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Schrebergarten mit Aussicht (Gelesen 1292 mal)
- hobab
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Re: Schrebergarten mit Aussicht
Die überwintern hier ohne Schnickschnack in Container, tragen auch Früchte - aber die willst du nicht essen. Hab eine ca. 25- jährige im Kübel, sieht schön aus.
Berlin, 7b, Sand
- Hyla
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Re: Schrebergarten mit Aussicht
Zumindest ist die Erde gut gedüngt und du kannst sicher einiges ernten.
Hatten wir schon die versprochene Aussicht auf die Schwäb'sche Alb?
PS: Die Tasse ist hübsch. Damit kann man der Tag schön starten oder ausklingen lassen.
Hatten wir schon die versprochene Aussicht auf die Schwäb'sche Alb?
PS: Die Tasse ist hübsch. Damit kann man der Tag schön starten oder ausklingen lassen.
Liebe Grüße!
Wenn du denkst es geht nicht mehr,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.
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- Frau P
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Re: Schrebergarten mit Aussicht
Ich hätte es gleich bebildern sollen- jetzt ist die Erwartungshaltung und der Druck hoch!
Vielleicht enttäuscht er euch, aber für mich ist der Ausblick wunderbar- vorerst habe ich nur Fotos noch mit Pflaumenbaum und Wasserhahn gefunden, aber ich bin sicher, ich finde noch andere- oder mache neue.
und manche Dinge muss man aktiv ausblenden- Deutschlandflaggen z.B.
- Frau P
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Re: Schrebergarten mit Aussicht
Der Garten war nun unser, der Berg an Arbeit, die vor uns lag riesig.
Schrebergarten heißt Drittelregelung und der Anbau von Obst und Gemüse vorrangig, so dachten wir uns.
Also das vordere Gemüsebeet durch den Mann und den besten Spaten der Welt (unbezahlte Werbung: Baack-Spaten!) unkrautfrei und zu sichtbarer Beetfläche machen. Mutti, ihres Zeichens Schrebergärtnerin seit über 40 Jahren, hat gesagt: Pflanzt Kartoffeln, das hilft gegen Quecke und Co.
Ende Mai gibt es im Gartencenter und Baumarkt nur noch Restbestände. Schrumpelig, schon ausgetrieben und auf 1€ reduziert! Besser gehts doch nicht!
Gepflanzt und gewartet. In der vorderen Rabatte sieht man noch den Apfelsämling, der da aufging und alles andere an Unkraut.
Der Mann hatte den Auftrag: Apfelbaum raus und Unkraut weg.
Das erste hat er vorbildlich erledigt. Beim zweiten gab es schon den Hinweis auf kommende Muster: alles, was ich nicht kenne und was nicht blüht: wegsensen. Macht auch viel Spaß mit der neuen Akku-Heckenschere.
Auch die Pfingstrose, die sich da versteckt hatte.
Ein bisschen Schwund ist immer.
weil der Mann mir die schweren Arbeiten erledigt, muss er auch ein Mitspracherecht in manchen Dingen haben.
Am liebsten hätte er zu diesem Zeitpunkt eine Art Garten gehabt, wie sie wohl nicht so selten in Kleingartenanlagen sind: millimeterkurzer Rasen, Beete, bei denen man die braune Erde sieht (kein Mulchen oder Bodendecker), und dazwischen schön einzeln die Blühstauden, der Weg täglich gefegt und überhaupt. Ich war sehr froh, dass die Energie in die Gemüsebeete ging.
Wo war ich?
Ja Mitspracherecht. Also: welchen Obstbaum setzen wir denn an die Stelle des gefällten Sämlings?
Eine Khaki soll es sein.
Intensive Recherche und aggressive Werbung brachte uns zu Ackerbaum GmbH.
Die nach vielen Anrufen und Versprechungen eine schöne Khaki, einen tollen Birnbaum, Lavendel und eine Johannisbeere lieferten. Kornelkirschen, die auch mitsollten, wurden immer wieder versprochen, auch dann noch als sicherlich klar war, dass sie insolvent waren und das Geld futsch. Aber das ist eine andere Geschichte.
Dir Bäume wurden im Herbst gepflanzt und wuchsen gut an.
