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Tomaten 2026 (Gelesen 90410 mal)
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Tante Anni
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Re: Tomaten 2026
Obwohl einige Pflanzen in der Hitze straucheln, ihnen der Hagel zugesetzt hat und Reiswanzen unterwegs sind, setzen die Tomaten Früchte an (hier die Rondobella und Blüten der Slivovidnij). Man kommt mit dem Entgeizen und Aufbinden kaum hinterher, das ist die beste Zeit, finde ich.
Tomatenverrückt
- thuja thujon
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Re: Tomaten 2026
Ja. In großen Grobporen wie im Extremfall Rattenlöchern kann der Boden das Wasser aber nicht entgegen der Schwerkraft halten. Deswegen gibts auch manchmal 120% Sättigung.
Wasserfreien Boden dagegen wird es in der Praxis kaum geben, auch wenn er trocken ist, hält er noch ein paar ordentliche Prozent, je nach Luftfeuchtigkeit. Ist er wirklich trocken, zischt er beim wiederbefeuchten.
Die Tomaten entwickeln sich übrigens stetig, aber nicht schnell. Bei den Fleischis ist die dritte Rispe in Ordnung, bin gespannt wie die vierte und fünfte aussehen nach der aktuellen Hitze.
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Re: Tomaten 2026
Mit anderen Worten: Auch hier weiß niemand so richtig, was es mit dieser bottom-line-Botschaft der Bodenkunde auf sich hat und warum Generation um Generation von Landwirten, Gärtnern & GaLaBauern (oder wer auch sonst immer mit diesem Standardwerk der Bodenkunde aufwächst) das SO "schlucken": 25% Wasser-Haltevermögen eines guten / "normalen" Bodens scheint mir ne realistische Zahl: Für Sand (ca. 10%) wäre es deutlich zu viel, für Torf (keine Ahnung, was die Wissenschaft dazu weiß, aber ne Topfpflanze, die in einer sehr torfigen Erde mal erworben wurde und die ich alle paar Wochen dann mal ne halbe Stunde ins Wasserbad tauche, wenn sie wieder völlig abgetrocknet ist, nimmt in der Zeit SO viel Wasser auf!) auch 100%
(konkret: Das Töpfchen, dass abgtrocknet inkl. Pflante noch 150 Gramm wiegt, wiegt nach dem Wasserbad 300 Gramm!).
Aber die Frage bleibt: Wenn der Boden seine Speicherkapazität VOLL nutzt und in dem Moment der totalen Wassersättigung dann 100 (oder inklusive Rattenlöchern auch mal 120) Prozent erreicht sind, ist DAS dann ja die Momentaufnahme mit 25% Wassersättigung = 0% Luft.
Von dem Moment an (sprich: Regen- oder Gieß-Ereignis) beginnt dann aber die Abtrocknung und wo Wasser war kommt wieder Luft hin: Meine Frage war (und ist!) ja: Wann soll "der Boden" jeweils 25 (bzw. 23) Prozent Wasser UND Luft enthalten...
(konkret: Das Töpfchen, dass abgtrocknet inkl. Pflante noch 150 Gramm wiegt, wiegt nach dem Wasserbad 300 Gramm!).
Aber die Frage bleibt: Wenn der Boden seine Speicherkapazität VOLL nutzt und in dem Moment der totalen Wassersättigung dann 100 (oder inklusive Rattenlöchern auch mal 120) Prozent erreicht sind, ist DAS dann ja die Momentaufnahme mit 25% Wassersättigung = 0% Luft.
Von dem Moment an (sprich: Regen- oder Gieß-Ereignis) beginnt dann aber die Abtrocknung und wo Wasser war kommt wieder Luft hin: Meine Frage war (und ist!) ja: Wann soll "der Boden" jeweils 25 (bzw. 23) Prozent Wasser UND Luft enthalten...
Wer einen Tag lang glücklich sein will, der betrinke sich.
Wer einen Monat lang glücklich sein will, der schlachte ein Schwein und esse es auf.
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Wer ein Leben lang glücklich sein will, der werde Gärtner.
