobachtet. Die Variation ist natürlich groß und nur weil ein Sämling etwas Schorf bekommt heißt es nicht das er sich insgesamt schlecht entwickelt.
Besonders auffällig war das ein paar Sämlinge 2023 und 2024 echt riesige Schübe von Kniehöhe auf über 2m Höhe gemacht haben. Es haben sich auch einige als besonders interessant herausgestellt, die einen sehr schönen Wuchs zeigen.

Hier mal zwei Sämlinge die eigentlich ganz gewachsen sind, aber keine so gut Blattgesundheit zeigen und deswegen als Unterlagen Verwendung finden werden; Ein Gloria Mundi-Sämling.
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Wahrscheinlich ein Peasgoods Sondergleichen oder Ontario.
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Dieser Sämling ist dieses Jahr richtig hochgeschossen, ein Wellant aus 2019, die kleine Hoffnung besteht das er nicht von einem Zierapfel abstammt.
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Hier einer der sehr gesunden, starken Sämlinge, mit sehr großen Blättern, vielleich triploid? Wahrscheinlich ein Ontario-Sämling.
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Einen kleinen fruchtenden "Lichtblick" gab es dieses Jahr dieses Jahr aber doch :). Einer der alten Sämlinge, wahrscheinlich aus 2013, veredlt auf J9 oder M9. Keine Ahnung wer da die Muttersorte war, ich dachte bisher der Golden Hornet. Vielleicht sogar kein Supermarktapfel? Der Baum ist ziemlich gesund, auffällig kleinblättig und mit recht vielen Luftwurzeln. Er hat zu dem Zeitpunkt am 15. August sehr angenehm süß aber noch relativ stärkehaltig geschmeckt. Da war ich richtig happy drüber, die konnte man so wegsnacken.
Bei einem gelagerten Apfel gab es dann aber leider eine recht fiese Fehlnote. Mal sehen wie er sich in den nächsten Jahren noch so entwickelt, ich werde ihn mal ein bisschen freischneiden und ordentlich anbinden und mehr Früchte lagern. Der große Durchbruch wird er sicher nicht, aber immerhin ein genießbarer Apfel aus Kernen ;D.
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cydorian
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Re: Sämlinge, Veredelungen, Züchtung

cydorian » Antwort #31 am:

Super, danke für den Bericht. Läuft zwar wie erwartet, aber ist trotzdem spannend und damit zu experimentieren macht sicher auch Spass.

Zieräpfel befruchten besser, erstens haben viele eine deutlich längere Blühzeit wie Kultursorten, die Blüten halten auch im Schnitt mehr Frost aus und dann sind unter den Kultursorten noch einige Ausfälle weil triploid. Da ist der Kultursortenbefruchterpool etwas leistungsschwächer.
Wild Obst
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Re: Sämlinge, Veredelungen, Züchtung

Wild Obst » Antwort #32 am:

Auch von mir mal Danke für den Bericht. Ich lese auch schon seit einer Weile immer mal wieder hier mit. Ich säe auch immer wieder mal Kerne aus, aber (leider) nicht auf deinem Niveau und auch nur frei abgeblühtes (dafür von einer Streuobstwiese ohne Zieräpfel in der näheren Umgebung).
Ich würde auch mal gerne an die richtige "Züchtung" mit künstlicher Bestäubung machen, aber es fehlt mir irgendwie die Zeit und der Platz. Hier mitlesen ist ein bisschen ein Ersatz dafür.
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Re: Sämlinge, Veredelungen, Züchtung

Mainsand » Antwort #33 am:

Danke für deinen interessanten Bericht. Find ich wirklich spannend, was bei den Züchtungen so rauskommen kann, gerade mit den Zieräpfeln.

