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100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt (Gelesen 67122 mal)

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Lady Gaga
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

Lady Gaga » Antwort #525 am:

Bei mir hat letzten Winter Clerodendron bungei schlecht überlebt, ist im Frühling nur spät und klein ausgetrieben, inzwischen ist sie/er tot. Ist also doch nicht so einfach in einer Weinbauregion. :P
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Eckhard
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

Eckhard » Antwort #526 am:

Ich jäte den Clerodendrum wieder raus. Kam hier erst sehr spät im Herbst zur Blüte, wenn überhaupt. Die Ausläufer tauchen nach 2 Jahren jäten immer noch auf.
Schade, denn eigentlich finde ich ihn (blühend) schön. Und du hast jetzt schon Blüten im Kübel!
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Lou-Thea
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

Lou-Thea » Antwort #527 am:

Aaah, dankeschön für die updates, ich freu mich immer über neue Impressionen hier. :D Habe auch Farfugium-Neid, meins hat aber selbst im Topf den Winter nicht überlebt.
Traumhafte Terrasse!

Die Brassaiopsis (seufz!) hat ja den perfekten Platz vor der Wandleuchte, wirkt überaus spektakulär. Ich sehe daneben Windenlaub... sowas ging im Wurzelballen der Rhodea (die übrigens fröhlich treibt) hier auch auf, ich hab's extra getopft und heute ausgepflanzt, bitte sag, dass es nicht rosa ist. ;D
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Gartenplaner
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

Gartenplaner » Antwort #528 am:

Eckhard hat geschrieben: 8. Jul 2026, 22:28 Ich jäte den Clerodendrum wieder raus. Kam hier erst sehr spät im Herbst zur Blüte, wenn überhaupt. Die Ausläufer tauchen nach 2 Jahren jäten immer noch auf.
Schade, denn eigentlich finde ich ihn (blühend) schön. Und du hast jetzt schon Blüten im Kübel!
Alternativ gäbe es einen mit weißgerandeten Blättern, ‚Pink Diamond‘ ;)

(Schlug bei mir allerdings auch immer wieder in die Normalform zurück und brauchte es feuchter, als mein Garten bieten konnte)
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semicolon
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

semicolon » Antwort #529 am:

Lady Gaga hat geschrieben: 8. Jul 2026, 21:23 Bei mir hat letzten Winter Clerodendron bungei schlecht überlebt, ist im Frühling nur spät und klein ausgetrieben, inzwischen ist sie/er tot. Ist also doch nicht so einfach in einer Weinbauregion. :P
Das ist wirklich außergewöhnlich in einer Weinbauregion, wo der als Staude völlig winterhart sein sollte. Das Holz sollte mindestens -10 überleben, die Wurzelausläufer nochmal deutlich kälter. Vielleicht konnte der aus Gründen nicht genügend Wurzelmasse bilden?
Wie Eckhard schon schreibt, schickt der großzügig Wurzelausläufer auf Wanderschaft.
Der blüht hier sehr zuverlässig an frischen Trieben aus dem Altholz, braucht aber im Frühjahr viel Feuchtigkeit für einen starken Austrieb. Ausgepflanzte, vor allem die im Schatten, fangen ca. 2-3 Wochen später an.
Lou-Thea hat geschrieben: 8. Jul 2026, 22:31 Aaah, dankeschön für die updates, ich freu mich immer über neue Impressionen hier. :D Habe auch Farfugium-Neid, meins hat aber selbst im Topf den Winter nicht überlebt.
Traumhafte Terrasse!

Die Brassaiopsis (seufz!) hat ja den perfekten Platz vor der Wandleuchte, wirkt überaus spektakulär. Ich sehe daneben Windenlaub... sowas ging im Wurzelballen der Rhodea (die übrigens fröhlich treibt) hier auch auf, ich hab's extra getopft und heute ausgepflanzt, bitte sag, dass es nicht rosa ist. ;D
Über Farfugium hatten wir hier letztes Jahr schonmal geschrieben. Aus meiner Sicht müssen bei uns 2 Faktoren erfüllt werden:
1. Große Züchtungen sind wesentlich winterhärter, vermutlich weil sie dickere Rhizome bilden und im Frühjahr besser starten. Die werden häufig als 'Gigantea' angeboten. Die kleineren gelb gepunkteten, die man in Urlaubsregionen sieht, sind viel anfälliger.
2. Wassermanagement ist wichtig. Im Sommer ist normal-trocken bis dauerfeucht oder wechselnass ideal. Im Winter muss es sehr durchlässig sein. Was gut funktioniert ist, sie auf kleine Hügel zu setzen, damit die Rhizome tendenziell trocken oberflächlich aufliegen.
Und unbedingt vor Schnecken schützen im Austrieb!

