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Pflanzenwelt => Obst-Forum => Thema gestartet von: roburdriver am 06. April 2011, 17:38:52

Titel: Stachelbeeren
Beitrag von: roburdriver am 06. April 2011, 17:38:52
Ich suche für meinen Garten ein paar "neue" alte Stachelbeersorten mit vernünftigem Geschmack, nachdem meine uralten Hochstämmchen in den Stachelbeerhimmel gewandert sind ;D

Ich hab auch einige Büsche aus dem Supermarkt ber die können geschmacklich nicht überzeugen(bis auf die roten Sorten)

mir schwebt momentan die Weiße Neckartal und die Weiße Triumphbeere vor, muss kein Stämmchen sein, Busch geht auch

Kennt jemand eine Bezugsquelle, bzw. kann jemand was zu den Sorten sagen?
Oder hat jemand noch weitere Sortenvorschläge? Sollten nicht allzu anfällig sein, da alles Bio ohne Chemie in meinem Garten.

Gruß Robin
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 06. April 2011, 17:45:34
mir schwebt momentan die Weiße Neckartal und die Weiße Triumphbeere vor

Gibts öfter, "Weiße Neckartal" z.B. bei der Baumschule Fischer, Berlin. Die guten Sorten sind die älteren Sorten und die sind praktisch alle mehltauanfällig. Nur mit Bio wirst du da ziemlich Probleme mit dem amerikanischen Stachelbeermehltau bekommen. Wie so endlos viele andere importieren Krankheiten bei anderem Obst hat der die einheimischen Sorten kaputt gemacht. Du solltest neuere Sorten nehmen, gute Gelbe/Grüne sollen z.B. Rixantha und Reverta sein.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: paulche am 06. April 2011, 21:16:55
Was halte ihr von den amerikanischen Wildstachelbeeren, die sehr groß werden sollen. Da soll es schon ertragreiche Auslesen geben und wahrscheinlich auch entsprechende Kreuzungen.
Wie sind eure Erfahrungen z.B. mit der Sorte Gigant?
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: roburdriver am 10. April 2011, 18:06:08
naja groß müssen die nicht sein, sondern schmecken!

Ich werd das einfach ausprobieren mit den alten Sorten!
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Arachne am 10. April 2011, 22:32:50
 Hier habe ich vor 2 Jahren mehrere Stachelbeerbüsche gekauft (und mit nach Norddeutschland genommen). Die Früchte schmecken mir und von irgendwelchen Krankheiten keine Spur. Die Büsche stehen bei mir frei und sonnig, eine Sonderbehandlung bekommen sie aber nicht.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Mediterraneus am 10. April 2011, 22:40:57
Alte Sorten sind sehr anfällig. Oft ist die ganze Pflanze incl. Früchte weiß.

Ich mag eigentlich auch keine Stachelbeeren, wegen der oft sauren und dicken, borstigen Schale. :-X :P

Sehr gut schmeckt mir jedoch die Sorte Spinfree (Spinefree). Kleine, fast schwarzweinrote Beeren ohne Borsten und zuckersüß. Noch nie Mehltau gehabt, obwohl meine Pflanze nicht sehr gepflegt wird (eigentlich wird sie eher gar nicht gepflegt)

Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: andreasNB am 10. April 2011, 23:02:06
@Arachne
Danke für den Link.
Wenn ich mal wieder nach Gera fahre, versuch ich mal einen Besuch mit einzuplanen.

'Captivator' wäre eine alte mehltaufreie Sorte aus Kreuzung von europä. und amerikan. Arten.
Ich habe allerdings auch erst im lezten Herbst gepflanzt.
Nach "Weiße Neckartal" muß ich gleich mal gockeln. Noch nie gehört den Namen.

@paulche,
Du meinst sicher die R.divaricatum. Die "Gigant" stammt wohl von ihr ab. Habe sie mal bei M.Hans gesehen. Nicht das ich mich mit Stachelbeeren auskennen würde, aber von neueren Züchtungen die diese Art mit einbeziehen hab ich bisher noch nie nich etwas gehört.
Meine "Gigant" ist noch klein. Hätte sie mal im März umpflanzen sollen. Die "Schwarze Honigbeere" - auch Worcesterbeere genannt - sind mittlerweile fast mannshohe Sträucher. Ist auf jeden Fall empfehlenswert. Wurde aber schon öfters hier besprochen

Erst diese Woche habe ich mich mit jemanden unterhalten, der alte Sträucher - fast schon Dickichte - unter dem lichten Schatten von Sauerkirschen stehen hat.
Genau wie bei meinem Nachbarn.
In beiden Fällen keinerlei Befall mit Mehltau.
In einem anderen Garten hatte er bei freiem Stand extremen Befall an den dortigen Stachelbeeren.
Vielleicht sollte man die üblichen Standortempfehlungen "sonnig und frei" für die alten Sorten überdenken ?
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 08. Juli 2011, 23:43:43
Ich bin auch der Suche nach einer wirklich gut schmeckenden gelben Stachelbeere.
Mein Vater hatte mal eine alte Sorte, die Früchte waren sehr oval, goldgelb, sehr groß, süß und sehr lecker.
Leider habe ich diesen Busch nicht mehr und suche nun nach etwas in dieser Art.

Ach ja, wichtiges Kriterium:
die Früchte sollen eine dünne Schale haben.
Gegen Borsten habe ich rein gar nix. Ja im Gegenteil, ich mag das ganz besonders gern an Stachelbeeren.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Funkia am 09. Juli 2011, 15:16:52
Mein Tip speziell für Elke: Früheste Gelbe,alte englische Sorte,heißt da "Yellow Lion"
,Rundliche,gelbe.weichbehaarte ,dünnschalige Früchte,sehr sehr aromatisch!!!!
Und frühreifend.
Ich hab meine bei Manufactum erstanden.Ich hab sie jetzt 2 Jahre und sie hat dies Jahr super getragen.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Marsch_Düne am 11. Juli 2011, 02:47:22
Während des Lesens dieses Chats dachte ich: Stachelbeerbüsche weiß vor Mehltau, kenne ich ja gar nicht. Und das obwohl ich außer mit der Sorte 'Spinfree' mit keiner neueren Stachelbeersorte Erfahrung habe.

Auf einmal viel mir auf, dass alle Kommentare, die aus der Norddeutschen Region kommen, wenig bis keine Probleme mit Mehltau haben während in Kommentaren aus Süddeutschland eher über übermäßigen Mehltau berichtet wird.
Ist das Zufall oder gibt es da einen Zusammenhang?
Wer wohnt in Süddeuschland und hat kaum oder keine Mehltauprobleme an älteren Stachelbeersorten?
Wer wohnt in Norddeutschland und hat Stachelbeeren weiß vor Mehltau?

(Die Stachelbeeren meiner Großeltern, Eltern und meine eigenen waren meiner Kenntnis nach immer mehltauanfällige Züchtungen oder Sämlinge dieser. Mehltau war und ist immer vorhanden gewesen. Viel aber nicht übermäßig auf, bzw. wenn doch sehr viele Stachelbeerfrüchte durch den Mehltau geschädigt waren, wurden die Büsche im Winter stark ausgelichtet und alle Spitzen um mind. ein Drittel gekürzt. Eine Arbeit die im Hobbygarten mit ein bis fünf Büschen schnell erledigt ist. Danach waren die Stachelbeeren ein paar Jahre quasi mehltaufrei. Ob es aber wirklich am Schnitt lag oder an den eh unterschiedlichen Infektionsraten in den verschiedenen Jahren kann ich allerdings nicht wirklich sagen.

Diese Stachelbeeren waren niemals Handelsware, sondern immer nur ein Geschenk des Gartens. Und auch mehltaubefallene Stachelbeeren wurden verarbeitet. Sie kamen dann in den Kuchen und nicht oben drauf. ;)

Spinfree war bei mir übrigens bisher ein Flop. Der Busch hat einen sonnigen Standplatz in gutem und frischem Boden immer gut gemulcht und gegossen, aber er sieht aus als stände er an der trockensten Stelle im Sandgarten: Kaum Zuwachs, braune Blattränder, winzige Früchte, die nicht wachsen und dann noch zum Großteil abfallen, harte Schale und sauer.
Was mache ich falsch? )
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Lubi am 13. Juli 2011, 15:12:18
Hallo Stachelbeerfreunde,

Ich bin gerade dabei meine zwei Stämmchen durch zu pflücken.
Was da dieses Jahr dran hängt haut mich fast um.
Ich habe von einem Stämmchen bis jetzt einen 10l Eimer voll, geschätzt werden es drei Eimer voll. Das Bäumchen sieht aus wie eine Trauerweide, Äste bis zum Boden und Beere an Beere.
Das ist eine grüne Stachelbeere namens 'Mucurines'.
Sehr schmackhaft und vollreif sehr süß. Erinnert mich an meine Kindheit.
Sie ist mehltaufest.
Frucht: Groß, grün, fein aromatisch.
Genußreife: Mitte Juli.
Lagerfähigkeit: - 2 Wochen, Tiefkühlfrucht.
Boden: Magere Böden sind ausreichend.
Befruchtersorten: Selbstbefruchter; bei Fremdbestäubung noch höherer Ertrag (2-3 Sorten pflanzen).

Die zweite ist eine rote Stachelbeere, im Wuchs nicht so kräftig und die Beeren relativ klein. Früchte sind vollreif noch fest und haben mehr Säure als 'Mucurines'. Der Name fällt mir gerade nicht ein.
Die beiden stehen im Halbschatten, eigerahmt von Haselnuß und Sommerflieder. Als Unterpflanzug wären da Lupinen, Maiglöckchen, Zitronenmelisse, Kaukasusvergißmeinicht, Kornrade, Storchschnabel und zu meinem Leidwesen Disteln. Also eine grüne Hölle, wo nie ein Sonnenstrahl die Erde erreicht.
Ich habe die beiden noch nie gedüngt und noch nie gegossen und halte nur die Unterpflanzung etwas im Zaum.
Ich hatte auch noch keinen Mehltau an den beiden.
Obwohl dieses Jahr fast alle Rosen und mein Apfelbaum stark befallen waren. Das liegt wohl daran dass der Mehltaupilz ein Schönwetterpilz ist, und lieber in der Sonne sitzt als im Halbschatten.
So, das sind meine Erfahrungen mit unseren geliebten Stachelbeeren, ich pflück dann mal weiter. :)

Gruß
Lubi
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 13. Juli 2011, 15:44:56
Also, ich hatte an meinen Stachelbeeren auch noch nie Mehltau.

Allerdings waren einige Hochstämmchen bei mir nicht sehr langlebig.

Hatte da mal eine helle Sorte - ganz glatte Schale - wie Weintrauben - die war wirklich toll - habe ich leider nie wieder gesehen.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Lubi am 13. Juli 2011, 16:18:08
Wie langlebig waren denn Deine Stämmchen?
Ich muss mir ja rechtzeitig Ersatz beschaffen.
Meine sind jetzt fünf Jahre alt.

Gruß
Lubi
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 13. Juli 2011, 20:32:04
Allerdings waren einige Hochstämmchen bei mir nicht sehr langlebig.

Bei dir auch? Dann liegts nicht an mir oder meinem Boden. Fünf bis zehn Jahre geht es gut, dann geht schlagartig die ganze Pflanze ein. Sträucher leben dagegen extrem lang.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: max. am 13. Juli 2011, 20:39:00
genau die gleiche erfahrung habe ich auch gemacht.
hochstämmchen haben auch etwas buchstäblich "gestelztes" an sich. büsche gefallen mir besser.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 14. Juli 2011, 08:51:31
Leider kann ich es auch nur grob umreißen. Geschätzt auch so ca. 6 Jahre. Ich hatte bei einem Bäumchen aber ganz sicher mal einen Wühlmausschaden dabei.

Ich hatte damals, ca. 1999/2000 6 Hochstämmchen gepflanzt - davon steht jetzt nur noch 1 rote Johannisbeere. Und die inzwischen Nachgepflanzten waren allesamt schlechter als ihre Vorgänger.

Mein neues Stachelbeerhochstämmchen ist der Mickerling überhaupt.

Aber wegen der Ernte, dem Habitus und der Möglichkeit der Gestaltung im Bauerngarten mit Unterpflanzung werde ich sicher weiter auf Hochstämmchen zurückgreifen. Vielleicht erfinde ich nochmal ne andere Stelle für Büsche - aber man muss das ja - wenn wirklich mal überall kräftiger Ertrag ist - auch verarbeiten können. ;D

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 21. Juni 2012, 00:51:14
Ich wußte nicht wohin mit meinem Beitrag, diesen fand ich am besten ;)

Vor einigen Jahren zog ich aus einem vergreisten Stachelbeerbusch einen Steckling. Mir gefiel die lange ovale Form der Früchte und die goldgelbe Farbe so gut, außerdem kam die Sorte aus dem Saarland, der Heimat meines Vaters. Der Steckling wuchs, während der alte Busch einging.
Jetzt hatte aber gerade dieses undankbare Teil jedes Jahr Mehltau und zwar sowas von heftig, Blätter und Früchte total befallen obwohl ich immer gut geschnitten habe.
Eigentlich wollte ich den noch kleinen Busch letzten Sommer entfernen, habe dann aber nur als letzten Versuch radikal geschnitten und nur noch einen einigermaßen gesunden Trieb belassen.

Jetzt seht mal was da dickes und gesundes hängt :D
So große Beeren hatte ich noch nie und ganz ohne Mehltau. Noch sind sie aber nicht reif, müssen noch gelber werden.

Ich werde also weiter mit starkem Rückschnitt arbeiten und hoffen, daß der Busch gesund bleibt.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 21. Juni 2012, 13:40:01
Eine moderne, mehltauresistente Sorte mit ähnlichen Eigenschaften ist die "Süße Lea".
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Staudo am 21. Juni 2012, 13:41:34
Unsere Stachelbeerstämmchen sind dieses Jahr gänzlich mehltaufrei. Muss ich mir Sorgen machen?
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 21. Juni 2012, 13:42:35
Wenn die Beeren dazu noch nicht mal angestochen sind - dann musst Du Dir wirklich richtig dolle Sorgen machen 8)
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: invivo am 21. Juni 2012, 15:09:57
Eine moderne, mehltauresistente Sorte mit ähnlichen Eigenschaften ist die "Süße Lea".

Hört sich gut an, da ich von ihr einen noch uneingepflanzen Hochstamm hier stehen habe. Was ich während des Auspackens beim beherzten Griff ins Stroh gelernt habe: Auch moderne Sorten können Stacheln haben. ::)

Korrigiere, Dornen natürlich ...
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Himbär am 21. Juni 2012, 18:08:48
@roburdriver

Hier gibt es jede Menge alter Stachelbeeren:

http://www.deaflora.de/index.php/cat/c164_Stachelbeeren.html

Leider sind die meisten derzueit ausverkauft, aber vielleicht sind sie bis zum Herbst wieder im Programm.


Mir ist absolut bewusst, dass es da erbitterte Glaubenskriege gibt, aber die Rede, keine "Chemie" einsetzen zu wollen, sollte man eventuell hin und wieder überdenken. Geht man richtig tief in die Materie rein, wird es schwer fallen, die Unterscheidung zwischen "Chemie" und "natürlich" aufrechtzuerhalten. Trotzdem habe ich natürlich vollstes Verständnis dafür, wenn man nicht spritzen will...

Trotzdem: der amerikanische Stachelbeermehltau ist ein Schönwetterpilz, einer der Gründe, warum empfohlen wird, Stachelbeeren nicht vollsonnig und schon gar nicht auf einem Südbalkon anzubauen. Wie ich hier und da schon mal angedeutet habe, habe ich leider derzeit nicht mehr als einen Südbalkon anzubieten. Die Bedingungen sind also absolut nicht optimal, dazu sind zwei meiner Sträucher (Ironmonger und eine unbekannte Sorte) hochgradig anfällig für den am. Stachelbeermehltau.

Ich lichte die Sträucher jedes Jahr im Winter sehr stark aus, lasse immer nur einige gut verteilte Haupttriebe mit wenigen wechselständigen Seitentrieben. Alle Triebe kürze ich ein bis ins gesunde Holz. Dann kommen im Februar meist drei Spritzungen im Wochenabstand mit Netzschwefel und bis die Blätter kommen Spritzungen mit käuflichen Algenextrakt.

Um auf das Thema vorhin zurückzukommen: Der Netzschwefel ist schlicht und einfach feinverteilter Schwefel, wie er etwa in Vulkangebieten rumliegt. Der wird langsam oxidiert zu SO2, was die Pilze im Wachstum hindert. Das Algenextrakt ist ein irgendwie chemisch prozessiertes Extrakt. Beim Spritzen vom Netzschwefel habe ich das bessere Gefühl.


Abgesehen von der weltanschaulichen Debatte um "Chemie", bedeutet diese Behandlung vor allem Eines: Arbeit ::) ! Darum würde ich vorschlagen: Wenn Dir das zuviel ist, und Du einfach eine unkomplizierte Ernte haben willst, dann nimm neuere resistente Sorten (so schlecht sind die doch auch gar nicht!). Wenn Du die alten geschmacklich besseren Sorten willst, kommst Du um die Behandlung nicht rum (vielleicht mal in dem ein oder anderen Jahr).

Für mich ist die Beerenqualtität das wichtigste Kriterium, für viele ist der unkomplizierte Anbau wichtiger und wie schon gesagt: meine mehltauresistente Stachelbeere (Hinnonmäki, rot) ist auch lecker, ich mag die saure Schale. Alles besser als gar keine Beeren 8) !

Hoffentlich konnte ich etwas helfen! Viel Spaß beim Beerenanbau und Lg,
Himbär
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: kdb am 21. Juni 2012, 22:13:43
bei uns gibts am wochenende stachelbeertorte. ich glaube, dafür reicht meine bescheidene stachelbeerspalierernte.

kdb
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 21. Juni 2012, 23:44:28
Sieht gut aus.
Wie sieht das ganze Spalier aus?

Ich versuche gerade drei Sorten als Spindel zu ziehen.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 21. Juni 2012, 23:51:13
Eine moderne, mehltauresistente Sorte mit ähnlichen Eigenschaften ist die "Süße Lea".
Ich sehe da nicht viel Ähnlichkeit.
Auch lege ich nicht immer Wert auf modern und resistent, ich hänge an Erinnerungen und da ist mir meine alte zickige Sorte viel mehr wert ;)
Meine alte Sorte ist noch nicht reif, wird dann ganz goldgelb und wirklich auffällig lang oval. Wenn es soweit ist zeige ich noch einmal ein Bild.

Sorten wie die Süße Lea gibt es viele, so eine gelbgrüne mit leichten Borsten wächst hier auch, auch da Sorte unbekannt.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Staudo am 22. Juni 2012, 07:23:07
Auch lege ich nicht immer Wert auf modern und resistent, ich hänge an Erinnerungen und da ist mir meine alte zickige Sorte viel mehr wert ;)


Das kann ich nachvollziehen. Wer baut schon Obst und Gemüse an, um etwas zu ernten? ;)
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 22. Juni 2012, 09:28:23
Ich sehe da nicht viel Ähnlichkeit.

Die Früchte sind ebenfalls auffällig oval, ebenfalls sehr gross, ebenfalls wenig behaart, reif ebenfalls golden, aromatisch wird deine wohl auch sein.

"Modern" war ein Hinweis auf die Entstehungszeit, nicht auf eine Wertung. Alte Sorten haben zweifellos ihre Vorteile, ganz klar. Und leider auch Nachteile. Wer sich nicht mit Stachelbeermehltau abgeben will, dem sei der Hinweis auf die Süsse Lea gegeben.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 22. Juni 2012, 21:05:49
Das kann ich nachvollziehen. Wer baut schon Obst und Gemüse an, um etwas zu ernten? ;)
Wieso, habe ich geschrieben, daß ich nichts ernte?
Und wenn man rund sieben Sorten, die eh viel zu viel tragen, stehen hat, darf man doch eine etwas empfindlichere, die nicht immer gut wächst, so nebenher laufen lassen, oder?

Wenn ich nur auf Ertrag schauen wollte, dürfte ich keine Mieze Schindler anbauen. Die ist sehr Pflegeintensiv, macht gerade Mengen an Früchten aber jetzt gegen Ende der Erntezeit nur noch 1 cm große Früchte.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: kdb am 22. Juni 2012, 21:11:40
hi elro,

dieses stachelbeerspalier steht jetzt im 2. jahr, es ist also noch nicht so sehr groß. irgendwann soll es drei waagerechte ebenen haben.

kdb

Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 22. Juni 2012, 21:12:38
Die Früchte sind ebenfalls auffällig oval, ebenfalls sehr gross, ebenfalls wenig behaart, reif ebenfalls golden, aromatisch wird deine wohl auch sein.
Im Internet sah ich keine Bilder von goldenen Früchten, auch fand ich sie nicht ausgeprägt oval.
Meine Sorte hat null Haare.
Wer sich nicht mit Stachelbeermehltau abgeben will, dem sei der Hinweis auf die Süsse Lea gegeben.
Ganz klar, für Jemand der eine gute gesunde Sorte sucht, ist das zu empfehlen und von daher ist der Tip hier genau richtig.

Da ich aber schon einige Sorten habe trifft das nicht für mich zu. Ich suche dann eher die Vielfalt an Formen, Farben, bin halt eine Sammlerin ;)
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: kdb am 22. Juni 2012, 21:13:59
und hier ist die rote stachelbeere, bei der ich schon die 2. und 3. etage beginnen konnte. sie steht am anderen ende des beerenbeetes. die früchte hieran brauchen noch etwa 3 wochen.

kdb
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 22. Juni 2012, 23:55:51
Das sieht super aus.
Meine drei Spindeln(senkrechter Langtrieb mit kurzen Seitentrieben) habe ich im zweiten und dritten Jahr. Mir gefällt das besser als ein Busch, der sich bei Fruchtreife in alle Richtungen auf den Boden legt. Auch die Ernte geht leichter(Dornen) und die Früchte werden gleichmäßiger reif, bekommen mehr Licht und werden größer :D

Ein Spalier zu ziehen wäre auch mal interessant.
Hm, dazu müßte ja noch eine 8. ganz besonder Sorte her ;D
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Himbär am 25. Juni 2012, 15:10:43
Hallo zusammen!

Hier nochmal ein Foto von meiner Stachelbeere "Ironmonger". Leider liegt der Fokus falsch, musste alles ziemlich schnell gehen, die Skala vom Geodreieck kann man aber trotzdem erkennen...



Stachelbeere Ironmonger 2012



@Elro&kdb

Ja, die Spalier sehen wirklich klasse aus :) ! Ist es möglich, aus den waagerechten Ästen jedes Jahr neue Fruchttriebe rauszuziehen, oder vergreisen sie langsam?

Lg,
Himbär
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 25. Juni 2012, 15:29:56
Hast Du für das Spalier einen Busch von unten herangezogen oder bist Du schon von einem Hochstamm ausgegangen?

L.G:
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Himbär am 29. Juni 2012, 17:24:00
@Gänselischen

Hoffentlich meinst Du nicht mich, ich habe ja gar kein Spalier ;) ... meine Ironmonger war bislang einer Halbstamm (, den ich wegen seiner Mehltauanfälligkeit für kleines Geld von einer hiesigen Gärtnerei gekommen hatte). Weil ich Sträucher lieber mag und in max einem Jahr umziehen muss, habe ich mir aus einem Steckling einen neuen kleinen Busch gezogen und den inzwischen riesigen (Kronendurchmesser über 100cm) Halbstamm bei einer Bäuerin für Obst eingetauscht :) ...

Worauf werden Stachelbeeren veredelt? Auch auf die Goldjohannisbeere? Wenn Du ein Spalier haben willst, möchtest Du ja auf unterschiedlichen Höhen Seitentriebe haben. Bei einem Hochstamm auf fremder Unterlage ist das bis zu Verdelungsstelle nciht möglich. Demnach wäre ein solcher Hochstamm vollkommen ungeeignet für ein Spalier. Wenn ich ein Spalier ziehen wollte, würde ich einen Strauch mit kräftigem Mitteltrieb besorgen und alle anderen Triebe im Winter entfernen. Der mittlere sollte dann ordentlich durchtreiben.

Hat jemand hier eine Antwort auf meine Frage parat, ob und wie schnell die Seitentriebe eines Stachelbeerspaliers vergreisen? Oder treiben diese zuverlässig neue einjährige Seitentriebe aus?

Lg,
Himbär
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 10. Juli 2012, 22:56:06
Ich habe die gelben Stachelbeeren vor rund 10 Tagen geerntet und geknipst. Wie versprochen jetzt die Bilder.
Zum Größenvergleich der Zollstock. Die längste Beere mißt rund 4 cm.

Die Schale ist zart.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 10. Juli 2012, 22:56:25
Noch eins.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 10. Juli 2012, 22:59:22
So und nun mein Gejammere:

Ich habe rund 7-8 verschiedene Stachelbeersorten und fast alle sind Mist weil sie so eine harte und saure Haut haben.

Gibts denn keine guten Sorten mehr, die eine weiche Haut haben und lecker schmecken?
Das harte Zeugs ist meiner Meinung gar nix für den Frischgenuß, nur zum verarbeiten geeignet.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: zwerggarten am 11. Juli 2012, 10:01:58
die guten, süßen, dünnhäutigen sorten werden wohl wegen der mehltauanfälligkeit aussterben. :'(
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Galeo am 11. Juli 2012, 10:37:35

Gibts denn keine guten Sorten mehr, die eine weiche Haut haben und lecker schmecken?
Das harte Zeugs ist meiner Meinung gar nix für den Frischgenuß, nur zum verarbeiten geeignet.
Dann ist diese Sorte ja wunderbar für Marmelade geeignet.
Welche Sorte ist das?
LG Galeo
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 11. Juli 2012, 13:27:15
Dann ist diese Sorte ja wunderbar für Marmelade geeignet.
Ja wieviel Marmelade soll ich noch machen, ich habe eh von allem zuviel ::) Und eingekochte Stachelbeeren stehen von letzten Jahr noch rum. Nö, ich will welche zum Frischverzehr.
Welche Sorte ist das?
Die meisten kenne ich nicht mit Namen, bei einer konnte ich das Schild noch lesen, Mucurines, eine grüne Sorte. Dann habe ich so eine rote mit wenig Dornen, eine sehr dunkelrote und eine weitere grüne Sorte. Die anderen sind OK.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Martina777 am 11. Juli 2012, 13:30:17
die guten, süßen, dünnhäutigen sorten werden wohl wegen der mehltauanfälligkeit aussterben. :'(

Ist das wirklich ein entweder - oder?
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Christina am 11. Juli 2012, 14:06:44

Ich habe rund 7-8 verschiedene Stachelbeersorten und fast alle sind Mist weil sie so eine harte und saure Haut haben.

Gibts denn keine guten Sorten mehr, die eine weiche Haut haben und lecker schmecken?


ich habe eine grüne Sorte, bei der die Schale auch recht hart ist, trotz Vollreife, auch das Aroma ist nicht berauschend. Eine andere, rote Sorte ist da viel besser, allerdings muß sie so richtig dunkel werden. Beides sind neuere Sorten, die Mehltauresistent sind.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 11. Juli 2012, 15:06:21
Eben, meine dunkelrote lasse ich sonnenseits fast schwarz werden, nur dann kann man sie roh essen.

Mich ärgert sowas, es muß doch auch noch gute leckere und dünnhäutige Sorten geben.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 11. Juli 2012, 15:42:21
Die alten, europäischen Sorten sind so. Dass sie vom amerikanischen Stachelbeermehltau befallen werden, wurde ja schon geschrieben. Eine Möglichkeit wäre es, alte Sorten mit Netzschwefel zu behandeln. Netzschwefel wirkt gegen Mehltau und ist ein relativ harmloses Zeug mit sehr kurzen Wartezeiten, wird auch im Bioanbau verwendet. Alternativ Backpulver, muss aber oft angewendet werden.

Nachdem der Mensch in seiner unendlichen Schlauheit massenhaft üble Pflanzenkrankheiten von überallher importiert und immer noch mehr importiert, muss man mit solchen Einschränkungen leben. Steht in einer Reihe mit Peronospora, Reblaus, Feuerbrand, massenhaft Mehltausorten, Braunfäule, Walnuss-, amerikanische Kirsch-, Kirschessigfliege und viele viele mehr.

Dünnschalige leckere Sorten sind z.B. "grüne Kugel", "Hönings Früheste", "Gelbe Triumph". Am dünnsten bei den Mehltaufesten ist noch "Redeva".
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Martina777 am 11. Juli 2012, 15:45:40
Danke, Cydorian! Ich würde nämlich schon gerne zumindest 1 - 2 Stachelbeersträucher haben, ich werde mich bei den genannten Sorten umsehen.

Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Himbär am 11. Juli 2012, 18:04:18
Wann schneidet man denn am besten Stachelbeerstecklinge, ist es schon zu spät dafür? Ansonsten könnte ich eventuell je ein oder zwei von zwei alten Sorten abgeben.

Lg,
Himbär
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Galeo am 11. Juli 2012, 18:48:50
Dann ist diese Sorte ja wunderbar für Marmelade geeignet.
Ja wieviel Marmelade soll ich noch machen, Die meisten kenne ich nicht mit Namen, bei einer konnte ich das Schild noch lesen, Mucurines, eine grüne Sorte. Dann habe ich so eine rote mit wenig Dornen, eine sehr dunkelrote und eine weitere grüne Sorte. Die anderen sind OK.

Ich bin ein "Marmeladinger".
Deine gelbe dünnhäutige würde mir gefallen.
Falls Du den Busch ausdünnst, bitte nichts wegwerfen. Ein Steckling würde mich sehr freuen.
Habe nur Tomatensamen und Blumen zum Tausch oder Portoersatz
LG Galeo
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 11. Juli 2012, 18:55:57
Nur zur Info, meine gelbe ist sehr mehltauanfällig und nur in guten Jahren kann man gesunde Früchte ernten.
Dafür aber superleckere :D
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Galeo am 11. Juli 2012, 19:00:46
Danke, ich würde es trotzdem versuchen wollen.
Habe schon eine namenlose Vermehltaute in Pflege genommen, radikal runtergeschnitten, die Neutriebe sehen gut aus. War aber alles sehr spät, drum hat sie es nicht mehr zur Blüte geschafft.
LG Galeo
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: andreasNB am 28. Juli 2012, 17:41:09
Letztens habe ich meine vor 2 Jahren, im letzten Frühjahr und ein paar von den 3 Büschen aus dem Pfarrgarten durchgepflückt.
Fragt mich jetzt nicht nach den Sorten.
In Zukunft (bei größeren Ernten) mache ich mal ein Photo je Sorte und krame dann die Pflanzliste raus..
Besonders interessant fand ich die 'Orus 8' (die kleinen dunkelroten) und die stacheligen kleinen giftgrünen.
Es kamen 12 verschiedene Sorten zusammen :)
Da es nicht sooo viele waren, kamen sie mit Wodka in die Flasche.



Stachelbeervielfalt

Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 28. Juli 2012, 20:42:42
Was für eine Vielfalt :D
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Irisfool am 28. Juli 2012, 20:47:59
Mir wäre es recht, wenn mir jemand eine süsse gelbe Sorte sagen könnte. Ich habe eine Rote aromatische und eine grosse Grüne zu sauere, und die geht langsam hinüber, bin nicht traurig. Sie sollte aber Mehltau resistent sein. Mehltau hatten diese bei mir noch nie.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: kdb am 08. Januar 2013, 13:39:20
http://www.deaflora.de/index.php/cat/c164_Stachelbeeren.html

habe eben entdeckt, dass die bestellungen für 2013 ausgelöst werden können.
vielleicht ist ja doch für den einen oder anderen etwas dabei.

ich hatte in der vergangenen woche mit denen telefoniert, weil ich den bestellbeginn nicht verpassen wollte. da sagten die mir, etwa in 2 wochen. ein glück, dass ich heute schon geschaut habe.


kdb
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Galeo am 06. April 2013, 16:37:24
Gelbe Riesenbeere
Suche zum Marmelade kochen noch einen gut tragenden, aromatischen Stachelbeerbusch. Hat Jemand Erfahrung mit der Gelben Riesenbeere?
LG Galeo
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Galeo am 08. April 2013, 09:52:43
Stachelbeere "Gelbe Riesenbeere" bei Deaflora gesehen.
Hat die wirklich noch keiner ausprobiert?
LG Galeo
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Touluser am 08. April 2013, 11:33:48
Ich habe die gelbe Riesenbeere und die grüne Kugel im Garten. Geschmacklich einwandfrei-
wenn sie keinen Mehltau hat. Und der ist übel bei der Pflanze. Ich hab im letzten Sommer sie radikal zusammengeschnitten. Alles alte Holz raus. Sehr luftig die drei ruten gestellt. Mal sehen. Ich hasse diesen Mehltau. Als alternative habe ich mir drei Mehltauresistente geleistet. Wuchs- wuchernd. Beerengröße ok.Geschmack gut-sehr gut. Also als Genieser ziehe ich die mehltaufreien echt vor. Spritzen mag ich nicht.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: jkr am 08. April 2013, 15:16:28
Und welche resistente Sorte waren das die Dich geschmacklich überzeugt haben?
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Martina777 am 08. April 2013, 15:53:56
Hänge mich bei der Frage an.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Touluser am 08. April 2013, 18:04:32
Invikta und Hinnomäki und eine rotegrüne längliche. Der Namen ist entschwunden. Sie sitzen in kalkreichem Boden mit Gänsemist gemulcht und werden nie gegossen. Lage:Sonnig und luftig. Aus Absenkern von diesen hab ich jetzt mal ein Spalier gepflanzt. Soll ja leichter zum Pflücken sein. Auf sehr süße Früchte leg ich nicht so wert. Wir mögen die Marmelade. Und aus Finnland hatten wir mal einen Stachelbeerwein und einen Rhabarberwein. Beide total lecker. Mal sehen wenn ich genug zusammen bekomme will ich das auch mal probieren.(Wein machen).
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Soili am 08. April 2013, 18:20:23
Und aus Finnland hatten wir mal einen Stachelbeerwein und einen Rhabarberwein. Beide total lecker. Mal sehen wenn ich genug zusammen bekomme will ich das auch mal probieren.(Wein machen).

Ich habe schwarze Stachelbeere, die aus Russland stammt. Meinem Mann schmecken die Beerem frisch nicht so und allein kann ich so viel nicht essen, also habe ich welche eingefroren - für rote Grütze kann man die super einmogeln - und im vergangenen Herbst habe ich auf Finnischer Vodka-Basis Likör gemacht, der lässt sich trinken ;D.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Touluser am 08. April 2013, 21:01:18
das ist auch eine gute Idee.... ;D
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Martina777 am 09. April 2013, 08:16:18
Danke für die Antwort, Touluser!

Wo gibt es denn eine größere Auswahl an lieferbaren Stachelbeersorten?
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Mediterraneus am 09. April 2013, 08:22:53
Invicta hat aber eine haarige saure Haut mit glibberigen Inneren. Zudem große Beeren. Diese borstige Etwas im Mund, das platzt beim draufbeißen...Pörks. Das ist das an Stachelbeeren, was mich als Kind so hat schaudern lassen.

Keiner hat sie wirklich gemocht, sie wurden eingemacht. Die eingemachten Früchte sind dann in irgendwelchen Kuchen verwurstelt worden. Marmelade ist jedoch gut.

Deshalb gingen Stachelbeeren lange nicht an mich ran.

Bis ich mal in der Landesanstalt für Gartenbau (Veitshöchheim) die Sorte "Spinefree" probiert hab.
Weinrote glatte kleine Beeren (keine Borsten), knackig, sehr lecker und süß. Die mag ich.
Sie hatte noch nie Mehltau, sitzt halbschattig.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Martina777 am 09. April 2013, 08:41:56
Huch! Ich bin ebenso heikel!
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Mediterraneus am 09. April 2013, 08:50:08
Huch! Ich bin ebenso heikel!

Invicta schmeckt schon sehr gut. Das wollt ich noch miterwähnen. Nur eben das drumrum ;)
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: partisanengärtner am 09. April 2013, 08:55:42
@Soili, An einem Steckling Deiner schwarzen russischen Stachelbeere wäre ich schon interessiert. Ich esse alles was irgendwie schmeckt, allerdings bin ich nur Nascher, also reicht ein kleiner Steckling. ;)
Wenn die Beeren haarig sind erinnere ich mich an meine Fleischfresserzeit 8) ;).
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: July am 09. April 2013, 09:07:58
Soili :)
Wie gross ist Dein Busch? Gibt der auch noch einen Steckling für mich her??
Sonnige Grüsse von July
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 09. April 2013, 09:15:24
Ich habe ja mal gelesen, dass Stachelbeeren auch recht gut im Schatten zurecht kommen. Habt Ihr damit Erfahrungen?
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Martina777 am 09. April 2013, 09:28:56
Die Büsche meiner Eltern waren erst im Halbschatten, dann im Schatten - und sie hingen immer voll. Im Schatten reifen sie vermutlich etwas später, was eher positiv zu werten ist, wenn man sie fest und knackig mag.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: partisanengärtner am 09. April 2013, 09:29:59
Bei mir wuchsen alle mehr oder weniger im Schatten (alter Garten)
Einige haben in den ganzen Jahren keine Sonne gesehen.
Getragen haben sie alle, aber je sonniger sie standen um so süßer schmeckten sie. Kann aber auch an den Sorten liegen. Ich hatte lauter verschiedene.
Darunter auch wildförmige die richtig sauer und stachlig waren, die sahen aber auch keine Sonne, hatten aber auch nie irgendwelche Krankheiten. Ist ja eigentlich eine Waldpflanze die man hier öfter (ver?) wild(ert) im Wald findet.

@soili
Als Tauschobjekt hätte ich eine sehr wohlschmeckende gesunde Stachelbeere zu bieten die auch im völligen Schatten eine annehmbare Ernte bietet. Mittelgroße Früchte rot bei Vollreife. Ob sie nicht doch ein paar Härchen hat kann ich nicht sagen. Ist mir nicht aufgefallen. richtig haarig ist sie aber sicher nicht. Allerdings hat sie Stacheln an den Zweigen. Die Früchte fallen nicht ab, sodaß man lange ernten kann. Mir schmecken sie halbreif bis überreif, da sind sie aber nicht knackig.
Irgendwas anderes was ich so poste kannst Du natürlich auch haben. Cyclamen etc.

Aber ich trete gern hinter July zurück wenn Du noch nicht mehr entbehren kannst. Je mehr was interessantes verbreitet ist um so besser gefällt es mir.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 09. April 2013, 09:36:07
Alles klar - dann setze ich nichts um. Ich hatte nämlich vor drei Jahren drei rote Stachelbeeren unter einen Apfelbaum gepflanzt, und die wachsen nicht seh üppig - allerdings waren dort im ersten Jahr auch Wühlmäuse zu Gange (Wortwitz ;D ;D) und haben ne Menge abgefressen. Getragen haben sie - aber der Wuchs war nicht befriedigend.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: partisanengärtner am 09. April 2013, 09:40:40
Die Wuchsleistung und der Ertrag ist natürlich geringer, aber es wird mit den Jahren deutlich mehr. Für Marmeladenkocher durchaus ein wichtiger Aspekt. Ich bin nur Nascher, dafür reichten sie immer.

Mein liebster Busch ist jetzt im völlig verwilderten Garten über einen Meter hoch. Mit Ausläufern und Absenkern trotz regelmäßiger Weitergaben sicher 2 Meter breit.
Ich habe natürlich einen im Schrebergarten, der steht allerdings sonnig. Im ersten Jahr hat er das nicht gut vertragen, kann aber auch am späten Verpflanzen gelegen haben (im Austrieb). Mal sehen ob er jetzt im zweiten gut kommt.
Gesund war er, aber hat fast nichts getragen. Vielleicht hätt ich ihn auch gießen sollen. Außer Angießen habe ich ihn wohl nicht verwöhnt :-[.
War soviel anderes zu tun.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 09. April 2013, 09:45:22
Umpflanzen wirft die zwei Büsche sicher auch nochmal zurück - und soviel Platz habe ich ja auch nicht mehr. Muss direkt mal nach der Sorte schauen - ganz dunkelrot und leicht behaart. Schneidet man da eigentlich jetzt auch noch ein paar alte Triebe raus, fall man keinen Sommerschnitt gemacht hat - ca. 5 sollen bleiben, oder?
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: July am 09. April 2013, 09:46:25
Nee nee Axel...erst kommst Du dran ;)
Ich wollte ja eigentlich gar keine Beeren mehr, aber eine schwarze fehlt mir dann ja doch noch im Sortiment.

Meine Stachelbeeren sind alle noch recht klein und ich habe meine Pflanzen bei deaflora gekauft. Sie stehen im Halbschatten. Einige hatten im letzten Sommer Früchte....die haben aber die "lieben" Vöglein geholt ::)

Soili als Tauschobjekt hätte ich da noch eine andere finnische Knobiart im Topf ;)
Sonnige Grüsse von July
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: partisanengärtner am 09. April 2013, 09:49:11
Ich schneide nur was vergreist aussieht sonst lass ich die in Ruhe. Allerdings ist das erntetechnisch wohl nicht so intelligent. ;)
Beim Verpflanzen bin ich dafür umso radikaler.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Touluser am 09. April 2013, 10:16:48
Bei Schneiden bin ich radikal geworden. Stachelbeeren müssen auch ohne nachherige Bluttransfusion zu ernten sein.(Und bist du nicht willig so brauch ich Gewalt) Es liegt einfach in der Natur dieser Pflanze ein Dornbusch zu sein. Deshalb hab ich die Absenker als Spalier gesetzt und will sie konsequent so ziehen. Man wird auch nicht jünger.
Wir haben wilde Stachelbeeren im Wald. Die sind sehr aromatisch und süß- aber ein gefuzel.
Ist die Stachelbeere eigentlich eine einheimische Pflanze?
Übrigens wir haben als Kinder die Stachelbeeren immer angebissen und ausgesaugt. Der Glibber hatte es uns angetan. Wegen der weggeschmissenen Schalen gab es regelmäßig Streß.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Mediterraneus am 09. April 2013, 10:21:16
Die Sorte "Spinefree" hat nur einzelne wenige Stacheln. Reicht aber zum pieksen.

Wie gesagt, das ist die einzige mir sympatische. ;D
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 09. April 2013, 10:26:40
@ Touluser - was für ne schöne Geschichte :D
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Galeo am 09. April 2013, 10:27:14
Na hier ist vielleicht was los. Da geh ich ein wenig arbeiten und dann so viel Info.
Danke.
Auf meinem Zettel stehen noch "Süße Lea" und Rixanta (gelb).
Was meint Ihr dazu?
LG Galeo
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 09. April 2013, 10:31:39
Die Sorten habe ich noch nicht gehört - auch wenn ich meine drei/vier Sorten nicht auflisten könnte.

L.G.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Soili am 09. April 2013, 10:33:24
Huch, da habe ich ja was losgetreten ;D.
@ Alex und July, ich habe im Herbst Stecklinge für Interessierte geschnippelt, aber ich denke, es geht noch. Meldet Euch per PM, bzw. Julys Adresse habe ich.

Geht es denn jahreszeitlich jetzt Stecklinge zu schneiden?
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 09. April 2013, 10:35:36
Wahrscheinlich ja, denn jetzt wollen die Pflanzen ja besonders loswachsen. Ich würde den Trieb oben kappen und unten gleich mehrere Augen einbuddeln. Oder nur einen biegsamen Zweig absenken. Die bewurzeln doch sofort.

L.G:
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: July am 09. April 2013, 10:37:20
Soili :)
Ich weiß nicht ob es jetzt mit Stecklingen geht. Vielleicht weiß das hier jemand???
Sonst warte ich lieber bis Herbst.
Was können wir noch bei Dir "plündern"? ;D ;D ;D
oT Primabella haben beide brav gekeimt :) :)
Sonnige Grüsse von July
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: uliginosa am 09. April 2013, 10:52:18
Im alten Garten habe ich Josta-Schnitt im Frühling als Markierstöckchen im Gemüsegarten gesteckt. Die sind angewachsen. ;D
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Soili am 09. April 2013, 12:04:22
@ July, grüne Johannisbeere habe ich noch ;D.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: July am 09. April 2013, 12:05:27
Soili,
die habe ich schon ......aus Österreich bekommen von einem lieben Forumsmitglied :)
Danke trotzdem :)
Sonnige Grüsse von July
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 09. April 2013, 12:58:19
Ich habe keine grüne Johannisbeere - die bleibt richtig grün und ist dennoch reif?? :o :o
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Soili am 09. April 2013, 13:10:16
Genau, die bleibt grün auch wenn sie reif ist, ist eine finnische Züchtung von der schwedischen Schwarze Johannisbeere-Sorte Öjebyn, schmeckt ähnlich wie schwarze Johannisbeere, aber milder.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 09. April 2013, 13:12:37
Die machen Sachen ;)
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: kdb am 09. April 2013, 14:39:28
ich will ja nicht betteln,

aber über einen steckling der schwarzen stachelbeere und der ashton red würde ich mich sehr freuen.

ich selbst könnte (einige wenige) steckis der sorten invicta und redeva anbieten.

kdb
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: partisanengärtner am 09. April 2013, 19:03:44
Liebe Soili
Ich habe versucht Dir eine PM zu schicken hat eine Fehlermeldung gegeben. Wenn Du sie doch erhalten hast melde Dich bitte.
Ich habe auch schon vollbelaubte Stecklinge von Stachelbeere gemacht. Da muß man sie eine Zeit lang in gespannter Luft halten. Selbst draußen sind die meisten noch geworden. Gießen muß man halt und wenig Blätter dran lassen.
Tiefer setzen ist auch sehr hilfreich.
Vielen Dank für das Angebot, ich muß jetzt weg aber Pme Dir noch mal wenn ich wiederkomme heute Nacht.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Galeo am 09. April 2013, 19:25:40
kdb
Kannst Du mir bitte was zu Redeva sagen?
LG Galeo
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 09. April 2013, 20:33:02
@ Soili,

hier geht ja mächtig was ab.
Auch ich bin neugierig geworden und wohl spät dran wegen der Stecklinge. So ist es halt wenn man erst nach der Arbeit ins Netz kann.

Was für eine Sorte es ist weißt Du nicht zufällig?

Hat sie eher Ähnlichkeit mit Ribes divaricatum oder wie Hinnonmäki rot, die bei Vollreife schwarzrot ist?

Mir ist aufgefallen, daß Stachelbeeren sehr gerne Sonnenbrand bekommen, so ist also Halbschatten gar kein Fehler.

Und gegen "haarige" Stachelbeeren habe ich nix. Das unterscheidet sie ja gerade von Johannis- oder Jostabeeren.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: kdb am 09. April 2013, 21:27:30
die redeva steht bei mir als hochstamm im spalier. sie soll irgendwann drei ebenen waagerecht haben. sie ist wirklich sehr dornig. die früchte sind dunkelrot, schmecken mir sehr gut, nicht sauer. wir haben wenige davon roh gegessen, dafür aus den reifen früchten eine torte gemacht. verarbeiten lies sie sich sehr gut. sie ist nicht behaart. von mehltau konnte ich nichts feststellen, sie scheint aber recht wüchsig zu sein.

kdb
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Soili am 09. April 2013, 21:55:37
Ich muss mal sehen, wie viel ich noch von der schwarzen Stachelbeere bzw. grünen Johannisbeere schneiden kann, im letzten Herbst hatte ich schon mal ordentlichen Ansturm erlebt ;D
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: andreasNB am 09. April 2013, 22:19:24
Nochmal nachgehakt:
Ist die Schwarze Stachelbeere eine Ribes divaricatum (straff aufrecht wachsend, mannshoch) oder eine Ribes uva-crispa (meist niedrig, breitbuschig) ?

Bei der grünen Johannesbeere bin ich immer froh das ziemlich zeitgleich die "normalen" schwarzen Johannesbeeren reif werden.
Sonst tät ich die grünen glatt übersehen und vergessen.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Soili am 09. April 2013, 22:22:27
Letzteres, würd ich sagen.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: andreasNB am 09. April 2013, 22:25:50
Dann stell ich mich mal ganz hinten in die Schlange für kleine Pflanzen - so in 1-2 Jahren 8)
Wenn es sich ergibt.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 09. April 2013, 22:28:39
Na ja, meine Ribes divaricatum wächst sehr breitbuschig, liegt wohl am sehr starken Fruchtbehang. Ich muß die Triebe an Stäben aufbinden, sonst würde alles auf dem Boden liegen.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Galeo am 10. April 2013, 09:37:13
Oh je, ich wollte doch nur einen STachelbeerbusch, weil ich die Marmelade so mag.
 Nun bin ich auf der Seite vom Biogärtner gelandet und von da aus noch weiter. Mir schwirrt der Kopf.
Übrigens stand irgendwo, dass die Redeva wenig Stacheln hätte.
??
LG Galeo
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: jkr am 10. April 2013, 09:49:26
Hier mal ein Bild von Redeva als Hochstamm (in einer Gärtnerei vor 2-3 Wochen aufgenommen):

http://www7.pic-upload.de/10.04.13/mzvnwkgzsnob.jpg

Man sieht leider nicht so viel, aber evtll. reicht es Dir aus um den Grad der Bestachelung zu beurteilen.

(Übergrosses Bild verlinkt statt inline angezeigt)
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Galeo am 10. April 2013, 10:10:18
Ja, Danke kdb
Ist für mich so ein Mittelding, keine üppigen Stacheln aber auch nicht wenig - eben Stachelbeere.
LG Galeo
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 10. April 2013, 15:53:34
Nochmal nachgehakt:
Ist die Schwarze Stachelbeere eine Ribes divaricatum (straff aufrecht wachsend, mannshoch) oder eine Ribes uva-crispa (meist niedrig, breitbuschig) ?

Fast immer sind solche Beeren Kreuzungen aus Ribes uva-crispa syn. Ribes grossularia und einer der vielen anderen stachelbeerartige Ribes - Arten oder sogar Mehrfachkreuzungen. Die Orgeon-Stachelbeere wurde gerne als Kreuzungpartner genommen, um Mehltaufestigkeit zu erreichen, andere der Fruchtfarbe wegen (z.B. Ribes leptanthum). Ribes uva-crispa steuert Ertragsstärke und Aroma bei, die anderen Arten sind relativ aromaarm.

Man kann also selten die Art unterscheiden, weils eine Kreuzung ist. Details weiss wohl nur der Züchter.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Martina777 am 10. April 2013, 16:02:23
Ich freu mich sehr, dass Ihr Euch so rege über die Sorten austauscht. Da offenbar viel schon vergriffen ist, frag ich mich, ob ich für heuer überhaupt noch neu bestellen soll, und wenn ja, was und wo?

Hat wer konkrete Tipps für mich? Ich wollte heuer eigentlich Stachelbeeren und Ribiseln schon pflanzen.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Eva am 25. April 2013, 09:59:38
Darf ich mal dazwischen eine andere Frage stellen:

Seit gestern bin ich stolze Besitzerin eines Invicta-Hochstamms.
Der hat 5 veredelte Triebe, die auch ganz gut austreiben. Bis gestern waren die mit Draht so zusammengebunden, dass alle schön parallel zueinander nach oben stehen und auch so bleiben, wenn der Draht ab ist.
Soll ich die jetzt auseinander stäben?
Muss ich als Pflanzschnitt was davon abschneiden (außer ein paar Kleinigkeiten, die ab kommen, weil sie mir nicht passen)? Die Äste sind ca. 30 cm lang.

 ???
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: jkr am 25. April 2013, 10:58:30
Glückwunsch :-)

Ich hatte bisher noch keinen Hochstamm, aber ich würde die Triebe nicht auseinander stäben. Wenn da mal viele schwere Stachelbeeren dran hängen werden sich die Triebe eh etwas auseinander bewegen.

Wenn Du die Invicta las Containerware gekauft hast ist eigentlich kein großartiger Pflanzschnitt notwendig sofern beim Pflanzen nicht verhältnismäßig viele Wurzeln kaputt gehen.


Ich habe mir vor einigen Tagen einen Captivator-Busch gegönnt. Wegen unserer Kinder wollte ich eine Stachelbeere mit möglichst wenig Stacheln. Und wie man sehen kann, muss man die Stacheln fast schon suchen. Die mehrjährigen Trieben sind etwas stachelig, aber eher so wie eine mittelmäßig bewehrte Himbeere.

http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/201304230231w0cn5kogza.jpg

http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/201304230232d05o2k7cys.jpg

http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/201304230233zqg4blj16h.jpg
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 04. Juli 2013, 19:12:58
Hier Früchte meiner "süsse Lea", sind jetzt reif. Vorteile:


Nachteile:

Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Himbär am 09. Juli 2013, 16:12:31
Vor allem, dass sie dieses Jahr keinen Sonnenbrand haben, beeindruckt mich. Nach den beiden richtig heißen Tagen sind bei mir jede Menge Beeren abgefault. Interessant eigentlich, da die Sträucher mittags im Vollschatten einer Mauer stehen.

Womöglich entsteht der "Sonnenbrand" gar nicht durch die harte Sonneneinstrahlung, sondern durch die starken und unvermittelten Temperatursprünge. Dieses Jahr stieg die Temperatur ja von einem Tag auf den anderen um mehr als 20 Grad!


Weiß jemand von Euch, wie man Stachelbeersamen aussät? Müssen sie irgendwie stratifiziert werden? Ich habe ein paar interessante Kreuzungen gemacht und hätte gerne, dass zumindest eine Pflanze pro Frucht aufginge (Soweit die Beeren den Sonnenbrand überhaupt überlebt haben).

Lg,
Himbär
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 09. Juli 2013, 23:55:01
Die zwei heißen Tage haben bei meinen Stachelbeeren wie auch Johannisbeeren Sonnenbrand verursacht.

Zum aussäen kann ich Dir nicht viel sagen, nur daß unter meinen Sträuchern immer jede Menge Sämlinge auftauchen.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: Himbär am 11. Juli 2013, 18:34:45
Hmm, danke, Elro. Zur Not, wenn sich sonst keiner meldet werde ich die halt wie sie sind aussäen, überwintern und hoffen, dass es keine Lichtkeimer sind :-).

Schönen Abend Dir,
Himbär
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: azuri92 am 03. Juli 2014, 03:02:46
http://www.ars-grin.gov/cgi-bin/npgs/acc/search.pl?accid=%20PI+617849
http://www.ars-grin.gov/cgi-bin/npgs/acc/search.pl?accid=%20PI+555847
http://www.ars-grin.gov/cgi-bin/npgs/acc/search.pl?accid=%20PI+617835
http://www.ars-grin.gov/cgi-bin/npgs/acc/search.pl?accid=%20PI+556040
http://www.ars-grin.gov/cgi-bin/npgs/acc/search.pl?accid=%20PI+556038o
http://www.ars-grin.gov/cgi-bin/npgs/acc/search.pl?accid=%20PI+556041

hab mir die Arbeit gemacht und mal die Arbeit gemacht und ein paar höchst interessante bei den usda herausgesucht. Vielleicht kann die ja wer besorgen. :D
Auch die zuvor schon gelobte ,spinefree, ist dabei scheint wirklich eine gute Züchtung zu sein.
Vorallem Downing un Oregon champion klingen sehr interessant.
Lg

Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: azuri92 am 03. Juli 2014, 03:08:31
http://www.ars.usda.gov/SP2UserFiles/Place/53581500/catalogs/ribgoose.html
Falls noch wer durchforsten will so genau habs ich nicht gemacht. :)
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: azuri92 am 03. Juli 2014, 03:22:34
https://www.google.at/search?redir_esc=&client=ms-android-samsung&hl=de-AT&safe=images&oe=utf-8&q=ribes%20hirtellum&source=android-browser-suggest&qsubts=1404349890962#hl=de-AT&q=ribes+hirtellum+downing
http://www.ars-grin.gov/cgi-bin/npgs/acc/search.pl?accid=%20PI+652998
http://www.ars-grin.gov/cgi-bin/npgs/acc/search.pl?accid=%20PI+556056

Noch 2 kandidaten und ein interessanter Artikel am anfang. Für den Artikel einfach auf das .pdf auf der Sucheseite gehen.
lg
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: azuri92 am 03. Juli 2014, 03:56:45
http://www.ars-grin.gov/cgi-bin/npgs/acc/search.pl?accid=%20PI+556055

Und das ist höchstwahrscheinlich die Russische Riesenbeere die es bei deaflora gibt da sie laut usda auch in Deutschland gezüchtet wirden ist.

Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: andreasNB am 03. Juli 2014, 11:07:29
http://www.ars-grin.gov/cgi-bin/npgs/acc/search.pl?accid=%20PI+556055

Und das ist höchstwahrscheinlich die Russische Riesenbeere die es bei deaflora gibt da sie laut usda auch in Deutschland gezüchtet wirden ist.

Nein.
Vergleiche mal die botanischen Namen ;)

Infos zur Jostabeere bitte selbst recherchieren.
Oder der Einfachheit halber schnell mal bei Wiki reingeschaut.

Die Russische Riesenbeere ist ziemlich sicher - wie auch die Schwarze Honigbeere - eine Form bzw. andere Auslese der Ribes divaricatum.
Ob bei diesen beiden Auslesen noch eine andere Ribes-Art eingekreuzt ist oder sie artreine Auslesen sind - keine Ahnung.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: azuri92 am 03. Juli 2014, 12:54:23
http://www.ars-grin.gov/cgi-bin/npgs/acc/search.pl?accid=%20PI+556055

Und das ist höchstwahrscheinlich die Russische Riesenbeere die es bei deaflora gibt da sie laut usda auch in Deutschland gezüchtet wirden ist.

Nein.
Vergleiche mal die botanischen Namen ;)

Infos zur Jostabeere bitte selbst recherchieren.
Oder der Einfachheit halber schnell mal bei Wiki reingeschaut.

Die Russische Riesenbeere ist ziemlich sicher - wie auch die Schwarze Honigbeere - eine Form bzw. andere Auslese der Ribes divaricatum.
Ob bei diesen beiden Auslesen noch eine andere Ribes-Art eingekreuzt ist oder sie artreine Auslesen sind - keine Ahnung.

Da hast du aber vergessen die echte Kreuzungsformel zum Schluss zu lesen:
"F2 open pollinated selection of an amphidiploid; F2 (R. nigrum L. 'Langtraubige Schwarze' x R. divaricatum Dougl.)"
Da ist eine R. divaricatum dabei und laut Deaflora schmeckt sie auch wie eine Mischung aus Stachelbeere und Schwarzer Ribisel nur eben mit 3m viel größer. Zusätzlich sieht man auf dem Bild der Usda noch die angesprochene Birnenform.
Alsoich bin mir ziehmlich sicher dass es sich hier um die Russ. Riesenbeere handelt.
lg
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: azuri92 am 03. Juli 2014, 13:05:42
http://www.ars-grin.gov/cgi-bin/npgs/acc/search.pl?accid=%20PI+556055

Und das ist höchstwahrscheinlich die Russische Riesenbeere die es bei deaflora gibt da sie laut usda auch in Deutschland gezüchtet wirden ist.

Nein.
Vergleiche mal die botanischen Namen ;)

Infos zur Jostabeere bitte selbst recherchieren.
Oder der Einfachheit halber schnell mal bei Wiki reingeschaut.

Die Russische Riesenbeere ist ziemlich sicher - wie auch die Schwarze Honigbeere - eine Form bzw. andere Auslese der Ribes divaricatum.
Ob bei diesen beiden Auslesen noch eine andere Ribes-Art eingekreuzt ist oder sie artreine Auslesen sind - keine Ahnung.

Da hast du aber vergessen die echte Kreuzungsformel zum Schluss zu lesen:
"F2 open pollinated selection of an amphidiploid; F2 (R. nigrum L. 'Langtraubige Schwarze' x R. divaricatum Dougl.)"
Da ist eine R. divaricatum dabei und laut Deaflora schmeckt sie auch wie eine Mischung aus Stachelbeere und Schwarzer Ribisel nur eben mit 3m viel größer. Zusätzlich sieht man auf dem Bild der Usda noch die angesprochene Birnenform.
Alsoich bin mir ziehmlich sicher dass es sich hier um die Russ. Riesenbeere handelt.
lg

Ok entschuldigung habs gerade selbst gelesen dass die schon lange bekannt ist -alles zurücknehmen........................
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 03. Juli 2014, 13:14:07
R. divaricatum ist in alle neueren Stachelbeersorten eingekreuzt, auch in die meisten Jostabeeren. Nicht wegen Qualität, sondern ausschliesslich wegen der Resistenz gegen den amerikanischen Stahlbeermehltau. Deswegen sind alte Stachelbeersorten auch qualitativ meistens deutlich besser.

Die im Link beschriebene Sorte sieht aus wie "Jogranda", das ist eine F3-Hybride aus den Sorten "Langtraubige Schwarze" und Ribes divaricatum. Nix besonderes.

Das Ding, das hier als "russiche Riesenbeere" verkauft wird, habe ich auch und auch schon Früchte gehabt, eine typische Deaflora-Namenserfindung... Habe auch andere Ribes divaricatum - Sträucher. Einen tatsächlichen Unterschied zwischen denen und der russichen Riesenbeere kann ich nicht feststellen. Die Beeren sind nett, aber klein und ziemlich neutral im Geschmack. Auch der Wuchs ist ähnlich. r. divaricatum wird ohnehin höher wie Stachelbeeren. Keine Bereicherung bisher.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: azuri92 am 03. Juli 2014, 13:43:32
http://www.ars-grin.gov/cgi-bin/npgs/acc/search.pl?acci=%20PI+556263

So tut mir das ich soviel blödsinn gepostet hab aber naja...
Eine muss ich noch posten die wie die "Spinnefree" eine R. oxyacanthoid ist.
Anscheinend ist diese Ribes Art eine gute Quelle für Geschmack und gleichzeitig Resistestenzen.
Titel: Re:Stachelbeeren
Beitrag von: azuri92 am 03. Juli 2014, 13:45:09
http://www.ars-grin.gov/cgi-bin/npgs/acc/search.pl?accid=%20PI+556263

Nochmal der link der im vorigen post funktioniert nicht
Titel: Re: Alte Stachelbeersorten raushauen?
Beitrag von: Balder am 08. April 2016, 10:14:30
Hallo zusammen,

ich war mutig und habe mir die alte Sorte Hönings Früheste zugelegt aufgrund der Empfehlung von cydorian in einem alten Thread, wohlwissend, dass sie etwas mehltauanfällig ist. Aber ich versuche mal die radikale Schnitttechnik von Elro.

Dazu noch die zwei neuen Sorten Xenia und Bekay.

Ich habe mal die Infos zusammen gestellt, die ich im Internet gefunden habe und mich zur Kaufentscheidung geführt haben.
Ehrlicherweise habe ich die Bekay nur genommen wegen des Mindestbestellwertes, aber ich lasse mich gerne positiv überraschen und hoffe, dass sie nicht sooo mehltauanfällig ist.

Xenia (Kreuzung Invicta x unbekannte tschechische Sorte). Sortenname: Rafzuera. Sie reift früh bis mittel und hat große, unbehaarte, sehr attraktive Früchte mit sehr gutem Geschmack. Leider ist sie etwas mehltauanfällig. Züchter: Peter Hauenstein, Schweiz
Bei Xenia schreibt die Schweizer Seite Promo-Fruit: "Eine Gruppe von Stachelbeerspezialisten hat bereits 2002 Xenia eindeutig als die Beste aus 30 traditionellen Sorten und Neuheiten gewählt."

Bekay blüht früh (Ende März/Anfang April) und reift mittelfrüh (Anfang-Mitte Juli). Sie hat große bis sehr große, dunkelrote, unbehaarte Früchte, hohen Ertrag und leichten bis mittleren Mehltaubefall. Geringe Platzneigung. Geschmacklich mittel bis gut mit mittlerem Aroma. Entdeckt von Peter Hauenstein in England.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 08. April 2016, 10:30:08
Posting in den passenden Thread verschoben.
Text von Verkäufern kopieren ist ja nett, aber interessanter wären Erfahrungen. Wenn die Sorten bei dir tragen: Mehltauprobleme, Geschmack, Wuchs?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Balder am 08. April 2016, 11:14:32
Die Texte stammen aus unterschiedlichen Quellen, aber keine vom Verkäufer, sondern von Verbänden und Fachpublikationen. Was es ja nicht unbedingt besser macht, denn Papier ist geduldig und Speicherplatz im Internet noch mehr...

Aber ich werde berichten. Momentan kann ich noch nichts sagen.

Habe die Pflanzen im letzten Herbst bekommen und erstmal vermehrt, d.h. bei wurzelnackter Ware juckt es mich immer so, die Gartenschere zu verwenden und danach mehrere bewurzelte Sträucher zu haben...  ;)

Alles treibt aus, aber bis zu den ersten Früchten wird es sicherlich noch eine Saison dauern...
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 08. April 2016, 22:18:01
Ich häng mich mal dran - letztes Jahr habe ich mir "Solemio" von Lubera zugelegt. Jetzt beim Austrieb sehe ich , dass ca. zwei Drittel der Pflanze vertrocknet sind. Ich frag mich, was ich da falsch gemacht habe - das Winterhalbjahr war ja ziemlich feucht, da dachte ich, ich hätte nicht extra gießen müssen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: floXIII am 09. April 2016, 07:42:45
Ich häng mich mal dran - letztes Jahr habe ich mir "Solemio" von Lubera zugelegt. Jetzt beim Austrieb sehe ich , dass ca. zwei Drittel der Pflanze vertrocknet sind. Ich frag mich, was ich da falsch gemacht habe - das Winterhalbjahr war ja ziemlich feucht, da dachte ich, ich hätte nicht extra gießen müssen.

Komisch, Stachelbeeren sind eigentlich ziemlich hart im Nehmen. Bist du dir sicher das sie vertrocknet sind? Bei einigen meiner Stachelbeeren (neugezogene bzw. neue Triebe aus dem vergangenen Jahr) scheint es nämlich auch so, als ob die Triebe zu ca. zwei Dritteln vertrocknet wären. Entfernt man aber ne Knospe ist das Holz noch grün. Sie treiben unten rum schon aus und oben scheinen sie vertrocknet zu sein (es hängen auch noch vertrocknete Blätter vom letzten Jahr dran). Wenn man das ganze aber über ein paar Tage verfolgt, dann sieht man, dass sich die Knospen, nach oben hin, Stück für Stück öffenen. Da ist zum Teil ein Unterschied von ein, zwei Wochen erkennbar. Und die betroffenen Triebe sind zur Hälfte immer noch halb tot, jedenfalls scheint es so. So ne Verzögerung im Austrieb hab ich sonst bislang noch nicht festgestellt.
Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, die Triebe die sich so schwer tun, waren glaub ich jene, die noch bis in den späten Herbst hinein weitergewachsen sind. Vielleicht liegt es daran, dass sie vor dem Winter nicht mehr rechtzeitig auf Winterruhe umgeschaltet haben und deshalb wesentlich schächer als die anderen Triebe sind.
Vielleicht ists bei dir auch so?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 09. April 2016, 18:52:29
Ich habs dieses Jahr bei einer getopften Stachelbeere der Sorte Larell erlebt, das die ersten Blättchen erschienen sind und dann hat sie von jetzt auf gleich aufgehört zu wachsen. Die Blättchen wurden welk und da der Boden gut feucht war, war klar: an zuviel Trockenheit lags nicht. Wohl eher am Gegenteil.
Wetterbedingte Auswirkungen waren es auch nicht, eine 50 cm weiter stehende Pflanze identischer Sorte setzt nämlich grade die ersten Blütchen an..
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 09. April 2016, 19:43:57
Bist du dir sicher das sie vertrocknet sind? Bei einigen meiner Stachelbeeren (neugezogene bzw. neue Triebe aus dem vergangenen Jahr) scheint es nämlich auch so, als ob die Triebe zu ca. zwei Dritteln vertrocknet wären. Entfernt man aber ne Knospe ist das Holz noch grün.
Hmm - bei meiner Solemio treiben etwa ein Drittel der aus dem Wurzelballen ragenden Triebe grüne Blätter, die restlichen Ästchen sind anscheinend bis zum Grund vertrocknet. Etwas ähnliches habe ich bei einer bereits zwei, drei Jahre eingewurzelten Johannisbeere Titania. Da konnte ich mit der Astschere gut die Hälfte des Strauchs als dürres Holz rausschneiden. Und sogar eine ebenso alte Josta will nicht austreiben. Die anderen Jostas blühen schon, haben grüne Blätter. Dabei dachte ich, Josta sein quasi "unkaputtbar".
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: floXIII am 10. April 2016, 08:39:52
Hmm - bei meiner Solemio treiben etwa ein Drittel der aus dem Wurzelballen ragenden Triebe grüne Blätter, die restlichen Ästchen sind anscheinend bis zum Grund vertrocknet. Etwas ähnliches habe ich bei einer bereits zwei, drei Jahre eingewurzelten Johannisbeere Titania. Da konnte ich mit der Astschere gut die Hälfte des Strauchs als dürres Holz rausschneiden. Und sogar eine ebenso alte Josta will nicht austreiben. Die anderen Jostas blühen schon, haben grüne Blätter. Dabei dachte ich, Josta sein quasi "unkaputtbar".

