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Sind Bourbon-Rosen kompliziert? (Gelesen 1394 mal)

A rose is a rose is - Erfahrungen, Pflege und Schnitt von Rosen
Historische Rosen, Strauchrosen, Kletterrosen, Wildrosen ...

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Hyla
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Re: Sind Bourbon-Rosen kompliziert?

Hyla » Antwort #30 am:

Ich würde durchaus ein paar stachelige Sorten mit reinpflanzen. Müssen ja nicht die riesigsten Exemplare sein.
Bei mir grabschen die Leute gerne übern Zaun nach den Rosen und reißen sie ab bzw. sie versuchen es. In der Regel führt das zu Schmerzensschreien. ;D
Neueste Masche der lieben pubertierenden Kinderlein fremder Leute: Man fährt auf dem Fußweg mit dem E-Roller lang und reißt Blüten und Blätter ab, um sie auf den Weg zu schmeißen. Das hat letzter Wochenende ein Blutopfer gefordert, Paul's HM wehrt sich gegen solch rüde Behandlung. 8)
Die Grootendorst's in weiß, rosa und rot sind z.B. solche Kandidaten. Stacheln bis unter die Knospe dank Rugosa-Abstammung.
Liebe Grüße!


Wenn du denkst es geht nicht mehr,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.
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martina 2
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Re: Sind Bourbon-Rosen kompliziert?

martina 2 » Antwort #31 am:

;D 8)
Schöne Grüße aus Wien!
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Mediterraneus
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Re: Sind Bourbon-Rosen kompliziert?

Mediterraneus » Antwort #32 am:

'Gräfin Diana' wird hier aufm Friedhof auch nicht 'gepflückt'. ;)

Überhaupt wäre die ein Kandidat, passt von der Farbe und Form gut zu alten Rosen, bzw Bourbonrosen. Wächst dichtbuschig und sehr hoch für eine Edelrose. Pumperlgsund. Schwer duftend.

An Bourbonrosen hab ich nur 'Kathleen Harrop' und eine vermutliche Honorine.

Beide sind nicht verwöhnt, werden wenig gepflegt, stehen zu trocken und blühen trotzdem gut. Etwas Sternrusstau.
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
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Apfelbaeuerin
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Re: Sind Bourbon-Rosen kompliziert?

Apfelbaeuerin » Antwort #33 am:

Hyla hat geschrieben: 3. Jun 2026, 15:38 Die Grootendorst's in weiß, rosa und rot sind z.B. solche Kandidaten. Stacheln bis unter die Knospe dank Rugosa-Abstammung.
Kenn ich zur Genüge ;D . Ich mag meine "Pink Grootendorst" nicht mal für einen Strauß pflücken, zumindest nicht ohne Handschuhe ;D ...
Liebe Grüße von der Apfelbäuerin


Das Schöne zieht einen Teil seines Zaubers aus der Vergangenheit.
Hermann Hesse
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IrisLost
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Re: Sind Bourbon-Rosen kompliziert?

IrisLost » Antwort #34 am:

Natürlich kommt es auf die jeweiligen Standort- und Kleinklimabedingungen u. a. an und es gibt so viele sehr verschiedene Bourbon Rosen, daß man die Frage nicht mit ja oder nein beantworten kann.

Von allen guten Vorschlägen für eine Sichtschutzrose, die es schon gab, finde ich Stanwell Perpetual am geeignetsten: Verträgt sowohl Halbschatten als auch volle Sonne, läßt sich zu jeder Jahreszeit notfalls auch per Heckenschere stark zurückschneiden (die *einzige* Rose, bei der ich sowas machen würde), blüht sehr früh und immer wieder, ist extrem frosthart und duftet fantastisch. Ach ja: Historisch ist diese Sorte auch, nämlich von 1821 ;-)

Zwei im Vorgarten wachsen hier, jeweils an einer Stange aufgebunden, als Strauchrosen. Sie werden nach jedem Blütenschub zurückgeschnitten damit sie nicht ausufern und treiben dann gleich wieder durch. Eine wächst über einen Bogen und wird ebenso behandelt. Eine andere hat einen relativ schattigen Platz, von dem aus sie ca. fünf Meter hoch in eine Konifere rankt. Letztgenannte blüht natürlich nicht ganz so üppig wie die anderen in sonniger/er Lage aber immer noch vergleichsweise reich.

