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Gießstrategie bei Hitzewellen (Gelesen 960 mal)

A rose is a rose is - Erfahrungen, Pflege und Schnitt von Rosen
Historische Rosen, Strauchrosen, Kletterrosen, Wildrosen ...

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Drainagefan
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

Drainagefan » Antwort #30 am:

thuja thujon hat geschrieben: 25. Jun 2026, 13:50 Wie kann ich mir denn 3 Wochen Dauerregen vorstellen? Gibt es da keine 5 Minuten Pause?
Natürlich gibt es da unterschiedliche Intensitäten und auch Zeiten, wo es nicht oder kaum regnet.
thuja thujon hat geschrieben: 25. Jun 2026, 13:50 Wie steht denn dein Regenmesser im Garten, sind da 2m drumrum und obendrüber frei?
Ich habe nie geschrieben, dass ich einen Regenmesser habe.
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thuja thujon
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

thuja thujon » Antwort #31 am:

Um so schwieriger einzuschätzen, wie viel es geregnet hat, man gräbt ja auch nicht ständig nach, wie tief noch Wasser vorhanden ist.

Wäre vielleicht mal eine Überlegung wert, einen anzuschaffen. Kann man sich ja auch schenken lassen.
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Drainagefan
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

Drainagefan » Antwort #32 am:

thuja thujon hat geschrieben: 25. Jun 2026, 14:05
Drainagefan hat geschrieben: 25. Jun 2026, 13:26Hier ist ein typisches Beispiel:
Und hier die Summe der letzten 30 Tage für die Gegend. Da ist von 60 bis 180mm alles dabei.
https://kachelmannwetter.com/de/regensu ... 0550z.html

Auf der gleichen Karte stehen bei mir 50mm, und hier ist es nicht trocken und tägliches gießen absolut unangebracht.
Genau mit meinem Screenshot versuchte ich doch zu erklären, dass solche Statistiken im konkreten Fall sinnlos sind. Sobald ich ein Gebiet erfasse, gibt es doch Orte wo es regnet und solche ganz in der Nähe wo es nicht regnet. Das ist das Problem. Ein paar km weiter sehe ich wie es dunkel ist und schüttet, aber bei mir bleibt es oft trocken. Das Regengebiet macht auch Kurven wie man am Screenshot sieht. Natürlich gibt es auch Situationen wo es großflächig regnet, aber das ist vergleichsweise die Ausnahme.

Gefühlsmäßig habe ich hier oft die Situation, dass es nur wenig regnet und der Boden nicht richtig feucht wird.

Gerade in den letzten 30 Tagen gab es mal 1 Woche mit relativ viel Regen, da haben sich die Pflanzen erholt. Ich meine Regen, da spannt man den Regenschirm auf, aber die Monate davor war der Regen nicht so viel. Kein Vergleich zu den Niederschlägen im Frühling vor 20 Jahren. Ein völlig verregneter April war früher keine Seltenheit.

Diese ganzen Durchschnittswerte sagen sehr wenig. Wie du schon geschrieben hast, der Schwiergermutter muss gleich geholfen werden und nicht im Herbst. So ist es auch mit dem Regen. Der Regen im Herbst ist zur Zeit uninteressant. Bis zum Herbst ist die Pflanze vertrocknet, wenn man nicht gegensteuert. Ich beobachte genau und notfalls kommt der Rückschnitt.

Ausnahmebeispiel: Meine Mutter wohnt ca. 1km entfernt und wir telefonierten. Sie erzählte, dass es bei ihr schüttet, bei mir war gar nichts, zuerst wollte ich das nicht glauhen. Die Situationen wo sich Wetter kaum bewegt, werden häufiger.
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

Gartenplaner » Antwort #33 am:

Drainagefan hat geschrieben: 25. Jun 2026, 13:57
Ich denke, die neue Rose hat jetzt Monate Zeit gehabt etwas in die Tiefe zu wurzeln, da sie nie gegossen wurde Es ging sich gerade immer wieder so aus, dass ich nicht gießen musste, weil Regen kam, wenn auch wenig. Meist zu wenig für "durchdringend".
Vielleicht ist es ein Trugschluss, dass die Rose in die Tiefe gewurzelt ist - eben grad weil der Regen nie so richtig „durchdringend“ war.
Das könnte die Wurzeln aus einem Torf-Topfballen eher animiert haben, nah der Bodenoberfläche zu bleiben.