Schade, bei mir betrifft es hauptsächlich einen wilden Sämling aus dem vergangenen Jahr und einen Einjährigen Trieb der Hinnonmäki gelb. Letzten habe ich als 2-Ast-Hecke (Spindel) erzogen. Der ältere Trieb hat schon kleine Beeren dran hängen während der einjährige noch blüht. Der Sämling ist wie schon oben beschrieben bisher nur bis zur Hälfte des Triebes ausgetrieben, der obere Teil ist aber innen noch grün.
Ansonsten hab ich noch eine rote Stachelbeere (Rexrot), die scheint gar keine Probleme gehabt zu haben. Im Gegenteil, die hängt nun voller Beeren, so viele wie noch nie.
Das einzige wie ich mir das erklären kann, ist das die Hinnonmäki (sowie deren Sämlinge) bis spät in den Herbst hinein immer weitergewachsen sind und vermutlich die dünnen Triebe/Seitenäste nicht genügend Zeit hatten sich auf den Winter umzustellen und sich deshalb jetzt so schwer tun.
Ähnliches kann ich auch bei einer roten Johannisbeere (alte Sorte) feststellen. Da hängen im unteren Bereich auch schon Beeren und die obere Hälfte ist noch nicht mal ausgetrieben. Allerdings macht dieser eine Stock schon ne Zeit lang Probleme, da sterben immer wieder einzelne Triebe ab. Sobald meine Rovada-Stecklinge soweit sind, wird der Stock ausgetauscht.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: floXIII am 11. April 2016, 20:00:47
Ich hab mal ein Foto meines Stachelbeer-Sämlings gemacht. Da sieht man wie sich nach oben hin langsam eine Knospe nach der anderen austreibt. Man könnte aber glatt meinen der obere Teil sei vertrocknet.

Sämtliche anderen Stachelbeeren im Garten sind zum Teil schon längst ausgetrieben, mit den letzten Blüten dran. Größteiteils hängen schon kleine (bis Murmelgroße) Stachelbeeren dran.
Titel: Alte Stachelbeersorten
Beitrag von: Hessenapfel am 15. April 2016, 22:20:26
Habe mal eine Frage - kürzlich sagte jemand aus meiner Familie, früher hätte es gute Stachelbeeren gegeben und heute könne man nur noch Sorten kaufen die nicht so gut sind wie die alten.
Diese Aussage bezieht sich auf vornehmlich die Zeit so um 1950er bis 1970er Jahre.
Gab es seither wirklich den Fall, dass es damals alte Sorten waren die heute im Hausgarten sowie auch aus dem Handel verschwunden sind - Handel meine ich hier Baumschulen / Pflanzenhandel ?
Wenn ich im Internet nach alten Stachelbeersorten recherchiere finde ich nicht viel brauchbares dazu.
Kennt jemand, sollte es diese im Vergleich zu heute geben, die Sortennamen die damals in Deutschland und vor allem Mitteldeutschland / Hessen angebaut waren und wo man diese heute noch / wieder beziehen kann - oder sind diese einfach von der Bildfläche verschwunden ?
Danke für Tips zu dem, wie mir scheint, "schwierigen" Thema.
Titel: Re: Alte Stachelbeersorten
Beitrag von: Bienchen99 am 15. April 2016, 22:24:28
schau mal hier. Da findest du einen Link. Vielleicht kannst du da was mit anfangen
Titel: Re: Alte Stachelbeersorten
Beitrag von: JörgHSK am 16. April 2016, 21:57:24
bei Deaflora habe ich im letzten Jahr bestellt. May Duke(Maiherzog), Yellow Champagne und Langley Gage. Eigentlich wollte ich bei einer Gärtnerei in England bestellen die hatten die dreifache Menge an Sorten.
Titel: Re: Alte Stachelbeersorten
Beitrag von: Bienchen99 am 16. April 2016, 22:15:00
das mit den englischen Anbietern hat mich auf die Idee gebracht dort nach Rhabarber zu schauen.

Hätt ich das bloß nicht getan  :-[
Titel: Re: Alte Stachelbeersorten
Beitrag von: Bienenkönigin am 16. April 2016, 22:15:42
gibt`s da einen Link hin? ;D
LGr.
Bienenkönigin
Titel: Re: Alte Stachelbeersorten
Beitrag von: Bienchen99 am 16. April 2016, 22:18:59
ich hab mehrere Anbieter gefunden

gib einfach mal in die Google-Suche rhubarb buy ein  ::)
Titel: Re: Alte Stachelbeersorten
Beitrag von: frida am 16. April 2016, 22:31:18
Die "alten Stachelbeersorten" waren nicht mehltauresistent und sind daher heute kaum zu gebrauchen.
Titel: Re: Alte Stachelbeersorten
Beitrag von: JörgHSK am 17. April 2016, 10:25:37
nicht mehltauresistent ja, aber bei gutem Standort und wenig Pflanzenschutz müsste das aber vertretbar sein. Vielleicht habe ich gut reden hier pfeift den ganzen Tag der Wind....
Titel: Re: Alte Stachelbeersorten
Beitrag von: Bienchen99 am 17. April 2016, 10:32:38
dafür sind die alten Sorten geschmacklich meist besser  :)
Titel: Re: Alte Stachelbeersorten
Beitrag von: floXIII am 17. April 2016, 10:40:08
dafür sind die alten Sorten geschmacklich meist besser  :)
Leider konnte ich noch nie eine alte Stachelbeersorte kosten. Da mir die neuen aber schon schmecken, fragt man sich wie gut die alten erst sein müssen  ;)

Liegt der Unterschied nicht vielleicht auch einfach noch daran, dass man die alten Sorten über Jahrhunderte gezüchtet hat, während man bei den neuen fast noch in den Kinderschuhen steckt? Kann mir auch vorstellen, das der Umfang an Züchtungsarbeit durch den amerikanischen Stachelbeermehltau auch stark zurückgegangen ist und wo weniger gezüchtet wird, dauerts auch länger wieder auf die selbe Qualität zu kommen. Ist jetzt aber nur meine Vermutung, Zahlen dazu hab ich nicht  ;D
Zumindest weiß ich, dass man in der Schweiz aktiv an neuen Sorten züchtet und auch schon erste Erfolge erzielt hat. Mal sehen wie es da weitergeht.

Kann vielleicht von euch jemand schon geschmackliche Vergleiche ziehen? Zwischen den neuesten Sorten und den guten alten europäischen Sorten?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 17. April 2016, 11:09:22
Identisches Thema zusammengeführt. Lies mal die Eingangspostings, da steht schon einiges über einige alte Sorten.
Titel: alte Stachelbeersorten 1950-1970
Beitrag von: Krate am 15. Juni 2016, 13:32:15
Zitat
Habe mal eine Frage - kürzlich sagte jemand aus meiner Familie, früher hätte es gute Stachelbeeren gegeben und heute könne man nur noch Sorten kaufen die nicht so gut sind wie die alten.
Diese Aussage bezieht sich auf vornehmlich die Zeit so um 1950er bis 1970er Jahre.
 [...]
Kennt jemand, sollte es diese im Vergleich zu heute geben, die Sortennamen die damals in Deutschland und vor allem Mitteldeutschland / Hessen angebaut waren und wo man diese heute noch / wieder beziehen kann - oder sind diese einfach von der Bildfläche verschwunden ?
Danke für Tips zu dem, wie mir scheint, "schwierigen" Thema.

Mit Wissen kann ich nicht dienen. Ich kann nur aus einem Buch aus ca. 1952 zitieren:

Stachelbeersorten:
Gelbe:
1) California
2) Gelbe Triumphbeere (Die Früchte sind groß und hellgelb. Der Strauch wächst kräftig und ist sehr reichtragend)
3) Hönings Früheste (Die Frucht ist mittelgroß, mattgelb und sehr früh reif)
4) Lauffener Gelbe

Rote:
5) Maiherzog
6) Mauks Frühe Rote
7) Rote Preisbeere (Die Beeren sind sehr groß, hellrot mit glatter Schale und reifen spät)
8 ) Rote Triumphbeere (Die Früchte sind dunkelrot und reifen mittelfrüh. Der Strauch wächst kräftig und trägt reich)

Grüne und weißlichgrüne:
9) Delamere
10) Grüne Kugel
11) Katharina Ohlenburg
12) Weiße Triumphbeere
13) Weiße Volltragende (Die Beeren sind sehr groß und weiß. Der Strauch ist reichtragend und widerstandsfähig gegen Sonnenbrand)
aus: Der Garten wie er sein sollte von Prof. Dr. J. Reinhold, Deutscher Bauernverlag Berlin

Einige davon hat zum Beispiel die Schweiz als erhaltenswerte Sorte angesehen und schön beobachtet/beschrieben auf ihrer Seite vom BDN . ch (Nationale Datenbank Schweiz -falls man den nachfolgenden Link nicht sehen kann (mein erster Post im Forum)):
Link entfernt!1/culture/goosberry/ dort Positivliste und dann die pdf-Datei unten anklicken = Fotos etc
z.B. die California Link entfernt!1/media/files/pdf/22351_California_14.07.Link entfernt!1

Demnach ist
1) California = Bakker's Giant. aus Großbritannien um 1850
2) Gelbe Triumphbeere = Gelbe Triumpf, Triumphant, 1889 in Tschechien gefunden
3) Hönings Früheste = Königs Früheste, Höning, Höhnings Früheste, Hoening's Earliest. aus Deutschland 1900
5) Maiherzog = May Duke. aus Großbritannien um 1800
6) Mauks Frühe Rote = Mauks früheste rote, Mauk's Early Red. aus Deutschland 1945, Züchter: Adolf Mauk aus Lauffen am Neckar (Sorte stammt von Maiherzog ab)
8 ) Rote Triumphbeere = Whinham's Industry, Industry. aus Großbritannien um 1835, Züchter: Robert Winham aus Morpeth (Schottland)



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Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Roeschen1 am 15. Juni 2016, 14:22:24
Bei "Deaflora" gibts wunderbare alte Sorten
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: kudzu am 15. Juni 2016, 17:05:40
ich hab meine Stachelbeeren, damals im 2. Jahr, voriges Jahr umgesiedelt und lt. Beschrieb geschnitten
heuer sind sie ein einziges Gewirr von haltlosen Ranken, haben minimal gebluet und ganze 3 Fruechte getragen

was tun?
bitte
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Roeschen1 am 15. Juni 2016, 21:59:16
wahrscheinlich hast du die vorjährigen Triebe, die dieses Jahr blühen würden, alle weggeschnitten?
Dann klappts es nächstes Jahr.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 15. Juni 2016, 22:04:44
Vielleicht dieselben Ursachen wie hier http://forum.garten-pur.de/index.php/topic,58621.0.html
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 01. Juli 2016, 22:41:57
Da hier auch die russischen Riesenbeere (erfundener Name von Manfred Hans), ribes divaricatum, als stachelbeeränliche Pflanze Thema war, hier das Pflänzchen dieses Jahr:

(https://c2.staticflickr.com/8/7260/27409852784_bc8e049077_o_d.jpg)

Wächst wie eine Stachelbeere, fällt auseinander in alle Richtungen, nach oben will sie weniger.
Die Früchte werden jetzt reif:

(https://c2.staticflickr.com/8/7331/28023750305_598da88890_o_d.jpg)

Hatte das Ding wegen seiner starken Stacheligkeit zur Strasse hin gepflanzt. Das gibt schon weniger Klau :-) Nach mehreren Jahren mit Ernte bin ich mit ihm etwas versöhnt, werde es behalten und vielleicht sogar vermehren. Die Gründe:

Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 01. Juli 2016, 23:22:21
Da hier auch die russischen Riesenbeere (erfundener Name von Manfred Hans), ribes divaricatum
Jetzt bin ich überrascht, ich habe Ribes divaricatum bei Manfred Hans als Honigbeere gekauft.
Sie sieht Deiner sehr ähnlich. Wenn ich aber die Beschreibung der Riesenbeere in Erinnerung habe, stand da etwas von bis 4m Höhe und daß ein Elternteil die schwarze Honigbeere wäre, also so etwas wie die Josta nur mit Dornen. Sollen jetzt das die gleichen Pflanzen sein?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 01. Juli 2016, 23:40:53
Ist auf jeden Fall überwiegend r. divaricatum. Schale, geringes Aroma, Blütenform...
Die Namensinflation bei dieser Art ist eine andere Sache.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: July am 02. Juli 2016, 09:34:28
Ich habe die russische Riesenbeere und die schwarze Honigbeere. Beide tragen gut. Die "Riesenbeere" wuchert stark und ist meist sauer, die schwarze Honigbeere schmeckt mir überhaupt nicht.....da ziehe ich rede andere Stachelbeere vor:). Von Honig keine Spur, lässt sich aber so wohl besser verkaufen ;).
LG von July
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 02. Juli 2016, 12:13:32
Diese blumigen Namenserfindungen sind gute Kontraindikatoren. Da weiss man immer schon vorher, dass mit dem Namen ein anderes Minus ausgeglichen werden soll :-)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 02. Juli 2016, 17:15:16
Scheinen hart im Nehmen zu sein "die Russen", sowas schon als Honigbeere zu bezeichnen..  :P
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 03. Juli 2016, 23:53:33
Hier bitte meine Erfahrungen mit diversen Stachelbeersorten:

Hinnonmäki gelb: Seit drei, vier Jahren im Garten, wucherndes, absenkerbildendes Unkraut,  ansonsten problemlos, Früchte etwas sonnenbrandgefährdet, viel Säure, wenig Aroma, relativ hartschalig - es gibt wirklich Besseres.

Hinnonmäki rot: Gekauft zusammen mit H. gelb, etwas aufrechter wachsend als die gelbe, Beeren mit etwas "rotem" Beerenfrüchte-Aroma, ebenfalls sonnenbrandgefährdet, schmeckt mir besser als H. gelb, aber die Textur ist auch nicht so dolle. Ansonsten gesunder Strauch.

Mucurines: Auch seit drei, vier Jahren im Garten. Ebenfalls sonnenbrand-gefährdet. Vollreif eine passable grüne Sorte, braucht dieses Jahr noch ein paar Tage... .

Redeva: Seit etwa drei Jahren im Garten. Rote, nicht übermäßig schmackhafte Früchte mit unangenehm hart-fester Textur der Hülle. Kann man essen, besser als H. gelb, haut einen aber nicht um. Pflanze eher weniger gesund als H. rot, läuseempfindlich, sonnenbrandgefährdete Früchte. Braucht noch etwas zur Vollreife
Steht bei mir aber trotzdem vollsonnig.

Rexrot: Dieses Frühjahr beim Bauern auf's Feld beim Wassergraben gepflanzt. Einfach so - vollsonnig. Hängt voller Früchte, aber ich komm' einfach nicht dazu, mal zum ernten hinzufahren. Scheint aber eine gesunde, problemlose Pflanze zu sein.

Süße Lea: Dürfte ebenfalls seit drei Jahren bei mir stehen. Der Star aller Klassen! Die besten Früchte, hell, fast weißlich-grün-gelb, saftig, leckere Süße, tolles Aroma - wie Bonbon-Drops mit Säure im Hintergrund - die einzige die wirklich viel Aroma bietet, die angenehmste Textur. Die könnt' ich pfundweise futtern.... .Steht vollsonnig, ideal wäre sicherlich etwas Schatten zur Mittagszeit, trotzdem nicht allzuviel kaputte Früchte druch Sonnenbrand.
Eine frühe Sorte, die meisten Früchte sind bereits geerntet. Die war cydorian's Tipp - und cydorian, wenn du mal wieder so eine Sorte weißt, ich bin ganz Ohr...!

Solemio - von Lubera: Seit letztem Sommer bei mir. Hat letztes Jahr nicht mehr getragen, dafür war's zu spät, aber ich dachte, dieses Jahr.... . Nun denn - über Winter war die halbe Pflanze vertrocknet, also gut die Hälfte der Ruten wurde dürr - kein Austrieb, die anderen Ruten trieben. Keine Ahnunge warum, aber kann ja mal passieren... . Wenige Blüten an den gesunden Trieben. keine Fruchtansatz, na ja die Pflanze war ja kleiner geworden... . Bis es dann vor gut einer Woche zwei wirklich sonnige Tage hatte. Der Schock danach - die Blätter gedörrt, mittlerweile alle abgefallen. Wahrscheinlich stirbt die Pflanze. Hält halt keine Sonne aus, die Solemio - vielleicht eher eine "Mammamia". Standort ist genauso sonnig wie der der Süßen Lea. Leider geht Fotos-hochladen.net gerade nicht, hätte ein paar aussagekräftige Fotos... .

Flavia (Lubera): Seit letztem Sommer bei mir, heuer erste Früchte. Extrem sonnenbrandgefährdete Früchte, aber die Pflanze grünt noch ganz gut unter einem Schutznetz (Kartoffelsack darüber gespannt). Erste Kostproben:  Fad-süßlich, kaum Aroma. Hätte Fotos, aber wie gesagt, Technik funzt derzeit nicht. Wer sagt hier, " die ist süß wie Schokolade"? Wenn das die Schweizer Schokolade ist, dann können die Schweizer einpacken!

Mister Green (Lubera): Kam mit Flavia zu mir, noch nicht ganz reif. Könnte aber in der Klasse von Mucurines landen. Pflanze grünt noch.

Lady Late (Lubera): Ebenfalls seit letztem Jahr bei  mir, dieses Jahr erste Früchte, braucht aber noch - heißt nicht umsonst "Lady Late".

Darling (Lubera): Seit Frühjahr diesen Jahres bei mir -  Pflanze mit wenigen gelblichen Blättern an den aufrechten Trieben und so umra vier, fünf Früchtchen. Könnte aber eine Gute werden, zumindest vom Geschmack. Ist natürlich schwierig, wenn der Strauch kaum Blätter zur Photosynthese hat, aber eine erste Kostprobe lässt auf Aroma hoffen und eine passable Textur - nicht ganz so hart-fest, wird vermutlich besser als Hinnonmäki rot, bislang nur eine Vermutung. Aber, dass sie der Süßen Lea den Rang streitig machen wird, das glaub' ich nicht.

Eine unbekannte fast weißfrüchtige mit kleinen, geradezu honigsüßen Früchten (reif bis überreif) stand ganz nah am Zaun, als ich den Garten übernahm. Ich sah Nachbarshände (Vater + Sohn) durch den Maschendrahtzaun greifen und die Früchte ernten.Deshalb wollte ich sie umsetzen. Dann war plötzlich der gnaze Strauch verdorrt. Sonderbar, wo sie doch sicherlich jahrzehntelang an diesem Platz gestanden war.
Was ich sagen will - am besten schmecken mir die fast weißen, die roten haben - wenn sie denn Aroma haben - ihr eigenes Aroma, ein bisserl "rote Früchte", ein Hauch "Schwarze Johannisbeere". Aber schade, dass keiner die Weißen züchtet mit diesem "sauren Stachelbeerdrops-Aroma" (wie's die süße Lea hat), oder eine weiße, milde Josta.

Fotos-hochladen.net zickt derzeit und ich kann die Fotos zum Solemio-Desaster, aber auch die der süßen Lea nicht hochladen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: strohblume am 04. Juli 2016, 07:27:01
Hallo b- hoernchen ich melde mich schon mal für ein Steckholz der süßen Lea an, Bei mir wächst die rote Eva etwas sparrig ich finde die Früchte bei Vollreife aber gut, ich habe Invicta (guter Träger),Stachelbeere,die ziehe ich als Stämmchen dadurch sind sie schneller reif ,weniger kaputte Hände bei der Ernte/Arbeit, aber auch gefährdet durch Sonnenbrand.Weitere Sorten,schwarze Johb. Bona,Honigbeere,Stachelbeere Spinfree(wird dieses Jahr getestet)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 04. Juli 2016, 11:40:38
Zitat
Eine unbekannte fast weißfrüchtige mit kleinen, geradezu honigsüßen Früchten (reif bis überreif) stand ganz nah am Zaun, als ich den Garten übernahm.

Ja, die alten Sorten.... schluchz... auch so ein Strück Obstkulturgut, das wir uns Dank Import einer Krankheit selbst beendet haben.

Zu einigen deiner Punkte:

Beschatten ist immer zweischneidig, es verringert auch den Zucker- und Aromaaufbau, vor allem wenn der Behang stark ist und die Pflanze es eh kaum schafft merkt man es. UV-Strahlung wird normalerweise gut vertragen, ein Problem wirds erst, wenn zur prallen Sonne auch plötzliche Hitze >30° dazukommt. Es kann sein, dass der Strauch dann sogar beschattet viel abwirft. Ist mir dieses Jahr auch wieder passiert. Einen kleinen Vorteil haben Büsche statt Stämmchen, sie beschatten sich leichter selbst. In #107 habe ich für die süsse Lea noch Stämmchen für besser gehalten, weil sie schnell abhängt, aber das ist auch nicht optimal gewesen.

Süsse Lea - hat auch ihre Nachteile, neigt zum Überbehang, Früchte bleiben dann klein und sind weniger aromatisch. Insgesamt aber eine sehr gute Sorte im Vergleich zu den anderen gängigen "modernen" Sorten. Ich glaube aber, sie hat Sortenschutz (stammt von Krämer), die Vermehrung mit Weitergabe könnte nicht erlaubt sein. Ist aber auch bei Krämer nicht teuer und es schadet sicher nicht, wenn seine Stachelbeerbemühungen honoriert werden.

Sonstige Sorten: Bin noch auf die neuen Züchtungen aus Osteuropa scharf. Vielleicht ist da was interessantes dabei. Beispiele: http://www.sempra.cz/lng/deu/angrest.htm
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: kudzu am 04. Juli 2016, 15:22:30
was bringt einen Stachelbeerbusch dazu, zu bluehen als gaebe es kein Morgen
dann aber NULL Frucht zu tragen?
Insektenmangel schliess ich mal aus, was sonst noch so drumrum waechst hat genug Insektenbesuch gehabt

stehen heiss, teilschattig und trocken, arg trocken
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Bienchen99 am 04. Juli 2016, 15:44:30
ich hab grad eine Schüssel dunkle Stachelbeeren geerntet. Die sind soooo lecker. Hängt aber noch dreimal so viel dran. Die grüngelben sind noch nicht so weit. Die brauchen noch etwas.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 04. Juli 2016, 15:52:28
@ Juli - Ich habe von meinem ersten Gartentreffen vor Jahren bei Oile zwei kleine schwarze Honigbeeren mitgenommen - ich glaube, sie waren von Agarökonom. Und ich muss sagen - sie sind traumhaft. Die Beeren fast schwarz, Stachelbeeraroma mit etwas schwarzer Johannisbeere, wirklich aromatisch, süß und dennoch genug Säure - ich liebe sie. Dazu wüchsig und gesund. Es sind riesige Stachelmonster, die ich nun wirklich mal schneiden müsste. Ich weiß nur noch nicht wann und wie  :-[

Zu den Stachelbeeren - ich habe durchweg sehr schmackhafte Sorten ohne Meltau. Die Etiketten muss ich mal sichten....Hinnonmäki in Gelb ist dabei, eine weitere gelbe Sorte und zwei rote Büsche. In den ersten Jahren waren sie noch sehr beschattet. Seit dem der Schattenspender, ein alter Apfelbaum gefallen ist, entwickeln sie sich sehr viel besser..... Der Ertrag ist abhängig davon, ob irgendwelche Schädlinge zuschlagen. In diesem Jahr scheint es jedenfalls wenig Schädlinge zu geben - die Erntefreude ist ungetrübt. Etwas Schorf hat eine gelbe Sorte - da wachsen die Beeren etwas verkrüppelt, was schade ist. Ich weiß auch nicht, was es ist.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Bienchen99 am 04. Juli 2016, 16:00:41
Hinnonmäki gelb kann auch Mehltau haben. Hatte meine immer. Dann hat sie einen neuen Standort bekommen und seitdem ist das Geschichte
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 04. Juli 2016, 16:04:13
Dann steht meine gut - ich glaube, ich habe zwei davon, da gab es keine Auswahl, als ich meine Hochstämmchen holte. Eins ist aber im ersten Sturm abgeknickt. Sie sind ja sowieso nicht so langlebig.... ich habe immer gern die ganz hohen Stämmchen, sieht netter aus, als alle in unterschiedlicher Höhe am Zaun....
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Conni am 04. Juli 2016, 16:40:54
was bringt einen Stachelbeerbusch dazu, zu bluehen als gaebe es kein Morgen
dann aber NULL Frucht zu tragen?
Insektenmangel schliess ich mal aus, was sonst noch so drumrum waechst hat genug Insektenbesuch gehabt

stehen heiss, teilschattig und trocken, arg trocken

Bei Johannisbeeren hab ich die Erfahrung gemacht, dass sie "verrieseln", also die Fruchtansätze nach der Blüte abwerfen, wenn es in der Zeit sehr trocken ist. Da es um die Zeit oft trocken ist, hab ich mir angewöhnt, am Ende der Blütezeit kräftig zu wässern, seitdem setzen die Sträucher besser an. Ob das auf Stachelbeeren und Deine Situation übertragbar ist, weiß ich allerdings nicht.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Fiscmac 65 am 04. Juli 2016, 18:59:05
OHNE Werbung zu machen funzen bei Stachelbeeren heute fast nur mehr Lubera Sorten. Ich habe alle "alten" Stachelbeeren entsorgt, Frucht zu klein, behaart, "grauslich" im Geschmack..., Ich hatte sogar Xenia, der Toplevel der alten Sorten, nur ging mir das zweimalige Spritzen gegen Mehltau gegen den Strich... bei Johannisbeeren ebenfalls, wobei hier neben den neuen Lub-Züchtungen Rovada, Titania und Rolan gleichwertig sind. Lub ist halt kein Baumarktlevel, aber der Preis rechnet sich allemal, weil die Pflanzen mind. 2 Jahre alt sind und die neuersten Entwicklungen darstellen.

LG Hans
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 04. Juli 2016, 20:04:50
Pfft, das halte ich für ein Gerücht.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Fiscmac 65 am 04. Juli 2016, 20:56:08
Na dann Frau Elke warte ich auf fundierte Argumente... wer noch eine 'Jonkheer van Tets' im Garten stehen hat ist selber schuld  8)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 04. Juli 2016, 23:01:37
Bleiben wir mal bei den Stachelbeeren. Macht sich eigentlich jemand noch die Mühe, gegen die eingewanderte Mehltaupest zu behandeln, um Monumente wie  Ashton Red oder White Lion zu ziehen?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 04. Juli 2016, 23:06:56
Das ist aber keine Stachelbeere ;)
b-hoernchen hat doch ein paar Posts zuvor berichtet, daß von Lubera auch nicht alles perfekt ist.
Und was meinst Du mit alt? Das waren doch eher die neuen alten, oder? Richtige alte Sorten sind sehr lecker, leider viele nicht so robust.

Gegen behaart ist nichts einzuwenden, die haben die zärtere Haute ohne die starke Säure.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Roeschen1 am 04. Juli 2016, 23:08:09
Bei mir haben die Stachelbeeren kein Mehltau, ein Hochstamm mit roten Früchten, Sorte unbekannt, steht schon 20 Jahre unter einem Apfelbaum und verschiedene Sämlinge mit hellgrünen Früchten, beide sind sehr lecker aber noch nicht reif.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 04. Juli 2016, 23:09:31
Bleiben wir mal bei den Stachelbeeren. Macht sich eigentlich jemand noch die Mühe, gegen die eingewanderte Mehltaupest zu behandeln, um Monumente wie  Ashton Red oder White Lion zu ziehen?
Die Sorten kenne ich nicht, ich spritze auch nicht, versuche es mit Schnitt zu regeln.

Seit Jahren suche ich leckere Stachelbeeren, ist aber nicht einfach wie ich hier lese.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 06. Juli 2016, 21:48:47
Fotos-hochladen.net zickt derzeit und ich kann die Fotos zum Solemio-Desaster, aber auch die der süßen Lea nicht hochladen.

Nutze irgendeine Fotocommunity oder Imagehoster, davon gibts sehr viele. Hier ausprobieren: http://forum.garten-pur.de/index.php/topic,3614.0.html

Hier die süsse Lea, vorhin geknipst:

(https://c2.staticflickr.com/8/7552/28100341826_3631142c97_o_d.jpg)

Wächst bei mir an einem Zaun. Man sieht den Überbehang und die dadurch ausgelöste erhöhte Streuung der Fruchtgrösse. Jungpflanzen sind auch mit wenig Früchten oft überlastet. Ist sie schwächer behangen, sind die Früchte mittelgross. Auch dieses Jahr keine Spur von Stachelbeermehltau. Kerngesund, das Ding, obwohl ich an Johannis- und anderen Stachelbeeren daneben oft irgendwas habe.

(https://c2.staticflickr.com/8/7575/28100341176_b0c3dfe8b3_o_d.jpg)

Die Meisten sind hier abgeerntet. Schale ist glatt. Nicht dünn wie viele alte Sorten, aber auch nicht störend dick, zäh oder säuerlich. Ältere Sträucher haben nicht mehr so viele Stacheln wie zu Anfang. Aromatisch, robust, innerhalb der nicht anfälligen neuen Sorten eine gute Ergänzung.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 06. Juli 2016, 22:19:04
...Macht sich eigentlich jemand noch die Mühe, gegen die eingewanderte Mehltaupest zu behandeln, um Monumente wie  Ashton Red oder White Lion zu ziehen?
Bei mir stehen alle Stachelbeeren bislang ohne jeden Pflanzenschutz. Interessieren würde mich echt die "Careless" (Deaflora).
Braucht die Pflanzenschutz oder geht die vielleicht doch ohne?
Wäre eine Duaxodusche zu der Zeit, zu der man Pfirsiche gegen Kräuselkrankheit behandelt (Dezember/Januar) vielleicht auch das Richtige für empfindliche, alte Stachelbeersorten? (Dann ging's in einem Aufwaschen!)

Und wenn jemand zu Captivator eine Erfahrung beisteuern könnte, würde mich das auch interessieren - besonders bezüglich Geschmack im Vergleich mit anderen Sorten.

Meine olle Mehltaukönigin mit der ledrigen Haut (vermutlich aus einem bunten holländischen Versandkatalog) möchte ich demnächst roden - hoffentlich, so ich dazu komme. Hmm - die hat einen guten Platz, Morgensonne, am Nachmittag zur größten Hitze dann Schatten. Kann man Stachelbeeren mit Erfolg am gleichen Platz halten, wo vorher eine andere schon jahrzehntelang stand?

Ansonsten heute nochmal ein, zwei "Mister Green" von Lubera verkostet - das wird eine richtig Gute, die hat Aroma! Die feine Textur der Süßen Lea hat sie noch nicht, aber so als Zweitsorte... . Mit Flavia dagegen werde ich mich nicht anfreunden können, einfach fad und so richtig süß wird sie auch nicht. Was nützt es, dass sie mit mehr Sonne süßer werden würde, wenn sie keine Sonne verträgt? Übrigens spendet das übergespannte Kartoffelnetz (also kein Jutesack) nur sehr lichten Halbschatten - und das auch nur in den Mittagsstunden. Das Solemio-Desaster lässt mich einfach nur den Kopf schütteln. Für mich hat Lubera ein Qualitätsproblem in Bad Zwischenahn. Was nützt es, in kürzester Zeit auf Riesengröße aufgeblasene Containerpflanzen zu verkaufen, wenn die Pflanzen dann massenhaft unter Schädlingen leiden (Johannisbeeren) oder überhaupt keine Widerstandskraft besitzen? Dann kann ich die teure und große Pflanze auf Minimalgröße zurückschneiden oder verliere sie ganz (das betrifft auch Himbeeren).
Die sollten eventuell mal ihre Stickstoffdüngung einen Zahn zurückfahren, vielleicht sollte auch die Geschäftsführung mal ihre Vorgaben überprüfen. Jedenfalls, wenn die meisten Obststräucher anderer Lieferanten bei mir ohne Probleme und Ausfälle gedeihen und nur bei Lubera-Obststräuchern häufen sich Probleme und Ausfälle, dann gibt das zu denken.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: flammeri am 06. Juli 2016, 22:33:58
Was Lubera anbelangt, so habe ich gemischte Erfahrungen gemacht. Zwergbrombeere mal ausprobiert, vital und gesund. Zwerghimbeere dafür ausnahmslos alle Pflanzen eingegangen, 5 Stück, andere Zwerghimbeeren in der Nähe gesund und munter  ::)
Captivator hatte ich im alten Garten stehen, meine mich zu erinnern, dass sie mir zu wenig fruchtig, mehlig schmeckte. Bin aber recht heikel, mag keine dicke Haut und Borsten, und nur süße Früchte,
so dass ich vielleicht zu lange gewartet habe, weil sie mir zu sauer waren.
Hat jemand Macherauchs Resistenta?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 06. Juli 2016, 22:38:39
Bei mir stehen alle Stachelbeeren bislang ohne jeden Pflanzenschutz. Interessieren würde mich echt die "Careless" (Deaflora).
Überhaupt steht bei keiner der Sorten von Deaflora etwas von robust und anfällig oder so. Es wäre schon hilfreich wenn man das wüßte.

Gibt es noch andere Anbieter mit besonderen oder älteren Stachelbeersorten?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 06. Juli 2016, 22:44:47
Na ja, bei der "Careless" soll der Name ja Programm sein, sie soll halt keine Probleme bereiten. Fragt sich nur, ob das auch heute noch zutrifft - der Name dürfte wohl vor der großen Stachelbeermehltauepidemie vergeben worden sein... -?

Flammeri, vielen Dank für deine Erfahrungen mit Captivator. Mehlig und wenig fruchtig - das sind auch meine Kritikpunkte bei der Flavia und anderen. Da werde ich mir die Captivator wohl ersparen und warte noch auf die Lady Late. Die Süße Lea ist fast ganz abgeerntet bei mir, Mister Green steht bei mir vor der Vollreife, ebenfalls die Hinnonmäkis; eine späte Aromasorte wäre was Feines, um das Erntefenster zu verlängern.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: kaliz am 06. Juli 2016, 23:36:05
Auf den Bildern sieht es aus als hätte die süße Lea überhaupt keine Stacheln!
Ich muss mal schauen, ob ich irgendwo einen Platz für einen weiteren Stachelbeerstrauch finde...

Mit meinen Hinnonmäki Röd Sträuchern bin ich sehr zufrieden. Sind Beide kerngesund und die Früchte schmecken meinem Partner und mir ganz ausgezeichnet, aber Stacheln haben sie extrem viele. Das ist der Hauptgrund warum noch so viele Früchte dran hängen, die Ernte ist definitiv nicht einfach, wenn auch lohnend.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 07. Juli 2016, 08:39:48
Junge SL - Pflanzen sind sogar sehr stark bestachelt. Aber bei den Alten verliert sich das.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 07. Juli 2016, 10:38:35
Bei mir stehen vier verschiedene Sorten Stachelbeeren - zwei rote und zwei gelbe - eine davon ist die o.g. Hinnomäki in Gelb. Alle sind frei von Mehltau, und ich habe im Leben weder Stachel- noch Johannisbeeren gegen irgendetwas gespritzt. Den einzigen Verlust, den ich manches Jahr hatte, bescheren Raupen, die die Pflanzen kahlfraßen oder solche Viecher, die die roten Beeren anpieken, die werden dann frühreif und fallen ab.

Leider habe ich wirklich keine Sortenschilder zu den anderen drei Beeren. Ich kann mal Fotos machen, vielleicht geben die etwas Aufschluss.

Ach ja - drei sind als Hochstämmchen gezogen, eine Sorte als Busch - rot und extrem stachelig - aber super im Geschmack, glatte Schale.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Bienchen99 am 08. Juli 2016, 11:16:32
Bleiben wir mal bei den Stachelbeeren. Macht sich eigentlich jemand noch die Mühe, gegen die eingewanderte Mehltaupest zu behandeln, um Monumente wie  Ashton Red oder White Lion zu ziehen?

nein, da meine Stachelbeeren überhaupt keinen Mehltau haben, nachdem sie nun oberhalb vom Regenwasserauffangbecken stehen. Ich hatte noch nie so tolle Stachelbeeren. Früher hatten genau diese beiden Büsche Mehltau satt
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Bienchen99 am 08. Juli 2016, 11:17:41
gegen die Raupen kannst du auch nicht spritzen. Da hilft nur sammeln, sammeln sammeln. Damit hab ich den Befall auf ein erträgliches Mass reduziert
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Tester32 am 08. Juli 2016, 15:54:51
Bei mir läuft gerade die zweite Welle des Einstiegs in die Stachelbeeren. Irgendwas sagt mir, dass man bei diesen Beeren einen tollen Geschmack hinbekommen kann. Als ersten Versuch habe ich vor ca. 2 Monaten einen roten Hinnonmäki gekauft gehabt. Gefällt mir aktuell überhaupt nicht (* siehe Update unten). Die Beeren, selbst die ganz dunkel-roten sind sauer und haben eine igit-dicke Schale, selbst wenn die Beeren selbst bereits weich sind. So habe ich jetzt die Saison genutzt und 2 weitere Stachelbeeren an Land gezogen:


(*) Update vom 15.07.2016: Früchte der roten Hinnonmäki sind nach den letzten 1,5 sonnigen Wochen doch durchaus gut geworden. Das Fruchtfleisch schmeckt nun süß, ohne jede Spur von Säure, deutlich besser als saure Supermarkt-Stachelbeeren. Die Schale schmeckt leicht säuerlich. Sie ist minimal weicher geworden, aber dick geblieben. Meine kleine Tochter saugt die Beeren nun gerne aus und übergibg mir die Schalen. :) Mir schmeckt die Kombination des süßen Fruchtfleisches und der leicht sauren Schale so gut, kann diese Sorte für Freunde des guten Geschmacks also empfehlen. Vielleicht nicht für Gourmets, dafür ist der Geschmack zu einfach, aber gut ist er jedenfalls. Dafür, dass die Sorte noch recht robust zu sein scheint, ist sie insgesamt empfehlenswert.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Tester32 am 08. Juli 2016, 15:59:49
@cydorian:

Tolle Bilder, sehr schön! Ich möchte auch solche Pflanzen haben!  :)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: paulche am 09. Juli 2016, 07:26:25
Die Früchte der amerikanischen Hybridstachelbeere Gigant schmecken besonders gut. Der Strauch wird auch größer. Die Früchte sind mittelgroß. Den Strauch werde ich vermehren, da auch mein Bruder ganz begeistert von der Sorte ist.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 09. Juli 2016, 09:50:28
Was ist das für eine Sorte?
Über Google fand ich nix.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Galeo am 09. Juli 2016, 10:21:04
Was ist das für eine Sorte?
Über Google fand ich nix.
Mir wurden nur Himbeeren und Fahrräder angeboten.
LG Galeo
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: July am 09. Juli 2016, 10:58:41
Hallo Paulche:)
Über einen Steckling würde ich mich freuen:) Ich habe ja noch was gut bei Dir ;)
LG von July
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 09. Juli 2016, 22:10:59
Ich möchte meinen Stachelbeeren noch was Gutes tun - kann ich/soll man jetzt noch mit Kalimagnesia düngen?
...Macht sich eigentlich jemand noch die Mühe, gegen die eingewanderte Mehltaupest zu behandeln, um Monumente wie  Ashton Red oder White Lion zu ziehen?
Wie groß wär' der Aufwand bitte? Würde eine Duaxodusche reichen - und wann sollte man behandeln?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 09. Juli 2016, 22:21:07
Zugelassen sind allerlei Schwefelmittel: http://www.pflanzenschutz-hausgarten.de/anwendungsSuche?kultur=Beerenobst&schaedling=Mehltau&einsatz=Obstbau&typ=integriert
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 09. Juli 2016, 22:26:27
Gibt es eigentlich hier schon eine Liste mit Anbietern von Stachelbeersorten? Ich meine jetzt nicht die üblichen die man in jedem Baumarkt bekommt.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 09. Juli 2016, 23:10:46
Bezugsquellenhinweise sind im Thread, es wurde z.B. öfter Deaflora genannt.
Mit "Gigant" ist vielleicht die Sorte "green giant" gemeint.

Wer auf Riesenstachelbeeren steht, muss nach England, z.B. zur "Cheshire Gooseberry Societey" Da gehts ab :-) http://www.theblackdentrust.org.uk/projects_gooseberries.php
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: M am 09. Juli 2016, 23:22:25
Wer Deaflora nicht mag

Hier gibts 11 Sorten
http://www.jardinsfruitiersdelaquenexy.com/index.php/nos-vergers/les-petits-fruits

Ich bereue jetzt unsere alten Stachelbeeren mit dem Haus verkauft zu haben  :'(

Der Mehltau hat sie mir aber auch ganz böse verleidet.

Für Menschen mit Spaß an Obst IMMER eine Reise wert  :D
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 09. Juli 2016, 23:52:31
Bezugsquellenhinweise sind im Thread, es wurde z.B. öfter Deaflora genannt.
Ich verfolge den Faden ja die ganze Zeit, also von Anfang an und Deaflora habe ich schon durchsucht. Ich dachte, daß es noch mehr Anbieter gibt.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: na-na am 11. Juli 2016, 09:35:16
Hallo,
hänge mich mal dran...

Ich habe erst vor ein paar Wochen drei Stachelbeersträucher gesetzt.

Die grüne "Mucurines", die rote "Remarka" und die gelbe "Resistenta".

Schon im letzten Herbst hatte ich eine Johannisbeere "Rosa Sport" gepflanzt, die allerdings rückwärts wächst. ..
Die Blattränder sind braun, eingerollt und sehen vertrocknet aus.

Ich konnte mir zunächst keinen Reim darauf machen und wusste nicht was der Johannisbeere fehlt.
Inzwischen,  so glaube ich, weiß ich, was los ist.

Neben die Johannisbeere habe ich die Stachelbeeren mit ausreichend Abstand und in obiger Reihenfolge gepflanzt.

Als erstes bekam somit "Mucurines" gesprenkelte Blätter, die sich gelb verfärben und abfallen. " Remarka", die daneben steht, hat von einen auf den anderen Tag, ebenfalls diese Flecken bekommen. Einzig "Resistenta" scheint noch nicht der "Blattfallkrankheit" befallen zu sein.

Seltsamerweise fallen die Blätter von der Johannisbeere nicht ab.
Sie wirkt wie eingefroren.

Was kann ich den Pflanzen Gutes tun?

Düngen und abgefallenes Laub entfernen?

Ein Mittel gegen diesen Pilz scheint es ja nicht zu geben.

Noch eine Frage: Wird dieser Pilz nur von Johannis- und Stachelbeeren übertragen,  oder kommen auch andere Pflanzen als Infektionsquelle in Betracht?

Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 12. Juli 2016, 21:25:26
Schon im letzten Herbst hatte ich eine Johannisbeere "Rosa Sport" gepflanzt, die allerdings rückwärts wächst.
Diese Sorte ist eine meiner Lieblinge. Sie hat hier auch 2-3 Jahre gebraucht um loszulegen. Jetzt schneide ich sie sehr kräftig, der Busch trägt Unmengen, heuer rund 6kg geerntet :D Ich werde sie demnächst dreitriebig erziehen und jeden Trieb stäben. Durch die ernorme Fruchtlast liegt sonst immer alles platt auf der Erde.

Wegen der anderen Sträucher: gib ihnen Zeit, halte den Boden unkrautfrei und mulche, das lieben diese Pflanzen. All diese Krankheiten sind teils Streß durch die Neupflanzung und die Witterung. Dieses Jahr gibts alles was man nicht brauchen kann. Ich sitze es aus.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: na-na am 13. Juli 2016, 22:36:03
Besten Dank!  Das gibt mir doch Hoffnung!  :) Dieses Jahr war ja bislang sehr feucht... Selbst die letzte Stachelbeere, " Resistenta", hat nun ein paar Flecken. Unkraut halte ich fern und wünsche mir, dass sich die Sträucher bekrabbeln. 6 kg - klasse!  :D
Titel: Re: Stachelbeeren Captivator
Beitrag von: magnificco am 14. Juli 2016, 19:49:00
Ich habe jetzt wenig Konkurrenz außer den Hinnomäkis, der Invicta und einer Stachellosen unbekannten (Redeva??)
Und da schneidet die CAPTIVATOR bei mir eindeutig mit Platz 1 ab.
Das interessanteste Aroma, ansprechende Konsistenz, ausgewogene Säure.

Und Krankheiten tun sich bisher auch keine auf. Ist einen Versuch wert, wie ich finde!
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 15. Juli 2016, 11:12:49
Bei mir avanciert "Mr. Green" zur eindeutigen Nummer zwei, gleich hinter "Süße Lea" und vor "Mucurines".
"Mr. Green" hat dieses fruchtige "Bonbon-süßsaure Drops"-Aroma, das ich so sehr liebe, dazu richtig süß, aber nicht langweilig fad-süß, sondern mit angenehmer Säure hinterlegt und auch von der Konsistenz her für neuere Züchtungen Klasse! Soweit stimmt die Katalogbeschreibung.
Was ich nicht bestätigen kann, sind "große ... Früchte" - hat bei mir von den Lubera-Stachelbeeren die kleinsten Früchte, kleiner als "Flavia" und die noch unreife "Lady Late", fast schon kleiner als die "Bona-Johannisbeeren". Trotzdem, die schmeckt mir - und auch von der Reifezeit ideal - direkt im Anschluss an die Süße Lea verlängert Mr. Green die Saison der Aromastachelbeeren.

Apropos, weil ich mal auf der Seite von Baumschule Krämer nachgeschaut habe - "Süße Lea" ist ausverkauft (übrigens nur halb so teuer wie eine Lubera-Sorte), "Krämer's Grüne Kugel" haben sie noch. Das könnte man natürlich auch als Indiz dafür verstehen, welche der beiden Sorten die bessere ist. Oder hat jemand die "Grüne Kugel" und möchte was dazu sagen?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: July am 15. Juli 2016, 11:53:17
Ich habe die Grüne Kugel von deaflora. Der Geschmack ist gut wenn sie wirklich total reif ist und das dauert lange.
Aber Ironmonger schmeckt mir besser. Ist reif richtig süß.
Eine Süsse Lea brauche ich wohl auch noch.....
LG von July
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 15. Juli 2016, 12:31:11
Die "Ironmonger" ist aber - soweit ich sehe - eine alte Sorte.
Behandelst du die gegen Mehltau oder bleibt die "einfach so" gesund bei dir, July?

Zur "Grünen Kugel" schreibt deaflora " Auch Grüne Hansa, Weiße Triumpf oder Whitesmith genannt" - das könnte man so interpretieren, dass diese Sorte auch schon länger existiert. Ist die "Krämer's Grüne Kugel" nun eine Neuzüchtung oder nicht?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: July am 15. Juli 2016, 13:12:50
Ironmonger hatte noch nie Mehltau bei mir. Im letzten Jahr allerdings hatten irgendwelche Raupen die ganzen Blätter durchfressen. Die Früchte schmeckten aber trotzdem sehr gut.

Zu Kramers Grüne Kugel kann ich nichts sagen.

Ich habe noch die Champagner-Stachelbeere, eine sogenannte rote Zuckerstachelbeere aus Rumänien u.a., aber da ist kaum was dran, die sind noch zu klein um eine richtige Geschmacksprobe zu machen und zu urteilen:)
....und dann steht hier noch eine Stachelbeere fast ohne Stacheln....die Beeren sollen orange sein und eine schwarze Stachelbeere.......

Es gibt soviele Sorten und ich möchte nur die, die auch wirklich lieblich süß schmecken:)
LG von July
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: July am 15. Juli 2016, 19:02:43
Heute habe ich mit satt gegessen an den grünen Johannisbeeren "Ojeblanc" und "Villma". Die haben die Vögel der Farbe wegen gar nicht entdeckt bisher und sie sind einzigartig im Geschmack:)
Davon könnte ich noch mehr haben.......
LG von July
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 15. Juli 2016, 19:16:56
Heute habe ich mit satt gegessen an den grünen Johannisbeeren "Ojeblanc" und "Villma". Die haben die Vögel der Farbe wegen gar nicht entdeckt bisher und sie sind einzigartig im Geschmack:)
Davon könnte ich noch mehr haben.......
LG von July
Moin July :D, dann mach doch jetzt (oder im Herbst) Steckhölzer und vermehre Deine Lieblingssorten. Oder versuch es mit der Methode "Abrisse nach Anhäufeln"
(Ich selber mache die Vermehrung jetzt durch Steckhölzer)

viel Erfolg :D wünscht
Nemi
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: stahli am 16. Juli 2016, 21:30:50
Außer einigen Stachelbeeren von deaflora (Grüne Kugel, Rote Triumph, Maiherzog)
habe ich von drei Jahren alte Stachelbeersorten in England bestellt:

Early Sulphur
Hedgehog
Keepsake
Golden Drop

Hier die Bezugsquelle:
Link entfernt!1.uk/category/gooseberries/

Leider läßt der link sich nicht direkt posten.

Die Adresse heißt "chrisbowers punkt co punkt uk slash category slash gooseberries

Dort gibt es eine erstaunlich große Auswahl.
Lieferung problemlos. Qualität gut.

Mit Mehltau hatte ich bisher zum Glück noch keine Probleme.
Allerdings lichte ich sehr stark aus und kürze im Februar/März alle Triebe ein,
damit die Büsche klein und luftig bleiben.
Ziel ist hier nicht die Massenernte, sonder eine kleine Vielfalt zum Naschen.
Das hat bisher gut geklappt.

Viele Grüße
stahli

1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 16. Juli 2016, 21:50:27
Vielen Dank für den Link, da schaue ich mal um.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: M am 16. Juli 2016, 22:36:13
Vielen Dank für die Adresse

http://www.chrisbowers.co.uk/category/gooseberries/

Bekämen wir ne Sammelbestellung zusammen ?

Versand ist 30 Pfund  :-\
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 16. Juli 2016, 23:16:45
Das kommt darauf an wieviel bestellen würden.
Bis jetzt habe ich nur eine gefunden die mich besonders reizt. Ich mag ja die "haarigen" und auch dort fand ich kaum welche. Auch gab es die hier auch üblichen Sorten.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 30. Juli 2016, 21:20:31
Konnte heute die allerletzten und sehr, sehr reifen (aber nicht vergammelten) Stachelbeeren "Rexrot" und "Invicta" probieren.
Beide haben mich nicht überzeugt. Die "Rexrot" schmeckte so leer, dass ich mich direkt nach meiner Redeva oder roten Hinnonmäki gesehnt habe. Die Invicta war auch nur irgendwie süßlich ohne besonderes Fruchtaroma, ja da würde ich sogar fast die "Flavia" vorziehen.
Beide Sträucher stehen allerdings in der prallen Tagessonne von früh bis spät - und halten das ohne Sonnenschutzmaßnahmen aus - ist ja auch etwas.

Fazit des Sorten-Test-Marathons: Eine Menge Geld für unterschiedliche moderne Sorten ausgegeben. Nur eine wirklich schmackhafte neue Sorte entdeckt: "Mr Green" - zusätzlich zu der bereits vorhandenen "Süßen Lea".
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 30. Juli 2016, 23:31:46
Das liest sich enttäuschend, so viele neue Sorten getesten und nur eine wirklich gut.
Ja was ist in der Stachelbeerwelt los? Gibts es keine guten  Sorten mehr?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 30. Juli 2016, 23:51:34
Er hat doch einige aromatische neue Sorten entdeckt?

Dass es schwieriger geworden ist, ist auch klar. Alle neue Sorten haben eingekreuzte ribes - Arten, um nicht für den amerikanischen Stachelbeermehltau anfällig zu bleiben. Keine dieser Arten hat das Aroma von Stachelbeeren, sie sind ausnahmslos deutlich weniger aromatisch. Keine leichte Sache, sich die Resistenz zu holen, aber den Geschmack zu behalten. Bei Weintrauben ist es auch nach 100 Jahren Züchtungsarbeit nicht wirklich gelungen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Tester32 am 31. Juli 2016, 09:25:01
Je mehr ich mich mit dem Thema Gartenpflanzen beschäftige, desto mehr sehe ich die prinzipielle Notwendigkeit von Genfood. Es kann doch nicht unmöglich sein, den Resistenz-Gen in die alten Sorten einzufügen, ohne dass dabei der Geschmack beeinflusst wird. Aber das ist eher ein phylosophischer Gedanke, vermutlich ist die Technik noch nicht soweit und das wäre zu teuer, für kleine Konsumenten-Gruppen wie die Liebhaber des guten Stachelbeeren-Geschmacks :) Pflanzen zu manipulieren.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 05. August 2016, 11:19:20
fotos-hochladen.net funktioniert wieder! Deshalb als Nachtrag die Fotos von Flavia, Mr. Green (jeweils mit Sonnenschutz) und Solemio (ohne Sonnenschutz) nach 2 Tagen Sonne:

Die Flavia hatte schon als die Früchte noch unreif waren, einmal ein bisserl zuviel Sonne abbekommen und deshalb braune Flecken bekommen, darauf das Kartoffelnetz übergespannt. Da die Brandflecken Eintrittspforten für die Kirschessigfliege werden, macht Schattieren absolut Sinn:
(http://img5.fotos-hochladen.net/thumbnail/img2717zh1rlk35j6_thumb.jpg)

Mr. Green - mit frisch von mir abgebrochenen Haupttrieb und dem übergespannten Kartoffelnetz. Wächst bei mir erfreulich aufrecht, aufrechter als Flavia mit ihren hängenden Trieben. Allerdings ziemlich "kompakt" - ich fürchte, das dauert, bis man von so einem Strauch mal größere Mengen ernten kann:
(http://img5.fotos-hochladen.net/thumbnail/img2720ubnideg5jx_thumb.jpg)

Tja - und dies das Desaster "Solemio". Kam letzten Sommer in den Garten, müsste eigentlich gut eingewurzelt sein. Die im Winter nicht verdorrten Ruten hatten neu ausgetrieben, für Fruchtansatz hatte es nicht mehr gereicht. Die Erde war gut feucht. Vor den heißen Tagen hatte ich sie wie auch meine "Süße Lea" gut mit frischem Rasenschnitt gemulcht.  Dann 2 Tage Sonne und die Blätter lagen gedörrt am Biden. So kahl ist sie jetzt immer noch. Ob die noch mal austreibt-?
(http://img5.fotos-hochladen.net/thumbnail/img27108lrp6710m5_thumb.jpg)

Die Größe der gelieferten Ware ist doch nicht alles - Robustheit erfreut den Gärtner noch nachhaltiger!



Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Fiscmac 65 am 05. August 2016, 11:29:44
Hallo Hörnchen

Ich habe u.a. auch diese Sorten. Der Sonnenbrand bei den "neuen" Stachis ist wohl das größte Übel. Es wird ein halbschattiger Standort empfohlen, und auch dort habe ich ab und an mal eine Frucht mit Sonnenbrand. Flavia macht leider einen hängenden, teilweise liegenden Wuchs, wobei du das mit gezielten Schnittmaßnahmen in wenigen Jahren hinbekommst. Bei Solemio hattest Du anscheinend Pech. Bei mir wächst und schmeckt sie (fast) perfekt. Schreib mal den Kundendienst bei LUB an, die sind sehr kulant. Green wächst "sehr kompakt" und braucht seine Zeit. Aber der Geschmack entschädigt.

LG Hans
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 13. August 2016, 21:41:33
Jetzt ist Lady Late reif, eigentlich wäre schon vor ein paar Tagen das Ernten losgegangen, aber das Regenwetter... .
Die Frucht ist in ihrer tropfenförmigen Gestalt und der Textur sehr ähnlich wie Redeva; wie bei dieser bleibt nach dem Pflücken der Stiel an der Frucht, und die Hülle um den Samenglibber ist etwas zäh-ledrig, gibt beim Draufbeissen zuerst Widerstand und zerplatzt dann mit einem Ruck.
Aroma - ja, nichts Besonderers, aber auch nicht schlecht. Konnte noch ein paar sehr reife Redevas finden und die waren im Vergleich süßer und aromatischer.
Hat meiner Meinung  nach ihre Berechtigung als "Spätstachelbeere", aber nicht weil sie vom Geschmack her so außergewöhnlich wäre.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Jada am 14. August 2016, 01:41:53
vielen dank für deinen lady late bericht, wollte sie mir auch kaufen und war mir nicht sicher, wie sie geschmacklich abschneidet. meine mucurines ist jetzt fast durch, es gibt noch ein paar letzte beeren, somit ist sie auch sehr spät reifend, aber eher ende juli.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Urmele am 21. April 2017, 16:24:15
Nach den guten Beurteilungen hier habe ich mir nun auch eine Süße Lea gegönnt.
Bis jetzt habe ich eine Invicta und eine unbekannte Sorte die mein Vater irgendwann in den 70ern hier einpflanzte.
Die Unbekannte hat ein viel dünnere Schale und ist weicher als Invicta, schmecken tut sie auch besser.

Auf die Süße Lea bin ich sehr gespannt, heute kam sie an, eine kräftige Pflanze an der schon etliche kleine Früchte hängen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: M am 21. April 2017, 16:33:05
Hat schon jemand bei von Ehren bestellt ?

Sie haben einige interessante Sorten auf der Webseite  :)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Aella am 21. April 2017, 22:13:04
Urmel, wo hast du bestellt? Will mir auch noch eine lea gönnen!

Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Urmele am 22. April 2017, 10:39:29
Beim Züchter selbst, Baumschule Krämer
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Aella am 22. April 2017, 12:09:16
danke  :D hab nun auch dort bestellt. ist immer gut vorher zu wissen ob die pflanzen eine gute qualität haben...und gegen probierfrüchte im ersten jahr hab ich auch nichts einzuwenden  ;)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 22. April 2017, 21:03:22
Wenn ich sonst gute Erfahrungen mit der Sortenidentität gemacht hätte (Achtung - Irrealis der Vergangenheit!) könnte ich für die Süße Lea auch den Gr... Gr... Gartenshop empfehlen... Süße Lea war eine der ganz, ganz wenigen Posten, bei denen  bestellte Sorte auch geliefert wurde... .
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 22. April 2017, 21:09:30
Was anderes - wieviele Minusgrade halten Stachelbeerblüten denn so aus?

Ich überleg' mir gerade, ob ich trotz meiner erwiesenen Unfähigkeit als Kübelgärtner Stachelbeeren im Kübel zu halten probieren sollte... .

Und noch was - soll man mehltauempfindliche (!) Stachelbeersträucher jetzt noch vorbeugend gegen Mehltau spritzen - oder warten, bis er zuschlägt, der "Traubentod"?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 22. April 2017, 21:37:20
Die Blüten halten ein wenige Grad Minus aus. Bei mir war die Blüte schon durch, es hat dafür etwa ein Drittel der jungen Früchte erwischt. Braungefroren, tot. Vor allem die frei hängenden Früchte traf es. Danebenstehende junge Johannisbeerfrüchte waren da weniger geschädigt.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 22. April 2017, 21:47:43
Danke - ich trau mich gar nicht unter die Sträucher zu sehen - zumal für Mitte kommender Woche der nächste Kälteeinbruch vorhergesagt ist.... .

Zum Thema Mehltauvorsorge weiß niemand was? Ich hab' ein paar Stachelbeerpflanzen von Deaflora bekommen, heute in größere Container umgesetzt und frag mich echt, ob ich jetzt der Dinge harren soll oder eher präventiv tätig werden? Und wie nehmen frisch umgepflanzte, kleine Sträucher so eine Netzschwefelaktion?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Urmele am 22. April 2017, 22:30:01
Die unbekannte die mein Vater einst pflanzte hatte auch oft Mehltau. Alle Früchte braun, das Laub weiß.

Seit ich ihr jedes Jahr die Triebspitzen abschneide und direkt beim Beginn des Austriebes mit Netzschwefel spritze ist Ruhe.

Nach Jahren hab ich damals erst gemerkt was für ein leckeres Früchtchen mir mein Vater da vermacht hatte.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Aella am 22. April 2017, 22:47:03
oh..und ich hab die alte mehltauüberzogene sorte heute zugunsten der süßen lea ausgegraben und in der biomülltonne entsorgt.

jetzt spritzen bringt wahrscheinlich nicht mehr viel, eher kurz vor dem austrieb...also vielleicht februar. bei mir ists jedenfalls ruckizuck gegangen. vor 1,5 wochen war noch alles gut, nun haben sich innerhalb einer woche die meisten triebe und ALLE früchte fröhlich weiß verfärbt  :P
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 23. April 2017, 20:57:26
Und noch was - soll man mehltauempfindliche (!) Stachelbeersträucher jetzt noch vorbeugend gegen Mehltau spritzen - oder warten, bis er zuschlägt, der "Traubentod"?
Tja, da weiß ich immer noch nicht, was ich jetzt machen soll. Wenn ich an den Minipflänzchen rumschnippeln muss, bleibt nimmer viel übrig... . Besser, man lässt's nicht so weit kommen.
Die frisch von Deaflora gekommene "White Eagle" scheint ihrem Namen "Ehre zu machen" - eingerollte Blätter an den Triebspitzen und weißliche Punkte auf der Blattunterseite.
Keine drei Tage hier und schon gehen die Probleme los...
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Waldgärtner am 23. April 2017, 21:23:55

Die frisch von Deaflora gekommene "White Eagle" ihrem Namen "Ehre zu machen" - eingerollte Blätter an den Triebspitzen und weißliche Punkte auf der Blattunterseite.


 ;D So kann man den Namen natürlich auch interpretieren  :-\
Das bestärkt mich auch, den "robusten" (inkl. Lea) hier dieses Jahr nochmal eine Chance zu geben, bevor ich mich bei deaflora mit den "alten" ausstatte.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 23. April 2017, 22:05:15
Gute Wahl!
Ich denke auch, dass mein Ausflug in die Welt der historischen Stachelbeeren nur sehr kurz sein wird... .
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 24. April 2017, 00:30:17
Ist der Mehltaubefall der empfindlichen Sorten auch standortbedingt?
Ich überlege gerade ob man damit die Pflanzen stützen könnte.
Von dieser Mehltauschleuder die Aella hatte habe ich zwei Stecklinge. Sie stehen im Topf auf der Nordseite des Hauses unter einem Baum und sehen bis jetzt sehr gut aus. Was sagt mir das? Schatten, geschützt vor zu viel Regen?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 24. April 2017, 09:17:37
Der Standort hat auch was zu sagen. Mit grossem Abstand am Wichtigsten ist aber das Wetter. Das zeigt sich an unseren unzähligen wilden Stachelbeerbüschen in der Landschaft. Der Standort verschiebt nur den Befall nach vorne oder hinten.

Ich würds einfach mal mit Netzschwefel probieren. Ist auch einfach für Privatanwender erhältlich. Nur schade, dass er dann das zehnfache wie bei den Profianwendern kostet.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Aella am 26. April 2017, 19:18:09
Meine süße lea ist heute gekommen, schöne Pflanze mit schon reichlich kleinen Früchten dran. So gefällt mir das  :D
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 26. April 2017, 20:14:43
Mich hätten einige Meinungen interessiert, wie "Krämers Grüne Kugel" im Vergleich zur "Süßen Lea" abschneidet. Oder weiß jemand noch von weiteren Stachelbeerzüchtungen der Baumschule Krämer?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Urmele am 29. April 2017, 08:49:11
Meine süße lea ist heute gekommen, schöne Pflanze mit schon reichlich kleinen Früchten dran. So gefällt mir das  :D

Mir hat das auch gut gefallen ;D, wenn die Qualität nur überall so wäre....

Aber eine ganz andere Frage, sind Stachelbeeren eigentlich selbstbestäubend?
Diese Frage habe ich mir bisher nie gestellt, da meine alle im Garten gepflanzt sind.

Nun möchte ich einer Freundin ohne Garten, jedoch mit Balkon, eine Stachelbeere zum Geburtstag schenken. Stachelbeere (Invincta grün, Freundin liebt es sauer ;)) schon gekauft und in einen großen Kübel gepflanzt.

 Leider zu spät fiel mir das mit der Bestäubung ein  ::)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 29. April 2017, 09:36:56
Sie sind meines Wissens selbstbefruchtend, bekommen aber durch Fremdbefruchtung mehr Ertag.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: floXIII am 29. April 2017, 18:55:21
Nachdem meine Rexrot letztes Jahr fast vollständig abgestorben ist (weiß immer noch nicht weshalb), hab ich mir mal eine neue rote Sorte (Nibbling von Lubera bestellt). Bin mal gespannt was diese ganz neuen Sorten so zu bieten haben.

Aber ich fahre auch zweigleisig. Im Bild mein nun 3-jähriger Sämling, mit nun schon über 1cm großen Beeren. Letztes Jahr konnte ich schon eine Frucht kosten, dieses Jahr sind es bislang ca. 40 Stück. Eine Elternsorte ist Hinnonmäki gelb. Die Unterschiede zu dieser sind aber groß. So ist der Wuchs meines Sämlings viel aufrechter, im Gegensatz zum sehr hängenden Wuchs der Hinnonmäki (ein Umstand der fürs Spalier schon sehr ärgerlich ist). Die Früchte scheinen beim Sämling auch um einiges größer zu sein.
Bislang auch sehr robust, wobei er letztes Jahr auch etwas mit Blattläusen zu kämpfen hatte.
Einziger etwas größerer Nachteil: Es ist ein wirkliches Stachelmonster. Wo bei meinen anderen Stachelbeeren normal nur ein Dorn zu finden ist, sind es bei meinem Sämling meistens drei am Stück.
Zum Geschmack kann ich noch nicht viel sagen, dazu war die einzige Beere des Vorjahres noch zu wenig aussagekräftig. Aber schlechter als Hinnonmäki gelb war mein Sämling sicher nicht, wobei ich die Hinnonmäki eh nicht sonderlich schätze. Die wird sicher nicht mehr allzuviele Jahre im Garten stehen.

Derzeit sind wieder hunderte neuer Sämlinge unter meinen Stachelbeeren zu finden. Dieses mal werde ich darauf achten, möglichst Stachelarme zu selektionieren. Auch interessante Blattformen/farben stehen im Vordergrund. Auch wenn der Platz begrenzt ist, ein paar Sämlinge möchte ich schon ins nächste Jahr mitnehmen  :)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 29. April 2017, 20:39:14
Konntest du bei deiner Sämlingsauslese etwas interessantes selektieren?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: floXIII am 29. April 2017, 20:49:31
Konntest du bei deiner Sämlingsauslese etwas interessantes selektieren?
Noch sind die Sämlinge zu klein um wirklich viel zu erkennen. Einige zeigen aber sehr, vom Standart, abweichende Blattformen. Bislang habe ich nur die besonders stachligen entsorgt und jene die bereits von der Johannisbeerblasenlaus befallen waren. Die größten sind derzeit max. 6-8 cm groß. So viel kann man da noch nicht erkennen.

Vielleicht sind ja auch manche Kreuzungen mit Johannisbeeren oder Goldjohannisbeeren dabei. Stehen alle unmittelbar nebeneinander. Wäre auch ne coole Sache, wenn auch eher unrealistisch.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 30. April 2017, 00:00:19
Cool, mach weiter!

Ich habe mal gelesen, dass natürliche Hybriden zwischen Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere nur dann gelingen, wenn die Schwarze Johannisbeere die Mutter ist. Wenn es ähnliche Hybride geben kann, dann mit der Gold Johannisbeere und Blutjohannisbeere. Die Beiden sind rel. nah mit der schwarzen Jo'be. verwand.

Hinweise auf Hybriden zwischen roten Jo'be. und Stachelbeeren habe ich bis her nicht gefunden.

Die modernen Stachelbeeren sind Hybriden zwischen der europäischen Stachelbeere und der amerikanischen Stachelbeere. Bei Kreuzungen zwischen den Beiden, werden sich wohl die Eigenschaften der Eltern wieder heraus bilden. Das könnte die Erklärung für die Blätter sein, die du beobachtet hast. Aber ich will dir das jetzt nicht madig reden, denn man kann immer gute Sämlinge finden. Eine meiner besten Stachelbeeren habe ich aus dem Wald geholt. Sie bildet große, grüne, süße Beeren. Man kann immer Glück haben.

viel Erfolg!
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: floXIII am 30. April 2017, 07:41:29
Ja, deswegen schrieb ich ja, dass es eher unwahrscheinlich ist Hybriden unter den Sämlingen zu finden. Ich werde mal heute oder morgen ein paar Fotos der bislang interessantesten Sämlinge machen. Vielleicht könnt ihr mir dann schon sagen wohin die Reise möglicherweise hingehen wird.

Vielleicht find ich im Garten noch irgendwo einen ungenutzten Streifen wohin ich sie umpflanzen kann, ansonsten kommen sie eben erst mal in Töpfe.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 30. April 2017, 10:58:07
Ich kann mir nicht vorstellen, daß man anhand der Optik erkennen kann was aus einem Sämling mal wird.
Gerade die vielen Stacheln bei den Winzlingen sagen nicht aus wie stachelig die ausgewachsene Pflanze einmal ist.
Pflaumen sind im Jugendstadium immer bedornt, später gar nicht mehr.

Ich topfe alle Pflanzen die mir robust und wüchsig erscheinen und entscheide nach der Fruchtbildung, bzw. der reifen Frucht. Meine Sämlinge sind schon drei Jahre alt haben aber leider noch keine Blüten.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: floXIII am 30. April 2017, 19:06:32
Stimmt schon, erkennen kann man noch nicht viel. Und vermutlich hast du auch mit den Dornen recht. Aber alle kann ich ja beim besten Willen nicht behalten. Ich werde da über die nächsten Wochen/Monate immer mehr rausnehmen, bis nur noch ein Dutzend oder so übrig bleibt. Für mehr reicht der Platz wirklich nicht aus.