Schrebergarten heißt Drittelregelung und der Anbau von Obst und Gemüse vorrangig, so dachten wir uns.
Also das vordere Gemüsebeet durch den Mann und den besten Spaten der Welt (unbezahlte Werbung: Baack-Spaten!) unkrautfrei und zu sichtbarer Beetfläche machen. Mutti, ihres Zeichens Schrebergärtnerin seit über 40 Jahren, hat gesagt: Pflanzt Kartoffeln, das hilft gegen Quecke und Co.
Ende Mai gibt es im Gartencenter und Baumarkt nur noch Restbestände. Schrumpelig, schon ausgetrieben und auf 1€ reduziert! Besser gehts doch nicht!
Gepflanzt und gewartet. In der vorderen Rabatte sieht man noch den Apfelsämling, der da aufging und alles andere an Unkraut.
Der Mann hatte den Auftrag: Apfelbaum raus und Unkraut weg.
Das erste hat er vorbildlich erledigt. Beim zweiten gab es schon den Hinweis auf kommende Muster: alles, was ich nicht kenne und was nicht blüht: wegsensen. Macht auch viel Spaß mit der neuen Akku-Heckenschere.
Auch die Pfingstrose, die sich da versteckt hatte.
Ein bisschen Schwund ist immer.
weil der Mann mir die schweren Arbeiten erledigt, muss er auch ein Mitspracherecht in manchen Dingen haben.
Am liebsten hätte er zu diesem Zeitpunkt eine Art Garten gehabt, wie sie wohl nicht so selten in Kleingartenanlagen sind: millimeterkurzer Rasen, Beete, bei denen man die braune Erde sieht (kein Mulchen oder Bodendecker), und dazwischen schön einzeln die Blühstauden, der Weg täglich gefegt und überhaupt. Ich war sehr froh, dass die Energie in die Gemüsebeete ging.
Wo war ich?
Ja Mitspracherecht. Also: welchen Obstbaum setzen wir denn an die Stelle des gefällten Sämlings?
Eine Khaki soll es sein.
Intensive Recherche und aggressive Werbung brachte uns zu Ackerbaum GmbH.
Die nach vielen Anrufen und Versprechungen eine schöne Khaki, einen tollen Birnbaum, Lavendel und eine Johannisbeere lieferten. Kornelkirschen, die auch mitsollten, wurden immer wieder versprochen, auch dann noch als sicherlich klar war, dass sie insolvent waren und das Geld futsch. Aber das ist eine andere Geschichte.
Dir Bäume wurden im Herbst gepflanzt und wuchsen gut an.
- Frau P
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Re: Schrebergarten mit Aussicht
Und weil man nicht nur Gemüse und Bäume pflanzen kann, sondern auch was für die Seele braucht, versank ich abendelang in den Suchmaschinen der Rosenhändler und suchte nach der Rose aus dem Garten meiner Eltern. Die allerschönste Rose der Welt, mit dem besten Duft.
Ich fand sie dann, las mich zuerst durch die Lebensgeschichte des Züchters (sehr interessant!), dann durch die Lebensgeschichte des Namensgebers (ein Hallodri und heute würde man wohl keine Rose mehr nach ihm benennen, aber nun gut) und dann suchte ich den Roseneltern und anderen Rosen dieses Züchters. Ich träumte sogar (nicht immer schlafend) vom Rosenzüchten...
Die Schönste aller Rosen war nicht lieferbar, zwei Stecklingsversuche scheiterten. (An mir höchstwahrscheinlich)
Also Ersatz gesucht. Eine gute Höhe und duftend. Stark duftend.
Denn die Idee ist: man kommt aus dem Gartenhäuschen und riecht die wunderschönen Rosen, bevor man sie sieht. Es wurden Desdemona, Nostalgie, Mildred Scheel und Admiral.
Ich fand sie dann, las mich zuerst durch die Lebensgeschichte des Züchters (sehr interessant!), dann durch die Lebensgeschichte des Namensgebers (ein Hallodri und heute würde man wohl keine Rose mehr nach ihm benennen, aber nun gut) und dann suchte ich den Roseneltern und anderen Rosen dieses Züchters. Ich träumte sogar (nicht immer schlafend) vom Rosenzüchten...
