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Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps? (Gelesen 2139 mal)
Moderator: Nina
- Blush
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Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.
Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Makler handeln im Interesse dessen, der sie beauftragt. Bzw verkaufen sie gerne teuer, damit die Provision höher ausfällt. Ich fand es mit dem Festpreis-Makler super, denn der will verkaufen ( je öfter er zur Besichtigung fährt, desto geringer später sein Gewinn) und nicht Luftschlösser bauen. Hatten einen da, der hat unser Haus auf dem platten Land in MV viel zu hoch eingeschätzt. Vollkommen unrealistisch. Wir konnten gut verkaufen, weil der Makler ein sehr gutes Exposé erstellt hat und die richtigen Interessenten hatte. ( Die Käufer passen da sehr gut hin und sind sehr glücklich.)
"Der andere könnte recht haben."
Frei nach Frank Elster
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- Quendula
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Ich fand den Weg gut, den Henriette (Purler) genommen hat. Sie haben sich Zeit gelassen und über Monate (zwei Jahre
?) Interessenten kennengelernt und sich dann nicht unbedingt für den entschieden, der das meiste bot sondern den Garten zu schätzen wusste und ihnen das Entwicklungskonzept/idee vorlegte, die Henriette und GG am ehesten zusagte. (wenn ich das alles richtig in Erinnerung habe
)
Vlt schriebt sie hier in diesem Faden noch darüber und kann sagen, was sie anders oder genau so wieder machen würde
.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Nerven und gute Ideen und glückliche Zufälle, grünohr
.
Vlt schriebt sie hier in diesem Faden noch darüber und kann sagen, was sie anders oder genau so wieder machen würde
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Nerven und gute Ideen und glückliche Zufälle, grünohr
Sich zu entschuldigen bedeutet nicht, dass man einsieht, dass der Andere Recht hat. Sich zu entschuldigen bedeutet, dass einem der andere Mensch wichtiger ist als der Streit.
- Apfelbaeuerin
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Dasselbe wünsch ich dir auch von ganzem Herzen, grünohr
Liebe Grüße von der Apfelbäuerin
Das Schöne zieht einen Teil seines Zaubers aus der Vergangenheit.
Hermann Hesse
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- mavi
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Grünohr, auch ich wünsche dir/euch alles Gute für das, was vor euch liegt. Es gab schon viele hilfreiche Ratschläge, sucht euch die passenden aus!
Hier hat in ländlicher Umgebung eine Bekannte vor zwei Jahren ein größeren ehemaligen landwirtschaftlichen Hof erfolgreich verkauft. Es gab mehrere jüngere Paare, die das Anwesen gerne gekauft hätten (-> das wird auch in eurer Gegend so sein). Es gab klaren Renovierungsbedarf und auch viel Arbeit in den Außenbereichen. Sie hat dann aber am Ende einen akzeptablen Preis bekommen. Mit Makler, weil sie sich alleine mit dem Verkauf überfordert fühlte. Es hat jedoch gedauert, bis die richtigen Leute gefunden wurden. Sie ist froh, dass sie es so gemacht hat.
Andere Bekannte wollten vor vielen Jahren ihr Haus in Stadtrandlage verkaufen, weil sie selbst einen alten Hof auf einem Dorf erworben hatten. Niemand hätte gedacht, dass sie es für den von ihnen veranschlagten Preis loswerden würden, er kam auch mir viel zu hoch vor für hiesige Verhältnisse. Aber sie blieben dabei und irgendwann, nach ca. 6 oder 8 Monaten kam jemand aus Frankfurt, dem der Preis mehr als günstig erschien. Alles eine Frage der Perspektive, scheint mir.
Womit ich sagen will: wenn man nicht in kürzester Zeit alles verkaufen will oder muss, klappt es oft besser, einen passenden Käufer zu finden. Und Makler können hilfreich sein, wie hier ja auch schon beschrieben wurde.
Hier hat in ländlicher Umgebung eine Bekannte vor zwei Jahren ein größeren ehemaligen landwirtschaftlichen Hof erfolgreich verkauft. Es gab mehrere jüngere Paare, die das Anwesen gerne gekauft hätten (-> das wird auch in eurer Gegend so sein). Es gab klaren Renovierungsbedarf und auch viel Arbeit in den Außenbereichen. Sie hat dann aber am Ende einen akzeptablen Preis bekommen. Mit Makler, weil sie sich alleine mit dem Verkauf überfordert fühlte. Es hat jedoch gedauert, bis die richtigen Leute gefunden wurden. Sie ist froh, dass sie es so gemacht hat.
Andere Bekannte wollten vor vielen Jahren ihr Haus in Stadtrandlage verkaufen, weil sie selbst einen alten Hof auf einem Dorf erworben hatten. Niemand hätte gedacht, dass sie es für den von ihnen veranschlagten Preis loswerden würden, er kam auch mir viel zu hoch vor für hiesige Verhältnisse. Aber sie blieben dabei und irgendwann, nach ca. 6 oder 8 Monaten kam jemand aus Frankfurt, dem der Preis mehr als günstig erschien. Alles eine Frage der Perspektive, scheint mir.