Dann hab ich mit meinem Sämling ja richtig Glück, meiner ist ja auch erst 3 Jahre alt und wird dieses Jahr schon einen netten kleinen Ertrag liefern
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 30. April 2017, 20:03:07
Na ja meine waren auch nur eingezwängt in 9er Staudentöpfe die ich jetzt erst in große Kübel umgetopft habe. Ein Sämling aus dem letzten Jahr habe ich neben der Mutterpflanze wachsen lassen, der ist schon genau so groß wie die Dreijährigen.
Heuer habe ich jede Menge Sämlinge von der rosa Johannisbeere(gehört hier nicht rein), da interessiert mich auch was da raus kommen kann.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 30. April 2017, 20:23:15
Dieses Jahr fruchten zwei meiner Sämlinge das erste mal. Die eine Pflanze ist Dreitriebig, 40 cm boch, muss aber gestützt werden. Die zweite Pflanze ist ein eintriebiger Busch, 60cm hoch und muss nicht gestützt werden. Sie zeigt auch eine hohere Blutendichte, als die andere Pflanze. Sie hat lange bis zum ersten Flor gebraucht.

Wie Elro, so stopfe ich auch gerne mehrere Pflanzen in einen Topf. Nur bei besonderen Exemplaren wird ein "Einzelzimmer" gewährt.

Ich habe auch einen schönen "Kaktus" selektiert. Mirkommt es nicht immer auf die Frucht an. Der Kaktus hatte aber noch keinen Ertrag.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: andreasNB am 02. Mai 2017, 21:09:07
Ist der Mehltaubefall der empfindlichen Sorten auch standortbedingt?
Ich überlege gerade ob man damit die Pflanzen stützen könnte.
Von dieser Mehltauschleuder die Aella hatte habe ich zwei Stecklinge. Sie stehen im Topf auf der Nordseite des Hauses unter einem Baum und sehen bis jetzt sehr gut aus. Was sagt mir das? Schatten, geschützt vor zu viel Regen?

Hm.
Vielleicht habe ich hier oben ja nur Glück mit dem Klima oder der Befallsdruck ist nicht so groß.
Probleme mit Mehltau kenne ich hier allerdings kaum.
Wenn, dann tritt er nur an einigen der neu (vor ein paar Jahren) gepflanzten Sträuchern auf.
Und diese stehen sonnig und viel zu dicht.

Keine Probleme gibt es bei diesen alten Sträuchern (älter als 30Jahre; mindestens)
Nordwestseitig unter Sauerkirschen, im Sommer wird dort der Boden nicht gar so schnell trocken, in einer eher kühl-schattigen Lage und der Wind kann auch gelegentlich durchpusten.












Natürlich könnten es schon zwei der "neuen" mehltauresistenteren Sorten sein.
Wie ich gerade nachgeschlagen habe wurde z.B. 'Invicta' schon vor knapp 40 Jahren in den Handel eingeführt.
Ich vermute es aber nicht.

Diese Stachelbeere und Stachelbeer-Hybride stehen nordostseitig neben Gehölzen und haben es bis Mittag gut sonnig, im Hochsommer auch recht warm. Allerdings stehen südseitig mehrere höhere Gehölze.
Beide sind aber wohl von Haus aus nicht sehr anfällig auf Mehltaubefall.




Und was sagt mir bzw. uns das ?  ;)
Ja, ich denke der Standort ist von herausragender Bedeutung, wenn man ohne großen Aufwand mehltaufreie Stachelbeeren ernten will.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Zuccalmaglio am 02. Mai 2017, 21:29:20
Hönings  Früheste ist bisher das geschmacklich beste, das ich kenne. Leider bei mir früher an einem vollsonnigen Standort immer mir Mehltau.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 02. Mai 2017, 22:23:30
Besitze schon 2 Spinefree und 1 Hinnonmaeki rot. Seit 2 Jahren im Topf auf meinem Balkon und bisher völlig ohne Mehltauprobleme. Hab mich durch Berichte div. Purler hier und wegen der letztes Jahr als reichlich sauer empfundenen Schale der Hinnon mal verleiten lassen und ebenfalls eine süße Lea bestellt. Direkt bei Krämer. Bin ziemlich gespannt drauf ;-)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 04. Mai 2017, 11:10:37
So, Madame Lea wurde grade geliefert. Sehr gut verpackt, keiner der 7 Seitenäste beschädigt.
Insgesamt wurden meine Vorstellungen glatt übertroffen, denn: ich werde schon dieses Jahr eine richtige kleine Ernte einfahren können.
Es dürften im Moment etwa 60 bis 70 kleine Stachelbeeren dran hängen - man könnte auch sagen: viel mehr geht nicht.
Dafür ist sie aber dringend umtopfpflichtig bzw. ich stelle mir intensiv die Frage: womit zum **** haben die die gedüngt, das die trotz DER Durchwurzelung des Topfes so viele Früchte ansetzt ? Auch haben will..diesen Dünger !! (sonst fällt bestimmt in den nächsten 14 Tagen die Hälfte der Früchte ab ?) ;-D
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 04. Mai 2017, 11:20:32
Lass dich trotzdem nicht zu vorschnellen Urteilen verleiten, bei Überbehang (sie neigt dazu) und dann auch noch frisch aus dem Topf zeigt diese Sorte keine besonders gute Qualität. Die Früchte bleiben klein und neutral. Ausserdem haben jüngere Sträucher generell keinere Früchte. Für gute Qualität sollte der Behang mässig sein und der Strauch etwas älter.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 04. Mai 2017, 12:00:50
Du hast sicher Recht, das was mich da geleitet hat, war in größeren Teilen die stark positive Überraschung und Freude, gegenüber der im Vergleich deutlich negativeren Bilanz bei in örtlicher Baumschule gekauften bzw. kaufbaren Stachelchens.
Preis <--> Pflanzengröße <---> oftmals kaum Behang und dazu noch bis zu 3,5 Euro mehr für ansich weniger bezahlt, im Abgleich zu der nun erhaltenen Lea..
Keine Sorge, sie kriegt ihre Zeit und ich werde ihr sicher nicht mit der Gartenschere drohen, wenn die Früchte im ersten Jahr nicht gar so toll schmecken ;-)
Umsetzen in deutlich größeren Pott und die Ausdünnung des Behangs findet heute noch statt.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Urmele am 05. Mai 2017, 04:53:48
Noch niemals habe ich Stachelbeeren ausgedünnt, war bisher nicht nötig.

Sollte man das bei Lea tun?

Ich habe bei meiner einen jungen Ast senkrecht hochgebunden, möchte mir eine Spindel erziehen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 05. Mai 2017, 08:07:01
Sie neigt eben zu Überbehang und Überbehang verändert wie bei allen Obstsorten die Qualität. Ob man was tun will, ist Geschmackssache. Wenn ich nur Mischmarmelade mache, würde ich nichts tun. Wenn ich wie die Engländer grosse Früchte vorzeigen und verkosten will, würde ich ausdünnen. Mir ging es nur präventiv darum, dass nicht gleich die Vermutung entsteht man wäre mit einer falschen Sorte beliefert worden, wenn der überreichliche Fruchtansatz später als gedacht reift, kleiner als beschrieben bleibt und nicht so aromatisch wie erhofft ist.

Überbehangsprobleme dürfte es dieses Jahr seltener geben. Der gnadenlose Frost hat mir den Grossteil der kleinen Früchte zerstört. Sogar die aussenliegenden Blättchen haben Schäden. Das bestrifft alle Sorten, süsse Lea unterscheidet sich weder positiv noch negativ.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Tesus am 17. Mai 2017, 22:23:44
Ich habe diese Beitrag mit Interesse verfolgt und bin nun echt neugierig auf die lea. Hat vielleicht jemand Interesse stecklinge  zu tauschen ?
Könnte im Tausch anbieten:
1x gelbe Resistana stachelbeere
1x Rosa Sport Johannisbeere
1x remarkar Stachelbeere
1x Johannisbeere Rolan
1x hinnonmäki grün
Kann auch verschiedene Tomaten samen  im Tausch anbieten;)
Würde mich sehr über ne Antwort freuen LG tesus aus Heidelberg
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 18. Mai 2017, 10:03:44
Gehört nach http://forum.garten-pur.de/index.php/board,37.0.html "Verschenken und tauschen, suchen und bieten"
Wenn du aber statt zwei Jahre auf das fruchten eines Stecklings warten auch 8,95 EUR für den Erwerb beim Züchter (Baumschule Krämer) aufbringen kannst, wäre der schnellere Weg zu einer gutentwickelten Pflanze darüber.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: floXIII am 27. Mai 2017, 18:02:23
So, heute meine erste Stachelbeere gegessen. Noch nicht ganz reif, aber die Vorfreude steigt.
Zu sehen: Ein Sämling von Hinnonmäki gelb. Deutlich mehr Dornen, dafür, wie es ausschaut, etwas früher reif und auch etwas größere Beeren.  :)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: LowerBavaria am 10. Juli 2017, 11:18:25
Hallo beisammen,

habe dieses Jahr im März folgende Stachelbeeren als Büsche gepflanzt:
2x Captivator
2x Inventa
2x Hinnonmäki Grün
 
alle waren etwa 40cm hoch und hatten das erste jahr auch schon je 5-20 Früchte.

1x Krämers Gelbe Kugel
1x Invicta
1x "Red Aldi" (Stachelbeere Rot von Aldi, ich denke Hinnonmäki Rot)

alle aktuell in Töpfen und etwa 70cm hoch und hatten je zwischen 10-50 Früchte

Nun will ich im Herbst 3 Stachelbeerstämmchen zwischen 4 Büsche pflanzen und habe mir folgendes bestellt:

1x Hinnonmäki Rot Hochstamm
2x Redeva Hochstamm

Muss ich ausser den Sützen und dem speziellen Schnit hier irgendetwas beachten? Ich lese immer von "zu heissem" Standort, bzw zu viel Sonne.

Ich möchste ausserdem noch einen etwa 12m² Teil meines Gartens mit Stachelbeer/Johannisbeer Hochstämmen bepflanzen. Es ist eine Süd-West-Ausrichtung, an der ziemlich viel Sonne ansteht im Sommer. Ist das schädlich oder sollte dann einfach oft gemulcht werden damit der Boden feucht bleibt??

Grüße von und aus LowerBavaria

P.S. Habt ihr eigentlich auch wilde Stachelbeeren in euren Gärten? Habe gestern eine wild durch einen Vogel ausgesamte Stachelbeere gekostet und sie war vom Geschmack her deutlich anders, als die oben genannten. Kleine, gelb/grüne Beeren mit haariger sehr dicker Aussenhülle, die einen eigenen Nachgeschmack haben. Habe hiervon schon Stecklinge geschnitten, vllt wachsen sie ja an, dann wäre ich auch zu Tauschaktionen bereit :)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 10. Juli 2017, 12:48:40
Sonnenbrand an den Früchten wirst du mit Mulchen nicht verhindern können, wiewohl Mulchen mit Rasenschnitt und gleichmäßig feuchter Boden von Stachelbeeren gern angenommen werden.

Ich behelfe mir an einen ostseitig des Hauses (Sonne bis kurz nach Mittag) gelegenen Standort mit zugegebenemaßen nicht sehr attraktiven Sonnenschutznetzen, die ich aus Kartoffelnetzen genäht habe... .

Bei der Gelegenheit gleich mal 2 Bilder, zuerst mal meine Darling (mit dem angesprochenen Sonnenschutznetz):
(http://www.bilder-upload.eu/thumb/c4cd01-1499684315.jpg)

und hier eine Mr. Green:
(http://www.bilder-upload.eu/thumb/091f51-1499684532.jpg)

Das dunkel metallisch-grün glänzende Laub der Mr. Green kontrastiert deutlich zum blassen, fast gelblich grünen Laubkleid der Darling. Letztere hatte letztes Jahr im Sommer kurz nach der Lieferung alle Blätter verloren, was vielleicht der Grund für ihren heuer recht mäßigen Ertrag (nur ca. ein halbes Dutzend Beeren) ist. Ansonsten finde ich den Geschmack der Darling am besten von allen mir bekannten roten Stachelbeersorten, was zugegebenermaßen nicht allzu viele sind (Flavia, Lady Late, Hinnonmäki Rot, Redeva, Rexrot). Ob "himbeerartig", wie Herr Kobelt behauptet, das kann ich nicht sagen, vielleicht ein "generisches Rotfruchtaroma", das sehr viele rote Früchte, darunter auch Himbeeren und rotfleischige Äpfel haben; aber sehr fruchtig, angenehm zuckrig und säuerlich, keine "beißende" Schärfe - und auch von einer recht annehmbaren Textur, weniger "gummiartig" als z. B. Redeva.
Ob jetzt dieses Jahr der Zuwachs reicht für eine bessere Ernte im nächsten Jahr, bleibt abzuwarten.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: LowerBavaria am 10. Juli 2017, 21:51:04
Danke danke ;)

Das mit den Sonnennetzen ist eine klasse Idee.

Hätte noch ein paar generelle Fragen: Sind die Hochstämmchen/Fußstämmchen oder doch die klassischen Büsche ertragreicher bzw robuster?

Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 11. Juli 2017, 00:11:55
Hätte noch ein paar generelle Fragen: Sind die Hochstämmchen/Fußstämmchen oder doch die klassischen Büsche ertragreicher bzw robuster?
Ich würde sagen, nein.
Bestes Beispiel war meine Rosalinn(Jochannisbeere), als Busch dicke Beeren an langen Trauben, unmengen Ertrag. Das Hochstämmchen hatte immer nur kurze Triebe mit einzelnen verrieselten Beeren die nur halb so groß waren wie die Beeren am Busch. Das Bäumchen wurde nur vier Jahre alt, ist letztes Jahr kurz im Mai vor Beerenreife abgestorben.
Stämmchen sind leider meist sehr kurzlebig sind, oft nur 2-8 Jahre.
Meist stirbt ein Hochstamm von jetzt auf nachherab, oft durch Glasflügler verursacht.

Ich würde nie wieder ein Stämmchen pflanzen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 11. Juli 2017, 12:33:14
Sehe ich auch so. Will man bei nem Stämmchen hängende Äste hochbinden oder zumindest gegen abbrechen wegen Fruchtbehang sichern, braucht man gleich nen was längeren Stecken. Der auch recht tief in den Boden muss, da ja erst an seinem oberen Ende mit Gewicht belastet wird.
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, das es eben schon nen Unterschied ist, ob aus nem Wurzelstock ausgetrieben werden kann oder nicht. Da macht es nämlich nichts bzw. ist normal, das der neue Trieb auch mal 3..4..5 cm weit seitlich vom alten Haupttrieb herauskommt - bei nem Stämmchen hats dafür nur die paar (Quadrat)Zentimeter (ab) der Veredelungsstelle Platz.
Ich hatte bei ner Halbstamm schwarzen Johannisbeere und einer Hochstamm Stachelbeere auch mal das Gefühl, das das Dickenwachstum des Stämmchens hinter dem zurückbleibt, was über der Pfropfstelle abgeht bzw. das Gefühl, das das, was der Stamm an Nährstoffen und Wasser hochbefördert, aufgrund desssen Dicke wachstumsbegrenzend "wenig" für die eigentliche Beere ist. Bei mir wuchsen die eher rückwärts..
Um es mal hart zu sagen: meiner Ansicht nach, ist diese Stämmchen Geschichte bei Johannis und Stachelbeere eine Art Gärtnerei-Einkommen-Verschnellerer, da man tendenziell früher wieder neu kaufen geht / gehen muss, als bei nem Busch. Oder nen 2ten kaufen geht, weil am ersten ziemlich wenig dran hängt..

Dem letzten Satz von Elro stimme ich völlig zu.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Weidenkatz am 11. Juli 2017, 13:31:52
 Habe sechs Pflanzen - darunter eine dreijährige Invicta als Hochstamm: dicht an dicht super Beeren. :)
Umgekehrt ist Sorgenkind eine gleichaltrige geradezu kriechende Stachelbeere, Sorte weiß ich leider nicht mehr, die ständig hochgebunden werden muss, damit sie nicht all das wenige an Beeren in die Erde hängt, was schnell fault ...
Für mich persönlich ist die  Mischung von Hochstamm und Busch  ideal ☺.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 12. Juli 2017, 00:33:08
Für mich persönlich ist die  Mischung von Hochstamm und Busch  ideal ☺.
Genau, darum erziehe ich meine Büsche zu 1-3 triebigen Spindeln
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: kaliz am 12. Juli 2017, 10:19:53
Meine Erfahrung ist, dass die Hochstämmchen früher in Vollertrag gehen. Wenn man nun also einen Garten neu anlegt und schnell mal Früchte haben will, ist vermutlich eine Mischung aus Büschen und Hochstämmchen sinnvoll. Die Hochstämmchen um in den ersten Jahren schnell mal Früchte zu bekommen, die Büsche um langfristig ernten zu können. Wenn man sie abwechselnd pflanzt ist es auch weniger Schlimm , wenn die Hochstämmchen nach ein paar Jahren eingehen, da dann die Büsche schon groß genug sind um den Platz auszufüllen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 12. Juli 2017, 10:34:15
So mach ich das auch. Neue Sorten bevorzugt als Hochstämmchen. Prima, um etwas schnell auszuprobieren. Schneller Ertrag, bequeme Ernte. Und wenn die typischen Probleme mit Pflege und Lebensdauer von Hochstämmchen kommen, fruchtet bereits der Steckling davon :-) Der wird nur dann gemacht, wenn die Sorte für gut befunden wurde.

Mit der 1-2 triebigen Erziehung kann ich mich allerdings auch nicht so recht anfreunden. Noch so ein Gerüst im Garten...
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wurmkönig am 12. Juli 2017, 11:00:24
Welche Veredelungsmethode verwendest du und welche Unterlage?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Waldgärtner am 12. Juli 2017, 12:42:16

Mit der 1-2 triebigen Erziehung kann ich mich allerdings auch nicht so recht anfreunden. Noch so ein Gerüst im Garten...

Ich kenne das auch eher aus dem Ertragsobstbau. Da sind die Ergebnisse (Fruchtqualität) schon ziemlich beeindruckend.
Hab testweise mal rote Johannisbeeren so gezogen, das ist schon ein deutlicher Unterschied, was Beerengröße und Traubenlänge angeht.
Für alle Beeren wäre es mir aber auch zu aufwändig  ;)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 12. Juli 2017, 13:44:44
Bei roten und weissen Johannisbeeren bringt es auch am meisten. Schwarze nicht und bei Stachelbeeren bin ich unsicher bis negativ. An Stachelbeeren habe ich in unserem Klima jedes Jahr Sonnenbrandschäden, ein buschiger Wuchs mit hängenden Trieben ist da besser wie die aufrecht geleiteten Triebe mit guter Besonnung der Früchte. Zu Guter nämlich.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 12. Juli 2017, 20:29:46
Meine Stachelbeeren an den Büschen hatten genauso Sonnenbrand bekommen wie die eintriebig erzogenen.
Ein Vorteil bei der Säulenerziehung, er läßt sie leichter, weil übersichtlicher, beernten.

Nachteil, wenn ein Trieb eingeht kann es passieren, daß nix neues mehr nach kommt.
Wie hier auf dem Bild, neben dem selbst erzogenen Hochstamm und der Säule war noch eine Säule, da ist jetzt eine Lücke. Im Frühjahr trieb das Teil zwar aus und ist dann eingegangen. Aber sowas kann auch bei einem Busch passieren. Bei meinem Bruder ist ein riesengroßer schwarzer Johannisbeerbusch von jetzt auf nachher eingegangen, da kam auch nix mehr aus dem Boden.

Also, das Bild zeigt links ein Hochstamm(grün unbekannte Sorte) auf eigenem Trieb und rechts die Spindel(Mucurines).
Ich hoffe man kann es sehen, bei mir wächst so ziemlich alles davor und dahinter ;)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 12. Juli 2017, 20:33:18
Und hier ein etwas schiefes Hinnonmäkiteil, werde ich morgen abernten.

Sonnenbrand hatten alle Stachelbeeren, wie auch Johannisbeeren und Josta, was jetzt noch hängt ist unverbrand, also sozusagen natürliche Ausdünnung ;)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wurmkönig am 13. Juli 2017, 06:43:29
Ein Vorteil bei der Säulenerziehung, er läßt sie leichter, weil übersichtlicher, beernten.
Ich kriege bei Stachelbeeren einfach keine Säule hin. Bei roten und weißen Johannisbeeren ist es kein Problem - bei schwarzen gelingt es auch nicht.

Meine Stachelbeeren treiben immer viel zu stark an der Basis aus, egal wie ich sie stütze oder schneide. Aber ein veredeltes Bäumchen habe ich gekauft - sowas würde ich aber selber wohl nicht hinkriegen.

Hast du da einen speziellen Trick?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 13. Juli 2017, 21:48:01
Trick nicht, ich habe mich einfach an dem bogigen Wuchs der Mucurines gestört. Der Busch bekam ich schon mehrjährig und war auch bestimmt bei mir schon vier Jahre eingewachsen, also großer Busch. Durch die viele Beerenlast hing immer alles im Dreck, also habe ich den längsten Trieb an ein Moniereisen gebunden und alle anderen Triebe entfernt. Mehrmals im Jahr Bodentriebe abgeschnitten oder auch ausgerissen wie bei Rosenwildtrieben.
Jetzt nach ca. vier Jahren kommen nur noch 2-3 neue Triebe von denen letztes Jahr einer stehen bleiben durfte zwecks Ersatz den älteren Triebes.
Die andere Spindel ist eher unfreiwillig entstanden. Ich hatte in einem 9er Staudentopf einen Steckling gesteckt und bestimmt zwei Jahre nicht mehr angesehen. Er stand im Schatten. Es ist ein riesenlanger Trieb entstanden der durch den Topf gewachsen war. Also hatte ich schon meinen Langtrieb ;)
Ein weiterer Steckling der genau so reagierte wurde zu diesem Hochstämmchen auf dem Bild.

Ich denke mal, daß es nur mit starkwüchsigen Sorten geht, die alten sehr niedrig wachsenden Sorten werden das wohl nicht packen oder nur in mehreren Stufen. Das habe ich aber noch nicht versucht. Auch denke ich mir, daß bei mehltauanfälligen Sorten, wo mach öfter schneiden muß es nicht so gut funktionieren wird.
Aber wer weiß vielleicht teste ich das auch einmal.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 13. Juli 2017, 22:26:18
"Solemio" von Lubera ist reif - und hier mal meine Eindrücke:
Zuerst einmal war ein Strauch letztes Jahr gestorben, ich dachte Sonnenbrand - und habe die kostenlose Ersatzpflanze von Lubera (gegen Portobeteiligung) letztes Jahr an einen anderen Ort gepflanzt, ostseitig des Hauses, dort, wo auch "Mr. Green" und "Darling" stehen.

(Dass an der gleichen Stelle, an der die erste Solemio eingegangen war, mittlerweile auch zwei Goldjohannisbeeren nach wenigen Monaten das Zeitliche gesegnet haben, lässt mich aber zweifeln, ob es wirklich Sonnenbrand war - evtl. ein bodenbürtiger Pilz?)

Die Solemio-Frucht reift jetzt, also etwas später als Süße Lea; ihre Schale ist glatt, erinnert in der Konsistenz sehr an "Redeva" - vor allem die "gummiartige" Hülle, fast so wie eine gelbe "Redeva". Und gelb wird die Solemio bei Reife - sehr gelb - und aromatisch-saftig. Eine der aromatischsten Stachelbeeren, die ich kenne - anders im Aroma als Mr. Green und eher noch saftiger. Und süß ist die "Solemio" - ein richtiges Zuckerl! Wieder einmal stimmt die Katalogbeschreibung.

Beide sind deutlich besser als z. B. ebenfalls heute verkostete "Reverta" und "Reflamba" - die kommen in Aroma und Süße nicht an die Lubera-Sorten hin. Unter den Re-Sorten der Stachelbeeren habe ich nur wenig Ansprechendes bisher gekostet. Eigentlich nichts bis auf "Redeva", die ich als "passabel" einstufen würde.

Noch ein  Nachtrag zur "Flavia": Letztes Jahr habe ich die als "fad-süßlich" beschrieben - da hatte sie zum ersten Mal getragen und gleich die Ruten dicht an dicht mit Beeren bestückt gehabt. Dieses Jahr gab's nur drei oder vier Beeren - Alternanz bei Stachelbeeren, oder war's der Frost im Frühjahr? Jedenfalls war der Geschmack der diesjährigen Beeren recht ansprechend. Cydorian hat ja auch schon bei der "Süßen Lea" davon geschrieben, dass Überbehang das Aroma schmälert.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Melisende am 13. Juli 2017, 22:42:34
Ich kriege bei Stachelbeeren einfach keine Säule hin. Bei roten und weißen Johannisbeeren ist es kein Problem - bei schwarzen gelingt es auch nicht.
Vielleicht gibt es einen Grund, warum im Französischen die Wörter für Stachelbeeren und helle Johannisbeeren identisch sind und es ein eigenes Wort für schwarze Johannisbeeren gibt.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wurmkönig am 14. Juli 2017, 09:38:28
Die andere Spindel ist eher unfreiwillig entstanden. Ich hatte in einem 9er Staudentopf einen Steckling gesteckt und bestimmt zwei Jahre nicht mehr angesehen. Er stand im Schatten. Es ist ein riesenlanger Trieb entstanden der durch den Topf gewachsen war. Also hatte ich schon meinen Langtrieb ;)
Danke dir, das mit dem Steckling im Schatten probiere ich aus! Meine Stachelbeersträucher sind noch nicht so alt und die Topfkultur bis vor kurzem hat ihnen wohl auch nicht gut getan. Vielleicht müssen sie noch stärker anwachsen, bis sie bereit sind in die Höhe zu gehen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 19. September 2017, 18:20:38
Hi!
Eine kleine Nebenfrage zum Thema Stachelbeer-sämlinge. Ich habe davon nicht all so viel Erfahrung. Ein Tier scheint eine Stachelbeere in einen Pflanzring geschleppt zu haben und ließ die Beere dort liegen. Heuer bildete sich dort ein Kneul von Sämlingen. Wie ich nun bin, ließ ich sie dort wachsen. Mir ist augefallen, dass sie recht lange Blattstiele haben. Ist das normal?

Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Roeschen1 am 19. September 2017, 23:57:57
Mutter Natur mischt die Gene, dann entsteht was Neues.
Ich habe einige Stachelbeersträucher aus Samen, sind alle sehr lecker und mehltauresistent, die Mutterpflanze war rot, die Sämlinge haben alle grüne Früchte.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 20. September 2017, 00:31:29
Ich habe gerade eben beim Müll raus tragen nach meinen Sämlingen geschaut, da sind gerade bei den etwas größeren Pflanzen einige mit langem Blattstiel.
Interessant finde ich die vielen Dornen der allerkleinsten Sämlinge und meist ändert sich das wenn die Pflanzen älter werden. Wer weiß, vielleicht müssen sie erst noch reinwachsen in ihre passende Größe.
Ich habe dieses Jahr rund 15 Sämlinge meiner alten großfrüchtigen gelben Mehltauschleuder getopft, in der Hoffnung eins der Kinder ist gesünder.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rieke am 09. April 2018, 21:36:28
Ich bräuchte mal etwas Beratung. Unserem Garten fehlen Stachelbeeren, was ich ändern möchte. Nach Rumlesen im Forum hatte ich mich u.a. für die Süße Lea entschieden, finde aber keine wirklich gute Bezugsquelle, also werde ich wohl erst mal andere Sorten bestellen. Eine, die häufig angeboten wird ist Rokula. Hat die jemand? Wie ist das Aroma?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Roeschen1 am 09. April 2018, 22:05:24
http://www.deaflora.de/Shop/Stachelbeeren/,
vielleicht findest du etwas passendes.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 09. April 2018, 22:08:43
Hallo, ich habe selber die Sorte nicht,will hier nur kurz auf das bsl-strauchbeerenobst des Bundessortenamts hinweisen, dort kann man allgemeine Beschreibungen der Sorte lesen. Demnach ist die Sorte ein sehr früher Blüher und sehr gesund. Die Fruchtreife ist früh, wobei die Beeren lange am Strauch gehalten werden können. Beeren selber werden als sauer und aromatisch beschrieben. Eine genauere Angabe wird nicht gemacht. Sonst ist die Sorte durchschnittlich.
MFG

Edit: Dornröschen verwies auf Deaflora, die viele alte Sorten anbieten. Ich weise darauf hin, dass die alten Sorten wegen des Stachelbeermehltaus komplizierter im Anbau sind. Deshalb sind gewisse Anbauhinweise zu beachten. Der Pilz kann sehr wohl tödlich für die alten Pflanzen sein.Ich meine, dass die süße Lea auch eine alte Sorte sei.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rieke am 09. April 2018, 22:18:13
@Rib-Huftier: danke für den Hinweis auf die Liste des Bundessortenamts.

Das Angebot bei Deaflora hilft mir leider nicht weiter, denn in unserem Garten ist der Mehltau ein ziemliches Problem. Deshalb haben wir letztes Jahr die vorhandenen Stachelbeeren weitgehend gerodet. Deaflora hat sicherlich schöne alte Sorten, aber ich vermute, daß die in unserem Garten nichts sind.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Roeschen1 am 09. April 2018, 22:24:00
Die Sorte Careless bei Deaflora wird als resistent beschrieben. Dann würde ich einen windigen Standort wählen, also nicht vor einer Wand.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rieke am 09. April 2018, 22:32:31
Deaflora schreibt "nahezu resistent" und leider nichts über die Reifezeit. Der Pflanzplatz wird nur mäßig windig sein, da in der Nähe einer Hecke. Evt. bestelle ich bei Deaflora Johannisbeeren (ich hätte gerne eine grüne) und dann würde ich es vielleicht mit der Careless versuchen. Ich möchte mehrere Sorten Stachelbeeren haben, und die anderen bei Deaflora kommen nicht in Frage.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 09. April 2018, 23:50:54
Ich habe mich schon länger nicht mehr mit Stachelbeeren befasst und bin bereit, auch andere Sorten wie Invicta zu pflanzen. Die Liste vom Bundessortenamt hilft mir nicht wirklich weiter.
Gibt es zu den Sorten von Deaflora oder anderen Anbietern auch unabhängige Berichte?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 10. April 2018, 00:02:02
finde aber keine wirklich gute Bezugsquelle

Gibts aber doch? Hier zum Beispiel: https://www.pflanzenhof-online.de/beerenobst/stachelbeeren/299/suesse-lea
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wurmkönig am 10. April 2018, 06:46:14
Eine, die häufig angeboten wird ist Rokula. Hat die jemand? Wie ist das Aroma?

Ich habe sie seit ca. 8 Jahren. Davon ca. 5 Jahre in einem Topf am überdachten Balkon (über einer Steinterrasse) - also in extrem trockener Luft, da zeigte sie Mehltau. Seitdem sie ausgepflanzt ist, ist davon überhaupt nichts bemerkbar. Aroma - naja, immer noch recht säuerlich außer wenn man sie pflückt, wenn die Beeren schon leicht einschrumpeln. Ich würde es dann als "himbeerartig - gummibärchenartig" beschreiben, die Kinder mögen es gern.

Ein Rokula-Stämmchen (vermutlich auf ribes aureum) habe ich auch, dort sind die Beeren deutlich größer. Das Stämmchen geht deutlich früher in den Saft (blüht bei mir jetzt gerade), der Rokula-Strauch fängt gerade an erste Blätter auszuschieben. Ansonsten nicht besonders frostempfindlich, da waren auch letztes Jahr trotz der Spätfröste genügend Früchte dran.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Aella am 10. April 2018, 07:41:18
Lubera bietet auch schöne Sorten an.

Letztes Jahr habe ich in einer Gärtnerei die Sorte „Resistenta“ probiert.
Der Name der Sorte hätte mich total abgeschreckt, aber die war sowas von lecker.
Groß, gelb mit rötlichen Flecken. Saftig, süß-sauer mit einem tollen Aroma.

Wenn ich nicht schon 9 Stachelbeersorten (Stecklinge und Sämlinge mitgezählt) in meinem
kleinen Gärtchen hätte, hätte ich mir die sofort gekauft.
Empfehlungen kann ich Dir von meinen Sorten leider noch keine geben, da ich die meisten erst
in der letzten Saison gepflanzt habe (unter anderem die süße Lea und zwei von Lubera)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rieke am 10. April 2018, 09:58:02
finde aber keine wirklich gute Bezugsquelle

Gibts aber doch? Hier zum Beispiel: https://www.pflanzenhof-online.de/beerenobst/stachelbeeren/299/suesse-lea

Naja, da hatte mich dieser Beitrag, zugegebenermaßen von 2015, doch etwas abgeschreckt:
Meinen Rekord hält Artländer, wo in einer Lieferung keine einzige Sorte stimmte.
Hast Du danach noch mal bei denen bestellt? War das ein einmaliges Problem?

Zitat
Letztes Jahr habe ich in einer Gärtnerei die Sorte „Resistenta“ probiert.
Der Name der Sorte hätte mich total abgeschreckt, aber die war sowas von lecker.
Groß, gelb mit rötlichen Flecken. Saftig, süß-sauer mit einem tollen Aroma.
Ich finde im Netz Resistenta und Macherauchs Resistenta. Sind das verschiedene Sorten?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 10. April 2018, 10:03:10
Keine Ahnung ob Artländer seine Etiketten jetzt endlich im Griff hat, aber bei sowas wie einer Stachelbeere kann man das Risiko eingehen. Ein falscher Baum, der dann Jahren trägt ist wesentlich bitterer.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rieke am 10. April 2018, 10:33:16
Wir haben Platz für insgesamt 6 Sträucher (3 Stachelbeeren,  und je eine grüne, rosa und schwarze Johannisbeere), die würde ich nur ungern bei lauter verschiedenen Händlern bestellen. Am liebsten wäre mir natürlich, wenn ich alles beim gleichen Händler bestellen kann, schon wegen der Lieferkosten. Bei jemandem mit der Neigung zu Fehllieferungen möchte ich lieber nicht bestellen. Die Süße Lea gibt es z.B. auch bei Naturwuchs. Jeebel hat sie auch, aber recht teuer (17,90) und die übrigen Sorten sind nicht so interessant.

Ich werde heute Abend mal über meiner Wunschliste und den Angeboten der verschiedenen Händler brüten.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 10. April 2018, 12:03:06
Ich habe mir heuer Remarka kostengünstig geholt. Im Vergleich zu Rokular ist die Blüte etwas später, was gut gegen Spätfröste ist und die Fruchtreife soll deutlich früher sein. Dafür ist sie anfälliger für die Blattfallkrankheit.

Mal gucken wie sie im Geschmack ist. Sie soll, so wie die Rokular, süßlich-aromatisch sein.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Roeschen1 am 10. April 2018, 21:37:26
Deaflora schreibt "nahezu resistent" und leider nichts über die Reifezeit.
100% Sicherheit, bzw.Mehltauresistenz, gibt es nicht.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rieke am 11. April 2018, 08:44:27
Gerade gefunden: Stachelbeeren - Eigenschaften verschiedener Sorten und wertgebende Inhaltsstoffe
Es wurden 10 Sorten untersucht, darunter Invicta, Mucurines, Crispa. Von denen war nur Crispa vom Aroma her gut, am besten schneiden mehltauempfindliche Sorten ab, aber auch bei denen gab es Flops wie Frühe Rote  "unreifer, grüner Geschmack" und Rote Triumph  „ranzige Milch“.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 11. April 2018, 12:32:15
mir scheint, dass sie bei Abbildung 3 einen Kommerfehler haben. Der Grün-wert bei Mucurines ist definitiv ein Ausreißer ;D Wenn alle Werte zwischen 10 und 30 mg/kg liegt, dann ist 10 mg/kg wahrscheinlicher als 100 mg/kg
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rieke am 11. April 2018, 13:16:09
Ich glaube nicht, denn im Text beziehen sie sich auch noch mal darauf: "Daher präsentierte sich diese Sorte auch mit einem sehr starken grün-grasigen Aroma, das teilweise an unreife Pflaumen erinnerte."
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 11. April 2018, 13:35:21
Hach, endlich mal eine Untersuchung die das seltsame Erlebnis mit Geschmack nach "ranziger Milch" bestätigt, ich zweifelte schon an meinen Geschmacksnerven. Ich würds eher als "ranzige Butter" beschreiben. Es tritt aber nicht jedes Jahr auf. Dazu tendiert nicht nur "Rote Triumph", auch andere Sorten und vor allem amerikanische Arten, darunter ribes divaricatum. Und es kommt nur ab einem gewissen Punkt der Vollreife, vorher nicht.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Helgaimmer am 11. April 2018, 13:42:29
Möchte keine Werbung machen, ich habe alle alten Sorten aus Amerika und Europa (Mehltau), bei den Johannisbeeren ebenfalls alle holländischen Sorten (kein Fruchtertrag und Verrieseln) gerodet. Habe mir aus der Schweiz nahezu alle Sorten gekauft, und das Leute macht Sinn. Ich ärgere mich nicht mehr mit alten Sorten herum, die mit unserer Klimaentwicklung nicht mehr zurecht kommen. Diese hochgelobte XENIA ist an drei Standorten an Mehltau verreckt ohne Ende. Da half das Spritzen der leeren Geldbörse.... Kauft neue resistente Sorten. Meine bescheidene Meinung.

LG Helga
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 11. April 2018, 14:52:34
Mit Klima hat das gar nichts zu tun. Ich finde es ein wenig lustig, dass man die Standortbedingungen der alten Stachelbeersorten weniger "akzeptiert", als beim Wein oder Blaubeere. Was wird da ein Aufwand getrieben und Geld ausgegeben um den Arten alles Recht zu machen :)

Mir persönlich schmeckt Karlin auch gut. Dünne Schale, groß, süß und aromatisch.

Natürlich musste nach der nötigen Kreuzung der europäischen Arten mit den amerikanischen Arten, eine Sortenentwicklung anfangen, die wir nun erleben können. Leider brachte die amerikanische Art rel. viele negative Eigenschaften mit. Aber das kann man auch in anderen Artkreuzungen sehen: Wein, Apfel, Kiwi etc.

Das muss man den Schweizer lassen, dank ihnen geht die Sortenentwicklung gut voran.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Helgaimmer am 11. April 2018, 14:55:50
Meinte KLIMAENTWICKLUNG... und DREI!!! Standorte... wer lesen kann ist..., offensichtlich funktionierten die alten Sorten "IRGENDWANN", hat nichts mit IRGENDWO zu tun.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mediterraneus am 11. April 2018, 15:01:27
Möchte keine Werbung machen, ich habe alle alten Sorten aus Amerika und Europa (Mehltau), bei den Johannisbeeren ebenfalls alle holländischen Sorten (kein Fruchtertrag und Verrieseln) gerodet. Habe mir aus der Schweiz nahezu alle Sorten gekauft, und das Leute macht Sinn. Ich ärgere mich nicht mehr mit alten Sorten herum, die mit unserer Klimaentwicklung nicht mehr zurecht kommen. Diese hochgelobte XENIA ist an drei Standorten an Mehltau verreckt ohne Ende. Da half das Spritzen der leeren Geldbörse.... Kauft neue resistente Sorten. Meine bescheidene Meinung.

LG Helga

Na hoffentlich hast du aus der Schweiz keine Alte Sorte mit neuem Namen gekauft.
Mit "Neuen resistenten Sorten" ist das so eine Sache. Bei Wein und auch bei Stachelbeeren sind die neuen Sorten wirklich gut und auch besser als die bisher bei uns bekannten Sorten.
Bei anderem Obst bin ich da vorsichtig geworden. Wäre interessant zu wissen, welche der jetzt "Neuen Sorten" in 50 Jahren noch kultiviert werden und dann als "Alte bewährte Sorte" gelten.  ;) 
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Helgaimmer am 11. April 2018, 15:10:54
Dir ist schon bekannt das dieses Unternehmen eine eigene Züchtungsanlage betreibt? Eine der wenigen in Europa. Warst Du schon mal dort und hast besichtigt? Deine Unterstellungen behalte für Dich wenn Du keine Informationen hast... und komisch dass alle diese Sorten KEINEN Mehltau haben, seit 3 Jahren... und was kümmert mich die Pflanzenwelt in 50 Jahren? Da kann ich mit viel Glück eh nur noch die Wurzeln sehen  ;)

Edit: Abgesehen davon ja seit einigen Jahren auch ein deutsches Unternehmen an der Nordsee  ;) Auch dort wird gezüchtet. Möglicherweise ist dein Weg dorthin kürzer um dies mal zu besichtigen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mediterraneus am 11. April 2018, 15:17:51
Ich vermute, dass es L.bera ist. Falls ja:  Die hatten plötzlich Dinge im Katalog, die es schon Jahre vorher bei andern Anbietern gab. Auch bei den Feigensorten kann irgendwas nicht stimmen. Ich persönlich kann nicht genau auseinanderhalten, was nun eigene Züchtungen sind und was von woanders kommt. Das ist aber jetzt mein persönliches Problem.
Grundsätzlich finde ich Firmen, die selbst züchten, sehr lobenswert. Vor allem ohne Gentechnik und Co.

Wenn du gute Erfahrungen damit gemacht hast, dann ist es doch wunderschön für dich. :-*

Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Helgaimmer am 11. April 2018, 15:47:37
Die Feigen sind Selektionen von Gusti Berchtold, darum auch Gustissimo-Feigen. Ob Züchtung oder Selektion kannst Du im Steckbrief der Pflanzen nachlesen. Diese von Dir benannte Firma züchtet selbst keine Feigen, sie werden nur selbst vermehrt. Eine eigene gezüchtete Sorte wird wie überall angemeldet, geprüft und bestimmt. Aber Du hast teilweise recht bei Weinsorten, da wurden alte Sorten mit neuem Namen verkauft, in kleinen Lettern darunter stand dann der Originalname. Aber auch nie als eigenen neue Züchtung verkauft. Bei den neuen Apfelsorten ist diese Firma unschlagbar, Himbeeren habe ich nur von Selbiger. B-Hörnchen hat ja umfangreich berichtet. Da hab ich keinen Stress mit Schorf oder so einem Glumps... leider kommen eh wieder neue Viren und Pilze... samt "Drecksvieher".

Nichts für Ungut, liebe Grüße
Helga

EDIT: UND nein, ich bin keine Werbefachfrau, und mache hier auch keine Werbung, hab schon gar keinen Namen dieser Firma genannt. Ich bin Hobbygärtnerin aus Österreich und teile hier gerne meine bescheidenen Erfahrungen.

Und wer bitte kauft den neuen "Bayernapfel" Roter Aloisius für den Hobbygarten der nicht mal schorfresistent ist?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mediterraneus am 11. April 2018, 16:01:40
Ist doch gut, wenn es positive Erfahrungen zu den Neuzüchtungen gibt. Dazu gibt es ja dieses Forum.

Ich bin im Laufe der Jahre bloß etwas vorsichtig geworden, denn es gab diese Neuzüchtungen auch schon in vergangenen Zeiten, und heute hört man kaum mehr was davon. Vieles braucht einfach ein paar Jahre zum Testen. (Und Feigen sind mein besonderes Steckenpferd und die Züchtungen von L. waren desöfteren schon Thema ;) )

Bei den Stachelbeeren habe ich schon jahrelang die Spinefree. Achgott, ich glaub schon 15 Jahre. Kleinbeerig, wenige (fast keine) Stacheln, kein Mehltau. Süß und lecker. Um wieder zum Thema zu kommen
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: realp am 11. April 2018, 16:34:17
Ich habe mit L.bera nicht so gute Erfahrungen gemacht. Ich habe vor ca. 5 Jahren alle Pflanzen für einen neu anzulegenden Beerengarten bei Häberli  gekauft. Das ist ein Züchter, der sich auf Beeren u. Obst spezialisiert hat  und alle bei ihm gekauften Beerensorten sind ein grosser Erfolg in meinem Garten: sehr guter Ertrag, guter  Geschmack und keine Macken. 
Und wieder zum Thema: 4 verschied. Stachelbeeren, darunter 2 Hochstämmchen: kein Mehltau und sehr süss. Namen sind leider verloren gegangen...
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 11. April 2018, 16:50:40
Meinte KLIMAENTWICKLUNG... und DREI!!! Standorte... wer lesen kann ist..., offensichtlich funktionierten die alten Sorten "IRGENDWANN", hat nichts mit IRGENDWO zu tun.

ganz ruhig. habe dich schon verstanden, dass kann man aber anders formulieren, manno meter.. . ::)

muss das denn hier so ausarten?
natürlich hat dies mit irgendwann und irgendwo zu tun. vor allem mit irgendwo hat es zu tun. Denn ich habe schon viele wilde Stachelbeeren aus de aus dem Wald in meinen Garten geschafft und habe dort dann gesehen wie der Mehltau die Pflanzen auffraß... wie gesagt Klima ist hier das falsche Wort, Standort ist die bessere Wahl.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 11. April 2018, 17:45:02
Macht den Thread nicht mit offtopic kaputt. Die letzte ernsthafte Frage war die Frage nach Erfahrungen der Deaflora-Sorten. Guckt man sich das Sortiment an, findet man Asthon Red, Badlem Manor, Black Velvet, Careless, Dans Mistake, Early Green Hairy, Gelbe Riesenbeere, Godwin of Wessex, Golden Teardrop, Green Ocean, Ironmonger, King of Trumps, Langley Gage, Maiherzog, Red Bottle, Rote Triumpf, White Eagle, White Lion, Whitesmith.

Das sieht nicht nach Phantasienamen aus, sondern nach alten bis sehr alten englischen Sorten. Und da ist wohl Mehltau das Problem Nr. 1. Wenn "Careless" von 1890 wenig anfällig gegen Mehltau sein soll, scheint es auch reine Europäersorten zu geben, die nicht gleich vom Mehltau gefressen werden. Ich beobachte deutliche Befallsdifferenzen auch an den wilden Stachelbeeren mit ihren erbsengrossen Beeren, die hier teils flächendeckend wachsen. Bevorzugt auf heissen Extremstandorten, riesigen Steinriegeln, wo im Sommer die Südsonne direkt draufbrennt und alles auf über 40° aufheizt. Keine Blattschäden, keine Trockenschäden, kein Sonnenbrand. Deshalb finde ich auch die Aussage des Artikels interessant "Der eigentliche limitierende Faktor für den Anbau einer Stachelbeere ist die Hitze im Sommer". Nicht für die heimischen Wildwachsenden, im Gegenteil.

Interessanterweise wird "rote Triumpf" mit ihrer ranzigen Milch bei Deaflora als historische Ertragssorte für die Grünpflücke bezeichnet. Kann gut sein, dass der Geschmack bei Vollreife von dieser Sorte auch früher schon Zweifel hervorgerufen hat und deshalb Sorte für die Grünpflücke.

Wahrscheinlich probiere ich mal "Green Ocean" aus, im späten Reifebereich fehlt mir noch was. Welche der erwiesen wenig anfälligen Sorten wird denn auch erst im August reif?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Helgaimmer am 11. April 2018, 17:53:37
Lady Late, eine Rote Sorte (fast) dornenlos, Anfang bis Mitte August, resistent, Geschmack eher Durchschnitt, oder Darling, 1-2 Wochen früher aber im Geschmack die Beste der roten Sorten bei mir.

Realp: Du verbreitest hier mit solchen Aussagen kein Wissen. Das ist der Rede wert, wenn Du Häberli als Beeren- und Obstzüchter bezeichnest hast ja wohl keine Ahnung.

Edit: Frag mal b-Hörnchen, ich denke er hat auch eine Darling. Foto by L....a
und ja nochmals, eine EIGENZÜCHTUNG von dieser Firma
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 11. April 2018, 18:16:49
ich denke, die helle Farbe von Careless deutet auch darauf hin, dass  es sich um eine rein europäische Sorte handeln könnte. R. divaricatum ist in der Regel dunkel-rot und somit fallen auch mindestens die f1-Generationen der Kreuzungen rot aus.

Züchterisch interessant, wobei ich denke, dass die Ressistenz komplex seine wird und somit schwer zu vererben, ansonsten hätte man direkt mit Careless weiter züchten können.



Ich beobachte deutliche Befallsdifferenzen auch an den wilden Stachelbeeren mit ihren erbsengrossen Beeren, die hier teils flächendeckend wachsen. Bevorzugt auf heissen Extremstandorten, riesigen Steinriegeln, wo im Sommer die Südsonne direkt draufbrennt und alles auf über 40° aufheizt. Keine Blattschäden, keine Trockenschäden, kein Sonnenbrand. Deshalb finde ich auch die Aussage des Artikels interessant "Der eigentliche limitierende Faktor für den Anbau einer Stachelbeere ist die Hitze im Sommer". Nicht für die heimischen Wildwachsenden, im Gegenteil.


Befallsunterschiede von meinen gesammelten wilden Sorten sehe ich auch. Aber ich habe sie hier nie auf heißen Standorten gesehen. Immer an Waldränder/-Lichtungen auf steinigen Grund (trocken?). Also nie Vollsonne.

Will sagen, dass man hier von Unterarten ausgehen könnte


Realp: Du verbreitest hier mit solchen Aussagen kein Wissen. Das ist der Rede wert, wenn Du Häberli als Beeren- und Obstzüchter bezeichnest hast ja wohl keine Ahnung.


Hat auch keiner gesagt, dass Häberli ein Züchter ist. Wieso du darauf nun jetzt so beharrst, weiß ich nicht. Aber sie vergeben mindestens Züchtungsaufträge bzw. kaufen Züchtungen ein. Dies schafft einen Markt und somit einen erhöhten Anreiz in diese Obstart züchterisch weiter zu arbeiten. Somit tragen die Schweizer zur Züchtung bei. Ende.

Zitat
Als Sortimentsspezialist bietet Häberli seit über 50 Jahren robuste, ertragreiche und aromatische Obst- und Beerenpflanzen an. Häberli pflegt ein Netzwerk mit Züchtern in der ganzen Welt und ist ständig auf der Suche nach den besten Sorten sowie neuen Beeren- und Obstarten. Die jährlichen Neuheiten zeugen indessen von einer hohen Innovationskraft.

Quelle: https://www.haeberli-beeren.ch/

Zitat
Eigene Züchtungsprogramme
Dass wir bei Lubera Züchtungsprogramme für neue Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Heidelbeeren, Stachelbeeren, Erdbeeren, Erstbeeren, vierbeeren, Pointilla® , Äpfel, Birnen, Pfirsiche und Pflaumen und auch für Rosen und viele Blütensträucher betreiben, ist eine jener vernünftigen Verrücktheiten, deren Zustandekommen man sich im Nachhinein kaum mehr erklären kann, die aber das Leben und Geschäft spannend machen.

Es ist verrückt zu züchten, weil es ein riesiger Anspruch und auch eine Belastung für einen Kleinbetrieb ist. Und wir stehen denn auch weit und breit alleine da und betreiben das mit Abstand breiteste private Obst- und Beerenzüchtungsprogramm in Europa.

Quelle: https://www.lubera.com/de/shop/zuechtung.html

Wer vertreibt denn sonst im größeren Stil Beerenobstneuzüchtungen, he?

Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Helgaimmer am 11. April 2018, 18:21:22
Sonnenbrand ist auch bei meinen Sorten ein Thema... Die am halbschattigen Standort liefern eindeutig bessere Früchte und Geschmack als in Vollsonne. Auch ist die Haut weicher. Da bleibt mir wohl im Herbst umpflanzen nicht erspart, im Sommer machen es noch ein paar Sonnenschirme... zum Gelächter meiner Nachbarinnen  :-X
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Helgaimmer am 11. April 2018, 18:40:41
Zitat von: realp link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3064076#msg3064076 date=1523457257]
Ich habe mit L.bera nicht so gute Erfahrungen gemacht. Ich habe vor ca. 5 Jahren alle Pflanzen für einen neu anzulegenden Beerengarten bei Häberli  gekauft. Das ist ein Züchter, der sich auf Beeren u. Obst spezialisiert hat  und alle bei ihm gekauften Beerensorten sind ein grosser Erfolg in meinem Garten: sehr guter Ertrag, guter  Geschmack und keine Macken. 
Und wieder zum Thema: 4 verschied. Stachelbeeren, darunter 2 Hochstämmchen: kein Mehltau und sehr süss. Namen sind leider verloren gegangen...

Geht lesen noch Herr "Mod"? In Fachkreisen bezeichnet man diese Tätigkeit von Häberli als Selektionieren.. wohl etwas anderes als Züchten...
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Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wurmkönig am 11. April 2018, 19:09:43
Die letzte ernsthafte Frage war die frage nach Erfahrungen der Deaflora-Sorten.
Ich habe auch 4 Lub. Sorten - süss war meines Erachtens keine einzige von denen. Von Deaflora habe ich letztes Jahr Golden Teardrop, Gunner (wird heuer nicht mehr angeboten) und Rote Triumpf bekommen. Die wachsen unter einer Hauszwetschge neben einer Gartenmauer - da waren auch ein paar Früchte drauf, aber die haben die Vögel geholt. Mehltau habe ich auf keiner einzigen entdeckt, bei mir ist es wohl zu nass.

Brrrr, das mit der ranzigen Butter ... (aber die Mongolen trinken bekanntlich ihren Tee damit und finden es super).
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 11. April 2018, 20:10:56
Interessanterweise wird "rote Triumpf" mit ihrer ranzigen Milch bei Deaflora als historische Ertragssorte für die Grünpflücke bezeichnet. Kann gut sein, dass der Geschmack bei Vollreife von dieser Sorte auch früher schon Zweifel hervorgerufen hat und deshalb Sorte für die Grünpflücke.


Grünpflücke ist doch für die Konservenindustrie. Ich meine dass man Stachelbeeren für die Konserve immer (oder zu mindest meistens) unreif geerntet werden. Somit war die Sorte eigentlich vielleicht nie für den Frischgenuss vorgesehen. Ähnlich wie die Ben-Sorten der schwarzen Johannisbeere. Die sollen in England auch für den Pharmaindustrie gezüchtet worden sein, um gewisse Stoffe daraus gewinnen zu können. Daher sind sie geschmacklich auch eher schlecht.

Geht lesen noch Herr "Mod"? In Fachkreisen bezeichnet man diese Tätigkeit von Häberli als Selektionieren.. wohl etwas anderes als Züchten...
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Zitat
Klassische Züchtungsmethoden
Auslese- oder Selektionszüchtung

Die Auslesezüchtung ist die älteste Form der Pflanzenzüchtung. Bereits vor ca. 10.000 Jahren begannen die Menschen, aus Wildgetreidearten bei wiederholten Anbau die ertragreichsten Pflanzen auszuwählen und gezielt weiter zu vermehren.[1]

Bei der Auslesezüchtung wird ein relativ großer Pflanzenbestand als Ausgangsmaterial benötigt, in dem das Merkmal, auf das selektiert werden soll, enthalten sein muss.[1] Man beginnt mit dem Anbau von Genotypengemischen (vorh. genetische Linien, auch Wildpflanzen). Aus dem Ausgangsbestand wird durch gemeinsame Abblüte Saatgut erzeugt, aus den daraus hervorgehenden Pflanzen werden die Individuen mit vorteilhaften Eigenschaften ausgewählt (Zuchtwahl, Massenauslese). Oft folgt eine erneute gemeinsame Abblüte dieser Pflanzen. Schließlich werden Saaten der besten Pflanzen isoliert vermehrt. Nach mehrfacher Wiederholung des Vorgangs und weiterer Auslese bleiben in Bezug auf das zu selektierende Merkmal fast reinerbige (homozygote) Pflanzen mit den gewünschten Eigenschaften übrig.

Bei der Auslesezüchtung unterscheidet man zwischen negativer und positiver Massenauslese. Bei der negativen Massenauslese werden Pflanzen, die dem Zuchtziel nicht entsprechen, von der weiteren Vermehrung ausgeschlossen. Sie kommt vor allem bei der Erhaltungszüchtung zum Einsatz, bei der einmal erreichte Eigenschaften bei der weiteren Vermehrung der Sorte erhalten werden sollen.[1] Bei der positiven Massenauslese werden dagegen für die Vermehrung diejenigen Individuen ausgewählt, die dem Zuchtziel am besten entsprechen.[1] Häufig wird in der Praxis eine Kombinationen aus positiver und negativer Auslese angewendet.

Der Übergang zwischen der Selektions- und der Kombinationszüchtung ist fließend. Bei selbstbefruchtenden Pflanzen, wie z. B. Gerste, Bohne oder Erbse sind statt der gemeinsamer freien Abblüte auch Kreuzungen von Hand erforderlich. Sind geeignete Pflanzen erzeugt worden, führt dieses Verfahren dann schnell zum Zuchtziel.

Statt der gemeinsamen freien Abblüte kann auch bei fremdbefruchtenden Pflanzen, wie z. B. Roggen oder Mais, eine manuelle Befruchtung der Blütenstände vorgenommen werden. Später werden nur Saaten von Pflanzen mit bestem Ertrag und/oder bester Qualität weiterverwendet.

Die Auslesezüchtung ist eine einfache Möglichkeit der Züchtung neuere Pflanzensorten. Da aber stets zahlreiche Generationen notwendig sind ist sie sehr langwierig.[1]

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenz%C3%BCchtung#Auslese-_oder_Selektionsz%C3%BCchtung

(War zu faul das Wikizitat zu kürzen, sorry für die Länge) ;D ;D

 :-X ::) ;D

Kann es sein, dass ich dich auch unter dem Synonym "Gartenoma" kenne? Mit diesem Member habe ich ähnliche Diskussionen geführt.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: kaliz am 11. April 2018, 20:41:54
Leute, bitte! Schlagts Euch die Köpfe wo anders ein.

Das mit den wilden Stachelbeeren finde ich spannend. Ich wusste bis jetzt gar nicht, dass es bei uns eine Wildform der Stachelbeere gibt. Hab ich noch nie gesehen. Schauen die aus und schmecken wie ganz normale Stachelbeeren oder gibt es da große Unterschiede?

Bei mir im Garten habe ich zwei Hinnonmäki röd, deren Beeren ich sehr lecker finde.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 11. April 2018, 20:45:05
Macht den Thread nicht mit offtopic kaputt. Die letzte ernsthafte Frage war die Frage nach Erfahrungen der Deaflora-Sorten. Guckt man sich das Sortiment an, findet man Asthon Red, Badlem Manor, Black Velvet, Careless, Dans Mistake, Early Green Hairy, Gelbe Riesenbeere, Godwin of Wessex, Golden Teardrop, Green Ocean, Ironmonger, King of Trumps, Langley Gage, Maiherzog, Red Bottle, Rote Triumpf, White Eagle, White Lion, Whitesmith.
Ja zurück zu den Stachelbeeren.
Ich liebe ja die "haarigen" Früchte, leider unter den neuen Sorten gar nicht zu finden.
Seit letztes Jahr schleiche ich um die Early Green Hairy und Green Ocean rum und weiß nicht ob bestellen oder nicht.
Hat schon Jemand diese Sorten im Garten und kann davon berichten?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wild Obst am 11. April 2018, 20:46:45
Wilde Stachelbeeren habe ich bei mir in Steinriegeln und Hecken auch recht viele. Bei mir eigentlich nie vollsonnig, weil auch die Steinriegel mit Haselnuss und Bäumen bewachsen sind. Früchte habe ich an denen selten bewusst wahrgenommen, wenn waren es wenige und sehr kleine. Vom Wuchs her sind sie deutlich kleiner als Kultursorten, die Triebe schaffen meisten gerade so 50 cm. Auch die Blätter sind eher klein so 1-2 cm. Und sie sind richtige Stachelmonster, dagegen ist Invicta glatt!
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 11. April 2018, 20:54:18
Der Wuchs ist meist gedrungener, fasst kriechend. Meist stärker und feiner bedornt. Beeren sind grün und so groß, wie große Johannisbeeren. Es gibt im Geschmack innerhalb der wilden Pflanzen schon zum Teil deutliche Unterschiede. Man muss schon schmackhafte Pflanzen suchen. Es gibt auch Unterschiede im Blatt. das Blatt ist kleiner. Bei den modernen (Kultursorten) Sorten wurde die R. divaricatum hinein gekreuzt. Mit ihr kamen andere Blattformen. Da bin ich selber dabei Unterschiede erkennen zu lernen. Aber es lohnt sich immer mal wilde Sorten zu probieren (Vorsicht Bandwurmgefahr)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 11. April 2018, 20:58:18

Ich liebe ja die "haarigen" Früchte, leider unter den neuen Sorten gar nicht zu finden.

Versuch mal Karlin, die ist haarig. Ich mag die.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wurmkönig am 11. April 2018, 21:12:19

Ähnlich wie die Ben-Sorten der schwarzen Johannisbeere. Die sollen in England auch für den Pharmaindustrie gezüchtet worden sein, um gewisse Stoffe daraus gewinnen zu können. Daher sind sie geschmacklich auch eher schlecht.

Hast du da was über Inhaltsstoffe wo man sie vergleichen könnte? Ich wollte mir einige Ben-Sorten zulegen, als reine Verarbeitungsfrüchte - die englischen Sorten funktionieren bei mir ganz gut.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 11. April 2018, 21:27:16
Ich wusste bis jetzt gar nicht, dass es bei uns eine Wildform der Stachelbeere gibt. Hab ich noch nie gesehen. Schauen die aus und schmecken wie ganz normale Stachelbeeren oder gibt es da große Unterschiede?

Im Thread hab ich glaub ich schon einiges geschrieben incl. Bilder. Ergänzend zu den Beobachtungen von Rib-Huftier: Farbe ist durchaus variabel, aber hauptsächlich golden. Reines Braunrot wie bei den Kultursorten gibts nicht. Alle behaart und die Pflanzen höllisch stachelig. Fiese Stacheln, dünn, aber lang und übel piksend. Die Geschmacksbandbreite ist zwar verhältnismässig gross, aber der Zuckergehalt ist nach meinen Messungen mit dem Refraktometer überall ähnlich und höher wie bei Kultursorten. Insgesamt ist das Aroma aber nicht stark, viele Sträucher bringen neutralsauer schmeckende Früchte. Sauer, weil der höhere Säuregehalt den ebenfalls höheren Zuckergehalt geschmacklich übertönt. Reife generell spät, ab Ende Juli. Es gibt Stellen, da wachsen sie dicht an dicht, da werden es Bodendecker. Die Sträucher auf den heissen Steinriegeln fruchten besonders willig. Vielleicht auch Stresszeichen? Da sie bis Nordafrika wild wächst und unsere Gartenstachelbeere sich von England aus nach Europa verbreitet hat, nehme ich an dass es einige genetische Variationen in Europa gab, z.B. mit mehr Hitzetoleranz.

Aber vermutlich hat die "moderne" Züchtung ähnlich wie bei Äpfeln sich weitgehend auf dieselbe Elterngruppe gestützt, Wildformen einzukreuzen ist wesentlich mühsamer weil das einen mehrstufigen Kreuzungsprozess benötigt, bis sich die erwünschten Eigenschaften halbwegs kombinieren.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 11. April 2018, 21:44:00
Ich bräuchte mal etwas Beratung. Unserem Garten fehlen Stachelbeeren, was ich ändern möchte. Nach Rumlesen im Forum hatte ich mich u.a. für die Süße Lea entschieden, finde aber keine wirklich gute Bezugsquelle,
Meine süßen Leas stammen vom Grünen Gartenshop und sind - kaum zu glauben, aber wahr - tatsächlich Süße Leas! Ich habe 2 x bei denen Süße Lea bestellt und beide Male kam die richtige Sorte - erstaunlich! Vielleicht sind sie einfach bei Stachelbeeren besser drauf?
Irgendwie scheint da eine Art Personalunion zu bestehen zwischen dem Grünen Gartenshop und der Baumschule Krämer, welche meines Wissens die Sorte gezüchtet hat.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 11. April 2018, 21:59:46
Lady Late, eine Rote Sorte (fast) dornenlos, Anfang bis Mitte August, resistent, Geschmack eher Durchschnitt, oder Darling, 1-2 Wochen früher aber im Geschmack die Beste der roten Sorten bei mir.

Ich habe diese zwei Sorten auch und kann deine Geschmackserfahrung voll bestätigen. Die Darling ist die beste rote Strachelbeere, die ich je probiert habe.
Alte Engländer hab' ich mir letztes Jahr auch von Deaflora kommen lassen, Careless, Langley Gage und White Eagle - kamen krank mit Schädlingen. Eine Probierfrucht der Langley Gage war ziemlich abtörnend - also da ist noch viel Luft nach oben... .
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: kaliz am 11. April 2018, 22:47:58
Danke für die vielen Infos zu den wilden Stachelbeeren. Ich lerne gerne Neues dazu.  :D
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 12. April 2018, 00:13:26
@Wurmkönig: Ich schau mich mal für dich um. Ich werde es dann im entsprechenden Thread posten. Ich werde schon was finden. :)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 12. April 2018, 13:58:57
Wie man entweder hier im Faden oder woanders im Board nachlesen kann, bin ich letztes Jahr auch Besitzer einer süßen Lea geworden. Die gut verpackt und mit so einigen Früchten dran hier ankam. Habe ein paar entfernt und den Rest reifen lassen. Und dann mit anderen auf meinem Balkon stehenden Sorten wie Hinnonmäki rot und Spinefree verglichen.
Und ich muss sagen, das ich positiv überrascht wurde von der Lea. Und zwar von der Dauer des Geschmacks, ich nenne es mal Sinuskurve, also vom ersten zerbeißen im Mund bis zum Zustand, das der Geschmack einer Beere wieder abgeklungen ist. Da hat die Lea die beiden anderen glatt abgehängt, man könnte sagen: sie schafft es irgenmdwie 2..3 sekunden länger anhaltenden Geschmack, Aroma..wie immer man das auch benennen will.. im Mund zu erzeugen. Hat mich ziemlich beeindruckt, das da solche Unterschiede sein können. Da ich zeitgleich auch feststellte, das die Hinnonmäki trotz Vollreife einen süßen Kern mit dank relativ dicken Haut: leicht säuerlicher Umhüllung drumrum hat, trennten sich dieses Jahr ihre und meine Wege.
Ich bin zur Zeit auch intensiv dabei, mich mit den diversen sonstigen und evt. schwerer zu findenden Sorten zu befassen. Für mich als Balkongärtner ist es auch ziemlich wichtig, eine relativ große Stachelfreiheit oder zumindest stark auf den unteren Pflanzenbereich begrenzte Stacheligkeit zu haben.

Ich liebeugel auch durchaus damit, mir eine 2te Lea anzuschaffen. Nur ist es so, das die Buschvarante bei Krämer direkt seit zig Wochen auf nicht verfügbar steht, ich aber keine Stammversion möchte. Im weiter oben erwähnten grünen Shop gibt es sie zwar als Busch verfügbar, rechnet man da allerdings Pflanze und Porto zusammen, dann kostet es etwas mehr als bei Krämer - was für mich auch eindeutiges Indiz gegen die weiter oben erwähnte Personalunion ist.
Davon ab hab ich auch schon 2 oder 3 weitere Shops gefunden, die die Lea in der Angebotsliste führen. Meiner Beobachtung nach auch sauber dokumentiert bzw. unverfälscht mit der Aussage / Info, das die Lea eine Selektion aus dem Jahre 2002 ist, genauer von Rolf Krämer.
Falls wer Interesse hat: bei Dehner gibts diese Woche Stachelbeeren im Sonderangebot, zumindest im örtlichen stehen auch Xenia und Tatjana herum, was komischerweise im Online Webshop (Stand gestern) so nicht ersichtlich / angeboten ist.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 12. April 2018, 14:12:55
Ist sie bei dir auch so mehltaufest? In all den Jahren und an den verschiedenen Standorten hatte die bei mir noch nie Mehltau.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 12. April 2018, 14:28:51
Da würde ich mich aus dem Fenster lehnen, wenn dazu ja oder nein sagen würde.
Denn es ist so: die erwähnte Hinonmäki & Spinefree stehen / standen beide schon etwas über 1 Jahr länger hier als die Lea - und ich hatte bei allen 3 nichtmal ansatzweise Mehltauprobleme.
Dieses Jahr, dank spritzen mit Spruzit aber schonwieder beseitigt: gab es aber ziemlich starken Befall von Blattfressenden Räupchen.
Die hatten sich ausgerechnet die Lea als erstes Zielobjekt auserkoren, die Spinefree hatte aber auch ein paar dran sitzen..

Aufgrund der erwähnten was dickeren Haut der Hinon habe ich mir inzwischen eine Invicta zugelegt, Xenia stand auch zur Debatte, die ist aber seit 10 minuten wieder außen vor, da eine glaubhafte Info bezüglich vorhandener erhöhter Sonnenbrandgefährdung bei der gelesen habe. Auf die Art hab ich auf meinem reinen Südbalkon auch schon ne Captivator verloren.
Evt greif ich auch noch bei Tatjana zu, da recherchiere ich aber noch...
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 12. April 2018, 15:18:22
Wenn dein Standort für wenig Mehltauanfälligkeit sorgt, könntest du den Versuch mit den alten englischen Sorten wagen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 12. April 2018, 15:21:10
Ihr seid schuld, ich habe mir jetzt noch eine Stachelbeere - die o.g. Haarige - bestellt.....
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 12. April 2018, 20:33:52
Welche?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 13. April 2018, 11:49:45
Keine Werbung von mir, dennoch interessant:

Da die Stachelbeere lange als Stiefkind vernachlässigt worden ist, kommt Schwung in die Züchtungsarbeit (und ja, es sind wieder die Schweizer  ;D). Das, was bei Brombeeren und Himbeeren schon länger gelungen ist, scheint es nun bei der Stachelbeere funktioniert zu haben: Die komplett dornenlosen Stachelbeeren. Genau wie bei der Brombeere, so stelle ich mir nun bei dem Wort "Stachelbeere" nun die Frage, ob der Name noch richtig sein kann? (Etymologie von Brombeere -> mittelhochdeutschen "Brame" steht für "Dornengebüsch". So kann man zB sagen, das der Weißdorn auch eine Brame oder Brom ist) Irgendwie weiche ich vom Thema ab...

