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Rosen binden (Gelesen 2530 mal)

A rose is a rose is - Erfahrungen, Pflege und Schnitt von Rosen
Historische Rosen, Strauchrosen, Kletterrosen, Wildrosen ...

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Konstantina
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Re: Rosen binden

Konstantina » Antwort #15 am:

Danke dir, Blush für den Link.
Ich finde, es sieht auch unbelaubt gut auch. Schöne Struktur.
Ich bin auch wie du nicht konsequent genug. Jedes Mal habe ich vor im Winter de Staudenstützen aus Weide oder Hasel zu machen, mache ich aber nicht. Vielleicht klappt es doch irgendwann :)
Querkopf
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Re: Rosen binden

Querkopf » Antwort #16 am:

Bin zufällig in diesen Faden geraten und hab' mich an ältere Forumsdiskussionen erinnert. Nicht exakt zur selben Frage ("Kuppel"), aber zu ganz Ähnlichem.
Zum Beispiel an diese - vielleicht ist's eine Anregung:
Querkopf hat geschrieben: 26. Aug 2008, 21:00
... Früher ging man sogar soweit die ganz langen Triebe ganz nach unten zu biegen, am Boden zu befestigen. Viele Neutriebe und Blüten waren der Erfolg. ...
das ist gar nicht unbedingt eine "Früher"-Sache. Im Luxemburger "Gaard um Titzebierg" habe ich eine nett vereinfachte Variante davon gesehen: Dort waren kleine Tontöpfchen an die Triebspitzen gebunden, so dass die durchs Gewicht zu Boden gezogen wurden. Die Töpfchen sind völlig unauffällig, die dadurch erzielten Blütenmeere umso eindrucksvoller - nachahmenswert :). Braucht nur etwas Platz rund um die Sträucher....
"Pegging down" der einfachen und sehr erfolgreichen Art habe ich vor einigen Jahren auch in Weimar gesehen. Mit historischen Rosen, 'Leda' war dabei, die weiteren Sorten habe ich nicht mehr im Gedächtnis: weiche Jungtriebe ziemlich flach oder mit leichter Wölbung auf den Boden legen, festpinnen mit Drahtklammern, fertig. Ergebnis: viele senkrechte Kurztriebe, flächiges Blütenmeer. Das sei absolut pflegeleicht, meinten die dortigen Gärtner. Man müsse nur rechtzeitig runterbiegen, bevor die Triebe zu steif werden.
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137

"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein." (NICHT von Kurt Tucholsky)
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Starking007
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Re: Rosen binden

Starking007 » Antwort #17 am:

Heutzutage gibt es überall massig die Stabgitterzäune, wie Gefängnis, wenn unbegrünt.
Die wären ideal für kleine Ramblerrosen etc., und für Clematis viticella im Wechsel.
Gruß Arthur
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hobab
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Re: Rosen binden

hobab » Antwort #18 am:

So ganz versteh ich den Sinn dieser Binderei nicht. Beim flächig Auslegen noch so etwas, da verteilt sich die Wuchskraft gleichmäßig, statt des natürlichen mesotonen Wuchses. Braucht halt viel Fläche. Aber wozu diese englische Fummelarbeit, außer das es im Winter ganz schick aussieht? Wenn man es gerne pingelig mag jedenfalls. Der Blüte dürfte das nicht aufhelfen, aber vielleicht dient es der Platzersparnis? Da kann man die Triebe auch einfach rumwickeln.
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Blush
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Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.

Re: Rosen binden

Blush » Antwort #19 am:

Querkopf, schön, dass Du hergefunden hast und Dich an frühere Diskussionen erinnerst! Ich habe ordentlich gesucht, diesen Faden fand ich passend, aber natürlich verstecken sich Hinweise auch in anders betitelten Themen. Ich halte überhaupt nichts davon, für jede Frage einen neuen/gesonderten Thread zu eröffnen. Ich freue mich, dass noch mehr Stimmen dazukommen.

Die Idee mit den Tontöpfen gefällt mir sehr! Dezent und passend. Außerdem habe ich einen erklecklichen Vorrat Tontöpfe aus der DDR. Sehr unregelmäßig gearbeitet und darum sehr hübsch. :D Denn anders als hobab kann ich mir die Winterwirkung immer noch nicht gut vorstellen und möchte wenig drumrum.

hobab, der Blütenreichtum soll immens zunehmen. Wie bei Kletterrosen, die fachlich richtig geleitet werden und nicht nur "schießen". Gerüste verschiedener Art benutze ich, diese Methode wäre neu und würde damit mein gärtnerisches Vermögen erweitern! ;D

Nachtrag: ich mag und kann es gar nicht pingelig.

