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Eisenhut, Aconitum (Gelesen 108014 mal)
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- hobab
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Re: Eisenhut, Aconitum
hemsleyanum Ist mir grade abgekackt, kurz vor der Blüte - Staunässe über einen Tag hat der nicht ausgehalten
Berlin, 7b, Sand
Re: Eisenhut, Aconitum
Keine Ahnung, dahinter steht eine besondere Ligularia. Also immer ordentlich Schneckenkorn.Kasbek hat geschrieben: ↑3. Aug 2026, 15:06 Die kletternden sind hier im Thread und an diversen anderen Stellen verstreut – die Suche nach „hemsleyanum“ fördert bissel was zutage. A. heterophyllum hat eine eigenartige Färbung. Glückwunsch! (Ist der auch bei Schnecken so beliebt wie viele andere Gattungsvertreter?)
If you want to keep a plant, give it away
Re: Eisenhut, Aconitum
Irislost,
dem kann ich mich nur anschließen. Das sind offenbar völlig andere Pflanzen als die, die im Augenblich im Handel sind. Hier hat sich "Bicolor" inzwischen auch nach dem dritten Versuch wieder verabschiedet.
Leider sind solche tollen Pflanzen wie dein zweifarbiger Garten-Eisenhut, Nornas schwedische Findlinge oder der alte Aconitum x cammarum von SusanneM aus Niederösterreich nur durch Teilung zu erhalten und daher offenbar für Gärtnereien wirtschaftlich nicht interessant.
Hier blüht gerade der Typ Vedby von Nurna. 1,6 m hoch mit einem reich verzweigten Blütenstand, 2/3 des Stängels ausmacht. Leider bislang nur ein Zweitrieber und bis ich ihn vermehren kann, werden wohl noch einige Jahre vergehen.
Gartenanarchist aus Überzeugung! Und ich bin kein Experte sondern immer noch neugierig...
- Gänselieschen
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Re: Eisenhut, Aconitum
Ich hatte mal mit Herbstpflanzung einen recht kräftigen Eisenhut in den Vorgartenwald gepflanzt, dort wird bewässert und der Humusanteil wird auch besser. Aber ich habe ihn nie wieder gesehen. Ist vielleicht Herbstpflanzung ungeeignet - so wie bei Herbstanemonen?
- IrisLost
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Re: Eisenhut, Aconitum
A. heterophyllum hat ja eine interessante Blütenform, Ulrich! Und Nornas Vedby-Typ-Aconitum ist auch sehr schön, Troll, vor allem mit dem weißen Phlox im Hintergrund
Gänselieschen, m. E. kommt es nur darauf an, die Pflanzen nach dem Versetzen nicht durchtrocknen zu lassen. Bei den unkomplizierten Aconita hier hat so das Verpflanzen im Herbst und im Frühling immer gut geklappt, in einem Fall sogar direkt nach der Blüte im Spätsommer.
Troll, hast du Aussaaten vom Vedby-Typ schon versucht? Vielleicht klappt´s ja damit. Und was ist mit Stecklingen oder Wurzelabschnitten? - Irgendwie muß es doch klappen mit der Vermehrung.
Gänselieschen, m. E. kommt es nur darauf an, die Pflanzen nach dem Versetzen nicht durchtrocknen zu lassen. Bei den unkomplizierten Aconita hier hat so das Verpflanzen im Herbst und im Frühling immer gut geklappt, in einem Fall sogar direkt nach der Blüte im Spätsommer.
Troll, hast du Aussaaten vom Vedby-Typ schon versucht? Vielleicht klappt´s ja damit. Und was ist mit Stecklingen oder Wurzelabschnitten? - Irgendwie muß es doch klappen mit der Vermehrung.
Re: Eisenhut, Aconitum
Ob das generell so ist, kann ich nicht sagen, aber Pflanzung im Frühjahr scheint mir am Niederrhein sicherer. Für meine Sammlung verwilderter Hybriden in Schweden habe ich 50 - 80 cm hoch ausgetriebene Exemplare ausgegeraben, die sind problemlos weitergewachsen und haben teils dann sogar noch geblüht. Verluste habe ich über Winter wahrscheinlich wegen Nässe erlitten, im Sommer bei zu großer Hitze und Trockenheit.