Dieses Video wurde heute veröffentlicht: Video
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 13. April 2018, 12:02:37
@ Elro - ich habe die 'Karlin' bestellt. Allerdings stand da, dass die wenig Säure hat, wenn es zu wenig ist, dann wäre es auch schade. Aber da ich vor allem Hochstämmchen habe, ist da immer mal was zu ersetzen....
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 13. April 2018, 13:37:05
Ich habe mir inzwischen bei Dehner eine Tatjana geholt und aus der örtlichen Baumschule eine Relina und eine Redeva. Beide standen schon seit dem Vorjahr dort, sind entsprechend größer geworden, kosteten aber immernoch den alten Preis ;-)
Letztere vor allem wegen ihrer besonderen Wuchsform, sie hat (nur) 3, teils sehr lange Ruten ohne nennenswerte Verzweigung entwickelt und ich plane daher, das für Erziehung zur Säule zu nutzen.
Mehr Sorten werden es erstmal nicht werden, Stellplätze sind nun gefüllt und ich bin sehr gespannt auf diverse Geschmackserlebnisse Mitte des Jahres ;-)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 13. April 2018, 13:53:27
...komplett dornenlosen Stachelbeeren...

Für mich und übern großen Kamm geschert, sah das intuitiv bisher eher so aus: Zunehmend weggezüchtete Stachelligkeit = in selben Maß weniger werdendes Aroma. Von seltenen Ausnahmen abgesehen. Wohlgemerkt: Aroma, ich meine nicht die Menge an geliefert werdendem Zuckergehalt. Pappsüß ist nicht dasselbe wie aromatisch.
Sollte das (inzwischen) nichtmehr so sein bzw. sozusagen in den Griff gekriegt worden sein, fände ich das spannend.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Helgaimmer am 13. April 2018, 14:25:26
Danke für die Information und neue Erkenntnis, hat mir sehr weitergeholfen Herr Tigga

Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 13. April 2018, 14:54:08
Also mir sind noch keine komplett stachellosen Stachelbeersorten untergekommen, wie du jetzt auf einen Zusammenhang zwischen Dornenlosigkeit und Aroma/Geschmack kommt, weiß ich jetzt nicht :)

Will jetzt nich behaupten dass es nicht sowas gäbe, aber ist es nicht ein wenig zu früh so etwas zu sagen? Die Anfangsproblematik bei den Brombeeren wurde auch behoben.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 13. April 2018, 14:59:58
Wer issn dieser " ihr" ? Und wenn du bisher keine langsam aber sicher zunehmende Reduzierung von Aroma je stärkerer Stachellosigkeit feststellen konntest, na dann sei doch froh.
Ansonsten darfst du auch gerne die Stelle aufzeigen, an der ich von komplett stachellosen Stachelberen schrieb bzw. deren Existenz behauptet hatte. Das züchterische Ziel zu haben, mehr oder weniger demnächst auf nullkommanull Stacheln zu kommen (siehe dein Lubbi-Video-Lobpreiser) ist schließlich nicht die Aussage: GIBT es schon anders bzw. mit immernoch und weiterhin superviel Aroma ??
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 13. April 2018, 15:06:51
Sorry mit dem "ihr", es ist weg (Ich hatte Inga im Hinterkopf, die deine Vermutung/ deine Beobachtung als Tatsache (meine Vermutung) auffasste). Nein, es gibt doch genügend Sorten mit Stachel ohne ein gutes Aroma. Es gibt aber nur wenige Stachelarme/lose Sorten. Erst wenn es eine große Reihe an solchen Sorten gibt, die dann auch im Aroma schlecht sind, kann man schon eher diesen Zusammenhang aufbauen oder nicht?

Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 13. April 2018, 15:16:15
Mag sein es gibt auch bei den (sehr)stacheligen welche mit nur (sehr) geringfügig ausgeprägtem Aroma.
Was aber nix damit zu kriegen hat, das es dennoch so sein könnte, das bei der Menge X an minder bis kaum noch bestachelt gezüchteten / selektierten noch ne ganze Ecke mehr an aromaschwachen Kandidaten erzeugt wurden, grade WEIL jenes den Focus auf so gut es nur irgend geht die Stacheln eleminieren, einher geht und ging mit: gleichzeitiger Aromareduzierung.
Quasi ne Art automatische Zwangsjacke: will man die Stacheligkeit zurückdrängen, kriegt man von ganz alleine und unerwünscht derbe Probleme, hat es ziemlich schwer, sich erfolgreich dagegen zu wehren, das Aroma nicht gleich mit weg zu reduzieren / verlieren. Nun verstanden, wie meine These aussieht ?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Roeschen1 am 13. April 2018, 15:31:22
Dasselbe findet man bei dornenlosen Brombeeren. Ich habe noch keine aromatische gegessen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 13. April 2018, 15:32:14
Ja, mag sein das du Recht hast. Es gibt auch genügend Beispiele, wo dies zutrifft, keine Frage. Für mich wäre diese Vermutung noch zu früh. Lassen wir die Schweizer erst mal arbeiten :)

Ich denke, dass dies "Zwischensorten" sind, also Sorten, wo man sich auf bestimmte Eigenschaft konzentriert. So wie bei den Säulenäpfel oder den rotfleischigen Äpfel. Dort gab es auch erst geschmacklich schlechte Sorten, weil man sich eher auf die neue Eigenschaft konzentrierte. Scheinbar geht Lubera in die Züchtung der Eigenschaft einen Schritt weiter. Weiß einer von euch, wie die stachelarmen Sorten von Lubera im Geschmack sind?

Lubera hat auch ganz andere Möglichkeiten in der Züchtung, als eine Universität oder ein Privatmann. So ist Lubera in der Lage schneller in der Züchtung von Sorten voran zu kommen, denke ich.

Dasselbe findet man bei dornenlosen Brombeeren. Ich habe noch keine aromatische gegessen.

Ich denke, da kann dir Tester32 weiter helfen. Der kennt sich dort sehr gut aus.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 13. April 2018, 15:34:59
Nein weiß ich nicht. Und meine Planungen, erstmalig Käufer bei Lubera werden zu wollen, sind nachwievor und absichtlich begrenzt.
Zu früh finde ich meine Vermutung ehrlich gesagt nicht. Ich sehe es eher ähnlich wie du: so ganz allmählich und im Lauf von vermutlich weiteren 3 bis 4 Jahren, dürfte damit zu rechnen sein, das sich die momentanen zarten Ansätze / erste beachtenswerte Erfolge, das sich nämlich über 85% stachellos mit dennoch viel bis sehr viel Aroma paaren lässt, weiter ausgebaut werden werden.
Meiner Ansicht nach, hat es alleine schon mehrere Jahre gedauert, bis da wirklich ernst zu nehmende stachellos Erfolge bei rauskamen / der momentane Stand erreicht wurde..
Trauen tue ich den div Weerbetexten und (von dir verlinkten) Videos, DAS jene mind. 85% stachelos + mind. 85% erhalten gebliebenes Aroma erreicht wurden, noch längst nicht..
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Helgaimmer am 13. April 2018, 15:38:57
Ich habe u.a. die Darling, mit Stacheln und die Beste die ich essen durfte. Was stören mich da Dornen? Da bin ich mal auf die beiden neuen Sorten der Sanddorn von Lubera gespannt, weniger Wuchs, weniger Dornen, frühere Reife, größere Früchte... na dann macht Euch nächstes Jahr für eine firmenspezifische Sortendemo bereit. 
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Helgaimmer am 13. April 2018, 15:39:32
Nein weiß ich nicht. Und meine Planungen, erstmalig Käufer bei Lubera werden zu wollen, sind nachwievor und absichtlich begrenzt.

Macht ja nichts, dann kauf wo anders
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 13. April 2018, 15:43:56
Wie weiter oben zu lesen: anderweitig kaufen hab ich schon umgesetzt, Bedarf bis auf weiteres gedeckt ;-)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Helgaimmer am 13. April 2018, 15:48:22
Mit Stecklingen könnte ich noch aushelfen ;-) Aber glaublich, zumindest öffentlich hier nicht legal....  :-\
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 13. April 2018, 15:55:52
Stachellosigkeit hat sicher keinen direkten Zusammenhang mit Geschmack. Indirekt vielleicht schon: Sicherlich verengen dornenlose Stachelbeerzüchtungen die genetische Bandbreite weiter. Wenn für solche Züchtungen immer die wenigen bekannten Mutanten mit weniger Stacheln verwendet werden und die geschmacklich nicht der Brüller sind, dann ist auch für deren Abkömmlinge wenig zu erwarten.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Helgaimmer am 13. April 2018, 16:00:47
Verhält sich aus meiner Sicht ähnlich wie bei Tafeltrauben, also deinen Post CY kann ich nicht folgen.. Und Du glaubst die Herren der Züchtung schlagen sich die Jahre mit "Nichtbrüllern" um die Ohren? kopfschüttel bei deinem Beitrag Herr Mod
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 13. April 2018, 16:05:15
Mit Stecklingen könnte ich noch aushelfen...
Mal davon abgesehen, das du nun nichts davon geschrieben hast, von welcher Sorte die denn wären / sein könnten: im Punkt von der von dir erwähnten Sorte Darling wäre ich da sogar nicht völlig abgeneigt. Nur....wohin dann damit auf meinem Balkon, ohne was anderes zu Gunsten davon einzuschränken, zurück zu schneiden oder gar ganz hinmaus zu werfen .. ? ;-)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Helgaimmer am 13. April 2018, 16:07:54
Wie wärs mit Selektionieren ;-)  :P
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 13. April 2018, 16:12:25
*schmunzel* kann man Stachelbeeren nicht auch pfropfen oder so...nen Mehrsortenbusch wäre evt. ne echte wenn nicht DIE Marktlücke ??  ;-)

Aber du hast schon Recht. Letzten Endes und knallhart betrachtet wird da bei den diesjährig und erstmalig von mir erworbenen Sorten sehr wohl ein aussieben passieren, denn wie weiter oben geschrieben ist ja z.B. die Hinnonmäki wegen "nicht Gefallens" entfernt worden..
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Helgaimmer am 13. April 2018, 16:14:58
Leider hat mein Propfen auf Goldjohannisbeere als Stämmchen noch nie funktioniert. Aber so Stecklinge.... wären ja nicht so das Problem. Und sorry, mit diesen alten Sorten habe ich nichts mehr gemeinsam, wie vor erwähnt... Bei Xenia, hatte ich nach 3 Jahren keine einzige Frucht an 3 Büschen. Läuse und Mehltau... da vergeht einem der Gartenspaß
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 13. April 2018, 16:26:38
Jepp, verstehe ich. Wo wir davon schreiben ist mir eingefallen, das ich vor längerem auch mal nervige Probleme mit ner Johannisbeere hatte, weil von ner in der Nähe stehenden Maulbeere "deren" Läuse zur Johannisbeere wechselten und sich dort "wohl" zu fühlen schienen.. Und die würden sicher keinen Unterschied zu ner Stachelbeere sehen.
Aber zurück zum Thema, ich sehe da leicht das Problem für mich, das noch unbewandert bin mit Stachelbeervermehrung mittels Stecklingen. Müsste mich da erstmal einlesen, denn mich würde es ziemlich stören, da Stecklinge zu "töten".
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Helgaimmer am 13. April 2018, 16:34:21
B-Hörnchen hatte ja die gleichen Umstände wie ich bei den LUB-Sorten und toll beschrieben. Rosasport ist bei den Johannisbeeren ein Kult und eine der besten Sorten, aber auch ich hatte sie mit groben Mitteln spritzen müssen, und auch 2 Jahre auf Triebwachstum und Ernte verzichten müssen. Doch seit 2016 haben sie das gehalten, was in der Sortenbeschreibung von LUB steht.

Edit: Leider auch mit Stecklingen schwer zu vermehren, eher nur über Abmoosung bzw. Absenker. Komisch, das die besten Sorten sich meistens auch schwer vermehren lassen, ABER Da kann bestimmt CY einen Beitrag leisten.  ;D
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 13. April 2018, 16:45:38
Ich, denke die Züchtung der stachellosen Stachelbeeren hat auch einen zweiten Grund. An Lubera hängt noch eine zweite Firma von Herrn Kobelt (ich komme jetzt nicht auf den Namen). Diese vertreibt Pflanzenzüchtungen für Obstbauern. Eine Stachellose Stachelbeere [SLSB] kann viel einfacher per Hand und per Maschine beerntet werden. Das könnte sich finanziell zweimal für Herrn Kobelt lohnen.

Mir fiel ein, dass ich unten auch so etwas wie eine stachelarme Stachelbeere [SASB] habe. Ein Findling, der jetzt seine Blüten öffnent. Aber die Beeren sind sehr klein. ich denke da hat sich eine Gartenstachelbeere mit einer Wilden gekreuzt. Aber dennoch interessant.

Und Du glaubst die Herren der Züchtung schlagen sich die Jahre mit "Nichtbrüllern" um die Ohren? kopfschüttel bei deinem Beitrag Herr Mod

Meinst du mich schon wieder damit? Muss das denn jetzt wieder weiter gehen? ::) Wenn du etwas an meiner Meinung zu kritisieren hast, dann bitte höflich und konkretisiere das was dich stört, dann können wir es in Ruhe Diskutieren.

Hier ein Bild de Stachelbeere, die ich meine.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Helgaimmer am 13. April 2018, 16:50:07
Nein, Du bist ja kein Mod. Gentechnisch scheint es so das stachelarme Züchtungen sich offensichtlich geschmacklich wie die kernlosen Tafeltrauben verhalten, so meinte ich das. Die zweite Firma von Herrn Kobelt gemeinsam mit seinen beiden "Apfelzüchterfreunden" beschäftigt sich rein nur mit Obstgehölzen, nicht mit Beeren. 
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 13. April 2018, 17:04:10
Nein, Du bist ja kein Mod.
Wen hast du dann damit angesprochen?

Kennt jemand den Namen der Firma für Großkunden?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 13. April 2018, 17:13:28
Tja..das ist wirklich nen schwieriges Thema, was ist bei Stachelbeeren denn "schon" alt und was noch nicht. Grundsätzlich verfechte ich, gut möglich auch aufgrund heute nicht mehr tragenden aber dennnoch noch vorhandenen sentimentalen Teenagererfahrungen, die These, das sich unsere Omas und Opas schon was dabei dachten, weshalb gewisse Sorten "behalten" wurden bzw. weswegen sie für gut befunden wurden.
Betrachtet man z.B. die hier schon mehrfach beschriebene süße Lea, dann würde ich sagen, das die aufgrund der Daten, das sie 2002 selektiert wurde, gut möglich noch ein paar Jahre älter ist. Und, wie ich schon schrieb: zumindest meiner Zunge nach haut sie auch heute noch mächtig rein mit ihren inneren Werten. Ist die nun schon alt oder noch jung ? ;-)
Andersrum: ich hab mir, wie geschrieben, die Tage eine Invicta geholt. Nachschlagen hat inzwischen ergeben, das sie a: wohl seit 4 Jahrzehnten auf dem Markt ist, also wirklich als alte Sorte zu bezeichnen ist und b: man sie wohl tendenziell eher als Marmeladen-Stachelbeere einstufen sollte, da sie soweit gelesen eher in Richtung leicht säuerlich bleibend geht.
Was für mich die Frage aufwirft: was wäre diese Darling Sorte eigentlich ? Snack vom Strauch in den Mund Beere oder (auch) Marmelade ? Weil richtig süße Stachelbeere + haltbar machender Zucker gut möglich zuviel des guten ?
Kiloweise Stachelbeeren zu snacken ist sicher auch bei noch so viel Aroma irgendwann nicht mehr jedermans Sache ;-)

Hab grade mal Preise von Sorte Darling nachgeschlagen...bei Amazon oder Lunbera direkt....äähh..ja...Luxusstachelbeere oder so ?  *fg
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 13. April 2018, 17:15:54
Wen hast du dann damit angesprochen?

Siehe das Namenskürzel Cy in ihrem Beitrag = logischerweise war cydorian gemeint ;-)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 13. April 2018, 17:21:14
Ahh danke, mit Cy konnte ich jetzt nichts anfangen. Danke. Gut, dann ist von mir aus alles mehr oder weniger knorke.

Ich sehe das so:

Alte Sorten: reine europäische Sorten
neue Sorten: kreuzungen mit der amerikanischen Art.

Da heute keine rein europäische Sorte gezüchtet wird halte ich dies für sinnvoll.

Ja, Lubera hat schon gute Preise. Das schreckt mich auch oft ab.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 13. April 2018, 19:05:00
Habe mir nun mal die Sorte Nibbling und die Darling in den Amazon Warenkorb gelegt. Scheinbar ist Nibbling der Nachfolger von Darling, jedenfalls zeigt Amazon an, das erstere seit 2017 und zweitere schon seit 2016 zum Verkauf eingestellt wurde. Komischerweise haben beide wohl auch dieselben "Eltern"
Beide aber nur als Merkhilfe abgelegt, ernsthafte Bestellabsichten hege ich nicht. Amazon ist im Punkt, sowas nicht zu löschen, sondern monatelang für einen aufzuheben, nämlich richtig gut ;-)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: floXIII am 13. April 2018, 20:10:35
Habe mir nun mal die Sorte Nibbling und die Darling in den Amazon Warenkorb gelegt. Scheinbar ist Nibbling der Nachfolger von Darling, jedenfalls zeigt Amazon an, das erstere seit 2017 und zweitere schon seit 2016 zum Verkauf eingestellt wurde. Komischerweise haben beide wohl auch dieselben "Eltern"
Beide aber nur als Merkhilfe abgelegt, ernsthafte Bestellabsichten hege ich nicht. Amazon ist im Punkt, sowas nicht zu löschen, sondern monatelang für einen aufzuheben, nämlich richtig gut ;-)
Nibbling blüht hier gerade, da wirds ne Menge Beeren zum verkosten geben, kann dann hier gerne über den Geschmack berichten. Außerdem wird auch Lady Sun erste Früchte liefern. Bewähren müssen sie sich gegen Rexrot und einen Sämling von Hinnonmäki Gelb. Während ich die Hinnonmäki einfach nur langweilig finde und schon aus dem Garten wieder verschwunden ist, sind die Früchte des Sämlings wesentlich besser. Dafür ists halt ein Stachel- bzw. Dornenmonster  ;)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 13. April 2018, 20:46:26
Kennt jemand den Namen der Firma für Großkunden?
Vielleicht ist hier die "Fruture GmbH" gemeint, die Beat Lehner, Thomas Hungerbühler und Markus Kobelt gegründet haben?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 13. April 2018, 21:26:38
Ich hatte letztes Jahr meiner Nichte die stachellose Stachelbeere Larell geschenkt, mal sehen ob sie dieses Jahr trägt dann will ich mal zum verkosten hinfahren. Die Pflanze hat an keinem Trieb auch nur ein Dörnchen.

Apropos Lubera, ich war heute Abend in einem Gartencenter und sah die gelbe Sorte Lady Sun für schlappe 7,99 und der Busch war riesengroß(60-70 hoch mit 6-8 Trieben). Gerade eben habe ich nachgegoogelt, daß das eine Sorte von Lubera ist. Auf dem Pflanzenanhänger stand aber nichts davon, auch nicht Easycrisp, sondern nur Lady Sun.
Werden jetzt die Teile billig ohne das eingekreiste R verkauft oder gibts da noch eine andere Stachelbeersorte unter dem Namen?
Aber Gartencenter kann man eh nicht so trauen.
Auch sah ich eine Resistenta mit einem Bild worauf die Früchte ganz "haarig" sind. Bescheibungen in Netz bescheiben die Sorte als glattschalig. Was stimmt nun?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 14. April 2018, 01:58:07
Ich hatte letztes Jahr meiner Nichte die stachellose Stachelbeere Larell geschenkt,

ahh, es gibt also doch schon SLSBs zu kaufen. Toll.

Ich meine, ich hatte auch mal Lubera-Sorten im Handel gesehen, ohne dass Lubera-logo. Das sind vielleicht Lizenz-vermehrungen. Oder die Pflanze ist keine direkte Züchtung von Lubera, sondern wird nur von ihr mitverkauft. So wie meine Autumn Amber Himbeere. Die verkauft Lubera, hat sie aber nicht gezüchtet. So hatte das Schildchen meiner Pflanze kein Lubera-branding und war auch recht günstig.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Aella am 14. April 2018, 08:21:35
Ich hab letztes Jahr im Gartencenter ein Foto von der Resistenta gemacht. Eindeutig ohne Borsten. Die Frucht mit den rötlichen Flecken kann man auch erkennen...ein bisschen verschwommen, aber besser als nix.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 14. April 2018, 14:05:46
...Dafür ists halt ein Stachel- bzw. Dornenmonster  ;)...

Was für mich als Balkongärtner schon ein Hindernis darstellen würde. Wenn auch kein völlig inakzeptables. Realistisch betrachtet ist es doch schließlich so: gegen Stacheln kann man Handschuhe und Unterarmschutz anziehen, gegen "langweiligen" bzw. "pappsüß und gleich danach Schluss" Geschmack bzw. Aroma ist aber herzlich wenig zu machen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 14. April 2018, 22:27:11
Ich hab letztes Jahr im Gartencenter ein Foto von der Resistenta gemacht. Eindeutig ohne Borsten. Die Frucht mit den rötlichen Flecken kann man auch erkennen...ein bisschen verschwommen, aber besser als nix.
Das ist aber ärgerlich, die bunten Bildchen an den Pflanzen die ich gesehen haben zeigten richtig schöne Borsten. Wohl falsches Schild und vielleicht auch ganz andere Sorte. Das ist immer ein Ü-Ei mit den ganzen Baumärkten und Gartencentern.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: flammeri am 14. April 2018, 23:30:46
Ich habe Macheraus Resistenta direkt vom Pflanzenhof daheim, die ist ohne jegliche Behaarung, deswegen habe ich sie gekauft.
Übrigens wirklich sehr gut und vital, leider auch schlimm bedornt  ::)
Habe diese Woche versehentliche Ableger ausgebuddelt, habe in dem Triebdschungel einen Trieb am Boden übersehen...
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 15. April 2018, 00:04:14
Habe vorhin in meinem Sammelsurium gesehen, dass ich auch sowas wie eine SASB habe. ;D
Das Ding ist aber vermutlich eine Kreuzung aus einer Gartenstachelbeere und einer Wilden. Beeren sind klein und gruen. Sehr aufrecht wachsend. Ich glaube, ich habe von ihr schon einmal hier geschrieben.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: flammeri am 15. April 2018, 09:47:16
Ich habe 3 stachellose Sorten, aber die Resistenta ist mein absoluter Liebling... beim Essen  :P
Bei der Ernte bin ich nur am Fluchen, Handschuhe helfen nur mäßig, damit komme ich nicht überall hin.
Wenn mir Spätfrost keinen Strich durch die Rechnung macht, wird sie dieses Jahr voll sein, in jeder Knospe sitzen Blüten  ;D Sie ist ein absoluter Massenträger und pumperlgesund  8)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: floXIII am 15. April 2018, 15:46:39
Hier mal ein Bild von meinem Stachelmonster. Lange meist dreizackige Dornen aus beinahe jeder Blattachsel.
Wenigstens gibts dieses Jahr, sofern das Wetter mitspielt,  eine Menge Beeren zum essen. Blüten sind mehr als genug vorhanden  ;)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 18. April 2018, 13:00:15
So, Horst... teilt heute mit, das die Karlin nicht lieferbar sei, die Qualität wäre zu schlecht. Sie bieten mir jetzt an die 'Mucurines' an. Ich glaube, die habe ich auch schon.... alle Sorten wenig Säure, das ist einfach zu blöd....

Kann sich hier wer schnell an den Geschmack der Mucurines erinnern??
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rieke am 18. April 2018, 13:18:17
Ich zitier mich mal selber:
Gerade gefunden: Stachelbeeren - Eigenschaften verschiedener Sorten und wertgebende Inhaltsstoffe
Es wurden 10 Sorten untersucht, darunter Invicta, Mucurines, Crispa.
Ich kenne Mucurines nicht aus eigener Erfahrung, aber ich vermute, daß das eine Sorte zur Verarbeitung ist, nicht zum roh essen.

So, Horst... teilt heute mit, das die Karlin nicht lieferbar sei, die Qualität wäre zu schlecht.
Danke für den Hinweis, heute wollte ich eine Bestellung auf den Weg bringen. Oder bezieht sich das nur auf Hochstämmchen?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 18. April 2018, 20:47:39
Kann sich hier wer schnell an den Geschmack der Mucurines erinnern??
Ich hab' die Mucurines, ist meines Wissens identisch mit der Sorte "Smaragd" Edit: "Malachit":
Reife deutlich nach Süßer Lea (die ist als Erste reif bei mir), Geschmack - hmm - ich würd sagen mittelprächtig, hat nicht deren feine Süße;
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: echo am 18. April 2018, 22:33:20
Ich habe Mucurines letztes Jahr im Herbst gekauft, probiert bisher noch nicht. Laut Bundessortenamt soll die Sorte recht gut, sprich widerstandsfähig und schmackhaft sein. Aufgrunddessen hatte ich um ehrlich zu sein die Pflanze auch geholt.

https://www.bundessortenamt.de/internet30/fileadmin/Files/PDF/bsl_strauchbeerenobst_2002.pdf
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 18. April 2018, 23:08:26
Hier ein Massenträger und unkompliziert. Ich lasse die Sorte gut ausreifen dann ist sie sehr gut vom Geschmack.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 19. April 2018, 01:21:31
Das hört sich widersprechend zu  diesem Artikel an: Ihr kennt mich schon
Hier wird die Sorte mehr oder weniger als unreife Pflaume zerrissen.

Ich habe sie mir als Microsteckling geholt.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 19. April 2018, 21:52:45
Da steht auch kleine Früchte und zähe Schale, hm, das könnte ich nicht behaupten. Die Beeren sind ca. 2-2,5cm groß.
Aber wie schon gesagt, ich lasse voll ausreifen, meist soweit, daß sie fast schon überreif sind.
Habe ich die falsche Sorte bekommen? Das ist eine der wenigen die ich mit Sortenschild erworben habe, sonst habe ich immer nur unbekannte Stecklinge. Starkwüchsig paßt.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rieke am 24. April 2018, 22:09:12
Die Süße Lea ist jetzt bestellt, bei Artländer. Wir wollten auch noch eine Titania, und beim Grünen Gartenshop gab´s die nicht mehr. Rote Hinnonmäki haben wir beim nächsten Baumarkt geholt, und da ist auch noch ein Hochstamm Redeva mitgekommen. Damit sollte unser Zweipersonenhaushalt genug Stachelbeeren haben. Es stehen ja auch noch ein paar im Garten, 2 Sträucher vom Altbestand, und ein paar Sämlinge.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 24. April 2018, 22:52:57
Und ich habe es am Wochenende gewagt Early Green Hairy zu bestellen. Mal sehen was das für ein Teil ist ;D
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 26. April 2018, 12:25:14
Meine "alten Sorten" von Deaflora, Careless, Langley Gage und White Eagle stehen in Töpfen bei mir auf dem Balkon und blühen überhaupt nicht.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 26. April 2018, 22:35:16
Ich päpple seit vier Jahren Sämlinge und auch Stecklinge in Töpfen, auch sie wollen nicht blühen.
Ob die nach Gartenerde verlangen?
Einmal hatte ich einen Steckling der auch im Topf sehr früh getragen hat. Was da anderst war weiß ich nicht.
Jedenfalls ist dieses Jahr wieder nix mit Kostproben :(
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Dietmar am 26. April 2018, 22:51:36
Einige Obstsorten lassen sich durch Samen nicht sortenecht vermehren, z.B. Äpfel und Wein/Tafeltrauben. Deshalb werden diese Sorten stattdessen über Steckhölzer vermehrt bzw. die Edelreise werden auf eine Unterlage gepfropft. Vielleicht ist das bei Stachelbeeren ähnlich.

Wenn man mit den Begriffen "Stachelbeeren" und "vermehren" guggelt, findet man als Möglichkeiten die o.g. Steckhölzer (Edelreise), das Aufpfropfen von Edelreisern auf  Unterlagen und die Vermehrung mit Absenkern, was nur eine Variante der Steckhölzer ist. Mit Pfropfen kann man z.B. auch mehrere Sorten auf eine Unterlage pfropfen, so dass ein Strauch oder Stämmchen Stachelbeeren mehrerer Sorten trägt. Gelegentlich bietet so etwas eine Baumschule an. Das ist eine Variante für den engen Balkon oder Kleingarten, wo nicht Platz für mehrere Sträucher oder Stämmchen ist.

Versucht es einmal so, Eure Stachelbeeren zu vermehren und testet, ob diese dann blühen und fruchten (höchstwahrscheinlich).
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Dietmar am 26. April 2018, 23:06:38
Hier ein paar Beispiele für mehrere Sorten an einem Strauch:

https://www.mein-nasch-balkon.de/beeren-auf-balkon-terrasse/duo-quattro-beeren-johannis-stachelbeeren/
https://www.baumschule-horstmann.de/duo-stachelbeere-gelb-und-rot-63_51157.html
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 26. April 2018, 23:08:16
Das denke ich nicht.
Sinn und Zweck meiner Sämlinge ist neue Sorten entstehen zu lassen, ich will keine Kopie.
Ich vermute eher, daß im Topf zuviel Streß ist darum werde ich ein Testfeld, bzw. eine Testreihe mit ausgepflanzten Sämlingen machen(muß ich halt ein Plätzchen im Gemüsegarten opfern).

Meiner Meinung sind bei Beeren veredelte Pflanzen Krüppel die nach einer relativ kurzen Zeit eingehen.

Auch würde das nicht erklären warum bei be-hoernchen die Sorten im Topf nicht blühen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Roeschen1 am 26. April 2018, 23:09:24
Ich päpple seit vier Jahren Sämlinge und auch Stecklinge in Töpfen, auch sie wollen nicht blühen.
Ob die nach Gartenerde verlangen?
Einmal hatte ich einen Steckling der auch im Topf sehr früh getragen hat. Was da anderst war weiß ich nicht.
Jedenfalls ist dieses Jahr wieder nix mit Kostproben :(
Bei mir blüht ein Sämling zum ersten Mal, 3-4 Jahre alt ist er, stand im Garten und wurde jetzt getopft, weil er umziehen soll.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Roeschen1 am 26. April 2018, 23:11:54
Wenn ich eine Kopie haben möchte, mache ich Absenker, funktioniert einwandfrei.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 26. April 2018, 23:36:15
Nach meinen Erfahrungen sollten Sämlinge rel. viel Platz haben und einzeln im Topf stehen, damit sie rel. schnell fruchten. Wenn sie nicht ordentlich wachsen können streiken sie.

Eine rel. interessante Beobachtung habe ich bei einer Stachelbeere gemacht, die ich durch Steckhölzer vermehrt habe. Dabei hat nur jener Reis als erstes gefruchtet, der auch am besten wuchs. Die anderen Pflanzen haben dafür noch ein, zwei Jahre länger gebraucht.

Wasser über das ganze Jahr ist auch sehr wichtig. Trockenstress machen sie immer gut mit, fördert aber die Fruchtbarkeit nicht.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wurmkönig am 27. April 2018, 06:28:23
Ich hatte 3 Sorten jahrelang im Topf. Gewachsen sind sie nur wenig und aufgrund der Umweltbedingungen war auch Mehltau auf den Blättern (nicht auf den Früchten), aber geblüht haben sie immer. Da stimmt etwas nicht mit der Erde, das Wachstum war auch etwas besser als sie nicht mehr vollsonnig standen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 27. April 2018, 13:57:00
Was ist da für euch eigentlich noch Topf bzw. ab wieviel Liter ein (Stachelbeeren)Kübel ? ;-)

Ich habe schon vor längerem die Empfehlung gelesen, das bei was längerem oder gar dauerhaft unausgepflanztem Zustand 35 bis 40 Liter angeraten wurden. Seitdem ich dieses Jahr die (wie erwähnt inzwischen rausgeworfene) Hinnonmäki aus ihrem ca 30 Liter Topf hob, in dem sie gute 2 Jahre stand, hab ich mich auch etwas gefragt, wieso die als Flachwurzler bezeichnet werden. Warum so intensiv vorm beschädigen können oberflächennaher Wurzeln gewarnt wird, wo der Topf bis unten gut durchwurzelt war. Ich hab jedenfalls dieses Jahr sicherheitshalber für Altbestand und Neukäufe auf 35 Liter Töpfe hochgestockt bzw. umgetopft.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wurmkönig am 27. April 2018, 19:57:05
Also meine Töpfe waren alle über 30 L, eher 40 - 45 L. Die Form hat kaum einen Einfluss gehabt, aber wenn man hohe schmale Töpfe verwendet (ich hatte die Hoffnung, dass sich dort die Feuchtigkeit länger speichert und der Wurzelraum nicht so stark aufheizt) - dann klappte das auch, wenn man genügend Blähton untergemischt hatte. Die Wurzeln gingen wie bei dir gut in die Tiefe, im Wachstum war aber kaum ein Unterschied. Oben war immer eine dünne Mulchschicht aus Rindenmulch.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 27. April 2018, 23:14:28
Was ist da für euch eigentlich noch Topf bzw. ab wieviel Liter ein (Stachelbeeren)Kübel ? ;-)
Meine sind eindeutig im Topf, ca. 2 Liter Größe und noch nicht einmal ganz durchwurzelt, also Babys da Sämlinge.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 29. April 2018, 12:15:53
Ich habe in meinem Sammelsurium eine weitere Stachelarme Stachelbeere gefunden. Ich habe sie hier schon einmal erwähnt, mir ist aber ihre Eigenart bisher noch nicht aufgefallen. Es ist eine Stachelbeere, die ich aus dem Wald gezogen habe. Eine der besten, die ich habe. Großer Nachteil: Sie wächst sehr liegend. Hoch binden ist also Pflicht.

Hier, der einjahrige As, an dem generell die meisten Stacheln sich befinden.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 29. April 2018, 12:17:50
Hier der mehrjährige Trieb. Dort sind keine Stacheln mehr.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 29. April 2018, 12:20:03
Und der einjahrige starke Trieb aus der Basis ist auch Benutzerfreundlich.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rieke am 29. April 2018, 22:04:11
Wir haben heute unsere neu erworbenen Stachel- und Johannisbeeren gepflanzt. Dabei ist ein Hochstämmchen, Redeva. Beim ersten Einsetzen ins Pflanzloch fiel der Ballen auseinander und übrig blieb ein langer Stock mit ein paar Feinwurzeln  :(. Hoffentlich wächst das arme Ding an. Die andere Baumarkt-Stachelbeere (Hinnonmäki) ist ok und macht einen guten Eindruck, ebenso die Süße Lea von Artländer.

Die beiden Johannisbeeren von Deaflora sind noch ziemlich klein, da habe ich lieber noch Trottelstäbe daneben gesteckt.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 29. April 2018, 22:21:06
Die beiden Johannisbeeren von Deaflora sind noch ziemlich klein, da habe ich lieber noch Trottelstäbe daneben gesteckt.
Gestern kam von Deaflora mein Early Green Hairy, auch nicht mehr als ein aus dem letzten Jahr bewurzelter Steckling. Eingewickelt in Papier und beim vorsichtigen auspacken fiel mir fast die ganze Erde aus dem Topf entgegen und zwei Neuaustriebe von diesem Jahr waren abgebrochen >:(
Das Teil wird es überleben aber die Firma sollte an der Verpackung noch ein wenig üben, auch wäre es besser wenn eine Pflanze den Topf durchwurzelt hätte.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 30. April 2018, 00:36:17
Die Johannisbeeren, die ich von Deaflora bekam, waren auch noch klein aber doch ganz gut verpackt.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wurmkönig am 30. April 2018, 10:45:41
Ja, bei mir auch - bei diesem Versender sind die Pflanzen deutlich kleiner als bei anderen oder im Baumarkt. Allerdings ist von Deaflora bislang alles tadellos und schnell angewachsen, bei den anderen hatte ich oft Wuchsstockungen im ersten Jahr.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Dietmar am 30. April 2018, 16:50:20
Wer von Euch hat einen Stachelbeerstrauch zu einer Spindel erzogen und welche Erfahrungen damit gemacht?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: floXIII am 30. April 2018, 19:12:44
Wer von Euch hat einen Stachelbeerstrauch zu einer Spindel erzogen und welche Erfahrungen damit gemacht?
Ich hab es ein paar Jahre lang mit einer Hinnonmäki versucht, der Wuchs war aber viel zu hängend und die ist mir nie über 70-80 cm Höhe hinaufgekommen. Mittlerweile hab ich sie aus dem Spalier verbannt und versuch nun mein Glück mit Lady Sun von Lubera. Denke das um und auf ist eine stark aufrechtwachsende Sorte. Aber vielleicht hatte ich mit der Hinnonmäki auch einfach kein Glück...
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 30. April 2018, 20:19:55
Habe ein paar mit Invicta. Funktioniert gut hier, solange sie nicht zuu sonnig stehen wegen Sonnenbrand. Der ist bei den Spindeln eher ein Thema als bei Büschen. Also am besten über die Mittagshitze im Baumschatten, morgens bis mittags und abends Sonne reicht aus. Bei meiner ältesten habe ich dieses Jahr den Schippenstieldicken Mitteltrieb weggesägt, weil der nun auch ein paar Maulbeerschildläuse drauf hatte. Die Verjüngungstriebe habe ich vor 2 Jahren schon stehen lassen, somit ist sie jetzt nur etwas niedriger wie vorher, etwa 1,5m.
Aufbinden sollte man regelmäßig machen, auch bei aufrecht wachsenden Sorten, 2m lange Baustahlstangen und Papierummaltelter Draht oder Hohlschnur sind dazu mein Favorit.

Stachelbeeren, egal ob Busch oder Spindel, müssen hier mittlerweile alle paar Jahre rotiert werden, wg Pilz oder Maulbeerschildlaus. Alle 2 Jahre Stecklinge machen habe ich mir deswegen angewöhnt, wenn sie ein Jahr nichts werden, muss man die großen halt etwas mehr päppeln bis die nächsten Stecklinge was werden. Stecklinge (Steckhölzer) sind für Spindeln besser als Büsche aus dem Laden.

Hier ein Stecki, der an dem Platz jetzt ins vierte Jahr kommt: 
(http://up.picr.de/32552378ap.jpg)

Im Winter unten rigoros auslichten ist wichtig um die Spindelform zu erhalten, es bleiben eben doch Büsche vom Wuchs her, also unten mehr Wuchs wie oben. Wenn man Senker machen will zum vermehren, kann das allerdings auch ein Vorteil sein.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 30. April 2018, 23:23:27
Ja ich habe auch fast nur Stachelbeerspindeln im Garten.

Das einzige Problem das ich beobachte ist, daß irgendetwas die Stachelbeere von jetzt auf nachher im Frühjahr nach einem zögerlichen Austrieb zum absterben bringt. Das gilt aber nicht nur bei den Spindeln, ist mir auch schon bei Stämmchen passiert.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 01. Mai 2018, 10:23:41
Gibts hier auch auf manchen Beeten. Habe da Verticillium im Verdacht. Kurz nach Austrieb stocken, fahles Laub etwas ins silbrige gehend, kein Wuchs mehr und danach braun und weg. Bei Büschen sind oft erstmal nur einzelne Triebe betroffen. Entfernt man die, kann im nächsten Jahr der nächste dran sein. Oder auch nicht.
Der Querschnitt vom Holz der betroffenen Triebe zeigt später dunkle Pilzmaserungen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 01. Mai 2018, 13:20:56
Ja genau, Deine Beschreibung trifft es.
Das lehrt mich, daß ich von einer Sorte immer Stecklinge als Nachwuchs zu haben um die Sorte nicht ganz zu verlieren.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 01. Mai 2018, 13:39:00
Treffend beschrieben, vor allem der komisch silbrige Glanz der Blätter. Auf die Art hab ich vor etwa 2 Jahren 2 Larell Büsche verloren. Punkt dabei ist: die standen nur 4 bis 5 Wochen bei mir, frisch umgetopft in nicht grade billige Pflanzerde. Leicht unterschiedlichen Verlauf gabs auch, bei der einen erst einzelne Äste, dann die ganze Pflanze, bei der anderen sofort der ganze Busch. Baumschule hatte "keine Idee dazu" und ließ mich den Schaden selber tragen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 06. Mai 2018, 22:29:32
@Elro:
Ich weiß nicht ganz ob es dich interessiert bzw ob dir dieses Bild weiter hilft aber hier habe ich heute meine Karlin fotografiert. Vielleicht hilft es dir ein wenig weiter einzuschätzen, in wie weit diese Sorte "filzig" ist ;D ;)

Bild von Heute

Die Sorte hinkt in der Entwicklung derer anderer Sorten weit hinter her.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 07. Mai 2018, 00:47:11
Natürlich interessiert mich das.
Die winzige Frucht sieht ja niedlich aus, so puschelig ;D
Ich wollte in der Sache eh mal nachfragen.
War unter den Stecklingen von Dir damals Karlin dabei?
Von vier verschiedenen Sorten sind drei angewachsen, tragen dieses Jahr aber noch nix und dummerweise sind meine Schilder verblichen. Was habe ich da wieder für einen doofen wasserfesten Stift erwischt?
Nur bei einer kann ich noch Kleine Grüne identifizieren.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 07. Mai 2018, 01:28:46
Die Karlin sollte nicht darunter gewesen sein, denn die habe ich recht neu. Ich habe vorhin versucht, was in den Mails stand, aber anscheinend sind sie gelöscht worden. Wenn du willst, kannst du Bilder von den Pflanzen schicken und ich kann dir sie dann neu benennen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 24. Mai 2018, 00:13:08
Habe heute mal alle meine nennenswerten Sorten fotografiert. Dabei meine ich den Fruchtstatus.

Hier eine Auslese von mir. Sie müsste nicht mehr sonderlich weiter größer werden.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 24. Mai 2018, 00:18:59
Hier ein ehemaliger Sämling im Garten. Er steht immer noch am selben Ort, wo er keimte. Produziert  bei mir die größten Früchte und den frühesten Austrieb, leider nicht mehltaufest. Mit dem richtigen Schnitt aber auch an diesem eher ungünstigen Standort (mehr als halbschattig) gut handelbar.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 24. Mai 2018, 00:22:02
Hier eine Stachelbeere die ich aus dem Wald gezogen habe. Das ist jene Pflanze, wo mir erst vor kurzem auffiel, dass sie so gut wie keine Stacheln hat. Die muss aufgebunden werden
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 24. Mai 2018, 00:26:19
Die Karlin
Ordentlicher Behang, große Beeren. Sie verträgt aber auch eine Aufbindung. Interessant ist, dass sie zum Teil Trauben mit bis zu drei Beeren bildet (ähnlich wie bei einer Josta)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 24. Mai 2018, 00:30:12
Hier die Rolonda (vermutung).
Ich lasse sehr lange hängen, damit sie ordentlich Aroma und Süße bildet. Sie wird dann Schwarz-rot. Aufbinden nötig.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 24. Mai 2018, 00:33:02
Hinnonmäki rot
Standard, erster Ertrag der Pflanze.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 24. Mai 2018, 00:35:15
Remarka habe ich vergessen. Wird morgen, bzw, so wie ich auf die Uhr schaue, später, heute nachgereicht.

Neu gepflanzt, erster Ertrag. Mal gucken was heraus kommt.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Urmele am 30. Mai 2018, 22:29:39
Habe heute meine 3-Jährige Invicta entsorgen müssen. Ein eintriebiges, wohlgeformtes Bäumchen das gut getragen hat. Leider wurde es innerhalb von 3 Tagen erst welk, dann dürr.
Zuerst habe ich auf Mäuse getippt, aber die Wurzeln waren in Ordnung, genügend Wasser hatte es auch. Kein Mehltau, keine Läuse, die tummeln sich heuer in den Johannisbeeren.

Der Standplatz war sonnig, sehr sonnig. Ist es möglich, dass eine Stachelbeere durch starke Sonneneinstrahlung komplett abstirbt?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 30. Mai 2018, 22:31:29
Eher Verticillium oder ähnliches.

Wenns fahlgraues Laub ein paar Tage vorher schon hatte schneide das Holz an der Basis auf, sollte dunkle Bereiche haben.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Urmele am 31. Mai 2018, 10:15:12
(https://thumbs.picr.de/32843553cg.jpg)  (https://thumbs.picr.de/32843561ek.jpg)

So schaut das aus.

Verticillium, kann man dagegen was machen? Ist das ansteckend?

Daneben steht noch ganz junge Stachelbeere, die süße Lea. Derzeit erfreut sie sich bester Gesundheit.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 31. Mai 2018, 10:18:57
Ichhänge mich mal mit einer Frage an. Eines meiner Stachelbeerhochstämmchen hat direkt aus dem Stamm einen 2m langen Trieb entwickelt, der schon im 2. Jahr steht und nicht blüht. Das ist doch sicher die Unterlage und kann weg, oder??
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 31. Mai 2018, 13:10:48
Gänselieschen, ja, weg, hat auch ganz andere Blätter.

Urmele, V. könnte passen. Jedenfalls ein Bodenpilz mit bekannten und weit verbreiteten Symptomen. Bei Büschen sind anfangs oft auch nur 1-3 Triebe betroffen. Die Nachbarpflanze muss nicht unbedingt auch befallen werden, manchmal breitet sich das aber über die Jahre in einem Bestand aus. Manchmal gehts gut, manchmal nicht. Schwierig, da es nix vernünftiges dagegen gibt außer Platzwechsel.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Urmele am 31. Mai 2018, 20:51:17
Danke Thuja, von der betroffenen Stachelbeere hatte ich mir einen bewurzelten Absenker in eine andere Gartenecke gepflanzt. Trägt heuer erstmals und ist gesund.
Das werde ich bei der Lea auch so handhaben. Einer von den bodennahen Trieben hat Wurzeln gebildet, der wird im Herbst verpflanzt. Weit weg...
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 31. Mai 2018, 21:59:29
Verticillium könnte auch der Grund dafür gewesen sein, dass bei mir an einem Standort nahe einer gefällten Kirsche zuerst eine Stachelbeee einegangen ist und süäter die als Nachbepflanzung gesetzten Goldjaohannisbeeren ebenfalls das Zeitliche gesegnet haben.

Heute habe ich dort Maibeeren - bislang ohne Probleme.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rieke am 28. Juni 2018, 11:19:52
Gestern haben wir die ersten Früchte der Süssen Lea geerntet und gegessen. Lecker  :D - danke für den Hinweis auf diese Sorte!

Hinnonmäki Rot fanden wir beide nicht so gut, aber vielleicht sind die noch nicht richtig reif.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 29. Juni 2018, 18:19:37
Hier die Karlin. Als Größenvergleich das Taschenmesser und eine Vertti. Im Durchschnitt sind die Beeren groß, wie die zwei auf der linken Seite. Bei den kleineren ist die Behaarung deutlicher zu merken. Geschmack ist süß, aromatisch. Selbst die Schale besticht nicht durch eine unangenehme Säure.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Albizia am 13. Juli 2018, 11:57:16
Hier warten die Roten Stachelbeeren auf ihre Ernte.  :D

Leider weiß ich den Sortennamen nicht.  :-\ Ich habe den Strauch aus geschenkten Stecklingen aus einem Bauerngarten vor ein paar Jahren selbst gezogen. Sie sind recht großfrüchtig, bei Vollreife süß und bisher hatte ich in all den Jahren noch keinerlei Stachelbeermehltau an der Pflanze.

Welche Sorte könnte denn da in Betracht kommen?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 13. Juli 2018, 12:17:07
Erinnert mich ziemlich stark an meine Redeva Pflanze.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 13. Juli 2018, 12:36:45
Die Beeren sehen genau so aus wie die, ich heute früh abgemacht habe - aber meine sind in diesem Jahr recht klein. Das kann aber auch an der Trockenheit liegen. Das Aroma finde ich bei meinen nicht so toll. Da gibt es bessere Sorten, auch von den dunklen....
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Flora1957 am 13. Juli 2018, 21:42:26
Ich denke auch, daß dies Redeva ist (ernte ich auch z. Zt.): Reifezeitpunkt, Aussehen und der für Stachelbeeren recht süße Geschmack.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 14. Juli 2018, 01:36:37
Da würde ich mich aber nicht so festlegen :)

Vor allem bei diesem Bild.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Flora1957 am 14. Juli 2018, 14:06:00
Na, sicher festlegen tue ich mich natürlich auch nicht insbesondere bei der eingeschränkten Bildqualität, aber die Form, die Farbe und die Intensität der Farbe neben Reifezeitpunkt und eben der typischen Süße lassen schon m. E. in erster Linie an Redeva denken zumal diese ganz besonders wenig anfällig gegenüber Mehltau ist (ein Kriterium neben der Süße, weshalb ich genau diese Stachelbeere für mich gewählt habe).
Alternativen?

Aktuelles Foto von meiner Redeva:
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Urmele am 14. Juli 2018, 14:15:06
Ein Fundstück. Den muss meine Schwiegermutter vor zig Jahren gepflanzt haben. Am hinteren Ende des Gartens lebte er so vor sich hin,viel Schatten, am Nachmittag ein wenig Sonne, ein kleiner Stachelbeerhochstamm. Irgendwie existierte er auch nur so am Rande meines Bewusstseins. Beerntet wurde er von uns nie. Pflanzenschutz gegen Mehltau hat er nie gesehen. Im vorigen Jahr haben wir dort bissel ausgelichtet und ich habe ihn wiederentdeckt.
Ausgelichtet, zurückgeschnitten. Danach wieder vergessen. Die Eisenstange an der er hängt stammt noch von Schwiemu.
Heute denk ich mir so, schaust mal nach der Stachelbeere.... :o

(https://thumbs.picr.de/33231079zy.jpg)  (https://thumbs.picr.de/33231081vc.jpg)  (https://thumbs.picr.de/33231086ze.jpg)  (https://thumbs.picr.de/33231089fs.jpg)  (https://thumbs.picr.de/33231091mx.jpg)  (https://thumbs.picr.de/33231104az.jpg)  (https://thumbs.picr.de/33231116pm.jpg)  (https://thumbs.picr.de/33231117uf.jpg) 

Schmecken köstlich! Innen süß und beim kauen entwickelt sich aus der Schale eine leichte Säure. Einfach nur lecker.
Und ich Depp renne seit Jahren einer guten Stachelbeere die nicht so hartschalig und nicht so sauer ist hinterher! ::)
Wie lange der schon hiersteht krieg ich nicht mehr raus, ich kenne den Garten nun seit 38 Jahren und da war er schon da.

Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Senfkorn am 14. Juli 2018, 14:23:33
Anmerkung zur roten Stachelbeere. Meine Remarka sieht auch genauso aus, steht recht schattig und trotzdem sind die vollreifen Früchte für eine Stachelbeere sehr süß. Die Haut ist haarlos aber leicht bemehlt und stumpf. Mehltau hatte sie auch noch nie.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Flora1957 am 14. Juli 2018, 14:37:28
Remarka wäre die Alternative, an die ich auch gedacht habe (sieht Redeva ja auch sehr ähnlich), wobei Redeva eine elliptische und Remarka eine eher kugelige Form hat. Da müßte Albizia mal sagen, wie die Form ''vor Ort'' ist (für mich erscheinen die Beeren auf dem Bild eher elliptisch).
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Albizia am 15. Juli 2018, 10:00:36
Dankeschön schonmal für eure Antworten.  :) Ja, das Foto ist nicht so gut, ich versuche mal, ein etwas Besseres hinzubekommen. Die Form der Beeren, hm, ich glaube auch, dass sie oval sind, aber ich schaue nochmal nach.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 15. Juli 2018, 10:29:38
remarka ist eine Frühsorte, die mitte Juno zu reifen beginnt.

Ich kann auch ein Bild der Rolonda posten. Da gibt es auch kaum einen Unterschied im Aussehen. Die Frage ist auch in wie weit sich die Anbaugegenden unterscheiden und was auch immer. Die Bestachelung kann auch ein gutes Indiez zu etwas sein.
Aber was solls...
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Flora1957 am 15. Juli 2018, 16:21:02
Ja, Rolanda würde auch passen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wurmkönig am 15. Juli 2018, 16:50:09
Meine Rokula sieht auch so aus.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 15. Juli 2018, 18:28:02
Ähm, meine vorgestern geernteten Hinnonmäki rot sehen auch so aus ;)
Nicht alle Früchte sind da immer rund, ich hatte auch jede Menge ovale.
Ich würde bei unbekannten Sorten keine Vermutungen anstellen wollen.

In einem Garten sah ich eine tolle großfrüchtige ovale Stachelbeere die leicht behaart war, die Farbe war sehr unterschiedlich, von gelbrot, grünorange gab es alle Schattierungen aber überwiegend schimmerte die Frucht aprikot-orange.
Der Besitzer kannte die Sorte nicht hatte das Hochstämmchen vor ca. 4-5 Jahren gekauft und leider konnte ich keinen Steckling bekommen.
Ich würde sowas gerne haben wollen weiß aber nicht wo danach suchen, Vorschläge?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 20. Juli 2018, 20:41:37
Hier Bilder von der Stachelbeere
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 20. Juli 2018, 20:43:18
Leider etwas schlecht, meine Handykamera ist nicht so gut, man erkennt nicht einmal die feinen Borsten :(

Hat Jemand trotzdem eine Vermutung was das für eine Sorte ist?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 21. Juli 2018, 01:30:40
Ist zwar unbehaart, zeigt aber scheinbar auch eine schoene Farbenfreude: https://www.artevos.de/de/sortenuebersicht/sorte/laprima.html
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Aella am 24. November 2018, 18:29:16
Hier zwei Bilder für Elro. Einmal der vor zwei Jahren bekommene Steckling einer "schwarzen Stachelbeere"
Ein wenig mehltaugebeutelt...spricht aber wahrscheinlich dafür eine alte Sorte zu sein.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Aella am 24. November 2018, 18:33:25
Und Elro, ich habe die PM zu deinem Steckling aus 2016 wieder gefunden. Du schriebst:

Zitat
ich habe gestern bewurzelte Absenker von einer großfrüchtigen roten Sorte bekommen. Die sind sehr lecker und haben auch Haare. Leider aber auch ohne Namen

Ich hoffe dass beide Sorten nächstes Jahr die ersten Probierfrüchte tragen
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Aella am 24. November 2018, 18:34:09
Bild 2
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 24. November 2018, 19:45:11
Und Elro, ich habe die PM zu deinem Steckling aus 2016 wieder gefunden. Du schriebst:

Zitat
ich habe gestern bewurzelte Absenker von einer großfrüchtigen roten Sorte bekommen. Die sind sehr lecker und haben auch Haare. Leider aber auch ohne Namen
Ich hatte die Absenker von einer Gartenfreundin bekommen die sehr viel nach England fährt und dort Pflanzen kauft aber bei Obst nicht auf Sortennamen achtet. Das ist ihr nur bei Stauden wichtig.
Mir wurde nur gesagt, daß es eine neuere Sorte sein soll, ich hatte irgendwo mal Bilder gezeigt.
Bei der Gartenfreundin ist die ganze Pflanze eingegangen. So schnell können Sorten wieder verschwinden.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Aella am 24. November 2018, 20:20:59
Und bei dir?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 25. November 2018, 00:01:26
Lebt noch, ist aber klein weil der Sommer dem kleinen Pflänzchen übel mitgespielt hat.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: minthe am 03. Februar 2019, 21:53:55
Hallo Stachelbeerexperten! Ich habe im Herbst zwei Stecklinge einer extrem leckeren, mir namentlich unbekannten roten Stachelbeeren in die Erde gesteckt - falls die beide anwachsen im Fruehling, wuerdet Ihr empfehlen, die beiden auseinanderzusetzen, oder kann ich die nah beisammen lassen, damit sie zu einem Busch werden?

Danke!
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: maculatum am 04. Februar 2019, 19:53:55
Bei mir sind aus einzeln wachsenden Stecklingen kräftige Sträucher geworden. Ich sehe keinen Vorteil im Zusammenpflanzen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: minthe am 04. Februar 2019, 21:22:57
Super, vielen Dank!
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: minthe am 04. Februar 2019, 21:24:19
Die beiden werden meiner neuen Suessen Lea (dazu hat mich das Forum hier verlockt :) ) sicher gute Gesellschaft leisten .... falls wirklich beide Wurzeln schlagen!
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 05. Februar 2019, 07:54:49
Ich ziehe meine Stachelbeersteckhölzer ausschließlich als Spindeln.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 07. Februar 2019, 08:10:57
Ich habe so etwas ähnliches bei einer älteren, abseits sitzenden Pflanze gemacht. Da habe ich eine  blühreife Wildpflanze dicht neben diese oben genannte Altpflanze gesetzt, um den Ertrag zu steigern.

Die Altpflanze dominiert und ich denke, das wird auch so bleiben aber diese Pflanzung erfüllt ihren Zweck. Falls die Wildpflanze mehr Ausmaß ausüben sollte, wird sie eben wieder in ihre Schranken verwiesen. Dies können zwei Pflanzen einer Sorte gegenseitig nicht bewerkstelligen. Unterm Strich bleibt es nämlich eine Selbstbefruchtung.

Ich denke, dass die Pflanzen sich auch nur gegenseitig behindern würden, so dass ich dir auch nur Raten kann, die Pflanzen einzeln zu verpflanzen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Growie am 14. März 2019, 13:57:18
Habe heute Steckhölzer von Macherauchs Robustenta gepflanzt. Hat jemand mit der Sorte vielleicht Erfahrungen gemacht bzgl. Mehltau und Aroma?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Ayamo am 14. März 2019, 15:25:00
... Macherauchs Robustenta ... Hat jemand ... vielleicht Erfahrungen gemacht bzgl. Mehltau und Aroma?
Meinst du Macherauchs Resistenta?
Die habe ich seit ein paar Jahren. wenig Mehltau an den Blättern, steht aber auch nicht so günstig, kein Mehltau an den Früchten. Vom Geschmack her nicht umwerfend.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: minthe am 14. März 2019, 15:34:28
Ich ziehe meine Stachelbeersteckhölzer ausschließlich als Spindeln.

Darf ich fragen, wie Du sie dann aufbindest? Alle in einer Reihe an gemeinsamen Draehten/Staeben oder jede einzeln am Pfosten? Ich möchte aus meinem ersten erfolgreichen Steckholz auch gerne eine Spindel ziehen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Growie am 14. März 2019, 16:36:29
Nein die heissen anscheinend Macherauchs Robustenta. Habe ich von ProSpecieRara (ArcheNoah aus der Schweiz). Die Resistenta soll gelblich sein, die Robustenta grünlich.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 14. März 2019, 20:02:09
Ich habe meine Spindeln an Baustahlstangen mit Hohlschnur festgebunden. 2,5m für wüchsige, 2m für noch kleine. Dicke etwa 8 oder 12mm. Werden sie noch dicker ists oft doof, da Stachelbeeren und Johannisbeeren recht filigran sind. 
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Aella am 05. Juli 2019, 20:28:22
Ich dachte ich zeige hier mal einen Stachelbeervergleich. Auf dem Foto fehlt die Sorte Resistenta, an die hatte ich nicht mehr gedacht, da sie in einer anderen Garenecke steht.

1. Süße Lea (von Baumschule Krämer, ist auch Züchter der Sorte)
Auffallend länglich, gelb, leicht behaart, resistent gegen Mehltau, trägt wie verrückt, ziemlich stachelig, von allen die "gefälligste Sorte". Die wird fast jedem schmecken. Mild, süß, angenehmes Aroma.

2. Mr. Green von Lubera
Stachellos, resistent gegen Mehltau, glattschalig, kugelig, hellgrün, angenehmer Biss, etwas mehr Säure als die Lea, aber trotzdem viel Süße. Ebenfalls mildes Aroma.

3. Stachelbeere ohne Namen, Steckling von Elro bekommen. Die Pflanze stammt vermutlich aus England. Trägt dieses Jahr zum ersten Mal. Stachelig, im Vergleich zu den anderen sehr haarig, große Früchte, tolle Farbe, hellgrün mit rötlich-gelben Schattierungen. Wird jetzt erst so langsam reif. Die meisten sind noch grün. Süßes Inneres mit kräftig saurer Haut. Die braucht aber noch ein paar Tage für ein abschließendes Statement. Trotz Haaren bisher Mehltauresistent.

4. Vermutlich Krämers grüne Kugel
Fehllieferung von Baumschule Krämer (hatte damals zwei Leas bestellt) bin aber nicht böse drum, weil tolle Sorte. Reif dunkelgrün, leicht behaart, relativ klein, kugelig, sauere Schale, süßes Inneres, tolles Aroma! Schmeckt nach Melone! Mehltauresistent

5. Crispa Darling von Lubera
Tolle Schaufrucht, richtig groß und rot. Wird noch dunkler als auf dem Foto, auch noch nicht ganz reif. Glattschalig, bestachelt, sehr süß, wird auch fast jedem schmecken. schmeckt eindeutig nach roten Trauben. Mehltauresistent.

6. Resistenta (nicht im Bild)
Stachelig, mehltauresistent, glattschalig. Bei Reife grün mit rot-orangenen Flecken. Bei mir noch nicht ganz reif. Kugelige Früchte unterschiedlicher Größe. Säuerliche Schale, sehr süßes Inneres. Toller Kontrast. Für mich die Sorte mit am meisten Aroma. Ich mag alle gern, aber das ist mein Liebling!
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: minthe am 05. Juli 2019, 21:23:30
Sehr huebsch! Ich habe nur die Suesse Lea im Ertrag aktuell und bin damit sehr gluecklich! Muss mich nur noch an diesen exterm bogigen und von ueberschweren Fruechten herabgezogenen Wuchs gewoehnen. Stuetzt Ihr Eure Suessen Leas ab?

Ein Steckling einer roten mit unbeschreiblich leckeren Gummidropskonsistenz kommt hoffentlich naechstes Jahr ins Fruchten. Crispa Darling klingt auch super.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 05. Juli 2019, 21:57:26
Schöner Vergleich, Danke.
Die süsse Lea hat ein Ertragsproblem, sie trägt meistens zu reichlich. Bodennahe Triebe, die stärker verschattet sind bringen zudem aromaarme Früchte. Aber sie ist auch eine herrlich mustergültige Sorte für ein- oder zweitriebige Erziehungsweise. Da werden die Früchte viel grösser und sind herrlich aromatisch. Es muss auch kein Drahtrahmen sein wie oft empfohlen, an Stäben binden geht auch. Ich führe meine an einem Zaun an der Grundstücksgrenze entlang und nutze den Zaun als Stütze.

Stämmchen sind bei der auch nicht gut. Da bricht sie zusammen und lässt sich nicht verjüngen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 06. Juli 2019, 03:53:00
Da ich eine Süße Lea im Kübel auf dem Balkon stehen habe, konnte ich deren Entwicklung genau verfolgen. Es stimmt wirklich, das die zu Überbehang neigt. Ich konnte sogar beobachten, das sie in 2 Wellen blühte. Da ich dieses Jahr von Spätfrösten verschont blieb, sind die auch alle durchgekommen. Dadurch, das der Abstand zwischen beiden Wellen mehr als 2 Wochen betrug, hab ich erlebt, das schon kleine grüne Knubbel hingen, als sie erneut Blüten schob. Die Kaltphase + eine Düngergabe + eine entlastende chemische Keule gegen massenhaften Blattlausbefall dürfte dazu beigetragen haben.
Das Problem der hängenden Zweige hab ich durch nen gesteckten Bambusstab und jeden Zweig per befestigen von Hohlschnur an seiner Spitze, hochziehen und mit etwas Schnur dazwischen am Bambus anbinden, gelößt. Sieht zwar evt nicht so toll aus, aber funktioniert.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 06. Juli 2019, 04:24:25
Beim Sortenvergleich sollte man nicht die teilweise unzerkaubaren Schalen vergessen.
Laprima, Invicta, Hinnonmäki und Tatjana werde ich entsorgen. Von der Süßen Lea bin ich begeistert und habe mir gleich noch ein Stämmchen gekauft. Eventuell köpfe ich die anderen Sorten und veredle die Lea auf.  :D
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 06. Juli 2019, 13:09:24
Erst hatte ich gehofft, dass der Behang gebremst wird, wenn kein Befruchter da ist, eine andere Stachelbeersorte daneben ist nämlich eingegangen. Ein Stämmchen, die werden nie wirklch alt. Hat aber nicht geklappt, der Behang ist wie eh und je recht stark.

Aufrecht gezogen an letztjährigem Holz werden die Beeren aber schön gross. Und das sogar an einem schwierigen Platz, ein offener Streifen zwischen zwei Garageneinfahrten, obendrüber ein Spalier mit Tafeltrauben. Jedes Stockwerk ausgenutzt :-)

Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: minthe am 06. Juli 2019, 15:33:33
mmmh, das sieht toll aus! Ich hatte gelesen, dass die Stachelbeeren bei zu viel Sonne empfindlich sind. Deshalb dachte ich, bogig und sich selbst beschattend waere vielleicht besser an meinem vollsonnigen Standort gar nicht schlecht. Naja, im Herbst gibts ja eine neue Chance fuer die Erziehungsentscheidung.
Wie lange wuerdet Ihr altes Holz tragen lassen, bevor eine neue Rute hergenommen wird - bei der 1-2-triebigen Form?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 06. Juli 2019, 17:21:28
Idealerweise nutzt man bei Stachelbeeren immer nur das letztjährige und vorletztjährige Holz, je nach Wuchskraft. Die Früchte sind grösser, die Rute hat gesünderes Laub. Will man aber etwas Höhe erreichen, braucht das Wachstum möglicherweise länger und man lässt sie etwas älter werden. Die süsse Lea wächst anfangs etwas schwach, kommt der Strauch in Fahrt ist sie kaum mehr zu bremsen. Man kriegt genug Material für Neutriebe.

Auch bogig abgesunkene Triebe kann man nutzen. Die bewurzeln nämlich gerne, wenn sie wieder aufder Erde auftreffen. Abschneiden und man hat eine neue Pflanze.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Sandwurm am 06. Juli 2019, 18:20:37
Auf Grund der Empfehlung hier habe ich mir auch eine Süße Lea zugelegt. Jetzt im 3. Jahr hat sie ordentlich getragen. Da die Triebe alle ziemlich am Boden lagen, habe ich nach der Blüte 5 Bambusstangen im Kreis gesteckt und mit Bindedraht verbunden und die Triebe draufgelegt. Dabei habe ich festgestellt, dass ich bereits 2 neue Pflanzen habe. Die bewurzeln wirklich leicht. Mit denen werde ich die 2triebige Variante testen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Tester32 am 14. Juli 2019, 02:02:08
Ich werde meine rote Hinnonmäki dieses Jahr evtl. entfernen. Hängt zwar im 4en Jahr voll mit Beeren, aber hat eine zu dicke und harte Schale und schmeckt mir nicht. Werde eine Konfitüre versuchen, aber ich glaube die Beeren sind nicht sauer genug für eine Konfitüre. Die Mucurines dürften in Konfitüre deutlich besser schmecken. Die roten Hinnonmäli ist auch nicht sonnenfest, die Beeren bekommen Sonnenbrand.

Die Remarka oder Redeva (bin nicht sicher, welche ich habe, eher Remarka) macht sich dieses Jahr sehr gut. Schmeckt nicht mehr fad wie letztes Jahr, sondern süß, sowohl die Schale als auch der Inhalt. Bleibt, wir esser sie alle gern.

Die Xenia im ersten Jahr schmeckt mittelmäßig. Die Schale ist dünn, schmeckt aber nach nichts und das stört irgendwie. Warte noch 1-2 Jahre weiter ab.

Krasnoslavianski hat keine Beeren, ist noch zu klein.