Eins der strauchigen Exemplare. Für uns ist es blickdicht genug, nur Fensterputzen ist wegen der vielen Stacheln nicht so einfach (ungeputzte Fenster sind praktizierter Vogelschutz 8))

StanwellperpetualSchlafzimmer.JPG


Ein Foto vom Rosenbogen-Exemplar, wo es über Geoff Hamilton rausguckt (übrigens auch ein guter Sichtschutzkandidat):
Geoff Hamilton Habitus.JPG


Und so sehen jüngere Blüten aus bevor sie zu Weiß verblassen:
StanwellVorgarten4.JPG
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Norna
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Re: Sind Bourbon-Rosen kompliziert?

Norna » Antwort #35 am:

Beeindruckend schöne Bilder und interessante Erfahrungen, IrisLost! So langsam hast du mich überzeugt, dass ich diese Sorte auch noch haben muss. :)
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IrisLost
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Re: Sind Bourbon-Rosen kompliziert?

IrisLost » Antwort #36 am:

Es handelt sich dabei eben um die legendäre "eierlegende Wollmilchsau" ;)


Ein älteres Foto (2024) von Stanwell Perpetual am Rosenbogen aus der anderen Richtung:
StanwellBogen2.JPG

Und dann gibt´s auch noch einen Stanwell Perpetual-Hochstamm:
StanwellHST3.JPG

Nachteil dieser Sorte, abgesehen von den vielen spitzen Stacheln, ist, daß sie schwer zu verpflanzen ist. Andere Rosen, egal wie groß oder alt, überleben Umpflanzung bei entsprechend sorgfältiger Durchführung meist sehr gut. Bei Stanwell Perpetual gelingt es leider nicht immer erfolgreich, daher sollte man den Standort vorher besonders überlegt aussuchen.
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martina 2
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Re: Sind Bourbon-Rosen kompliziert?

martina 2 » Antwort #37 am:

IrisLost hat geschrieben: 3. Jun 2026, 20:16 Natürlich kommt es auf die jeweiligen Standort- und Kleinklimabedingungen u. a. an...
...
Danke, IrisLost, für die Bestätigung 8), aber auch für die schönen Bilder vom Stan :D
Schöne Grüße aus Wien!
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IrisLost
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Re: Sind Bourbon-Rosen kompliziert?

IrisLost » Antwort #38 am:

Da nich für Martina: Für fast jeden Standort gibt es passende Rosen aber nicht alle Rosen mögen dieselben Standorte, ist doch logisch. Das Foto-Kompliment reiche ich gleich an GG weiter, dafür ist er hier zuständig und wird sich bestimmt darüber freuen :)
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martina 2
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Re: Sind Bourbon-Rosen kompliziert?

martina 2 » Antwort #39 am:

Da nich für Martina
Dochdoch! Und diese wunderbare norddeutsche Formulierung :D
Schöne Grüße aus Wien!
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Kürbisprinzessin
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Re: Sind Bourbon-Rosen kompliziert?

Kürbisprinzessin » Antwort #40 am:

Kasbek hat geschrieben: 3. Jun 2026, 12:20
Kürbisprinzessin hat geschrieben: 2. Jun 2026, 17:00

Wir haben auch immer mal wieder unerwünschten Besuch im Garten. Für mich kann es also ruhig sehr stachelig sein :)
Naja, für Dich schon. Wer außen am Zaun langgeht und sich seine Klamotten zerreißt, weil er an einem überbordenden Stachelmonster hängenbleibt, wird das anders sehen :-X ;D
Ich habe das so flapsig formuliert, aber würde dann schon drauf achten, dass die Rose im Garten bleibt und nicht die Passanten "aufspiest".
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Kürbisprinzessin
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Re: Sind Bourbon-Rosen kompliziert?

Kürbisprinzessin » Antwort #41 am:

Blush hat geschrieben: 3. Jun 2026, 08:43 Kürbisprinzessin, ich fänd's hilfreich, wenn Du noch ein paar Informationen geben könntest. Worauf kommt es Dir am meisten an? Wie lang ist der Zaun, wieviel Platz hast Du in der Tiefe, was verstehst Du eigentlich unter unkompliziert? Ist Dir eine zweite Düngung schon zu viel, willst Du wenig schneiden (schwierig dann mit den remontierenden)? Wie machen sich Rosen bisher in Deinem Garten? Sprich, wie gut ist auch der Boden? Würdest Du es auf Dich nehmen, ggf. eine Bodenverbesserung vorzunehmen? (Der Boden im früheren Garten war sehr unterschiedlich, ich habe zum Beispiel an den sandigen Stellen ordentlich Lehm in das Pflanzloch eingearbeitet, das hat sich sehr gelohnt.) Lauter so Sachen. ;) Es gibt so viele wunderbare Rosen und so viele kundige User hier, dass sicher eine große Liste von Empfehlungen zusammengetragen werden kann. Die gibt's ja aber auch in anderen Themen schon. Ich vermute, dass Du aufgrund des Duftes und der Fähigkeit zum wiederholten Blühen auf die Bourbonrosen gekommen bist. Ist das so? Möchtest Du bei den Bourbonen bleiben? Manchmal überlese ich ja auch etwas, aber hoffentlich nicht alle Antworten auf meine Fragen. ;)
Habt vielen lieben Dank für eure zahlreichen Antworten und Tipps! Ich habe fleißig gegoogelt und weiß jetzt gar nicht mehr 😎😁

Aber der Reihe nach!

Auf die Bourbonen bin ich gekommen, weil ich hier in einem Park ein paar sehr hübsche und vor allem toll duftende Rosen gesehen habe (wer es kennt: Blüherpark zwischen Hygienemuseum und Skaterpark). Ich weiß nicht welche es genau sind und Steckhölzer machen hat da leider nicht funktioniert.
Und da dachte ich mir, dass es doch schön wäre, mal was anderes als "normale" Strauch- und Beetrosen zu haben :) Für mich sahen diese Rosen "irgendwie nach alte Rose" aus, aber ich bin auch keine Expertin. Albas oder noch andere historische wären für mich genauso fein.

Ich glaube unter "unkompliziert" verstehte ich, dass sie mit normaler Pflege (schneiden und düngen, kein spritzen) einen ordentlichen Strauch macht und blüht.
Bei "kompliziert" habe ich an meine "Heritage" gedacht, die absterbende Triebe hat. Wobei das mich daran erinnert hat, dass es vermutlich einfach am suboptimalen Standort (Halbschatten) liegt. Ich werde sie im Herbst umpflanzen.

Generell wachsen bei mir verschiedene Strauch- und Beetrosen (Bonica 82, Gentle Hermione, Garden of Roses, Herzogin Christiana... sowie namenlose Rosen vom Vorpächter) sowie eine Kletterrose (Giardina) recht unkompliziert.
Generell ist der Boden im Garten gut. Vom Vorpächter wurde ich aber gewarnt, dass der Boden am Zaun "irgendwie schwierig" sein soll, weil da "früher vielleicht mal Rhododendren standen" und irgendwie wäre es auch steinig. Ich würde dann beim Pflanzen einfach mal Kompost mit einbringen.

Der freie Platz wäre am Zaun. Dort stehen auch zwei (aktuell noch kleine) Sommerflieder vom Vorpächter. In die Lücken könnte ich mir eine Rose vorstellen.
Es muss keine komplett dichte Rosenhecke werden. Wichtig wäre vielleicht eher, dass die Rose mittelfristig mit der Konkurrenz durch die Sommerflieder klar kommt. Aktuell ist nicht geplant, die Sommerflieder unbedingt zu entfernen.
Eine Lücke wäre 2,40m breit (zwischen zwei Fliedern). Hier würde vielleicht auch eine breitere Rose hinpassen? Die andere Lücke ist seitlich vom Flieder 1,40m (dann kommt der Nachbar). Das wäre schon knapp vielleicht eher was für etwas schmal bleibendes.

Es müsste für mich nicht komplett blickdicht sein, aber recht hoch (größer 1,50m wäre denk ich gut?), damit es ein bisschen den Blick bricht und man sich nicht wie auf dem Präsentierteller fühlt, da es doch einige Passanten gibt. Am Ende erfüllen vermutlich sogar viele Kletterrosen diese Kriterien?
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IrisLost
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Re: Sind Bourbon-Rosen kompliziert?

IrisLost » Antwort #42 am:

Das klingt nach ganz guten Bedingungen, Kürbisprinzessin. Schmetterlingsflieder sind gute Rankhilfen für Rosen, da würden sie wohl eher rein klettern als sich dran zu stören.
"Richtige" Kletterrosen wachsen meist weniger dicht und vieltriebig als große Strauchrosen, die man klettern läßt. Das können so ziemlich alle wenn sie was zum Anlehnen haben oder, so wie bei uns, an ein oder zwei Eisenstangen aufgebunden werden. 1,5 m Höhe schaffen in nicht zu ungünstigen Witterungs- und Bodenverhältnissen i. d. R. sogar sogenannte "Beetrosen" innerhalb weniger Jahre.

