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Da müsste ja irgendeine Vorrichtung/Tank dran sein, worin eventuelle Zusätze bevorratet werden. Das sieht man eigentlich und ist hier bei uns an den großen Sprengern vielleicht technisch möglich. Praktisch laufen die Sprenger einmal durchs Feld und entweder die Bewässerung stoppt am Feldrand oder es spritzt so lange, bis der Bauer kommt.
thuja thujon hat geschrieben: ↑25. Mai 2026, 16:19
Geklärtes Abwasser findet man im Sommer mit einem Anteil von rund 50% auch in Flüssen, die trotz der Gefahren gerne zum planschen benutzt werden. Die Gefahren kommen allerdings kaum vom Abwasser.
Ja, humoriger Kommentar.
Meinetwegen plansch da drin, aber du bist ja selber nicht so doof und hängst im Garten ab ohne Kontakt zu dem Siff.
Dich möchte ich mal mit Kind und Kegel mitten auf dem Feldweg sehen, wenn alle eine Dusche mit stinkender Brühe abgekriegt haben. Allerdings stehen dort auch extra Warnschilder, daß man nicht mit dem Wasser in Kontakt kommen sollte.
Liebe Grüße!
Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her.
Dann ists aber nicht geklärt, also da reden wir von einem anderen Wasser. Schmutzwasser.
Das auf den Feldern auszubringen statt Grundwasser zu nutzen ist bei Wasserknappheit aber durchaus sinnvoll. Für Probleme, die alle angehen, sollte auch von allen Beteiligten die Bereitschaft da sein, was dazu beizutragen.
Staudo hat geschrieben: ↑26. Mai 2026, 10:09
Gelb gespritzte Wegen klingen nach Glyphosat-Abdrift. Das ist unzulässig.
Hier wars wohl offensichtlich so, dass beim Fahren zum
Acker auf der anderen Wegseite einfach die Spritze
nicht abgestellt war.
(Ist eben, trotz Flurbereinigung, alles relativ kleinflächig hier
gemeindeeigene Feldwege werden mit Duldung der Gemeinde
mitbewirtschaftet.
Sicher etliche Kilometer - Gesamtfläche davon wahrscheinlich
mehr als alle Naturschutzflächen zusammen.)
Mach mal Foto!
Es ist nicht ganz einfach - aber Glyphosat, Kalkstickstoff oder Pelargonsäure lassen sich mitunter am "Bild" unterscheiden.
Nicht immer.
Was mich wundern würde ist wenn jemand so spät in der Saison noch Glyphosat oder Pelargonsäure einsetzt, macht man nicht in bestehende Kulturpflanzenbestände. Ich denke da eher an Sulfonylharnstoffe, die machen auch wirklich gelb und nicht gelb rot wie Glyphosat.
thuja thujon hat geschrieben: ↑27. Mai 2026, 11:02
Was mich wundern würde ist wenn jemand so spät in der Saison noch Glyphosat oder Pelargonsäure einsetzt, macht man nicht in bestehende Kulturpflanzenbestände. Ich denke da eher an Sulfonylharnstoffe, die machen auch wirklich gelb und nicht gelb rot wie Glyphosat.
Die Spritzung war schon März/April (vor Kartoffeln) ist aber immer noch tot der Streifen.
Ich sehe hier auf einem Kartoffelacker, dass abwechselnd immer mehrere Reihen frisch grün aussehen
und daneben mehrere Reihen wie totgespritzt, also mit schwarzgrünem, welkem Laub.
Einige Reihen weiter wurde bereits geerntet.
Ist das Sikkation, also chemische Behandlung vor der Ernte?
Die beschriebene Situation ist unklar - schon weil es jetzt eigentlich noch keine erntereifen Kartoffeln gibt!
Jedenfalls nicht in Deutschland.
Was immer da passiert - beurteilen ist nur möglich, wenn es irgendwelches Bildmaterial dazu gibt!
Ist nicht voreingenommen oder böse gemeint - ich hab im Berufsleben schon vieles erlebt was schwer zu glauben ist....!
Aber auf eine rein subjektive Beschreibung hin kann da vermutlich niemand fachlich was zu sagen.
dmks hat geschrieben: ↑2. Jun 2026, 20:56
Die beschriebene Situation ist unklar - schon weil es jetzt eigentlich noch keine erntereifen Kartoffeln gibt!
Jedenfalls nicht in Deutschland.
Was immer da passiert - beurteilen ist nur möglich, wenn es irgendwelches Bildmaterial dazu gibt!
Ist nicht voreingenommen oder böse gemeint - ich hab im Berufsleben schon vieles erlebt was schwer zu glauben ist....!
Aber auf eine rein subjektive Beschreibung hin kann da vermutlich niemand fachlich was zu sagen.