Auf meiner Watchlist sind:
* Neslukhowski. In der Ukraine ist es die Referenz-Sorte, gefällt jedem. Habe ich noch nicht, hoffe aber, einen Setzling im nächsten oder übernächsten Jahr zu bekommen.  :)
* Süße Lea. Lese gerne die Erfahrungsberichte anderer Foristi, kann mich bis jetzt aber noch nicht zum Kauf entscheiden, irgendwie fehlt bei mir im Kopf noch ein Gesamtbild.
* Die Mucurines eben, für Konfitüre.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 14. Juli 2019, 23:41:49
Heute Stachelbeeren geerntet, hier zwei Sämlinge.
Einmal eine rotbraune großfrüchtige Variante an langen Fruchtstielen(gut zum ernten), die anderen sehen fast aus wie Jostabeeren. Sie haben auch diese Größe. Beides sind Sämlinge von einer großfrüchtigen roten Johannisbeere. Die rote werde ich behalten, die andere hat fast so fiese Dornen wie Ribes divaricatum muß weg. Das wird ein wenig schwierig denn beide sind in einander verwachsen weil sie auf dem Bändchengewebe gekeimt sind und ich sie einfach wachsen gelassen habe um zu beobachten was dabei raus kommt. Die Geschwistersämlinge die ich vor vier Jahren getopft habe wollen nicht blühen, mögen die Topfhaltung nicht.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rieke am 14. Juli 2019, 23:50:17
Ich werde meine rote Hinnonmäki dieses Jahr evtl. entfernen. Hängt zwar im 4en Jahr voll mit Beeren, aber hat eine zu dicke und harte Schale und schmeckt mir nicht. Werde eine Konfitüre versuchen, aber ich glaube die Beeren sind nicht sauer genug für eine Konfitüre. Die Mucurines dürften in Konfitüre deutlich besser schmecken. Die roten Hinnonmäli ist auch nicht sonnenfest, die Beeren bekommen Sonnenbrand.
Sonnenbrand ist bei unserer Roten Hinnonmäki (letztes Jahr gepflanzt) auch ein Problem. Dabei steht sie gar nicht so extrem sonnig. Die große Hitze im Juni war wohl zuviel. Die Süße Lea daneben hatte kaum Sonnenbrand, Redeva auch nicht. 
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 14. Juli 2019, 23:53:59
Das sind drei verschiedene Stachelbeeren die ich 2016 von Rib-isel bekam.

Einmal eine kleine grüne die ein wahrer Massenträger ist. Leider ein wenig schwer zu beernten da die Früchte sehr dicht am Trieb hängen und dieser viele kleine fiese Dornen hat. Mit der Schere Triebe ernten und dann die Beeren mit der Schere abzwicken geht am besten, fördert gleich den Neuaustrieb ;)

Die zweite ist noch am schwächsten wachsend, eine große matt hellgrüne mit ein paar "Versucherle" dran.
Die gefällt mir sehr gut.

Die dritte ist eine rote mit sehr guten Aroma wenn auch die Haut wie bei allen etwas fest und sauer ist.
@ Rib-isel, Du hattest mal Rolonda als Sortennamen in den Raum gestellt. Könnte sie es sein?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 14. Juli 2019, 23:55:14
Hier die drei etwas näher, einmal kleinfrüchtig grün.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 14. Juli 2019, 23:56:03
Groß und hellgrün
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 14. Juli 2019, 23:56:45
Die Dritte ist die rote.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 15. Juli 2019, 00:01:13
Sonnenbrand ist bei unserer Roten Hinnonmäki (letztes Jahr gepflanzt) auch ein Problem. Dabei steht sie gar nicht so extrem sonnig.
Bei mir haben fast alle Stachelbeeren ein Problem wenn es auf heiß und sonnig wechselt.
Selbst die grünen Sorten, besonders Mucurines, trotzdem bleibt genug zum ernten übrig.
Die Hinnonmäki rot hängt noch im Halbschatten, zeigt noch nicht genug Farbe und ist noch sehr fest. Der gebe ich noch 8-10 Tage zur Vollreife. Die feste Schale stört mich an dieser Sorte auch.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Witteke am 15. Juli 2019, 09:11:28
Interessant, was ihr alle zur roten Hinnonmäki schreibt. Ich habe die erst das zwei Jahr im Garten, und hatte die harte Schale, die mich auch sehr stört, bisher auf die Trockenheit geschoben. Wenn das bei der Sorte der Normalzustand ist, überlege ich auch ernsthaft, die auszutauschen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Waldgärtner am 15. Juli 2019, 21:07:53
Heute hab ich in der örtlichen Baumschule 2 Früchte von der Stachelbeere Tatjana probiert und sehr lekcer gefunden.
Die Schale war eher dünn (zumindest deutlich dünner als bei Invicta) und die Beeren fast haarlos mit deutlicher Süße und trotzdem Aroma.
Wenn ich demnächst wieder einen Garten habe, kommt die auf jeden Fall rein :)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 17. Juli 2019, 23:31:39
Schön dass sich meine Pflanzen bei dir sich so gut gemacht haben :D Das freut mich. Ja, die rote könnte Rolonda sein. Die große, grüne müsste die Stachelarme sein, die ich mal im Wald fand.
Die Kleinfruchtige müsste recht aufrechtwachsend sein, kannst du die Beobachtungen so Bestätigen?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 18. Juli 2019, 00:09:51
Ja, das kann ich ganz genau so bestätigen, ich bin sehr zufrieden mit den Pflanzen.

Jetzt habe ich nur das Problem die Dinger auseinander zu bekommen. Eigentlich habe ich jede Sorte als eine Art Horst gesteckt im Abstand von 30 cm. Aber irgendwie ist da etwas schief gelaufen denn im einen Busch der ja jetzt aus mehreren Stecklingen besteht muß sich die kleine grüne reingemogelt haben. Ich habe dummerweise erst abgeerntet und dann geschaut ::) Das heißt ich muß die Teile ganz vereinzeln und nächsten Jahr die schöne rote kennzeichnen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Api am 18. Juli 2019, 00:30:36
Heute hab ich in der örtlichen Baumschule 2 Früchte von der Stachelbeere Tatjana probiert und sehr lekcer gefunden.
Die Schale war eher dünn (zumindest deutlich dünner als bei Invicta) und die Beeren fast haarlos mit deutlicher Süße und trotzdem Aroma.
Wenn ich demnächst wieder einen Garten habe, kommt die auf jeden Fall rein :)

Ich habe letzten Samstag auf dem Gelände des örtlichen Obst- und Gartenbau Vereins die Tatjana probiert. Niemand erntet die da, deshalb habe ich nicht nur zwei Beeren probieren können. Ich war sehr angetan, um nicht zu sagen, begeistert.  Du hast sie sehr gut beschrieben. Ergänzen möchte ich noch, dass die Beeren auch eine schöne Größe haben. Die Tatjana kommt mir auch in den Garten. Sie erinnerte mich ein wenig an Hönings Früheste.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wurmkönig am 19. Juli 2019, 07:05:55
Beim Marmeladekochen mache ich vorher die vertrockneten Blütenstängel an der Spitze der Stachelbeere immer mit der Hand mit einem Messer ab - Stück für Stück. Nach mittlerweile 8 kg macht sich eine gewisse Lustlosigkeit breit - hat da jemand eine bessere vor allem schnellere Methode?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 19. Juli 2019, 21:36:48
Ist bestimmt nicht schneller aber ich schneide die abstehenden Teile mit der Schere ab.
Dazu halte ich die Schere über eine kleine Schüssel damit der Abschnitt gleich nach unten fällt.

Mit Scheren gehe ich lieber um als mit Messern. Bei mir wird auch der Schnittlauch und manch anderes Kräuterlein mit der Schere geschnitten.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: catinca am 19. Juli 2019, 23:16:38
Mit einer Nagelschere geht`s am besten, finde ich.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 19. Juli 2019, 23:56:06
Gerade fällt mir ein, vielleicht sollte ich es einmal mit einer Einringschere versuchen, damit würde das lästige öffnen der Schere entfallen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 20. Juli 2019, 10:36:09
Ich mache das mit dem Fingernagel. Bei 8kg und Marmelade wirds mitgekocht. Das ist Strafarbeit.
Kann mir höchstens vorstellen dass es schneller geht, wenn man die Früchte über ein flaches Sieb mit rund 3-5mm Maschenweite reibt.
Kanns gerade nicht ausprobieren, Stachelbeerernte war hier vor ein paar Wochen. 
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 20. Juli 2019, 15:29:48
Ist der Kelch euch so störend? Bei dem Marmeladenbrei sind eher die Kerne die nerven. Vom Kelch merke ich nichts.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 20. Juli 2019, 21:37:54
Aber der Stiel ist hart und bei manchen Früchten sehr lang.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Waldgärtner am 21. Juli 2019, 10:15:23
Heute hab ich in der örtlichen Baumschule 2 Früchte von der Stachelbeere Tatjana probiert und sehr lekcer gefunden.
Die Schale war eher dünn (zumindest deutlich dünner als bei Invicta) und die Beeren fast haarlos mit deutlicher Süße und trotzdem Aroma.
Wenn ich demnächst wieder einen Garten habe, kommt die auf jeden Fall rein :)

Ergänzen möchte ich noch, dass die Beeren auch eine schöne Größe haben.

Die gute Größe war mir auch aufgefallen!
Aber ich wusste nicht, wie sehr da nachgeholfen wurde, bzw. wie das später im Garten wird.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 21. Juli 2019, 11:20:15
Das sind drei verschiedene Stachelbeeren die ich 2016 von Rib-isel bekam.

Einmal eine kleine grüne die ein wahrer Massenträger ist. Leider ein wenig schwer zu beernten da die Früchte sehr dicht am Trieb hängen und dieser viele kleine fiese Dornen hat. Mit der Schere Triebe ernten und dann die Beeren mit der Schere abzwicken geht am besten, fördert gleich den Neuaustrieb ;)

Die zweite ist noch am schwächsten wachsend, eine große matt hellgrüne mit ein paar "Versucherle" dran.
Die gefällt mir sehr gut.

Die dritte ist eine rote mit sehr guten Aroma wenn auch die Haut wie bei allen etwas fest und sauer ist.
@ Rib-isel, Du hattest mal Rolonda als Sortennamen in den Raum gestellt. Könnte sie es sein?

Hier sind ein paar meiner Stachelbeeren im Vergleich. Von dem kleinen "Massenträger" habe ich heuer nichts.
Von links nach rechts:

Ein starkwachsender Sämling (Pflanze so groß wie ich, ca 180cm, freistehend) mit großen Beeren, die heuer wegen der Trockenheit etwas kleiner ausfallen. Austrieb im Jahr ist sehr früh, habe habe keine Probleme mit dem Frost. Leicht amerikanischen Mehltau anfällig, ist aber mit leichter Auslichtung und zwei, drei Schnitten, sehr gut in den Griff zu bekommen. Pflanze sitzt zudem recht ungünstig im schattigen Gebüsch. Ich brauche noch einen Arbeitstitel für das Ding.

Danach kommt die Rolonda, die bei mir noch nicht den Reifezustand wie bei Elro erreicht hat.

Danach kommt die hellgrüne Stachelbeere mit leichter Bestachelung, die bei Elro schlecht wächst. Hier wächst sie heuer recht ordentlich. Ich nenne sie die "Waldstachelbeere" (wegen des Fundorts)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 21. Juli 2019, 11:23:24
Hier der Habitus der Waldstachelbeere. Ohne Hochbinden, geht da nix
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 21. Juli 2019, 11:25:19
Hier kann man die Stachelärme sehen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 21. Juli 2019, 23:49:01
Hier der Habitus der Waldstachelbeere. Ohne Hochbinden, geht da nix
Noch stehen hier die Triebe straff aufrecht, es hingen ja auch nur wenige Früchte dran. Ich beobachte das genauer.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 22. Juli 2019, 09:22:07
Sie liegt bei mir nicht wegen des Fruchtgewichts, sondern weil die Pflanze eben so wächst. Eben ein Nachteil
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 22. Juli 2019, 22:43:26
Gestern habe ich mir die "Waldstachelbeere" noch einmal angeschaut, alle Triebe waren straff aufrecht.
Entweder kommt das erst wenn der Strauch größer wird oder ich habe noch eine andere Sorte von Dir bekommen. Ursprünglich waren es nämlich vier verschiedene Sorten aber bei einer Sorte gab es einen Totalausfall in Sachen Bewurzelung.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 23. Juli 2019, 18:09:41
Die jungen Triebe stehen, gehen sie aber in das 3, 4 Jahr, liegen sie. Wenn dich dir weitere Reiser geschickt hatte, dann vermute ich auf die Große, die ich im Post 487 ansprach, aber die ist nicht schwachwachsend. Ich gucke noch mal nach, ob ich es nachvollziehen kann, was ich dir schickte.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 24. Juli 2019, 22:33:33
Meine Stachelbeerenrte wurde durch Sonnenbrand großenteils ein Opfer der ersten Hitzewelle im Juni, als die Früchte noch unreif oder halbreif waren. Von Süßer Lea und Roter Hinnonmäki sind so gut wie alle sonnenexponierten Früchte betroffen - von einem urspünglich riesigen Behang blieben im wesentlichen die Früchte im Inneren der Sträucher oder auf der sonnenabgewandten Seite.

Was bis dato noch hängt ist jetzt sehr reif bis überreif. Vorige Woche habe einige Früchte "Mr. Green" einer Bekannten vermacht und sie meinte, die schmeckten nach Kiwi. Ich würde ergänzen ".. und nach Zimt". Eine relativ kleine Stachelbeere mit eigemwilligem Geschmack.

Meine Ernte von "Darling" wollte mir eine andere Dame nach einer Kostprobe rundweg abkaufen...  -die schmeckt wirklich sehr rund.
Darling isr vielleicht die am besten aufrecht wachsende Stachelbeere, die ich habe.

Auch mit Flavia habe ich mitlerweile Frieden gschlossen: Gut reilf sehr süß und mild. Manche Früchte, besonders bei Überbehang der Ruten, schmecken ein  bisserl fad, aber die meisten sind lecker.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rieke am 24. Juli 2019, 23:11:09
Redeva scheint jetzt erst richtig reif zu sein. Mir schmeckt sie gut, angenehm sauer und fruchtig.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: kaliz am 25. Juli 2019, 00:33:53
Vorige Woche habe einige Früchte "Mr. Green" einer Bekannten vermacht und sie meinte, die schmeckten nach Kiwi. Ich würde ergänzen ".. und nach Zimt". Eine relativ kleine Stachelbeere mit eigemwilligem Geschmack.

Gut zu wissen, Danke. Damit fliegt sie definitiv von der Wunschliste. Eine Stachelbeere die nach Zimt schmeckt brauch ich nun wirklich nicht.

Meine Hinnonmäki rot sind jetzt so gut wie durch. Die Fruchtqualität war absolut top. Meinem Partner und mir schmecken sie echt sehr gut, aber wir haben auch kaum Vergleich. Die zwei Pflanzen stehen relativ schattig unterm Marillenbaum. Mit Sonnenbrand haben wir daher zum Glück kein Problem und nicht mal die Wanzen gehen dran, obwohl die sonst echt alles anstechen. Es gab dieses Jahr auch sehr viele Früchte.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 25. Juli 2019, 10:20:38
Noch zwei Erfahrungen mit letztem Jahr neu gepflanzen Sorten, heuer etwas Ertrag:

- "Grüne Zuckerstachelbeere" von Manfred Hans. Glatt, richtig knallig grasgrün, heftig viel Säure. Sie hat auch Zucker und klares, deutliches Stachelbeeraroma, aber die Säure schlägt alles. Heftig. Lags an Wassermangel zur Reife? Oder ist die Sorte einfach so sauer? Entbehrlich ausser zum Marmelade kochen. Pflanze wächst gut.

- Luberas Wunderfrucht Crispa Darling, wird mit Luberasprech ähnlich "kreativ" angepriesen wie es Manfred Hans mit seinen Sachen tut. Etwas böse Stacheln, sie sind lang. Wird im Alter vielleicht noch besser. Im Wuchs ebenfalls gut, könnte aber aufrechter sein. Die Früchte sind ideal für Leute, die keine Stachelbeeren mögen. Sie schmecken nach irgendwas blumigem, aber wenig nach Stachelbeeren. Ein Sauvignon Blanc aus Neuseeland aus Marlborough schmeckt stärker nach Stachelbeere. Säure ist kaum da, die wirkt wie ausgestanzt. Sie verkostet sich sehr gut, aber nach dem ersten Überraschungeffekt merkt man, dass man eigentlich nicht viel davon isst und auch für die Verarbeitung ist sie wenig brauchbar.

Zwei extreme Gegenpole. Jetzt bitte das Aroma der Grünen mit der Blume und weniger Säure der Crispa :-)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Ayamo am 25. Juli 2019, 10:42:58
Luberas Wunderfrucht Crispa Darling, ...
... ideal für Leute, die keine Stachelbeeren mögen.
;D
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 25. Juli 2019, 13:32:08
Also hier und da meine ich auch einen Zusammenhang zwischen Säure und Wassermangel sehen zu können. Bei der Hitze könnte man hier und da doch mehr Süße erwarten.

@Elro

Leider kann ich nicht mehr nachvollziehen, was ich dir all damals geschickt habe. Sorry.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 25. Juli 2019, 13:33:22
Noch ein Nachtrag zur grünen Zuckerstachelbeere: Nachdem ich mein Refraktometer wieder gefunden habe, konnte ich noch den Zuckergehalt bestimmen: 70°OE. Zucker hat sie also durchaus viel eingelagert, aber eben auch sehr viel Säure behalten.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 25. Juli 2019, 13:35:51
Muss meinen Refraktormeter auch mal suchen. Habe damit heuer noch nicht herum gespielt
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 25. Juli 2019, 17:41:37
Könnte nicht eine dickere Fruchtbreikonsistenz das Messergebnis verfälschen ?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 25. Juli 2019, 17:55:43
Man braucht nur einen Tropfen Saft und muss die Frucht dazu nicht zermusen. Mehr Fruchtfleischreste führen im Refraktormeter nicht zu Fehlmessungen, sondern zu immer unschärferer Anzeige. Selbst wenn die Messung nicht genau ist, führt ein Fehler nicht zu graduell anderen Ergebnissen. Dann sind es z.B. 68° oder 72° statt 70°. Ein leichter Fehler entsteht auch durch hohe oder tiefe Temepraturen.

Incivta schafft 50°, andere Sorten 60°, in diesem Intervall liegt das Gros der Sorten. Alte Sorten tendentiell sogar mehr. Alles über 60° kann man bei Stachelbeeren schon als sehr zuckerreich bezeichnen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 25. Juli 2019, 18:49:21
Und da das Refraktometer nun schon mal ausgepackt wird: Süsse Lea 51° OE, Russische Riesenbeere (komplexe stachelbeerähnliche  Hybride mit viel R. divaicatium, auch so ein "Fund" von Manfred Hans) um die 80° OE, ist aber überreif.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 25. Juli 2019, 19:55:21
So, ich habe auch mit dem Refraktprmeter herum gespielt.
Ich beeziehe mich bei meinen Messungen auf die Beeren, die man im Post #487 beschauen kann, von denen zwei (rechts und mitte), auch Elro schon vorgestellt hat.

Hier Zeige ich noch einmal mein Bild, dann ist es auch leichter nachzuvollziehen.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=40318.0;attach=661420;image)

Da mein gerät in Brix skaliert ist, habe ich das ganze hiermit in Oechsle umrechnen lassen: http://wein-kunde.de/Seiten/ueber_wein/seiten/mostgewicht.html

Links die Große Stachelbeere: ca. 20 Brix = ca. 97 Oechsle
Mitte Rolonda (?): ca. 16 Brix = ca. 78 Oechsle
Rechts "Waldstachelbeere":  ca. 14 Brix = ca 68 Oechsle

Dazu kam noch Hinnonmäki Rot: ca. 17,5 Brix = ca. 85 Oechsle
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 25. Juli 2019, 20:24:33
Ich habe davon nur Hinnonmäki rot, aber so hohe Werte nicht mal annähernd erzielt. Bist du sicher, richtig gemessen zu haben? Bei Überreife trocken sie z.B. ein und der Zucker konzentriert sich.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wurmkönig am 25. Juli 2019, 20:34:40
Also bei der Crispa Darling - meiner Süssesten habe ich jetzt gerade vom Strauch 15 Brix gemessen, bei Gunner von Deaflora schon leicht eingeschrumpelt waren es knapp 10 Brix.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 25. Juli 2019, 22:30:07
@Elro
Leider kann ich nicht mehr nachvollziehen, was ich dir all damals geschickt habe. Sorry.
Macht nix, ich habe dummerweise meine PM zuviel ausgelichtet und finde auch nichts mehr.

Ich denke, daß es die "Waldstachelbeere" ist.  Die Triebe sind ja noch jung und darum aufrecht. Alt werden sie bei mir nicht weil ich Stachelbeeren mit der Schere ernte und damit meine ich die ganzen tragenden Triebe.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 25. Juli 2019, 22:30:48
Hier hat auch "Risulfa" (sofern das "i" im Namne kein Druckfehler war...) eine Ernte abgegeben: Tropfenförmige, nicht allzu große Beeren - in Gestalt und gummiartiger Konsistenz an Redeva erinnernd. Eigentlich eine Art "gelbrüner Redeva" mit einem mittelprächtigen Aroma, passabler Süße umd mittelprächtiger Säure; genießbar - aber kein "Muß".

Der Strauch wächst wie der Teufel, extrem vital, gesundes Laub und dicke, aufrechte Triebe - mit höllischen Stacheln!
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 26. Juli 2019, 00:17:51
Ich habe davon nur Hinnonmäki rot, aber so hohe Werte nicht mal annähernd erzielt. Bist du sicher, richtig gemessen zu haben? Bei Überreife trocken sie z.B. ein und der Zucker konzentriert sich.

Nein, ich habe mir schon Mühe gegeben die richtigen Früchte zu nehmen/ Zu messen. Normal reife, mit praller Außenschale. Selbst auf die Außentemperatur habe ich mein Gerät neu eingeeicht. Ich kann es noch mal wiederholen. Für mich waren die Werte auch ein wenig überraschend. ich nahm meist nur eine Frucht. Gut, hier sollte auch die Regel gelten: "Eine Messung ist keine Messung". Bei der Hinnonmäki sind keine Früchte mehr da. Dort hatte ich aber zwei Beeren gemessen, die um ein Brix differierten, so dass ich hier den Durchschnittswert angab.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 26. Juli 2019, 04:09:43
Die Tatjana habe ich mit 13 Brix gemessen, Invicta brachte 11 Brix. Süse Lea war leider schon gegessen - geschmacklich aber etwas süßer und angenehmer in der Konsistenz und Schale, als die anderen beiden.
Eine Heidelbeere ergab 10 Brix.
Wer mißt, mißt Mist !  :P
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 26. Juli 2019, 08:38:03
10 Brix bei Heidelbeere? Das ist wirklich wenig. Komische Jahre, komische Werte würde ich sagen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 26. Juli 2019, 08:51:09
Stimmt, so sauer hab ich auch keine Heidelbeere in Erinnerung, war mir auch sofort verwundert aufgefallen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: kaliz am 26. Juli 2019, 11:18:08
Moment, niedrige Brix müssen nicht heißen, dass das Obst sauer ist, es ist einfach nicht sonderlich süß, mehr sagt der Wert nicht aus.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 26. Juli 2019, 17:25:37
So, ich habe noch mal nachgemessen. Dabei nahm ich je  3 Beeren der Waldstachelbeere, links, Rolonda, mitte und der Großen, rechts.
Die einen Beeren, der die ich gestern bei Rolonda und bei der Großen maß, waren Ausreißer. Das ergab die jetztige Messung ganz klar.

Folgende Werte maß ich nun in Brix:
Waldstachelbeere
14,0
13,2
13,0

Rolonda
14,6
14,2
13,4

Große
18,8
18,4
19,2
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 26. Juli 2019, 19:41:33
Hier eine wildere, kleinere, braun-grüne Stachelbeere, und ein Allerweltssämling, den ich zur Rolonda zur Befruchtung pflanzte. Die rote ist die Rolonda. Messeungen und Geschmacktest kommt morgen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 01. August 2019, 16:21:04
Habe gestern die meisten Beeren der Rolonda und dessen gelb-grün-fruchtigen Befruchter abgeerntet. Der Rest ist für die Amseln. Die hatten heuer mit den Steinbrechgewächsen eh mehr Freude als ich ;D :P

Diese gelb-grüne Stachelbeere, die ich, wie schon erwähnt, eineinfacher Wildling ist, zeigte heuer im Ertrag eine bessere Performance, als die Rolonda. Ob es an den Spätfrösten oder an der Trockenheit lag, kann ich nicht sagen, ich tippe aber auf das Erstere. Ich werde es aber weiter beobachten. Auffallend an dieser gelben Stachelbeere finde ich, dass deren Beerengröße doch recht auffallend schwankt, Von kleinen, wildstachelbeer-ähnlichen Früchten bis hin zu mittelgroßen, war alles dabei.

@Elro: Hast du die Rolonda dieses Jahr in die Überreife gehen lassen? Ich bin immer wieder begeistert, wie sie noch an eine neue Aromanote dazu bekommt. Sie erinnern dann an Kaugummis aus dem Stöpselautomaten.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 01. August 2019, 21:20:30
@Elro: Hast du die Rolonda dieses Jahr in die Überreife gehen lassen?
Nein, so lange konnte ich nicht warten weil mein Mieter im angrenzenden Beet den Fimmel hat alle zwei Tage den Boden um seine Chili zu hacken und mir dabei jeden Tag ein paar mehr Früchte abgeschüttelt hat.
Darum werde ich die Pflanzen auch versetzen müssen, weit weg von so einem wilden Hackteufel ;D
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 08. August 2019, 21:33:17
Habe heute tatsächlich in einer der schattigeren Ecken des Gartens einige bisher übersehene Stachelbeeren entdeckt:
Restliche "Risulfa" und dann noch die drei von Deaflora gelieferten alten Sorten "Careless", Langley Gage" und "White Eagle".

Die Risulfa waren sehr reif, teils überreif, wunderbar süß und vollmundig, voller Geschmack (cydorian würde vielleicht sagen "schmeckt nach allem anderen als nach Stachelbeere") - egal, sie waren total gut. Dann ein paar Beeren "White Eagle" in den Mund gesteckt - ja pfui, die waren so was von fade und sauer! Die "Careless" und die "Langley Gage" kaum besser - wie angesäuertes Wasser mit einem kleinen Schuss grünen Aromas. Fad ist gar kein Ausdruck, meine bei weitem schlechtesten Stachelbeeren, da ist jede Hinnonmäki ein Gourmeterlebnis dagegen!

Jetzt könnte man einwenden, in der schattigen Ecke werden Stachelbeeren halt nicht besser; aber die "Risulfa" wächst genaus zwischen der White Eagle und den anderen beiden von Deaflora, hat also auch keinen bessren Platz.

Gottseidank konnte ich noch ein paar Risulfabeeren finden und schnell wieder den fad-sauren Geschmack der alten Sorten loswerden.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: JörgHSK am 08. August 2019, 21:47:13
Ich habe Langley Gage auch, die wächst ziemlich stark, aber Geschmack ganz das Gegenteil, dünne Schale, ich fand sie eine der besten. Aromatisch-süß. Ich habe noch Yellow Champagne und Maiherzog,  die hatten dieses Jahr etwas Probleme mit Sonnenbrand.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Balder am 08. August 2019, 22:25:23
Ich hatte dieses Jahr auch große Probleme mit Sonnenbrand... Bei mir hat es sogar die Johannisbeeren erwischt.

Mein Favorit wie jedes Jahr:
Schwarze Honigbeere - einfach lecker. Und kann lange am Strauch bleiben. Je länger sie hängt, desto besser wird sie. Nur kommen irgendwann Amseln und Wespen. Leider nur richtig gut direkt vom Strauch. Lässt - auch im Kühlschrank - geschmacklich sehr schnell nach.

Platz 2 geht an die gelbe Solemio von Lubera - schön süß und einfach toll vom Geschmack.

Platz 3 ebenfalls wieder Lubera - die rote Darling. Aber schon ein gutes Stück hinter den ersten beiden.

Mr. Green finde ich seifig - nicht mein Fall.

Flavia hat mir ein zu kurzes Erntefenster. Erst nicht reif, dann überreif. Richtig erwischt ist sie ziemlich gut. Geschmacklich nah an der schwarzen Honigbeere. Ich gebe ihr nochmal ne Chance, sonst Rodungskandidat.

Captivator ist geschmacklich okay - und die Stachelbeer-Marmelade mit 20% Banane ausgesprochen lecker. In der Summe eine Schöne Sorte.

Süße Lea ist irgendwie nicht so mein Geschmack. Nicht schlecht, aber... Die meisten, die ich aber probieren lasse, finden sie ganz gut. Aber wenn sie danach die Solemio essen, ist der Geschmackssieger klar.

Invicta finde ich besser als ihr Ruf. Allerdings muss man sie wirklich schön reif werden lassen. Geschmacklich mittelmäßig, aber gesunde Pflanze mit regelmäßig hohem Ertrag.

Von Ironmonger konnte ich ein paar Früchte probieren - nicht schlecht.

Rokula, Redeva und Rolanda hatten ihre ersten Früchte - in Kombination mit dem vielen Sonnenbrand verschiebe ich eine Bewertung aufs nächste Jahr.

Muscurines hatte ich mal - hat mir aber nicht so richtig geschmeckt.

Auf der Watchlist stehen (erhältlich hier)
Niesluchowski
Northern Captain

Evtl. noch:
Kamieniar
Martlet
Rixanta
Rodnik
White Smith

Falls jemand zu den Sorten Erfahrungen hat, nur her damit...
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Melisende am 08. August 2019, 22:30:54
Wir haben nur eine dunkelrote Stachelbeere (seit 5 Jahren), von der ich nicht weiß, wie sie heißt.

Sie hatte bisher jedes Jahr wunderbar schmeckende Früchte.

Heuer schmecken sie erstmals nicht: Es ist viel zu viel Säure vorhanden.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 09. August 2019, 07:30:50
Wann wäre der Zeitpunkt, um einen Stachelbeerhochstamm zu köpfen und eine schwarze Johannisbeere auf zu veredeln ?
Einmal habe ich gelesen, von August/September und ein anderer schreibt was von März ?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 09. August 2019, 12:16:11
Eine solche Veredelung macht man per Geispfropfung. Diese kann man sorgenlos Februar o. März machen. Da würde ich, direkt vor der Veredlung, die Krone abwerfen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 09. August 2019, 14:43:16
Heute schrieb mich ein Forumsmitglied an, dessen Nickname ich hier nicht nennen mag, da ich nicht nach seiner Erlaubnis fragte ihn nennen zu dürfen, ob bei den Stachelbeeren und Schwarzen Johannisbeeren die selbe Art als Unterlage genommen wird. Ja, bei beiden Kulturen, wie auch bei der roten Johannisbeere, wird die Goldjohannisbeere als Stammbilder/Unterlage verwendet. Ich denke dem ein oder anderen könnte diese Information interessant sein, daher habe ich es noch einmal hier erwähnt :)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 09. August 2019, 23:42:57
Letztes oder vorletztes Jahr gab es irgendwo ein Link zu einem englischen Anbieter von Stachelbeeren. Da gab es sehr viele alte Sorten.
Wie kann ich den Link am besten finden? Oder hat ihn Jemand ganz zufällig abgespeichert?

Zur Zeit bin ich wieder drauf und dran mit Stachelbeeren aufzurüsten.
Gerade wachsen 4-5 Sämlinge von meiner alten großfrüchtigen gelben, die allerdings sehr anfällig ist, im Hochbeet.
Da neben der gelben Sorte die Honigbeere wächst habe ich vor zwei Wochen die Sämlinge die direkt unter der gelben wuchsen vor vertrocknen gerettet. Ich hätte nicht gedacht, daß die 2cm Winzlinge so zäh sind, jetzt ist der größte schon 10cm hoch. Alle sehen gut aus aber mit kleiner fieser Bewehrung ;D
Ich habe den Verdacht, daß die Trockenheit die Anfälligkeit fördert denn alles was regelmäßig Wasser bekommt ist gesund. Das heißt fürs nächste Jahr Bewässerung bei den Beeren, wieder ein Perlschlauch verlegen ::)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andi Karusmari am 15. August 2019, 21:44:42
Hallo@all, bin neu hier im Forum.

Stachelbeeren sind neben vielen anderen Beerenarten meine Lieblingsbeeren, aber ich versuche mich auf ca. 10 Sorten zu beschränken, wobei bis jetzt nur 3 Sorten einen sicheren Stammplatz haben.

@Elro
Eventuell meinst Du den englischen Anbieter "Chris Bowers & Sons", die haben über 40 Sorten im Angebot.
Ich habe die vor kurzem kontaktiert und sie liefern auch nach Deutschland, allerdings nannten die mir 30£ als Portopauschale nach Germany.
Herbst und Frühjahr empfahlen die mir als Versandzeitraum nach Deutschland. Nach dem EU-Brexit wird das sicher komplizierter mit dem Import, aktuell kein Problem da EU, soweit ich weiß.

Falls aber jemand weiß, wo man die Sorten Martlet, Lord Derby und Freedonia (ursprünglich aus Kanada, evtl. dann resistent gegen echten Mehltau) in Deutschland bekommt, so wäre ich über eine Info dazu sehr dankbar.






Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: minthe am 15. August 2019, 21:50:23
Willkommen hier Andi!
Magst Du vielleicht erzaehlen, welche drei Sorten einen Stammplatz ergattert haben bei Dir?
Ich selbst habe momentan nur zwei Planzen - Suesse Lea und eine mir unbekannte rote, mit toller Gummidrops-Konsistenz...
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 16. August 2019, 00:08:15
@Elro
Eventuell meinst Du den englischen Anbieter "Chris Bowers & Sons", die haben über 40 Sorten im Angebot.
Ich habe die vor kurzem kontaktiert und sie liefern auch nach Deutschland, allerdings nannten die mir 30£ als Portopauschale nach Germany.
Hallo Andi, herzlich Willkommen hier bei uns.
Du könntest recht haben, daß es dieser Anbieter ist. Allerdings hatte ich andere Sorten im Kopf. Ich suche ja die "Haarigen"
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andi Karusmari am 16. August 2019, 15:15:49
Danke für die freundliche Begrüssung  :)

Meine Top 3 verrate ich gerne, sind aber keine allgemeingültigen Empfehlungen. Eher Flussaue-Klima hier (morgens recht feucht), weshalb ich überwiegend auf robuste möglichst mehltaufeste Sorten setze. Wir hatten auch einen sehr lehmigen Ausgangsboden, den wir über nun 6 Jahre mit Terra Preta Kompost aber schon stark auflockern und verbessern konnten.

Unter diesen Bedingungen ist bei uns die rote rumänische Zuckerstachelbeere klare Nr. 1. Sehr gesund und hat mich bisher in Sachen Ertrag und Geschmack nie enttäuscht. Insbesondere kommt sie auch herausragend mit Sonne, Hitze und Trockenheit klar, was ja evtl. künftig ein wichtiger Vorteil sein könnte. Ziehe sie auch gerade als Versuch noch 2-triebig an Bambusstäben hoch, das klappt auch gut und da ist sie schon auf 1,80 Höhe gewachsen. Ertrag für diese Anbauform ebenfalls gut. Ich mache dieses Jahr einige Stecklinge, da ich von der noch eine Dritte möchte b.z.w. schon Interessenten habe.
Geschmacklich auch von meiner Frau und Töchterle gemocht, die beide keine grossen Stachelbeer Fans sind.
Wegen der guten Resultate der roten Sorte teste ich jetzt auch die gelbe rumänische Zuckerstachelbeere, aber erst heuer gepflanzt kann ich noch nichts zu der sagen.

Platz 2 belegt eine alte gelbe Sorte, die ich von einem älteren Nachbarn bekommen habe, der sich leider nicht an den Namen erinnert und wir konnten das auch nicht mehr rekonstruieren. Als er das Grundstück in den 60ern erwarb soll sie schon im Garten da gewesen sein. Allerdings ist das die einzige Sorte, bei der ich im zeitigen Frühjahr zur Mehltau-Prophylaxe die Triebspitzen einkürzen muss. Sonst bekommt sie Mehltau. Seit ich das allerdings mache sind die Probleme mit Mehltau kaum mehr vorhanden. Pilz-Präparate will ich möglichst nicht spritzen, vorher würde ich sie auch aussortieren. (Das einzige was ich 1x im Februar im Garten mit einem Kupferpräparat spritze ist ein kernechter Weisser China-Pfirsich(baum). Die Kräuselkrankheit würde sonst zu stark und die Ernte kosten. Nach den weissen China-Pfirsichen sind wir einfach süchtig, weil so gut).

Platz 3 belegt Invicta, wächst gesund und ist auch ertragreich, allerdings vom Aroma etwas hinter den 2 oberen Sorten.

5 Sorten habe ich von Lubera (Crispa Darling, Crispa Goldling, Crispa Flavia, Mr. Green und die 5. müsste ich erst nachschauen bzw. Schild finden). Einige Lubera Pflanzen sind wirklich gut (z.B. Apfelbaum Utopia, Malini Reihe, einzige echte Säulenbirne etc.), aber die Stachelbeeren vom Inhaber und Züchter Markus Kobelt sind bei mir im Garten eher "Wackelkandidaten". Darling liegt bei denen vorne und wird bleiben. Aber 1-2 Jahre wird da noch getestet.

Ebenfalls bleiben wird Süsse Lea, weil Favorit meiner Tochter, klar ist sehr süss ;-)

Polnische Riesenstachelbeere und Black Velvet sind bei mir "Neuzugänge", zu früh für ein Urteil.

Ach ja, 2 dornenarme Sorten habe ich noch in 45 Liter Töpfen auf der Terrasse, hier hat unserer Meinung nach die gesunde Captivator den besseren Geschmack vor Spinnfree.

@minthe
Dann werd ich mal nachlesen, welche haarige Sorten Du suchst. Haben die Vorzüge?

Ups, ist jetzt etwas länger geworden
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 16. August 2019, 20:36:06
Dann werd ich mal nachlesen, welche haarige Sorten Du suchst. Haben die Vorzüge?
Für mich ja ;D
Ich finde die Haut weicher und nicht sauer und zäh wie bei den meisten glatten.
Außerdem liebe ich gerade die haarige Oberfläche, ein wahrer Gaumenkitzel.
Meiner Meinung unterscheidet gerade die haarige Oberfläche der Frucht von den anderen Beeren.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andi Karusmari am 17. August 2019, 09:58:04
mmh, glaube nicht, daß ich bisher so eine Gaumenkitzler der besonderen Art habe b.z.w. hatte.
Welche Sorten in der Richtung würdest Du empfehlen?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 17. August 2019, 10:46:36
Eben, genau das ist das Problem, ich suche selbst ;)
Ich hatte eine unbekannte gelbe die wurde vom Verticillium dahin gerafft, ansonsten ist eine hellrote seit zwei Jahren in meinem Garten. Sie war ein Steckling von einer Gartenfreundin aber leider ohne Namen, hatte dieses Jahr eine Beere dran.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 17. August 2019, 10:55:43
Wir müssen in diese Richtung Beeren züchten/selektionieren ;D

Wieder Sorten, die im kommerziellen Bereich keine Chance hätten :) Quitten in Kleinformat
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andi Karusmari am 17. August 2019, 11:24:06
Bei Deaflora gibts Early Green Hairy und Green Ocean, hat die schon jemand im Anbau? Aber alte Sorten heisst leider auch fast immer anfällig für den (importierten amerikanischen) echten Mehltau.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 17. August 2019, 11:28:19
Wir müssen in diese Richtung Beeren züchten/selektionieren ;D

Wieder Sorten, die im kommerziellen Bereich keine Chance hätten :) Quitten in Kleinformat
Genau, ich versuche es zwar gerade mit spontanen Sämlingen aber ich muß ja erst mal üben ;)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 17. August 2019, 11:33:18
Bei Deaflora gibts Early Green Hairy und Green Ocean, hat die schon jemand im Anbau? Aber alte Sorten heisst leider auch fast immer anfällig für den (importierten amerikanischen) echten Mehltau.
Die Early Green Hairy hatte ich bestellt. Ein Winzling im Staudentopf der nicht einmal ganz durchwurzelt war. Natürlich sehr mehltauanfällig, das kleine Ding ist jetzt erst 20cm hoch, bis man da mal Früchte erntet oder überhaupt sieht ob es etwas taugt, ich befürchte da vergehen noch Jahre.
Meine Sämlinge waren da viel flotter, im zweiten/ dritten Jahr waren da schon viele Früchte dran.

Ich wollte halt an alte haarige, gut schmeckende Sorten dran kommen um dann von diesen gute und gesunde Sämlinge selektieren.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andi Karusmari am 17. August 2019, 11:50:43
Okay verstehe, ich halt ab jetzt auch mal Ausschau nach solchen Raritäten und hör mich um. Du hältst uns hoffentlich auf dem Laufenden in Sachen Hairy Gooseberry  :)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 18. August 2019, 00:00:02
Hallo, ich komme aus Estland. Ich spreche kein Deutsch, also benutze ich einen übersetzer, wenn Sie interessiert sind, Schreibe ich kurz meine Meinung zu den Sorten, die ich züchte.
Sorten der Zucht des Kramer-Kindergartens kaufte ich im grüner- garten-
Kramer gelbe kugel, Kramer grune kugel, Süße Lea und auch Tatjana, Redeva.
Die Qualität ist sehr zufrieden, die Büsche waren groß und eine Sorte auf dem Stamm
Kramer gelbe kugel- Ich Liebe gelbe Stachelbeeren, weil ich die Farbe der Beeren dieser Sorte sehr mag, jedes Jahr ist es gut bestäubt, eine gute Resistenz gegen Krankheiten. Beeren sind klein, ich mag das Fruchtfleisch, es schmeckt süß duftend, die Haut ist steif und Sauer, wenn die Beere die Haut überreift, ist Sie ziemlich bitter.
Kramer grune kugel-Der Busch ist groß stark, eine gute Resistenz gegen Krankheiten, trägt jedes Jahr gut Früchte. Die Größe der Früchte ist über dem Durchschnitt, ich mag den Geschmack nicht.
Süße Lea- Gute Resistenz gegen Krankheiten und Ertrag, niedrige Zweige, Beeren sind ziemlich eindimensional über dem Durchschnitt, die Schale ist ziemlich zart und praktisch ohne Säure, das Fruchtfleisch des angenehmen Geschmacks, aber in meinen Bedingungen ist es nicht so gesättigt, wie ich möchte.
Redeva- Eine gute Sorte, sehr wenige Stacheln, gute Resistenz gegen Krankheiten, ein ziemlich angenehmer zarter Geschmack, dünne, aber harte Haut stört nicht besonders. Nach der Niederlage der Raupen Nematus ribesii wird dolgo wiederbelebt.
Tatjana-Dornen sind eine sehr kleine Menge, resistent gegen Krankheiten, Beeren sind überdurchschnittlich groß und groß, es gibt Sonnenbrand, den Geschmack mag ich nicht
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 18. August 2019, 09:37:30

Sorten von-Lubera
Flavia- lange war der Favorit für den Geschmack, aber ich weiß nicht, was in den letzten 2 Jahren passiert Link entfernt!1üher konnten die Beeren lange am Busch hängen und Ihr Geschmack verschlechterte sich nicht die Beeren verschlechterten sich nicht. Aber früher haben wir eine schlechte Drainage und wenn es lange regnete, stieg das Wasser sogar etwa 20 cm unter dem Bodenniveau hoch. Dieses Jahr war der Beginn des Sommers warm, dann gab es sehr viel Regen und Flavia war nicht so lecker und die Beeren begannen beim überreifen zu verderben .
Espera-ein starker Busch mit dicken Triebe, die Blätter sind schön glänzend, die Manifestation von Mehltau war ein Jahr auf den oberen Jungen Blättern, mehr Manifestationen der Krankheit wurden nicht gesehen. Die Früchte sind durchschnittlich bis groß. Geschmack gut aber nichts besonderes.
Solemio -nicht so viele Stacheln wie die üblichen Sorten, schöne Farbe der Beeren, mit optimaler Reife köstliche süße Beeren und Schalen verderben den Geschmack nicht , aber meiner Meinung nach ist diese optimale Periode nicht groß, wenn die Beeren länger hängen, wird der Geschmack ein wenig verderben. Aber es ist schwer für mich zu schätzen, weil ich oft auf Geschäftsreise bin.
Lady Sun-eine kleine Anzahl von Stacheln, ein ziemlich großer Busch, eine stabile Sorte, Beeren angenehmen Geschmack, die Größe ist gut, aber nicht sehr homogen.
Darling- mehrere Jahre hatte keine Zeit, es vollständig reif zu versuchen, in diesem Jahr stellte sich heraus, schöne Farbe, normale Größe der Früchte und eine gute eindimensionalität, die Haut ist ziemlich steif und das Fleisch ist flüssig, nicht Reich an Geschmack.  Ich mag es nicht wirklich, aber meine Schwiegermutter mochte es, schauen wir uns die nächste Saison an, wenn es weniger Regen gibt, kann der Geschmack besser sein.
Goldling-der Busch ist stark von mittlerer Größe, nicht krank, die Beeren sind schön gelb von mittlerer Größe und groß, der Geschmack ist angenehm, die Haut stört nicht stark, wenn die Beeren überreifen, dann gibt es einen schwachen Senf in der Haut, aber das verdirbt nicht viel. Meine Frau mag den Geschmack dieser Sorte, obwohl Sie Stachelbeeren nicht sehr mag.
Mr. Green - bis ich eine Meinung zu dieser Sorte gebildet habe, weil ich zu wenige Beeren bekommen habe. Letztes Jahr war der Geschmack ziemlich gut , in diesem Jahr schaffte ich es, eine überreifte Beere zu probieren, ich mochte es nicht . In diesem Zustand bittert die Haut und das Fruchtfleisch ist schlecht konsistent.
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Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 18. August 2019, 12:01:12
Welcome Andrii. Thanks that you told your experience. :)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 18. August 2019, 14:06:37
Danke! Für mich gibt es auch viel Interessantes in Ihrem Forum.
Larell - praktisch keine Stacheln, in dieser Hinsicht ist er einer der Führer. Es ist sehr schwierig, Stacheln auf Erwachsenen Pflanzen zu finden. Resistent gegen Krankheiten, blüht sehr spät wie Mr. Green. In den ersten Jahren, als weniger Sorten schlecht bestäubt wurden, und wahrscheinlich haben andere Sorten viel früher die Blüte beendet, in diesem Fall bilden Sie kernlose Früchte, Sie sind klein. Bei der Bestäubung sind die Früchte größer bis mittelgroß, süß mit einer dünnen, aber harten Haut ziemlich angenehm im Geschmack, aber "Radeva" mag ich mehr.
Remarka- diese Sorte wurde von uns in einem gartenladen gekauft, ich weiß nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass dies wirklich diese Sorte ist. Resistent gegen Krankheiten Früchte mit einer guten Größe sind die größten bis zu 12 Gramm, manchmal kann die Schale platzen, mittlerer Geschmack .
Pax- Stacheln ein wenig, resistent gegen Krankheiten, die Früchte sind groß mit einer guten eindimensionalität, Behaart, die Haut ist dick, aber mit guter Elastizität, das Fruchtfleisch des angenehmen Geschmacks, der Geschmack dieser Sorte wird als überdurchschnittlich bewertet.
Xenia-die ersten Jahre sind nicht gut gelungen ich habe vielleicht einen milden Winter am Anfang und dann näher am Frühling ziemlich starke Fröste haben einen schlechten Einfluss darauf. Resistent gegen Krankheiten, die Früchte sind groß schmeckt durchschnittlich . Dieses Jahr war die größte Frucht 17.47 Gramm
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 18. August 2019, 14:13:53
 Mein vorheriger Beitrag mischt sich irgendwie mit dem kopieren, ich bitte die Moderatoren, ihn zu entfernen. Post unten richtig
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 18. August 2019, 14:14:53
Danke! Für mich gibt es auch viel Interessantes in Ihrem Forum.
Larell - praktisch keine Stacheln, in dieser Hinsicht ist er einer der Führer. Es ist sehr schwierig, Stacheln auf Erwachsenen Pflanzen zu finden. Resistent gegen Krankheiten, blüht sehr spät wie Mr. Green. In den ersten Jahren, als weniger Sorten schlecht bestäubt wurden, und wahrscheinlich haben andere Sorten viel früher die Blüte beendet, in diesem Fall bilden Sie kernlose Früchte, Sie sind klein. Bei der Bestäubung sind die Früchte größer bis mittelgroß, süß mit einer dünnen, aber harten Haut ziemlich angenehm im Geschmack, aber "Radeva" mag ich mehr.
Remarka- diese Sorte wurde von uns in einem gartenladen gekauft, ich weiß nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass dies wirklich diese Sorte ist. Resistent gegen Krankheiten Früchte mit einer guten Größe sind die größten bis zu 12 Gramm, manchmal kann die Schale platzen, mittlerer Geschmack .
Pax- Stacheln ein wenig, resistent gegen Krankheiten, die Früchte sind groß mit einer guten eindimensionalität, Behaart, die Haut ist dick, aber mit guter Elastizität, das Fruchtfleisch des angenehmen Geschmacks, der Geschmack dieser Sorte wird als überdurchschnittlich bewertet.
Xenia-die ersten Jahre sind nicht gut gelungen ich habe vielleicht einen milden Winter am Anfang und dann näher am Frühling ziemlich starke Fröste haben einen schlechten Einfluss darauf. Resistent gegen Krankheiten, die Früchte sind groß schmeckt durchschnittlich . Dieses Jahr war die größte Frucht 17.47 Gramm
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 18. August 2019, 14:21:29
Wieder ein Fehler fehlte das Wort-Pax.
Obwohl der Text korrekt kopiert wurde.
Pax- Stacheln ein wenig, resistent gegen Krankheiten, die Früchte sind groß mit einer guten eindimensionalität, Behaart, die Haut ist dick, aber mit guter Elastizität, das Fruchtfleisch des angenehmen Geschmacks, der Geschmack dieser Sorte wird als überdurchschnittlich bewertet.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 18. August 2019, 15:24:10

Pax- Stacheln ein wenig, resistent gegen Krankheiten, die Früchte sind groß mit einer guten eindimensionalität, Behaart, die Haut ist dick, aber mit guter Elastizität, das Fruchtfleisch des angenehmen Geschmacks, der Geschmack dieser Sorte wird als überdurchschnittlich bewertet.


Jeder erzählt was anderes, was soll man glauben ? >>>

Zitat aus: https://pflanzen-enzyklopaedie.eu/obstpflanzen/stachelbeere-ribes-uva-crispa-pax/

"Pax-Krankheiten und Schädlinge: Diese Pflanze ist leider für den Amerikanischen Stachelbeermehltau und die Anthraknose der Blätter anfällig. Zu den Schädlingen gehören Blattläuse, Gemeine Spinnmilben, Johannisbeer-Glasflügler, Weißbindige Rosenwickler und Larven, die die Blätter fressen."  :o
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 18. August 2019, 16:48:32
Sie haben Recht, es gibt absolut keine stabilen Sorten, ich kann als nicht-proffesionaler phytopathologe keine Anzeichen von Krankheit bemerken, außer wenn es Sorten gibt, die als resistent gelten. Dann sind Anthracnose und septoriose alle Sorten in gewissem Maße Link entfernt!1 Sorten haben diese Stabilität auf einem solchen Niveau, das keinen Grund zur Besorgnis gibt.  Darüber hinaus können Pflanzen in unangenehme Bedingungen geraten, dann fällt Ihre Immunität. Ich habe die Meinung Ihrer Wissenschaftler gelesen, dass Stachelbeeren im Süden mehr mit Mehltau krank sind als im Norden. Obwohl wir mehr feucht und viel Niederschlag Bedingungen für die Krankheit weniger, da die Temperatur wichtig ist,und im Süden der Niederschlag kann klein sein, aber am morgen gibt es Tau und es ist genug für Mehltau. Es gibt andere Beispiele - die Sorte Neslukhovski wurde in der Ukraine ausgewählt und dort und in Estland gibt es keine sichtbaren Anzeichen der Krankheit, aber nördlich in Russland beschweren sich einige über die schlechte Resistenz dieser Sorte gegen Mehltau.Züchter Claudia Sergeeva bemerkte solche Merkmale von stabilen Sorten, dass Sie im Frühjahr Triebe schneller entwickeln und Altern, und alte Triebe und Blätter sind nicht anfällig für Mehltau, wenn der Mangel an Feuchtigkeit im Frühjahr Ernährung und Wärme das Wachstum der Triebe hemmt und eine stabile Sorte kann unter solchen Bedingungen betroffen Link entfernt!1 habe ein Beispiel mit Mr. Green, mein Freund aus der Schweiz kaufte und brachte mir einen Sämling, er Schnitt es kurz irgendwo Ende Juli begann junge Triebe zu wachsen, und diese Zeit, wenn gute Bedingungen für Mehltau, zu mir kam dieser Sämling nach etwa einem Monat sehr stark von der Krankheit betroffen, 3 oder 4 mal behandelte ich die Topaspflanze, die es überlebte, für den Winter blieb auf dem Fenster in der Wohnung, jetzt wächst dieser Sämling ohne Behandlung mit Fungiziden .
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 18. August 2019, 21:41:37
...Natürlich sind die verschiedensten Erfahrungen interessant,
nützt nur nichts für den individuellen Anwender nicht. ::) Da kann nur jeder selbst irgendwas kaufen - abwarten - probieren - okeh - oder wegschmeißen.  8)
Und das nicht nur bei Stachelbeeren !
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andi Karusmari am 19. August 2019, 10:18:03
Da stimme ich Dir zu 555Nase. Wobei ich bei bestimmten Sorten bessere Erfolgschancen sehe.
Mich würde mal interessieren, ob jemand mit der roten rumänische Zuckerstachelbeere schlechte Erfahrungen gemacht hat. Schädlings- und Krankheitsdruck, sowie Feuchtigkeit ist bei uns im Garten ja hoch.
Bei den Gurken waren wir z.B. auch schon am aufgeben, weil da meist im Juli wegen Mehltau Ende mit Ernte war. Ein russische Gurkensorte in einer quasi letzten Versuchsreihe zeigte sich dann zum Glück so robust, daß sie seit 3 Jahren bis zum Frost durchhält. Sind aktuell wieder auf über 2 Meter Höhe und bilden am Holzgerüst eine richtig gesunde gut tragende "Pflanzenwand". Mit z.B. einer Sorte "Vorgebirgstraube" bei uns im August vormals undenkbar.
Auch bei den Tomaten suchten wir lange und fanden aus dem Göttinger Projekt dann 3 robuste hochtolerante Sorten (kleine und eine großfrüchtige) die bei uns im Freiland trotz vorh. Braunfäule-Sporen ebenfalls bis zum Frost durchhalten.
Insofern geht probieren über studieren und langer Atem ist sicher hilfreich. T.w. funktionieren erprobte Sorten schon im Nachbar-Garten nicht mehr so gut, was ich noch nicht verstehen kann.

@Andrii
Tere Andrii
Das Klima in Estland unterscheidet sich von dem hier in Deutschland so stark, daß man hier wenig Rückschlüsse im Hinblick auf klimatische Verträglichkeiten zum jeweils anderen Anbaugebiet ziehen kann.
Garten in Estland funktioniert ganz anders. Meine Frau kommt auch von dort und wir sind öfter mal Verwandte besuchen. Wenn bei uns alles schon blüht ist bei Euch noch fast Winter, Tomaten gehen nur im Gewächshaus, Spargelsaison gibt es gar nicht etc. Man muss viel mehr vorziehen, damit die Sachen ausreifen können. Da die Sommer später warm werden und eher selten und wenn dann nur kurz heiss sind. Um den Johannistag tritt kaum noch nächtliche Dunkelheit ein. Es wachsen z.B. die Beeren bei Euch etwas anders (insgesamt besser würd ich meinen).
Vermutlich sind auch kälteerprobte Sorten aus Schweizer Zucht für Estland vorteilhafter, während in Deutschland bereits eher Sorten Vorteile versprechen, die mit Hitze und Trockenheit gut klarkommen.


Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 19. August 2019, 21:01:08
Hallo, Andi! Ich nahm an, dass Sie mit Estland verbunden sind. Ja, in Estland braucht man für einige Kulturen ein Gewächshaus, aber für Stachelbeeren sind die Bedingungen hier gut, natürlich sind verschiedene Sorten unterschiedlich an das Klima angepasst.

Ich weiß nicht, welchen Text Sie haben, aber wenn ich über einen übersetzer Schreibe, versuche ich, die umgekehrte übersetzung zu überprüfen, wenn ich den Text kopiere und eine Nachricht an das Forum sende, habe ich eine automatische übersetzung aller Forenbeiträge durch Google, ich finde in meiner Nachricht, dass zum Beispiel Xenia Früchte einen guten Geschmack haben, aber im Original gab es einen durchschnittlichen Geschmack.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 20. August 2019, 21:59:27
Neslukhovsky-in meinen Bedingungen nicht krank, stachelig immer gute Ernte, guter Geschmack aber nicht perfekt, an einigen stellen kann es ein Problem mit dem knacken von Beeren geben, früher hatte ich kein Problem, aber dieses Jahr war es eine Katastrophe.
Kowtscheg-ein ziemlich hoher Busch, Dornen im unteren Teil der Jungen Flucht, gute Gesundheit, Beeren sind mittelgroß bis groß, nicht eindimensional, grünlich-gelb, rund, süß, wenn die Früchte die Haut überreifen bitter.
Krasnoslawjanskij - gute Gesundheit, die Früchte sind rot, rund mit filzgefärbt, klein und Mittel, sehr lecker.
Krasen`-Busch mittlerer Höhe, Triebe lange bogenförmige, kleine Anzahl von Stacheln, gute Gesundheit, Früchte mittlerer Größe dunkelrot, länglich. Lecker, die Haut ist zart mit einer angenehmen kleinen SäLink entfernt!1 der süße unterlegen Rotslowanski aber dieser Busch wächst in der Mitte zwischen riesigen Büschen mit Goldenen und schwarzen Johannisbeeren, früher hatte ich diesen stort auf einer anderen Seite, wo es trockener war und ohne Schatten war es süßer.
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andi Karusmari am 21. August 2019, 10:26:41
Tere Andrii, die Krasnoslawjanskij würde mich evtl. interessieren.
Ich habe Dir eine PN geschickt, weiß aber noch nicht genau wann wir wieder nach Estland reisen.
Aber Estlands schönster Sandstrand ist immer für einen Ausflug gut. Du wohnst ja da, wo andere Urlaub machen  ;D
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 30. August 2019, 06:26:04
Hallo! Hat jemand die Sorte Pötschkes Jubilee angebaut, ich Frage mich, wie er Geschmack und Größe hat?
Zitat von: Andi Karusmari link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3348861#msg3348861 date=1566376001]
Tere Andrii, die Krasnoslawjanskij würde mich evtl. interessieren.
Ich habe Dir eine PN geschickt, weiß aber noch nicht genau wann wir wieder nach Estland reisen.
Aber Estlands schönster Sandstrand ist immer für einen Ausflug gut. Du wohnst ja da, wo andere Urlaub machen  ;D

Tere Andi! Wenn Sie sich im Juli bei uns ausruhen, können Sie Krasnoslawjanskij versuchen
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 09. November 2019, 22:42:29
Guten Abend!
 Ich Frage mich Ihre Meinung, diese Sorten sind Dessert-Reflamba, Rokula, Rolonda, Relina? Danke!
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 09. November 2019, 22:59:56
Gute Frage, wenn Ro und Re vornedran steht ist meine Meinung dass sie sich eher durchgesetzt hätten wenn sie geschmacklich was taugen würden. Es gibt immernoch Leute die reden von Achilles.

Also viel Meinung, Ahnung keine. Habe Invicta und die wird zunehmend schwieriger.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 10. November 2019, 00:52:29
Kaum eine Person kann 5 Sorten aus dem Kopf aufsagen und im Handel dominieren eine Handvoll Sorten den Markt, die geschmacklich so lala sind, was auch im Auge des Betrachters steht.  Wie will man dann ein "sich durchsetzen" definieren?

Invicta ist eine anfällige neuere Sorte, die scheinbar ziemlich Probleme macht. Wieso sollte man dann Achillis empfehlen, die zwar süß ist, aber als alte Sorte aus 1800, genauso problematisch ist? Immerhin werden so manche, der hier genannten Re/Ro- Sorten in Empfehlungen erwähnt, wie zB Rolonda. Empfehlen würde ich als resistente, süße Sorte Karlin, als Achillis-ersatz. Für die Verarbeitung vielleicht weniger geeignet, da sie eben weniger Säure hat.

Ich habe Rolonda, werde aber keine persönliche Aussage treffen, da ich zu den anderen Sorten nichts persönliches sagen kann. ( Rolonda Wird aber dennoch in diesem Thread hier und da positiv erwähnt)

Nach der Literatur (Beschreibende Sortenliste Strauchbeerenobst):

Reflanda:
Ertrag: hoch
Reife: Spät, anfang juli
Frucht: große, gut pflückbare, säuerliche mäßig aromatische Früchte.
Krankheit: gering anfällig gegen Mehltau

Rokula:
Ertrag: mittelhoch
Reife: mittlefrüh, end juni
Frucht: mittel bis groß, gut pflückbar, leicht säuerlich sehr aromatische Beeren.
Krankheit: geringanfällig für Mehltau und Blattfallkrankheit

Rolonda:
Ertrag: mittel bis hoch
Reife: spät bis sehr spät, Anfang Juli
Frucht: mittel bis groß, gut pflückbar, leicht säuerlich, aromatische Beeren.
Krankheiten: gering anfällig für Mehltau, anfällig für Blattfallkrankheit.

Relina:
K.A.

Hier Beiträge zur Rolonda (rotfrüchtig):
https://forum.garten-pur.de/index.php/topic,40318.msg3334071.html#msg3334071

https://forum.garten-pur.de/index.php/topic,40318.msg3334890.html#msg3334890

https://forum.garten-pur.de/index.php/topic,40318.msg3327262.html#msg3327262
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 10. November 2019, 08:54:28
Wahrscheinlich in Deutschland schlechte Bedingungen für Invicta oder gute Bedingungen für Mehltau, wenn Sie ein Problem damit haben. Viele hier haben seit einigen Jahren Europäische Sorten von Deaflora, aber hier hat niemand gute Bewertungen geschrieben. Über Rolonda und Karlin und Risulfa habe ich hier schon gute Worte gehört und mich selbst bemerkt. Aber wie ich es verstehe, ist Rolonda Dicke Haut mit Säure, ich mag es nicht, ich mag Sorten entweder mit dünner Haut und ohne Geschmack oder mit schwacher Säure, es ist besser, wenn die Haut leicht gegessen wird.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 10. November 2019, 11:40:14
In der leichten Überreife  errlangt die Rolonda eine sehr gute Tafelobstqualität. Sehr aromatisch, süß, mit wenig Säure. Es lohnt sich oft, Stachelbeeren in die Überreife gehen zu lassen. Da kann man aus der ein oder anderen Sorte, je nach Geschmack, mehr heraus hohlen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 10. November 2019, 12:20:11
Zitat von: Rib-isel link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3387444#msg3387444 date=1573382414]
In der leichten Überreife  errlangt die Rolonda eine sehr gute Tafelobstqualität. Sehr aromatisch, süß, mit wenig Säure. Es lohnt sich oft, Stachelbeeren in die Überreife gehen zu lassen. Da kann man aus der ein oder anderen Sorte, je nach Geschmack, mehr heraus hohlen.
Vielen Dank! Es ist schön zu Lesen, dass es solche Sorten unter den neuen Sorten mit einer höheren Stabilität als die alten europäischen gibt. Jetzt gibt es viele neue Beerenkulturen, die noch vor kurzem für die meisten völlig unbekannt waren, jetzt sind alle auf dem Gehör, und Sie haben es Dank Ihrer chemischen Zusammensetzung verdient. Stachelbeere verliert in vielerlei Hinsicht, aber vielleicht wissen wir noch wenig darüber. Aber immer noch als Dessert denke ich, dass es unverdient an Popularität verloren hat, weil viele Produkte wegen des Geschmacks trotz der relativ schlechten chemischen Zusammensetzung beliebt sind.
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 10. November 2019, 12:52:14
Neu gepflanzt habe ich: Süße Lea, Flavia, Karlin, Larell, Resistenta, Rokula.
Rausgehauen habe ich: Laprima, Invicta, Tatjana.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 10. November 2019, 13:26:38
Zitat von: 555Nase link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3387472#msg3387472 date=1573386734]
Rausgehauen habe ich: Laprima, Invicta, Tatjana.
Sorry und nicht ganz verstanden, du hast Sie gelöscht, Sie haben dir nicht gefallen?Wie viele Jahre haben Sie Sie beobachtet? Es wäre interessant, die Details zu kennen. Tatiana mag ich auch nicht mit Ihrem seifenpulpe.
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 10. November 2019, 17:19:46
..."Gelöscht" ? - ich würde es als geschrettert bezeichnen.  ;)
Gründe der vorzeitigen Entfernung wären: Harte Schale, zu saures Ambiente, zu viele und kleine Früchte.
Die Hoffnung auf Geschmackserlebnisse im nächsten Jahr ist primär, das Ergebnis schwankt dann zwischen wohlwollen und Vernichtung.  :P
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Tester32 am 28. Dezember 2019, 01:59:32
Ich habe im Herbst ein paar preisreduzierte Sorten eingekauft. Insgesamt habe ich nun:
* die rote Hinnonmaki - gesunde, ertragreiche, problemlose Pflanze, brachte mir bereits im 4en Jahr ca. 4-6kg Ernte.
* Remarka - endlich wurden die Beeren größer, nicht mehr so fad. Sind süß, angenehm. Die Ernte war nicht groß, die Sorte wächst langsam, war im ersten Jahr auch wegen der Stachelbeerwespe ausgefallen und wuchs nicht.
* Xenia - wuchs nicht, keinen Zuwachs im ersten Jahr. Tippe auf den Standort, habe im Herbst umgepflanzt.
* Süße Lea - im Herbst gekauft
* Mucurines - hatte sie mal, dann verschenkt und nun kam ich auf den Gedanken, dass der Geschmackt genau das ist, was ich für Stachelbeere-Konfitüren brauche. Im Herbst wieder gekauft.
* Karlin. Als einziges Hochstämmchen. Mag zwar die Hochstämmchen nicht, aber die Buschform gab es nicht und für 4€ kann man nichts falsch machen. Im Herbst gekauft.
* Reflamba. Keine Ahnung, ob es sich lohnt, habe nicht Besonderes von dieser Sorte finden können. Da sie um 50% reduziert war, auch gekauft.

Mal sehen, wie sich das alles entwickelt. Mit meinen ersten Stachelbeeren, der roten Hinnonmaki und Remarka bin ich jedenfalls zufrieden. Die Familie auch. Erstaunlicherweise werden bei uns Stachelbeeren sogar in der Brombeere-Hochsaison gegessen und zwar von der ganzen Familie. Die rote und weiße Johannisbeeren musste ich verschenken, weil sie in der Brombeere-Zeit niemand wollte, obwohl die Weiße Versailier und die Rovada echt tolle, gesunde und ertragreiche Pflanzen sind, und ihre Beeren lecker.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 28. Dezember 2019, 11:17:21
Hast du die Restbestände von einem Gartenmarkt übernommen :-) ?

Wenn die mal richtig tragen, will die auch keiner mehr, zwei Monate täglich Stachelbeeren, da wird die Lust danach sinken. Johannisbeeren haben den Vorteil, dass sie sich besser zu Saft und Marmelade/Gelee verarbeiten lassen, vor allem mit Saft kriegt man alle Übermengen verwertet. Stachelbeersaft ist irgendwie nicht so der Brüller.

Jedenfalls hast du jetzt einen grossen Satz einiger moderner Sorten mit guter Bandbreite. Sachen wie Karlin sind säurearm, leider ein Trend. Und Vorsicht, Überbehang macht aus allen Sorten kleinfrüchtige Massenträger ohne viel Aroma. Früher hat man das bei zu ansatzstarken Sorten mit einer frühen Grünpflücke verhindert und die unreifen Früchte auch noch verwertet.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Tester32 am 28. Dezember 2019, 19:14:19
Hast du die Restbestände von einem Gartenmarkt übernommen :-) ?

Wenn die mal richtig tragen, will die auch keiner mehr, zwei Monate täglich Stachelbeeren, da wird die Lust danach sinken. Johannisbeeren haben den Vorteil, dass sie sich besser zu Saft und Marmelade/Gelee verarbeiten lassen, vor allem mit Saft kriegt man alle Übermengen verwertet. Stachelbeersaft ist irgendwie nicht so der Brüller.

Jedenfalls hast du jetzt einen grossen Satz einiger moderner Sorten mit guter Bandbreite. Sachen wie Karlin sind säurearm, leider ein Trend. Und Vorsicht, Überbehang macht aus allen Sorten kleinfrüchtige Massenträger ohne viel Aroma. Früher hat man das bei zu ansatzstarken Sorten mit einer frühen Grünpflücke verhindert und die unreifen Früchte auch noch verwertet.

Ja, richtig geraten, die Restbestandspreise waren so verführerisch, dass ich den Gartenmarkt überfallen musste!  ;D

Die Menge würde mir nichts ausmachen, ich hätte viele Kollegen, die dankbar wären, wenn sie frisches Obst/Beeren in der Firmenküche gespendet bekommen. Und ich spiele noch mit Gedanken einer Tiefkühltrue. Habe gelesen, dass Stachelbeeren sich genauso gut einfrieren lassen, wie die Haskaps, auch kaum Geschmacksverlust gegenüber den frischen Beeren. Wenn das tatsächlich stimmen sollte, wäre der Winter gerettet und ich happy. :) Die tiefgekühlen Haskaps sind purer Genuß, tiefgekühlte Stachelbeeren habe ich noch nicht ausprobiert.