Bei Sorten kann man nur auf Bestockung warten um sie zu vermehren, die Hybriden scheinen in Schweden gelegentlich fertile Saat anzusetzen. Bei gutem Stand wachsen Eisenhüte aber vernünftig zu, wenn auch vielleicht nicht ausreichend für kommerzielle Anbieter.
Schön, dass du deinen Aconitum heterophyllum in Blüte zeigst, Ulrich! Im Rosarium in Jönköping stand ein größerer Horst, der blühte vor einer Woche aber noch nicht.
Bei Sorten kann man nur auf Bestockung warten um sie zu vermehren, die Hybriden scheinen in Schweden gelegentlich fertile Saat anzusetzen. Bei gutem Stand wachsen Eisenhüte aber vernünftig zu, wenn auch vielleicht nicht ausreichend für kommerzielle Anbieter.
Schön, dass du deinen Aconitum heterophyllum in Blüte zeigst, Ulrich! Im Rosarium in Jönköping stand ein größerer Horst, der blühte vor einer Woche aber noch nicht.
Re: Eisenhut, Aconitum
Die einzige ertragversprechende vegetative Vermehrungsmethode bei Eisenhüten scheint die Gewebekultur zu sein. Dafür fehlt mir leider das Labor. Außerdem müsste sich eine Jungpflanzengärtnerei sich auch einen nenneswerten Absatz versprechen. Ein befreundeter Staudengärtnermeister erzählte mir einmal, größere Stückzahlen würde er eigentlich nur von Aconitum x arendsii verkaufen. Ansonsten wären Eisenhüte ein eher "toter" Arikel im Sortiment.
Ansonsten bleibt nur die Teilung von die nicht sehr ertragreiche Mutterpflanzen oder aber die Saatgutvermehrung. Allerdings ist bei Acontum x cammarum überall zu lesen, diese Hybride wäre steril. Nornas schwedische Findlinge scheinen zwar das Gegenteil zu beweisen aber eine wirkliche Erklärung für außerordentlich viele verwilderte Vorkommen in Skandinavien habe ich immer noch nicht.
Dabei stellt sich einerseits die Frage, woher diese Eisenhüte ursprünglich einmal gekommen sind, da weder Aconitum napellus noch die andere Elternart, A. variegatum, in Skandinavien heimis ist.
Die andere Frage betrifft die postulierte Sterilität der Hybride A. x cammarum. Produziert der Garten-Eisenhut nicht nur keine keimfähigen Samen, kann aber als Pollenlieferant für die Befruchtung der Elternarten dienen und/oder bezieht sich "Steril" nur auf die Selbststerilität von Individuen.
Da ich bislang nur die Sorte 'Franz Marc' im Garten hatte, konnte ich selbst hier bislang keinen Samenansatz beobachten. Seit letztem Jahr stehen die sicher genetisch unterschiedlichen Typen Vedby und Schneeberg in unmittelbarer Nähe, was eine Samenbildung dieses Jahr eher möglich machen könnte. Und für den zweiten Fall, dass A. x cammarum tatsächlich keine fertilen Samen ausbildet, möchte ich den zeitgleich blühenden A. napellus 'Newry Blue' aussäen. Vielleicht ergibt dies ja Exemplare, die auf eine Kreuzung mit A. x cammarum hindeutet.
Gartenanarchist aus Überzeugung! Und ich bin kein Experte sondern immer noch neugierig...
Re: Eisenhut, Aconitum
Eine andere Herkunft von Aconitum x variegatum aus Schweden hatte in einem Jahr bei mir etwas Saat angesetzt, wenn auch nur wenig. Leider konnte ich nicht überprüfen, ob die Saat keimfähig war, da im Jahr nach der Aussaat die Schneckenlawine selbst etablierte Eisenhüte ausgelöscht hat. Falls ich aber noch einmal Saat ernten kann, werde ich es wieder versuchen.