Womit ich sagen will: wenn man nicht in kürzester Zeit alles verkaufen will oder muss, klappt es oft besser, einen passenden Käufer zu finden. Und Makler können hilfreich sein, wie hier ja auch schon beschrieben wurde.
- Nox
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Das sind alles so wertvolle Tipps, ich möchte nur noch eine Kleinigkeit hinzufügen und hoffe, sie macht Dir Mut:
Ich war 58, als ich mein Haus mit grossem Garten gekauft habe. Frau und ohne Mann. Hat trotzdem geklappt, dank Hilfe von guten Mitarbeitern und, wo nötig (Elektro, Küche, Bäder), auch Profis.
Nimm Dir die Zeit, einen guten Käufer zu finden, Du kannst nochmal durchstarten !
Ich war 58, als ich mein Haus mit grossem Garten gekauft habe. Frau und ohne Mann. Hat trotzdem geklappt, dank Hilfe von guten Mitarbeitern und, wo nötig (Elektro, Küche, Bäder), auch Profis.
Nimm Dir die Zeit, einen guten Käufer zu finden, Du kannst nochmal durchstarten !
- Veilchen-im-Moose
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Grünohr, ich lese aus manchen deiner Sätze, dass du mit den anstehenden Entscheidungen noch nicht wirklich im Reinen bist. Das Ganze hat ja nicht nur finanzielle, sondern auch sehr, sehr viele emotionale Aspekte... also eine echte Lebenskrise. Wäre ich an deiner Stelle, würde ich mir eine gute Beratung suchen... irgendwas zwischen Beratungsstelle, Mediation, Psychotherapie. Das kann eine Hilfe sein, wenn man den eigenen Weg noch sucht.
Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will
Henri Matisse
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- monili
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Liebes Grünohr,
das klingt ja wirklich als wärst Du im Moment recht verzweifelt.
Aber auch danach, als ob Du Dir noch nicht im Klarem bist wie Du mit der Situation umgehen sollst.
Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht wie Du und möchte Dir daher von meinem Haus-Drama erzählen.
Mein Vater wollte uns das Erbe schon zu Lebzeiten geben.
Das hat für ihn natürlich bedeutet, dass er mitreden darf was wir mit dem Erbe machen.
Für mich war schon immer klar - ein Haus mit Garten muss es sein!
In einem waren mein Vater und ich uns jedoch nicht einig: er meinte, es muss unbedingt in bester Lage sein, da man die Bausubstanz nachbessern kann, die Lage jedoch nicht.
Ich wäre lieber weiter hinaus gezogen da Erbe sowie zusätzlich meine Ersparnisse und ein Kredit für die beste Lage einfach nicht ausreichend waren.
Bei jeder Besichtigung ein bißchen weiter draussen war mein Vater dagegen.
So wurde es nach 5 1/2 Jahren Suche ein Frustkauf. Ein schlechter Kompromiss.
Eine Bruchbude in bester Lage mit dem Vorhaben die Bruchbude zu sanieren.
Das war im Jahr 2013.
Ich habe alles, was ich konnte selbst gemacht.
Das heißt natürlich, die wesentlichen Sanierungen habe ich nicht gemacht, denn dazu fehlen mir die handwerlichen Kenntnisse.
Das Sanieren durch Firmen habe ich immer rausgeschoben; zum einem weil ich davor Angst hatte - wenn man in einem Bauberuf arbeitet weiß man ja wie schnell man von einer Firma über den Tisch gezogen wird.
Zum anderem habe ich auch kein ansprechendes Angebot von den Firmen bekommen.
Über die Jahre waren alle meine Hobbies und fast alle Freunde weg, weil ich nur noch in Haus und Garten gewerkelt habe.
Mir dämmerte immer mehr, dass das Haus eine absolute Fehlentscheidung war. Alles gepfuscht. Ich kam zu dem Schluss, wenn ich denn irgendwann einmal fertig bin mit dem Sanieren kann ich an einem anderen Eck gleich wieder anfangen.
Irgendwann bin ich dann zu der Ansicht gekommen, dass ich besser das Haus verkaufe und mir ein anderes Haus stattdessen kaufe.
Dass ich keine Firma mit der Sanierung beauftragt hatte und viel selbst gemacht habe war mein Riesen-Glück. Zudem habe ich noch sehr sparsam gelebt so dass ich mit den Ersparnissen meinen Kredit schon beinahe zur Gänze auszahlen konnte.
Ich habe mich daher wieder auf die Suche nach einem Haus gemacht. Diesmal hat es nur 1 1/2 Jahre gedauert bis ich fündig war.
Mein Glück war auch, dass mir das Haus suchen riesen-Spass gemacht hatte und mittlerweisle schon alle Maklertricks kannte.
Mein neues Haus ist nun in derselben Straße wie das alte Haus. Beste Lage also, und im Top-Zustand.
Ich habe bevor ich das neue Haus gefunden habe mit der Bank wegen der Möglichkeiten geredet. Sie haben mir eine Lösung mit Kredit plus Zwischenfinanzierung angeboten.
Das heißt, ich habe das neue Haus gekauft und das alte aber noch nicht verkauft gehabt - irgendwo musste ich ja wohnen.
Mit dem Umzug ins neue Haus wurde das alte Haus inseriert. In dem Moment besass ich also 2 Häuser.