Frühe Grünpflücke hört sich sehr interessant an, würde es gerne lernen. Weiß aber leider nicht, wie man den Überbehang sicher erkennt, d.h. ab wann es bereits ein Überbehang ist und wann noch nicht. Gibt es da evtl. irgendeine einfache Faustregel? Und wann müsste man bitte grünpflücken? Wie erkennt man, dass die Zeit dafür bereits gekommen ist?

Freut mich, dass das gute moderne Sorten sind, danke für die Info! Ich habe noch ein paar Exoten bestellt, eine gute Bekannte macht bald Urlaub in Lettland und bei den dortigen Baumschulen bekommt mach auch ein paar osteuropäische Sorten. Was sie mir genau mitbringt und ob diese Sorten in unserem Klima was taugen, weiß ich allerdings nicht. Es ist schon mal sehr beruhigend zu wissen, dass die bereits vorhandenen Sorten gut sind. Die Familie wird über die Info, dass Karlin keine Sauernote hat, nicht unglücklich sein, die Kiddies und Frauen haben da oft einen anderen Geschmack als wir. :) Immerhin essen sie die rote Hinnonmaki bereits mit Haut, anfangs haben sie die Haut noch weggeworfen, weil sie eine sauere Note hat.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 28. Dezember 2019, 23:12:44
Wie gut sie für dich sind, merkt ihr nach den ersten Verkostungen :-) Ich meinte nur, du hast eine gute Bandbreite von Eigenschaften mit diesen Sorten. Einfrieren gefällt mir bei dieser Obstart allerdings nicht. Die Farbveränderungen sind unschön, es gibt Geschmacksverschiebungen, ganze Beeren gehen kaum. Wenn ich was einfriere, dann vorverarbeitet, Pürree. Die Früchte einmaischen, durch die Passiermühle drehen und das Mus einfrieren. Ist gut für Eis, Desserts aller Art. Auch eingemachte Beeren sind nicht der Hit, aber das ist sicher auch Geschmackssache und einige Leute schätzen sie.

Überbehang erkennst du schnell wenn du die Behangdichte direkt vergleichst, Sorten wie die süsse Lea sind dafür sehr anfällig. Die ist Spitze,. Schöne, grosse Beeren, golden und aromatisch. Aber wehe, sie hat zu viel drauf und wird überlastet, dann meinst du, du hast eine ganz andere und falsche Sorte. Ich muss selber mal Beeren auszählen, um das auch in konkreten Zahlen ausdrücken zu können - Beeren pro Astlänge oder so.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rieke am 28. Dezember 2019, 23:33:53
Zitat
Frühe Grünpflücke hört sich sehr interessant an, würde es gerne lernen. Weiß aber leider nicht, wie man den Überbehang sicher erkennt, d.h. ab wann es bereits ein Überbehang ist und wann noch nicht. Gibt es da evtl. irgendeine einfache Faustregel? Und wann müsste man bitte grünpflücken? Wie erkennt man, dass die Zeit dafür bereits gekommen ist?

Ich ernte die ersten Stachelbeeren für Marmelade, wenn die Früchte ausgewachsen sind, aber noch nicht wirklich reif sind und dünne beim Pflücken aus, d.h. ich zupfe von den dichtbehängten Stellen einen Teil der Beeren ab. Ob die verbleibenden Früchte dann noch mal an Größe zulegen, kann ich ehrlich gestanden nicht sagen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 29. Dezember 2019, 19:49:19
... Weiß aber leider nicht, wie man den Überbehang sicher erkennt, d.h. ab wann es bereits ein Überbehang ist und wann noch nicht.
Ich denke, mit einer Beere alle 5cm oder drei Finger breit auf einer Rute hat man keinen Überbehang - demzufolge hätten dieses Jahr mehr als 3/4 aller Beeren auf meiner süßen Lea der Ausdünnung zum Opfer fallen müssen. Wer da ausdünnen will, sollte sich genug Zeit nehmen und gute, "gefühlsechte" Handschuhe haben!

Vielleicht die Beeren besser mit der Nagelschere knipsen als mit den Fingerkuppen rupfen? Wer hat da Erfahrung?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Natternkopf am 29. Dezember 2019, 20:30:44
Ernte- / Leseschere?
Vielleicht die Beeren besser mit der Nagelschere knipsen als mit den Fingerkuppen rupfen? Wer hat da Erfahrung?


Grüsse Natternkopf
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 29. Dezember 2019, 21:42:29
Ich denke, mit einer Beere alle 5cm oder drei Finger breit auf einer Rute hat man keinen Überbehang - demzufolge hätten dieses Jahr mehr als 3/4 aller Beeren auf meiner süßen Lea der Ausdünnung zum Opfer fallen müssen.

Auf 5cm pro Beere muss man nicht ausdünnen. Ich hatte dieses Jahr an meinen vier Sträuchern Süsse Lea einen mit vermutlich Idealbehang, von den Beeren gibts auch Bilder in den Tiefen des Forums. Die Beeren waren gross (sie werden recht länglich) und sind gut aromatisch. Das waren eher 2 oder 3cm Aststück pro Beere. Muss das aber in der kommenden Saision nochmal richtig nachzählen. Sie hängen teilweise auch auf gleicher Höhe.

Ausdünnen einfach mit einer ganz normalen Küchenschere. Schnapp und ab.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 29. Dezember 2019, 21:49:25
Wenn ich ausdünne zupfe ich die Beeren nach unten ab. Handschuhe sind kein Nachteil, aber bei der richtigen Technik mit angepasstem Griffwinkel gehts auch ohne Handschuhe ohne Piekserei. Ist schneller als mit der Schere rumschnippeln.
Ausdünnen, wenns das erschöpfen vom Strauch verhindern soll, mache ich so früh wie möglich. Von gut Erbsen- bis Haselnussgröße etwa bei großfrüchtigen Sorten. Die Früchte sind dann aber noch so hart und unreif, das damit wirklich nichts anzufangen ist, da braucht es noch Wochen bis zur Grünpflücke.

Ob ausdünnen wirklich nötig ist, mache ich auch von der Wuchsstärke der diesjährigen Triebe abhängig. Da muss einiges wachsen. Hier im Bild kaum Triebwachstum, sowas kann tödlich sein. Zum Ausdünnen ists bereits zu spät, aber lieber in dem Stadium als garnicht.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 30. Dezember 2019, 02:26:52
Sobald man Größenunterschiede erkennen kann, einfach die kleineren Beeren abschneiden...wäre bei Äpfeln nicht anders.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 19. Januar 2020, 17:28:06
Habe heute ehemalige Stachelbeersteckhölzer getopft. Sind jetzt schon 2-jährig, hatte das vereinzeln letztes Jahr verschludert.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 19. Januar 2020, 17:30:43
Getopft habe ich sie in je ein Eimer Bimskies, Ziegelsplitt und Lava gemischt mit 4 Händen Geranienerde vom Aldi und einem Eimer gesiebter Lehmboden aus dem Garten gemischt mit etwa 1/3 Sand. Das ergab zusammen einen Schubkarren. Auf das sich die Wurzeln im recht grusigen Material entwickeln mögen, Stachelbeeren sind ja in den Felsen heimisch.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: minthe am 19. Januar 2020, 17:40:49
Schoen! Willst Du die alle behalten und als Spindeln ziehen?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 19. Januar 2020, 17:48:43
Keine Ahnung. Die Frage habe ich mir heute auch gestellt und bin zu dem Entschluss gekommen, das ich sie noch nicht alle als Spindel anschneide, erstmal den Ertrag abwarte und ansonsten stehen sie halt mitten im Weg so auf dem Weg. Es sind jedenfalls 2-3 schöne Spindelkandidaten dabei. Die behalte ich vielleicht. Rest wirklich keine Ahnung, vielleicht kommt mal einer vorbei und möchte welche.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Aella am 19. Januar 2020, 20:28:33
So groß sind deine zweijährigen Stecklingen  :o wie groß waren denn die, als du sie gesteckt hast? Meine dreijährigen erst zwischen 20 und 30 cm hoch....
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 19. Januar 2020, 20:31:57
Foto vom 14.1. 2018 nach dem stecken. Habe Lehmboden und dort stehen sie im Wurzelbereich von einem Spalierapfel, der bekommt ab und an Wasser.

Edit: sehe gerade, die habe ich später auf eine Handbreit überm Boden eingekürzt.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 19. Januar 2020, 20:39:34
Anfang Mai 2018
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 19. Januar 2020, 20:46:39
........vielleicht kommt mal einer vorbei und möchte welche.
:'( Du bist so weit weg, da kann ich leider nicht mal eben vorbeikommen  :(

Habe heute ehemalige Stachelbeersteckhölzer getopft.
welche Sorten sind das denn :)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 19. Januar 2020, 20:57:06
Ist alles nur Invicta. Ist immernoch besser als die 3-4 anderen die wir haben.

Wenn du bei den Schneeglöckchentagen in Mannheim dabei wärst, ists nur ein Katzensprung übern Fluss. Ich schick dir gerne aber auch mal welche. Hab die kleinen nichtmal getopft. Wenn ich morgen früh die Wurzeln wieder feucht stelle, könnten die es überleben.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 17. März 2020, 00:59:09
Für Wildstachelbeer-Freunde: Eine schöne Pflanze, die ein schönen großen Horst bildet. Schön gesund. Gefunden im hiesigen Naturschutzgebiet. Die Kätzchenweide ist auch nett.

(https://lh3.googleusercontent.com/bFiscu-bxLFzHY7T1kwUo-e3ReYytrHjeM3UDFzvJGxzmge0FPbKV2wTzbLBu4Z02bY0ducuA4zHG6hTsz9u8jOOtxwHfWG51OhwCBPUtAacEMQVeizHxna6Jl_VxUwiJIPVX1OCeH0c2s4iR-1gWUK2L0YT0HBrreTANlyJrvq_iIPm4AKUFShYSrlaldlPWeBOd6ixqMngBbeFq9fUSTt_GSQocPqid3tB5jsEWTaVdp9PhldypvIjGC6Fd9i6KJDFk9pppiMKcCkBybz8hsHZzdaBNXFjAicynoIbgKLFiQ3De44VsC5MBSbmcPM1fHu9gj0ogfBrb8q2DJAINydKcxYtzZYKuuD6bUozVdN_-M6mWoY6K-7_MMBhJOVx0Twf_EUXITMr2rL4GZqiNanrJ8iEJcaa3Jc-cPQNBBD3T3VZdhNQY3i5CcHy1h3A8IsZ1UNAoOtGBdHQdVY6V0M2TbWMR34lyV5hlNxcR_J_Oo19LxGoxI4LE5-HNRGsz42LLFv00ehziPkV0PdeSryDRGwXxFMLfd-c1RTjHeDosOr8rDog8g4DZbqCRCs9gXfVm6O5oXFWIZGze40yqYJJUjObzBEC7Xr_O_BSrflOoEDDFr54WDqvWx4sPn8GHqrchSPGSGThe9EHE06GidlULsA5grCMfrFTlmikPX2YR3GHlTCwMhIlgrRvUffc2nNy=s1174-w1174-h660-no)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 18. März 2020, 23:47:05
Wieder kleiner Erfolg. Sommersteckhölzer einer unbekannten, verkreisten Stachelbeere einer verweisten Streuobstwiese. Daneben ist eine rote Johannisbeere von der selben Wiese. Sie Treibt noch nicht, bedeutet aber nichts, hier beginnt das Jahr später als im Rheingraben und rote Johannisbeeren treiben später als Stachelbeeren oder schwarze Johannisbeeren.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 19. März 2020, 16:42:31
Sieht gut aus. Wann willst du die vereinzeln? Oder schneidest du erst frische Steckhölzer und bewurzelst die für eine Pflanzung vor Ort?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 19. März 2020, 18:55:20
Ich werde bald auspflanzen, vielleicht werde ich noch ein paar Hölzer in's Steckholzbeet stecken aber nicht viele.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 19. März 2020, 23:09:38
Ich habe die Erfahrung gemacht das kräftiges Holz auf verhockter Basis nicht das bringt was frische Steckhölzer von kräftigen Trieben liefern können. Kräftiges Holz bleibt kräftig, auch wenns aus schwachem Holz entsprungen ist.
Um viele Steckis stecken zu können, brauchts meist 2-3 Jahre exponentielle Vermehrungsdisziplin. Wenn ich nur ein einziges Hälmchen habe, dauerts eben 2 Jahre bis man das Dutzend vitale Jungpflanzen daraus gezogen hat.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 20. März 2020, 00:07:51
ja, das ist korrekt. Stecklinge sind in diesem Bezug das beste, um zukünftig vitale, gesunde Pflanzen zu bekommen. Dass ich überhaupt etwas brauchbares vom Busch bekommen konnte, war Glück. Gerade weil ich hier kein brauchbares Jungholz vorratig habe, werde ich aus dieser Pflanze keine Massen an Steckhölzer schneiden. Daneben möchte ich auch mal sehen was das für eine Sorte ist o. sein könnte. Mir war es aber vorrangig wichtig die Pflanze an sich erst einmal zu sichern. Mir ist es zu Oft passiert, daß Pflanzen gerodet werden, bevor ich mich in Gang gesetzt habe.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 20. März 2020, 00:13:26
Alles kann man nun auch nicht im Alleingang retten.
Gerade Stachelbeeren machen bei mir echte Probleme. Wenn ich nicht alle 2-3 Jahre alles durchvermehren würde, hätten die Maulbeerschildläuse oder Verticillium schon alle vorhandenen Sorten ausgerottet.
Bin gespannt was du da gefunden hast. Bitte berichte.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Tester32 am 28. März 2020, 17:02:40
Habe heute nach den vergangenen ein paar -5°C-Nächten meine Stachelbeeren begutachtet. Die Hochstamm-Karlin hat es am stärksten erwischt, die Blätter haben einen deutlich braunen Ton bekommen. Evtl. hat sie auch besonders gelitten, weil sie weniger Windschutz hatte, am Boden weht es weniger.

Die Krasnoslavyanskij hat leichte Brauntöne. Die Xenia und Malachit(=Mucurines) fühlen sich gut. Die Remarka hat kaum die Knospen geöffnet, da gibt es noch nichts zu beschädigen. Die Rote Hinnonmäki hat ihre Blätter auch noch nicht voll offen, ist vermutlich auch unbeschädigt.

Die Süße Lea und Reflamba hatte ich in die Garage gestellt und kann sie nicht bewerten.
 
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wurmkönig am 28. März 2020, 18:15:40
Stachelbeeren wachsen hier wie Unkraut, ich kann damit leider nicht wirklich was anfangen - sie schmecken mir einfach nicht. Das ist Rokula auf einem Stämmchen, außer einige rote verkrüppelte Blätter erkennt man kaum Schäden, auch die Fruchtansätze sind noch dran. Das Stämmchen ist wesentlich früher wie die anderen, der Rokula-Busch hat noch gar nicht geblüht.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wurmkönig am 28. März 2020, 18:16:55
Und so sieht es bei den Minikiwis aus. Links wurde mit Flies geschützt, rechts mit der Kunststoffplane - in dem Eck stehen die gleichen Sorten, allerdings war es oft sehr windig, die Folie wurde nahezu runtergerissen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wurmkönig am 28. März 2020, 18:18:29
Unter der Kunststofffolie ist zwar einiges abgefroren, aber es gibt auch noch Hoffnung. Unter dem Flies ist alles hin. Die recht lockere überdachende Folie hat erheblich mehr gebracht als das Einwickeln in so ein Flies.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 03. April 2020, 10:46:10
Die Stachelbeere aus Post 583 wird blühen und fruchten. Bild von gestern. Mal gucken. Ich tippe das es helle Beeren sind, obwohl die bestimmung der Fruchtfarbe nach Blütenfarbe nicht so einfach ist, wie bei roten Johannisbeeren.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Albizia am 04. April 2020, 11:33:54
Ich bin ja so froh, dass meine Stachelbeere wieder ausgetrieben hat.  :D

Ich hatte sie vor einigen Jahren aus einer alten namentlich mir unbekannten dunklen (roten?) Sorte selbst mithilfe von Steckhölzern, die ich an einer jahrelang ungeschnittenen Pflanze von Bekannten abschneiden durfte, angezogen und dann drei der Steckhölzer als Strauch zusammengepflanzt. Die Pflanze sei bei ihr immer mehltauresistent gewesen, sagte mir die Schenkerin der Steckhölzer, eine alte Bauersfrau. Die Beeren, die beim Schnitt der Steckhölzer groß und fast schon violettschwarz waren, waren süß und lecker und im Jahr davor, als ich sie jahreszeitlich früher kosten durfte, im roten Zustand säuerlich, fest und erfrischend herb.

Im letzten Frühsommer, die Beeren waren noch unreif, aber schon recht groß, fiel mir ganz plötzlich auf, dass das Laub von zweien der drei Ursprungsäste bis auf den Boden hin ganz plötzlich anfing, zu schlappen. Erst dachte ich, die Trockenheit sei schuld und gab Wasser, was jedoch nichts nutzte, sondern auch die Beeren verschrumpelten ganz schnell.  :'(
Nur der dritte aus dem Boden kommende  Ast blieb unbeschädigt und trug dann auch reife Früchte. Er hat zum Glück überlebt und ist jetzt wieder ausgetrieben. Aber um ihn fürchte ich nun, wäre schade, wenn ich diese leckere dunkle Stachelbeere, von der ich ja auch den Sortennamen nicht weiß, verlieren würde. Was kann ich tun, um das evtl zu verhindern?

Und wer war der Schlimmling, der meine Triebe da gemeuchelt hat? Vor mehr als 10 Jahren verlor ich schon einmal ganz plötzlich eine schwarze Johannisbeere durch einen Schädling, der sich ins Mark des Holzes gefressen hat und genau auf die gleiche Art und Weise zum Absterben des Strauches führte.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: oile am 04. April 2020, 11:37:29
War es vielleicht ein Weidenbohrer?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Albizia am 04. April 2020, 11:46:18
 :o

Gefunden habe ich im Holz jetzt diesesmal gar nichts, aber auszuschließen mit dem Weidenbohrer ist das auf gar keinen Fall, denn die Vorbesitzer des Gartens haben eine Weidensteckling hier in den Garten gepflanzt. Dann wäre der mögliche Schädling direkt zumindest "vor der Haustür" der Beeren. Die Weide war schon ein Baum bei meinem Einzug und ich versuche ihn seit Jahren im Zaum zu halten, denn sie ist viel zu groß für das Gärtchen.

Danke oile, die Möglichkeit ziehe ich auf alle Fälle jetzt in Betracht.

Tja, aber überhaupt was nun tun, um Zukünftiges möglichst zu verhindern?

Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: oile am 04. April 2020, 12:24:12
Der Weidenbohrer geht keineswegs nur an Weiden. Ich würde Deine Vorgänger in diesem Fall freisprechen.  ;D
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Albizia am 04. April 2020, 12:43:32
Ich würde Deine Vorgänger in diesem Fall freisprechen.  ;D

 ;D Aber nur in Bezug auf den Weidenbohrer.  ;) Nicht in Bezug darauf, eine riesig groß werdende Weide in einen doch recht kleinen! Stadtgarten zu pflanzen. (Na gut, außer Rasen und paar Sträucher am Rand wollten die sonst eh nix von ihrem Garten, weder Gemüse, Obst noch Stauden, :-X da war es ja "egal".)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 04. April 2020, 12:55:24
Bei mir kommt sowas auch immer wieder vor, ich tippe auf Verticillium:
https://de.wikipedia.org/wiki/Verticillium-Welke
Letztes Jahr ist ein Stachelbeerbäumchen und die schwarze Johannisbeere Polnische Riesen daran eingegangen. Jetzt versuche ich immer von meinen Lieblingssorten, besonders von denen die man nicht mehr nachkaufen kann, eine Zweitpflanze zu haben.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Albizia am 04. April 2020, 13:19:05
Oh,  :-\ in diesem Falle wäre dann ja der dritte bisher überlebende Teil der Anpflanzung auch gefährdet, da die Triebe dicht nebeneinender standen.

Also jetzt noch versuchen, Stecklinge davon anzuziehen (solange noch kein Befall da ist) und weiter entfernt im nächsten Jahr anpflanzen?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 03. Juni 2020, 18:28:12
Ich wußte jetzt nicht wo ich diese Bilder am besten zeige weil ich mich frage was da im Mulch neben den Himbeeren aufgegangen ist. Das Teil habe ich letztes Jahr getopft weil ich annahm, daß es eine Stachelbeere ist. Inzwischen mißt die Pflanze 40cm und hat seltsame Blätter bekommen.
Was habe ich da?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 03. Juni 2020, 18:28:57
Einzelnes Blatt
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 03. Juni 2020, 18:29:50
Unten sind sehr viele Dornen und nach oben viel weniger.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 03. Juni 2020, 20:06:03
Ja, Stachelbeere. Die sind die Pest. Wenn man nicht konsequent jede Frucht aberntet, hat man im Jahr darauf tausend Sämlinge drumrum.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 03. Juni 2020, 20:55:11
Meinst Du jetzt bei jeder Stachelbeersorte oder nur meinen wilden Sämling?
Das Laub sieht irgendwie anderst aus als bei meinen anderen Stachelbeeren.
Ich wollte das Teil zum Spaß großziehen um zu sehen was da für Früchte rauskommen?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 03. Juni 2020, 22:26:24

Das Laub sieht irgendwie anderst aus als bei meinen anderen Stachelbeeren.
Ich wollte das Teil zum Spaß großziehen um zu sehen was da für Früchte rauskommen?
klar, da würde ich auch wissen wollen! Unbedingt! Wenn Du sie nun nicht mehr willst ::) ich nehme das Schätzchen gerne :-*.........Nein im Ernst, das ist doch grade das spannende am Gärtnern: Sämling gefunden = gucken was draus wird :D und schon grade, wenn ein Stachelbeersämling solch ungewöhnliche Blattform hat :-*
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 03. Juni 2020, 22:47:43
Ist normal. Die heutigen Kultursorten sind alle Hybriden mit anderen ribes-Arten. Damit versucht man, die Anfälligkeit auf den verdammten amerikanischen Stachelbeermehltau zu schwächen. Deren Sämlinge zeigen dann mal mehr ribes uva crispa - Optik und mehr ribes divaricatum - Optik oder was da noch drin ist.

Wenn du Sämlinge zum ausprobieren willst, kannste die von mir in Tausenderpackungen haben :-)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 03. Juni 2020, 23:45:58
Ist normal. Die heutigen Kultursorten sind alle Hybriden mit anderen ribes-Arten. Damit versucht man, die Anfälligkeit auf den verdammten amerikanischen Stachelbeermehltau zu schwächen. Deren Sämlinge zeigen dann mal mehr ribes uva crispa - Optik und mehr ribes divaricatum - Optik oder was da noch drin ist.
::) ich weiss doch, dass es keine Weihnachtsmann gibt, aber musstest Du mich deshalb so unsanft aufklären :)

Zitat
Wenn du Sämlinge zum ausprobieren willst, kannste die von mir in Tausenderpackungen haben :-)
;D vorsicht, ich nehm' dich beim Wort :D aber erstmal muss ich die Tausend Johannisbeersämlinge pikieren (hier der Beitrag mit dem Foto dazu)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 04. Juni 2020, 00:21:30
Wenn du Sämlinge zum ausprobieren willst, kannste die von mir in Tausenderpackungen haben :-)
Ähm, erntest Du Deine Stachelbeeren nicht?
Hier geht nur wenig auf und die Sämlinge die unter guten Sorten auftauchen werden zur Test getopft und geschaut ob sie besser werden als die Sorten die ich schon habe.
Langweilige Hinnonmäkisämlinge brauche nicht ;)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 04. Juni 2020, 09:24:10
Hab den Eindruck, aus jeder Frucht gehen mindestens zehn Sämlinge auf....

Geerntet wird schon, aber die Stachelbeeren stehen in schwierigen Ecken des Gartens, die wachsen Dank ihrer hohen Anpassungsfähigkeit ja wirklich überall. Spiele mit eintriebiger Führung oder Wuchs in Reih und Glied mach ich dort nicht, deshalb wird manches auch mal buschiger und die innenliegenden Früchte kann man nicht so konsequent ernten.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 04. Juni 2020, 12:48:51
So viele gehen bei mir auch nicht auf. Es lohnt sich dennoch Sämlinge mal groß werden zu lassen. Mein aktueller Massenträger unter den Stachelbeeren ist eine Freiaussaat.

Ich finde das Laub deiner Pflanze, Elro, sehr ansprechend. Auf ähnliche Pflanzen habe ich auch ein Auge drauf aber so stark ausgeprägt habe ich es noch nicht gesehen. Erinnert mich ein wenig an die Feigensorte Ice Crystal. Schöne Pflanze. Ich denke es ist noch eine Jungpflanze, richtig? Dann würde ich bei der Bestachelung noch abwarten. Diese kann sich noch stark ändern, so meine Beobachtungen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 04. Juni 2020, 12:53:49
Massenträger sehe ich bei Stachelbeeren relativ. In einem Jahr so viel Behang und im nächsten Jahr Pflanze so gut wie tot sehe ich als Nachteil an.

Massenträger sollten schon über mehrere Jahre stabil recht hohen Ertrag liefern.

Zuchtziel wäre bei mir auch Unempfindlichket gegenüber Maulbeerschildläusen. Ich hacke die zahlreichen Sämlinge aus Platzgründen aber auch einfach weg.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 04. Juni 2020, 13:11:09
Bisher ist die Pflanze 3-4 Jahre ertragsstabil. Ich bin zu zimperlich für einer Ertragsregulierung :)  Sie ist mehltaufest aber nicht resistent. Sehr schwacher Läusebefall
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: echo am 04. Juni 2020, 14:10:18
Bisher ist die Pflanze 3-4 Jahre ertragsstabil. Ich bin zu zimperlich für einer Ertragsregulierung :)  Sie ist mehltaufest aber nicht resistent. Sehr schwacher Läusebefall
Na dann wird's Zeit die Sorte "Ribisel"® zu patentieren.  8) Mindestens einen potentiellen Abnehmer hättest Du schon.  ;D
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 04. Juni 2020, 14:22:22
Bisher ist die Pflanze 3-4 Jahre ertragsstabil. Ich bin zu zimperlich für einer Ertragsregulierung :)  Sie ist mehltaufest aber nicht resistent. Sehr schwacher Läusebefall
Na dann wird's Zeit die Sorte "Ribisel"® zu patentieren.  8) Mindestens einen potentiellen Abnehmer hättest Du schon.  ;D
zwei :)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: echo am 04. Juni 2020, 14:38:12
zwei :)
Die ersten zehn bekommen Frühbucherrabatt! 8)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 04. Juni 2020, 14:57:40
Für Tauschaktionen bin ich immer zu haben :) Dann will ich mal Stecklinge stecken. Man kann sie hier links sehen. Der Arbeitstitel lautet bisher "die Große", da sie ausladend wächst.  2019 hatte sie ordentliche Brixwerte geliefer, was man aber weniger geschmacklich bemerkt.Hier kann man eine kleine Messreihe der Brixwerte sehen. Brix-werte
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 04. Juni 2020, 17:40:36
Eine 20er Brix nehm ich auch. :)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 04. Juni 2020, 18:29:36
Ich finde das Laub deiner Pflanze, Elro, sehr ansprechend. Auf ähnliche Pflanzen habe ich auch ein Auge drauf aber so stark ausgeprägt habe ich es noch nicht gesehen. Erinnert mich ein wenig an die Feigensorte Ice Crystal. Schöne Pflanze. Ich denke es ist noch eine Jungpflanze, richtig?
Letztes Jahr im Mulch anscheinend gekeimt und von mir getopft, also erst ein Jahr alt.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 04. Juni 2020, 20:14:41
Für Tauschaktionen bin ich immer zu haben :) Dann will ich mal Stecklinge stecken.
Damit ich auch Stecklinge stecken, und dann  das passende Tauschobjekt zur Verfügung habe.
Was wäre als Tauschobjekt für Dich attraktiv - z.b. schwarzen Johannisbeeren?
Tihope, Gofert, Sofia, Jubillee
-
oder Erdbeersorten? Liste gerne per PM
(Empfehlen kann ich im mittleren Reifefenster die 'Faith'. Sie wächst kräftig, recht straff aufrecht, hat die Blütenstände anfänglich unter den Blättern - gut bei Nachtfrostgefahr. Sie wächst gesund, die Früchte haben einen guten Duft und ein richtiges Erdbeeraroma, zudem ist die Sorte ertragreich - wir mögen sie sehr.)

Es wird sich betimmt etwas zum Tausch finden lassen :)


Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 05. Juni 2020, 00:19:28
Ich melde mich bei Gelegenheit per PM :)

Pflanze ist so 1,5 - 1,6 m hoch. Steht bei mir im Vollschatten.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Tester32 am 21. Juni 2020, 22:48:22
Drei Frühsorten haben bereits ein paar reife Beeren. Habe sie heute probiert.

1. Süße Lea. Schmeckt ganz angenehm, leicht süß.
2. Neslukhovsky. Die ukrainische fast Referenz-Sorte. Und tatsächlich, ist sie der Klassiker. Klassischer intensiver Stachelbeer-Geschmack. Die Schale schmeckt leicht säuerlich, aber angenehm. Insgesamt reißt mich der Geschmack nicht vom Hocker, weil er eben so klassisch ist, wie man Stachelbeeren eben kennt. Die Beeren waren erstaunlich groß. Wuch bei mir im Vollschatten, eigentlich habe ich gar keine Beeren erwartet, da ich die Pflanze erstes Jahr habe. Die Pflanze ist schnellwachsend. Bleibt.
3. Karlin. Sehr süß, ohne Spuren von Säure, hat aber einen starken eigenen Geschmack, den ich als häßlichen Arzneimittel-Geschmack empfinde. Werde sie nicht behalten.

Geschmacklich am besten hat m.E. die Süße Lea abgeschnitten. In Summe anderen Eigenschaften gefiel mir die Neslukhovsky etwas besser, die Lea wächst langsam.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: kaliz am 10. Juli 2020, 12:47:29
Hier sind jetzt gerade die Stachelbeeren reif.
Letztes Jahr habe ich von einem lieben Forenmitglied einen Ableger der Süßen Lea bekommen. Danke nochmal! Was mich echt überrascht hat ist, wie wuchsfreudig diese Pflanze ist. Aus einem kleinen Ast ist mittlerweile ein stattlicher Strauch geworden. An dem Zweig vom letzten Jahr gibt es auch schon reichlich große Probierfrüchte. Allerdings muss ich sagen, reißen sie mich geschmacklich jetzt echt nicht vom Hocker. Nachdem die Süße Lea hier ja in den Himmel gelobt wurde hätte ich da echt mehr erwartet. Ich mein sie ist durchaus okay, kann man schon essen. Aber wenn man eine der kleinen Hinnonmäki Rot Früchte von den zwei Sträuchern daneben im Mund zerplatzen hat lassen, lässt man die Süße Lea garantiert links liegen. Die Hinnonmäki Rot hat eine Geschmackskomponente die mir mir bei der Süßen Lea komplett fehlt, eine fruchtig spritzige Note mit einem ganz spezifischen Aroma. Die Lea ist süß und weich, aber in meinen Augen fehlt ihr etwas. Mein Partner sieht es genauso. Das wird dann wohl der Strauch für die Gäste, denen wir nicht verraten, dass die kleinen roten Früchte daneben auch schon reif sind.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 10. Juli 2020, 13:06:03
Süsse Lea ist anfällig für Überbehang und dann leidet das Aroma stark.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: kaliz am 10. Juli 2020, 13:17:23
Wenn ein Zweig von 10 Beeren trägt, sollte doch ausreichend Blattmasse vorhanden sein die Früchte zu versorgen, oder?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 10. Juli 2020, 13:37:05
Jungpflanzen sind jedenfalls leichter überlastet.
Man kann das leicht erkennen, an der Fruchtgrösse. Die Sorte hat an gut versorgten Zweigen mindestens mittelgrosse Früchte. Wenn es eng wird, bleiben sie kleiner. Auch Reifeverzögerung ist typisch.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: kaliz am 10. Juli 2020, 13:48:59
Hm, die Früchte von der Süßen Lea sind mindestens doppelt so groß wie die der Hinnonmäki Rot, wenn nicht sogar noch größer. Andere Vergleichssorten hab ich nicht, aber auf mich wirkt das nach sehr großen Früchten.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 10. Juli 2020, 13:59:42
Dann schmeckt sie dir nicht - Geschmack ist eben Geschmackssache :-)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: kaliz am 10. Juli 2020, 14:09:33
Wie gesagt, die Früchte sind jetzt nicht grauslich oder so, man kann sie durchaus essen. Aber es fehlt ihnen einfach etwas entscheidendes, was man im direkten Vergleich halt besonders stark merkt. Vielleicht liegt es ja aber auch an dem jungen Alter des Ablegers. Manchmal brauchen Beerensträucher eine gewisse Eingewöhnungszeit bis die Früchte das volle Aroma hervorbringen. Mal schauen.
Ich werde aber im Hinterkopf behalten, dass ich bei entsprechend großem Behang nächstes Jahr ausdünnen sollte. Danke für den Hinweis.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: echo am 10. Juli 2020, 14:59:10
Meine beiden Stachelbeer-Sträuche sind bereits komplett abgeerntet. War ein super Jahr für die Stachelbeeren (umso mehr ein schreckliches bei den Johannisbeeren). Die Early Green Hairy hat sich bei mir erneut als Volltreffer erwiesen. Sehr große Erntemenge ohne Einbußen beim Geschmack, keine Krankheiten, super Geschmack schön süß jedoch auch mit einer angenehmen Säure. Wer mit den Nachteilen leben kann - kleine Beeren, Härchen, große und viele Dornen - ist mit der Sorte bestens bedient. Zumindest was meine Bodenverhältnisse/Platz/Klima angeht.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Melisende am 10. Juli 2020, 15:11:26
Wir haben vor fünf Jahren eine Stachelbeere mit dunkelroten Früchten gepflanzt. Den Namen weiß ich nicht.
.
In den ersten drei Jahren haben die Beeren supergut geschmeckt und letztes Jahr waren sie einfach fade.
.
Woran kann das liegen? Krankheiten hatte sie nicht.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 10. Juli 2020, 17:15:45
Fleisch hat kein Fruchtaroma ? ;D
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 10. Juli 2020, 17:37:33
Wir haben vor fünf Jahren eine Stachelbeere mit dunkelroten Früchten gepflanzt. Den Namen weiß ich nicht.
.
In den ersten drei Jahren haben die Beeren supergut geschmeckt und letztes Jahr waren sie einfach fade.
.
Woran kann das liegen? Krankheiten hatte sie nicht.

Wassermangel/ zu warm. 2018,2019, 2020 sind/waren eben trockene Jahre.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: JörgHSK am 10. Juli 2020, 18:14:39
Meine Stachelbeeren hängen noch, sind aber bald richtig reif. Toll finde ich ja die dünne Schale der drei Sorten. Der Maiherzog(May Duke) schmeckt mir am besten, aber auch die anderen beiden(Yellow Champagne und Langley Gage) sind nicht zu verachten.
Interessant ist das diese alten doch so Mehltauanfälligen Sorten völlig gesund sind.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 10. Juli 2020, 20:47:58
Solange sie trocken bleiben und luftig geschnitten sind, ist der amerikanische Mehltau nur bedingt ein Problem. Ich habe mehrere wilde Stachelbeeren und sie entsprechend gesetzt. Alles problemlos bei mir.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 10. Juli 2020, 22:50:02
Die Early Green Hairy hat sich bei mir erneut als Volltreffer erwiesen. Sehr große Erntemenge ohne Einbußen beim Geschmack, keine Krankheiten, super Geschmack schön süß jedoch auch mit einer angenehmen Säure. Wer mit den Nachteilen leben kann - kleine Beeren, Härchen, große und viele Dornen - ist mit der Sorte bestens bedient. Zumindest was meine Bodenverhältnisse/Platz/Klima angeht.
Na dann will ich mal schauen was mein Jungpflänzchen macht. Letztes Jahr hatte der winzige Trieb (20cm) stark Mehltau und dieses Jahr zwar nicht aber noch immer ein Zwerg, inzwischen 35cm ;D Ein paar Früchte fielen unreif ab, mal sehen ob noch etwas hängt.
Ein Großteil meiner anderen Stachelbeeren sind abgeerntet, ein paar Nachzügler folgen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 11. Juli 2020, 13:53:37
So, ich habe geschaut, es sind so 5-7 Beeren dran die fast abfallen. Erste Verkostung ergab, daß sie innen sehr gut schmeckt aber eine feste und sehr saure Haut hat. Das hätte ich von einer "haarigen" Haut nicht erwartet.
Sie ist noch jung, mal sehen wie es nbächstes Jahr aussieht.

@ echo, wie alt ist Deine Pflanze?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 15. Juli 2020, 08:30:48
Auch zum Thema Falschlieferungen: "Süße Lea" von verschiedenen Lieferanten erhalten. Welche der beiden Sorten ist sie...oder gar keine von Beiden ? Mitte zählt nicht, scheint eine "Rockula" zu sein.

(https://up.picr.de/39009902ur.jpg)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Talkrabb am 15. Juli 2020, 09:03:57
Auch zum Thema Falschlieferungen: "Süße Lea" von verschiedenen Lieferanten erhalten. Welche der beiden Sorten ist sie...oder gar keine von Beiden ? Mitte zählt nicht, scheint eine "Rockula" zu sein.

Meine Süße Lea ähnelt der linken Frucht auf deinem Bild noch am ehesten. Wobei sie nicht so stark tropfenförmig ist.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 15. Juli 2020, 09:13:23
Tippe auch auf links. Sie variiert aber etwas, manche gehen auch Richtung Tropfenform.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=40318.0;attach=725916;image)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Aella am 15. Juli 2020, 09:29:44
Auch zum Thema Falschlieferungen: "Süße Lea" von verschiedenen Lieferanten erhalten. Welche der beiden Sorten ist sie...oder gar keine von Beiden ? Mitte zählt nicht, scheint eine "Rockula" zu sein.

(https://up.picr.de/39009902ur.jpg)

Man kanns schlecht erkennen, aber ist die rechte mehr grün als gelb? Ich habe vor zwei Jahren 2x die süße Lea direkt bei Krämer bestellt. Eine Pflanze ist die süße Lea. Die andere bringt grüne kleine Früchte. Ich habe sie mal als Krämers grüne Kugel identifiziert. Ist ebenfalls eine Eigenzüchtung und ist in deren Shop zu haben. https://gartenbaumschule-kraemer-shop.eshop.t-online.de/epages/Shop44810.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/Shop44810/Products/6230/SubProducts/6230-001
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 15. Juli 2020, 13:24:20
Wenn du über dem Laptop/Tablet/PC dir das Bild anguckst, geht es vom Kontrast/Helligkeit her. Ja, die rechten drei Beeren sind deutlich grüner/dunkler.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Herr Döpfel am 15. Juli 2020, 13:33:36
Auch zum Thema Falschlieferungen: "Süße Lea" von verschiedenen Lieferanten erhalten. Welche der beiden Sorten ist sie...oder gar keine von Beiden ? Mitte zählt nicht, scheint eine "Rockula" zu sein.

(https://up.picr.de/39009902ur.jpg)

Man kanns schlecht erkennen, aber ist die rechte mehr grün als gelb? Ich habe vor zwei Jahren 2x die süße Lea direkt bei Krämer bestellt. Eine Pflanze ist die süße Lea. Die andere bringt grüne kleine Früchte. Ich habe sie mal als Krämers grüne Kugel identifiziert. Ist ebenfalls eine Eigenzüchtung und ist in deren Shop zu haben. https://gartenbaumschule-kraemer-shop.eshop.t-online.de/epages/Shop44810.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/Shop44810/Products/6230/SubProducts/6230-001
Wie die rechts sehen auch meine "Süße Lea" vom A...l...r aus.  ::)

Wächst der Strauch steil und kräftig?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: echo am 15. Juli 2020, 14:43:56
So, ich habe geschaut, es sind so 5-7 Beeren dran die fast abfallen. Erste Verkostung ergab, daß sie innen sehr gut schmeckt aber eine feste und sehr saure Haut hat. Das hätte ich von einer "haarigen" Haut nicht erwartet.
Sie ist noch jung, mal sehen wie es nbächstes Jahr aussieht.

@ echo, wie alt ist Deine Pflanze?
3 Jahre. Im ersten Jahr ist die Pflanze zwar recht gut gewachsen, waren aber nur paar Beeren drauf mit kaum Geschmack. Im zweiten Jahr ist die Pflanze regelrecht durchgerast von 0 auf 100 was die Anzahl der Beeren anging. Und dieses Jahr fast schon explodiert, wirklich sehr massig getragen. Die Pflanze wächst auch ziemlich in die Breite und ist sehr flach, teilweise liegen die Äste fast komplett auf dem Boden. Derzeitige Breite in etwa 1,5x1,5 Meter. Übrigens Haut meiner Green Hairies, auch im Vergleich zu anderen Stachelbeeren, eher weich und fast gar nicht sauer. Ob das an der Sortenechtheit, Alter oder Boden/Klimaverhältnissen liegt?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Garten Prinz am 17. Juli 2020, 06:04:52

Wie die rechts sehen auch meine "Süße Lea" vom A...l...r aus.  ::)


Ich habe dort letztes Jahr auch die 'Süße Lea' bestellt (war glaube ich die einige Webshop die diese Sorte im Angebot hatte) mit der eindeutige Bedingung dass es auch wirklich diese Sorte sein müß. Man hat mir geantwortet dass sie 'Süße Lea' nicht selbst anbauen und deshalb nicht garantieren können dass 'Süße Lea' sortecht ist. Sie haben meine Bestellung annuliert und ich war da zufrieden mit.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 17. Juli 2020, 07:11:15
Ergänzend hab ich noch mal ein Foto gemacht. Mit verschiedenen Bildern im Internetz scheint doch die linke Sorte die Süße Lea zu sein. Der Geschmack von beiden Sorten nimmt sich nicht viel, wobei jede Beere am Strauch einen unterschiedlichen Reifegrad hat. Die Tatjana, falls es eine ist, im Vergleich mit der Süßen Lea sieht fast gleich aus und hat zudem eine weichere, kaubare Schale und schmeckt noch etwas besser. Welche Sorte die rechte Beere darstellt, steht noch offen.

(https://up.picr.de/39023206mj.jpg)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Herr Döpfel am 17. Juli 2020, 12:24:14

Wie die rechts sehen auch meine "Süße Lea" vom A...l...r aus.  ::)


Ich habe dort letztes Jahr auch die 'Süße Lea' bestellt (war glaube ich die einige Webshop die diese Sorte im Angebot hatte) mit der eindeutige Bedingung dass es auch wirklich diese Sorte sein müß. Man hat mir geantwortet dass sie 'Süße Lea' nicht selbst anbauen und deshalb nicht garantieren können dass 'Süße Lea' sortecht ist. Sie haben meine Bestellung annuliert und ich war da zufrieden mit.
Alles richtig gemacht.

Ja, im Herbst 2018 war es der einzige Anbieter, bei dem die Sorte lieferbar sein sollte. Meiner Erinnerung nach hatte er als grüne Sorten sonst noch Invicta und Krämers Grüne Kugel im Angebot. Vermutlich ist meine Überraschungsstachelbeere also auch die Grüne Kugel, Invicta kann ich ausschließen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: minthe am 18. Juli 2020, 08:53:16
Durch dieses Forum, habe ich die Suesse Lea kennen und lieben gelernt. Mein dreijaehriger Strauch ist jetzt praktisch ganz abgeerntet. Ich wuerde Euch Lea-/Stachelbeerexperten gerne fragen, wie Ihr das mit dem Schnitt/der Erziehung so hinbekommt.

Meine macht von sich aus diese bogigen Triebe, die extrem viel Fruechte ansetzen - ich habe schon versucht auszuduennen, aber trotzdem senken sich die Zweige stark zum Boden und dort wird alles sehr dicht, ohne, dass Licht&Luft hinkommt.
Beschraenkt Ihr konsequent auf wenige Triebe, sogar Spindelerziehung vielleicht und bindet an mehreren Stuetzen fest ... oder wie macht Ihr das?
Eure Erfahrungen interessieren mich sehr!
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 18. Juli 2020, 12:21:36
Man sollte einen oder ein paar Triebe nach oben binden, sie wächst sonst zu bogig und wieder in den Boden hinein. Allerdings auch ganz praktisch, so lässt sie sich gut vermehren. Andere Triebe schneiden. Einen Busch lass ich auch wild wachsen, geht auch, aber da ist die Ernte unangenehm. Die Pflanze mit nach oben gebundenen, frei stehenden Trieben macht auch die schönsten und grössten Früchte.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 18. Juli 2020, 16:57:06
Ich bevorzuge Hochstämme.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: catinca am 18. Juli 2020, 21:28:40
Cydorian, könntest du vielleicht bitte ein Foto einstellen, ich kann mir das sonst nur schwer vorstellen
"eine Pflanze, mit nach oben gebundenen frei stehenden Trieben"
Vielen Dank schon mal!
Meine Lea mickert leider nur so vor sich hin, auch im 2 Jahr ist sie noch nicht durchgestartet.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 18. Juli 2020, 22:46:01
Schau mal Ribisel, die Stachelbeeren von Deinen Stecklingen habe ich heute geerntet.
Es waren doch vier verschiedene, die kleine grüne ist schon zusammen mit Mucurines und Invicta eingefroren worden.
Ich meine, daß die rote letztes Jahr etwas größere Früchte habe aber ich habe die Pflanzen erst im Januar verpflanzt weil alle im Vermehrungsbeet zu dicht standen. Es könnte also an der Umpflanzung liegen.
Die rote und die große grüne aus dem Wald hatten ja letztes Jahr schon Früchte aber die gelbgrüne mit den Sommersprossen trägt dieses Jahr das erste mal.
Interessant, daß relatib wenig Dornen dran sind und die Beeren zu zweit und sogar zu dritt zusammen hängen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 18. Juli 2020, 22:46:53
Hier das gefleckte Teil  :)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 18. Juli 2020, 23:30:05
Freut mich dass du Spaß an ihnen hast. :D Sehe ich das richtig im ersten Bild, dass links die Waldstachelbeere ist und rechts unten die Kleine grüne?

Mit der Waldstachelbeere habe ich heuer überhaupt kein Spaß. Die kleine Stachelbeerblattwespe frisst mir das Laub dauernd ab.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 19. Juli 2020, 00:38:31
Freut mich dass du Spaß an ihnen hast. :D Sehe ich das richtig im ersten Bild, dass links die Waldstachelbeere ist und rechts unten die Kleine grüne?
Nein, wie geschrieben ist die kleine grüne schon im Gefrierschrank. Die hat mich dieses Jahr etwas geärgert weil die Triebe und auch ein Großteil der Beeren Mehltau hatte. Darum sind alle einigermaßen guten Beeren sofort der Verarbeitung zugeführt worden und die Pflanze stark geschnitten um den Mehltau zu entfernen.

Die links sind aber die Waldstachelbeere, da waren dieses Jahr wenig dran.

Rechts unten die Beeren sind gelbgrün mit roten Punkten, sah witzig am Strauch aus, habe aber nur ein verschwommenes Bild davon.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 19. Juli 2020, 01:04:45
Die mit den Punkten war aber nicht von mir oder`?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 19. Juli 2020, 09:08:53
Doch, die ist von Dir, andere hatte ich keine gesteckt. Und die waren alle dicht an dicht gesteckt, ich hatte die bewurzelten Pflanzen nur im Januar vereinzelt und wie eine Hecke gepflanzt.
Oder sind die mit den Flecken schon überreif und haben darum die roten Punkte? Zumindest sind sie schön süß und haben eine weiche Haut.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 19. Juli 2020, 22:51:21
Gestern habe ich mir die "Waldstachelbeere" noch einmal angeschaut, alle Triebe waren straff aufrecht.
Entweder kommt das erst wenn der Strauch größer wird oder ich habe noch eine andere Sorte von Dir bekommen. Ursprünglich waren es nämlich vier verschiedene Sorten aber bei einer Sorte gab es einen Totalausfall in Sachen Bewurzelung.
Das sind drei verschiedene Stachelbeeren die ich 2016 von Rib-isel bekam.

Einmal eine kleine grüne die ein wahrer Massenträger ist. Leider ein wenig schwer zu beernten da die Früchte sehr dicht am Trieb hängen und dieser viele kleine fiese Dornen hat. Mit der Schere Triebe ernten und dann die Beeren mit der Schere abzwicken geht am besten, fördert gleich den Neuaustrieb ;)

Die zweite ist noch am schwächsten wachsend, eine große matt hellgrüne mit ein paar "Versucherle" dran.
Die gefällt mir sehr gut.

Die dritte ist eine rote mit sehr guten Aroma wenn auch die Haut wie bei allen etwas fest und sauer ist.
@ Rib-isel, Du hattest mal Rolonda als Sortennamen in den Raum gestellt. Könnte sie es sein?

Daher bin ich so verwirrt. Ich habe drei Sorten in Erinnerung, die du von mir haben solltest. Von einer rot gepunkteten weiß ich nichts :) Ich kann mich auch irren.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 20. Juli 2020, 00:29:42
Daher bin ich so verwirrt. Ich habe drei Sorten in Erinnerung, die du von mir haben solltest. Von einer rot gepunkteten weiß ich nichts :) Ich kann mich auch irren.
Ja, ich hatte letztes Jahr von drei tragenden Sorten berichtet aber nun beim vereinzeln sind vier vorhanden. Die kleine grüne ist eine Riesenpflanze, die Rote sind zwei Pflanzen und die Waldstachelbeere sind drei Pflanzen.
Die gepunktete sind zwei Pflanzen und waren alle im Büschel mit der roten denn ich hatte alle sie eigentlich nach Sorten gesteckt. Also wenn es vier Stecklinge waren habe ich sie in einer Art Horst gesteckt im Abstand von 3cm und die nächste Sorte 30cm davon entfernt usw.
Eigentlich bekam ich auch von vier verschiedenen Sorten Stecklinge aber eine Sorte ist nicht angewachsen, zumindest dachte ich das weil der erste Stecklingshaufen nicht ausgetrieben ist und ich den entsorgt habe.
Warum jetzt in den Büschel mit den Roten zwei getupfte sind weiß ich nicht denn die Sorten waren einzeln verpackt, echt seltsam.
Hast so eine Sorte nicht? Wie kommt sie dann da rein?
Egal, ich wollte nur berichten wie sich die Pflanzen entwickeln.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 20. Juli 2020, 01:06:07
Kann sein, dass sie über die Zeit hinweg bei mir einging, bevor mir die Punkte auffielen ??? Man verliert langsam die Übersicht.
schmeckt sie denn?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 20. Juli 2020, 19:45:39
Ja, sie ist gut.
Ich habe ja zwei Pflanzen und kann gerne eine wieder zurück geben ;)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 22. Juli 2020, 01:55:48
Jemand aus meiner Familie meint, sich an diese Stachelbeere erinnern zu können. Asche über mein Haupt
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 22. Juli 2020, 13:43:52
 ;D
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 24. Juli 2020, 10:43:06
Hallo!
Hat jemand eine Meinung zu den Sorten Laprima und Leora, wie schmeckt es ?
Titel: Early Sulphur
Beitrag von: euphorbia23 am 24. Juli 2020, 11:44:17
..ich schliesse mich mit einer Stachelbeerfrage an: hat jemand Erfahrungen mit Early Sulphur? Wie gefällt euch die Sorte (Ertrag/v.a. Geschmack)?
Und - könnte jemand einen bewurzelten Steckling oder Jungpflanze vermitteln - oder kennt eine Bezugsadresse (bitte per PN)?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 24. Juli 2020, 16:23:55
Hallo!
Hat jemand eine Meinung zu den Sorten Laprima und Leora, wie schmeckt es ?

Wird jetzt reif, exorbitant harte Schale, weder Säure noch Süße, kaum Aroma...ist bei mir schon wieder rausgeflogen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 25. Juli 2020, 12:21:51
Immerhin habe ich einen Samen von Ribes niveum, der Schneebeere, so weit hochgepeppelt (Amerikanische Stachelbeer-Art; daher der Post hier hinein).

Kleines Hobbyzüchter-Schmankerl: Die Art wird genutzt, um schwarzfrüchtige Stachelbeeren zu züchten.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 26. Juli 2020, 02:34:33
Ist diese "Schneebeere" schon eine schwarze Stachelbeere ?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 26. Juli 2020, 03:04:15
Auf den Sämling bezogen? Weiß ich nicht, dass wird die Zeit zeigen ob es sich um einen hybriden handelt. Die Beeren der Schneebeere selbst ist recht klein (größere Schwarze Johanisbeere). Farbe ähnelt der schwarzen Honigbeere. Dunkelrot, leicht bläulich bereift. Blüten sind Weiß, daher der Name. Erst mit der Kreuzung von Kultursoren können daraus die schwarzfüchtigen Stachelbeersorten entstehen mit entsprechender Fruchtqualität.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Chica am 26. Juli 2020, 08:36:08
Ihr lieben Beerenkenner, habt ihr eine Empfehlung für eine rotfrüchtige Stachelbeere auf trockenem, sauren Sand? Ich habe hier seit Jahren 'Hinnonmäki' stehen, gelb, grün und rot. Alle drei sind eigenartig kleine Sträucher, vielleicht 70-80 cm hoch, ganz anders als ich Stachelbeeren aus meiner Kindheit kenne. Die rote 'Hinnonmäki' macht eine Unmenge winziger roter Beeren (etwas mehr als jochelbeerengroß), die auch ganz schnell Sonnenbrand bekommen. Von der habe ich genug und will sie gegen einen wüchsigen Strauch mit großen Früchten austauschen, nur welche Sorte? Stachelbeeren müssen sein, schon als Raupenfutter für verschiedene Schmetterlinge.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rieke am 26. Juli 2020, 09:34:03
Ich habe seit 3 Jahren Red Eva. Die wird relativ spät reif, steht bei uns im Wurzelbereich und im Schatten von Nachbars großer Fichte, schmeckt mir besser als Hinnonmäki und hat relativ große Früchte. Abgesehen davon würde ich den Stachelbeeren mit Kompost und Mulch helfen, dann werden auch die Früchte größer. Die Sträucher (egal welche Sorte) bleiben bei mir auch recht klein.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: mikie am 26. Juli 2020, 09:48:41
Hallo!
Hat jemand eine Meinung zu den Sorten Laprima und Leora, wie schmeckt es ?

Hatte dieses Jahr die ersten Laprima Früchte, ich fand sie nicht schlecht. Süß waren sie, säure hatten sie recht wenig.
Im Vergleich zur Red Eva hat Laprima viel schönere Früchte, ziemlich Perfekt für mich. Red Eva schmeckt mir besser.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 26. Juli 2020, 19:53:53
Zitat von: 555Nase link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3530869#msg3530869 date=1595600635]
Zitat von: Andrii link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3530742#msg3530742 date=1595580186]
Hallo!
Hat jemand eine Meinung zu den Sorten Laprima und Leora, wie schmeckt es ?

Wird jetzt reif, exorbitant harte Schale, weder Säure noch Süße, kaum Aroma...ist bei mir schon wieder rausgeflogen.
Sie sprechen von Laprima? Vielleicht ist es notwendig, noch Zeit auf dem Busch zu halten?
Zitat von: Chica link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3531570#msg3531570 date=1595745368]
Ihr lieben Beerenkenner, habt ihr eine Empfehlung für eine rotfrüchtige Stachelbeere auf trockenem, sauren Sand?
Ich Stimme Rieke zu, es ist notwendig, den Boden in der pflanzgrube zu verbessern, außer Kompost können Sie mehr Sapropel und Vermiculit hinzufügen, wenn Sie Kalk und Asche benötigen.
Zitat von: mikie link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3531600#msg3531600 date=1595749721]
Zitat von: Andrii link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3530742#msg3530742 date=1595580186]
Hallo!
Hat jemand eine Meinung zu den Sorten Laprima und Leora, wie schmeckt es ?

Hatte dieses Jahr die ersten Laprima Früchte, ich fand sie nicht schlecht. Süß waren sie, säure hatten sie recht wenig.
Im Vergleich zur Red Eva hat Laprima viel schönere Früchte, ziemlich Perfekt für mich. Red Eva schmeckt mir besser.
Danke! Also gibt es Hoffnung, dass Laprima eine gute Dessertsorte ist. Ich denke auch, dass Red Eva eine ziemlich gute Sorte ist, um zu schmecken, sehr wenige Stacheln und eine schöne Form der Beere. Ich Frage mich, ob jemand bereits eine Bewertung der Kinder von Red Eva gemacht hat, wie Ralina, (eine andere der Sorten von Lubera, entweder-Greenling oder Madame Sanssouci ) Ich erinnere mich nicht genau.

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Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wild Obst am 26. Juli 2020, 20:33:34
Ich habe seit 3 Jahren Red Eva. Die wird relativ spät reif, steht bei uns im Wurzelbereich und im Schatten von Nachbars großer Fichte, schmeckt mir besser als Hinnonmäki und hat relativ große Früchte. Abgesehen davon würde ich den Stachelbeeren mit Kompost und Mulch helfen, dann werden auch die Früchte größer. Die Sträucher (egal welche Sorte) bleiben bei mir auch recht klein.

Ich habe beide Red Eva und Rote Hinnonmäki. Die Red Eva ist deutlich, vielleicht 3 Wochen später und Strauch und Früchte sind größer. Ich behalte erst einmal beide.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Secret Garden am 26. Juli 2020, 21:10:56
Bisher habe ich noch keine Stachelbeeren im Garten und lese mich auf der Suche nach einer leckeren gesunden Sorte hier durch. Jetzt bin ich bei Red Eva, aber zu kaufen gibt es nur Redeva - ist sie das?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 26. Juli 2020, 21:43:27
Schauen Sie hier auf Seite 116
https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.bundessortenamt.de/bsa/media/Files/BSL/bsl_strauchbeerenobst_2002.pdf&ved=2ahUKEwinz4_c1evqAhVKY5oKHTi2A5sQFjABegQIAxAI&usg=AOvVaw1A6PPyhdSrwlDNnuY5dd7Z
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Secret Garden am 26. Juli 2020, 21:49:54
Danke! Demnach sind Redeva und die Rote Eva identisch und die Beschreibung klingt auch gut. :D
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 26. Juli 2020, 23:11:41
Demnach sind Redeva und die Rote Eva identisch

Gewagte These ;)

Ja, ist die selbe
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Herr Döpfel am 18. August 2020, 09:06:01
Die Falschländer Artlieferung ("Kleine Grüne Kugel") scheint nun im zweiten Jahr eingegangen zu sein. Ich bin nicht allzu traurig darüber. Eigentlich sollte es ja "Süße Lea" sein, aber wenn ich von überhängendem Wuchs lese, mag ich die eigentlich auch nicht mehr.

Wichtig wären mir ein kräftiger, aufrechter Wuchs, eine gesunde, unanfällige Pflanze, möglichst große und mehr süße als saure Beeren. Nach diesen Kriterien käme wohl "Mucurines" in Frage. Mag jemand etwas dazu sagen?

Ah, und was rechtfertigt eigentlich Preise von weit über 10 Euro für eine kleine Stachelbeere im Topf?  ???

Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 18. August 2020, 20:40:18
Ich habe Mucurines seit rund 10 Jahren, zuerst als Strauch dann als Spindel und jetzt ein- bis zweitriebig.
Als Busch sehr ertragreich, starkwüchsig aber wenn viele Beeren dran hängen neigen sich auch da die Triebe.
Als Spindel war mir die Fruchtgröße zu mickrig.
Am besten gefällt mir wenn ich 1-2 oder drei Triebe an Stäben fächerförmig aufbinde. Getragene Triebe schneide ich ab und nehme die nächsten. Das bringt zwar nicht so einen Ertrag wie als Busch aber es ist schön"ordentlich" aufrecht und erleichtert Pflege und Ernte.
Der Geschmack erinnert mich an Minikiwi.
Gelbe und rote Sorten finde ich aber süßer.
Ich bin auch auf der Suche nach einer guten gelben Sorte.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 19. August 2020, 02:06:52
Bisher war mein Favorit die Süße Lea, nun habe ich aber rausgefunden, daß die Tatjana bei ähnlicher Geschmacksrichtung noch etwas aromatischer mit noch weicherer Schale ist. Unterschied in der Süße wäre schwer feststellbar.
Kann jemand was zur Goldling sagen ? - Hab ich erst eine Jungpflanze.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Herr Döpfel am 19. August 2020, 14:32:40
Ich habe Mucurines seit rund 10 Jahren, zuerst als Strauch dann als Spindel und jetzt ein- bis zweitriebig.
Als Busch sehr ertragreich, starkwüchsig aber wenn viele Beeren dran hängen neigen sich auch da die Triebe.
Mein Problem ist halt, dass der Garten mehrere hundert Kilometer von meinem Hauptwohnort entfernt liegt, und ich mich deshalb über längere Zeiten nicht darum kümmern kann. Sträucher, die dazu neigen, ihre Triebe in den Dreck zu legen, kann ich aus dem Grund nicht brauchen.

Zitat
Am besten gefällt mir wenn ich 1-2 oder drei Triebe an Stäben fächerförmig aufbinde. Getragene Triebe schneide ich ab und nehme die nächsten. Das bringt zwar nicht so einen Ertrag wie als Busch aber es ist schön"ordentlich" aufrecht und erleichtert Pflege und Ernte.
An so ein System habe ich für die Zukunft auch schon gedacht. Momentan habe ich nur zwei (verbliebene) Sträucher, die noch nicht so alt sind, darum kommt es bisher schon noch auf den Ertrag an. Vielleicht fange ich nächstes Frühjahr bei der Invicta mal damit an. Ich hatte allerdings eher an eine Trichterform mit drei Trieben gedacht, damit eine sonnenzugewandte Rute die anderen beiden noch etwas beschatten kann. Sonnenbrand war letztes Jahr ein Riesenproblem, auch im Halbschatten.

Wie lange lässt du die aufgebundenen Triebe stehen? Drei Jahre?

Zitat
Der Geschmack erinnert mich an Minikiwi.
Gelbe und rote Sorten finde ich aber süßer.
Ich bin auch auf der Suche nach einer guten gelben Sorte.
Ich habe mir vorgenommen, nächstes Jahr mal zur Schweizer Beerensammlung bei Basel zu fahren, die sollen um die 120 seltene Stachelbeersorten haben, die man auch probieren kann. Da käme ich sogar mit dem Fahrrad hin, habe aber erst vor ein paar Wochen gelesen, dass es die überhaupt gibt.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 19. August 2020, 16:34:39
Stachelbeeren über so weite Entfernung zu pflegen stelle ich mir schwierig vor. Sie brauchen ja doch etwas an Pflege, sind neben Aprikose das Obst mit den meisten Ausfällen.

Ich sehe da eine klare Arbeitsspitze im Frühjahr, da kann einmal die Woche gucken zuwenig sein. Johannistrieb fällt oft aus, nach der Ernte passiert nicht mehr viel für den Rest vom Jahr.

Ich ziehe übrigens als Spindel bevorzugt für die Nachmittagsstunden im Schatten stehend. Sorte Invicta, andere wie Mucurines und Hinonmäkki sind schnell wieder rausgeflogen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: kaliz am 19. August 2020, 22:04:16
Blöde Frage, aber was brauchen Stachelbeeren groß an Pflege? Bei mir stehen die in einer halbschattigen Ecke und wenn ich im Frühjahr gut drauf bin bekommen sie eine handvoll Dünger ab, das wars. Hab die Sträucher bis jetzt noch nicht mal beschnitten und trotzdem gibt es regelmäßig eine gute Ernte.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 20. August 2020, 00:14:08
Ich ziehe übrigens als Spindel bevorzugt für die Nachmittagsstunden im Schatten stehend. Sorte Invicta, andere wie Mucurines und Hinonmäkki sind schnell wieder rausgeflogen.
Ich denke mal, daß nicht alle Sorten gut für die Spindelerziehung geeignet sind. Bei meiner Mucurines bin ich davon abgekommen weil die Fruchtgröße nur noch halb so groß war als wenn sie als Strauch erzogen war.
Auch bei der Roten Hinnonmäki war das Ergebnis schlecht. Aber das kann auch an der Sorte liegen, die fliegt hier jetzt endgültig raus.

Was für Sorten hast Du als Spindel?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 20. August 2020, 00:15:05
Wie lange lässt du die aufgebundenen Triebe stehen? Drei Jahre?
Ja.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 20. August 2020, 01:07:53
Es sind sicherlich nicht alle Sorten für die Spindelerziehung geeignet, ich habe mich von den genannten Sorten allerdings schon im Buschstadium verabschiedet. Nicht nur wegen des Wuchses, sondern auch vom Geschmack usw.

Blöde Frage, aber was brauchen Stachelbeeren groß an Pflege?
Man muss sie im Frühjahr mal düngen, die falschen Triebe ausbrechen, danach kommen neben den Blattläusen die Stachelbeerblattwespe, Maulbeerschildlaus, echter Mehltau, Stachelbeerrost, ausdünnen, formieren, Verticillium und andere bodenbürtige Krankheiten. Alles in allem nicht viel, aber teilweiße von hoher Relevanz und nicht behandelbar. Deswegen die hohen Ausfälle.
Eine Johannisbeere ist fast Unkraut dagegen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: kaliz am 20. August 2020, 10:16:35
Interessant. Bei mir im Garten wurden die Stachelbeeren zum Glück von Schädlingen und Pilzen bisher verschont. Ist für mich eine der einfachsten Kulturen überhaupt, mit Ausnahme der Ernte, aber das geht eigentlich auch.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 20. August 2020, 10:38:47
dito, ein Selbstläufer.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 20. August 2020, 11:21:16
Wenn die Ernte ein Problem darstellt könnte man das mit Schnitt in den Griff bekommen.
Hat auch Vorteile für die Fruchtgröße.

Stachelbeere pflanzen und sich selbst überlassen geht hier auch, man hat dann halt keine 5kg große Beeren drauf. Wenn die Maulbeerschildlaus nicht kommt stehen sie auch nach 10 Jahren noch, mehr oder weniger gezeichnet. In manchen Gärten habe ich 60cm hohe Stachelbeeren gepflanzt, nach 3-4 Jahren waren sie noch 20-30cm hoch. Hier hats dann an Wasser und Nährstoffen gefehlt. So ganz Selbstläufer sind sie jedenfalls nicht nur bei mir nicht.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wild Obst am 20. August 2020, 11:29:44
Bei mir sind die auch eher Selbstläufer, aber ich ernte auch eher nur 0,5kg bis 1,5kg je Strauch, z.B. die Hinnonmäki bleiben einfach als Strauch zu klein, um mehr als 0,5kg abzuwerfen. Invicta ist auch bei mir am unproblematischsten und hat trotz geringer Pflege (im Frühjahr düngen, bei der Ernte Rückschnitt/entfernen alter Triebe) recht große Beeren und 1,5kg Ertrag. Rote Eva/Red Eva/Redeva ist ähnlich unproblematisch und wüchsig und wird wohl nächstes Jahr mit Invicta um den Ertragschampiontitel konkurrieren.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 20. August 2020, 14:09:13
Bei einem negativem wuchs ist eher das Wasser ein Problem, als die Nährstoffe.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Herr Döpfel am 21. August 2020, 11:11:49
Bei mir sind die auch eher Selbstläufer, aber ich ernte auch eher nur 0,5kg bis 1,5kg je Strauch, z.B. die Hinnonmäki bleiben einfach als Strauch zu klein, um mehr als 0,5kg abzuwerfen. Invicta ist auch bei mir am unproblematischsten und hat trotz geringer Pflege (im Frühjahr düngen, bei der Ernte Rückschnitt/entfernen alter Triebe) recht große Beeren und 1,5kg Ertrag.
Das kann ich für diese beiden Sorten 1:1 so unterschreiben (wobei ich erst im Spätwinter schneide). Dazu kommt, dass mir die Invicta, wenn sie ausgereift ist, auch gut schmeckt. Ich mag zwar beide Sorten, aber das "Zweidimensionale" der Invicta, erst das süße, etwas bananige Innere und darauf die saure Haut ist interessanter als die eher eindimensionale rote Hinnonmäki. Meine Mutter meint, die Hinnonmäki schmecke "komisch".

Vernünftig wäre wohl, die Invicta zu vermehren, da sie sich - auch unter minimalem Pflegeaufwand - bewährt hat. Aber die Neugierde...

@Elro: Danke.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 21. August 2020, 22:00:07

Gelbe und rote Sorten finde ich aber süßer.
Ich bin auch auf der Suche nach einer guten gelben Sorte.
Haben Sie versucht, Solemio ? Köstliche Sorte, die Hauptsache ist, rechtzeitig zu sammeln, ich mag Goldling-größer und stacheliger. Machte rohe Marmelade aus Solemio + Krämer's Gelbe Kugel stellt sich heraus, eine ziemlich schöne Farbe
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 21. August 2020, 23:38:33
Moin thuja,


Ich ziehe übrigens als Spindel bevorzugt für die Nachmittagsstunden im Schatten stehend. Sorte Invicta,
  wie hoch werden die Invicta-Spindeln bei Dir? Wie lang sollten die Stäbe sein?
Bedauerlicherweise habe ich die Lichtverhältnisse hier genau anders herum: Vormittags Schatten und Nachmittags Sonne. Da kann ich nur hoffen, dass durch die anderen Beerensträucher etwas Schatten entsteht, wenn sie dann größer sind.