Hast du schon mal drüber nachgedacht deinen Zierapfelkreuzungen zur Blütezeit einen Fließ zu verpassen? Dann könntest du die selektiv mit was Großfrüchtigem befruchten und sie würden nicht soviel andere Bestäuben, wo vielleicht eine "normale" Sorte geschickter wäre.
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Bergischer Apfel
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Re: Sämlinge, Veredelungen, Züchtung

Bergischer Apfel » Antwort #34 am:

Moin,

freut mich das ihr es auch so spannend findet. Ich habe bei diesem Thema in den letzten Jahren so viel kennengelernt und so vieles was ich gerne mal ausprobieren würde, das es eigentlich "nur" besonders an Platz, und Geld bzw. Zeit hadert ...

@cydorian: Ja, erwartbar ist es leider... Da Potenzial für Zufallssämlinge die brauchbar sind ist leider dadurch in den letzten Jahrzehnten noch sehr viel geringer geworden. Ich denke auch das die Zieräpfel durch die vielen Blüten deutlich mehr Pollen haben als die anderen Kultursorten. Neben den eher triploiden Sorten etc.

Ich habe tatsächlich noch ein paar Zufallssämlinge die hier ganz gut reinpassen würden, die habe ich 2020 oder 2021 auf einen Baum veredelt, ich weiß es grade nicht auswendig, es sind meine ich 6 Stück von denen 5 bisher getragen haben. Sie wachsen an einer stillgelegten Bahnstrecke auf einem Stück von rund 3-3,5km um Witzenhausen und sind rund 30-40 Jahre alt, nicht geschnitten und "natürlicher Konkurrenz" ausgesetzt. Einer wächst in der Randbepflanzung von einem Teich eher buschförmig, da er alle paar Jahre auf die Wurzel "auf Stock" zurückgeschnitten wird. Alle sind recht robust, und von den Früchten nicht besonders hervorragend.
Einer ist recht früh, glockenförmig und nicht auf den Bildern mit drauf.

Das hier ist ein kleiner, sehr fester und saftiger Apfel mit deutlich herber Note, wahrscheinlich super für Apfelsaft, wenn er deutlich größer wäre. Wahrscheinlich sehr ertragreich.
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Der Apfel ähnelt deutlich einer Goldparmäne und stammt wahrscheinlich von dieser ab, der Mutterbaum war schon recht groß und alt. Auf dem Originalbaum haben die Früchte eine herbe Beinote gehabt, dieses Jahr auf einem Hochstamm waren sie ziemlich gut!
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Das ist ein extrem fruchbarer mittelfrüher Apfel mit recht lockerem Fleisch, ohne besonderen Geschmack, vielleicht gut für die Verwertung für einen intensive Anbau auf starke Unterlagen.
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Das ist der Teichapfel, der hat ein paar Jahre an einem starken Ast gebraucht und mal eine Blüte bzw. einen Apfel zu produzieren. Ich will den Ast dieses Jahr entfernen da er mir zu tief hängt, die Frcht war aber ziemlich gut und ich werde ihn denke ich mal auf einen Sämling veredeln.
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@Wild Obst: Frei aufgeblüte Sorten können sehr gut für Sämlinge geeignet sein, wenn halbwegs geeignete Vatersorten in der Nähe stehen ;). Bis jetzt habe ich auch nur frei aufgeblühtes ausgesät. Künstliche Bstäubung ist grundsätzlich nicht schwer. Man muss die Blüten nur vor bis nach der Blüte einpacken und halt wenn sie sich geöffnet haben bestäuben.

@Mainsand: Ich finde die Zieräpfel auch durchaus interessant, es gibt aber so vieles was auch interessant bzw. irgendwie interessanter und wichtiger für mich erscheint, sodass ich die wahrscheinlich nicht groß weiterverfolgen werde. Vielleicht würde ich mal so eine Kreuzung wie du meinst machen, mit was großfrüchtigen wie Kaiser Alexander. Den Zieräpfel und Zierapfelsämlinge von denen ich weiß das sie nichts großes sind habe ich tatsächlich die Blüten im letzten Frühjahr abgeschnitten, um zu verhindern das sie meine frei abgeblühten Samen zu sehr beeinflussen.

