Querkopf hat geschrieben: 'Leda' war eine der in Weimar eingesetzten Sorten, da bin ich sicher. ... Das passt schon: Gerade Sorten mit überhängendem Wuchs lassen sich so verwenden, Triebe aus dem Strauchinneren regt man damit ebenfalls zur Blüte an
Für mich passt es nicht

Bei einer 'Centifolia à fleurs doubles violettes' bin ich gerne bei dir. Sie neigt eh zum Auseinanderfallen. Was man allerdings mit so einem Rosenberg, der auch nur sommerblühend ist, anfangen soll, bleibt trotzdem offen. Ich habe es mit ihr aber trotzdem einmal probiert. Und entnervt in der 3. Saison das Handtuch geschmissen. Es ist ja nicht mit einmal nach unten binden getan! Hast du es selber mal probiert, Querkopf?

Das ist ein ganz aktuelles Foto meiner Leda. Der Durchmesser liegt bei etwa 2 m, die Höhe beträgt in der Mitte etwa 1,80 m, an den Seiten 1,4m . Sie bildet einen stabilen breitwüchsigen Strauch .
Dahinter steht die eher schmal nach oben wachsende ( öfterblühende) Marie Dermar

Für mich ist das so ein stimmiges Bild. In einer anderen Situation wäre der säulenförmiger Schnitt von ' Leda' , oder auch ein entsprechendes Aufbinden, durchaus eine Option. Hier passt das weniger . Ich muss nur verhindern, dass sich die Triebe zu sehr aufeinanderlegen. Das geht mit einem Korrekturschnitt im Frühjahr recht gut.
Ich bleibe daher dabei, dass sich vor allem (öfterblühende) Remontant-Hybriden oder auch Bourbonrosen aus dem Spektrum der alten Rosen für diese Technik empfehlen. Ein Klassiker ist dabei sicher Souvenir du Dr. Jamain. Zu beachten ist dabei, dass es recht aufwendig bleibt, weil die angebundenen Triebe natürlich regelmäßig erneuert werden müssen. Sonst läuft das Gebilde aus dem Ruder.
Beim Anbinden an einen Obi ist es ähnlich. Natürlich muss das schräge Anbinden der Langtriebe, der Rückschnitt der Seitentriebe regelmäßig erneuert werden Einige wenige Triebe kann man dann auch waagerecht locker um den Obi wickeln, um die Wuchskraft zu bremsen. Und üblicherweise macht man das im Frühjahr.
„Es darf für einen liberalen Menschen nie einen Zeitpunkt geben, wo er vor der Umwelt kapituliert!“
Arnold Esch, verhaftet 1949 in Rostock, ermordert 1951 in Moskau