Grüne Grüsse
Nemi
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 22. August 2020, 09:29:48
Meine höchste siehst du im Bild neben dem Kirschbaum. Gemessen wäre sie vielleicht 2,2m, der `Rosenbogen´ ist eben so hoch das man gut drunter durch laufen kann und sie ist ein bisschen höher.
Ich würde eher von 1,8m maximal ausgehen, das ist schon gut. Eine 8er Baustahlstange mit 2m reicht aus, von dicken Stangen bin ich wieder abgekommen, die sind den neuen Trieben oft im Weg.

Volle Sonne zum Nachmittag macht hier ab und an Probleme mit Sonnenbrand, 38°C und klarer Himmel mögen sie nicht immer. Kann woanders nicht jedes 2te Jahr auftreten, muss man ausprobieren.

Sind deine Invictas eigentlich noch gewachsen, also mehr als nur kurze Triebe? 
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 22. August 2020, 17:47:57
Bin momentan am Samen-waschen. Hier sieht man 6 Samen der Rolonda und zwei Samen der Honigbeere im Größenvergleich.  Ein Kästchen ist 0,5 cm lang.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: echo am 23. August 2020, 11:21:28
Eine Johannisbeere ist fast Unkraut dagegen.
Ich habe die gleiche Erfahrung gemacht wie kaliz, Ribisel und Wild Obst. Auch bei mir sind die Stachelbeeren, bis jetzt, ein Selbstläufer. Wachsen und gedeihen gut bei minimalem Aufwand. Interessant finde ich auch, dass bei Johannisbeeren ich genau die umgekehrte Situation habe. Sowohl schwarzen wie auch die rote zicken bei mir nur rum. Kränklich, kaum Ertrag, kaum Wachstum. ::)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 23. August 2020, 18:20:53
Bei Stachelbeeren und Johannisbeeren gibt es große Sortenunterschiede, zuzüglich der verschiedenen Standorte. Wer nicht alle Sorten gepflanzt hat, kann keine verallgemeinerte Beurteilungen abgeben.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 23. August 2020, 20:43:05
... und wer alle Sorten gepflanzt hat, kennt trotzdem die anderen Standorte nicht. Man ist also immer auf fremdes Wissen angewiesen. Dieses sollte möglichst transparent und umfänglich erworben werden.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 23. August 2020, 21:06:47
Seit einigen Jahren beobachte ich Pflanzen im Wald in Finnland gefunden, heute sammelte 3 die interessantesten Formen für mich-Geschmack würdig vor allem in rot, alle drei Haut Dünn und es ist sehr wenig Säure.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 23. August 2020, 21:10:53
Erstmal kein Foto gespeichert
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 23. August 2020, 21:30:55
Da springt mir die haarige sofort ins Auge.
Es ist so schade, daß das heute weggezüchtet ist.
Aber ich bin wohl die Einzige die diese borstigen Dinger mag ;D
Gerade bei den haarigen ist die Haut meist besonders dünn, wenn dann das Aroma paßt, perfekt.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 24. August 2020, 02:52:07
Ich habe eine große Menge Samen der Karlin (haarig) ausgesät. Ich werde dann die Haarigen für dich reservieren :)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 24. August 2020, 03:41:41
Das ist ja das Nächste, man weiß doch gar nicht mehr, was man für Sorten geliefert bekommt. :o Z.B. meine "Karlin" muß irgendwie beim Frisör gewesen sein, die hat nämlich gar keine Haare. :P Auch weiß ich überhaupt nicht, ob ich je eine Süße Lea hatte, die eine Lea ist eher eine Invicta und die andere Lea eine Grüne Kugel. ???
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: martweb am 25. August 2020, 09:46:03
Meine Karlin hat leider auch Haare, es muss sich also um eine andere Sorte bei Dir handeln.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 29. August 2020, 00:08:37


Sind deine Invictas eigentlich noch gewachsen, also mehr als nur kurze Triebe?
Ja, sind sie. Derzeit sind sie etwas über kniehoch und pumperl gesund. Kein einziger ist eingegangen. Ich bin sehr zufrieden!
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 29. August 2020, 00:09:59
....das Beikraut bitte wegdenken ;D
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Chica am 29. August 2020, 07:45:59
Ich habe seit 3 Jahren Red Eva. Die wird relativ spät reif, steht bei uns im Wurzelbereich und im Schatten von Nachbars großer Fichte, schmeckt mir besser als Hinnonmäki und hat relativ große Früchte. Abgesehen davon würde ich den Stachelbeeren mit Kompost und Mulch helfen, dann werden auch die Früchte größer. Die Sträucher (egal welche Sorte) bleiben bei mir auch recht klein.

Danke Rieke, dann werde ich mir eine 'Red Eva' besorgen, es ist ja fast Pflanzzeit, beim Gärtner nebenan wird es die wohl nicht geben? Ich kaufe da eh so gut wie nie.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 03. September 2020, 13:27:43
Mir ist aufgefallen, da ich heuer so gut wie nichts geerntet habe, dass die Sämlingsstachelbeere, die ich neben der Rolonda als befruchter pflanzte, die Beeren lange frisch hält. Bild von heute.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 29. Oktober 2020, 20:31:55
Immerhin habe ich einen Samen von Ribes niveum, der Schneebeere, so weit hochgepeppelt (Amerikanische Stachelbeer-Art; daher der Post hier hinein).

Kleines Hobbyzüchter-Schmankerl: Die Art wird genutzt, um schwarzfrüchtige Stachelbeeren zu züchten.

Aktueller Stand der Schneebeere. Sie zeigt eine interessante Herbstfärbung.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: wuchtig am 30. November 2020, 10:27:30
ich hab ein Gartengrundstück übernommen das komplett mit wilden Brombeeren überwuchert war,
weil sich über fünf Jahre! Niemand gekümmert hatte


mittendrin ein kleiner unbekannter Stachelbeerbusch.
Herkunft dürfte wohl aus dem Super -oder Baumarkt sein

also Pflegebedürftigkeit geht geschätzt so gegen 0.

ich hab aber zum verjüngen im Fühjahr  fast alle alten Triebe entfernt .
0 zusätzliches Wasser  und eine Kopfdüngung mit Beerendünger
nächstes Jahr wird dann nochmal gedüngt und  beschnitten ,
 dann darf er zeigen was er kann
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Callis am 13. Januar 2021, 13:18:24
Liebe Stachelbeerexperten,

ich habe eine namenlose Strauchstachelbeere, die ich vor ein paar Jahren als Ausläufer von einer Nachbarin erbeten habe, weil es eine Stachelbeere ist, die nie Mehltau bekommt. Inzwischen hat sie sich im Sandgarten zu einem ca. 70cm hohen Strauch entwickelt, der jedes Jahr mehr Früchte trägt.

Inzwischen denke ich ,dass ich anfangen sollte den einen oder anderen älteren Trieb herauszunehmen. Wann ist dafür die beste Zeit?

Und noch eine Frage. Kann ich von der Stachelbeere Stecklinge machen? Wenn ja, wann und wie wie lang sollten sie sein und wie behandelt werden?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 13. Januar 2021, 13:22:25
Ich glaube der wichtigste Tipp ist, dass man schneiden soll, bevor die Sträucher sich schon intensiv um die Blütenansätze des neuen Jahres "gekümmert" haben, dadurch verschwenden sie Kraft.

Also könnte man direkt nach der Ernte ältere Triebe bodennah rausnehmen, aber auch noch im frostfreien Winter, bevor die Knospen schwellen - und das ist bei allen Beerensträuchern recht zeitig. Daher könnte man dem Sommerschnitt schon fast den Vorzug geben.

Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 13. Januar 2021, 13:24:32
Mir ist aufgefallen, da ich heuer so gut wie nichts geerntet habe, dass die Sämlingsstachelbeere, die ich neben der Rolonda als befruchter pflanzte, die Beeren lange frisch hält. Bild von heute.

Ich verstehe den Post nicht so ganz - aber eine Stachelbeere, die Anfang September noch Früchte trägt, hätte ich ja auch gern. Vielleicht kannst du nochmal erklären, was du oben sagen wolltest?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: carot am 13. Januar 2021, 13:41:51
Ich meine es verstanden zu haben:

Da er dieses Jahr nicht abgeerntet hat, konnte er feststellen, dass dieser Sämling die Früchte sehr lange in guter Qualität hält, also ein sehr langes Erntefenster hat.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 13. Januar 2021, 17:24:32
Ich schneide im Winter, das genug Schubkraft für Neutriebe im Frühjahr da ist.

Zu den Stecklingen oder Steckhölzern:
https://forum.garten-pur.de/index.php/topic,41434.0.html

Meine sind letzte Woche gesteckt worden, nach dem Schnitt.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 13. Januar 2021, 17:32:17
Ja, Carot hat meinen Post richtig interpretiert. Die Stachelbeere reift in etwa zur selben Zeit wie Rolonda, hält die aber länger frisch.

Anfang Sep war zwar auch so sehr grenzwertig gewesen aber mitte August wäre sie bestimmt noch gut zu essen gewesen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: jardin am 13. Januar 2021, 18:54:57
und noch eine Frage. Kann ich von der Stachelbeere Stecklinge machen? Wenn ja, wann und wie wie lang sollten sie sein und wie behandelt werden?

@ callis
  Man kann zwar Stachelbeeren aus Stecklingen ziehen, aber bei mir hat es auch bei mehreren Versuchen nicht geklappt.
  Die für mich beste Methode, die fast immer von Erfolg gekrönt ist, ist die Vermehrung über Absenker.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Tester32 am 13. Januar 2021, 19:21:02
Meine Karlin hat leider auch Haare, es muss sich also um eine andere Sorte bei Dir handeln.

Meine Karlin war auch ziemlich haarig. Und sie schmeckte wie Gras mit Arzneimitteln, ein eigener, starker, aber für mich unangenehmer Geschmack.

@Callis:

Vermehren über Absenker geht deutlich leichter als mit Stecklingen. Im Frühherbst die Spitze einbuddeln, über Winter treibt sie Wurzeln aus und im nächsten Sommer kannst sie irgendwann von der Mutterpflanze trennen, wenn an der versenkten Stelle eigene Triebe rauskommen. Wahrscheinlich geht das auch zu anderen Jahreszeiten.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 13. Januar 2021, 21:51:12
Karlin ist eine behaarte Sorte.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 13. Januar 2021, 22:32:42
Meine Steckholzquote ist auch nicht die beste, aber ich meine zu glauben, das je früher ich stecke, desto mehr wurzeln an.
In manchen Jahren 90%, in manchen auch nur 5 oder 10. Ich hatte auch schon Totalausfall und mache wenigstens alle 2 Jahre frische Stachelbeeren. Auch als Ersatz für Ausfälle, und wenn es die nicht gibt, wird eben verschenkt.

3 Augen lang, 2 in der Erde, das obere an der Erdoberfläche und ein Zapfen von 2cm stehen lassen, unten schräg angeschnitten.
Ob ich sie schräg in einen Graben lege oder senkrecht stecke, ich weiß nicht obs wirklich ein Unterschied macht. Der Winter und die Frühjahrstemperaturen haben wohl mehr Einfluss.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Callis am 15. Januar 2021, 20:08:33
Ich glaube der wichtigste Tipp ist, dass man schneiden soll, bevor die Sträucher sich schon intensiv um die Blütenansätze des neuen Jahres "gekümmert" haben, dadurch verschwenden sie Kraft.

Also könnte man direkt nach der Ernte ältere Triebe bodennah rausnehmen, aber auch noch im frostfreien Winter, bevor die Knospen schwellen - und das ist bei allen Beerensträuchern recht zeitig. Daher könnte man dem Sommerschnitt schon fast den Vorzug geben.

Danke, Gänselieschen. Also könnte ich die Stachelbeere auch jetzt im Winter an frostfreien Tagen schneiden.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Callis am 15. Januar 2021, 20:13:06
Ich schneide im Winter, das genug Schubkraft für Neutriebe im Frühjahr da ist.

Zu den Stecklingen oder Steckhölzern:
https://forum.garten-pur.de/index.php/topic,41434.0.html

Meine sind letzte Woche gesteckt worden, nach dem Schnitt.

Oh, wie peinlich. Ich hatte völlig vergessen, dass ich vor fast 10 Jahren schon mal gefragt hatte. ::) Inzwischen habe ich seit 5 Jahren einen anderen Garten und das Problem erneuert sich.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Callis am 15. Januar 2021, 20:16:42

@ callis
  Man kann zwar Stachelbeeren aus Stecklingen ziehen, aber bei mir hat es auch bei mehreren Versuchen nicht geklappt.
  Die für mich beste Methode, die fast immer von Erfolg gekrönt ist, ist die Vermehrung über Absenker.

Inzwischen habe ich meinen Strauch wieder besichtigt (der Garten ist nicht an meiner Wohnung) und tatsächlich auch einen bewurzelten Absenker gefunden, den ich dann im Frühjahr abtrennen werde. Mit den Stecklingen werde ich es trotzdem mal versuchen, einfach aus Neugier. :D

Dank auch an Tester für die Absenkermethode.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Callis am 15. Januar 2021, 20:24:18
Meine Steckholzquote ist auch nicht die beste, aber ich meine zu glauben, das je früher ich stecke, desto mehr wurzeln an.
...

Wann ist denn 'früher'?
Zitat
3 Augen lang, 2 in der Erde, das obere an der Erdoberfläche und ein Zapfen von 2cm stehen lassen, unten schräg angeschnitten.
Ob ich sie schräg in einen Graben lege oder senkrecht stecke, ich weiß nicht obs wirklich ein Unterschied macht. Der Winter und die Frühjahrstemperaturen haben wohl mehr Einfluss.

Ist mit Zapfen, das Ende oben über dem rausschauenden Auge gemeint? Und wie lang unter dem untersten Auge ehe schräg abgeschnitten wird?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wild Obst am 15. Januar 2021, 20:42:10
Ist mit Zapfen, das Ende oben über dem rausschauenden Auge gemeint?

So kenne ich das.

Und wie lang unter dem untersten Auge ehe schräg abgeschnitten wird?

Da achte ich nicht wirklich darauf und die Steckhölzer wachsen trotzdem an. Stachelbeeren wachsen jetzt vielleicht nicht ganz so einfach an wie Johannisbeeren, aber viel Unterschied ist nicht.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 15. Januar 2021, 20:49:46
Callis, jetzt wo du es schreibst fällts mir dann auch auf...  ;D

Mit früher meine ich eher Dezember als Februar. Hier gibts aber auch meist keinen Winter.

Zapfen, ja etwa 1cm über dem oberen Auge geschnitten, unten wenigstens 5 mm oder auch mehr.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Callis am 16. Januar 2021, 12:44:05
Danke, thuja thujon.

Jetzt habe ich doch noch eine Frage zum Auslichtungsschnitt. Der Strauch hat dunkle und helle Äste/Triebe. Gehe ich richtig in der Annahme, dass die dunklen Triebe die älteren sind?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 16. Januar 2021, 12:45:12
Ja
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Callis am 16. Januar 2021, 12:47:44
Gut, dann werde ich mich nächste Woche mal ans Werk machen. Da soll es ja wieder wärmer werden.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Ribisle am 16. Januar 2021, 16:36:11
Hallo Callis,
bei den Stachelbeeren sollte man mit geballter Faust in den Stock hinein langen können. Deshalb kann man die Stachelbeere als Strauch erziehen. Zwei bis drei Äste stäbt man und erhält damit Höhe. Bei den Stachelbeeren ist das stäben wichtig sonst hört das Höhenwachstum auf. Fruchthöhe bis zum ausgestreckten Arm. Gleichzeitig bilden sich dann Verzweigungen. Diese müssen erst im Alter von 2-3 Jahren geschnitten werden. Das Alter der Hauptstämme kann dann schon mal 11 Jahre (meist dunkle Farbe) haben  (siehe Bild). Die untersten Zweige werden abgeschnitten und die unteren werden mit einer Ballustrade gestützt; sodass die Früchte erst ab Kniehöhe anfangen. Diese Stachelbeere (Grüne Kugel) bringt Ertrag für 3 Personen.

Grüße Ribisle
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Callis am 16. Januar 2021, 17:27:09
Danke, Ribisel, das ist eine sehr gute Beschreibung. Und einen sehr eindrucksvollen Strauch hast du da. Wie hoch ist er? und wie alt?

Das mit der Ballustrade müsste ich mal ausprobieren. Denn tatsächlich suche ich mit dem Enkel die Stachelbeeren oft fast über dem Boden.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Ribisle am 17. Januar 2021, 11:09:09
Hallo Callis,
die Stachelbeere (grüne Kugel) aus Stecklingen gezogen ist ca. 14 Jahre alt und ca 1,60 m hoch. Weitere Mitteläste gehörten hoch gezogen. Die Ballustrade ist hier deshalb da, damit die mit schweren Früchten (ca. 2 € groß) behangenen Zweige nicht auf den Boden gelangen.
Die andere Sorte (Hinnonmäki) würde ich als Mittelast nur 5 - 6 Jahre alt werden lassen. Diese Sorte ist besser in einem Spalier aufgehoben.
Wenn beim basalen Auslichtungsschnitt der Stauden der Schnitt einen braunem Kern hat gibt es bei diesem wenige unschöne Früchte, weil er wenige oder keine Nährstoffe und Wasser transportieren kann.
Dieses Alter ist von Sorte zu Sorte unterschiedlich. - Learning bei Doing.

Hier meine Faustregel bei Beerenschnitt. Fruchtbehang erst ab Kniehöhe bis nach oben ausgestreckter Arm. Der Hintergrund ist:
- bessere ergonomische Bearbeitung und Ernten (ohne Pflaster).
- auf den Früchten keine bodenbürtige Krankheiten und bessere Durchlüftung des Staude.
- ausgereiftere Früchte und bessere Einschätung deren Fruchtqualität.
- bessere Feldarbeit an der Staude.
- Besseres Anbringen einer Bewässerungs-Leitung oder händisch gezielteres Wässern.
- Anbringung einer Unterpflanzung von Zwiebelblüher (Schneeglöckchen), diese fördern eine zusätzliche Bewässerung der Stachelbeeren im Spätwinter und sind bei der Fremdbestäubung nützlich weil diese meist die erste Nahrung der Hummeln ist. Die Staude bekommt durch die Fremdbestäubung durch die Hummeln mehr Früchte.

Grüße Ribisle
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Callis am 17. Januar 2021, 18:59:04
Danke, Ribisle, jetzt habe ich richtig was gelernt und habe mir den ganzen Text abgespeichert. :D
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Uvacrispa am 21. März 2021, 20:54:52
Liebe Stachelbeeren-Freunde
Als Beeren-Projektleiter bei ProSpecieRara Schweiz interessieren mich die Diskussionen hier sehr. In unseren Sammlungen stehen rund 170 Herkünfte von rund 130 "alten" Stachelbeeren-Sorten, ein Teil davon ist noch namenlos und einige können vielleicht eines Tages über Referenzsorten aus europäischen Sammlungen noch identifiziert werden. Andere der Akzessionen aus alten Gärten sind wahrscheinlich Spontansämlinge. Manche werden so wohl für immer mit einem Arbeitsnamen Vorlieb nehmen müssen... 100 dieser Sorten haben wir in einem Buch porträtiert, ein Kondensat aus 20 Jahre Beschreibungen in unseren Freilandsammlungen.

Ein wichtiger Hinweis für alle Liebhaber alter Sorten: Nach wie vor sind viele offensichtlich falsche Sortennamen in Umlauf, sowohl in offiziellen Sammlungen, als auch in Baumschulen. Auch bei den Stachelbeeren-Akzessionen von Deaflora konnten wir zahlreiche falsch benannte Herkünfte ausmachen. Dies aufgrund von Pflanzenmaterial aus der Gärtnerei und auch anhand der Bilder auf ihrer Website. Oft handelt es sich um etwas jüngere, interspezifische Sorten mit amerikanischer Genetik. Wer sich also wundert, warum manche seiner "alten Sorten" im Garten so stark wachsen und wenig Mehltau zeigen, wäre dies ein naheliegender Grund. Wir haben Deaflora letztes Jahr deswegen kontaktiert, aber nie eine Rückmeldung erhalten.
Ich wünsche euch weiterhin viel Freude bei der Kultur dieser faszinierenden Frucht! Claudio Niggli
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Felcofan am 21. März 2021, 21:47:32
was ist eigentlich das Ziel der Sortensammlung? also, ausser nur Genetik sichern, das wäre jetzt eher museal.

bei einigen alten Sorten ist es ja schon so, dass alt nicht zwingend besser heißt, die Selektionskriterien sind entscheidend.

Ich hatte mal einen "Rosa Sport"-Johannisbeere mit dem Kleingarten geerbt (NW-CH), aber das Gelee daraus sah aus wie verwaschene Socken, der Ertrag war mäßig, da hab ich sie gerodet.

und um den verwegenen Kolumnisten und Pflanzenverwender Jörg Pfenningschmid zu zitieren

(Sinngemäß zu den "Alten Sorten" bei Manufactum: ...eine Kulturgeschichte des Mehltaus...


da ist dann der Bogen zu den Stachelbeeren, was bringen denn alte Sorten, wenn  sie den Mehltau kriegen, verrieseln (zumindest Johannisbeeren), und hauptsächlich alt sind?


Den Ansatz von Dreschflegel finde ich toll, das ist ja eine Gruppe von GärtnerInnen, die einerseits alte Sorten sammeln, aber auch explizit neue Gemüse-Sorten für den Hausgarten züchten.


und ist bei dem Stachelbeerstrauch-Projekt auch eine Untersuchung der Genetik erfolgt, um Klarheit bei den Sorten zu schaffen?

Ich selber hab fest vor, für den Herbst bei einer Obstbaumschule in der Slowakei zu bestellen, die viele relativ neue Sorten ua aus der Sowjetunion haben,
meist resistent gegen Pilze, längere Erntezeitfenster, Aroma ist in der Regel auch beschrieben,
also nicht nur "groß und stoßfest..."





 



Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Natternkopf am 21. März 2021, 22:01:22
Grüezi Herr Niggli

Wenn einige von uns Purlern wieder mal einen *Ausflug machen
Kommen wir sie besuchen.
Irgend ein Wein, Kuchen, Blumen werden wir sicher dabei haben zum überreichen.
* Könnte bis 2022 dauern. :'(


Grüsse aus 3315
Natternkopf

Nachtrag:
Für interessierte: Was ist ProSpecieRara

Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Uvacrispa am 21. März 2021, 22:08:54
Danke für die Frage über den Sinn der Erhaltung alter Sorten! "Museale" Genetik kann von Züchtern genutzt werden, um daraus neue Sorten zu kreieren. Je breiter der genetische Pool, umso grösser die Auswahl an verschiedenen Eigenschaften. Aktuelle Züchtungen sind meist sehr spezifisch an momentane Bedürfnisse des Massenmarktes und der Produktionstechniken angepasst. Durch diese einseitige Selektion wird die Genetik oft stark eingeengt. Da die Veränderung der Umwelt und des Marktes aber schnell fortschreiten und schlecht vorausgesagt werden können, sind in ein paar Jahren vielleicht genau jene Eigenschaften wichtig, welche die Industrie gerade noch als irrelevant erachtet hat - nur wären sie ohne Erhaltungsarbeit inzwischen vielleicht verloren gegangen. Dann muss man ausgehend von Wildarten das Rad wieder neu erfinden und hat Jahrhunderte von Züchtungsarbeit vergeudet.
Bei den genetischen Profilen sind wir in Bezug auf unsere Sammlung schon ziemlich weit. Nun möchten wir Vergleiche mit anderen Genbanken machen. 
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Uvacrispa am 21. März 2021, 22:14:06
Das würde mich natürlich freuen! Für eine Führung durch die Gebrauchssammlung Beeren in den Merian Gärten können Sie sich gerne an mich wenden, falls das ein Thema für Sie sein könnte. Die Sortenzahl ist hier geringer, aber in einen wunderschönen Ort eingepflegt.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 21. März 2021, 23:37:07
Zu den Wildarten zurückzugehen würde vielleicht nicht schaden. In unserer Region wachsen wilde Stachelbeeren massenhaft, oft auf Extremstandorten, Steinriegeln, ein regelrechtes Unkraut. Faszinierend ist die Bandbreite des Wuchses und der Beeren und auch der krankheitsanfälligkeit. Um diesen Schatz sollte man froh sein, denn wie immer in der Nutzpflanzenzucht wird die genetische Basis immer enger und besteht ab einem gewissen Punkt nur noch aus Inzuchtfortsetzung innerhalb derselben Sortengruppe.

Die letzte Einkreuzung von Wildarten hat relativ schnell wieder brauchbare Sorten (leider meist mit einer Aromaschwächung) gebracht - das waren amerikanische ribes - Arten, nachdem sich Europa die Sphaerotheca mors-uvae - Katastrophe importiert hat und sich damit auch viele alte Sorten der heimischen Ribes uva-crispa zerschossen hat.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Meralin am 21. März 2021, 23:54:01

Ein wichtiger Hinweis für alle Liebhaber alter Sorten: Nach wie vor sind viele offensichtlich falsche Sortennamen in Umlauf, sowohl in offiziellen Sammlungen, als auch in Baumschulen. Auch bei den Stachelbeeren-Akzessionen von Deaflora konnten wir zahlreiche falsch benannte Herkünfte ausmachen. Dies aufgrund von Pflanzenmaterial aus der Gärtnerei und auch anhand der Bilder auf ihrer Website. Oft handelt es sich um etwas jüngere, interspezifische Sorten mit amerikanischer Genetik.

Das würde mich jetzt mal genauer interessieren. (Da ich einige Deaflora-Beeren habe und ungerne bei Stecklingen "falsche" Sorten weitergeben mag).

Welche angebotenen Sorten/Herkünfte konntet ihr denn zweifelsfrei als "falsch benannt" im Sortiment identifizieren? Und gibt es Vermutungen, welcher Name -statt dem angebenen- zutreffend wäre?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 22. März 2021, 00:33:47
Ich hatte mal einen "Rosa Sport"-Johannisbeere mit dem Kleingarten geerbt (NW-CH), aber das Gelee daraus sah aus wie verwaschene Socken, der Ertrag war mäßig, da hab ich sie gerodet.


da ist dann der Bogen zu den Stachelbeeren, was bringen denn alte Sorten, wenn  sie den Mehltau kriegen, verrieseln (zumindest Johannisbeeren), und hauptsächlich alt sind?
Tja, meine Roslinn/Rosa Sport ist ein Massenträger mit langen Fruchttrauben. Wichtig bei der Sorte, alles entfernen was älter als drei Jahre ist.
Wenn ich an neue Johannisbeersorten denke ärgert mich das verrieseln an Susette und Blackbells, es liegt nicht nur am Alter einer Sorte.

Zum Thema kann ich im Moment nicht viel beitragen, nur daß ich ein Fan der "haarigen" und dünnhäutigen Sorten bin und die bekommt man leider so gut wie gar nicht mehr.
Ich versuche mich selbst an Aussaaten und möchte wieder welche mit Borsten die auch gesund sind.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Uvacrispa am 22. März 2021, 07:25:15
Zitat von: Meralin
Zitat von: Uvacrispa

Ein wichtiger Hinweis für alle Liebhaber alter Sorten: Nach wie vor sind viele offensichtlich falsche Sortennamen in Umlauf, sowohl in offiziellen Sammlungen, als auch in Baumschulen. Auch bei den Stachelbeeren-Akzessionen von Deaflora konnten wir zahlreiche falsch benannte Herkünfte ausmachen. Dies aufgrund von Pflanzenmaterial aus der Gärtnerei und auch anhand der Bilder auf ihrer Website. Oft handelt es sich um etwas jüngere, interspezifische Sorten mit amerikanischer Genetik.

Das würde mich jetzt mal genauer interessieren. (Da ich einige Deaflora-Beeren habe und ungerne bei Stecklingen "falsche" Sorten weitergeben mag).

Welche angebotenen Sorten/Herkünfte konntet ihr denn zweifelsfrei als "falsch benannt" im Sortiment identifizieren? Und gibt es Vermutungen, welcher Name -statt dem angebenen- zutreffend wäre?

Die Sorten, welche wenigstens zeitweise falsch gehandelt wurden und auch für den Sortennamen falsche Fotos auf der Deaflora-Homepage sind:
falsch: King of Trumps = ist wahrscheinlich 'Invicta'
falsch: Maiherzog
falsch: Yellow Champagne
falsch: Ironmonger
falsch: Rote Triumph = ähnelt 'Hinnonmäki Rot'
falsch: Dan's Mistake (Foto Deaflora: interspezifische Kreuzung)
falsch: Ashton Red (Foto Deaflora: Hinnonmäki Rot?)
falsch: Green Ocean (Foto Deaflora: Early Green Hairy?)
falsch: White Lion (Foto Deaflora: Invicta?)
falsch: Lord Derby (Foto Deaflora: Hinnonmäki Rot?)

Einerseits berufen wir uns dabei auf Beobachtungen an Deaflora-Herkünften in unseren Sammlungen, andererseits auf historische Literatur (z.B. Hogg 1884, Maurer 1913).
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Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Uvacrispa am 22. März 2021, 07:36:39
Zitat von: cydorian
Zu den Wildarten zurückzugehen würde vielleicht nicht schaden. In unserer Region wachsen wilde Stachelbeeren massenhaft, oft auf Extremstandorten, Steinriegeln, ein regelrechtes Unkraut. Faszinierend ist die Bandbreite des Wuchses und der Beeren und auch der krankheitsanfälligkeit. Um diesen Schatz sollte man froh sein, denn wie immer in der Nutzpflanzenzucht wird die genetische Basis immer enger und besteht ab einem gewissen Punkt nur noch aus Inzuchtfortsetzung innerhalb derselben Sortengruppe.

Die letzte Einkreuzung von Wildarten hat relativ schnell wieder brauchbare Sorten (leider meist mit einer Aromaschwächung) gebracht - das waren amerikanische ribes - Arten, nachdem sich Europa die Sphaerotheca mors-uvae - Katastrophe importiert hat und sich damit auch viele alte Sorten der heimischen Ribes uva-crispa zerschossen hat.

Die Wildarten stellen aus den von Ihnen genannten Gründen auch einen wichtigen Genpool dar. Nur gibt es gewisse Eigenschaften, welche nur mit langwieriger und aufwändiger Zuchtarbeit überhaupt erst erreicht werden konnten, z.B. Grossfruchtigkeit. Ich denke eine variantenreiche Kombination aus verschiedenen Wildarten/Wildherkünften, aus älteren (Nischen-)Sorten und jeweils auch aus aktuellen Sorten ist das beste Fundament für eine ganzheitliche Erhaltungsstrategie.
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Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Aella am 22. März 2021, 09:18:59
Ich hatte mal einen "Rosa Sport"-Johannisbeere mit dem Kleingarten geerbt (NW-CH), aber das Gelee daraus sah aus wie verwaschene Socken, der Ertrag war mäßig, da hab ich sie gerodet.


da ist dann der Bogen zu den Stachelbeeren, was bringen denn alte Sorten, wenn  sie den Mehltau kriegen, verrieseln (zumindest Johannisbeeren), und hauptsächlich alt sind?
Tja, meine Roslinn/Rosa Sport ist ein Massenträger mit langen Fruchttrauben. Wichtig bei der Sorte, alles entfernen was älter als drei Jahre ist.
Wenn ich an neue Johannisbeersorten denke ärgert mich das verrieseln an Susette und Blackbells, es liegt nicht nur am Alter einer Sorte.

Zum Thema kann ich im Moment nicht viel beitragen, nur daß ich ein Fan der "haarigen" und dünnhäutigen Sorten bin und die bekommt man leider so gut wie gar nicht mehr.
Ich versuche mich selbst an Aussaaten und möchte wieder welche mit Borsten die auch gesund sind.

Bei mir ebenfalls, Rosa Sport trägt am Besten von Allen und ist die leckerste Sorte für den Rohgenuss. Ist halt wie bei so vielem, aus festkochenenden Kartoffeln mach ich keinen Kartoffelbrei, dafür wird der Kartoffelsalat super  ;)

Werden bei ProSpecieRara eigentlich nur alte Sorten erhalten oder gibt es da auch Leute, die durch die Wälder oder alte Obstbaumwiesen spazieren und nach besonderen "Wildlingen" suchen?
(Ich glaube ich muss umschulen...Pflanzenjäger - das wäre ja ein Job für mich  :D ;D)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Meralin am 22. März 2021, 10:02:28
Zitat von: Meralin
Zitat von: Uvacrispa

Ein wichtiger Hinweis für alle Liebhaber alter Sorten: Nach wie vor sind viele offensichtlich falsche Sortennamen in Umlauf, sowohl in offiziellen Sammlungen, als auch in Baumschulen. Auch bei den Stachelbeeren-Akzessionen von Deaflora konnten wir zahlreiche falsch benannte Herkünfte ausmachen. Dies aufgrund von Pflanzenmaterial aus der Gärtnerei und auch anhand der Bilder auf ihrer Website. Oft handelt es sich um etwas jüngere, interspezifische Sorten mit amerikanischer Genetik.

Das würde mich jetzt mal genauer interessieren. (Da ich einige Deaflora-Beeren habe und ungerne bei Stecklingen "falsche" Sorten weitergeben mag).

Welche angebotenen Sorten/Herkünfte konntet ihr denn zweifelsfrei als "falsch benannt" im Sortiment identifizieren? Und gibt es Vermutungen, welcher Name -statt dem angebenen- zutreffend wäre?

Die Sorten, welche wenigstens zeitweise falsch gehandelt wurden und auch für den Sortennamen falsche Fotos auf der Deaflora-Homepage sind:
falsch: King of Trumps = ist wahrscheinlich 'Invicta'
falsch: Maiherzog
falsch: Yellow Champagne
falsch: Ironmonger
falsch: Rote Triumph = ähnelt 'Hinnonmäki Rot'
falsch: Dan's Mistake (Foto Deaflora: interspezifische Kreuzung)
falsch: Ashton Red (Foto Deaflora: Hinnonmäki Rot?)
falsch: Green Ocean (Foto Deaflora: Early Green Hairy?)
falsch: White Lion (Foto Deaflora: Invicta?)
falsch: Lord Derby (Foto Deaflora: Hinnonmäki Rot?)

Einerseits berufen wir uns dabei auf Beobachtungen an Deaflora-Herkünften in unseren Sammlungen, andererseits auf historische Literatur (z.B. Hogg 1884, Maurer 1913).

Danke für die Aufklärung. Dann ist immerhin in dieser Liste keiner meiner Büsche betroffen. :)

Gibt es denn bei euch die Möglichkeit seine Sorte "identifizieren" zu lassen? Und welche Materialien braucht man dafür? Reichen Fotos sämtlicher Pflanzenteile, sowie Blüte- und Reifezeitpunkt?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 22. März 2021, 10:41:28
Meiner Erfahrung nach sind da andere kaum besser wie Deaflora. Manfred Hans bzw. seine Erben zum Beispiel. Der hat sich z.B. von Angestellten "Sorten" aus Rumänien mitbringen lassen. Meistens altbekannte Sorten aus Westeuropa, die dann in irgendeinem Land von Nachbar zu Nachbar weitergegeben werden und -schwupps- plötzlich zur interessanten Lokalsorte werden, die dann unter neuem Namen wieder zurückkommt. Praktischerweise lizenzfrei...

Für die Identifikation hilft es sehr, wenn man eine Sammlung hat, dann kann man direkt vergleichen. Aus älteren Büchern stimmen heute einige Angaben nicht mehr so recht, z.B. zur Reifezeit oder Anfälligkeiten. Aber relativ verglichen ist die Reifezeit immer noch eines von vielen nützlichen Kennzeichen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Tester32 am 22. März 2021, 13:14:34
Hallo Herr Niggli,

willkommen im Forum!

Ich habe mal von einem Ukrainer gehört, der eine Sammlung von ca. 300 Stachelbeersorten hatte. Ich hatte auf seiner Internetseite vorbeigeschaut und er hat zum Verkauf nur ca. 15-20 populärste Sorten angeboten. Was nicht heißen soll, dass seine Sammlung nicht mehr existiert. Hätten Sie Interesse an einem Austausch mit diesem Ukrainer? Wenn ja, kann ich bei Gelgenheit versuchen, seine Kontaktdaten ausfindig zu machen und in Erfahrung zu bringen, ob er Deutsch/Englisch kann.

Grüße,
Tester
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Felcofan am 22. März 2021, 18:11:56
und wo wir etwas in die Tiefe schürfen

ist eigentlich sowas wie der genetische Hintergrund bestimmter Eigenschaften bekannt?

je nach Nutztier/ Pflanzenart hab ich so beim interessierten Querlesen mitbekommen,
dass bei einigen Gruppen die Genome relativ weit entschlüsselt sind

oder zumindest bekannt ist, von manchen Eigenschaften, wo sie verortet sind.

ist das bei Stachelbeeren so,

zB Fruchtgröße oder

Resistenz , oder sind das sowieso Eigenschaften die durch mehrere Gene gebildet werden?


das mit der Genombreite ist natürlich schon wichtig,

falls die bekannten Sorten (rote Häkkinen, Triumphator usw,) quasi alle versippschwägert sind, lässt sich daraus natürlich nicht so viel neues zaubern.


@Herr Niggli, haben Sie zufällig auch mal die neuen Sorten von L*bera betrachtet, oder lag das nicht im Rahmen Ihres Projekts? ich les ab und an deren Beschreibungen, aber da denk ich manchmal, Papier ist geduldig

Die sagen ja zumindest, dass sie selber züchten (=kreuzen?), da wäre ja auch interessant zu wissen, auf wessen Schultern die genetisch stehen



Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Uvacrispa am 23. März 2021, 11:29:17
Zitat von: Tester32 link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3652334#msg3652334 date=1616415274]
Hallo Herr Niggli,

willkommen im Forum!

Ich habe mal von einem Ukrainer gehört, der eine Sammlung von ca. 300 Stachelbeersorten hatte. Ich hatte auf seiner Internetseite vorbeigeschaut und er hat zum Verkauf nur ca. 15-20 populärste Sorten angeboten. Was nicht heißen soll, dass seine Sammlung nicht mehr existiert. Hätten Sie Interesse an einem Austausch mit diesem Ukrainer? Wenn ja, kann ich bei Gelgenheit versuchen, seine Kontaktdaten ausfindig zu machen und in Erfahrung zu bringen, ob er Deutsch/Englisch kann.

Grüße,
Tester

Guten Tag, es wäre toll, wenn Sie da vorgehend vermitteln könnten. Die osteuropäischen Sammlungen haben viel Potenzial für Überraschungen, da selbst die offiziellen Genbanken der ehemaligen Sowjetunion meist nicht in den europäischen Inventaren einbezogen sind. Aber ich nehme an es handelt sich um eine private Sammlung, was natürlich ebenso spannend ist. Eine weitere Hürde ist oft der Zoll beim Austausch von Material. Eine Korrespondenz in Englisch wäre natürlich sehr hilfreich. Schöne Grüsse aus Basel
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 23. März 2021, 13:31:05
Auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum, Herr Niggli.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 24. März 2021, 09:21:47
Ribes niveum im Austrieb. kann sich sehen lassen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Uvacrispa am 24. März 2021, 09:57:21
Zitat von: Felcofan link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3652465#msg3652465 date=1616433116]
und wo wir etwas in die Tiefe schürfen

ist eigentlich sowas wie der genetische Hintergrund bestimmter Eigenschaften bekannt?

je nach Nutztier/ Pflanzenart hab ich so beim interessierten Querlesen mitbekommen,
dass bei einigen Gruppen die Genome relativ weit entschlüsselt sind

oder zumindest bekannt ist, von manchen Eigenschaften, wo sie verortet sind.

ist das bei Stachelbeeren so,

zB Fruchtgröße oder

Resistenz , oder sind das sowieso Eigenschaften die durch mehrere Gene gebildet werden?


das mit der Genombreite ist natürlich schon wichtig,

falls die bekannten Sorten (rote Häkkinen, Triumphator usw,) quasi alle versippschwägert sind, lässt sich daraus natürlich nicht so viel neues zaubern.


@Herr Niggli, haben Sie zufällig auch mal die neuen Sorten von L*bera betrachtet, oder lag das nicht im Rahmen Ihres Projekts? ich les ab und an deren Beschreibungen, aber da denk ich manchmal, Papier ist geduldig

Die sagen ja zumindest, dass sie selber züchten (=kreuzen?), da wäre ja auch interessant zu wissen, auf wessen Schultern die genetisch stehen

Zum Link zwischen Genetik und Eigenschaften kann ich aufgrund unserer Methodik (mit SSR-Markern) nichts sagen, höchstens zur botanischen Abstammung und Verwandtschaft. Dies wiederum korreliert z.B. bei Johannisbeeren-Sorten oftmals - aber nach Kreuzungen und Rückkreuzungen nicht zwingend - mit gewissen Merkmalen. Bei den Johannisbeeren-Sorten ist dies ausgeprägter, weil viele Sorten bereits früh in der Zuchtgeschichte aus Verkreuzungen entstanden sind (Ribes rubrum/vulgare, Ribes spicatum, Ribes petraeum und später auch Ribes multiflorum).
Die meisten Eigenschaften sind jeweils durch mehrere Gene bestimmt. Manchmal reichen aber eine einzige Mutation oder ein paar wenige aus, um die Ausprägung einer Eigenschaft zu verändern, wie dies bei farbcodierenden Genen beobachtet werden konnte. Das ist auch ein Grund, warum Knospenmutationen zu neuen Farbvarianten bei manchen Johannisbeeren-Sorten öfters zu beobachten sind.

Die Sorten von Lubera haben wir bisher nicht betrachtet, da wir vornehmlich historische Sorten mit einem Alter > 50 Jahre erhalten. Aber gut möglich, dass wir die eine oder andere Sorte in Zukunft als Referenz aufnehmen.
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Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mona6464 am 27. März 2021, 22:13:26
Bin gerade dabei ein Beet für ein paar Stachelbeersträucher vorzubereiten. Da ich demnächst
ohnehin in die Gärtnerei fahren will wollt ich mir da gleich ein paar Stachelbeersträucher mitbringen. Kann mich nur noch nicht recht entscheiden welche Sorten ich nehme.
Folgende Sorten werden dort angeboten:
 Pax, süsse Lea, Invicta, Dr. Bauers Rocula, Krämer gelbe Kugel, Krämers grüne Kugel, Mucurines, Redeva, Remarka, Resistenta, Rexrot, Rolanda, Tatjana, Relina, Captivator.
Welche der Sorten sind zu empfehlen und welche eher nicht? Wichtig ist mir in erster Linie eine geringe Anfälligkeit für Pilzkrankheiten, dann ein guter Geschmack der Früchte und ein guter Ertrag.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 28. März 2021, 04:27:33
Ich würde jede Sorte nehmen und gespannt auf die Ergebnisse warten, welche meinen Erwartungen entsprechen könnten. Über Geschmacksvorstellungen und Falschkennzeichnungen kann man eh nicht diskutieren.
Wachstumseigenschaften und Krankheitsbefall ist bei verschiedenen Standorten und Bodenverhältnissen anders.
In erster Linie kannst du dich nur nach den Sortenbeschreibungen richten und der Ergebnisse harren. Forum- und Bücher lesen, bringen auch jede Menge Erkenntnisse.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mona6464 am 28. März 2021, 11:10:29
Alle Sorten zu kaufe ist für mich keine Option denn leider ist der Platz in meinem Garten begrenzt, abgesehen davon müssen die Pflanzen ja auch bezahlt werden. Ich halte es auch für wenig sinnvoll dreimal soviel Pflanzen zu kaufen wie ich benötige.
Falschkennzeichnungen habe ich in dieser Gärtnerei noch nicht erlebt, ich fahre extra 80km um dort einzukaufen da ich dort so ziemlich alles an Baumschulware bekomme was ich suche, auch alte Sorten die es woanders lange nicht mehr gibt.
Geschmacklich meine ich kann man bei Stachelbeeren nicht allzuviel falsch machen, müssen ja auch nicht alle gleich schmecken.
Standort ist hier Waldrandlage, sandiger Boden (den ich mit Grünschnitthumus aufwerte) und im Sommer 4-6 Stunden Sonne. Der hintere Teil des Gartens in dem ich die Stachelbeeren Pflanzen will hat eher Morgensonne (ab ca 10Uhr bis max. 14Uhr).
Probleme habe ich hier bei vielen Pflanzen mit falschem Mehltau (Pero) und anderen Feuchtepilzen, besonders in Jahren mit vielen Niederschlägen da es hier ewig braucht ehe die Pflanzen wieder abtrocknen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 28. März 2021, 11:13:06
Die genannten Sorten sind Standardsortiment und liegen bei der Stachelbeermehltauanfälligkeit alle in der Bestengruppe. Bei der Sortenwahl spielt auch eine Rolle, was du damit machen willst. Für Marmelade/Gelee ist ja durchaus Säure erwünscht, wenn sie von Aroma begleitet wird. Wer nur frisch isst, wills vermutlich süsser.

Ertrag ist auch so eine Sache. Süsse Lea hat einen tollen Ertrag, aber immer wieder auch zu viel. Dann bleiben die Früchte klein und die Reife verzögert sich. Macht man sich die Mühe bei Überbehang auszudünnen wird sie klasse und auch schön grossfrüchtig.

Ablehnen würde ich aus der Liste nur Pax. Die lebt mehr von ihrer Stachelarmut statt von ihrer Fruchtqualitäten. Captivator ist auch so eine Stachelarme, auch nicht viel drin.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: floXIII am 28. März 2021, 12:37:28
Bin gerade dabei ein Beet für ein paar Stachelbeersträucher vorzubereiten. Da ich demnächst
ohnehin in die Gärtnerei fahren will wollt ich mir da gleich ein paar Stachelbeersträucher mitbringen. Kann mich nur noch nicht recht entscheiden welche Sorten ich nehme.
Folgende Sorten werden dort angeboten:
 Pax, süsse Lea, Invicta, Dr. Bauers Rocula, Krämer gelbe Kugel, Krämers grüne Kugel, Mucurines, Redeva, Remarka, Resistenta, Rexrot, Rolanda, Tatjana, Relina, Captivator.
Welche der Sorten sind zu empfehlen und welche eher nicht? Wichtig ist mir in erster Linie eine geringe Anfälligkeit für Pilzkrankheiten, dann ein guter Geschmack der Früchte und ein guter Ertrag.
Von den Sorten habe ich die Süsse Lea und die Rexrot. Geschmäcker sind zwar unterschiedlich, aber die Rexrot schmeckt mir von all meinen Sorten (habe noch mehrere andere) mit am besten. Die Schale ist allerdings sehr dick. Beide haben einen eher aufrechten Wuchs, gut falls du sie am Spalier ziehen möchtest. Die süsse Lea wurde hier mehrfach gelobt, letztes Jahr hatte ich die ersten Früchte, ich fand da den Geschmack eher fad. Aber das kann auch am Klima, Boden etc. liegen.

Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mona6464 am 28. März 2021, 19:04:24
@cydorian
Danke für deine Tipps, dann werde ich Pax und Captivator schon mal nicht nehmen.
Möchte die Früchte in erster Linie zum Naschen wobei mich etwas Säure nicht stört, finde ich besser als aromalos und nur süß.  Stachelbeeren ausdünnen stelle ich mir recht mühsam vor.

@floXIII
Danke für deine Antwort. Möchte die Stachelbeeren zwar nicht am Spalier ziehen aber direkt hinter einen halbhohen Zaun pflanzen wo sie gerne in die Höhe wachsen können.
Werde die Rexrot dann wohl auf meine Wunschliste setzen, bei der süßen Lea bin ich noch am überlegen, auch da sie zur Überlastung neigt.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 29. März 2021, 01:12:27
Mikro-Stecklinge von Hinnomäki Grün und Rovada in nichtklumpendem Katzenstreu. Topf steht in einem Übertopf, der ordentlich mit Wasser befüllt ist.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 29. März 2021, 03:42:29
Wie groß ist Mikro ?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 29. März 2021, 08:13:39
Nur abgerissene, leicht ausgetriebene Knospen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Aella am 29. März 2021, 09:10:43
Bin gerade dabei ein Beet für ein paar Stachelbeersträucher vorzubereiten. Da ich demnächst
ohnehin in die Gärtnerei fahren will wollt ich mir da gleich ein paar Stachelbeersträucher mitbringen. Kann mich nur noch nicht recht entscheiden welche Sorten ich nehme.
Folgende Sorten werden dort angeboten:
 Pax, süsse Lea, Invicta, Dr. Bauers Rocula, Krämer gelbe Kugel, Krämers grüne Kugel, Mucurines, Redeva, Remarka, Resistenta, Rexrot, Rolanda, Tatjana, Relina, Captivator.
Welche der Sorten sind zu empfehlen und welche eher nicht? Wichtig ist mir in erster Linie eine geringe Anfälligkeit für Pilzkrankheiten, dann ein guter Geschmack der Früchte und ein guter Ertrag.

Auch wenn Lubera im Forum teilweise verpönt ist, würde ich mir auch mal deren Sorten anschauen. Ich habe die Crispa Darling und die Mr. Green und finde beide prima - jedenfalls um einiges besser als die Baumarkt-Standardsorten.

Von deiner Liste kann ich aus persönlicher Erfahrung die süße Lea, Krämers grüne Kugel und Resistenta empfehlen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 29. März 2021, 10:29:15
Crispa Darling habe ich auch, die sollte man vorher probieren. Sie hat absolute Fans und Ablehnung.
Wer sie mag, findet die hohen Zuckerwerte gut, da ist sie Spitze. Und das Aroma, das sich von anderen Sorten mehr oder weniger deutlich unterscheidet. Wer nicht so der Fan davon ist, findet sie zu säurearm, kritisiert fehlenden Stachelbeergeschmack, der Wuchs zu hängend, die Stacheln zu lang.

Viele Leute, die Stachelbeeren eigentlich nicht mögen, mögen sie.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Aella am 29. März 2021, 12:15:16
Witzig, bei mir wächst sie am aufrechtendsten von allen Sorten  ;D der längste Trieb ist nun etwa 1,50m hoch. Allerdings binde ich die Triebe an.

Du hast recht, sie ist sehr süß für eine Stachelbeere und hat bisher jedem geschmeckt. Ich mag die Sorten mit mehr Säure aber auch gerne. Für Kuchen würde ich andere Sorten bevorzugen, aber vom Strauch in den Mund ist sie wirklich klasse
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Aella am 29. März 2021, 12:16:25
Gerade habe ich gesehen, dass die süße Lea schon Blütenknospen schiebt  :o Wahnsinn wie die Natur in den letzten drei Tagen explodiert!
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 29. März 2021, 14:22:20
Habt ihr auch die Beobachtung gemacht, dass hochbinden und mit wenig Trieben ziehen besonders gute Ergebnisse bei den Sorten zeigt, die gerne unter Überbehang leiden? Da die Triebe da generell besser belichtet sind und mehr "Power" haben, wirkt ein hoher Behang offenbar nicht so negativ.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 29. März 2021, 15:00:47
Ich denke man könnte diese Beobachtung mit dem verbesserten Saftfluss erklären.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 29. März 2021, 15:04:58
Ich habe mal bei mir ein paar Pflanzen fotografiert, um zu zeigen, wie unterschiedlich sie im vegetativen Status sind.

Stachelbeeren sind generell früher drann im Austrieb, als die anderen Ribes



Rolonda



Mucurines



grüne Riesenbeere



Wildstachelbeere



Russische Riesenbeere



Schwarze Honigbeere



Remarka



hännomaki rot

Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: floXIII am 29. März 2021, 19:06:39
Hier blühen bereits die ersten Stachelbeeren. Die Unterschiede zwischen den Sorten sind aber zum Teil deutlich sichtbar. Während manche schon am Blühen sind, sieht man bei anderen noch nichts von den geschlossenen Blüten.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mona6464 am 29. März 2021, 21:11:22
Hab erstmal eine Vorauswahl getroffen und auch schon die ersten Pflanzplätze vorbereitet indem ich den Boden ausgeschachtet und großzügig mit Grünschnitthumus und etwas Urgesteinsmehl gemischt habe.
Werde vermutlich Redeva, Süsse Lea, Rexrot, Rolanda, Resistenta und Solemio Pflanzen wenn ich sie denn alle bekomme. Einer der Pflanzplätze liegt im Vollschatten, nicht direkt unter Bäumen sondern beschattet von Nachbars großer Lebensbaumhecke und an der anderen (westlichen) Seite von großen Kiefern hinter denen ab ca 14 Uhr die Sonne verschwindet. Bin am überlegen welche der Sorten ich dort hin pflanze.


Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wicke78 am 04. April 2021, 01:43:59
Da hast du ja eine ganz schöne Auswahl getroffen, für so viele Pflanzen hätte ich keinen Platz, möchte ja auch noch was anderes außer Stachelbeeren.
Die süße Lea würde mich auch sehr interessieren, schaue schon seit Herbst immer mal online ob ich die irgendwo ergattern kann aber hatte leider noch kein Glück, überall nicht ieferbar.

Hoffe wir bekommen paar Fotos zu sehen wenn die alle eingepflanzt sind.  ;D
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mona6464 am 05. April 2021, 10:57:35
Ist der hintere Teil des Gartens, dort kommt noch weniger Sonne hin als im restlichen Teil, deshalb kann ich da ohnehin nicht alles Pflanzen. Direkt dahinter stehen riesige Kiefern, und das genau an der Westseite, spätestens ab 14 Uhr steht die Sonne so tief das sie hinter den Bäumen verschwindet.
Ich hoffe ich bekomme auch alle Pflanzen die ich mir ausgesucht habe, hab bisher nur auf die Sortenliste der Gärtnerei geschaut. Mal sehen was davon noch zu bekommen ist, werde auf alle Fälle dort anrufen bevor ich hin fahre.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 05. April 2021, 11:04:59
Wenns erst ab 14 Uhr düster wird, ist das bei Stachelbeeren kein Problem. Im Gegenteil, das vermindert das Risiko von Sonnenbrandschäden. Bei grossen Bäumen besteht eher das Problem der Wasserkonkurrenz in ihrem weitläufigen Wurzelraum. Kiefern sind variabel, je nach Boden Tief- oder Herzwurzler oder auf flachgründigem Boden sogar Flachwurzler.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 05. April 2021, 11:30:56
Alle heimischen Ribes-Arten kommen mit Halbschatten gut aus. Bei Srachelbeeren mit geringerer oder keiner Mehltauresistentz kann aber der Halbschatten zum Problem werden. Das Problem sollte aber bei deiner Sortenwahl nicht relevant sein.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mona6464 am 05. April 2021, 17:45:53
Wurzelkonkurenz dürfte da kein Problem sein, die Tannen oder Fichten (hatte versehentlich Kiefern geschrieben) sind mindestens 10m entfernt, nur eben riesig, und sie werden jedes Jahr höher. Wurzelkonkurenz könnte höchstens durch meine Obstbäume entstehen, die auch in diesem Teil des Gartens stehen.
Im Gegensatz zum Rest des Gartens kommt die Morgensonne dort schon ab ca 10Uhr hin, jedenfalls im Sommer wenn sie hoch steht, im Frühjahr und Herbst werden einige der Pflanzen noch von Nachbars Lebensbaumhecke beschattet. Wirklich dunkel ist es dort aber nicht, nur eben schattig und nachmittags dann auch recht kühl.
Mit Pero und anderen Pilzkrankheiten habe ich aufgrund der Lage im ganzen Garten zu kämpfen. Mehr als 4-5 Stunden Sonne ist dort nirgends, im Herbst wenn die Sonne tiefer steht noch weniger.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Aella am 05. April 2021, 20:48:13
Habt ihr auch die Beobachtung gemacht, dass hochbinden und mit wenig Trieben ziehen besonders gute Ergebnisse bei den Sorten zeigt, die gerne unter Überbehang leiden? Da die Triebe da generell besser belichtet sind und mehr "Power" haben, wirkt ein hoher Behang offenbar nicht so negativ.

Ich versuche das mit allen Sorten so zu machen, da ich recht eng gepflanzt habe und so mehr Licht und Luft zwischen den Trieben ist.
Die süße Lea neigt bei mir zu Überbehang. Vorletztes Jahr hing sie brechend voll, hatte aber viele Früchte die recht klein waren. Letztes Jahr hat sie dann ganz ausgesetzt. Entweder war es der Spätfrost oder sie remontiert?!
Dieses Jahr sieht es wieder gut aus. Dünnt ihr die Früchte bei drohendem überbehang aus?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 05. April 2021, 21:03:37
Ja, wenn ich Lust dazu habe, das einzeln abzupfen ist Idiotenarbeit. Habe noch nichts vernünftiges gefunden, vielleicht mal mit dem Besen während der abgehenden Blüte drüber gehen?

Alternanz ist auch bei den Stachelbeeren Thema. Remontieren tun meine eher nicht, konnte ich nie beobachten. Apfelbäume oder Birnen blühen eher mal nach.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Floris am 05. April 2021, 21:10:04
ich denke, Aella meint "alterniert"
(aber auch das habe ich bei meinen noch nicht beobachtet)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Aella am 06. April 2021, 06:08:29
Uah! Natürlich meinte ich alternieren  ;D :-X
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 06. April 2021, 11:17:51
Alternanz ist mir bisher nicht aufgefallen. Frost war letztes Jahr ein Thema.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 07. April 2021, 10:30:34
Wenns erst ab 14 Uhr düster wird, ist das bei Stachelbeeren kein Problem. Im Gegenteil, das vermindert das Risiko von Sonnenbrandschäden.
So sehe ich das auch, in Trockenlagen geht allerdings auch die Variante lichter Baumschatten. Im Frühjahr noch genug Licht und später im Jahr wenn die Sonne mehr brennt weniger Licht. Bis dahin haben die meisten Stachelbeeren eh mit dem Wuchs abgeschlossen.
Sieht bei mir aktuell so aus, nutzt den freien Raum unter einer Süßkirsche.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mona6464 am 12. April 2021, 21:20:54
War letzte Woche in der Gärtnerei und hab noch Süsse Lea, Invicta, Resistenta, Rexrot, Redeva bekommen. Die letzten beiden gab er nur noch auf Stämmchen.
Hab mich auch mal bei Deaflora umgeschaut, fand besonders die stacheligen Sorten  (Godwin of Wessex, Early Sulphur, Ironmonger, Early Green Hairy, Green Ocean) interessant. Diese Sorten waren aber leider alle schon ausverkauft.
Hab mir gestern dann bei Lubera noch eine Darling und eine Solomio bestellt
(da sind mir dummerweise auch gleich noch ein paar Herbsthimbeeren, eine Schwarze Johannisbeere und eine Heidelbeere in den Warenkorb gehopst  ::) ;D )
Nun hoffe ich das es endlich mal etwas wärmer wird und ich meine ganzen Pflanzen in die Erde bekomme.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 12. April 2021, 22:13:33
Für solche Sammlungen bräuchte ich mehr Platz.
Hier wurzeln noch die Steckhölzer.
Die getopften sind langsam am abblühen und stehen im Weg.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mona6464 am 13. April 2021, 11:12:06
Platz fehlt uns wohl allen im Garten. Bei mir fehlen vor allem sonnige Plätze. Selbst dort hab ich im Sommer nur ca.4-6 Stunden Sonne am Tag, nur eben dann keine Morgensonne sondern mittags bis maximal 16 Uhr. Dummerweise sind diese Stellen größtenteils schon bepflanzt.
Der Gartenteil in dem ich die Stachelbeeren pflanzen will diente bisher zum größten Teil als Freilaufgelände für die Kaninchen meiner Tochter und als Kinderspielplatz. Da dort nur 4 Stunden Morgensonne hin kommen bin ich da in der Pflanzenauswahl auch recht eingeschränkt. Dazu kommt das ich alle Pflanzen mehr oder weniger gegen Wildverbiss schützen muß und so in der Pflanzenauswahl weiter eingeschränkt bin.
Bei den Stachelbeeren sehe ich allerdings eher ein Problem mit dem Vogelfrass, alles was hier im Garten Farbe bekommt verschwindet über Nacht. Hatte es vor ein paar Jahren mit Vogelschutznetzen versucht, nachdem sich darin ständig Vögel verfangen haben hab ich dann wenigstens für meine Heidelbeeren ein Foliengewächshaus gekauft das ich jedes Jahr nach der Blüte aufbaue, die Trauben werden eingetütet und die anderen Beeren holen sich größtenteils die Vögel.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 13. April 2021, 11:31:29
Bei wenig Platz wäre eintriebige Erziehung eine Möglichkeit. Geringe Pflanzabstände, viele Sorten, schöne Früchte. Ist halt mehr Aufwand, binden und ein (niederes) Spalier. Hat auch den Vorteil, dass man leichter gegen Vögel schützen kann. Das Spalier ist ja schon da und kann dafür genutzt werden. Querlatten an den Pfählen, (Netz bis zum Boden reichend) drüberhängen, am Boden befestigen, so kommen keine Vögel rein. Steine drauf reicht, ist ja nur für ein paar Wochen und kann so leicht für die Ernte geöffnet werden.

Ich ziehe sie auch im Halbschatten lichter Bäume. Zumindest in meiner Lage keine Extraprobleme durch Mehltau. Einfach ausprobieren.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mona6464 am 13. April 2021, 21:25:31
Eintriebige Erziehung hört sich interessant an, könnte ich mit ein paar Stecklingen probieren wenn diese Wurzeln gebildet haben. Dort wo ich die neuen Stachelbeeren hin pflanzen will kann ich kein Spalier aufbauen, außerdem fehlt mir im Moment die Zeit für solche Experimente, aber im nächsten Jahr sieht das hoffentlich besser aus.
Zu Netzen habe ich allerdings das Vertrauen verloren, oder ich nehme Insektennetz und baue etwas aus Gewächshausreifen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 14. April 2021, 00:03:03
Ich binde bei den Eintriebern oder Spindeln lediglich den Mitteltrieb an bzw biege ihn somit in die Senkrechte, dazu brauche ich eine Stange in Wunschhöhe, nicht zwingend ein Spalier. Die Seitentriebe sind völlig frei, da muss nichts angebunden werden.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 14. April 2021, 08:55:12
Zwe Pfähle und Draht oben zum heften machen es stabiler (sieht auswie eine Mini-Apfelplantage) und ermöglichen es besser, ein Netz drüberzuwerfen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wicke78 am 14. April 2021, 10:42:32
Zitat von: cydorian
Zwe Pfähle und Draht oben zum heften machen es stabiler (sieht auswie eine Mini-Apfelplantage) und ermöglichen es besser, ein Netz drüberzuwerfen.

cydorian vielleicht kannst du uns am besten mit einem Bild zeigen wie du das gemacht hast bzw. es jetzt aussieht.
Ich möchte dieses Jahr auch noch einen Beerengarten anlegen und wäre für hilfreiche Tipps und Bilder wie eure aussehen seh dankbar.

Eine Purlerin hat mir diese Woche einen kleinen Ableger der Süßen Lea geschickt, danke nochmal dafür minthe.  :D
Bin auch noch auf der Suche nach weiteren Schätzchen, werde mal am grünen Brett meine gewünschten anderen Beerensorten eingeben.

An Stachelbeeren hab ich nur die Larell, die ist aber erst letztes Jahr eingezogen, kann also noch nicht viel dazu sagen.
Hab verschiedene schwarze und rote JB und 1 Jochelbeere im Garten, aber eher Standardsorten.
Hatte mir im März bei Lubera noch 3 JB bestellt, Noiroma, Late Night und Susette, mal sehen wie die werden. Interssiert hätte mich bei Lubera noch die Lady Late aber die wäre z. Zt. nur als Stämmchen lieferbar gewesen.

Könnt ihr zu den Sorten Careless und Lady Late eure Erfahrungen mit mir teilen?  ;)

Zitat von: Mona6464
War letzte Woche in der Gärtnerei und hab noch Süsse Lea, Invicta, Resistenta, Rexrot, Redeva bekommen. Die letzten beiden gab er nur noch auf Stämmchen.
Hab mich auch mal bei Deaflora umgeschaut, fand besonders die stacheligen Sorten  (Godwin of Wessex, Early Sulphur, Ironmonger, Early Green Hairy, Green Ocean) interessant. Diese Sorten waren aber leider alle schon ausverkauft.
Hab mir gestern dann bei Lubera noch eine Darling und eine Solomio bestellt
(da sind mir dummerweise auch gleich noch ein paar Herbsthimbeeren, eine Schwarze Johannisbeere und eine Heidelbeere in den Warenkorb gehopst  ::) ;D )
Nun hoffe ich das es endlich mal etwas wärmer wird und ich meine ganzen Pflanzen in die Erde bekomme.

Mona6464 freut mich dass du die Süße Lea auch bekommen hast.  :)

(Zitate repariert)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 14. April 2021, 10:59:58
Bilder keine, ich habe meine Stachelbeeren umgesetzt in einen Aussengarten, jetzt Buschform, extensiv statt intensiv weil da mehr Platz ist. Es gibt aber viele Beispiele im Internet, z.B.: https://www.lw-heute.de/-stachelbeere

Bei dieser Gelegenheit auch einiges an Schrott aussortiert. Kam aus der Ecke Manfred Hans und Deaflora.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wicke78 am 14. April 2021, 11:23:26
cydorian was hat dich von Spindel-/Spaliererziehung abgebracht?
Zu viel Pflegeaufwand, eine ausreichende Ernte oder irgend ein anderer Grund?

Welchen Schrott hast du aussortiert, nicht dass der auf meiner Wunschliste steht, müsste ich sonst evtl. überdenken.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 14. April 2021, 14:39:01
Es war ursprünglich ein Platzproblem. Wie die Meisten mit Nutzgarten in diesem engen, teuren Land: Man hat immer zu wenig Platz, kämpft um jeden Quadratmeter. Hätte gerne mehr Sorten auf wenig Raum gehabt, Erntespreizung, Vielfalt. Angefangen habe ich damit, Stachelbeeren an einem freistehenden Weinspalier zu ziehen, am Grundstücksrand. Oben die Tafeltrauben, von unten rauf an den unteren Drähten angebunden einige eng gesetzte Stacheelbeeren. Vorteil: Spalier war schon da, Schutz vor heisser Mittagsonne durch überhängene Rebentriebe, aber nur wenn die Sonne steil steht. Das war genial, ganz vorzüglich.

Dann kam der Versuch am Zaun, ebenfalls Grundstücksrand, Maschendrahtzaun, Einzeltrieb hochgebunden. Auch gut, aber Probleme weil die Seitentreibe durchwachsen und die andere Seite die des Nachbarn ist. Parallel Stecklinge von den sich als tauglich erwiesenen Sorten gemacht und in einem Aussengarten ganz normal als Busch gezogen. Da kann man nicht gut pflegen weil man nicht so oft hinkommt, aber es gibt mehr Platz.

Es waren aber nie nur Stachelbeeren, parallel habe ich dasselbe mit schwarzen, roten und weissen Johannisbeeren getrieben sowie einer r. divaricatum und andere ribes-Arten. Da kommt schon was an Platzbedarf zusammen, selbst beim ein- oder zweitriebigen Anbau.

Der Schrott war alles mögliche, aber keine der hier genannten Sorten. Sachen wie Manfred Hans' grüne Zuckerstachelbeere (völlig aromafrei und sauer).
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wurzelpit am 14. April 2021, 14:53:21

Bei dieser Gelegenheit auch einiges an Schrott aussortiert. Kam aus der Ecke Manfred Hans und Deaflora.

In der Ecke hab ich noch vor einigen Wochen bestellt, was demnächst geliefert wird, u. a. die Maiherzog. Die soll ja lt. einem anderen Kommentar hier nicht die Richtige sein  :-\ Stellt sich die Frage ob es sich lohnt, die kleinen Pflanzen 2-3 Jahre wachsen zu lassen um dann zu merken, dass es eine falsche Sorte ist. Gibt es eigentlich empfehlenswerte Quellen für alte Sorten?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 14. April 2021, 14:59:30
Ob es sich lohnt, hängt vom oft zitierten Platz ab. Wenn du den Platz hast, probier es aus, das ist kein Schaden. Wenn der Schuss sofort sitzen muss und die Sorte stimmen, würde ich da nicht kaufen. Es ist halt verführerisch, weil sie viel haben und alles schön in Gärtnersprache blumig beschrieben. Allerdings kenne ich auch keinen anderen Verkäufer, der wirklich Bandbreite bringt.