Damit du verstehst was ich mit den interessantern Sorten meine hier mal ein paar Fruchtbeispiele aus dem Jahr 2024:

Lawfam aus Triesdorf; 2023 veredelt, scheint sehr fruchtbar zu sein, scheint verwandt mit McIntosh, nicht direkt mit Fameuse (wie im Namen steckt). Aromatisch beerig-fruchtig, leicht süß, harte Schale, Fruchtfleisch eher mürbe aber saftig, ich finde ihn lecker. 3 Früchte ohne Faulen oder Schorf.
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Wunder aus Repten aus Triesdorf 2023; Boikenapfel x unbekannt. Für mich eine Entdeckung des Jahres. Insgesamt ziemlich ähnlich Boiken, sehr lagerfähig eine Frucht liegt noch unbeeindruckt im Keller obwohl die meisten anderen Sorten schon versagen, erfrischend säuerlich fest. Nicht ähnlich zu Delicious wie in einer älteren Beschreibung. Mal sehen wie die Früchte die nächsten Jahre so aussehen!
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Französische Edelrenette aus der DGO, 2021 vom Julius Kühn Institut erhalten, 2023 auf den Baum veredelt. "Die" Urmutter der meisten heutigen Tafelobstsorten. Früchte eher klein, leicht aber durchgängig berostet, sehr aromatisch, eher fest, mittel schorfanfällig.
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Kaiser Alexander 2024 aus dem Reisermuttergarten Bonn: 2 Erstlingsfrüchte aus frisch veredelten Edelreisern, beide Reiser sind gut gewachsen, dewegen habe ich die Früchte belassen. Eine der Gründersorten der meisten nicht-triploiden großfrüchtigen Apfelsorte. Beide Früchte sind sortentypisch gefault, die eine recht früh, die andere konnte ich probieren, Geschmack super.
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Roter Gartetaler, als Baum 2022 bekommen, hat 2024 2 Erstlingsfrüchte getragen: Recht klein, Geschmack gut, sonst nicht super aber auch nicht schlecht für rotfleischige Sorten, Züchtungswürdig.
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Signe Tillisch vor Jahren mal an einen Busch auf M26 veredelt; London Pepping x Kaiser Alexander; Trotz beschriebener Anfälligkeit bei mir ziemlich robust, ertragreich, guter Geschmack. Muss lang geschnitten werden (fruchtet nicht so gut an 1 jährigen Holz bzw. dort an den Triebspitzen), die Früchte waren 2024 teils sehr früh dran. Ich mag die Sorte.
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Helios habe ich mir 2022 (?) auf Empfehlung von Carina Pfeffer veredelt, dieses Jahr die ersten Früchte. Sie hatten zwar ein paar Frostschäden, auch physikalisch was braune Stellen im Fruchtfleisch verursacht hat. Trotzdem definitiv die leckerste bzw. aromatischste Frühsorte 2024.
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Ludivics Rosenapfel aus 2022 von Bannier; Zufallssämling aus Holler, Weiswampach, Luxemburg um 1960 entstanden, 2003 erwähnt (Quelle DGO-Website). Nach Fingerprint Stark Earliest x James Grieve. Bannier und andere empfehlen die Sorte, deswegen habe ich sie mir veredelt. Sehr frühe, leckere Äpfel, robust, großfrüchtig, scheint eine super Sorte zu sein.
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Vermutlich Allegro, die Früchte im Internet sehen zu rot und zu kugelig aus im Vergleich, leider findet man zu solchen Sorten wenig pomologisch aussägekräftiges im Internet. Veredlet 2022, viele, schöne Früchte die allerdings leider recht stark von Apfelwickler und Wespen sowie Hornissen verspeist oder geschädigt wurden was die extensive Eignung schmälert. Geschmacklich ganz gut, recht knackig und saftig modern in der Konsistenz.
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Ich habe tatsächlich auch schon Kreuzungen vorgenommen die halbwegs erfolgreich ein paar Samen hervorgebracht haben. Dieses Jahr habe ich aber nur Samen ausgesät bei denen auch was schiefgehen darf bzw. mit denen ich nochmal die Stratifikation in Erde (Maulwurfshügel auf Sandstein) neu ausprobieren möchte und da ich nicht genau weiß wie viel Platz ich die nächsten Jahre haben werde und deswegen vielleicht hart aussortieren muss. Es kann gut sein das ich nächstes Frühjahr noch ein paar Interessante Kreuzungen machen kann. Helios x Ludivics Rosenapfel wäre z.B. interessant.