Und da ich ja das Geld aus dem Verkauf des alten Hauses zur Finanzierung des neuen Hauses benötigte und das alte Haus noch nicht verkauft war habe ich von der Bank diese Zwischenfinanzierung bekommen.
Die Zwischenfinanzierung lief 2 Jahre. So viel Zeit hatte ich also mein altes Haus zu verkaufen.
Und ich hatte mich mit der Bank geeinigt, dass ich für die Zwischenfinanzierung nur Zinsen zahle, aber noch keine Rückzahlungen, so dass ich finanziell mehr Luft hatte.
Die Rückzahlung der Zwischenfinanzierung würde ich erst machen, wenn ich das alte Haus verkauft hatte.
Ich hatte mächtig Bammel, da ich ja weder wusste, wie viel Geld ich für das alte Haus bekomen würde noch ob es mir gelingen würde es in 2 Jahren zu verkaufen.
Da ich ja jahrelang auf Haussuche war wusste ich, dass es Häuser gibt, die einfach jahrelang keinen Käufer finden.
Doch ich hatte Glück: nach einem Viertel Jahr schon war mein altes Haus verkauft.
Und da die Immobilienpreise in der Zwischenzeit stark gestiegen waren, habe ich sogar einen Batzen Gewinn gemacht; 130.000 Euro.
Zwischenzeit heißt: das alte Haus habe ich 2013 gekauft und 2019 wieder verkauft.
Die 130.000 sowie den gesamten restlichen Erlös aus dem Verkauf des alten Hauses habe ich natürlich zur Gänze in die Abdeckung meiner Zwischenfinanzierung und tlw meines Kredits gesteckt. Nicht eine winzige Kleinigkeit habe ich mir davon gegönnt.
Ja, jetzt lebe ich seit 2019 in meinem neuem Haus.
Für mich war es die beste Entscheidung mein altes Haus zu verkaufen.
Mehr noch: durch diese Bruchbude und dadurch dass ich kaum Geld in die Bruchbude gesteckt habe, sehr sparsam gelebt habe und dass die Immobilienpreise stark gestiegen waren konnte ich mir mein neues Haus überhaupt erst leisten.
Ohne den Kauf und Verkauf der Bruchbude hätte ich mir das Haus nie leisten können.
Seit 2019 habe ich im neuem Haus nun noch sparsamer, ja fast frugal gelebt weil ich meinen Kredit wieder auf dem allerschnellsten Wege abzahlen wollte. Das ist mir letztes Jahr auch gelungen.
Jetzt allerdings kann ich nicht den Bär steppen lassen sondern muss weiter sparsam leben - denn ich brauche ja auch Rücklagen für mein Haus damit ich mir Reparaturen auch in meiner Pension noch leisten kann.
Manchmal denke ich daran, wie es wäre ein drittes mal ein Haus zu kaufen. Mein neues Haus ist zwar im Top-Zustand, aber der Garten überwiegend Steilhang. Viel anfangen kann man damit nicht, mein Ziergarten rund ums Haus ist winzig klein.
Ich hingegen träume jedoch von einem Riesen-Garten.
Aber nie wieder mit Bruchbude drauf.
Eines würde ich Dir noch empfehlen:
Ich würde nicht schauen, dass Du einen Käufer bekommst, der Deinen Garten in Deinem Sinne weiter pflegt. Sowas kann man nie wissen ob es der neue Käufer letztlich wirklich macht.
Übe Dich im Loslassen! Schau lieber nach vorne! Schau, dass Du Dein jetziges Grundstück so gut verkaufen kannst, dass Du Dir ein anderes tolles Grundstück für einen neuen wertvollen Natugarten mit Haus in gutem Zustand drauf leisten kannst.
Da hast Du (und die Natur) letztlich mehr davon.
Es gäbe natürlich auch noch andere Möglichkeiten, zB. mit Deinem jetzigen Haus: hast Du mal an einen Generalunternehmer gedacht, der die offenstehenden Sanierungsarbeiten übernehmen könnte? Vielleicht nicht alles, sondern so dass Dein Mann deutlich weniger Arbeit hätte?
Vielleicht gibt es ja einen, der eine kostengünstige Lösung vorschlägt an Die Du möglicherweise noch gar nicht gedacht hast.
Irgendwie habe ich nämlich dass Gefühl, dass Du Dein Haus gar nicht hergeben möchtest - sondern nur die Sanierungsprobleme die Du damit hast.
LG
monili
das klingt ja wirklich als wärst Du im Moment recht verzweifelt.
Aber auch danach, als ob Du Dir noch nicht im Klarem bist wie Du mit der Situation umgehen sollst.
Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht wie Du und möchte Dir daher von meinem Haus-Drama erzählen.
Mein Vater wollte uns das Erbe schon zu Lebzeiten geben.
Das hat für ihn natürlich bedeutet, dass er mitreden darf was wir mit dem Erbe machen.
Für mich war schon immer klar - ein Haus mit Garten muss es sein!
In einem waren mein Vater und ich uns jedoch nicht einig: er meinte, es muss unbedingt in bester Lage sein, da man die Bausubstanz nachbessern kann, die Lage jedoch nicht.
