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Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar. (Gelesen 292721 mal)

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Hyla
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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.

Hyla » Antwort #3705 am:

Da müsste ja irgendeine Vorrichtung/Tank dran sein, worin eventuelle Zusätze bevorratet werden. Das sieht man eigentlich und ist hier bei uns an den großen Sprengern vielleicht technisch möglich. Praktisch laufen die Sprenger einmal durchs Feld und entweder die Bewässerung stoppt am Feldrand oder es spritzt so lange, bis der Bauer kommt.

thuja thujon hat geschrieben: 25. Mai 2026, 16:19 Geklärtes Abwasser findet man im Sommer mit einem Anteil von rund 50% auch in Flüssen, die trotz der Gefahren gerne zum planschen benutzt werden. Die Gefahren kommen allerdings kaum vom Abwasser.
Ja, humoriger Kommentar.
Meinetwegen plansch da drin, aber du bist ja selber nicht so doof und hängst im Garten ab ohne Kontakt zu dem Siff. ::)
Dich möchte ich mal mit Kind und Kegel mitten auf dem Feldweg sehen, wenn alle eine Dusche mit stinkender Brühe abgekriegt haben. Allerdings stehen dort auch extra Warnschilder, daß man nicht mit dem Wasser in Kontakt kommen sollte.
Liebe Grüße!


Wenn du denkst es geht nicht mehr,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.
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thuja thujon
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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.

thuja thujon » Antwort #3706 am:

Dann ists aber nicht geklärt, also da reden wir von einem anderen Wasser. Schmutzwasser.
Das auf den Feldern auszubringen statt Grundwasser zu nutzen ist bei Wasserknappheit aber durchaus sinnvoll. Für Probleme, die alle angehen, sollte auch von allen Beteiligten die Bereitschaft da sein, was dazu beizutragen.
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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.

Pjoter » Antwort #3707 am:

Staudo hat geschrieben: 26. Mai 2026, 10:09 Gelb gespritzte Wegen klingen nach Glyphosat-Abdrift. Das ist unzulässig.
Hier wars wohl offensichtlich so, dass beim Fahren zum
Acker auf der anderen Wegseite einfach die Spritze
nicht abgestellt war.

(Ist eben, trotz Flurbereinigung, alles relativ kleinflächig hier
gemeindeeigene Feldwege werden mit Duldung der Gemeinde
mitbewirtschaftet.
Sicher etliche Kilometer - Gesamtfläche davon wahrscheinlich
mehr als alle Naturschutzflächen zusammen.)
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dmks
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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.

dmks » Antwort #3708 am:

Mach mal Foto!
Es ist nicht ganz einfach - aber Glyphosat, Kalkstickstoff oder Pelargonsäure lassen sich mitunter am "Bild" unterscheiden.
Nicht immer.

Das Eine wäre okay - das Andere nicht!!!
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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.

thuja thujon » Antwort #3709 am:

Was mich wundern würde ist wenn jemand so spät in der Saison noch Glyphosat oder Pelargonsäure einsetzt, macht man nicht in bestehende Kulturpflanzenbestände. Ich denke da eher an Sulfonylharnstoffe, die machen auch wirklich gelb und nicht gelb rot wie Glyphosat.
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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.

Pjoter » Antwort #3710 am:

thuja thujon hat geschrieben: 27. Mai 2026, 11:02 Was mich wundern würde ist wenn jemand so spät in der Saison noch Glyphosat oder Pelargonsäure einsetzt, macht man nicht in bestehende Kulturpflanzenbestände. Ich denke da eher an Sulfonylharnstoffe, die machen auch wirklich gelb und nicht gelb rot wie Glyphosat.
Die Spritzung war schon März/April (vor Kartoffeln) ist aber immer noch tot der Streifen.
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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.

thuja thujon » Antwort #3711 am:

Wie gesagt, ein Bild wäre hilfreich.
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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar. Kartoffelanbau -Sikkation ?

Pjoter » Antwort #3712 am:

Wieder mal eine Frage in die Runde:

Ich sehe hier auf einem Kartoffelacker, dass abwechselnd immer mehrere Reihen frisch grün aussehen
und daneben mehrere Reihen wie totgespritzt, also mit schwarzgrünem, welkem Laub.
Einige Reihen weiter wurde bereits geerntet.

Ist das Sikkation, also chemische Behandlung vor der Ernte?
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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.

dmks » Antwort #3713 am:

Die beschriebene Situation ist unklar - schon weil es jetzt eigentlich noch keine erntereifen Kartoffeln gibt!
Jedenfalls nicht in Deutschland.
Was immer da passiert - beurteilen ist nur möglich, wenn es irgendwelches Bildmaterial dazu gibt!
Ist nicht voreingenommen oder böse gemeint - ich hab im Berufsleben schon vieles erlebt was schwer zu glauben ist....!
Aber auf eine rein subjektive Beschreibung hin kann da vermutlich niemand fachlich was zu sagen.
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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.

Pjoter » Antwort #3714 am:

dmks hat geschrieben: 2. Jun 2026, 20:56 Die beschriebene Situation ist unklar - schon weil es jetzt eigentlich noch keine erntereifen Kartoffeln gibt!
Jedenfalls nicht in Deutschland.
Was immer da passiert - beurteilen ist nur möglich, wenn es irgendwelches Bildmaterial dazu gibt!
Ist nicht voreingenommen oder böse gemeint - ich hab im Berufsleben schon vieles erlebt was schwer zu glauben ist....!
Aber auf eine rein subjektive Beschreibung hin kann da vermutlich niemand fachlich was zu sagen.
Dann stelle ich die Frage mal allgemeiner:

Ist die chemische Behandlung von Kartoffeln, kurz vor der Ernte zum Zweck der Ernteerleichterung,
noch zulässig und welche Mittel sind ggf. dafür erlaubt.
Muss das beim Verkauf deklariert werden?
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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.

hobab » Antwort #3715 am:

Erlaubt ist es, die Alternativen das Laub mit dem Mulcher zu entfernen, oder es abzubrennen sind auch nicht ökologischer. Roundup ist, glaube ich, nicht mehr zugelassen - warum auch immer.
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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.

thuja thujon » Antwort #3716 am:

Das nennt sich bei Kartoffeln Krautabtötung, ist bei Frühkartoffeln Standard wegen dem Erreichen der Schalenfestigkeit und herstellen der vom Händler geforderten inneren Qualitäten und ist technisch notwendig um ernten zu können.
Die Kartoffelknollen werden nicht behandelt, nur das Kraut, was wegen seiner Giftigkeit aber eh nicht zum Verzehr in der EU zugelassen ist.

Erlaubte Mittel sind zB Beloukha, das wird aus Rapsöl hergestellt. Wirkstoff ist Pelargonsäure, eine C9 Fettsäure, die als Protonenpumpe wirkt uns so die Zellen zum auslaufen bringt, das Laub wird schwarz. Alternativ kann Quickdown oder Shark genutzt werden, zwei PPO-Hemmer. Die blockieren die Protoporphyrinogen-Oxidase, was zur Folge hat das bei Lichteinwirkung die Pflanze Sauerstoffperoxid produziert und so die Zellen des getroffenen Laubs zerstört werden.

Im Vergleich zum mechanischen abschlegeln des Laubs wird die Knollenqualität verbessert und Diesel eingespart.

Roundup war in Kartoffeln noch nie zugelassen, auch kein Glyphosat.
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