Um eine Rose stärker in die Breite zu ziehen ohne daß die Triebe sich gegenseitig verdecken/verschatten und ein Großteil der Blüten ungesehen "im Dickicht" vergammelt, kann man grüne Drähte zwischen zwei Stangen, Balken o. ä. befestigen und sie so an einer Art "Spalier" ziehen. Kräftige Seitentriebe werden dafür zu den Seiten geführt und auf unterschiedlichen Höhen befestigt. - Klingt komplizierter als es ist.

Sehr starkwüchsige und langtriebige Rosen wie z. B. die wunderschöne, stark duftende Ispahan (die hier auch als Windschutz am Ostzaun dient) brauchen häufigere Rückschnitt- und Anbindemaßnahmen, damit die oberen Triebe die unteren nicht verdecken und die maximale Breite von 2,4 m nicht überschritten wird (hier ist sie ohne ausreichende Schnittmaßnahmenn leider wesentlich breiter).

Vor dem Laubaustrieb kann man auch sommerblühende Rosen relativ stark einkürzen und auf diese Weise besser in die gewünschte Wuchsform bringen. Von meiner Ispahan habe ich leider grade kein besseres Foto gefunden als das vom letzten Jahr, auf dem sie ganz links zu sehen ist. Man sieht darauf, daß ich mit dem Spätwinter-/Vorfrühlingsschnitt nie hinterher komme und sie darum, wie viele andere Rosen, zu sehr über- und dadurch im Weg hängt. Und auch, daß ein Teil der Blüten quasi "unsichtbar" innerhalb des Strauchs zermatscht ist:
IMG_1708.JPG

Mit dem Sommerschnitt nach der (bei Öfterblühenden: ersten) Blüte läßt sich das korrigieren aber schöner ist es natürlich wenn man während der Blühsaison möglichst viele Blüten gleichzeitig betrachten (und beschnuppern) kann.

Eine weitere sehr starkwüchsige, sommerblühende Rose, die von etwas mehr Zeitaufwand beim Spätwinter-/Vorfrühlingsschnitt profitieren würde, ist Frédéric II de Prusse, eine Bengalhybride, die mir im Frühling auch regelmäßig "durchrutscht":
Frederic II de Prusse Habitus.JPG

- Diese Rose z. B. könnte man auch problemlos stärker in die Breite ziehen und in der Höhe mehr einkürzen: Die Triebe der meisten Bengalhybriden und sommerblühenden Bourbonen sind dafür biegsam genug.

Und noch ein Beispiel für Letztgenannte, also eine sehr robuste sommerblühende Bourbon Rose mit starkem Duft, die unter der Bezeichnung "falsche Nissen La Noblesse" oder "La Noblesse Meldorf" unterwegs ist. Davon hatte ich einen Ausläufer aus dem früheren Garten unter die Tanne gepflanzt und das ist nach fünf oder sechs Jahren daraus geworden:
falsche Nissen La Noblesse 2.JPG

- Immerhin neigt sie einen Trieb netterweise zum Schnuppern nach unten ;) Aber natürlich wäre es auch bei ihr möglich, sie in gewünschter Höhe und Breite zu formieren - wenn man einen etwas günstigeren Platz für sie hätte und ein bißchen mehr Zeit investieren könnte.
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IrisLost
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Re: Sind Bourbon-Rosen kompliziert?

IrisLost » Antwort #43 am:

Langer Rede kurzer Sinn: Es gibt sehr viele historische, stark duftende Strauchrosen, die den geplanten Platz sehr gut ausfüllen können. Bei den besonders Starkwüchsigen lohnt es sich allerdings, im Vorfrühling ein bißchen Zeit für Schnitt- und Formierungsarbeiten zu verwenden. Weitere Pflegemaßnahmen sind bei den Sommerblühenden und den robusteren der Öfterblühenden darunter - abgesehen vom Sommerschnitt - i. d. R. nicht nötig. Gespritzt z. B. wird bei uns keine einzige Rose.