Ich wäre lieber weiter hinaus gezogen da Erbe sowie zusätzlich meine Ersparnisse und ein Kredit für die beste Lage einfach nicht ausreichend waren.
Bei jeder Besichtigung ein bißchen weiter draussen war mein Vater dagegen.
So wurde es nach 5 1/2 Jahren Suche ein Frustkauf. Ein schlechter Kompromiss.
Eine Bruchbude in bester Lage mit dem Vorhaben die Bruchbude zu sanieren.
Das war im Jahr 2013.
Ich habe alles, was ich konnte selbst gemacht.
Das heißt natürlich, die wesentlichen Sanierungen habe ich nicht gemacht, denn dazu fehlen mir die handwerlichen Kenntnisse.
Das Sanieren durch Firmen habe ich immer rausgeschoben; zum einem weil ich davor Angst hatte - wenn man in einem Bauberuf arbeitet weiß man ja wie schnell man von einer Firma über den Tisch gezogen wird.
Zum anderem habe ich auch kein ansprechendes Angebot von den Firmen bekommen.
Über die Jahre waren alle meine Hobbies und fast alle Freunde weg, weil ich nur noch in Haus und Garten gewerkelt habe.
Mir dämmerte immer mehr, dass das Haus eine absolute Fehlentscheidung war. Alles gepfuscht. Ich kam zu dem Schluss, wenn ich denn irgendwann einmal fertig bin mit dem Sanieren kann ich an einem anderen Eck gleich wieder anfangen.
Irgendwann bin ich dann zu der Ansicht gekommen, dass ich besser das Haus verkaufe und mir ein anderes Haus stattdessen kaufe.
Dass ich keine Firma mit der Sanierung beauftragt hatte und viel selbst gemacht habe war mein Riesen-Glück. Zudem habe ich noch sehr sparsam gelebt so dass ich mit den Ersparnissen meinen Kredit schon beinahe zur Gänze auszahlen konnte.
Ich habe mich daher wieder auf die Suche nach einem Haus gemacht. Diesmal hat es nur 1 1/2 Jahre gedauert bis ich fündig war.
Mein Glück war auch, dass mir das Haus suchen riesen-Spass gemacht hatte und mittlerweisle schon alle Maklertricks kannte.
Mein neues Haus ist nun in derselben Straße wie das alte Haus. Beste Lage also, und im Top-Zustand.
Ich habe bevor ich das neue Haus gefunden habe mit der Bank wegen der Möglichkeiten geredet. Sie haben mir eine Lösung mit Kredit plus Zwischenfinanzierung angeboten.
Das heißt, ich habe das neue Haus gekauft und das alte aber noch nicht verkauft gehabt - irgendwo musste ich ja wohnen.
Mit dem Umzug ins neue Haus wurde das alte Haus inseriert. In dem Moment besass ich also 2 Häuser.
Und da ich ja das Geld aus dem Verkauf des alten Hauses zur Finanzierung des neuen Hauses benötigte und das alte Haus noch nicht verkauft war habe ich von der Bank diese Zwischenfinanzierung bekommen.
Die Zwischenfinanzierung lief 2 Jahre. So viel Zeit hatte ich also mein altes Haus zu verkaufen.
Und ich hatte mich mit der Bank geeinigt, dass ich für die Zwischenfinanzierung nur Zinsen zahle, aber noch keine Rückzahlungen, so dass ich finanziell mehr Luft hatte.
Die Rückzahlung der Zwischenfinanzierung würde ich erst machen, wenn ich das alte Haus verkauft hatte.
Ich hatte mächtig Bammel, da ich ja weder wusste, wie viel Geld ich für das alte Haus bekomen würde noch ob es mir gelingen würde es in 2 Jahren zu verkaufen.
Da ich ja jahrelang auf Haussuche war wusste ich, dass es Häuser gibt, die einfach jahrelang keinen Käufer finden.
Doch ich hatte Glück: nach einem Viertel Jahr schon war mein altes Haus verkauft.
Und da die Immobilienpreise in der Zwischenzeit stark gestiegen waren, habe ich sogar einen Batzen Gewinn gemacht; 130.000 Euro.
Zwischenzeit heißt: das alte Haus habe ich 2013 gekauft und 2019 wieder verkauft.
Die 130.000 sowie den gesamten restlichen Erlös aus dem Verkauf des alten Hauses habe ich natürlich zur Gänze in die Abdeckung meiner Zwischenfinanzierung und tlw meines Kredits gesteckt. Nicht eine winzige Kleinigkeit habe ich mir davon gegönnt.
Ja, jetzt lebe ich seit 2019 in meinem neuem Haus.
Für mich war es die beste Entscheidung mein altes Haus zu verkaufen.
Mehr noch: durch diese Bruchbude und dadurch dass ich kaum Geld in die Bruchbude gesteckt habe, sehr sparsam gelebt habe und dass die Immobilienpreise stark gestiegen waren konnte ich mir mein neues Haus überhaupt erst leisten.
Ohne den Kauf und Verkauf der Bruchbude hätte ich mir das Haus nie leisten können.
