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Ernährungsformen (Gelesen 4414 mal)

Verwenden, haltbar machen, zubereiten und genießen

Moderator: Nina

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raiSCH
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Re: Ernährungsformen

raiSCH » Antwort #75 am:

Ich bin Flexitarier: Wenn man mal in den brasilianischen Churrascerias Rindfleisch aus den verschiedenen Höhenlagen von ganzjährig im Freien weidenden Rindern gegessen hat, versteht man, dass sie dort unser Rindfleisch nicht mal an ihre Hunde verfüttern würden. Trotzdem gibt es geschmacklich nichts Vielfältigeres als Gemüse, vor allem mediterran oder asiatisch zubereitet.
Sonnenscheinplatz
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Re: Ernährungsformen

Sonnenscheinplatz » Antwort #76 am:

Du isst ja eigentlich an Tierischem nur Fisch und Wurst. Die besteht meist aus weniger begehrtem Fleisch, insofern ein Beitrag zur Verwertung des ganzen Tiers (nose to tail).
raiSCH
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Re: Ernährungsformen

raiSCH » Antwort #77 am:

Sonnenscheinplatz hat geschrieben: ↑25. Sep 2026, 10:08 Du isst ja eigentlich an Tierischem nur Fisch und Wurst. Die besteht meist aus weniger begehrtem Fleisch, insofern ein Beitrag zur Verwertung des ganzen Tiers (nose to tail).
Ja, selten mache ich auch Geflügel, nie Schwein. Wenn ich mehr Innereien (wie früher überall) bekommen könnte, würde ich die auch gern essen, aber hier bekomme ich nicht mal mehr Leber, geschweige denn Herz, Niere oder Kutteln, höchstens als Hundefutter. Chinesen verwerten alles, auch Hähnchenfüße.
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semicolon
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Re: Ernährungsformen

semicolon » Antwort #78 am:

Das teile ich. Davon abgesehen, dass ich Tierisches nie aus geschmacklichen Gründen abgelehnt habe, finde ich pflanzliche Ernährung inzwischen einfach so viel spannender und vielfältiger. Dazu kommt, dass die Lebensmitteltechnologie gefühlt täglich Quantensprünge macht. Schon bald wird es pflanzliches Casein geben, was aus meiner Sicht eine der letzten großen Lücken schließen wird (wenn man denn Käse wirklich zum Leben braucht).

Was mir auch positiv aufgefallen ist, ist dass meine tägliche Lebensmittelversorgung nun deutlich günstiger ausfällt.
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Mottischa
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Re: Ernährungsformen

Mottischa » Antwort #79 am:

Meinetwegen könnte ich mich rein vegetarisch ernähren, da ich Gemüse in allen Variationen liebe. Ich esse auch aus Gründen meines Gewissens sehr, sehr wenig Fleisch. Nicht dass ich es nicht gelegentlich mag, es ist einfach meine persönliche Einstellung und auch z.T. den Erfahrungen geschuldet, die ich leider durch die wenige Meter weiter stehenden Kuhställen und hier ansässigen Schweineställe habe. Ich würde beim Kuhbauern nicht mal Milch holen.

Allerdings verweigere ich tatsächlich Kalb, Lamm und Ferkel, das esse ich schon seit bestimmt 20 Jahren nicht mehr. Fisch wird aufgrund des Mikroplastiks in den Meeren auch immer weniger, Eier ja, bei Käse achte ich auf mikrobakterielles Lab und auf Biosiegel (ich möchte jetzt aber einen Käsekurs machen). Wenn ich Fleisch kaufe, dann nur beim Schlachter des Vertrauens mit Herkunftsnachweis - mein Mann bestellt manches - hier auf dem Land bekommt man nicht alles in gewünschter Qualität. Wir haben auch befreundetet Jäger, die uns immer wieder gut versorgen.