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- hobab
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Re: Tomaten 2026
Nein, 25% ist der normale Zustand, bzw weniger im Sand. Bei 100% ist die Luft aus dem Boden raus und im Ton geht das Sterben los. Im Sand ist Staunässe nur in Gewässernähe möglich.
Wozu willst du das überhaupt wissen? Für die Praxis ist es doch völlig unwichtig, jeder weiß doch, dass man nassen Torf oder stark lehmigen Boden nicht so oft gießen muss wie Sand. Mehr braucht man doch eigentlich nicht zu wissen?
Wozu willst du das überhaupt wissen? Für die Praxis ist es doch völlig unwichtig, jeder weiß doch, dass man nassen Torf oder stark lehmigen Boden nicht so oft gießen muss wie Sand. Mehr braucht man doch eigentlich nicht zu wissen?
Berlin, 7b, Sand
- thuja thujon
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Re: Tomaten 2026
Die Unklarheit kommt daher, dass erst 3 tage nach einem Niederschlagsereignis gemessen wird.
Also Montag regnets heftig, der Boden ist Klatschnass. Bis Donnerstag ist das Wasser, was der Boden nicht festhalten kann, nach unten durchgelaufen. Es sind die 24% bei einem sandigen Lehm Wasser drin. Luft gibts auch, weil in Grobporen keine Kapillarkräfte wirken können. Hier kommt auch zum tragen, dass in einem überlockerten Boden durch die vielen Grobporen Mikroerosion stattfindet, also feine Tonpartikel werden mit dem Wasser an den Sandpartikeln vorbei nach unten geschwemmt, so baut sich mit der Zeit wieder Kapillarität bzw/und Verdichtung auf. Deswegen sollte nach dem lockern auch rückverdichtet und der Boden so stabilisiert werden.
Vergleiche auch einen Eimer Tennisbälle mit einem Eimer Tischtennisbälle mit einem Eimer Murmeln. Wo passt wie viel Wasser in die Zwischenräume und wie ist da die Kapillarität? Erst die Mischung macht aus den drei Korngrößen was brauchbares.
Wofür wissen wollen? Manche Kulturen wachsen besser, wenn sie zB nur auf 80% der Nutzbaren Feldkapazität gewässert werden, also genug Gasaustausch für die Wurzelatmung bereit steht. Die durch den Humusabbau entstehende höhere CO2-Konzentration im Boden muss auch abgeführt werden, gerade bei hohen Temperaturen mit höherer Atmung. Man muss das System also Leistungsfähig halten, um mal wieder auf die absterbende Triebspitze der Tomate zurückzukommen.
Also Montag regnets heftig, der Boden ist Klatschnass. Bis Donnerstag ist das Wasser, was der Boden nicht festhalten kann, nach unten durchgelaufen. Es sind die 24% bei einem sandigen Lehm Wasser drin. Luft gibts auch, weil in Grobporen keine Kapillarkräfte wirken können. Hier kommt auch zum tragen, dass in einem überlockerten Boden durch die vielen Grobporen Mikroerosion stattfindet, also feine Tonpartikel werden mit dem Wasser an den Sandpartikeln vorbei nach unten geschwemmt, so baut sich mit der Zeit wieder Kapillarität bzw/und Verdichtung auf. Deswegen sollte nach dem lockern auch rückverdichtet und der Boden so stabilisiert werden.
Vergleiche auch einen Eimer Tennisbälle mit einem Eimer Tischtennisbälle mit einem Eimer Murmeln. Wo passt wie viel Wasser in die Zwischenräume und wie ist da die Kapillarität? Erst die Mischung macht aus den drei Korngrößen was brauchbares.
Wofür wissen wollen? Manche Kulturen wachsen besser, wenn sie zB nur auf 80% der Nutzbaren Feldkapazität gewässert werden, also genug Gasaustausch für die Wurzelatmung bereit steht. Die durch den Humusabbau entstehende höhere CO2-Konzentration im Boden muss auch abgeführt werden, gerade bei hohen Temperaturen mit höherer Atmung. Man muss das System also Leistungsfähig halten, um mal wieder auf die absterbende Triebspitze der Tomate zurückzukommen.
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