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Rindenbrand - diplodia mutila (Gelesen 64275 mal)
Moderator: Nina
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Chelidonia
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Hier mal ein paar Bilder von meinem Helios. Teilweise hat der Baum es geschafft, die Risse zu überwallen, aber es ist ein Rückgang auf Raten. 2003 bei dem damaligen "Jahrhundertsommer" hatte der Stamm Risse, wohl von der Hitze. Irgendwo habe ich gelesen, dass die Sorte zu Stammrissen neigt. Wann es mit dem Rindenbrand losging, kann ich nicht sagen, habe grade eine Notiz gefunden, dass ich ihn 2016 stark geschnitten habe, dachte, es wäre Obstbaumkrebs. Solange zumindest ist er schon krank, hat aber in den 10 Jahren noch große Ernten gebracht. Ich meine schon, dass der jährliche Lehm/Asche-Anstrich auch bißchen hilft. Der Baum wird so 40 Jahre alt sein, ist jetzt weniger als die Hälfte übrig.
Jetzt frage ich mich, wie weit ich die Starkäste einkürzen soll. Die größten Schäden sind eher nah am Stamm, außen sind die Äste noch gesünder, also tut es einem leid, das abzusägen. Andererseits sieht man die starken Triebe, näher am Stamm.
Auf dem einen Foto sieht man kleine weiße Pünktchen, sind das wohl Pilzfruchtkörper?
Jetzt frage ich mich, wie weit ich die Starkäste einkürzen soll. Die größten Schäden sind eher nah am Stamm, außen sind die Äste noch gesünder, also tut es einem leid, das abzusägen. Andererseits sieht man die starken Triebe, näher am Stamm.
Auf dem einen Foto sieht man kleine weiße Pünktchen, sind das wohl Pilzfruchtkörper?
Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Die Krankheit schön wuchern lassen, damit sich die anderen Bäume auch noch infizieren können.
Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx
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Chelidonia
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Wenn ich alles abschneide, was krank ist, bleibt nix übrig.
Anfangs hab ich versucht, die Stellen rauszuschneiden, das ist aber nicht machbar. Kratze jetzt das gröbste mit der Schippe ab und schmiere dann meine Lehm-Asche-Matsche drüber in der Hoffnung, dass das etwas desinfiziert und den Verfall aufhält. Natürlich sind damit nicht alle Übertragungsmöglichkeiten eliminiert. Ich denke ab, die Sporen sind eh überall und es ist eben mehr ein Schwächeparasit? Jedenfalls haben wir so noch viele schöne Äpfel geerntet, sonst hätten die Bäume fällen müssen. Nachbars Apfel steht auch noch gut da, bis auf dass er immer als Kopfbaum zurechtgestutzt wird.
Anfangs hab ich versucht, die Stellen rauszuschneiden, das ist aber nicht machbar. Kratze jetzt das gröbste mit der Schippe ab und schmiere dann meine Lehm-Asche-Matsche drüber in der Hoffnung, dass das etwas desinfiziert und den Verfall aufhält. Natürlich sind damit nicht alle Übertragungsmöglichkeiten eliminiert. Ich denke ab, die Sporen sind eh überall und es ist eben mehr ein Schwächeparasit? Jedenfalls haben wir so noch viele schöne Äpfel geerntet, sonst hätten die Bäume fällen müssen. Nachbars Apfel steht auch noch gut da, bis auf dass er immer als Kopfbaum zurechtgestutzt wird.
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Nein, die Pyknidien von Rindenbrand sind schwarz. Weisse sind sekundäre Pilzinfektionen. Der Baum ist noch vital, soweit ich das meine zu sehen hat er gut überwallt, ein Bild könnte eine aktive Rindenbrand-Nekrose zeigen. Aber nach sofort fällen sieht das nicht aus. Ich würde einfach weiter das tun was im Thread schon steht und was du teilweise schon probiert hast.Chelidonia hat geschrieben: ↑29. Jan 2026, 16:56 Auf dem einen Foto sieht man kleine weiße Pünktchen, sind das wohl Pilzfruchtkörper?
