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Weinverpackungen (Gelesen 967 mal)

Verwenden, haltbar machen, zubereiten und genießen

Moderator: Nina

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Roeschen1
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Re: Weinverpackungen

Roeschen1 » Antwort #15 am:

Hyla hat geschrieben: 4. Jun 2026, 16:12
Roeschen1 hat geschrieben: 4. Jun 2026, 14:44 Ich denke dabei an die Korkeichenwälder Portugals,
eine Tradition über Jahrhunderte, ob die verloren geht?
Habe ich auch erst dran gedacht, aber der größte Teil Kork wird heute in Korkplatten für Laminat und Wärmedämmung gehen.
Das ist immer noch ein wichtiges Produkt. :)
Ja, nachhaltig, recyclebar,
kein Baum wird dafür gerodet.
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Roeschen1
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Re: Weinverpackungen

Roeschen1 » Antwort #16 am:

Roeschen1 hat geschrieben: 4. Jun 2026, 16:26
Hyla hat geschrieben: 4. Jun 2026, 16:12

Habe ich auch erst dran gedacht, aber der größte Teil Kork wird heute in Korkplatten für Laminat und Wärmedämmung gehen.
Das ist immer noch ein wichtiges Produkt. :)
Ja, nachhaltig, recyclebar,
kein Baum wird dafür gerodet.
Wenn eine gute Korkqualität 60 Cent pro Korken kostet,
dann ist der Schraubverschluß vermutlich eine rein wirtschaftliche Überlegung.
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Apfelbaeuerin
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Re: Weinverpackungen

Apfelbaeuerin » Antwort #17 am:

Klar, mir auch, aber das sieht wohl nicht jeder so.
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thomas
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Re: Weinverpackungen

thomas » Antwort #18 am:

raiSCH hat geschrieben: 4. Jun 2026, 13:06 Endlich geht die Zeit der Korkverschlüsse dem Ende zu, nur noch einige Spanier und die unverbesserlichen Franzosen halten daran fest. Ich habe in den letzten Jahren unzählige Korken abgerissen oder zerbröselt, außerdem braucht man dazu drei Werkzeuge, beim Schraubkorken nur die Hand. Die Schweizer, Australier und Neuseeländer verwenden auch bei teuersten Weinen nur Schraubkorken, was sonst. Weinverschlüsse gab es im Lauf der Jahrhunderte viele, jetzt hat man endlich den besten.
Kann nur zustimmen. Und ich begrüße, dass auch deutsche Top-Weingüter mittlerweile Schraubkorben oder auch Glaskorken verwenden. Das schadet dem Wein in keiner Weise.
Kaum macht man etwas richtig, klappt es auch.
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Re: Weinverpackungen

raiSCH » Antwort #19 am:

Winzer haben mir versichert, dass ein wirklich guter Korken auch über 1 € kostet, aber immer noch nicht so sicher wie ein viel billigerer Schraubverschluss ist.
staudos Vorschlag mit farbigen Schraubverschlüssen (aber nicht nur in Länderfarben) wäre doch eine gute Reklamequelle!
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Sonnenscheinplatz
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Re: Weinverpackungen

Sonnenscheinplatz » Antwort #20 am:

Direkt aus dem Viertelliter-Tetrapack Rotwein zu süffeln, womöglich vor dem Supermarkt, wie ich kürzlich (siehe Sündenfälle) ist schon recht pervers. Nur kann man den Inhalt wirklich in eine Karaffe dekantieren und dann sieht das auf einem weißen Stofftischtuch gleich ganz anders aus!
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Re: Weinverpackungen

erbsengrün » Antwort #21 am:

Und es gibt auch noch das System Bag-in-Box. Da gibt es durchaus trinkbare Weine, vielleicht nicht gerade Spitzenweine, aber doch für jeden Tag gut trinkbar.
Der Wein ist so auch lange haltbar da ohne Sauerstoff, und man spart sich den Weg zum Glascontainer. Ich finde das praktisch.
Wer am Ende ist, kann von vorn anfangen, denn das Ende ist der Anfang von der anderen Seite. Karl Valentin
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Re: Weinverpackungen

Apfelbaeuerin » Antwort #22 am:

erbsengrün hat geschrieben: 4. Jun 2026, 17:45 Und es gibt auch noch das System Bag-in-Box.
Boah, für Wein :o ? Ich kenne das nur vom Mosten meines Apfelsafts. Okay, den Weg zum Glascontainer erspart man sich, dafür produziert man aber Plastikabfall :-[ 🤷‍♂️.
Liebe Grüße von der Apfelbäuerin


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Re: Weinverpackungen

erbsengrün » Antwort #23 am:

z.B. hier: https://www.jacques.de/
Gut, der Beutel innen ist Plastik und kommt in die entsprechende Tonne, außenrum ist Papier. Was ökologisch besser ist, ich weiß es nicht.