Für den schmaleren Platz hast du noch mehr Auswahl. Die schon genannten Portland Rosen z. B. lassen sich ganz hervorragend auch eher aufrecht ziehen, sind fast - oder genauso robust und frosthart wie ihre sommerblühenden, historischen Kollegen und viele davon haben einen genauso intensiven Duft. Ein Beispiel dafür ist Indigo, von der wurzelechte Exemplare allerdings oft (nicht immer) Ausläufer bilden. Dieses Foto von vor ca. zwei Wochen zeigt eine der hiesigen (insgesamt drei) Pflanzen zu Beginn der ersten Blühphase dieser Saison (Portland Rosen blühen i. d. R. mehrfach) :
Indigo Fisch Habitus.JPG

- Dieses Exemplar (rechts im Biild) ist ca. 1,7 m hoch. Wäre die Eisenstange länger, an der es aufgebunden ist, könnte ich es auch höher wachsen lassen - und ja: Bei der Breitenbegrenzung habe ich in diesem Fall auch in diesem Frühjahr versagt (was mit dem Sommerschnitt nachgeholt wird)

Natürlich gibt es auch jede Menge stark duftende, öfterblühende Bourbon Rosen, die mindestens 1,5 m hoch werden und in der Breite gut begrenzbar sind. Einige wurden ja schon genannt. Dazu auch Remontantrosen mit Bourbon-Abstammung, sog. Bourbon Noisettes/Noisette Bourbon Rosen etc pp. - Von Reinweiß über Zartrosa- bis hin zu dunklen Purpurtönen ist quasi alles dabei. Wenn du dann noch stark duftende, wüchsige, moderne Strauchrosen, wie z. B. solche von Austin, in die Auswahl nimmst wird das potenzielle Farbspektrum noch breiter und die Qual der Wahl ebenfalls ;)
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Blush
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Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.

Re: Sind Bourbon-Rosen kompliziert?

Blush » Antwort #44 am:

Vielen Dank Kürbisprinzessin. Nach Deinen Antworten fällt es mir leichter, Tipps zu geben. Ich komme auf die genannte 'Stanwell Perpetual' zurück, die in die breitere Lücke passen könnte. Sie erfüllt Deinen Wunsch nach zarten Farben, ist sehr frosthart und genügsam. Tatsächlich wäre es ja schön, wenn zumindest einer von 4 Sträuchern öfter blühen würde. Dazu empfehle ich die 'Frühlingsgold', die ebenfalls eine Bibernellrose ist und daher mit ihrem feineren Laub gut dazu passt. Sie blüht zwar nur einmal, dafür aber im gewünschten Gelb, mit sehr großen, offenen Blüten und dies sehr früh! Dazu wächst sie meiner Meinung nach eher hoch als breit und passte gut in die zweite Lücke. (Ich hatte zunächst eine Fehllieferung erhalten, statt der gewünschten 'Frühlingsgold' kam ''Fruhlingsmorgen', diese blüht zwar nach, war aber schnell kahl. Ich habe ''Frühlingsgold' im alten Garten nur wenige Jahre genießen können, sie erschien mir gesünder. )

Eine meiner absoluten Lieblinge ist 'Maiden's Blush '. Meine ist von Schultheis, es gab wohl mal Diskussionen, dass zumeist nicht die echte 'Maiden's Blush' gehandelt wird, stattdessen eine Gallica. Meine jedenfalls erfüllt jeden Wunsch nach Romantik ;) , sie wächst dicht, sie ist gesund, sie blüht sehr reich und benötigt wenig Pflege. Ich habe bei ihr im Spätwinter lediglich totes Holz entfernt und sie ansonsten machen lassen. Eine wunderbare Rose, die die breitere Lücke gut ausfüllen kann.

Nach der Tiefe hatte ich gefragt, weil ich zweireihig versetzt gepflanzt hätte, wenn Blickdichte absolut gewünscht, aber in einer Reihe nicht zu schaffen ist.

Nachtrag:
Ich kombiniere ;D , dass Du in Dresden gärtnerst. Gute Frosthärte scheint mir dort relevant, wenn's auch noch nicht die extremen Bedingungen wie in Martinas Garten sind. Möglicherweise ist es ein Frostschaden an Deiner 'Heritage'? 'Giardina' wächst im früheren Garten, es gab keine dankbarere Kletterrose dort. Wenn ich auch immer fand, dass man ihr ansieht, wie eine alte Rose aussehen zu wollen. ;)
"Der andere könnte recht haben."
        Frei nach Frank Elster
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