Seit 2019 habe ich im neuem Haus nun noch sparsamer, ja fast frugal gelebt weil ich meinen Kredit wieder auf dem allerschnellsten Wege abzahlen wollte. Das ist mir letztes Jahr auch gelungen.
Jetzt allerdings kann ich nicht den Bär steppen lassen sondern muss weiter sparsam leben - denn ich brauche ja auch Rücklagen für mein Haus damit ich mir Reparaturen auch in meiner Pension noch leisten kann.
Manchmal denke ich daran, wie es wäre ein drittes mal ein Haus zu kaufen. Mein neues Haus ist zwar im Top-Zustand, aber der Garten überwiegend Steilhang. Viel anfangen kann man damit nicht, mein Ziergarten rund ums Haus ist winzig klein.
Ich hingegen träume jedoch von einem Riesen-Garten.
Aber nie wieder mit Bruchbude drauf.
Eines würde ich Dir noch empfehlen:
Ich würde nicht schauen, dass Du einen Käufer bekommst, der Deinen Garten in Deinem Sinne weiter pflegt. Sowas kann man nie wissen ob es der neue Käufer letztlich wirklich macht.
Übe Dich im Loslassen! Schau lieber nach vorne! Schau, dass Du Dein jetziges Grundstück so gut verkaufen kannst, dass Du Dir ein anderes tolles Grundstück für einen neuen wertvollen Natugarten mit Haus in gutem Zustand drauf leisten kannst.
Da hast Du (und die Natur) letztlich mehr davon.
Es gäbe natürlich auch noch andere Möglichkeiten, zB. mit Deinem jetzigen Haus: hast Du mal an einen Generalunternehmer gedacht, der die offenstehenden Sanierungsarbeiten übernehmen könnte? Vielleicht nicht alles, sondern so dass Dein Mann deutlich weniger Arbeit hätte?
Vielleicht gibt es ja einen, der eine kostengünstige Lösung vorschlägt an Die Du möglicherweise noch gar nicht gedacht hast.
Irgendwie habe ich nämlich dass Gefühl, dass Du Dein Haus gar nicht hergeben möchtest - sondern nur die Sanierungsprobleme die Du damit hast.
LG
monili
Zuletzt geändert von monili am 12. Aug 2026, 20:59, insgesamt 3-mal geändert.
- Secret Garden
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- Bodenart: lehmig
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Nordsüdwestfalen
Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Dann will ich auch eine Geschichte beitragen: Mein Mann und ich hatten eine heruntergekommene Doppelhaushälfte mit Hanggarten gekauft und mit viel Geld und Eigenleistung in ein Schmuckstückchen verwandelt. Es war so gut wie fertig saniert, der Garten neu angelegt und wir recht glücklich damit.
.
Zur anderen Haushälfte gehörte kaum eigenes Grundstück, sie stand quasi in unserem Garten und war ebenfalls in keinem guten Zustand. Dort wohnte eine alleinstehende, ruhige Frau, soweit alles gut. Dann erkrankte diese Dame und entschloss sich von einem Tag zum anderen ihr Häuschen zu verkaufen. Wir bekamen es mit der Angst zu tun, wer sollte solch eine Bruchbude kaufen? Eine Proll-Großfamilie? Also haben wir gekauft. Zuviel bezahlt und der Zustand entpuppte sich als noch schlechter, als es den Anschein hatte. Die Renovierung ging weiter, inzwischen zehn Jahre, und irgendwann war es zuviel. Der Gatte hat ohne Vorankündigung seine Koffer gepackt und ich saß allein in der Großbaustelle.
.
Mir war schnell klar, dass ich das alleine nicht halten kann und ein Verkauf unausweichlich war. Der Makler riet dazu, nicht weiter zu renovieren. Es sei unsinnig weiteres Geld und Arbeit hinein zu stecken und potentielle Käufer würden es dann anders haben wollen.
.
Ich bin in eine kleine Mietwohnung umgezogen, habe das Haus ausgeräumt, die Baustelle entrümpelt. Um meinen Garten habe ich bitter geweint.
.
Es hat gedauert, aber schließlich haben sich geeignete Käufer gefunden. Wir haben uns dann alle im Haus getroffen, um die Modalitäten zu besprechen und dieses Ehepaar fragte, warum wir verkaufen würden. Dass wir uns getrennt hatten, wollten sie kaum glauben, das würde man uns so gar nicht anmerken. Ja, wir hatten uns wieder angenähert. Zwei Jahre haben wir in getrennten Wohnungen gewohnt und dann den Start mit einem neuen gemeinsamen Haus gewagt. Das Drama ist fast zwanzig Jahre her, bis jetzt geht es uns gut.
.
Der größte Fehler war damals, dass wir nicht früher darüber gesprochen haben. Deswegen möchte ich Dir raten, mit Deinem Mann zu reden. Mit Männern ist das oft schwer, viele machen alles mit sich selbst aus, möchten Probleme nicht aussprechen. Ich wusste nicht, dass meiner seine Belastbarkeitsgrenze schon überschritten hatte.
.
Ich wünsche Euch, dass Ihr einen Weg aus dem Dilemma findet. Auch wenn das heißt, sich vom Traumprojekt zu verabschieden. Man kann immer einen neuen Anfang wagen — zusammen oder jeder für sich.
.