Zu bedenken ist, dass auch viele Arten nicht jedes Jahr gleich gut Saat ansetzen, Trillium etwa in manchen Jahren in meinem Garten gar nicht. Das hängt oft von den Witterungsverläufen ab. So hat Scilla taurica bei mir sehr selten Saat angesetzt, in einem französischen Garten dagegen regelmäßig reichlich.
Und ja, warum diese Hybriden in Schweden so häufig wild wachsend vorkommen, ist die Frage, die mich bei meinen Sammelversuchen umtreibt. Dazu muss man aber wissen, dass viele nicht einheimische Pflanzen in Schweden ideale Verhältnisse vorfinden und verwildern, wie z.B. auch verschiedene Lilienarten.
Zu bedenken ist, dass auch viele Arten nicht jedes Jahr gleich gut Saat ansetzen, Trillium etwa in manchen Jahren in meinem Garten gar nicht. Das hängt oft von den Witterungsverläufen ab. So hat Scilla taurica bei mir sehr selten Saat angesetzt, in einem französischen Garten dagegen regelmäßig reichlich.
Und ja, warum diese Hybriden in Schweden so häufig wild wachsend vorkommen, ist die Frage, die mich bei meinen Sammelversuchen umtreibt. Dazu muss man aber wissen, dass viele nicht einheimische Pflanzen in Schweden ideale Verhältnisse vorfinden und verwildern, wie z.B. auch verschiedene Lilienarten.
- Krokosmian
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Re: Eisenhut, Aconitum
Auf Arbeit hatten wir früher beeteweise aufgepflanzte Akonit, für Schittblumen aber v. a. auch zur Vermehrung. Napellus `Album´, `Newry Blue´ veg., `Spark´, `Bicolor´, `Arendsii´, später noch lamarckii und vulparia. Letztere heißen jetzt anders, bin aber zu faul nachzuschlagen. Damals wuchsen sie im schönen Lehm und an einigermaßen bodenfrischen Stellen sogar in der vollen Sonne. Von meist zufriedenstellend bis sehr gut. Schattenqaurtiere waren eh Mangelware.
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Gerodet wurden (seinerzeit noch von Hand) die Stöcke im Herbst, danach gleich weiterverarbeitet oder gelegentlich für den Winter eingeschlagen. Schwierig war beim Graben manchmal die richtigen Stellen zu treffen, wenn die Sommerblüher z. T. schon komplett eingezogen und die Reste umgefallen waren.
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Wenn der Lehm halbwegs angtrocknet war, dann hat sich das Teilen eigentlich recht einfach gestaltet, im Prinzip sind die Horste dann schon fast von alleine in die Einzel"rüben" zerfallen. Zumindest bei den Sommerarten, `Arendsii´ hatte manchmal noch nicht komplett abgeschlossen, weswegen man dann die... ja "Rüben" noch von den alten abgängigen alten Stängeln trennen musste. Und die Gelben waren mit ihrem eher ritterspornähnlichen Wurzelstock sowieso eine andere Angelegenheit. Ich wundere mich heute im Nachblick noch manchmal darüber, welche Wunden ihnen beim Teilen zugefügt wurden, die sie dann weggesteckt haben.
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Danach wurde getopft und im kalten Kasten aufgestellt, Winterschäden gabs kaum, abverkaufen konnte man, sobald beim Austrieb im Folgejahr genug Wurzeln am Ballen dran waren. Ich habe freilich keine exakten Zahlen parat, aber wirklich unergiebig war es eigentlich nicht. Meine es waren immer min 2+ Neue pro altem Stiel, wichtig also: mehtriebige Mutterpflanzen. Und dafür dann, dass schon gutes kräftiges Ausgangsmaterial auf den Acker kam. Zu alt durften die Stöcke auch nicht sein, sonst wurde es zu eng und es kamen nur noch kleine Knöllchen raus. Einen gewissen Aufwand hat es aber insgesamt doch dargestellt! Sämlinge wurden auch probiert, keimten zu unsicher, wuchsen zu langsam um sicher damit planen zu können. Ausnahme die Gelben, da ging es halbwegs.