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Bilder von einer Streuobstwiese hier. Die Kronen bleiben liegen, werden mit den Jahren von Gras und Pioniergehölzen überwachsen.
Man sieht aber auch an Bäumen, die noch etwas Schub haben, dass unter den toten Stellen durchaus Neutrieb provoziert wird. Mit dem kann man wieder aufbauen.
Man sieht aber auch an Bäumen, die noch etwas Schub haben, dass unter den toten Stellen durchaus Neutrieb provoziert wird. Mit dem kann man wieder aufbauen.
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Aus phytosanitären Gründen sollte man das Holz entfernen. Verbrennen, verheizen, häckseln und bedecken, was auch immer. Auch die Wiese sollte man weiter mähen können. Ausser, dort soll sowieso ein Gebüsch entstehen, das wirds wohl auch sein, denn die Bäume waren eh schon ungepflegt, die Lust haben die Besitzer schon viel früher verloren. Bei Sorten die sowieso nichts am Standort taugen braucht man sich keine Mühe machen mit Abschneideversuchen und neuaufbauen.
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Das ist das Problem, Artenschutzprojekt damals, keine echten Besitzer und lange ungepflegt (nur mähen), vor wenigen Jahren hat eine Bank die Pflege übernommen (bezahlt Schnitt und mähen).
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Es wundert mich, dass überhaupt was gewachsen ist. Sieht nach Ebene in der Pfalz aus, die Sommerniederschläge dort reichen selten, dass Obstbäume unbewässert anwachsen.
Wenn du da Zugriff hast und jemand mäht, wärs eine gute Testwiese für rindenbrandrobuste Sorten. Die Gegend eignet sich gut dafür...
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Ich kann mal nachfragen, was die Nachpflanzungen für Sorten waren. Das was steht ist von der Richtung Schweizer Wasserbirne usw., die früheren Robustsorten.
Das ist am inneren Rand der Ebene, kurz vorm Rhein (Oppau). Letztes Jahr erholsame 500mm. Eigentlich gabs recht guten Zuwachs im Vergleich zu den letzten Jahren. Ich hänge mich da aber nicht rein. Sowas an den Hundescheißwiesen zwischen der Stadt wird nicht mein Projekt. Vielleicht der Ex-Acker neben meinem Garten, da muss ich keine 2km laufen.
Testwiese für ungepflegte Pflanzungen habe ich in der Gartenanlage genug, der Charme der Wiese mit den umgesägten Bäumen ist die isolierte Lage, kaum Befallsdruck.
Das ist am inneren Rand der Ebene, kurz vorm Rhein (Oppau). Letztes Jahr erholsame 500mm. Eigentlich gabs recht guten Zuwachs im Vergleich zu den letzten Jahren. Ich hänge mich da aber nicht rein. Sowas an den Hundescheißwiesen zwischen der Stadt wird nicht mein Projekt. Vielleicht der Ex-Acker neben meinem Garten, da muss ich keine 2km laufen.
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Frag mal nach den Sorten, die da an Rindenbrand draufgegangen sind. Verstärkt vielleicht die bestehenden Erkenntnisse über Anfälligkeiten. Schweizer Wasserbirne ist zwar kein Rindenbrandkandidat, aber heute alles andere als robust.
Wahrscheinlich tiefgründig und erreichbares Grundwasser. In so einer Lage würde ich Mostbirnen als Hochstamm pflanzen. Aber mit Unterlage resistent gegen Candidatus Phytoplasma pyri. Paulsbirne, Nägelesbirne, Karcherbirne, Späte Weinbirne.
Wahrscheinlich tiefgründig und erreichbares Grundwasser. In so einer Lage würde ich Mostbirnen als Hochstamm pflanzen. Aber mit Unterlage resistent gegen Candidatus Phytoplasma pyri. Paulsbirne, Nägelesbirne, Karcherbirne, Späte Weinbirne.