Hier mal die Sorten die ich vor kurzem in die Stratifikation gegeben habe, welche also so 2031 die ersten Früchte bekommen könnten; Der Plan ist sie beim keimen entweder direkt in die Beete oder erstmal einzeln in Töpfe/Saatplatten zu geben. Mein Ziel sind generell Sämlinge, welche die guten Eigenschaften der Muttersorten erhalten und sich darüber hinaus robust gegen die verschiedensten Schaderreger oder Wettereinflüsse zeigen. Z.B. eine robuste Blüte haben, nicht empfindlich gegen Schorf, Mehltau und Krebs sind. Ein guter Ertrag und Geschmack sind natürlich weitere Ziele. Dabei will ich die Vielfalt erhalten, vermehren und bessere und Sorten ziehen die gut unter moderne Umständen funktionieren. Und Spaß dabei haben, neues entdecken :).

Samen von meinen Bäumen; In meinem Bestand sind hauptsächlich moderne, "schorfresistente" Sorten, auch rotfleischig, neben besonders in 2024 mehr älteren Sorten aus allen möglichen Sammlungen und ein paar Sämlingen.
Circe 2022, um zu gucken ob sich die Keimrate unterscheidet; Ziel: Bessere rotfleischige Sorten, mehr Vielfalt
Circe 2024; Ziel: Robustere, bessere rotfleischige Sorten, mehr Vielfalt
Lollipop 2024; Ziel; Stärkerer Wuchs und größere Früchte als die Muttersorte, stabile Robustheit, rotfleischige Vielfalt
Liberty 2024: Ziel: Robuste Sorten mit moderenem Einfluss, Vielfalt, Lagerfähigkeit
Allegro 2024: Ziel: Weniger Insektenanfällige Nackommen
Französische Edelrenette 2024: Ziel; Robustere Nachkommen, größere Früchte mit guten Eigenschaften der Mutter.
Kleiner Brünnerling 2024: Ziel; Kombination aus Robustheit und modernem Geschmack eventueller Vatersorten, größere Früchte.
Helios 2024: Ziel; Aroma der Muttersorte, Vielfalt im frühen Bereich, Lagerfähigkeit
Bionda Bella 2024: Ziel; Kombi von modernen Eigenschaften mit für extensiven Anbau wichtigen Eigenschaften
Goldrush 2024: Ziel; Kombi von modernen Eigenschaften mit für extensiven Anbau wichtigen Eigenschaften
Luidivics Rosenapfel 2024: Ziel; Gute Eigenschaften der Muttersorte erweitern, Vielfalt im frühen Bereich
Freiherr von Hallberg 2024: Ziel; Gutes modernes Aroma mit Robustheit kombinieren
Signe Tillisch 2024: Ziel; Mehr Robustheit, etwas kleinere Früchte, Vielfalt
Kleiner Langstiel 2024; Größere Früchte mit Robustheit und gutem Geschmack der Muttersorte


Von anderen Obstwiesen mit gemischten Sorten:
Rewena 2023; Ziel: Stabilere Robustheit und eventuell besserer Geschmack zusammen mit Ertrag usw. von Rewena.
Gascoynes Scharlachroter 2023; Ziel: Mehr Robustheit und weniger Fäulnis mit gutem Geschmack und Fruchtgröße der Muttersorte.
Unbekannte alte Tafelbirne 2023: Ziel; Guten Geschmack und Lagerfähigkeit der Muttersorte mit stärkeren, gesunden Wuchs kombinieren
Herrenhäuser Winterchrist 2024: Robuste Birnensorten, Vielfalt

LG
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Re: Sämlinge, Veredelungen, Züchtung

thuja thujon » Antwort #35 am:

Klingt nach einem spannenden Hobby, für das man ein wenig Platz braucht. Bitte weiter berichten.
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cydorian
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Re: Sämlinge, Veredelungen, Züchtung

cydorian » Antwort #36 am:

Bergischer Apfel hat geschrieben: 1. Feb 2025, 00:46 Mein Ziel sind generell Sämlinge, welche die guten Eigenschaften der Muttersorten erhalten und sich darüber hinaus robust gegen die verschiedensten Schaderreger oder Wettereinflüsse zeigen. Z.B. eine robuste Blüte haben, nicht empfindlich gegen Schorf, Mehltau und Krebs sind.
Das wird mit einem Einzelstandort schwierig, ohne Erfahrung in weiteren Boden- und Klimatypen. Du hast oben mehrere Sorten genannt, etwa Goldparmäne, die seit den Hitzejahren bei mir richtig heftig an Rindenbrand krepiert sind. Auch Marssonina Coronaria ist sehr standortabhängig. Andere haben geschätzte sortentypische Eigenschaften, die je nach Standort überhaupt nicht vorhanden sind und einen interessanten Apfel uninteressant machen.
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Bergischer Apfel
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Re: Sämlinge, Veredelungen, Züchtung

Bergischer Apfel » Antwort #37 am:

@thuja thujon: Das werde ich!
cydorian hat geschrieben: 1. Feb 2025, 10:23
Das wird mit einem Einzelstandort schwierig, ohne Erfahrung in weiteren Boden- und Klimatypen. Du hast oben mehrere Sorten genannt, etwa Goldparmäne, die seit den Hitzejahren bei mir richtig heftig an Rindenbrand krepiert sind. Auch Marssonina Coronaria ist sehr standortabhängig. Andere haben geschätzte sortentypische Eigenschaften, die je nach Standort überhaupt nicht vorhanden sind und einen interessanten Apfel uninteressant machen.
Wir haben schweren Boden und viel Niederschläge, es stimmt also das sowas wie Rindenbrand weniger ein Problem ist. Ansonsten können die Bäume besonders Schorf, Krebs, auch Mehltau bekommen. Marssonina war 2023 ein Problem bei einzelnen Sorten. Generell ist es aber keine Obstbauregion, die Äpfel haben wahrscheinlich weniger Zucker und Aroma. Im Frühjahr ist es häufig lange Nass, Spätfröst treten hier auch auf, vielleicht durch die etwas spätere Vegetation nicht ganz so fatal. Wenn hier also ein Sämling besonders gut ist heißt das schon was. Ich habe aber auch Kontakte in andere Bundesländer, wenn da vielversprechende Sämlinge dabei sind werden sie sicher auch woanders getestet werden können.

Sehr Trockenheit und Rindenbrand gefährdete Standort müssen eigene Züchtung betreiben und können natürlich auch das testen, was hier gut wächst. Ich sehe nicht dass das die Sache insgesamt oder für mich schwieriger macht.
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Re: Sämlinge, Veredelungen, Züchtung

Bergischer Apfel » Antwort #38 am:

Bergischer Apfel hat geschrieben: 1. Feb 2025, 00:46 Hier mal die Sorten die ich vor kurzem in die Stratifikation gegeben habe, welche also so 2031 die ersten Früchte bekommen könnten; Der Plan ist sie beim keimen entweder direkt in die Beete oder erstmal einzeln in Töpfe/Saatplatten zu geben. Mein Ziel sind generell Sämlinge, welche die guten Eigenschaften der Muttersorten erhalten und sich darüber hinaus robust gegen die verschiedensten Schaderreger oder Wettereinflüsse zeigen. Z.B. eine robuste Blüte haben, nicht empfindlich gegen Schorf, Mehltau und Krebs sind. Ein guter Ertrag und Geschmack sind natürlich weitere Ziele. Dabei will ich die Vielfalt erhalten, vermehren und bessere und Sorten ziehen die gut unter moderne Umständen funktionieren. Und Spaß dabei haben, neues entdecken :).

