Das klingt nach ganz guten Bedingungen, Kürbisprinzessin. Schmetterlingsflieder sind gute Rankhilfen für Rosen, da würden sie wohl eher rein klettern als sich dran zu stören.
"Richtige" Kletterrosen wachsen meist weniger dicht und vieltriebig als große Strauchrosen, die man klettern läßt. Das können so ziemlich alle wenn sie was zum Anlehnen haben oder, so wie bei uns, an ein oder zwei Eisenstangen aufgebunden werden. 1,5 m Höhe schaffen in nicht zu ungünstigen Witterungs- und Bodenverhältnissen i. d. R. sogar sogenannte "Beetrosen" innerhalb weniger Jahre.
Um eine Rose stärker in die Breite zu ziehen ohne daß die Triebe sich gegenseitig verdecken/verschatten und ein Großteil der Blüten ungesehen "im Dickicht" vergammelt, kann man grüne Drähte zwischen zwei Stangen, Balken o. ä. befestigen und sie so an einer Art "Spalier" ziehen. Kräftige Seitentriebe werden dafür zu den Seiten geführt und auf unterschiedlichen Höhen befestigt. - Klingt komplizierter als es ist.
Sehr starkwüchsige und langtriebige Rosen wie z. B. die wunderschöne, stark duftende Ispahan (die hier auch als Windschutz am Ostzaun dient) brauchen häufigere Rückschnitt- und Anbindemaßnahmen, damit die oberen Triebe die unteren nicht verdecken und die maximale Breite von 2,4 m nicht überschritten wird (hier ist sie ohne ausreichende Schnittmaßnahmenn leider wesentlich breiter).
Vor dem Laubaustrieb kann man auch sommerblühende Rosen relativ stark einkürzen und auf diese Weise besser in die gewünschte Wuchsform bringen. Von meiner Ispahan habe ich leider grade kein besseres Foto gefunden als das vom letzten Jahr, auf dem sie ganz links zu sehen ist. Man sieht darauf, daß ich mit dem Spätwinter-/Vorfrühlingsschnitt nie hinterher komme und sie darum, wie viele andere Rosen, zu sehr über- und dadurch im Weg hängt. Und auch, daß ein Teil der Blüten quasi "unsichtbar" innerhalb des Strauchs zermatscht ist:
Mit dem Sommerschnitt nach der (bei Öfterblühenden: ersten) Blüte läßt sich das korrigieren aber schöner ist es natürlich wenn man während der Blühsaison möglichst viele Blüten gleichzeitig betrachten (und beschnuppern) kann.
Eine weitere sehr starkwüchsige, sommerblühende Rose, die von etwas mehr Zeitaufwand beim Spätwinter-/Vorfrühlingsschnitt profitieren würde, ist Frédéric II de Prusse, eine Bengalhybride, die mir im Frühling auch regelmäßig "durchrutscht":
- Diese Rose z. B. könnte man auch problemlos stärker in die Breite ziehen und in der Höhe mehr einkürzen: Die Triebe der meisten Bengalhybriden und sommerblühenden Bourbonen sind dafür biegsam genug.
Und noch ein Beispiel für Letztgenannte, also eine sehr robuste sommerblühende Bourbon Rose mit starkem Duft, die unter der Bezeichnung "falsche Nissen La Noblesse" oder "La Noblesse Meldorf" unterwegs ist. Davon hatte ich einen Ausläufer aus dem früheren Garten unter die Tanne gepflanzt und das ist nach fünf oder sechs Jahren daraus geworden:
- Immerhin neigt sie einen Trieb netterweise zum Schnuppern nach unten

Aber natürlich wäre es auch bei ihr möglich, sie in gewünschter Höhe und Breite zu formieren - wenn man einen etwas günstigeren Platz für sie hätte und ein bißchen mehr Zeit investieren könnte.