Zur anderen Haushälfte gehörte kaum eigenes Grundstück, sie stand quasi in unserem Garten und war ebenfalls in keinem guten Zustand. Dort wohnte eine alleinstehende, ruhige Frau, soweit alles gut. Dann erkrankte diese Dame und entschloss sich von einem Tag zum anderen ihr Häuschen zu verkaufen. Wir bekamen es mit der Angst zu tun, wer sollte solch eine Bruchbude kaufen? Eine Proll-Großfamilie? Also haben wir gekauft. Zuviel bezahlt und der Zustand entpuppte sich als noch schlechter, als es den Anschein hatte. Die Renovierung ging weiter, inzwischen zehn Jahre, und irgendwann war es zuviel. Der Gatte hat ohne Vorankündigung seine Koffer gepackt und ich saß allein in der Großbaustelle.
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Mir war schnell klar, dass ich das alleine nicht halten kann und ein Verkauf unausweichlich war. Der Makler riet dazu, nicht weiter zu renovieren. Es sei unsinnig weiteres Geld und Arbeit hinein zu stecken und potentielle Käufer würden es dann anders haben wollen.
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Ich bin in eine kleine Mietwohnung umgezogen, habe das Haus ausgeräumt, die Baustelle entrümpelt. Um meinen Garten habe ich bitter geweint.
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Es hat gedauert, aber schließlich haben sich geeignete Käufer gefunden. Wir haben uns dann alle im Haus getroffen, um die Modalitäten zu besprechen und dieses Ehepaar fragte, warum wir verkaufen würden. Dass wir uns getrennt hatten, wollten sie kaum glauben, das würde man uns so gar nicht anmerken. Ja, wir hatten uns wieder angenähert. Zwei Jahre haben wir in getrennten Wohnungen gewohnt und dann den Start mit einem neuen gemeinsamen Haus gewagt. Das Drama ist fast zwanzig Jahre her, bis jetzt geht es uns gut.
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Der größte Fehler war damals, dass wir nicht früher darüber gesprochen haben. Deswegen möchte ich Dir raten, mit Deinem Mann zu reden. Mit Männern ist das oft schwer, viele machen alles mit sich selbst aus, möchten Probleme nicht aussprechen. Ich wusste nicht, dass meiner seine Belastbarkeitsgrenze schon überschritten hatte.
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Ich wünsche Euch, dass Ihr einen Weg aus dem Dilemma findet. Auch wenn das heißt, sich vom Traumprojekt zu verabschieden. Man kann immer einen neuen Anfang wagen — zusammen oder jeder für sich.
- Apfelbaeuerin
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Deine Geschichte, Secret, berührt mich sehr, ebenso wie ein paar andere auch. Ich hätte nie gedacht, dass sich unter den Forumsteilnehnern so viele Schicksale verbergen...
Meine Geschichte geht anders, es ist eine Geschichte von Verzicht. Ich habe einen Mann geheiratet, der Journalist von Beruf ist und absolut keine handwerklichen Fähigkeiten besitzt. Auch war immer klar, dass er zentral wohnen wollte, um zwecks Berichterstattung schnell dort sein zu können, wo gerade der Bär steppt
.
Ich hingegen träumte von einem Haus auf dem Land, mit Riesengrundstück und möglichst in Alleinlage. Weit draußen, weg von der Stadt.
Eineinhalb Jahre hab ich (alleine) im ganzen Landkreis nach einem entsprechenden Objekt gesucht und meinte dann irgendwann, es gefunden zu haben: eine alte, total baufällige Mühle in einem 20-Seelen-Ort abseits jeglicher Zivilisation
. Erst als mein Mann meinte, er würde sich scheiden lassen, wenn ich den Gedanken an dieses Gemäuer nicht aufgebe, bin ich aufgewacht.
Wir haben dann ein halbes Jahr später ein Haus gefunden, das hintendran den Ludwigskanal und einen weitläufigen Landschaftspark hat und vorne direkt in 5 min. Entfernung die Altstadt.
Mein Garten ist nur 660 qm groß, aber ich bin glücklich damit. Ich will damit sagen: Manchmal darf man nicht zu viel wollen. Ich hab mich für meinen Mann entschieden. Und das war gut so.
Meine Geschichte geht anders, es ist eine Geschichte von Verzicht. Ich habe einen Mann geheiratet, der Journalist von Beruf ist und absolut keine handwerklichen Fähigkeiten besitzt. Auch war immer klar, dass er zentral wohnen wollte, um zwecks Berichterstattung schnell dort sein zu können, wo gerade der Bär steppt
Ich hingegen träumte von einem Haus auf dem Land, mit Riesengrundstück und möglichst in Alleinlage. Weit draußen, weg von der Stadt.
Eineinhalb Jahre hab ich (alleine) im ganzen Landkreis nach einem entsprechenden Objekt gesucht und meinte dann irgendwann, es gefunden zu haben: eine alte, total baufällige Mühle in einem 20-Seelen-Ort abseits jeglicher Zivilisation
Wir haben dann ein halbes Jahr später ein Haus gefunden, das hintendran den Ludwigskanal und einen weitläufigen Landschaftspark hat und vorne direkt in 5 min. Entfernung die Altstadt.