Samen von meinen Bäumen; In meinem Bestand sind hauptsächlich moderne, "schorfresistente" Sorten, auch rotfleischig, neben besonders in 2024 mehr älteren Sorten aus allen möglichen Sammlungen und ein paar Sämlingen.
Circe 2022, um zu gucken ob sich die Keimrate unterscheidet; Ziel: Bessere rotfleischige Sorten, mehr Vielfalt
Circe 2024; Ziel: Robustere, bessere rotfleischige Sorten, mehr Vielfalt
Lollipop 2024; Ziel; Stärkerer Wuchs und größere Früchte als die Muttersorte, stabile Robustheit, rotfleischige Vielfalt
Liberty 2024: Ziel: Robuste Sorten mit moderenem Einfluss, Vielfalt, Lagerfähigkeit
Allegro 2024: Ziel: Weniger Insektenanfällige Nackommen
Französische Edelrenette 2024: Ziel; Robustere Nachkommen, größere Früchte mit guten Eigenschaften der Mutter.
Kleiner Brünnerling 2024: Ziel; Kombination aus Robustheit und modernem Geschmack eventueller Vatersorten, größere Früchte.
Helios 2024: Ziel; Aroma der Muttersorte, Vielfalt im frühen Bereich, Lagerfähigkeit
Bionda Bella 2024: Ziel; Kombi von modernen Eigenschaften mit für extensiven Anbau wichtigen Eigenschaften
Goldrush 2024: Ziel; Kombi von modernen Eigenschaften mit für extensiven Anbau wichtigen Eigenschaften
Luidivics Rosenapfel 2024: Ziel; Gute Eigenschaften der Muttersorte erweitern, Vielfalt im frühen Bereich
Freiherr von Hallberg 2024: Ziel; Gutes modernes Aroma mit Robustheit kombinieren
Signe Tillisch 2024: Ziel; Mehr Robustheit, etwas kleinere Früchte, Vielfalt
Kleiner Langstiel 2024; Größere Früchte mit Robustheit und gutem Geschmack der Muttersorte


Von anderen Obstwiesen mit gemischten Sorten:
Rewena 2023; Ziel: Stabilere Robustheit und eventuell besserer Geschmack zusammen mit Ertrag usw. von Rewena.
Gascoynes Scharlachroter 2023; Ziel: Mehr Robustheit und weniger Fäulnis mit gutem Geschmack und Fruchtgröße der Muttersorte.
Unbekannte alte Tafelbirne 2023: Ziel; Guten Geschmack und Lagerfähigkeit der Muttersorte mit stärkeren, gesunden Wuchs kombinieren
Herrenhäuser Winterchrist 2024: Robuste Birnensorten, Vielfalt

LG
Hallo,

tatsächlich haben ein paar der Sorten zum Teil schon nach einem Monat einige Keime gezeigt. Die gekeimten Kerne habe ich dann am 14.3., also vor rund 5 Tagen gepflanzt und sie kommen jetzt schon aus der Erde.
Die unbekannte Birne aus 2023 ist zu 2/3 gekeimt, da habe ich 36 Kerne von gepflanzt, die entwickeln sich sehr kräftig.
Von der Französischen Edelrenette habe ich 9 Kerne gepflanzt und davon haben tatsäschlich 3 Stück einen deutlich roten Stängel, könnten also von den daneben wachsenden rotfleischigen Sorten Circe oder Calypso bestäubt worden sein, das wäre mega cool, so ein Apfel in dem Format von Champagnerrenette und Parkers Pepping und dann noch rotfleischig. Wenn es so ist wie ich annehme werde ich die im nächsten Winter direkt auf einen meiner Altbäume veredeln und habe dann vielleicht in 4-5 Jahren schon erste Früchte.
Von den Bionda Bella sind es ca. 13 Kerne, die sehen bisher alle grün aus, da steht direkt nebenan ein Kohlhaas.
Ein paar Liberty-Sämlinge sind es auch, da sind bisher so 4 Stück gekeimt.