Starking, nicht jede/r ist mit Clematis so erfolgreich wie Du! Wobei Du natürlich Recht hast. Ich befürchte dass der Mülltonneknast der Nachbarn da einfach nur so steht und nicht der Begrünung dient.
"Der andere könnte recht haben."
        Frei nach Frank Elster
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vanille_71
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Re: Rosen binden

vanille_71 » Antwort #20 am:

Bisher dachte ich, meine 'Parade' wäre zu starr, um sie um den Obelisken zu leiten, aber siehe da: Vor Kurzem entdeckte ich einen neuen Trieb.
IMG_20260830_164242_Parade.jpg
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hobab
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Re: Rosen binden

hobab » Antwort #21 am:

Rosenexperte bin ich keiner, aber die Wuchsgesetze sind doch eigentlich überall relativ ähnlich: Triebe, die gerade nach oben gehen, wachsen stark und produzieren eher weniger Blüten, senkt man die Triebe ab, wachsen sie weniger stark -unter anderem da das Wachstum sich über den ganzen Trieb verteilt - und blühen, beziehungsweise fruchten stärker.
Runterbinden, um Blüten zu erzwingen macht also durchaus Sinn, wenn man die aber in U- Form runterbindet und den Ende des Triebes in die Erde steckt, erreicht man nur, dass wieder der höchste Punkt am stärksten austreibt. Gut, es wird ein bisschen dichter, weil die Triebe nicht so weit ausgelagert werden wie beim natürlichen Wuchs, aber mehr blühen sollte dann eigentlich nichts.
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LadyinBlack
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Re: Rosen binden

LadyinBlack » Antwort #22 am:

Querkopf hat geschrieben: 30. Aug 2026, 13:57
"Pegging down" der einfachen und sehr erfolgreichen Art habe ich vor einigen Jahren auch in Weimar gesehen. Mit historischen Rosen, 'Leda' war dabei, die weiteren Sorten habe ich nicht mehr im Gedächtnis: weiche Jungtriebe ziemlich flach oder mit leichter Wölbung auf den Boden legen, festpinnen mit Drahtklammern, fertig.
Interessant, ist das wirklich Leda gewesen? Viel ungeeigneter für ein ' Pegging down' geht es doch kaum ;D
Das ist eher eine Rose, die man säulenförmig schneiden könnte, damit sie gerade nicht so breit überhängt.
Bild

Sorry, Blush, dass ich mich jetzt erst melde. Deine Frage zu Wilhelm habe ich auch noch im Kopf :D
Logischerweise habe ich hier viel ausprobiert.
Grundsätzlich finde ich es einfacher , Rosen durch einen " Stufenschnitt" anzuregen, auf verschiedenen Höhen mit der Blüte zu beginnen . Und gleichzeitig für möglichst viele Verzweigungen zu sorgen, also die Seitentriebe bis auf wenige Augen einzukürzen.
Natürlich lässt sich durch ein Querleiten die Blütenmenge gerade bei wenigen Grundtrieben enorm steigern. Hier steht etwa eine New Dawn auf recht geringer Höhe quergeleitet an einem Zaun. Nach etlichen Frostschäden hatte sie zeitweise nur einen Grundtrieb!
Bild

Das Querleiten oder auch das Pegging down erfordert sehr viel Platz in einem Beet. Man kann es ganz gut mit einigen Bourbonrosen oder Remontanthybriden machen. Für die meisten Gärten ist das aus meiner Sicht nicht das Mittel der Wahl.

Gewickeltes ;D gibt es hier aber auch. Allerdings nie so starr , streng oder auch pingelig . Ich pflanze grundsätzlich Rosen neben einen Obelisken und setze sie nicht in die Rankhilfe. Ausnahmen gibt es natürlich. Für eine größere Blütenfülle reicht bereits ein Winkel von gut 30 Grad, dann die Seitentriebe entsprechend kürzen.
Das ist ein recht aktuelles Bild von Souvenir de la Malmaison, Clb., die ich auf diese Weise ziehe. Ok, jetzt sieht sie etwas rausgewachsen aus :D
Bild
Diese Rose gilt hier als nicht ausreichend frosthart. Daher war meine Befürchtung, dass sich nur wenige Grundtriebe wirklich entwickeln können. Und das war auch berechtigt. So verteilen sich die Blüten durchaus sehr schön um den Obi, sie hat tatsähclich nur einen Grundtrieb " behalten".
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Re: Rosen binden