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Irgendwann hat es einfach nicht mehr funktioniert, angefangen auf dem Acker, was zuvor vielleicht schon Glückssache war. Dort sind sie in immer heißeren Sommer verdampft, beregnen hat nur wenig gebracht. Auch Töpfe die man eigentlich auspflanzen wollte- wenn man täglich bewässern muss, dann freut sich über die immer wieder sprunghaft ansteigende Luftfeuchte jede Pilzspore im Umkreis von ein paar Kilometern (Ironie). Hat dann wirklich keinen Spaß mehr gemacht! Wobei erwähnt werden muss, dass `Arendsii´ mit ihrem außereuropäischen Hintergrund immer noch am zählebigsten war (und ist).
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Heutzutage kommt Freilandware zum Topfen aus den NL, napellus, napellus `Album´ und `Arendsii´. `Bicolor´ gibts dort glaube ich nicht mehr, vielleicht ein Grund warum sie auch sonst kaum noch angeboten wird...
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Gerodet wurden (seinerzeit noch von Hand) die Stöcke im Herbst, danach gleich weiterverarbeitet oder gelegentlich für den Winter eingeschlagen. Schwierig war beim Graben manchmal die richtigen Stellen zu treffen, wenn die Sommerblüher z. T. schon komplett eingezogen und die Reste umgefallen waren.
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Wenn der Lehm halbwegs angtrocknet war, dann hat sich das Teilen eigentlich recht einfach gestaltet, im Prinzip sind die Horste dann schon fast von alleine in die Einzel"rüben" zerfallen. Zumindest bei den Sommerarten, `Arendsii´ hatte manchmal noch nicht komplett abgeschlossen, weswegen man dann die... ja "Rüben" noch von den alten abgängigen alten Stängeln trennen musste. Und die Gelben waren mit ihrem eher ritterspornähnlichen Wurzelstock sowieso eine andere Angelegenheit. Ich wundere mich heute im Nachblick noch manchmal darüber, welche Wunden ihnen beim Teilen zugefügt wurden, die sie dann weggesteckt haben.
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Danach wurde getopft und im kalten Kasten aufgestellt, Winterschäden gabs kaum, abverkaufen konnte man, sobald beim Austrieb im Folgejahr genug Wurzeln am Ballen dran waren. Ich habe freilich keine exakten Zahlen parat, aber wirklich unergiebig war es eigentlich nicht. Meine es waren immer min 2+ Neue pro altem Stiel, wichtig also: mehtriebige Mutterpflanzen. Und dafür dann, dass schon gutes kräftiges Ausgangsmaterial auf den Acker kam. Zu alt durften die Stöcke auch nicht sein, sonst wurde es zu eng und es kamen nur noch kleine Knöllchen raus. Einen gewissen Aufwand hat es aber insgesamt doch dargestellt! Sämlinge wurden auch probiert, keimten zu unsicher, wuchsen zu langsam um sicher damit planen zu können. Ausnahme die Gelben, da ging es halbwegs.
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Irgendwann hat es einfach nicht mehr funktioniert, angefangen auf dem Acker, was zuvor vielleicht schon Glückssache war. Dort sind sie in immer heißeren Sommer verdampft, beregnen hat nur wenig gebracht. Auch Töpfe die man eigentlich auspflanzen wollte- wenn man täglich bewässern muss, dann freut sich über die immer wieder sprunghaft ansteigende Luftfeuchte jede Pilzspore im Umkreis von ein paar Kilometern (Ironie). Hat dann wirklich keinen Spaß mehr gemacht! Wobei erwähnt werden muss, dass `Arendsii´ mit ihrem außereuropäischen Hintergrund immer noch am zählebigsten war (und ist).
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Heutzutage kommt Freilandware zum Topfen aus den NL, napellus, napellus `Album´ und `Arendsii´. `Bicolor´ gibts dort glaube ich nicht mehr, vielleicht ein Grund warum sie auch sonst kaum noch angeboten wird...