Dann stelle ich die Frage mal allgemeiner:
Ist die chemische Behandlung von Kartoffeln, kurz vor der Ernte zum Zweck der Ernteerleichterung,
noch zulässig und welche Mittel sind ggf. dafür erlaubt.
Muss das beim Verkauf deklariert werden?
Erlaubt ist es, die Alternativen das Laub mit dem Mulcher zu entfernen, oder es abzubrennen sind auch nicht ökologischer. Roundup ist, glaube ich, nicht mehr zugelassen - warum auch immer.
Das nennt sich bei Kartoffeln Krautabtötung, ist bei Frühkartoffeln Standard wegen dem Erreichen der Schalenfestigkeit und herstellen der vom Händler geforderten inneren Qualitäten und ist technisch notwendig um ernten zu können.
Die Kartoffelknollen werden nicht behandelt, nur das Kraut, was wegen seiner Giftigkeit aber eh nicht zum Verzehr in der EU zugelassen ist.
Erlaubte Mittel sind zB Beloukha, das wird aus Rapsöl hergestellt. Wirkstoff ist Pelargonsäure, eine C9 Fettsäure, die als Protonenpumpe wirkt uns so die Zellen zum auslaufen bringt, das Laub wird schwarz. Alternativ kann Quickdown oder Shark genutzt werden, zwei PPO-Hemmer. Die blockieren die Protoporphyrinogen-Oxidase, was zur Folge hat das bei Lichteinwirkung die Pflanze Sauerstoffperoxid produziert und so die Zellen des getroffenen Laubs zerstört werden.
Im Vergleich zum mechanischen abschlegeln des Laubs wird die Knollenqualität verbessert und Diesel eingespart.
Roundup war in Kartoffeln noch nie zugelassen, auch kein Glyphosat.
thuja thujon hat geschrieben: ↑3. Jun 2026, 15:11
Das nennt sich bei Kartoffeln Krautabtötung, ist bei Frühkartoffeln Standard wegen dem Erreichen der Schalenfestigkeit und herstellen der vom Händler geforderten inneren Qualitäten und ist technisch notwendig um ernten zu können.
Die Kartoffelknollen werden nicht behandelt, nur das Kraut, was wegen seiner Giftigkeit aber eh nicht zum Verzehr in der EU zugelassen ist.
Erlaubte Mittel sind zB Beloukha, das wird aus Rapsöl hergestellt. Wirkstoff ist Pelargonsäure, eine C9 Fettsäure, die als Protonenpumpe wirkt uns so die Zellen zum auslaufen bringt, das Laub wird schwarz. Alternativ kann Quickdown oder Shark genutzt werden, zwei PPO-Hemmer. Die blockieren die Protoporphyrinogen-Oxidase, was zur Folge hat das bei Lichteinwirkung die Pflanze Sauerstoffperoxid produziert und so die Zellen des getroffenen Laubs zerstört werden.
Im Vergleich zum mechanischen abschlegeln des Laubs wird die Knollenqualität verbessert und Diesel eingespart.
Roundup war in Kartoffeln noch nie zugelassen, auch kein Glyphosat.
Danke für die Klärung.
Das hilft mir für den Fall,
dass mein Garten
mitbehandelt wird.
(Interessant übrigens, dass
Stoffe die beim Menschen
anscheinend als Medikament
eingesetzt werden (PPO-Hemmer)
auch als PSM Verwendung finden.)
Protonenpumpenhemmer gegen Sodbrennen beim Menschen würden in der Phytomedizin nicht eingesetzt werden können, viel zu giftig.
Die hören auch auf PPI, nicht PPO. PPO müssen aber tatsächlich recht spezifisch sein, weil die Chemie von Hämoglobin und Chlorophyll in der Natur recht ähnlich ist.
Als Faustregel gilt: im Krankenhaus und Altersheim geht noch vieles, da ist das dreckige Dutzend kein Begriff. Aspirin in der Landwirtschaft, undenkbar.
Warum dein Garten mitbehandelt werden soll, verstehe ich nicht. Die meisten PPO-Hemmer sind recht unselektiv. Da würdest du am nächsten Tag schon Schäden sehen müssen. Den Nutzen müsstest du mir mal erklären und auch warum das der Landwirt für dich tun sollte. Das macht doch keiner freiwillig und ergibt wenig Sinn.
Nochmal zur Bewässerung. Die sollte idealerweise so wie auf dem Bild aussehen. Nach dem öffentlichen Straßenrandstreifen oder Privatweg kommt eine ungenutzte Fläche zum wenden usw. An den Stellen, wo die Regnerrohre bis zum Ende der Reihe gehen, werden Teilkreisregner verbaut. Vollkreisregner erst an den weiter im Schlag befindlichen Stellen, damit sie den Weg nicht treffen.