Mein Garten ist nur 660 qm groß, aber ich bin glücklich damit. Ich will damit sagen: Manchmal darf man nicht zu viel wollen. Ich hab mich für meinen Mann entschieden. Und das war gut so.
Liebe Grüße von der Apfelbäuerin
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Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.
Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Mich berühren und beschäftigen Eure Geschichten ebenfalls, auch die vielen klugen und guten Hinweise. Jedenfalls so sehr, dass mein Mann und ich eben beim Kaffee darüber sprachen und auch dazu kurz über unsere persönliche Geschichte.
Ich gespannt auf Deine Antwort, grünohr und darauf, ob Du etwas für Dich daraus ziehen kannst. Secrets Gedanken über die Kommunikation von Männern, auch hinsichtlich ihrer Belastbarkeit, hat mein Mann sofort bestätigt. Und er hat's selbst damit sehr schwer.
Ich gespannt auf Deine Antwort, grünohr und darauf, ob Du etwas für Dich daraus ziehen kannst. Secrets Gedanken über die Kommunikation von Männern, auch hinsichtlich ihrer Belastbarkeit, hat mein Mann sofort bestätigt. Und er hat's selbst damit sehr schwer.
"Der andere könnte recht haben."
Frei nach Frank Elster
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- Registriert: 9. Jun 2005, 12:18
- Region: Ost - Brandenburg
- Höhe über NHN: ca. 40 m ü. NHN
- Bodenart: Sand Sand Sand Sand
- Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C
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Es gibt nichts Gutes, außer, man tut es.
Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Wie sich so ein Thema entwickeln kann, ich finde es toll. Wenn auch ganz schöne Dramen.... und es beruhigt mich sehr zu lesen, dass es nicht nur bei mir nicht glatt geht...
Ich schrieb weiter oben Post 2 vermutlich, dass die Entscheidung für mein eigenes Haus und Grundstück letztlich auch das Ende einer 10jährigen Fernbeziehung wurde.
Irgendwann ist bei mir die Erkenntnis durchgesickert, dass meine Situation auch nicht so rosig ist. Du suchst einen Partner, mit Glück findest du einen - aber der muss sich zwangsläufig ins gemachte Nest setzen, egal, ob er überhaupt eine Affinität zu Haus und Garten hat.
Wenn du als Frau ein Haus und Grundstück hast, viel investiert hast ob Geld, Zeit oder Energie, kommt es nicht mehr, wie oben geschrieben zur gemeinsamen Suche nach Haus und Grundstück. Es fehlt der gemeinsame Nestbau. Zumindest war es bei mir so.
Heißt - jeder neue Partner hat keine Beziehung zum Objekt - und kommt schwer auf Augenhöhe. Ich habe mehrmals erfahren, dass sich das meist auch nicht ändert, da kann so ein Objekt irgendwann sogar zum Trennungsgrund werden. Dann hast du dein Traumhaus und deinen Traumgarten und niemanden, der diese Leidenschaft wirklich mit dir teilt, sondern für den das ggf. sogar ein lästiges Übel ist. In so ein Objekt muss man ja auch ein wenig hineinwachsen. Und je älter wir werden, oder der jeweilige Partner, desto schwerer gelingt so eine Umstellung.
@ Grünohr - auch ich habe eher das Gefühl - insbesondere aus deinem Auftaktpost, dass du einfach momentan verzweifelt und überfordert bist. So ganz abgeschrieben hast du dieses Haus/Grundstück nicht, glaube ich auch. Aber ggf. könntet ihr euch doch beide mal gemeinsam beraten lassen. Mal die Sicht des Anderen einnehmen, neue Wege suchen. Ich drücke dir ganz doll die Daumen.
Ich schrieb weiter oben Post 2 vermutlich, dass die Entscheidung für mein eigenes Haus und Grundstück letztlich auch das Ende einer 10jährigen Fernbeziehung wurde.
Irgendwann ist bei mir die Erkenntnis durchgesickert, dass meine Situation auch nicht so rosig ist. Du suchst einen Partner, mit Glück findest du einen - aber der muss sich zwangsläufig ins gemachte Nest setzen, egal, ob er überhaupt eine Affinität zu Haus und Garten hat.
Wenn du als Frau ein Haus und Grundstück hast, viel investiert hast ob Geld, Zeit oder Energie, kommt es nicht mehr, wie oben geschrieben zur gemeinsamen Suche nach Haus und Grundstück. Es fehlt der gemeinsame Nestbau. Zumindest war es bei mir so.
Heißt - jeder neue Partner hat keine Beziehung zum Objekt - und kommt schwer auf Augenhöhe. Ich habe mehrmals erfahren, dass sich das meist auch nicht ändert, da kann so ein Objekt irgendwann sogar zum Trennungsgrund werden. Dann hast du dein Traumhaus und deinen Traumgarten und niemanden, der diese Leidenschaft wirklich mit dir teilt, sondern für den das ggf. sogar ein lästiges Übel ist. In so ein Objekt muss man ja auch ein wenig hineinwachsen. Und je älter wir werden, oder der jeweilige Partner, desto schwerer gelingt so eine Umstellung.