- hobab
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Re: Eisenhut, Aconitum
Da hab ich ähnliche Erfahrungen: leichte Vermehrung vor allem bei arendssii in der Teilung. Aber die Kultur wird immer schwieriger, im Grunde lohnt sich der Aufwand kaum, allzu viel geht kaputt, bevor es verkauft wird - und wo gibt es noch Gärten mit ausreichend Regen für Aconitum? Ausnahme sind bis auf arendsii, der etwas anspruchsloser ist, vor allem die gelben. Die wachsen noch ohne Mucken, jedenfalls vulparia und anthora und brauchen vielleicht halbschattige Plätze und etwas Wasser, aber nicht mehr als vieles andere. Und sie leben länger, auch arendsii verschwindet zunehmend wieder, früher hatte ich die jahrelang am selben Platz, jetzt sind es oft nur drei - trotz Regenanlage. Vulparia geht da besser, etwas besser....
Zuletzt geändert von hobab am 5. Aug 2026, 06:26, insgesamt 1-mal geändert.
Berlin, 7b, Sand
- Krokosmian
- Beiträge: 14917
- Registriert: 17. Mär 2015, 20:51
Re: Eisenhut, Aconitum
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Nicht nur, aber auch weil sie den Ritterspornen optisch doch nahe sind, habe ich ebenso mal Akonit gesammelt. Vor Jahrzehnten, am alten Wohnort, dort waren die Bedingungen dafür besser als jetzt am Weinbergsfuß. Immer wieder hatte ich es, dass sie gut da standen und nächstes Jahr einfach nicht mehr gekommen sind. Oder auch, dass im herbstgepflanzten Topf massig Augen drin waren, die dann nie austrieben. Leider waren es immer die Allerschönsten und nur schwerlich Wiederbeschaffbaren
- IrisLost
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Re: Eisenhut, Aconitum
Oh je, das klingt alles schwierig - und traurig, daß deshalb immer weniger Aconitum vermehrt und angeboten werden
Den großen Bicolor laß ich dieses Jahr nochmal in Saat gehen, vielleicht ist da dann was keimfähig und sei´s als potenzielle Kreuzung mit einem der hiesigen Napellus, die sich oft spontan versamen. Hier sind alle Aconitum-kompatiblen Plätze besetzt, aussäen müßt ihr dann. Ein, zwei kleine Teilstücke kann ich nach der Blüte sicher auch nochmal abtrennen: Für Troll ist eins vorgemerkt, möchtest du vielleicht auch eins, Krokosmian? - Bicolor ist hier von allen drei Aconitum-Arten (Arendsii gibt´s auch) der Trockenheitsverträglichste.
Dieser Napellus z. B. blühte vorgestern noch (heute hab ich nicht geguckt):
Den großen Bicolor laß ich dieses Jahr nochmal in Saat gehen, vielleicht ist da dann was keimfähig und sei´s als potenzielle Kreuzung mit einem der hiesigen Napellus, die sich oft spontan versamen. Hier sind alle Aconitum-kompatiblen Plätze besetzt, aussäen müßt ihr dann. Ein, zwei kleine Teilstücke kann ich nach der Blüte sicher auch nochmal abtrennen: Für Troll ist eins vorgemerkt, möchtest du vielleicht auch eins, Krokosmian? - Bicolor ist hier von allen drei Aconitum-Arten (Arendsii gibt´s auch) der Trockenheitsverträglichste.
Dieser Napellus z. B. blühte vorgestern noch (heute hab ich nicht geguckt):
Re: Eisenhut, Aconitum
Dass dein Bicolor der trockenheitsverträglichste ist, ist sehr interessant! Sinn meiner Sammelei in Schweden ist ja, Klone zu finden, die dem veränderten Klima hier besser standhalten - und da zeigen sich bei den verschiedenen Herkünften auch schon Unterschiede.
Die meisten Arten stammen aus winterkalten Bergregionen, stehen im Winter also durch Schnee vor zu viel Nässe geschützt. In Schweden gedeihen Eisenhüte inzwischen im Norden besser als im Süden mit seinen immer schneeärmeren Wintern. Wesentlich sind aber wohl die trockenen Füße im Winter - der von troll gezeigte Typ Vedby stammt aus Öland, wo der Jahresniederschlag kaum über 500 mm geht, mit einem Maximum von 54 mm im Juli. Die Pflanze stand vollsonnig in einem steinigen Straßengraben. Der kalkreiche Grund liefert wohl genug Nährstoffe, der Graben sorgt für ausreichend Feuchtigkeit ohne Staunässe.