Die Schönste aller Rosen war nicht lieferbar, zwei Stecklingsversuche scheiterten. (An mir höchstwahrscheinlich)
Also Ersatz gesucht. Eine gute Höhe und duftend. Stark duftend.
Denn die Idee ist: man kommt aus dem Gartenhäuschen und riecht die wunderschönen Rosen, bevor man sie sieht. Es wurden Desdemona, Nostalgie, Mildred Scheel und Admiral.
- Rosenfee
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Re: Schrebergarten mit Aussicht
Schön, dass Du Deinen Schrebergarten ausführlich vorstellst
.
"....und der Porree dazwischen..." Habt Ihr ihn zur Blüte kommen lassen? Ich habe mal bei einem Gartenbesuch blühenden Porree gesehen und war hellauf begeistert.
.
Zur abgesensten Pfingstrose: Wir hatten vor 20 Jahren einen sehr verwilderten Schrebergarten übernommen. GG war für das Rasen mähen zuständig. Nach dem dritten Mal meinte er, ich solle mir doch mal die Blätter dahinten angucken, das wäre doch kein Rasen. Nein, es war ein Pfingstrose, die immer wieder mit gemäht wurde. Nach dieser Erkenntnis hat er sie natürlich stehenlassen und sie hat jahrelang wunderschön und üppigst geblüht.
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"....und der Porree dazwischen..." Habt Ihr ihn zur Blüte kommen lassen? Ich habe mal bei einem Gartenbesuch blühenden Porree gesehen und war hellauf begeistert.
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Zur abgesensten Pfingstrose: Wir hatten vor 20 Jahren einen sehr verwilderten Schrebergarten übernommen. GG war für das Rasen mähen zuständig. Nach dem dritten Mal meinte er, ich solle mir doch mal die Blätter dahinten angucken, das wäre doch kein Rasen. Nein, es war ein Pfingstrose, die immer wieder mit gemäht wurde. Nach dieser Erkenntnis hat er sie natürlich stehenlassen und sie hat jahrelang wunderschön und üppigst geblüht.
LG Rosenfee
- Brezel
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Re: Schrebergarten mit Aussicht
Herrlich!
Meine Feigen sehen auch so aus. Ich tippe auf Dalmatiner, weiß es aber nicht. Um die Jahrtausendwende auf dem Stuttgarter Wochenmarkt als Steckling gekauft und in Brandenburg ausgepflanzt.
Und die Minze rieche ich bis hier!
Meine Feigen sehen auch so aus. Ich tippe auf Dalmatiner, weiß es aber nicht. Um die Jahrtausendwende auf dem Stuttgarter Wochenmarkt als Steckling gekauft und in Brandenburg ausgepflanzt.
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- Frau P
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Re: Schrebergarten mit Aussicht
Nein, das haben wir wohl nicht.
Das Porreebeet war das Queckebeet und das hat der Mittlere alleine entqueckt- und dabei auch den Porree rausgeworfen. Aber das mit der schönen Blüte merke ich mir! Wundern tut es mich nicht- Knoblauch und Zwiebel blühen ja auch sehr apart.
- Frau P
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Re: Schrebergarten mit Aussicht
Nochmal die Aussicht, meine Phantasien, was ich mit der Flagge am liebsten machen würde, behalte ich für mich... ich denke mir nur immer, wenn die Leute die Flagge so lieben, warum sie sie dann nicht auf ihrer Terrasse hissen oder als Sonnensegel benutzen...
Ich benutze einfach mein inneres Photoshop...
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- Frau P
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Re: Schrebergarten mit Aussicht
Nachdem also das Kartoffelbeet angelegt war, der Birnbaum und die Khaki gepflanzt waren, kamen noch zwei Hortensien dazu. Eine weiße und eine blaue. Sie sahen wunderschön aus, bis ich recht schnell merkte, dass ihr Wasserbedarf, meine Zeit und Lust täglich mit einer Gießkanne bei Fuß zu stehen, einfach nicht zueinander passten.
Überhaupt war mir recht schnell klar, dass ich kein Fan von englischem Rasen und nacktem braunen Boden bin. Im Gemüsebeet Unkraut jäten- völlig klar und kein Problem!