Das ist keine Brassaiopsis, sondern Manihot grahamii. Der ist für unser Klima deutlich besser geeignet weil der auch als Staude kultiviert werden kann und dabei wesentlich hitzetoleranter ist und trotz Abfrieren mehrere Meter pro Saison erreichen kann. Braucht aber sehr warme Sommer mit Hitzestau, am besten vor Mauern oder Hausfassaden.
Auf dem Bild ist eine Mondwinde zu sehen, die habe ich aber erst seit diesem Jahr. Die Keimlinge müssten normale Prunkwinden sein, die sich hier zusammen mit Kapuzinerkresse sehr stark aussamen und im Frühjahr in jeder Ritze keimen. Ich weiß nicht, wie samenfest sie sind, die Elternpflanzen waren aber dunkelblau bis violett 😊
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Lou-Thea
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

Lou-Thea » Antwort #530 am:

Ah, sorry, man sollte halt genauer lesen, aber egal, auch als Manihot spektakulär. ;)

Passt, violette Winden wären ok. Ich fand die Sämlinge zu schade zum Wegwerfen, hatte ewig keine Prunkwinden mehr. Mondwinde hatte ich mal eine Zeitlang, mag ich sehr! Wuchsen üppig und hoch, eine solche Blütenfülle wie bei Prunkwinden gab's aber nie und Überwinterungsversuche sind leider immer gescheitert.
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semicolon
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

semicolon » Antwort #531 am:

Lou-Thea hat geschrieben: 10. Jul 2026, 12:33 Ah, sorry, man sollte halt genauer lesen, aber egal, auch als Manihot spektakulär. ;)

Passt, violette Winden wären ok. Ich fand die Sämlinge zu schade zum Wegwerfen, hatte ewig keine Prunkwinden mehr. Mondwinde hatte ich mal eine Zeitlang, mag ich sehr! Wuchsen üppig und hoch, eine solche Blütenfülle wie bei Prunkwinden gab's aber nie und Überwinterungsversuche sind leider immer gescheitert.
Auf die Mondwinde bin ich sehr gespannt. Sie steht in einem 5l-Topf und wird reichlich gewässert und gedüngt. Hatte sie erst vor 3 Wochen als einen bewurzelten Steckling bekommen, angeblich kommen sie dann schneller zur Blüte, verholzen besser und lassen sich dadurch leichter überwintern. Sie hat in der Zeit bei mit gut anderthalb Meter zugelegt und ich glaube, ich sehe bereits kleine Blütenansätze. Spannend sind auch die Luftwurzeln - in einem minimalistischeren Garten könnte man glatt in Massenvermehrung gehen aber der Erwachsene in mir hält das für keine gute Idee 😅
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Eckhard
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

Eckhard » Antwort #532 am:

Ich habe seit Jahren Mondwinden: bei gutem, warmem Platz und eher 30-Liter-Kübeln oder gut gewässert ausgepflanzt, blühen Stecklingspflanzen üppig. Alte Pflanzen nicht überwintern, sondern im September Stecklinge nehmen. Die wurzeln bei mind. 20 Grad ganz leicht, am besten sogar in Wasser. Die Herausforderung der Überwinterung sind Spinnmilben. Warm (15-20Grad) und sehr hell überwintern.
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semicolon
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

semicolon » Antwort #533 am:

Eckhard hat geschrieben: 14. Jul 2026, 16:44 Ich habe seit Jahren Mondwinden: bei gutem, warmem Platz und eher 30-Liter-Kübeln oder gut gewässert ausgepflanzt, blühen Stecklingspflanzen üppig. Alte Pflanzen nicht überwintern, sondern im September Stecklinge nehmen. Die wurzeln bei mind. 20 Grad ganz leicht, am besten sogar in Wasser. Die Herausforderung der Überwinterung sind Spinnmilben. Warm (15-20Grad) und sehr hell überwintern.
Leider habe ich keinen guten Platz für eine warme und helle Überwinterung und Winteranzucht. Wenn die Sommerkultur gut funktioniert, werde ich mir lieber schon früher im Jahr eine Pflanze besorgen. Leider habe ich meine erst im Juni bekommen.
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semicolon
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

semicolon » Antwort #534 am:

20260716_090846.jpg
Arbutus 'Marina' stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste. Erdbeerbäume sind aus meiner Sicht die idealen Klimabäume für wintermilde Gebiete und sollten viel mehr zum Einsatz kommen. Der 'Marina' ist eine ganz besondere Hybride und bei uns in Kultur praktisch unbekannt. Sie verbindet eine extrem malerische und skulpturale Form mit sehr guter Wüchsigkeit und einmaliger Optik. Eigentlich nichts für meinen kleinen Garten weil sie nach Solitärstellung und Fläche verlangt, aber sie soll kalktoleranter sein als der unedo und damit ideal für überdachte Kübelkultur auf der Terrasse geeignet. Ich habe das Gefühl, dass Marina noch üppiger und spektakulärer blüht als der unedo. Bei meiner Pflanze hat jeder Trieb eine große Rispe. In puncto Winterhärte ist das noch eine Blackbox aber irgendjemand muss ja anfangen.
20260718_095109.jpg
Die glatte, fast wie 3D-gerenderte Rinde bildet bereits im jungen Alter zwei Aspekte: erst leuchtend zimtbraun, dann schält sie sich plötzlich pistaziengrün. Ein Bisschen wie bei Lagerstroemien.
20260718_095104.jpg
Meine Pflanze wurde leider ziemlich verschnitten, daher habe ich direkt aufgeastet und 7 Stecklinge und 3 Abmoosungen gestartet. Angeblich ist Arbutus schlecht zu bewurzeln but I put my trust in Clonex + Sphagnum. Es ist so aufregend!
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Violatricolor
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

Violatricolor » Antwort #535 am:

@semicolon
Eine wunderschöne Ecke hast Du Dir da gezaubert!
Zu Deiner unbekannten Paeonia - könntest Du die kleinen Blätter mal zählen?
Vielleicht kann dann ein Paeonien Spezialist helfen, sie zu identifizieren.
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Violatricolor
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

Violatricolor » Antwort #536 am:

Es könnte sich vielleicht um eine sehr seltene handeln.
Hast Du sie selbst aus Samen gezogen? Falls ja, woher kam die Saat?
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semicolon
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

semicolon » Antwort #537 am:

Violatricolor hat geschrieben: 18. Jul 2026, 21:15 Es könnte sich vielleicht um eine sehr seltene handeln.
Hast Du sie selbst aus Samen gezogen? Falls ja, woher kam die Saat?
Ich schaue mal morgen bei Tageslicht, ob sie ihre Blätter nach der schlimmen Hitze noch behalten hat. Ich hatte die kleine Pflanze von einem Raritätenmarkt, das war ein Einzelexemplar ohne Schild und ich hatte sie ausschließlich nach Optik gekauft weil ich ebenfalls schon eine Rarität gewittert hatte. Sie sieht für mich jedenfalls nach einer Wildart aus. Hier noch ein Bild vom letzten Jahr:
20250719_140437.jpg
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semicolon
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

semicolon » Antwort #538 am:

20260718_214912.jpg
20260718_214906.jpg
Setaria palmifolia, diese panaschierte Form ist beim Züchter zufällig aufgetaucht. Vor zwei Jahren hatte ich sie noch als einzelne Mutterpflanze bewundert, dieses Jahr konnte ich einen der ersten Klone ergattern. Traditionell hasse ich panaschierte Pflanzen, aber gelegentlich zünden bei mir besondere Zeichnungen oder, wie in diesem Fall, diese Optik, als wären die Blätter sauber und gewollt zusammengenäht worden.

Wer Setaria noch nicht kennt, es ist eine Borstenhirse mit sehr breiten, perfekt plikaten Blättern. Sie wächst horstig ausladend und überaus elegant und erinnert stark an tropische Curculigo oder Palmensämlinge, üblicherweise ist sie bei uns kaum winterhart, es gibt aber wenige Auslesen, die auch 2-stellige Fröste problemlos wegstecken. Habe seit Jahren eine große Pflanze im trockenen Schatten. Sie ist sehr genügsam und hat selbst die Sahara-Hitze ohne Verbrennungen überstanden. Bilder folgen bei Tageslicht.
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Violatricolor
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

Violatricolor » Antwort #539 am:

Dankeschön!
Na dann warten wir morgen ab.
Würde Dir es ausmachen, den Ort des Raritätenmarktes zu verraten? Ist Der Händler der Züchter oder ein Verkäufer?
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