Ich gieße kleine bis mittlere Gehölze beim einzelnen Gießgang immer mindestens mit 10 Liter.

Seit 5-6 Jahren ist meine Reaktion auf solch klimawandelbedingte Hitze-Dürreperioden allerdings, bei der Pflanzung (natürlich nur im Herbst) immer ein Wasserspeichergranulat, Stockosorb, in die Sohle der Pflanzgrube zu mischen.
So schaffe ich unterhalb des Wurzelballens erstens ein Wasserreservoir und schaffe damit zweitens einen Anreiz für die Wurzeln, in die Tiefe zu wachsen.

Nochmal die Frage nach deiner Bodenart, die in deinem Garten vorherrscht?
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

Drainagefan » Antwort #34 am:

hobab hat geschrieben: 25. Jun 2026, 14:33 Rosen und Mulch? Sind ja Tiefwurzler, also ich würd das lassen. Aber es gibt ja die Rosisten hier…
Ich mulche zwar nicht, aber die Potentilla sollten in ein paar Jahren den Boden abschatten.
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

thuja thujon » Antwort #35 am:

Drainagefan, das ist doch völlig klar, das weiß jeder.
Es ist übrigens keine Statistik auf der Karte, sondern Messwerte. Also da wo 60 steht, sind 60mm runtergekommen. Auch wenn es gefühlt nie oder nur bei der Schwiegermutter geregnet hat.
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

Mufflon » Antwort #36 am:

Mich irritiert, dass Du von vertrockneten Blüten sprichst.
Wie sehen denn die Blätter aus?
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

adiclair » Antwort #37 am:

Werden eigentlich noch wurzelnackte Rosen gekauft und dann deren Wurzeln in Lehmpampe getunkt, dann den Lehm an der Luft trocknen lassen und erst dann gepflanzt?
So habe ich alle unsere Rosen gepflanzt...
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

Drainagefan » Antwort #38 am:

Gartenplaner hat geschrieben: 25. Jun 2026, 14:55 Vielleicht ist es ein Trugschluss, dass die Rose in die Tiefe gewurzelt ist - eben grad weil der Regen nie so richtig „durchdringend“ war.
Da kannst du durchaus recht haben. Aus meiner Sicht habe ich alles getan, damit es die Rose oberflächlich nicht zu nass hat. Und die Regenmenge ist einfach so wie sie ist. Ich würde sagen bis jetzt gab es nur ein paar Tage, wo der Regen bis in die Tiefe vordringen konnte.

Gartenplaner hat geschrieben: 25. Jun 2026, 14:55 Seit 5-6 Jahren ist meine Reaktion auf solch klimawandelbedingte Hitze-Dürreperioden allerdings, bei der Pflanzung (natürlich nur im Herbst) immer ein Wasserspeichergranulat, Stockosorb, in die Sohle der Pflanzgrube zu mischen.
Ich sehe als Dilemma, dass es hier auch Wochen regnen kann (früher normal). Dann will man in den Garten lieber nur mit Gummistiefel, deswegen haben die meisten Pflanzen hier sehr gute Drainage, nicht aber Rosen und Hortensien. Die Drainage fällt mir bei Hitzewellen auf den Kopf, nur andererseits ist Staunässe für meine trockenheitsresistenten Pflanzen (fast alle) auch tödlich, also lieber bei Bedarf gießen.
Gartenplaner hat geschrieben: 25. Jun 2026, 14:55 Nochmal die Frage nach deiner Bodenart, die in deinem Garten vorherrscht?
Das kann man nicht beantworten. Theoretisch ist der Boden lehmig und teilweise sehr steinig.

Jede Pflanze bekommt bei mir eine eigene Erdmischung im gesamten Ausbreitungsbereich, also nicht nur doppelte Topfgröße, meist mit gut überlegtem Kiesnateil oder Steinen.

Die Rose hat nur Rosenerde aus dem Sack bekommen, ich schätze mal 40-50cm tief, manchmal auch tiefer, je nachdem wie weit die alte Rose ausgegraben wurde. Umfang etwa doppelter Topfdurchmesser um die neue Rose, sowie die Löcher die von der alten Rose offen waren.