Im übrigen, ich kenne das auch von Olivenöl. Ich kaufe seit Jahren Olivenöl vom (griechischen) Erzeuger, auch im Bag-in-Box. Ist ein tolles Öl und hält sich eben auch sehr gut in diesem System.
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Re: Weinverpackungen

thuja thujon » Antwort #24 am:

raiSCH hat geschrieben: 4. Jun 2026, 15:08 Ich habe einmal eine ausführliche Weinverkostung in der Pfalz erlebt. Der Kellermeister ging auch ausführlich auf die verschiedenen Weinverpackungen ein, die sie von mehreren Experten testen ließen. Mit Abstand die sicherste und beste ist der Schraubverschluss, auch nach vielen Jahren.
Das habe ich in meinem Praktikum als Weinküfer vor gut 30 Jahren schon so gehört, und damals war auch schon das Bedauern groß, dass es die Kundschaft nicht anerkennen möchte.
Und die Einheitspfandflasche wird auch nicht praktisch durchsetzungsfähig, da beißt man sich auch schon seit Jahren die Zähne aus.

Beide Themen werden von der anderen Entwicklung eingeholt, weniger Weinabsatz bzw Genuss.
Wenn jemand 1000 Rebstöcke geschenkt haben möchte, ich könnte vermitteln. Kredenzen kann man damit nach dem trocknen verschiedene Grillgerichte.
Krabbe auf Riesling, Rotbarsch auf Grauburgunder, Lammsteak über Chardonnay, Kartoffelscheiben mit Spätburgunder, gegrillter Ziegenkäse mit Tomate auf Portugieser usw.

Schade für die Landschaft und die Existenzen.
Das kann jetzt verbuschen oder Mais rein.
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Re: Weinverpackungen

hobab » Antwort #25 am:

Auf die Schickimickiflaschen könnte ich gut verzichten - wär völlig zufrieden mit einem Flaschentyp. Warum wurde die Fläche aufgegeben? Im Prinzip kann man mit Wein ja noch Geld verdienen, klar, mit MDMA verdient man mehr, lebt aber auch riskanter…
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Re: Weinverpackungen

thuja thujon » Antwort #26 am:

Eigentlich kann man mit Wein kein Geld mehr verdienen. Roséwein divers für die ganzen Weinmischgetränke des Sommers wird aktuell mit 35 Cent der Liter gehandelt. Weißburgunder Qualitätswein 80 Cent, Grauburgunder 1€. Also Grauburgunder geht noch, 1,15€ bräuchte man zum überleben. Mittlerweile eher 1,25€.
Die Flasche mit Drehdeckel kostet rund 80 Cent, dazu das Etikett, den Beitrag für das duale System (Entsorgung), Transport usw.

Diese Verzweiflungstat hatte letztes Jahr für Unverständnis in der Winzerschaft gesorgt, zu dem Zeitpunkt nach der Getreideernte hätte man die 30.000 Liter Rotwein auch auf einem Stoppelacker mit dem Güllefass verteilen können.
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland ... u-100.html
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Re: Weinverpackungen

Rib-2BW » Antwort #27 am:

Gestern eine Flasche Portugieser Weißherbst aus Deutschland bei Edeka für 2€ die Flasche getrunken. Rebsorte unbekannt
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Sonnenscheinplatz
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Re: Weinverpackungen

Sonnenscheinplatz » Antwort #28 am:

Wenn Wein billiger als Cola ist, wird das zum Problem.
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Re: Weinverpackungen

thuja thujon » Antwort #29 am:

Naja, die Sorte ist Portugieser.
Weißherbst die Art zu keltern. Die unterscheidet sich übrigens von Rosé.

Hier mal Portugiesertrauben mit blauer Beerenhaut.
Portugieser Trauben.jpeg

Hier beim Rebstock sieht man schön das Problem der Sorte, sie treibt kaum aus dem alten Holz, verkahlt schnell und so findet sich oft nur Anschnittholz weit weg von der Basis. Das erfordert gründlicheres gucken beim Rebschnitt im Winter und kostet so Zeit und damit bares Geld.
Portugieser Rebstock.jpeg
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