Erstaunlich finde ich besonders die Birne, das die so gut und schnell gekeimt sind. Die wurden im Dezember 2023 gesammelt und getrocknet. Die anderen stammen auch aus Äpfeln die erst relativ spät gegessen wurden, die sind also wahrscheinlich schon im Apfel strafiziert worden.
Mal sehen wann die anderen loslegen.
Ich habe auch noch ein paar Ontario die ich am 26 Dezember geerntet habe, die jetzt grade sehr gut schmecken. Mal sehen was deren Kerne so machen. Ich hoffe nur das da kein Zierapfel in der Nähe stand, es sind eher wenige Kerne in den Früchten.

LG
Zuletzt geändert von Bergischer Apfel am 19. Mär 2025, 14:22, insgesamt 1-mal geändert.
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555Nase
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Re: Sämlinge, Veredelungen, Züchtung

555Nase » Antwort #39 am:

Die Apfelsorte Scilate aus der Kaufhalle hatte am 1.3.25 schon gekeimte Kerne im Apfel.

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Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx
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Bergischer Apfel
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Re: Sämlinge, Veredelungen, Züchtung

Bergischer Apfel » Antwort #40 am:

Das sind ein paar sehr schöne und wie es scheint gut gepflegte Sämlinge ;).

Allerdings habe ich mittlerweile die Hoffnung verloren, das aus Supermarktäpfeln irgend was gutes wachsen kann. Vielleicht noch von so halbwegs robusten Sorten wie "Cosmic Crisp", wo sich vielleicht mal ein Tafelapfel-Pollen drauf verirrt hat, ansonsten sind wahrscheinlich 95% unbrauchbar. Es ist schon erschreckend wie wenig robust die meisten Sorten sind, dann noch verpaart mit einem kleinem, harten, sauren, eventuell bitteren Zierapfel.
Die starkwüchsigen kann man noch als Unterlage verwenden, viel mehr jedoch nicht.

Da ist wahrscheinlich jeder Kern von einem diploiden Apfel von einer Streuobstwiese vielversprechender. Ich denke wenn man ein paar alte Apfelbäume in der Nachbarschaft ausfindig macht oder mal zu einer Saftpresse geht, vielleicht mal regionale Pomologen oder Leute vom Nabu oder so anspricht wird man da sicher fündig.
Vielleicht nicht ganz so nützlich, mir hätte so ein Tipp vor 10 Jahren jedoch geholfen.

Aber auch mal was positives; Auch unter den Bionda Bella ist ein rotfleischiger Sämling :).
Und die restlichen Kerne im Kühlschrank schieben weiter munter ihre Keimwurzel.

LG
Fraedd
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Re: Sämlinge, Veredelungen, Züchtung

Fraedd » Antwort #41 am:

Moin,

sehr interressanter Bericht. Du hast dir ja sehr spezifische Ziele gesteckt. Spannend!

Ich ziehe ebenfalls Apfelsämlinge, allerdings mit dem Hauptziel meine Neugier zu stillen.
2022 habe ich von Streuobstäpfeln sowie gekauften Kissabel gezogen.
2023 ebenfalls aus Streuobstäpfeln sowie die ersten Handbestäubten, das Jahr hat die Anzucht leider nicht zu gut geklappt.
2024 aus Handbestäubten, hauptsächlich Seestermüher Zitronenapfel, Finkenwerder Prinz und Prinz Albrecht von Preußen - jeweils mit Redlove Era bzw. Circe; aber auch ein paar gekaufte Granny Smith
2025 leider nur frei abgeblühte, die Handbestäubten sind entweder dem Frost zum Opfer gefallen oder am Baum noch vor der Reife verfault. Da mein Garten direkt an eine Apfelplantage angrenzt, mit Zieräpfeln als Bestäuber, werde ich davon kaum welche behalten. Das dient mehr die Anzucht weiter zu verbessern/aus zu tüfteln.

Ich vermute, dass die Sämlinge mit Zierapfel Elter früher fruchten, deshalb habe ich auch ein paar von den gekauften ausgesät, in der Hoffnung etwas eher eigene "Sorten" bestaunen zu können.
Damit, dass diese kaum etwas gutes hervorbringen werden hast du natürlich recht.