Mir ging es wie Krokosmian - nachdem ich Rittersporne seit den 90er Jahren hier nicht mehr kultivieren konnte, sollten die Eisenhüte in etwa einen Ersatz bieten. Leider sind auch die immer unglücklicher hier, deshalb die Suche nach widerstandsfähigeren Klonen.
Die meisten Arten stammen aus winterkalten Bergregionen, stehen im Winter also durch Schnee vor zu viel Nässe geschützt. In Schweden gedeihen Eisenhüte inzwischen im Norden besser als im Süden mit seinen immer schneeärmeren Wintern. Wesentlich sind aber wohl die trockenen Füße im Winter - der von troll gezeigte Typ Vedby stammt aus Öland, wo der Jahresniederschlag kaum über 500 mm geht, mit einem Maximum von 54 mm im Juli. Die Pflanze stand vollsonnig in einem steinigen Straßengraben. Der kalkreiche Grund liefert wohl genug Nährstoffe, der Graben sorgt für ausreichend Feuchtigkeit ohne Staunässe.
Mir ging es wie Krokosmian - nachdem ich Rittersporne seit den 90er Jahren hier nicht mehr kultivieren konnte, sollten die Eisenhüte in etwa einen Ersatz bieten. Leider sind auch die immer unglücklicher hier, deshalb die Suche nach widerstandsfähigeren Klonen.
- IrisLost
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Re: Eisenhut, Aconitum
Die Informationen über die unterschiedlichen Klimabereiche innerhalb Schwedens sind sehr interessant, Norna: Komplettes Neuland für mich, danke! - Ob der hiesige Bicolor mit Bedingungen wie sie am Niederrhein herschen, zurechtkommen würde, weiß ich nicht, das käme sicher auf einen Versuch an. In unserer Gegend gab´s zwar auch wieder einige relativ heiße und trockene Perioden aber zum Katastrophenzustand u. a. bei euch natürlich kein Vergleich!
Ich beobachte hier nur, daß der Bicolor zwar genauso unterhöhlt ist wie der Arendsii dahinter, das aber wesentlich besser wegsteckt und z. B. noch kein vertrocknetes Laub im unteren Bereich hat. Ein Teilstück, das ich letzten Herbst an eine ziemlich trockene Stelle mit Wasserleitung und Steinen im Untergrund gepflanzt hatte hält sich dort wesentlich besser als die Nachbarpflanzen (wie z. B. ein Thalictrum, Gladiolen, zwei Phloxe und ein rotlaubiger, weißblühender Knöterich, dessen Name mir grade nicht einfällt).
Einige Napellus haben dieses Jahr in/nach den Hitzeperioden auch eine wesentlich schlechtere Figur gemacht, wurden früh gelb und haben nur kurz geblüht. Die Bicolor-Pflanzen zeigen sich da wesentlich unbeeindruckter.
Ich beobachte hier nur, daß der Bicolor zwar genauso unterhöhlt ist wie der Arendsii dahinter, das aber wesentlich besser wegsteckt und z. B. noch kein vertrocknetes Laub im unteren Bereich hat. Ein Teilstück, das ich letzten Herbst an eine ziemlich trockene Stelle mit Wasserleitung und Steinen im Untergrund gepflanzt hatte hält sich dort wesentlich besser als die Nachbarpflanzen (wie z. B. ein Thalictrum, Gladiolen, zwei Phloxe und ein rotlaubiger, weißblühender Knöterich, dessen Name mir grade nicht einfällt).
Einige Napellus haben dieses Jahr in/nach den Hitzeperioden auch eine wesentlich schlechtere Figur gemacht, wurden früh gelb und haben nur kurz geblüht. Die Bicolor-Pflanzen zeigen sich da wesentlich unbeeindruckter.