Das hatten wir ja schließlich auch beim ersten Teil des Pfefferminzbeets hervorragend geschafft. Dort pflanzten wir Erdbeeren, Tomaten, Paprika, Radicchio, Möhren (nichts geworden), Süßkartoffeln und noch allerlei anderes an. Kostenlos und ungeplant gab es noch Portulak obendrauf. Viel Portulak! Ich habe alle Rezepte und Zubereitungsarten, die ich im Internet fand, ausprobiert- er schmeckt uns einfach nicht. Aber zum Mulchen kann man ihn nehmen, solange er nicht blüht.
Wir entfernten also bis zu den Johannisbeeren die Pfefferminze und freuten uns.
Damit war eigentlich das Jahr 2024 auch schon rum- wir ernteten genossen die Aussicht und bekamen viele Ratschläge unseres linksseitigen Nachbarn, wie wir unseren Rasen pflegen könnten, auf das er auch so schön wie der seine würde. Wir bedankten uns höflich und taten nichts dergleichen.
Die Hartriegelhecke wurde gerodet, die Maulbeere, die uns nicht schmeckte, nicht gleichzeitig abreifte und für viele Matschflecken auf dem Gras, das eine Liegewiese werden sollte, sorgte, wurde ebenfalls entfernt. Wir setzten 2 Felsenbirnen und 2 Ölweiden als Heckenersatz, die Maulbeerenwurzel grub mein Mann aus, den entstandenen "Krater" füllen wir später auf! So dachten wir. Im Winter 2024/2025 hatte ich dann eine grandiose Idee nach der anderen, wie der Garten weniger einsehbar und weniger langweilig mit mehr versteckten Eckchen werden könnte. 300qm und von vorn und hinten durch Anlagewege einsehbar und mit -wenig, aber immerhin- Publikumsverkehr, braucht man schon die ein oder andere private Ecke.
Die erste grandiose Idee war, dass man den schnurgeraden Eingang etwas seitlich verlegen könnte, ein Stück des Rasens zu einem wunderschönen Staudenbeet machen könnte, dass den neuen Eingang dann links und rechts flankiert. Natürlich wäre das Staudenbeet zu jeder Jahreszeit bunt blühend, alle Pflanzen wunderschön, trockenheits- und schneckenresistent und eine große Anzahl an heimischen Wildstauden wäre auch dabei.
Inzwischen hatte ich nämlich entdeckt, dass doch einige Schrebergärten, die als besonders gepflegt und schön galten, in meinen Augen fast besenrein waren. Mir schwebte aber so eine Art bunter Bauerngarten vor, mit Bodendeckern, die das Unkraut in Schach halten und nicht Beete, die man fast täglich vom Unkraut befreien muss, damit die schöne braune Erde gut zu sehen ist. Ich fand in den Tiefen des Internets die Zertifizierung von "Natur im Garten", las die Vergabekriterien und mir gefiel diese Vorstellung. Hier im Forum fand ich dann durchaus Geschichten (solosunny), die mir die Lust verdarben, aber an den Kriterien kann ich mich ja trotzdem orientieren, Plakette hin oder her.
Aber ich schweife ab.
Das neue Staudenbeet- ich wühlte mich also gute zwei Monate durch Internetsuchmaschinen und die Filter verschiedener Staudengärtnereien- irgendwann merkte ich, dass diese Filter bzw. Angaben auch nicht immer korrekt sind, also musste ich gegenchecken, ob die Angaben auch wirklich stimmen. Das erleichterte die Aufgabe nicht. Diesmal träumte ich nicht vom Rosenzüchten, sondern fühlte mich manchmal so überfordert, dass ich schon von englischem Rasen überall träumte, das erschien mir weniger kompliziert- und mein Nachbar würde mir alles beibringen.
Aber ich stelle mich manchmal den Herausforderungen. Ich stellte also Pflanzen zusammen, nach Höhe, denn das Beet sollte aufsteigend gestaltet sein und nach hinten ordentlich an Höhe gewinnen, damit die Sichtachse in den hinteren Teil des Gartens etwas gebrochen werden sollte. Und nach Blühfarbe und Blühzeitpunkt sortierte ich sie auch, schließlich sollte ja immer etwas blühen. Ja und Trockenheitsresistenz war ein Muss.
