Noch eine Anmerkung zu Cistus:
C. laurifolius habe ich im Herbst 2006 gepflanzt. Etwas Schutz nach Norden durch eine kleine Stützmauer (ca. 1m hoch) im Kreuz, ansonsten frei, ungeschützt, vollsonnig. Lehmiger Boden, am Pflanzplatz nicht ganz so schwer wie woanders im Garten, etwas mehr Humusboden drauf. Wächst und gedeiht, mittlerweile ca. 2m hoch/ breit (lümmelte sich, ich hab' ihn leicht aufgebunden, damit er nicht mit dem Rasenmäher kollidiert). Produziert regelmäßig Sämlinge. Ein gutes Dutzend habe ich verschenkt, ein paar weitere haben das Ausbuddeln nicht überlebt (die Wurzeln sind sehr brüchig, ich kriege sie oft nicht komplett raus). Zwei durften bleiben, mittlerweile gut 1m hoch, für den Fall, dass die inzwischen recht vergreiste Mama aufgibt. Die wird jetzt stark zurückgeschnitten, vielleicht funktioniert's ja mit dem Verjüngen.
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Weils' so schön lief, habe ich 2008/09 zwei oder drei andere C.-Arten hinzugefügt. Gleiche Platzierung. Leider schlechtes Timing: Die Winter 2009 und 2010 waren eisig, die kältesten seit Jahrzehnten, sie haben die neuen C. gemeuchelt. C. laurifolius hingegen war quicklebendig wie zuvor.
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Andere Cistus-Arten hab' ich seither nicht erprobt, kommt jetzt aber.
C. laurifolius würde ich als sicher winterhart bezeichnen.
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Wobei ich Krokosmians Beobachtung wichtig finde:
Krokosmian hat geschrieben: ↑17. Aug 2026, 00:02 Ich glaube durchaus, dass deine Gegend für "solche Sachen" besser geeignet ist als viele Ecken der hiesigen südwestdeutschen Gunstlagen. Durch die immer wärmeren Winter geht hier vieles verfrüht in den Austrieb und wird dadurch selbst für kleinere nachfolgende Frostereignisse äußerst anfällig. Bis hin zum kompletten Erfrieren. Während dieselben Pflanzen im kontinentaler geprägten Osten länger in Ruhe bleiben dürften und so auch einem ggf. nochmal kalten Spät-/Nachwinter weniger ins Messer laufen. ...
Man muss dabei auch auf die Böden gucken. Sie erwärmen sich ja langsamer als die Luft. Der hiesige schwere Lehm bleibt im Frühjahr lange recht kalt. Das bremst voreiligen Austrieb - nicht komplett, aber doch ein bisschen.
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137
"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein." (NICHT von Kurt Tucholsky)