Mir gefallen an der pflanzlichen Küche die Auswahl, die vielen Möglichkeiten des Experimentierens, man muss sich wirklich mit seiner Zubereitung auseinander setzen, da man z.B. tricksen muss um geschmacklich das zu erreichen, was einem vorschwebt. Ich nutze ja auch Ersatzprodukte und habe da tatsächlich keine Hemmungen z.B. Gulasch vegan zu kochen (mit Sojaschnetzeln), da musste ich lange experimentieren um eine gewisse Tiefe der Soße zu erreichen. Man kann zwar Fleischersatz verteufeln, ich tue das nicht, da es für mich eine sehr, sehr gute Alternative zum Fleischessen bietet - wie gesagt, ich mag ja den Geschmack und werde jetzt im Winter das Projekt Seitan starten. Was für mich allerdings zu weit geht/ ging, war vor Jahren ein Veggiburger, bei dem eine gefärbte Flüssigkeit zugesetz war um ihn blutiger erscheinen zu lassen.. ähm.. nun ja, sowas brauch ich dann auch nicht.

Mit der veganen/ vegetarischen Ernährung beschäftige ich mich schon sehr, sehr viele Jahre und mein Mann ist ja eher der Typ Fleischesser, gerne jederzeit und er hätte kein Problem mit dauerhaft gutbürgerlicher Küche. Und genau da setze ich oft an, weil ich versuche manche Gerichte zu veganisieren, bzw. in vegetarischer (so ganz dogmatisch bin ich da nicht) Variante auf den Tisch zu bringen. Da ich sehr gerne koche und ausprobiere, ist das für mich auch spannend, denn er sagt mir dann schon, was seiner Meinung nach fehlt. Wir haben da schon vieles zusammen probiert und so manchen Reinfall erlebt :P Ich bin aber froh, dass er da so mitzieht. Naja und eigentlich überwiegt bei uns eh die fleischlose Gemüseküche, da ich koche und bestimme ;)

Und ich bin ein totaler Fan von pflanzlicher "Milch" oder veganem Eis :)
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Re: Ernährungsformen

raiSCH » Antwort #80 am:

Mottischa hat geschrieben: ↑25. Sep 2026, 11:47 Und ich bin ein totaler Fan von pflanzlicher "Milch" :)
Ja, mein Kartoffelpüree mache ich mit Hafermilch. Ich habe aber eine leichte Laktose-Insuffizienz.
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Mottischa
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Re: Ernährungsformen

Mottischa » Antwort #81 am:

Ich trinke zwar gerne Kaffee, mag im Winter auch auch schwarzen Tee, oder Chai. Und ich finde, dass darin z.B. Hafer-oder Mandelmilch besser schmeckt, irgendwie cremiger (Kaffee eher nicht).
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Re: Ernährungsformen

Sonnenscheinplatz » Antwort #82 am:

Ich habe Kuhmilch durch Mandelmilch ersetzt. Auch nicht superöko, aber ich kann kaum mehr anders, seit ich die in Sizilien kostete, war der Fall klar.
Joghurt und Käse sind aber immer noch Kuhmilch.
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Re: Ernährungsformen

thuja thujon » Antwort #83 am:

Mottischa hat geschrieben: ↑25. Sep 2026, 11:47bei Käse achte ich auf mikrobakterielles Lab
Entschuldigung, das gibts nicht. Das was du meinst ist mikrobielles Lab und wird aus gentechnisch veränderten Schimmelpilzen im Labor hergestellt. Wie semicolon schon schreibt, die Technologie geht ihren Weg. Ich finde allerdings die letzte Lücke in der veganen Ernährung ist das Fleisch aus dem Labor. Schlicht noch zu teuer und kaum über das Chicken Nugget Stadium hinaus.
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Re: Ernährungsformen

semicolon » Antwort #84 am:

thuja thujon hat geschrieben: ↑25. Sep 2026, 12:23
Mottischa hat geschrieben: ↑25. Sep 2026, 11:47bei Käse achte ich auf mikrobakterielles Lab
Entschuldigung, das gibts nicht. Das was du meinst ist mikrobielles Lab und wird aus gentechnisch veränderten Schimmelpilzen im Labor hergestellt. Wie semicolon schon schreibt, die Technologie geht ihren Weg. Ich finde allerdings die letzte Lücke in der veganen Ernährung ist das Fleisch aus dem Labor. Schlicht noch zu teuer und kaum über das Chicken Nugget Stadium hinaus.
Fleisch aus Zellkultur finde ich als Entwicklung auch sehr spannend, ich zähle es nur nicht zu plant based und würde vermutlich vorerst nicht daran naschen, einfach weil es mir aktuell nicht wirklich fehlt und ich dementsprechend keinen Gap für mich identifiziere. Bin aber gespannt, wann das bei uns zugelassen wird, ein paar andere Länder sind da schon weiter. Habe mich intensiv mit veganer Katzennahrung beschäftigt - gehen tut das, mir fehlen aber aktuell noch belastbare Langzeitstudien, die Hemmung hätte ich bei zellkultiviertem Fleisch nicht.
Was mich aktuell sehr umtreibt ist kultiviertes Pilzmyzel der "neuen Generation", also "Pilzsteaks, die natürlich als Seaks wachsen" und nicht wie sonst extrudiert werden - der Fachausdruck fällt mir gerade nicht ein, scheint aber zur Zeit der Shit zu sein weil das Novel Food technisch nicht ganz so kompliziert ist und das Verfahren nicht von Grund auf neu ist. Ich fand schon vor Jahren Quorn genial - es war nur leider zu früh bei uns auf dem Markt und ist wieder verschwunden.

@Mottischa, ich finds toll, dass Du Dich damit so viel beschäftigst und man merkt, dass Du vegane Kochtechniken drauf hast.

Pflanzliche Milch hat mich tatsächlich schon seit gut 10 Jahren. Für mich war aber erst Oatly geschmacklich der richtige Durchbruch. Und ich finde, mit pflanzlichen Sahnealternativen kocht es sich deutlich besser, wobei selbstgemachte Cashew-Sahne in Puncto Geschmack, Cremigkeit und Kochverhalten einfach nicht zu schlagen ist. Und lässt sich aus Trockenzutaten oder Cashewmus in wenigen Minuten selbst zubereiten.
Für Pflanzenmilchliebhaber kann ich übrigens den Mylky empfehlen - geht ganz sauber und schnell und man kann damit alle flüssigen Milchprodukte exakt so designen, wie man sie will und auch Sachen "vermilchen", die man nicht als Fertigprodukt findet. Selbstgemachte Hafermilch wird von Natur aus cremig wir Sahne (nach einiger Zeit aber etwas schleimig) - ganz frisch, mit Datteln, Zimt, Kardamom und Eiswürfeln ist das absolut sensationell.
Zum Aufschlagen nutze ich aber weiterhin Fertigprodukte und/oder Aqua Faba.
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Re: Ernährungsformen

thuja thujon » Antwort #85 am:

semicolon hat geschrieben: ↑25. Sep 2026, 13:38Fleisch aus Zellkultur finde ich als Entwicklung auch sehr spannend, ich zähle es nur nicht zu plant based und würde vermutlich vorerst nicht daran naschen, einfach weil es mir aktuell nicht wirklich fehlt und ich dementsprechend keinen Gap für mich identifiziere.
Kochsalz und Wasser ist auch nicht plant based und wird trotzdem in der veganen Küche benutzt. Wo etwas her kommt spielt eigentlich nie eine Rolle. Ich finde es befremdlich, wenn auf der Basis Entscheidungen getroffen werden.
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Re: Ernährungsformen

semicolon » Antwort #86 am:

Da plant based oder vielmehr not animal based bereits die Basis für meine Entscheidungen darstellt, ist das nur schlüssig für mich
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Re: Ernährungsformen

thuja thujon » Antwort #87 am:

Ah, not animal based, was anderes wie plant based. In der Gruppe sind dann die Chemikalien auch drin.
Und die Plants für die not animal based dürfen auch mit chemisch-synthetischen Pestiziden behandelt werden, oder? Weil große Mengen und direkt im Essen ist chemisch-synthetisch ja auch ok.
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