Der mittlere Sohn, der immer schon ein großes Interesse an Amphibien hatte, wünschte sich einen kleinen Teich. Der konnte eigentlich nur im Staudenbeet sein, alles andere war viel zu sonnig und es gab einfach keinen guten Platz. Also ließ ich in der Gestaltung eine Stelle für ein kleines Becken frei.
Überhaupt war mir recht schnell klar, dass ich kein Fan von englischem Rasen und nacktem braunen Boden bin. Im Gemüsebeet Unkraut jäten- völlig klar und kein Problem!
Das hatten wir ja schließlich auch beim ersten Teil des Pfefferminzbeets hervorragend geschafft. Dort pflanzten wir Erdbeeren, Tomaten, Paprika, Radicchio, Möhren (nichts geworden), Süßkartoffeln und noch allerlei anderes an. Kostenlos und ungeplant gab es noch Portulak obendrauf. Viel Portulak! Ich habe alle Rezepte und Zubereitungsarten, die ich im Internet fand, ausprobiert- er schmeckt uns einfach nicht. Aber zum Mulchen kann man ihn nehmen, solange er nicht blüht.
Wir entfernten also bis zu den Johannisbeeren die Pfefferminze und freuten uns.
Damit war eigentlich das Jahr 2024 auch schon rum- wir ernteten genossen die Aussicht und bekamen viele Ratschläge unseres linksseitigen Nachbarn, wie wir unseren Rasen pflegen könnten, auf das er auch so schön wie der seine würde. Wir bedankten uns höflich und taten nichts dergleichen.
Die Hartriegelhecke wurde gerodet, die Maulbeere, die uns nicht schmeckte, nicht gleichzeitig abreifte und für viele Matschflecken auf dem Gras, das eine Liegewiese werden sollte, sorgte, wurde ebenfalls entfernt. Wir setzten 2 Felsenbirnen und 2 Ölweiden als Heckenersatz, die Maulbeerenwurzel grub mein Mann aus, den entstandenen "Krater" füllen wir später auf! So dachten wir. Im Winter 2024/2025 hatte ich dann eine grandiose Idee nach der anderen, wie der Garten weniger einsehbar und weniger langweilig mit mehr versteckten Eckchen werden könnte. 300qm und von vorn und hinten durch Anlagewege einsehbar und mit -wenig, aber immerhin- Publikumsverkehr, braucht man schon die ein oder andere private Ecke.
Die erste grandiose Idee war, dass man den schnurgeraden Eingang etwas seitlich verlegen könnte, ein Stück des Rasens zu einem wunderschönen Staudenbeet machen könnte, dass den neuen Eingang dann links und rechts flankiert. Natürlich wäre das Staudenbeet zu jeder Jahreszeit bunt blühend, alle Pflanzen wunderschön, trockenheits- und schneckenresistent und eine große Anzahl an heimischen Wildstauden wäre auch dabei.
Inzwischen hatte ich nämlich entdeckt, dass doch einige Schrebergärten, die als besonders gepflegt und schön galten, in meinen Augen fast besenrein waren. Mir schwebte aber so eine Art bunter Bauerngarten vor, mit Bodendeckern, die das Unkraut in Schach halten und nicht Beete, die man fast täglich vom Unkraut befreien muss, damit die schöne braune Erde gut zu sehen ist. Ich fand in den Tiefen des Internets die Zertifizierung von "Natur im Garten", las die Vergabekriterien und mir gefiel diese Vorstellung. Hier im Forum fand ich dann durchaus Geschichten (solosunny), die mir die Lust verdarben, aber an den Kriterien kann ich mich ja trotzdem orientieren, Plakette hin oder her.
Aber ich schweife ab.
Das neue Staudenbeet- ich wühlte mich also gute zwei Monate durch Internetsuchmaschinen und die Filter verschiedener Staudengärtnereien- irgendwann merkte ich, dass diese Filter bzw. Angaben auch nicht immer korrekt sind, also musste ich gegenchecken, ob die Angaben auch wirklich stimmen. Das erleichterte die Aufgabe nicht. Diesmal träumte ich nicht vom Rosenzüchten, sondern fühlte mich manchmal so überfordert, dass ich schon von englischem Rasen überall träumte, das erschien mir weniger kompliziert- und mein Nachbar würde mir alles beibringen.