Außerdem habe ich auch jeweils ein paar Sämlinge von Birnen, Nashis, japanischen Pflaumen, Mirabellen, Renekloden und Pfirsichen. Alles von gekauften Früchten.
Ein Großteil ist allerdings als (eventuell fruchtender) Bewuchs der Hühnerngehege gedacht.

Was Apfel "Zucht" angeht kann ich den Youtube Kanal der Keepers Nursery empfehlen. Er gibt interessante Einblicke wie er das macht. Mit immerhin 600 Sämlingen pro Jahr.
Der Kanal ist allerdings auf englisch.
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Bergischer Apfel
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Re: Sämlinge, Veredelungen, Züchtung

Bergischer Apfel » Antwort #42 am:

Hast du dich bei den Jahreszahlen eventuell vertan oder haben die Äpfel bei dir dieses Jahr schon getragen? :)

Deine Kreuzungen hören sich sehr interessant an. Hast du denn aus den 23/24ern auch rotfleischige?

Das Problem auf der Plantage ist das ja meistens nur 2 Sorten dort stehen, also die Ernte-Sorte und der Zierapfel, die sich dann gegenseitig befruchten, bei den offen-Bestäubten wäre dann wahrscheinlich auch die Edelsorte mehr beteiligt als die Zieräpfel, wenn du da wieder Finkenwerder und Seestermüher hast stehen die Chancen nicht schlecht das was ganz gutes bei rauskommen kann ;).

Ich habe bei meinen Sämlingen der Französischen Edelrenette gestern noch einen 4. rotfleischigen gefunden, das finde ich sehr spannend, generell die Kreuzung aus so einer alten Tafelsorte und was modernen, Schorf"resistenten", das wird bestimmt gut.

Die rotfleischigen Cripps Pink sind bei mir leider kaum gewachsen. Der Rote Zuccalmaglio hat letztes Jahr auch nicht perfekt gesunde Blätter gehabt, ist aber kräftig gewachsen. Ich hatte ihn schonmal an einen Altbaum veredelt, da könnte er dieses Jahr vielleicht ein paar Blütenknospen bilden.
Fraedd
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Re: Sämlinge, Veredelungen, Züchtung

Fraedd » Antwort #43 am:

Bei den Jahreszahlen sind das die (Früh-)Jahre, in welchen die Sämlinge gekeimt sind. Also aus den Samen vom Herbst des Vorjahres.
Gibt man da das Jahr der "Samenernte" an? Würde eventuell tatsächlich Sinn machen, da die Sämlinge ja (irgendwann) auch wieder im Herbst tragen.. hmm.

Rotblättrige habe ich von den Kissabel, sowie von den Circe und Era Kreuzungen. Und einer der frei abgeblühten Seestermüher, der darf also bleiben :D
Die Kissabel muss ich dieses Jahr besser schützen, die scheinen den Rehen besonders zu schmecken.

Es gab letztes Jahr ordentlich Spätfröste und nur die späteren Blüten haben gefruchtet. Ich schätze es da im besten Fall 50/50 ein ob Zierapfel oder Essapfel Bestäuber war.
Die an meinen Garten angrenzende Sorte ist RockIt, davon kann man sich vermutlich auch keine robusten Nachkommen erhoffen. Daher behalte ich von den frei abgeblühten nicht so viele.

Die Französische Edelrennette ist in der Tat ein sehr spannender Kreuzungspartner, sie ist ja an vielen Sorten beteiligt gewesen. Da kann man schon auf was gutes hoffen.
Waren die Hand bestäubt oder frei abgeblüht?

Zuccalmaglio soll ja ein sehr schmackhafter Apfel sein, hat sich bei mir als seeehr schwachwüchsig erwiesen und noch nicht geblüht.
Andere Sorten auf M9 wachsen schneller als Zuccalmaglio auf Bittenfelder. Im gleichen Jahr veredelt. Auch der schwache Wuchs ist keine uninteressante Eigenschaft. Kombiniert mir Rotfleischigkeit könnte das etwas gutes werden.

Schade um den Cripps Pink.
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