LadyinBlack » Antwort #23 am:

hobab hat geschrieben: 30. Aug 2026, 19:29 Rosenexperte bin ich keiner, aber die Wuchsgesetze sind doch eigentlich überall relativ ähnlich: Triebe, die gerade nach oben gehen, wachsen stark und produzieren eher weniger Blüten, senkt man die Triebe ab, wachsen sie weniger stark -unter anderem da das Wachstum sich über den ganzen Trieb verteilt - und blühen, beziehungsweise fruchten stärker.
Da stimme ich zu !
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Re: Rosen binden

LadyinBlack » Antwort #24 am:

vanille_71 hat geschrieben: 30. Aug 2026, 18:14 Bisher dachte ich, meine 'Parade' wäre zu starr, um sie um den Obelisken zu leiten, aber siehe da: Vor Kurzem entdeckte ich einen neuen Trieb.IMG_20260830_164242_Parade.jpgIMG_20260830_164704_Parade.jpg
Aus meiner Sicht ist das keine gute Idee. Ich würde die Rose im nächsten Frühjahr neu an den Obi anbinden.
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Re: Rosen binden

vanille_71 » Antwort #25 am:

LadyinBlack hat geschrieben: 30. Aug 2026, 19:47 Aus meiner Sicht ist das keine gute Idee. Ich würde die Rose im nächsten Frühjahr neu an den Obi anbinden.
Wieso?
Ist der gezeigte Trieb dann nicht starr?
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Re: Rosen binden

Querkopf » Antwort #26 am:

hobab hat geschrieben: 30. Aug 2026, 16:13So ganz versteh ich den Sinn dieser Binderei nicht. Beim flächig Auslegen noch so etwas, da verteilt sich die Wuchskraft gleichmäßig, statt des natürlichen mesotonen Wuchses. Braucht halt viel Fläche. Aber wozu diese englische Fummelarbeit, außer das es im Winter ganz schick aussieht? ... Der Blüte dürfte das nicht aufhelfen...
Doch, hobab, es hilft der Blüte auf, weil sich durchs Flachlegen/ Runterbinden viele Kurztriebe bilden, an denen Rosen dann halt blühen. In Weimar eindrucksvoll, mit einer einzigen Pflanze wurden mehrere Quadratmeter üppig beblüht. Hinzu kommt ja, dass durchs Auseinanderziehen & Runterbiegen alle Triebe gut belichtet werden - beim normalen Strauchwuchs kriegt das Innere wenig Licht und blüht entsprechend schwächer.
@LadyinBlack: 'Leda' war eine der in Weimar eingesetzten Sorten, da bin ich sicher. (Dazu noch eine karminrosa blühende alte Sorte, deren Namen ich vergessen habe.) Das passt schon: Gerade Sorten mit überhängendem Wuchs lassen sich so verwenden, Triebe aus dem Strauchinneren regt man damit ebenfalls zur Blüte an - Licht, siehe oben.
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Weimar - historische Gartenanlage, historische Rosen, historische Wuchs-Technik... Sonderfall. Und der Platzbedarf ist tatsächlich sehr groß.
Just for fun wollte ich die Weimar-Technik mal nachmachen. Das ist zweimal daran gescheitert, dass ich zu spät dran war und die frischen Rosentriebe schon zu steif waren zum Runterpinnen - ich hab's dann gelassen ;).
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Die Luxemburger Tontöpfchen-Technik - es waren dort wirklich Winz-Töpfchen, kleines Kakteenformat - führt "nur" dazu, dass überhängend wachsende Büsche noch stärker überhängen. Braucht nicht so viel Platz, ist nicht so zeitkritisch. Steigert aber ebenfalls die Kurztrieb-Bildung, ergo die Blütenfülle. Dafür hätte ich einen Schwung Minitöpfchen besorgen müssen, das ist irgendwie immer unterblieben ;D.
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Re: Rosen binden

Querkopf » Antwort #27 am:

Wg. Jenny Barnes:
Acontraluz hat geschrieben: 27. Jun 2026, 21:53 Ich habe zu diesem Thema auch mal einen Faden aufgemacht, den ich aber grad nicht mehr finde.
Meinst du diesen Faden?
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