Aber ich stelle mich manchmal den Herausforderungen. Ich stellte also Pflanzen zusammen, nach Höhe, denn das Beet sollte aufsteigend gestaltet sein und nach hinten ordentlich an Höhe gewinnen, damit die Sichtachse in den hinteren Teil des Gartens etwas gebrochen werden sollte. Und nach Blühfarbe und Blühzeitpunkt sortierte ich sie auch, schließlich sollte ja immer etwas blühen. Ja und Trockenheitsresistenz war ein Muss.
Der mittlere Sohn, der immer schon ein großes Interesse an Amphibien hatte, wünschte sich einen kleinen Teich. Der konnte eigentlich nur im Staudenbeet sein, alles andere war viel zu sonnig und es gab einfach keinen guten Platz. Also ließ ich in der Gestaltung eine Stelle für ein kleines Becken frei.
Zuletzt geändert von Frau P am 27. Jun 2026, 17:22, insgesamt 2-mal geändert.
- Hyla
- Beiträge: 6432
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Re: Schrebergarten mit Aussicht
Lustig wie sich manche Dinge gleichen trotz komplett entgegengesetzter Gegend. Den Tipp mit Kartoffeln gegen Quecke habe ich vor vielen Jahren auch bekommen.
Und auch wir bekamen ganz tolle Tipps zur Rasenpflege, die wir freundlich lächelnd ignorierten.
Deine Aussicht ist ganz toll.
Als eingefleischte Flachlandtirolerin schätze ich die heimische platte Erde sehr, gucke mir aber trotzdem gern eure Fotos an. Sieht etwas ähnlich aus wie bei der Buddelkönigin.
Und auch wir bekamen ganz tolle Tipps zur Rasenpflege, die wir freundlich lächelnd ignorierten.
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Liebe Grüße!
Wenn du denkst es geht nicht mehr,
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- solosunny
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Re: Schrebergarten mit Aussicht
Schön habt ihrs. Und es gibt ja neuerdings auch Kleingartenanlagen die ein insektenfreiäundlichrs Beet gestatten.
. Genießt euren Garten.
- Rosenfee
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- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re: Schrebergarten mit Aussicht
Du hast eine sehr humorvolle Art zu schreiben
Macht Spaß, die Entwicklung Eures Gartens mit zu erleben.
LG Rosenfee
- Frau P
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Re: Schrebergarten mit Aussicht
Ja, manche Dinge sind doch gleich, egal wo man istHyla hat geschrieben: ↑26. Jun 2026, 19:47 Lustig wie sich manche Dinge gleichen trotz komplett entgegengesetzter Gegend. Den Tipp mit Kartoffeln gegen Quecke habe ich vor vielen Jahren auch bekommen.
Und auch wir bekamen ganz tolle Tipps zur Rasenpflege, die wir freundlich lächelnd ignorierten.![]()
Deine Aussicht ist ganz toll.![]()
Als eingefleischte Flachlandtirolerin schätze ich die heimische platte Erde sehr, gucke mir aber trotzdem gern eure Fotos an. Sieht etwas ähnlich aus wie bei der Buddelkönigin.
Ich liebe die Aussicht - ich komme auch eher aus dem Flachland, habe in Norddeutschland studiert und diese weiten Blicke immer sehr geliebt.
- MarkoFlow
- Newbie
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- Registriert: 19. Jun 2026, 08:11
- Region: Slowenien, Raum Ljubljana, Tiefland
- Höhe über NHN: ca. 300 m
- Bodenart: eher lehmig
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re: Schrebergarten mit Aussicht
Sehr schön zu lesen, wie sich der Garten Schritt für Schritt entwickelt. Gerade die Mischung aus Nutzgarten, Aussicht, kleinen Rückschlägen und eigenen Ideen macht den Bericht sehr lebendig. Und das freundliche Ignorieren der Rasentipps kenne ich aus vielen Gärten nur zu gut.