Daneben ist Potentilla Goldrausch, der hat eine sehr steinige Erdmischung erhalten, damit das Wasser wegrinnt. Die Clematis hat fast keinen Kies erhalten. Die Hesperaloen vor der Rose sind fast in reinem Kies.
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

Drainagefan » Antwort #39 am:

Mufflon hat geschrieben: 25. Jun 2026, 15:02 Mich irritiert, dass Du von vertrockneten Blüten sprichst.
Wie sehen denn die Blätter aus?
Ich schau heute am Abend. Waren die Blüten vorher deutlich rosarot aus der Ferne, so sehen die Blüten jetzt weißlich bzw. verblüht aus. Ich glaube die Blüten haben einfach Farbe verloren. Die Blüte ist ja innen sowieso hell, weiß bis gelb. Wenn ich mich richtig erinnere, waren die Blätter noch nicht so schlimm.

Ich diskutiere ja, weil ich nichts übersehen will und rechtzeitig handeln will, wenn es nötig ist. Gefühlsmäßig könnte es die Rose schaffen, wenn man von den Blüten absieht und das ist normal. Ich gieße heuer das 1. Mal Yuccas mit über 2m hohen Blüten. Das scheint zu helfen, dass die Blüten nicht so schnell abfallen. bTW, die Yuccas haben vor 10 Jahren eine Mega-Drainage mit Blähton erhalten., aber da hatte es noch viel mehr geregnet.
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

thuja thujon » Antwort #40 am:

Drainagefan hat geschrieben: 25. Jun 2026, 15:16Die Rose hat nur Rosenerde aus dem Sack bekommen, ich schätze mal 40-50cm tief, manchmal auch tiefer, je nachdem wie weit die alte Rose ausgegraben wurde. Umfang etwa doppelter Topfdurchmesser um die neue Rose, sowie die Löcher die von der alten Rose offen waren.
Damit hat der Holzfaserballen (Rosenerde) kaum Kontakt zum Wasserführenden Unterboden. Wäre die Rose in den vorhandenen Lehm mit Steinen gepflanzt worden, hätte sie in den Boden einwurzeln können. So steht sie wohl wirklich etwas trocken und kommt auch nicht an die Nährstoffe im Boden dran.

In den meisten Fällen scheitern `Bodenverbesserungen´ im Pflanzloch. Wichtiger beim pflanzen ist die Bodenstruktur. Zusätze sehe ich eher kritisch.
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

hobab » Antwort #41 am:

Genau!
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

Gartenplaner » Antwort #42 am:

thuja thujon hat geschrieben: 25. Jun 2026, 15:37 …Damit hat der Holzfaserballen (Rosenerde) kaum Kontakt zum Wasserführenden Unterboden. Wäre die Rose in den vorhandenen Lehm mit Steinen gepflanzt worden, hätte sie in den Boden einwurzeln können. So steht sie wohl wirklich etwas trocken und kommt auch nicht an die Nährstoffe im Boden dran. …
Das war auch mein Gedanke, stimme vollumfänglich zu.
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

Secret Garden » Antwort #43 am:

Die Kletterrose sieht auf dem Foto gut aus, die wird das schaffen, ihre Wurzeln in die Tiefe schieben und sich von ein bisschen Tütenerde nicht aufhalten lassen. Vorzeitig verblühte oder vertrocknete Blüten sind nicht problematisch. Sollten Blätter oder Triebe schlappen, ist Gefahr im Verzug und spätestens dann muss gewässert werden, aber bitte 10 bis 20 Liter, nicht mit dem Spielzeuggießkännchen und nicht jeden Tag. :)
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In meinem eigenen Garten gieße ich trotz Hitzewelle nur Gemüsebeete und Kübelpflanzen. Bisher sieht alles noch gut aus. Auf Hortensien und Astilben habe ich besonderes Augenmerk, evt. muss ich die bald mal wässern. Die (eingewachsenen) Rosen haben verbruzzelte Blüten, aber sonst macht ihnen die Hitze und Trockenheit nichts aus. Bei einigen Rosensorten gab es bei Trockenheit schon mal Probleme mit Mehltau, aber auch da ist noch alles in Ordnung.
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