@ Grünohr - auch ich habe eher das Gefühl - insbesondere aus deinem Auftaktpost, dass du einfach momentan verzweifelt und überfordert bist. So ganz abgeschrieben hast du dieses Haus/Grundstück nicht, glaube ich auch. Aber ggf. könntet ihr euch doch beide mal gemeinsam beraten lassen. Mal die Sicht des Anderen einnehmen, neue Wege suchen. Ich drücke dir ganz doll die Daumen.
- Jule69
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Ich muss ganz ehrlich sagen, mich berühren diese Geschichte auch sehr.
Einen Unterschied gibt es hier:
Mein Garten mit allem Drum und dran ist nur gemietetes Glück und alles, was ich hin und wieder zeige, hab ich über viele Jahre gepflanzt. Ich mag mir nicht vorstellen, wie es ohne ihn wäre. Im Moment würde ich allerdings sagen, ich könnte ohne Garten, weil das Gießen so viel Zeit in Anspruch nimmt, aber was mache ich, wenn es ausgiebig geregnet hat?
Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie es hier weitergeht.
Vielleicht mag ja auch mal jemanden schreiben, der diesen Schritt schon hinter sich hat und jetzt ohne Garten lebt.
Einen Unterschied gibt es hier:
Mein Garten mit allem Drum und dran ist nur gemietetes Glück und alles, was ich hin und wieder zeige, hab ich über viele Jahre gepflanzt. Ich mag mir nicht vorstellen, wie es ohne ihn wäre. Im Moment würde ich allerdings sagen, ich könnte ohne Garten, weil das Gießen so viel Zeit in Anspruch nimmt, aber was mache ich, wenn es ausgiebig geregnet hat?
Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie es hier weitergeht.
Vielleicht mag ja auch mal jemanden schreiben, der diesen Schritt schon hinter sich hat und jetzt ohne Garten lebt.
Liebe Grüße von der Jule
Es genügt nicht, mit den Pflanzen zu sprechen, man muss ihnen auch zuhören.
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- monili
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Ich sehe das eher als Vorteil als Frau allein Haus und Grund zu besitzen.Gänselieschen hat geschrieben: ↑13. Aug 2026, 15:16
Wenn du als Frau ein Haus und Grundstück hast, viel investiert hast ob Geld, Zeit oder Energie, kommt es nicht mehr, wie oben geschrieben zur gemeinsamen Suche nach Haus und Grundstück. Es fehlt der gemeinsame Nestbau. Zumindest war es bei mir so.
Viele Beziehungen gehen über Hausbau und Sanierung kaputt - wie einige hier geschildert haben.
Das kann also nicht passieren wenns nur mir gehört.
Auch bei Trennungen ist es blöd: meist lässt sich Haus und Grund nicht halten weil beide Gehälter zur Finanzierung aufgewendet werden. Das Haus muss verkauft werden.
Aber auch wenn das Haus finanziell gehalten werden kann - einer muss ausziehen,.
Und dann muss man möglicherweise wieder in eine Wohnung ziehen.
Eine Gruselvorstellung für mich.
Es ist auch eine blöde Situation wenns in der Beziehung kriselt, aber Haus und Grund beiden gehört.
Nur wegen Haus und Grund beim Partner bleiben?
Es muss nicht jeder eine Beziehung zum Objekt haben. Ich kenne einige Männer, denen es völlig wurscht ist wie das Haus eingerichtet ist und denen die ganze Beziehung zum Haus völlig gleichgültig ist.
Umgekehrt, also ich könnte mich nie ins gemachte Nest setzen.
Auch eine Gruselvorstellung für mich.
Letztlich ist es auch eine finanzielle Sache: ich möchte nicht das Gefühl haben, dass ich finanziell vom Partner abhängig bin weil ich mir das Haus allein nicht leisten kann.
Für mich gilt: eigner Herd ist doch Goldes wert!
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Falls ich euch doch fürs Bleiben entscheidet. Ich kann nur sagen. Einen großen Garten , gerade mit Wald , kann man so gestalten, dass man im Prinzip gar nicht so viel machen muss, wenn man keine Zeit hat. Die Geschichte von Lokis " Urwald " am Brahmsee, zeigt, man kann die Natur auch lange machen lassen und sich anderen Dingen erstmal zuwenden. Ich habe auch einen Teil so wie Loki und mähe nur Wege, damit ich durchkomme. Die Bäume und Sträucher entwickeln sich von selbst. Je höher der Bewuchs, desto geringer die Staudenschicht. Je dichter die Bäume, desto weniger Mäharbeit. Wenn Bäume umfallen, lässt man sie liegen. Sie werden von der Natur wieder zersetzt. Wenn man den Mut hat, kann man es so machen. Die Natur freut sich. Wenn man aber z.B. über Winter an der frischen Luft sich betätigen will, nimmt man Schere oder Säge und macht etwas. Eine Voraussetzung gilt allerdings: Man kann keine Nachbarn gebrauchen, die einem ständig sagen, wie verwildert das Grundstück aussieht.
Viel Glück, egal wie ihr euch entscheidet.
Wolfgang
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Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.
Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?
Loki Schmidt war in vielerlei Hinsicht beispielgebend.
Eine tolle Frau!
"Der andere könnte recht haben."
Frei nach Frank Elster
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