Mal hier was, mal da was, so läufts bei mir. Stecklinge machen und tauschen ist auch nicht schlecht. Sortenechtheit immer noch grösser wie bei einigen Verkäufern...
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mona6464 am 14. April 2021, 21:19:22
Bei Deaflora finde ich besonders die stachligen Sorten wie Godwin of Wessex, Early Sulphur, Ironmonger, Early Green Hairy, Green Ocean interessant, mich würde interessieren welche dieser Sorten zu empfehlen sind und welche nicht.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Meralin am 16. April 2021, 11:35:44
Ich hab von dort die Early Green Hairy.
Bisher ein schön gesunder Strauch, mittelstark vom Wachstum würde ich sagen.
Früchte gibt's dieses Jahr das erste Mal, falls jetzt nicht alle Blüten erfroren sind.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wild Obst am 16. April 2021, 13:00:09
Von meinen Stachelbeeren haben Invicta/Invictus (früh) und Rote Eva/Redeva (spät) die zuverlässigst und einzig nennenswerte Ernte. Invicta ist aber ein Stachelmonster, die ernte ich bei gleichzeitiger Auslichtung des Buschs um ein bisschen mehr Manövrierraum zu haben und die Beeren von den abgeschnittenen Trieben können dann recht bequem gepflückt werden. Scharfer Schnitt verringert zwar die Ernte, macht aber wegen der größeren Beeren doch auch aus Zeit(Kosten)-Nutzen Sicht Sinn.
Hinnonmäki gelb und rot ist jeweils ganz nett, wächst aber bei mir zu schwach, um signifikante Ernten abzugeben, einfach mangels Buschvolumen. Die Ernten relativ zur Buschgröße sind aber nicht schlecht. Spinefree habe ich mal ausprobiert, war ganz OK, kränkelt aber die letzten Jahre, kann auch an einem zu trockenen Standort liegen.
Neu habe ich Süße Lea, Captivator und Mucurines. Am liebsten würde ich noch mehr Sorten testen, aber das braucht auch alles Platz und Zeit... und mir eichen dann ein paar kg Stachelbeeren auch für ein Jahr. Es gibt dann ja auch +- gleichzeitig noch Johannisbeeren und Kirschen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mona6464 am 16. April 2021, 22:11:00
@Meralin
Dann drücke ich dir mal die Daumen das deine Stachelbeeren trotz der Kälte tragen. Ich hoffe wir bekommen ein Foto von deiner ersten Ernte.

@ Wild Obst
Wie breit ist denn bei dir Invicta? Wollte sie mit weiteren Sorten vor einen Zaun pflanzen, hab das Beet so 80cm breit gemacht, ich hoffe das reicht.
Hinnonmäki rot hatte ich auch mal, dummerweise hatte ich sie unter eine Thuja gepflanzt, trotz täglichem Giessen war der Boden ständig trocken. Trotzdem war sie voll mit Beeren. Gerade als die Beeren schön reif waren war der komplette Busch über Nacht leer gefressen, das ist mir zweimal passiert. Das Jahr drauf haben die Raupen komplett alle Blätter weg gefressen,  davon hat er sich auch nicht wieder richtig erholt, hab ihn dann raus geschmissen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wild Obst am 17. April 2021, 10:30:01
Meine Invicta ist je nach "Schärfe" des Schnitts etwa 70-100 cm im Durchmesser.  Ich denke 80 cm Beet sollte reichen, man kann die ja auch eher oval wachsen lassen oder einfach entsprechend stark schneiden. Starker Verjüngungsschnitt scheint bei Stachelbeeren ja sowieso ganz gut zu sein. An älteren Ruten bekommt man zwar viele, aber viel zu kleine Beeren...
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mona6464 am 18. April 2021, 21:08:46
Bis 1m Breite geht auch noch, dann pflanze ich sie etwas weiter nach vorn da hinter dem Beet ein Holzzaun steht der ab und zu ja auch mal entmoost und gestrichen werden muss.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mona6464 am 22. April 2021, 18:31:41
Heute ist nun der erste Teil meiner bei Lubera bestellten Beeren angekommen, schätze der Rest
kommt morgen an und fährt noch eine Runde mit dem Postauto spazieren (oder Lubera hat die Minnipflänzchen gleich in nem Briefumschlag verschickt und der Postbote hat sie deshalb übersehen ::))
Na jedenfalls hoffe ich das die restlichen 3 Pflänzchen morgen ankommen und ich am Wochenende mein Beerenbeet und die restlichen Pflanzkübel bepflanzen kann.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Tester32 am 22. April 2021, 19:35:56
Hinnonmäki gelb und rot ist jeweils ganz nett, wächst aber bei mir zu schwach, um signifikante Ernten abzugeben, einfach mangels Buschvolumen.

Irgendwas stimmt bei Dir nicht. Mein roter Hinnonmäki trieb so fleißig neue Triebe aus, dass ich mir beim Schneiden echt Gedanken machen musste, wie ich all die Triebe auf maximal 12 beschränken kann. Volumen produzierte dieser Busch reichlich, der Erneumfang war auch sehr gut. Einzig der Geschmack hat mich irgendwann nicht mehr überzeugt, da gibt es Besseres. Der rote Hinnonmäki kann also sehr produktiv sein.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wild Obst am 22. April 2021, 20:30:45
Hm, vielleicht ist es an deren Standorten zu trocken? Ein Noname Stachelbeersämling am selben Standort hat es aber auf gut 1,20 m Höhe und Durchmesser geschafft, hat aber praktisch nie gefruchtet und wenn, dann vielleicht eine handvoll Beeren insgesamt. Deswegen hatte ich den durch die Hinnonmäki und Invicta ersetzt.
Ich mulche die, wie alle meine Beerensträucher, jährlich mit Heugraskompost, Laubkompost oder Baumschnitthäcksel, je nachdem was ich gerade habe oder was "im Weg steht und sowieso bewegt werden muss". Die Invicta wächst damit deutlich besser als die Hinnonmäki. Vielleicht mache ich mal Stecklinge und probiere die an einem etwas feuchteren Standort.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Ribisle am 22. April 2021, 21:12:49
"Die Stachelbeere wächst wild auf mäßig trockenen bis frischen nährstoff- und basenreichen, oft kalkhaltigen Standorten. Sie erträgt Schatten und kommt in Hecken, Gebüschen, Schlucht- und Bergwäldern, Auen und in Laubwäldern vor. Die Stachelbeere ist ein Flachwurzler." Zitat Wiki.

Durch die Laubwälder haben sie bis ca. Juni Licht; deshalb als Einzelstrauch oder Hecke. Nährstoffreich durch Gras- und Laubkompost, dadurch auch nicht saurer Boden. Als Flachwurzler nicht tiefgründig hacken, bewässern durch z. B. Tropfbewässerung.
Ich erziehe die Stachelbeere als Hecke mit Einzeltrieben; je nach Sorte (Hinnonmäki bis 4 Jahre, Grüne Kugel bis 6 - 8 Jahre). Aus gelichtet nach Faustgröße und Früchte vom Knie bis zur fast ausgestreckter Hand. Die Früchte dürfen einem in den Mund wachsen.    ;))

Frühlingsgrüße Ribisle
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 22. April 2021, 22:40:38
Trockenheit kann eine Rolle spielen. Wie ich Thread von den Schwarzen Johannisbeeren gezeigt habe, können die selben Bedingungen auf die einzelnen Sorten starke Wachstumsunterschiede haben (die Premiere hat's nicht geschafft. Die altpflanze ist komplett abgestorben). Gut, im Durchschnitt brauchen R. nigra mehr Wasser aber ein Vergleich kann man immer machen. Ich habe die Hinnonmäki Rot im Topf, die gut gepflegt wird. auf 120 cm hab ich sie noch nicht bekommen aber ein Wachstumsmonster scheint sie auch nicht zu sein. Düngen kannst du  Dinger zu jedem Zeitpunkt, so gut wie grenzenlos. Daran und an dem Schnitt kann es auch liegen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: minthe am 22. April 2021, 22:49:53
Ich habe dank diesem Forum vor wenigen Tagen Luberas Solemio gepflanzt. Leider noch keine Knospen dieses Jahr ... aber ich freue mich sehr auf naechstes und das erste Probiererle!
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: martweb am 23. April 2021, 20:34:10
Solemio hat einen wirklich guten Geschmack und ist sehr ertragreich und relativ große Früchte. Kann ich nur empfehlen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mona6464 am 23. April 2021, 22:37:02
Dann bin ich mal gespannt, hab mir bei Lubera auch eine gekauft und eine Darling. Sind beides schön gewachsene Pflanzen, allerdings noch sehr klein. Werden beide wohl noch ein paar Jahre brauchen bevor sie das erste mal tragen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: minthe am 24. April 2021, 08:28:35
Sehr schoen, da freue ich mich! Ziehst Du Ein- oder Wenigtriebig-Spindelartig oder als Busch?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Waldgärtner am 24. April 2021, 11:38:01
Bei mir kam diese Woche noch eine "Tatjana" aus dem Dehner in den Garten. Die Beeren hatte ich letztes oder vorletztes Jahr in einer Baumschule probiert, fand ich lecker (eher süß). Sie hat wenig Stacheln und soll relativ robust gegen Krankheiten sein.
Erste Früchte gibts wahrscheinlich schon dieses Jahr, Blüten sind zumindest reichlich vorhanden.
Preislich etwas teurer als in der Baumschule, aber bei lubera hätte ich vermutlich das Dreifache für einen Busch in der Größe gezahlt  ;)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 24. April 2021, 17:46:58
Tatjana ist mir geschmacklich auch positiv aufgefallen, hat aber Blattfallkrankheit bekommen. Mal sehen, ob man es mit Spritzen austreiben kann ?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mona6464 am 27. April 2021, 19:20:26
Hab es nun endlich geschafft meine Stachelbeeren alle einzupflanzen. Es sind 5 Sträucher und 2 kleine Bäumchen geworden. Und weil ich mal dabei war sind noch diverse Himbeeren und dergleichen dazu gekommen. Da wir hier Sandboden haben hab ich das ganze Beet ausgeschachtet und den Boden großzügig mit Grünschnitthumus aufgewertet (hab es irgendwie geschafft in den letzten 2 Wochen 3 Kubikmeter Humus zu verbrauchen  :-\). Nun müssen die ganzen Pflanzen nur noch wachsen.
Die Süsse Lea habe ich mit einer dornenlosen Glen Coe Himbeere in das Beet neben der Tür gesetzt, auf die Türseite die Himbeere, wegen der nicht vorhandenen Stacheln und mehr Platz nach oben.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mona6464 am 27. April 2021, 19:28:20
Die anderen Sträucher hab ich auf die linke Seite des Kirschbaumes gepflanzt.
Ganz hinten steht Invicta, dann kommt Solemio von Lubera, dann Darling von Lubera und vorne dann Resistenta.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mona6464 am 27. April 2021, 19:33:11
Auf der anderen Seite der Tür stehen dann die beiden Bäumchen, rechts Rexrot, links Redeva.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mona6464 am 27. April 2021, 19:38:49
Und damit die Stämmchen keinen Schaden nehmen hab ich sie auch gleich gegen Wildverbiss geschützt. 🐇 🐰
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Bambulko am 29. April 2021, 22:13:49
Ich habe jetzt eine Stachelbeere 'Rokula' in Garten stehen. In der Beschreibung steht, dass sie mehr Ertrag liefert, wenn in der Nähe Johannisbeeren stehen. Wieso ist das denn der Fall? Und wie nah sollten die Johannisbeeren stehen?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: BernerRosenapfel am 29. April 2021, 23:06:53
# 818 bambulko

Stachelbeeren und Johannisbeeren sind so nahe verwandt, dass sie sich kreuzen lassen. (Auch wenn ich außer meiner Schwiegermutter niemanden kenne, der sich mit der Jostabeere als wohl bekanntester Kreuzung anfreunden kann...)

Gruß
BR
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 30. April 2021, 01:24:14
Nein,  da, in der Beschreibung, steht nur Blödsinn.  Hybride entstehen nur sehr selten und davon bildet nur R. nigrum keimfähige Samen woraus Hybriden wachsen können (Keimfähige Samen bilden den hormonellen Anreiz für das Wachstum der Frucht). Viel zu gering um daraus ein solides Anbaukonzept aufzubauen. Ähnlich wie das Beispiel Mehlbeere und Birne. von den beiden Arten gibt es Hybriden aber man pflanzt keine Mehlbeere neben einer Birne um die Befruchtung zu gewährleisten.  Hybride aus Stachelbeere und R. rubrum sind unbekannt gelten damit als unmöglich.
Man braucht schon eine zweite Stachelbeersorte.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 30. April 2021, 13:03:15
Ich denke darüber hinaus, dass die Beschreibung mithilfe eines Übersetzungsprogramms, wie dem Google Übersetzer, übersetzt worden ist. Das macht man gerne um Kosten zu sparen, führt aber immer wieder zu Übersetzungsfehler. So etwas sieht man immer öfters.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: uliginosa am 04. Mai 2021, 21:14:29
...
habe ich mit einer dornenlosen Glen Coe Himbeere in das Beet neben der Tür gesetzt, auf die Türseite die Himbeere, wegen der nicht vorhandenen Stacheln und mehr Platz nach oben.

Wenn du die Tür dann weiterhin benutzen willst, ist es ratsam einen Rosenbogen aufzustellen, an dem du die Glen Coe-Triebe befestigen kannst.  ;)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Mona6464 am 05. Mai 2021, 05:43:24
Eine Rankhilfe bekommen die Himbeeren selbstverständlich auch noch. Hatte aber eher daran gedacht sie an einem Pfahl hochzubinden. Muss nur sehen wie ich diese dann befestige, da ich dort den kompletten Boden ausgewechselt habe werden dort wohl keine Bodenhülsen halten.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: kaliz am 15. Mai 2021, 00:17:25
Die Früchte meiner Stachelbeeren wachsen momentan sehr flott. Hier am Bild die süße Lea.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Iris. am 08. Juni 2021, 08:41:30
Ich habe im Herbst fünf Lubera Stachelbeeren gekauft und bin nicht mehr zum pflanzen gekommen. Sie überwinterten also in ihren Töpfen draußen. Im Frühling konnte ich ihr Beet dann anlegen und bin sehr erstaunt wie viele Früchte sie schon angesetzt haben. Bin echt gespannt  :)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Waldgärtner am 08. Juni 2021, 09:08:05
Tatjana ist mir geschmacklich auch positiv aufgefallen, hat aber Blattfallkrankheit bekommen. Mal sehen, ob man es mit Spritzen austreiben kann ?

Und, wie sind deine Erfahrungen?
Hier leidet sie leider auch unter der Blattkrankheit.

Muccurines und Hinomäki gelb sehen dagegen topfit aus (schmecken mir aber nicht so gut...)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: kaliz am 21. Juni 2021, 23:27:35
Hinnonmäki rot.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: kaliz am 21. Juni 2021, 23:28:09
Hinnonmäki rot.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: kaliz am 21. Juni 2021, 23:28:27
Süße Lea.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 22. Juni 2021, 02:21:58
Tatjana ist mir geschmacklich auch positiv aufgefallen, hat aber Blattfallkrankheit bekommen. Mal sehen, ob man es mit Spritzen austreiben kann ?

Und, wie sind deine Erfahrungen?
Hier leidet sie leider auch unter der Blattkrankheit.

Muccurines und Hinomäki gelb sehen dagegen topfit aus (schmecken mir aber nicht so gut...)

Die behandelte Tatjana ist bis jetzt sauber. An drei unbehandelten Sorten bildeten sich vor zwei Wochen die ersten gelben Blätter.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: GartenAlex am 03. Juli 2021, 17:48:48
Hallo zusammen,

nachdem wir eine Woche sehr nasses, regnerisches Wetter hatten bin ich heute mal wieder im Garten gewesen.
Unser altes Stachelbeerstämmchen hat jetzt eine Astpartie bei der es die Blätter verliert, bzw teilweise nurnoch schlapp dranhängen.
Der Rest des Stämmchens sieht noch ganz gut aus.
Hat vielleicht jemand eine Idee was das ist und was man dagegen tun kann bzw. ob die Äste entfernt werden müssen?


Grüße Alex
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: GartenAlex am 03. Juli 2021, 17:49:31
hier noch ein Bild
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 05. Juli 2021, 12:04:00
Ich würde es weg schneiden. Es könnte der johannisbeerglasflügler oder Phytophtora die Ursache sein.
Phytophtora wäre ein größeres Problem, das zum Absterben der Pflanze führt. Einfach weiter beobachten
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 05. Juli 2021, 12:34:13
Könnte auch das Triebsterben sein, Erreger Botrytis cinerea.

http://www.beerendoktor.de/index.php?d=1&f_id=4&kr_id=39

Ast wegschneiden, am besten großzügig, bis das Holz an der Schnittstelle innen wieder gesund ist.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Tester32 am 05. Juli 2021, 13:48:13
Meine diesjährigen Erfahrungen sind sehr eigenartig.

Krasnoslawjanski ist bereits jetzt reif, als erste Sorte. Eigentlich ist das eine Spätsorte. Aber sie kommt sehr gut mit Kälte zurecht. Obwohl ich sie im Frühjahr bei -3...-6°C in der Blütezeit nicht abgedeckt habe, hatte es keine Folgen für die Blüte. Die Pflanze wuchs einfach bei jeder Gelegenheit weiter und kam so als erste zum Ziel. Die Sorte ist auch sonst recht robust, wohl vergleichbar mit Mucurines. Einige Beeren sind nach den heftigen und häufigen Regen der letzten Wochen aufgeplatzt, vielleich 10-20%. Dieses Jahr schmeckt die Sorte nicht so umwerfend, wie letztes Jehr, es fehlt an Aroma, die Beeren sind nur süß. Auch Säure ist etwas wenig. Der Wuchs ist ähnlich wie Mucurines, große Triebe in allen Richtungen, wenig Laub. Zwischen den Beeren ist guter Abstand, so daß man die Beeren nicht auslichten muss.

Süße Lea Hat sich dieses Jahr sehr verspätet, ist immer noch nicht reif. Letztes Jahr war sie mit Neslukhowski eine der ersten, ich dachte, sie wäre eine Frühsorte. Die Pflanze wächst gut, aber sehr dicht, hat viel Laub. Auf die Gesundheit hat es bis jetzt keine negativen Auswirkungen gehabt und die vielen Blätter schützen sehr gut vor Sonnenbrand.

Neslukhowski hat dieses Jahr alle Beeren verloren, nur eine ist dran geblieben (und hat gut geschmeckt). Woran das liegt, weiß ich nicht.

Konfetnyj ist noch nicht reif, das ist wohl eine sehr späte Sorte.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 05. Juli 2021, 14:16:05
Süsse Lea ist hier reif. Aber nur die Sträucher (ich habe vier) mit Normalbehang. Die sind auch schön gross, der Farbumschlag nach Gelb hat gerade stattgefunden. Würzig und gut. Die mit Überbehang bleiben wieder mal kleiner und sind auch hinterher.

Diese und die anderen Sorten befinden sich in ganz normaler Reifeabfolge, alles halt etwas später wie die letzten Jahre. Crispa Darling wieder mit unterdruchschnittlichem Behang, die ist generell blühfaul. Insgesamt aber ein sehr gutes Stachelbeerjahr. Die Feuchtigkeit gefällt ihnen, Aroma ist trotzdem gut, überdurchschnittliche Fruchtgrössen. Sogar Hinnonmäki rot hat diesmal dicke Beeren. Nichts geplatzt trotz Platzregen, Frostausfälle keine, habe ich an Stachelbeeren nie. Es gibt wenig anderes Obst, das so gut mit Wetterkapriolen klarkommt wie Stachelbeeren. Wenn eine Sorte bereits in diesem leichten Jahr versagt, würde ich sie hinauswerfen. In schwierigen Jahren wird das nicht besser.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: GartenAlex am 05. Juli 2021, 16:39:24
@thuja thujon und Rib-isel, vielen Dank für eure Meinung.
Schade drum, aber dann schneide ich den Ast zur Sicherheit mal ab bevor sich das noch ausbreitet.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Tester32 am 13. Juli 2021, 16:42:00
Der Krasnoslawjanski und Konfetnyj sind nun richtig reif. Schmecken gut, beide haben ihren eigenen Geschmack. Beim Krasnoslawjanski ist die Ernte ziemlich verzögert, was für Selbstversorger sehr gut ist. Die Süße Lea macht erste Anzeichen, ist aber immer noch nicht reif. Dieses Jahr wird sie bei mir die Spätsorte.  :)

Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Ribisle am 13. Juli 2021, 17:05:00
Hallo GartenAlex,
deine Sorge kommt mir bekannt vor. Ich hatte das gleiche Problem an einem uralt (45+) Stachelbeerstämmchen. Dieses Problem wird dich über die Jahre begleiten, wahrscheinlich ist die Pfanzunterlage (Goldjohannisbeere?) zu alt. Falls dir die Früchte schmecken dann versuche über Stecklinge eine Pflanze als Busch zu ziehen.

Grüße aus dem nassen Garten Ribisle
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wicke78 am 14. Juli 2021, 14:44:53
Zitat von: Iris. link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3702215#msg3702215 date=1623134490]
Ich habe im Herbst fünf Lubera Stachelbeeren gekauft und bin nicht mehr zum pflanzen gekommen. Sie überwinterten also in ihren Töpfen draußen. Im Frühling konnte ich ihr Beet dann anlegen und bin sehr erstaunt wie viele Früchte sie schon angesetzt haben. Bin echt gespannt  :)

Darf ich fragen welche fünf Sorten du gepflanzt hast und ob du schon was ernten konntest?
Wenn ja welche Geschmacksurteile kannst du uns geben?
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Iris. am 15. Juli 2021, 15:36:39
Zitat von: Iris. link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3702215#msg3702215 date=1623134490]
Ich habe im Herbst fünf Lubera Stachelbeeren gekauft und bin nicht mehr zum pflanzen gekommen. Sie überwinterten also in ihren Töpfen draußen. Im Frühling konnte ich ihr Beet dann anlegen und bin sehr erstaunt wie viele Früchte sie schon angesetzt haben. Bin echt gespannt  :)

Darf ich fragen welche fünf Sorten du gepflanzt hast und ob du schon was ernten konntest?
Wenn ja welche Geschmacksurteile kannst du uns geben?
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht

Ich hab sie jetzt nicht im Kopf, schau aber später gerne nach.
Nein, ich konnte noch nicht ernten. Die ersten brauchen noch 2-3 Tage. Wir hatten heuer so ein kaltes Frühjahr und zusätzlich stehen sie eher schattig. Aber noch hängt bei fast allen etwas dran.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Wicke78 am 18. Juli 2021, 12:09:44
Ja das Wetter ist dieses Jahr regional sehr unterschiedlich, wir könnten hier auch etwas mehr sonnige warme Tage vertragen und im Frühjahr war es auch recht lange kühl und feucht.
Liebe Iris gerne Infos wenn du was von welcher Pflanze geernet hast.  ;D ;D ;D
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Meralin am 20. Juli 2021, 23:38:15
@Meralin
Dann drücke ich dir mal die Daumen das deine Stachelbeeren trotz der Kälte tragen. Ich hoffe wir bekommen ein Foto von deiner ersten Ernte.


Das Fotohab ich Schussel natürlich vergesse. Sorry! Aber ein erstes Feddback zur Sorte kann ich geben:
Entweder falsch deklariert, oder die Sortenbeschreibung ist eher "Werbung", als "Beschreibung".
Über das "früh" kann man noch reden. Sie war eine der ersten genießbaren Stachelbeeren. Der Busch wächst ziemlich schwach und kompakt. Die Ernte waren ca 10 Beeren. (3. Standjahr) Die Pelle ist merkbar fest und "zuckersüß" waren sie nicht. Eher irgendwie etwas nichtssagend.
Tatjana war deutlich (!) süßer und auch nicht viel später.
Careless (hatte riesige Beeren) und Black Velvet (locker 5x so groß bei gleichem Alter) sind später, aber wesentlich ertragreicher, wenn auch Süßemäßig eher zum Verarbeiten, als zum roh naschen geeignet.

Fazit: Sie bleibt zwar, weil die Beeren optisch sehr hübsch sind und die frühe Reife was hat. Aber so richtig überzeugen konnte sie leider nicht.

Meine Entdeckung des Jahres ist allerdings die "Schwarze Honigbeere" (auch aus der deaflora-Bestellung). Das muss botsnisch irgendwas eng verwandtes zu Stachelbeeren sein. Wehrhaft ohne gleichen... hab sogar Rosenhandschuhe zum Pflücken angezogen, was ich bei Stachelbeeren nicht mache. Aber die Beeren sind mega!
Wie kleine-mittelgroße, ganz dunkle Stachelbeeren, aber mit einem Aroma, dass an Jostabeere erinnert, nur in süß. Zudem hing der Busch randvoll und hat einen ordentlichen Zuwachs hingelegt.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 21. Juli 2021, 01:29:48
Bin momentan am Samen-waschen. Hier sieht man 6 Samen der Rolonda und zwei Samen der Honigbeere im Größenvergleich.  Ein Kästchen ist 0,5 cm lang.

Hab heute mal so eine Riesenstachelbeere aus der Kaufhalle mitgenommen und den Samen extrahiert, im Sieb von Gallert befreit und zum trocknen auf Papier gelegt. Nun meine Frage, wie geht es weiter ? Brauch der Samen eine Stratifizierung, wenn ja, wie lange ? Wann sollte man den jetzt im Juli geernteten- und getrockneten Samen aussähen ?
Die Töpfe im Zimmer belassen oder im Freien überwintern oder erst im Frühjahr aussähen ?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 21. Juli 2021, 10:49:47
Sie brauchen keine Stratifikation. Wenn das Fruchtfleisch komplett entfernt ist, dann keimen sie sehr schnell noch in diesem Jahr. Im Feuchtfleisch sind die Keimhemmstoffe. Bleibt etwas am Samen, dauert es länger. Du kannst sie also jetzt aussähen, wenn du willst.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 21. Juli 2021, 17:22:58
Na da werde ich mal gespannt bleiben. :)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Iris. am 21. Juli 2021, 18:05:29
So, spät aber doch nun zu meinen Lubera Sorten:
Nibbling - noch nicht reif, schmeckt aber jetzt schon gut. Sie hat Härchen an den Beeren.

Goldling - große,  ganz glatte Früchte, sehr sehr gut. Viel Zucker,  gut Säure

Lady late - noch unreif

Solemio - hat leider alle Früchte fallen gelassen im letzten Sturm

Und darling - glatt, auch noch nicht ganz reif und trotzdem sehr gut.

Es mag an meinem Geschmack liegen aber für mich schmecken sie alle sehr sehr ähnlich. Nicht falsch verstehen, sie sind alle extrem köstlich und für mich haben sie eine ganz neue Qualität an Stachelbeeren. Besonders die ganz glatten. Zusätzlich sind sie alle so gut wie unbestachelt, das ist schon angenehm im Handling. 

Ich bin jedenfalls geschmacklich echt happy damit und freue mich, dass ich gleich im ersten Jahr ernten konnte. Wobei es sein kann, dass es ihnen dort zu schattig ist und ich einen neuen Platz suchen muss. Das wird sich ja zeigen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 22. Juli 2021, 03:24:17
So verschieden ist das eben. Von der Goldling bin ich total enttäuscht, hat zwar eine wunderbare goldene Farbe aber ist mit wenig Aroma auch noch mehlig. Geschmacklich in Aroma und süße hat mich Resistenta überzeugt, äußerst gesunder Wuchs. Ähnlich die Grüne Kugel aber mir zu viel Säure. Tatjana kommt gleich nach Resistenta.
Rokula ist fad und hat eine unkaubare Schale. Karlin ist auch nichts besonderes. Mucurines ist auch schwach auf der Brust und mehlig. Laprima hat eine äußerst harte Schale. White Lion ist Ø und etwas anfällig. Red Bottle überzeugt auch in keinster Weise. Hannibeere ist auch ein Fehlgriff, zu klein, harte Schale, kein richtiges Aroma.
Granada, Nibbling, Lady Sun sind auch unbeteudend.
Statt der schon zweimal bestellten Süßen Lea habe ich irgend welche anderen Sorten erhalten und jetzt gibt es keine mehr. :'( Eine zweite Tatjana hatte ich bestellt, ist aber auch was anderes und weniger gutes rausgekommen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: JörgHSK am 22. Juli 2021, 10:04:44
kleiner Überblick über meine 3 Sorten, die Sträucher habe ich vor ca. 6 Jahren gepflanzt. Geschmacklich die beste May Duke, eine dünnschalige Sorte mit tollem Aroma, Yellow Champagne hat ein zartes Aroma mit leichter Säure im Abgang, Langley Gage schmeckt wunderbar mit mehr Säure. Wahrscheinlich habe ich einen guten Standort, denn von der angeblichen Mehltauanfälligkeit ist nichts zu sehen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: floXIII am 24. Juli 2021, 07:01:23
Ich denke bei den Stachelbeeren hängt halt auch sehr viel davon ab, ob sie übervoll hängen oder nicht.
Golding war für mich z.b. letztes Jahr meine beste gelbe Sorte (Vergleichssorten sind Süße Lea und Lady Sun). Dieses Jahr hatte sie zu viele Beeren dran und geschmacklich war sie auf einmal eindeutig die schlechteste Sorte.

Nibbling hingegen schmeckte mir bis jetzt jedes Jahr, allerdings war der Strauch auch noch nie übervoll mit Beeren.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 24. Juli 2021, 12:19:02

Sieht es nach Laprima und Leora aus? Der Ort ist klein, weil zwischen den alten Büschen gepflanzt, in diesem Jahr ist es sehr trocken kein Regen, die Früchte sind klein, aber duftend und lecker
(https://forum.vinograd.info/picture.php?albumid=12840&pictureid=266774)
Laprima

(https://forum.vinograd.info/picture.php?albumid=12840&pictureid=266775)
Leora
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 24. Juli 2021, 15:08:25
Laprima ist eigentlich transparenter, ähnlich einer Glasmurmel.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Tünde am 19. August 2021, 22:55:00
Ein Fundstück. Den muss meine Schwiegermutter vor zig Jahren gepflanzt haben. Am hinteren Ende des Gartens lebte er so vor sich hin,(...)

(https://thumbs.picr.de/33231079zy.jpg)  (https://thumbs.picr.de/33231081vc.jpg)  (https://thumbs.picr.de/33231086ze.jpg)  (https://thumbs.picr.de/33231089fs.jpg)  (https://thumbs.picr.de/33231091mx.jpg)  (https://thumbs.picr.de/33231104az.jpg)  (https://thumbs.picr.de/33231116pm.jpg)  (https://thumbs.picr.de/33231117uf.jpg) 

Schmecken köstlich! Innen süß und beim kauen entwickelt sich aus der Schale eine leichte Säure. Einfach nur lecker.
Und ich Depp renne seit Jahren einer guten Stachelbeere die nicht so hartschalig und nicht so sauer ist hinterher! ::)
Wie lange der schon hiersteht krieg ich nicht mehr raus, ich kenne den Garten nun seit 38 Jahren und da war er schon da.

Hallo Urmele,
wie geht es Deiner Stachelbeere?
Deine Beschreibung klingt so toll, da kam aber irgendwie keine Reaktion damals hier im Thread.
Dabei scheint diese alte Sorte wirklich erhaltenswert zu sein
Gruß
Tünde
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 21. August 2021, 04:01:42
Habe von Deaflora eine "Schwarze Honigbeere" und eine "Rüssische Riesenbeere" erhalten. Bei näherer Betrachtung ist an den beiden Pflanzen keinerlei Unterschied zu sehen, weder an den Blättern , noch an der restlichen Morphologie. Kann das jemand bestätigen oder habe ich 2x die gleiche Sorte erhalten ?

(https://up.picr.de/41876387hm.jpg)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 21. August 2021, 09:44:19
Die Lappung der Blätter ist bei der Honigbeere deutlich ausgeprägter. Das Blatt der Riesenbeere wirkt filigraner.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 21. August 2021, 09:45:41
Die Riesenbeere hat's auch nicht so mit der Verzweigung der Triebe.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 21. August 2021, 09:53:40
Zur Frage, die ich vergessen habe zu beantworten, ja, ich sehe auf dem Bild unterschiedliche Sorten. Rechts Honig, links Risenbeere.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Ayamo am 21. August 2021, 11:39:11
Ein Fundstück. Den muss meine Schwiegermutter vor zig Jahren gepflanzt haben. Am hinteren Ende des Gartens lebte er so vor sich hin,(...)

(https://thumbs.picr.de/33231079zy.jpg)  (https://thumbs.picr.de/33231081vc.jpg)  (https://thumbs.picr.de/33231086ze.jpg)  (https://thumbs.picr.de/33231089fs.jpg)  (https://thumbs.picr.de/33231091mx.jpg)  (https://thumbs.picr.de/33231104az.jpg)  (https://thumbs.picr.de/33231116pm.jpg)  (https://thumbs.picr.de/33231117uf.jpg) 

Schmecken köstlich! Innen süß und beim kauen entwickelt sich aus der Schale eine leichte Säure. Einfach nur lecker.
Und ich Depp renne seit Jahren einer guten Stachelbeere die nicht so hartschalig und nicht so sauer ist hinterher! ::)
Wie lange der schon hiersteht krieg ich nicht mehr raus, ich kenne den Garten nun seit 38 Jahren und da war er schon da.

Hallo Urmele,
wie geht es Deiner Stachelbeere?
Deine Beschreibung klingt so toll, da kam aber irgendwie keine Reaktion damals hier im Thread.
Dabei scheint diese alte Sorte wirklich erhaltenswert zu sein
Gruß
Tünde

Sieht wirklich beeindruckend aus und hört sich auch gut an, vielleicht meldet sich Urmele noch dazu.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 22. August 2021, 02:41:43
Zur Frage, die ich vergessen habe zu beantworten, ja, ich sehe auf dem Bild unterschiedliche Sorten. Rechts Honig, links Risenbeere.

Hast du die Schilder erkennen können ?  ;)
Was da wohl wieder raus kommt, kann ich mich nur überraschen lassen, weil, hab ich mal im Netz nach Ribes divaricatum gesucht, da schreibt jeder was anderes. Einmal sind es russische Riesenbeeren, Wikipedia meint es sind Honigbeeren aus Oregon und die Honigbeere wird mit Ribes ssp. bezeichnet und jede andere Baumschule hat wieder ganz andere Namen und Beschreibungen.  (http://www.bilder-hochladen.net/files/5g0-4t.gif) 
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 22. August 2021, 10:07:23
Jaein, Ich habe wirklich die Sorten am Blatt erkannt. Ich habe aber auch versucht etwas von den Schildern lesen zu können. Das war aber hinterher, um zu gucken, ob ich recht hatte. Das erste Wort vom rechten Schild könnte "Schwarze" heißen. Da war ich schon zu frieden :)

Vor kurzem hatten wir irgendwo anders das Thema. Da referierte ich über die These, dass die beiden Sorten Sorten von Manfred Hans selbst sind, da ich nichts weiteres über die Sorte finden konnte, ohne dass die Quelle "Manfred Hans" oder "Deaflora" angegeben wurde. Auch wenn man im Englischen sucht. Daneben fiel mir auf, dass der Name "Schwarze Honigbeere" als Synonym für Ribes divaricatum im Netz und in manchen Literaturen genommen wird. Dies fing aber zu dem Zeitpunkt an, wo Manfred Hans/Deaflora dies als Sorte vermarkte. Der Sortenbegriff von ihnen wird also anderswo falsch verwendet und entwickelt sich zu einem weiteren Synonym von R. divaricatum, der Worcesterbeere.

Wenn man aber bei Manfred hans oder Deaflora kauft, dann kann man schon sicher sein, dass man die Sorten bekommt und nicht irgendwelche Worcesterbeeren.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 22. August 2021, 18:12:05
Jezze hab ich den Fred gefunden. >>>

https://forum.garten-pur.de/index.php?topic=30412.0
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 22. August 2021, 21:46:19
Hätte ich dir auch verlinken können :)

Aber ich gab mein Gerede hier schon so ziemlich komplett wieder.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: minthe am 27. August 2021, 07:57:09

Statt der schon zweimal bestellten Süßen Lea habe ich irgend welche anderen Sorten erhalten und jetzt gibt es keine mehr. :'(

Von der Suessen Lea mache ich aus Empfehlungs/Verbreitungsbeduerfnis heraus immer wieder Stecklinge und gebe gerne im Herbst welche ab. Kleine Pflaenzchen, aber die wachsen ja recht schnell...

Ich habe mir dieses Jahr eine Solemio gesetzt und bin etwas enttaeuscht ueber die schwache Gesundheit: nur jeweils drei, vier Blaettchen sind an jeder Triebspitze uebrig, alles andere (ist dass dann Amerikanischer Stachelbeermehltau oder Blattflallkrankheit, oder...?) abgefallen.

Immerhin ist sie recht kraeftig angewachsen - ich hoffe das naechstes Jahr weniger fordernd fuer die Pflnze und die Entwicklung besser wird. Will doch mal ernten!
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Tünde am 27. August 2021, 09:40:33
Von der Suessen Lea mache ich aus Empfehlungs/Verbreitungsbeduerfnis heraus immer wieder Stecklinge und gebe gerne im Herbst welche ab.

Ich hätte auch Interesse... finde die Sorte nirgendwo zu kaufen.

Ich habe mir dieses Jahr eine Solemio gesetzt und bin etwas enttaeuscht ueber die schwache Gesundheit: nur jeweils drei, vier Blaettchen sind an jeder Triebspitze uebrig, alles andere (ist dass dann Amerikanischer Stachelbeermehltau oder Blattflallkrankheit, oder...?) abgefallen.

Bei mir das Gleiche. Gerade ist meine Solemio eingetroffen. Nur an den Triebspitzen hat sie Blätter, sieht aus wie eine kleine Palmengruppe.
Hoffentlich wird es nächstes Jahr besser mit ihr.
Ich werde dann berichten.

Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 28. August 2021, 04:02:53
Solemio, Goldling, Nibbling, Lady Sun, Granada, Tatjana, White Lion, Red Bottle - haben bei mir auch alle Blattfallkrankheit, Mehltau hab ich noch keinen an diesen Sorten gehabt.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: minthe am 28. August 2021, 11:57:04
Kann man denn durch gute Pflege etwas gegen den Blattfall tun, habt Ihr da Erfahrungen?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 28. August 2021, 17:24:05
Die Tatjana war letztes Jahr sehr stark befallen, hab ich vor Austrieb mit "COMPO Duaxo Universal Pilz-frei" gespritzt und dieses Jahr nur paar vereinzelte befallene Blätter gefunden.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 28. August 2021, 17:50:03
Solemio, Goldling, Nibbling, Lady Sun, Granada, Tatjana, White Lion, Red Bottle - haben bei mir auch alle Blattfallkrankheit, Mehltau hab ich noch keinen an diesen Sorten gehabt.
Welchen Eindruck hat der Geschmack dieser Sorten ?
Habe von Deaflora eine "Schwarze Honigbeere" und eine "Rüssische Riesenbeere" erhalten. Bei näherer Betrachtung ist an den beiden Pflanzen keinerlei Unterschied zu sehen, weder an den Blättern , noch an der restlichen Morphologie. Kann das jemand bestätigen oder habe ich 2x die gleiche Sorte erhalten ?

(https://up.picr.de/41876387hm.jpg)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 28. August 2021, 18:38:23
 In diesem Jahr waren solche Sorten köstlich- Pax, Solemio, Orfej, Krasen' , Krasnoslavânskij, Flavia, Isabella,  Nesluhovskij, Lielas dzeltenas ( gefunden in Lettland, ähnlich wie Hönings früheste, kann er es ja gibt es aber ich habe bis reif in der mittleren Frist, Busch jung) habe Ich schon oben geschrieben was ich mag Laprima und Leora aber bis ich bezweifle Reinheit der Sorte.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 29. August 2021, 03:45:15
Tatjana ist gut, Resistenta ist noch viel besser. Wie sich demgegenüber Süße Lea verhält, muß ich erst noch testen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Uvacrispa am 02. September 2021, 19:24:33
Lieber Jörg
Leider sind bei Deaflora viele falsch benannte Stachelbeeren-Sorten in Umlauf. Wir haben das bei ProSpecieRara Schweiz nicht nur morphologisch an Pflanzen und anhand der Fotos auf der Homepage überprüft, sondern jetzt auch genetisch. Das erklärt, dass du keinen Mehltau hast: es sind andere, neuere, resistente Sorten. Darunter Hinnonmäki Rot und Invicta.

Schöne Grüsse, Claudio Niggli
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 03. September 2021, 00:19:02
Claudio, vielen Dank! Jetzt wird alles an seinen Platz, was nicht krank ist, behandle ich einmal mit Fungizid, und wir haben in einem kühlen Klima nicht die besten Bedingungen für die Spheroteka, aber hier ist, dass diese Sorten schlechter schmecken als gute Hybridsorten, die mich dazu gebracht haben zu denken, dass etwas nicht hier ist. Welche der Sorten von Diaflor sind die richtigen ?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Garten Prinz am 03. September 2021, 07:06:33
Wo bekommt man die Süße Lea? Wird hier gelobt aber im Handel kaum vorhanden.

Habe letztes Jahr informiert bei Baumschule Kramer (der 'Entdecker' von Süße Lea) und sie wollen diese Sorte wieder vermehren aber steht noch nicht auf ihre Website. Einige andere Baumschulen können nicht garantieren das sie de echte Süße Lea haben.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: catinca am 03. September 2021, 10:13:36
Hallo Claudio,
hat Deaflora irgendwie auf eure Erkenntnisse reagiert und etwas verändert an ihrem Angebot?
Danke für eure wichtige Arbeit !
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 03. September 2021, 14:18:56
Wo bekommt man die Süße Lea? Wird hier gelobt aber im Handel kaum vorhanden.

Habe letztes Jahr informiert bei Baumschule Kramer (der 'Entdecker' von Süße Lea) und sie wollen diese Sorte wieder vermehren aber steht noch nicht auf ihre Website. Einige andere Baumschulen können nicht garantieren das sie de echte Süße Lea haben.

Welche der 17 Baumschulen Kra-ä-mer-s meinst du ? >>>

https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=+Baumschule+Kramer+
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 03. September 2021, 15:26:22
Ich muss meine süsse Lea stark zurückschneiden, theoretisch können daraus -zig Jungpflanzen entstehen. Problem ist aber abgesehen vom Aufwand, dass es nach wie vor eine geschützte Sorte ist, die Vermehrung ist nicht erlaubt. Sicher kann man dem Nachbarn mal ein Pflänzchen anbieten, was ich auch schon oft getan habe (aber strenggenommen auch schon illegal ist), aber anbieten in einem Internetforum ist eine andere Nummer.

Krämer ist der hier: https://obst-pflanzen.com
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Garten Prinz am 04. September 2021, 06:24:45
Die Annahme das 'Süße Lea' eine geschützte Sorte ist, stimmt meiner Meinung nach nicht. Diese Sorte ist nicht gelistet in der Database der  'Community Plant Variety Office' (CPVO). In dieser Database sind alle Pflanzen gelistet die in der EU mit PBR (Plant Breeders' Rights) geschützt sind.

'Süße Lea' hat wahrscheinlich wohl eine Trademarkschütz für die Name 'Süße Lea', und wahrscheinlich/eventuel nur in Deutschland. Vielleicht gibt es eine deutsche Database wo man das controlieren kann. Pflanzen mit eine Trademarkschutz mag man vermehren, allerdings nicht kommerziel anbieten mit der geschützte Name.

PBR gibt viel Aufwand und Kosten, Trademarkschutz ist einfacher und billiger.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 04. September 2021, 10:16:37
Sie stammt aus 2002 und ist scheinbar auch nicht im Bundessortenamt eingetragen. Das "®" was man beim Namen liest, weißt auf einen geschützten Namen beim uspto hin. Dort konnte ich den Namen aber auch nicht finden.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 04. September 2021, 11:09:32
Die Schwestersorte "Krämers grüne Kugel" hat oft ein (S) hinter dem Namen, offenbar Sortenschutz. Ist möglich, dass die die süsse Lea nicht oder nur den Namen geschützt haben und die grüne Kugel schon, würde mich aber wundern.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 04. September 2021, 13:57:14
Na, wer will, kann den Züchter der Sorte auch direkt befragen.
rolf.kraemer(at)web.de

Funfact: In der Baumschule Krämer, wird Süße Lea nicht mehr vertrieben. Dafür noch Krämers Grüne Kugel.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 04. September 2021, 15:56:44
Vielleicht geben sie die Sorte dann frei, wenn sie selber kein Geschäft mehr damit machen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 05. September 2021, 08:10:48
Ich mag auch Süße Lea, aber es hat einen Nachteil-niedriger Zuckergehalt und Säure, aus diesem Grund ist der Geschmack nicht sehr reich, aber angenehm, vielleicht ist es ein Plus für diejenigen, die Kalorien zählen, in meinen Bedingungen so, ich möchte einen stärkeren Geschmack. Ich weiß nicht, warum Sie zum Beispiel Pax nicht populär sind, seit einigen Jahren schmeckt er in einer Reihe mit den besten Dessertsorten. Vielleicht hat jemand eine Meinung über die niederländische Sorte Rosko, ich habe positive Bewertungen über den Geschmack dieser Sorte gehört.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 05. September 2021, 08:28:40
Wie hier bereits geschrieben Goldling kann köstlich sein, aber es ist nicht stabil in einigen Jahren Haut mit Bitterkeit. Was ist der Schlüssel zu dieser Sorte?
Manchmal ist es anders morphologisch
(https://forum.vinograd.info/picture.php?albumid=12840&pictureid=243246)
(https://forum.vinograd.info/picture.php?albumid=12840&pictureid=255439)
(https://forum.vinograd.info/picture.php?albumid=12840&pictureid=267014)
(https://forum.vinograd.info/picture.php?albumid=12840&pictureid=242229)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 05. September 2021, 08:48:40
Die größte Größe aller Zeiten hatte ich Xenia
(https://forum.vinograd.info/picture.php?albumid=12840&pictureid=255442)
die Beere hat bereits begonnen, verschlechtert sich

(https://forum.vinograd.info/picture.php?albumid=2812&pictureid=256322)
Pax und Xenia in Marinade
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 05. September 2021, 10:19:19
Süße Lea, aber es hat einen Nachteil-niedriger Zuckergehalt und Säure

Den Eindruck bekommt man, wenn sie Überbehang hat, wozu sie sehr neigt. Bei normalen Behangsdichten werden die Beeren gross und zuckerreich. Wichtig ist auch die Triebe in die Höhe zu führen, z.B. mit Ein- oder zweitriebiger Erziehung, viel Licht für die Blätter.

In den ersten Jahren sieht das noch nicht nach Überbehang aus, aber dann setzt sie regelmässig sehr viel an. Man freut sich erst über die Optik: Überall prangen Früchte, aber vor allem an weniger gepflegten, sich selbst beschattenden Sträuchern schafft es die Pflanze dann nicht mehr. Folge: Wenig Inhaltsstoffe bis hin zur Aromafreiheit, kleinbleibende Früchte, Reifeverzögerung. Das Risiko haben auch manche andere Sorten.

Mit ein bisschen Pflege und guter Kulturführung eine klasse Hausgartensorte.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 05. September 2021, 11:00:18
Ich habe Ende 2012 eine Süße Lea aus dem Laden - Grünergarten bekommen, es gab alle 3-Sorten aus dem Kramer-Kindergarten und Tatyana, die Pflanzen waren sehr stark, im Frühjahr 2013 habe ich sie gepflanzt und im selben Jahr gab es keine schlechte Ernte. An dieser Stelle guter Boden, aber es gab ein Problem mit dem Drainagesystem, wenn viel Regen das Wasser etwa 20 cm unter dem Bodenniveau steigen konnte. Seit einigen Jahren ist das Entwässerungssystem besser. Jetzt habe ich eine Verjüngung für den Busch gemacht, ich werde hohen Zucker erreichen. Ich weiß, dass es auf dieser Seite ein Problem mit Ausnahme der Feuchtigkeit gibt, einige Sorten sind schlechter als anderswo, dies gilt für Trauben (es gibt noch mehr Probleme)
(https://forum.vinograd.info/picture.php?albumid=2812&pictureid=236486)

(https://forum.vinograd.info/picture.php?albumid=2812&pictureid=236485)

Ich erinnere mich nicht an welches Jahr, wahrscheinlich 2018
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 05. September 2021, 11:53:26
Mit Trockenheit kommt sie jedenfalls gut klar. Ich habe auch eine an einem Extremstandort, ein Streifen schlechter Erde zwischen zwei zubetonierten Flächen. Da wächst sie so gut wie im Garten.

Lässt man sie einfach als Busch wachsen, wird sie dicht und die Treibe hängen. Das sollte man mit keiner Stachelbeere machen wenn man Qualität will und mit der süssen Lea schon gar nicht.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 05. September 2021, 12:01:02
Süße Lea bei mir in der Sonne, Orpheii in einem kleinen Schatten, hat aber Zucker und wenig Säure, die Haut ist dünn. Krasen' - ich habe einen fast vollen Schatten von den großen Büschen der schwarzen und goldenen Johannisbeere, harmonischen Geschmack, genug Säure und Zucker,die Haut ist nicht stark und Säure ist klein, aber in der Sonne und in einem anderen Bereich ist süßer.
https://piccy.info/view3/15012589/73cbf307270ac8acaa8af81c62a2f46f/
Das Foto von Orpheii nicht gemacht, dieses Foto aus dem ukrainischen Forum, ein Gärtner aus der Region Donezk
(https://forum.vinograd.info/picture.php?albumid=12840&pictureid=267721)
Krasen'


Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 05. September 2021, 12:03:47
Mit Trockenheit kommt sie jedenfalls gut klar. Ich habe auch eine an einem Extremstandort, ein Streifen schlechter Erde zwischen zwei zubetonierten Flächen. Da wächst sie so gut wie im Garten.

Lässt man sie einfach als Busch wachsen, wird sie dicht und die Treibe hängen. Das sollte man mit keiner Stachelbeere machen wenn man Qualität will und mit der süssen Lea schon gar nicht.
Danke! Ich werde daran arbeiten
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 05. September 2021, 12:48:33
Wie beim Wein: Anbautechnik, Krankheiten, Stärken, Wuchs - Erfahrungen aus Ländern wie der Ukraine sind wenig nach Deutschland übertragbar. Der grösste Teil Deutschlands hat z.B. unter 1600 Sonnenstunden pro Jahr, zwei Drittel der Ukraine liegen bei 2000-2500 (Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f8/Europe_sunshine_hours_map.png ) . Das Klima ist dort kontinentaler, sommertrockener, als im vergleichweise düsteren Deutschland, die Böden sind dort fast durchgängig besser, die Luftfeuchtigkeit niedriger, die Vegationszeiten anders.

Hier ist luftige Erziehung, achten auf Ausnutzung der geringeren Sonnenstunden wichtig.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 05. September 2021, 13:42:00
Meiner beobachteten Chronologie nach scheint es eher so zu sein, das mangels echtem, eingetragenem bzw somit rechtlich verteidigbare Namensschutz div andere Pflanzenshop bzw dahinter stehende Gärtnereien mit steigendem bekannt werden der Lea hergegangen sind, sich Musterexemplare anzuschaffen und groß zu ziehen.
Dann rigoros Stecklinge geschnitten und nen ganzen Haufen verkaufbare Pflanzen produziert und in den Verkauf gestellt haben. Meiner Beobachtung nach war jener welche grüner gartenshop einer der ersten, der die Lea parallel zu Krämer im Verkauf hatte. Und Krämers HP meldete: als Busch nichtmehr verfügbar, nurnoch als Fuß oder Hochstamm.
Ob bei Krämer dann erstmal nachgezogen werden musste bzw alles verkauft war weiß ich nicht, aber Fakt ist, das ganz kurz nachdem Krämers HP meldete: zur Zeit in keiner Variante mehr verfügbar, erst im Herbst 2020 wieder.. jener grüne Laden immernoch welche (hauptsächlich Buschform) zum Verkauf parat hatte bzw deren Webshop Angebot nachwievor auf: Ist auf Lager stand. Auch 4..5..6 Wochen nachdem Krämer (immernoch) auf: nix geht mehr stand.
Bei intensiver Websuche hab ich die Lea auch in weiteren Onlineshops gefunden, bei Krämer weiter und weiter: kein Bestand. Auch im genannten Herbst war bei jedem meiner Testbesuche nix zu bestellen bzw es wurde weiter auf 'demnächst' lieferbar vertröstet.
Wieso die Lea inzwischen quasi nirgends mehr verfügbar ist, weiß ich auch nicht und ja ich finde das schade. In Summe glaube ich zur Zeit, das Krämer resigniert haben könnte und es daher die Lea bei denen nichtmehr gibt.
Oder die Tatsache, das es sie außerhalb von Krämer scheints auch nichtmehr gibt, ist ein Indiz, das sich Krämer in den Verteidigungskampf bzw sich die Lizenz / Namensrechte sichern gestürzt hat und daher so einige andere Webshops evt ne Art Unterlassungs-Aufforderung erhalten haben = das ist evt der tiefere Grund des seit Wochen, eher Monaten andauernden: nirgends mehr kaufbar ?
Bin jedenfalls gespannt, wie es weitergeht bzw ob sie nochmal in nennenswerter Menge im Handel auftauchen wird und wenn ja bei wem..
Egal wie: ich hätte gerne eine, denn meine gehabte ist vor ein paar Monaten verstorben, ich vermute wg. Glasflüglerbefall
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 05. September 2021, 13:43:45
Wie beim Wein: Anbautechnik, Krankheiten, Stärken, Wuchs - Erfahrungen aus Ländern wie der Ukraine sind wenig nach Deutschland übertragbar. Der grösste Teil Deutschlands hat z.B. unter 1600 Sonnenstunden pro Jahr, zwei Drittel der Ukraine liegen bei 2000-2500 (Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f8/Europe_sunshine_hours_map.png ) . Das Klima ist dort kontinentaler, sommertrockener, als im vergleichweise düsteren Deutschland, die Böden sind dort fast durchgängig besser, die Luftfeuchtigkeit niedriger, die Vegationszeiten anders.

Hier ist luftige Erziehung, achten auf Ausnutzung der geringeren Sonnenstunden wichtig.
Ich verstehe das! Diese Sorten, die ich in Estland anbauen, haben wir weniger aktive Temperaturen als in Deutschland, und sonnige Tage denke ich auch nicht mehr. Ich schrieb, dass das Foto seines Orpheii ich nicht tat, weil das Foto aus dem ukrainischen Forum nahm, was ich schrieb, meine Beeren sind ein wenig kleiner, aber sie sind immer noch groß, ich habe schlechter Landwirtschaft und der Boden ist wahrscheinlich auch als der Mann aus der Ukraine
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Uvacrispa am 27. September 2021, 18:39:31
Guten Tag
Leider hat Deaflora die nachweislich falschen "alten" Stachelbeeren-Sorten bis heute noch nicht aus dem Sortiment genommen. Auch nach zweimaligem Hinweisen auf die Verwechslungen habe ich gar nie auch nur eine Antwort bekommen. Das erstaunt mich ein wenig, da die Fehler teilweise eklatant sind. Und es macht unsere Erhaltungsarbeit natürlich schwieriger, wenn Gärtnereien über Jahre neuere Sorten unter dem Namen alter Sorten zirkulieren lassen.
Hier eine Auswahl falscher Sorten:
"Ironmonger" = Hinnonmäki Rot
"Lord Derby" = Hinnonmäki Rot
"Rote Triumpf" = Hinnonmäki Rot
"King of Trumps" = Invicta
"White Lion" = wahrscheinlich Invicta
"Maiherzog" = sicher falsch
Schöne Grüsse, Claudio Niggli
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 27. September 2021, 19:28:08
Vielen Dank, ein wichtiger Beitrag, das mal aufzulisten.

Es geht wahrscheinlich nur über die Kunden, wenn sich Kunden beschweren.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 27. September 2021, 23:22:25
Ja, ich danke auch dafür. Solche Beiträge gibts leider viel zu selten und werden noch weniger gelesen, und dann leider oft auch nur wenn es schon zu spät ist.
Ich bin auch kein Freund von diesen allen Sortenkraken, die keine vernünftige Arbeit abliefern, aber abkassieren möchten.

Allerdings:
was beudetet `White Lion´= wahrscheinlich `Invicta´
Ich kann mich an Genanalysen erinnern die ihr in Auftrag gegeben habt, ist bei dieser Sorte was schief gelaufen warum es nur zu einem `wahrscheinlich´ gereicht hat?

`Maiherzog´ = sicher falsch
Was ist die Referenz, bzw gibt es sogar einen Vorschlag zur Korrektur?

Bitte nicht falsch verstehen, ich schätze die Arbeit die dahinter steckt und möchte es deshalb auch sachlich diskutieren, ich frage deswegen nach der Methodik.
Mir geht es nicht darum auf Deaflora rumzuhacken, sondern Klarheit zu schaffen. Nicht meckern, sondern lösen.

PS: warum gibt es nicht mehr von euch? Wie seid ihr an die Gelder für die Arbeiten gekommen? Ich glaube dieses Spiel könnte man noch bei viel mehr Hobbysorten von x Arten spielen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 27. September 2021, 23:37:32
Ich habe von dort nur eine Stachelbeere gekauft, Early Green Hairy, sieht zumindest bei mir so aus wie auf den Bildern von Deaflora.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 27. September 2021, 23:40:42
Ich habe hier eine unbekannte Sorte, ein Massenträger mit zarter Haut und sehr süßem Inhalt. Bei Vollreife gelb mit roten Punkten/Flecken. Eine Ahnung was das sein könnte?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Uvacrispa am 29. September 2021, 13:45:29
Liebe Stachelbeeren-Freunde
Danke für die Rückmeldungen! Ich möchte nicht Deaflora in Verruf bringen, sondern Klarheit schaffen. Es ist aber so, dass bei einigen der aufgelisteten falschen Sorten ein Minimum an Literaturrecherche gereicht hätte, um den Fehler zu erkennen. Das macht mich schon ratlos. Wenn dann nach zwei Mails an Deaflora nach einem Jahr immer noch nichts passiert, wirft das Fragen auf.
Die Genanalysen haben unsere pomologischen Einschätzungen voll bestätigt. Bei der falschen "Maiherzog" haben wir eine verifizierte Referenz aus unserer Sammlung, aber keinen anderen Match - wir können also nur sagen, dass es sicher nicht die echte 'Maiherzog' ist.
Bei der falschen "White Lion" haben wir keine Akzession und also auch keine Genanalyse, aufgrund der Fotos auf der Deaflora-Homepage kann ich aber ausschliessen, dass es sich um die alte 'White Lion' handelt.
Die 'Early Green Hairy' von Deaflora stimmt wahrscheinlich, die Bilder sehen passend aus.
Schöne Grüsse aus Bern,
Claudio
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Uvacrispa am 29. September 2021, 13:49:13
Zitat von: Elro link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3755586#msg3755586 date=1632778842]
Ich habe hier eine unbekannte Sorte, ein Massenträger mit zarter Haut und sehr süßem Inhalt. Bei Vollreife gelb mit roten Punkten/Flecken. Eine Ahnung was das sein könnte?

Das sieht für mich - ich kann auf dem etwas unscharfen Bild doch Borsten erahnen - nach einer vollreifen 'Invicta' aus. Sehr fruchtbar und mehltauresistent. Sie ist bekannt für ihre Süsse und typisch ist auch eine dünne und durchscheinende Schale.
Das ist aber nur ein unsichere Ferndiagnose. :-)
Liebe Grüsse
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 29. September 2021, 15:40:15
Die Invicta, die hellgrün und behaart ist?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 29. September 2021, 15:42:58
Die wird schon gelb wenn sie reif ist, aber mit rot kenne ich sie tatsächlich nicht und normal auch länglichere, größere Früchte, je nach Pflegezustand natürlich.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 29. September 2021, 20:05:25
Das sieht für mich - ich kann auf dem etwas unscharfen Bild doch Borsten erahnen - nach einer vollreifen 'Invicta' aus. Sehr fruchtbar und mehltauresistent. Sie ist bekannt für ihre Süsse und typisch ist auch eine dünne und durchscheinende Schale.
Also sie hat ziemlich viele kleine feine und kurze Borsten. Das Bild ist leider unscharf, sorry.
Die Pflanze bekam irgendwann einmal geschenkt und daher ohne Namen. Um zu vergleichen müßte ich eine Invicta haben.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: martweb am 03. Oktober 2021, 12:50:21
Mich würde Eure Meinung interessieren beim direkten Vergleich von Solemio und Goldling.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 10. Oktober 2021, 14:56:03
Wie bereits geschrieben, Goldling kann köstlich sein, oder vielleicht ganz anders in einem anderen Jahr, er hat eine bittere Haut wie einige Sorten, wenn sie überreif sind.
Solemio in der optimalen Reife ist süß und angenehm im Geschmack, wenn die Beere den Geschmack überwiegt verschlechtert sich.
Beide Sorten haben eine schöne Farbe in der Nähe von Gelb, Goldling ist größer und wahrscheinlich ertragreicher, Beeren seiner runden oder leicht ovalen Form. Solemio Beeren sind oft an der Basis kegelförmig.
Die Dornen an den Ästen von Solemio sind viel kleiner als Goldling
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 10. Oktober 2021, 15:14:11
Und Nibbling hat das gesündeste Laub, bei mir.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 10. Oktober 2021, 16:01:54
Und Nibbling hat das gesündeste Laub, bei mir.
Was können Sie über Geschmack sagen ?
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 11. Oktober 2021, 03:11:38
Und Nibbling hat das gesündeste Laub, bei mir.
Was können Sie über Geschmack sagen ?

Da müssen mir leider noch 9 Monate warten. :)

(https://up.picr.de/42226562tf.jpg)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Uvacrispa am 12. Oktober 2021, 11:42:02
Zitat von: Elro link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3755586#msg3755586 date=1632778842]
Ich habe hier eine unbekannte Sorte, ein Massenträger mit zarter Haut und sehr süßem Inhalt. Bei Vollreife gelb mit roten Punkten/Flecken. Eine Ahnung was das sein könnte?
'Invicta' ist zwar erst hellgrün, wird aber bei Vollreife gelblich, umso mehr wenn die Früchte sonnenexponiert sind. Auch die rote Marmorierung und Punktierung wird oft durch direkte Sonneneinstrahlung ausgelöst. Die Form von Invicta ist überwiegend verkehrt eiförmig bis fast birnenförmig, aber einzelne Früchte weichen normalerweise von der typischen Form ab. Anbei ein Beispielbild aus unserer Sammlung.
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Elro am 12. Oktober 2021, 22:00:42
Das könnte hinkommen, ich beobachte nächstes Jahr weiter, danke für Deine Mühe :)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 24. Oktober 2021, 12:44:52
Kürzlich entfernte ich alle von Diaflora gekauften Sorten aus meinem Garten, nur 9-Sorten, dafür gab es 3 Gründe: Ihr Geschmack war für mich nicht überzeugend. Claudio schrieb, dass die Namen nicht der Sorte entsprechen. Platzmangel für andere interessantere Pflanzen.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 24. Oktober 2021, 13:03:12
https://photos.app.goo.gl/4FTiBRwqTCR9jNXF9
Das war es mit dem Namen - King of trumps
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 24. Oktober 2021, 13:05:55
https://photos.app.goo.gl/y1gqo9yxWz7Po73K6
White lion
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 24. Oktober 2021, 19:22:49
Die White Lion sieht bei mir anders aus, trotzdem ist es ein Flugobjekt. ;D
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Tünde am 25. Oktober 2021, 05:22:45
... ein Flugobjekt. ;D

Da musste ich gerade lachen...
 ;D
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 31. Oktober 2021, 08:49:03
Entfernt aus dem Garten genau solche Sorten -Uralʹskij rozovyj ((rund) es gibt 2 Varianten dieser Sorte) , Espera, Kramer's grün kügel, Kramer's Gelbe kügel.
Alles ist interessant, aber ich weiß, dass es andere schmackhafter gibt
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Andrii am 26. November 2021, 14:50:35
Wie wird in Deutschland der Kampf gegen die Amerikanischen Stachelbeermehltau geführt ? Einmal fand ich Informationen, dass deutsche Wissenschaftler die Ausbreitung der Krankheit mit Hilfe einer Milchlösung mit dem Zusatz von Rapsöl erfolgreich eindämmen konnten, leider ging der Link zur Website verloren.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 26. November 2021, 16:41:45
In Deutschland gibt es ein System welches man integrierten Pflanzenschutz nennt.
Nach dem Prinzip gibts folgende Reihenfolge:

Als erstes werden nur robuste Sorten gepflanzt.
als nächstes wird die Kulturführung so gestaltet, das die Strächer nicht hungern, nicht dursten usw
schliesslich wird der Standort so gewählt, das ungünstige Lagen nicht bepflanzt werden und schließlich wird auch so gewässert, das keine Pilzkrankheiten dadurch gefördert werden.
Beim Winterschnitt werden befallene Triebe entfernt, das senkt den Infektionsdruck für die nächste Saison.
Behandlungen mit Mitteln werden bei Infektionsdruck nach Warndienstaufruf möglichst vorbeugend durchgeführt, da bereits vorhandene Infektionen schwerer zu bekämpfen sind und schon ein Scahden an der Nutzpflanze aufgetreten ist.
Es sind geeignete Mittel zu verwenden, welche keine schädlichen Wirkungen auf den Naturhaushalt, Bestäuber usw haben.

Deshalb ist die Kombination Milch + Rapsöl spritzen keines der bevorzugten Mittel der letzten Option in einem vielgliedrigen Bausteinkasten.

Unabhängig neben der Wirkung auf Bestäuberinsekten und Nützlinge ist Rapsöl rechtlich betrachtet ein Pestizid und darf daher nicht selbst angerührt werden.
Milch mit Olivenöl oder Sonnenblumenöl wäre rechtlich aufgrund der Verordnung über Grundstoffe ok.
Aber wie gesagt, es gibt Mittel mit weniger Nebenwirkungen.

Milch
Natriumhydrogencarbonat
Lecithin
diverse chemisch-synthetische Spezialmehltaumittel (haben oft den Vorteil das sie nicht bereits beim nächsten Regen abgewaschen werden sondern in die Cutikula eingelagert werden und deshalb auch 1-2 Wochen Schutz bei Infektionsgefahr bieten)
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Aromasüß am 26. November 2021, 21:48:11

Wie wird in Deutschland der Kampf gegen die Amerikanischen Stachelbeermehltau geführt?

Dieser "Kampf" ist längst verloren. Die Pilze kommen mit der Globalisierung. Je globaler der "Exportweltmeister" wirtschaftet, desto mehr Pilze kommen ins Land. Wer gegen den Mehltau kämpfen will, müsste die globale Exportwirtschaft wieder auf Binnenmarkt umstellen.
Der "Kampf" wäre wie ein Don Quichotte gegen die Windmühlen zu führen. Der Don Quichotte war aber immerhin kein Schildträger der Chemieindustrie bei der Vergiftung von Garten und Umwelt.

Ich halte es mit "Arche Noah" -> Kurzgefasst zum Stachelbeermehltau von: Bernd Kajtna in Arche Noah Magazin, April 2006 - gehe dort auf Seite 5. -> Länger gefasst, sehr informativ in dem wunderschönen Buch "Osterfee und Amazone. Vergessene Beerensorten - neu entdeckt" (2007).
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Aromasüß am 26. November 2021, 22:11:24

Unabhängig neben der Wirkung auf Bestäuberinsekten und Nützlinge ist Rapsöl rechtlich betrachtet ein Pestizid und darf daher nicht selbst angerührt werden.

Hallo Thuja,

Sie sollen die Leute nicht so erschrecken! Rapsöl ist rechtlich ein Speisöl und Lebensmittel. Es bewährt sich auch als Hausmittel gegen Schildläuse. Seitdem ich es kurz vor Blattaustrieb auf die Beerenstämmchen spritze, zerstören mir die Johannisbeertrieblaus und die Johannisbeerblattgallmücke keine Ernten mehr. Ich habe mir angewöhnt, dies jedes Jahr gezielt an den Johannis- und Stachelbeersträuchern vorbeugend zu tun. Ähnlich wurde auch "Marseiller Seife" (ebenfalls ölhaltig) in glücklicheren Zeiten kurz vor Blattaustrieb eingesetzt, als vorbeugende Hygiene direkt an den Beerenstämmchen (bis heute in Frankreich z. B. für Cassis-Kulturen empfohlen). Meine Oma hatte in ihren Beerenobstgarten den "Frühjahrsputz" mit Kernseife gehalten - und sie hatte noch den Garten voller leckerer Sorten wie Triumph und Goliath, die heute vom globalisierten Mehltau verdrängt sind.

Und nun kommen Sie und wollen die Hausmittel verbieten. Damit die Leute in den Baumarkt rennen und teures Breitbandgift kaufen, das alle Insekten tötet?

Aber Rapsöl wirkt gar nicht gegen Mehltau. Was reden Sie da? Vielmehr dient es als Klebemasse für das Backpulver in den üblichen Hausrezepten. Nach meiner Erfahrung hilft gegen schwachen Mehltaubefall das Abschneiden der befallenen Blätter und Triebspitzen; im nächsten Jahr kommt es oft vor, dass dieselbe Pflanze dann wieder ganz ohne Mehltau gedeiht. Aber bei starkem Befall hilft nur der Wechsel zu weniger empfindlichen Sorten.

Auf Sandboden tritt Mehltau weniger massiv auf. Mehrere der Stachelbeersorten, die ich von Deaflora probehalber angepflanzt hatte, haben sich jetzt schon über Jahre gut gehalten, obwohl ihre Resistenz unbekannt ist.

Es ist putzig, dass die Giftspritzer ihre überteuerten Todbringer als "chemisch-synthetische Spezialmehltaumittel" verniedlichen, wo doch jeder die Folgen der chemischen Breitband-Pflanzenschutzmittel kennt: Krebskrankheiten auch beim Menschen zufolge WHO, Vernichtung von heute bis zu 90% Prozent der Insekten Europas.

Aber dann gegen das Rapsöl und die Hausmittel einen Krieg führen so wie damals die Atomgläubigen gegen die Wind- und Sonnenenergie: Jeder weiß, was draus geworden ist.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: cydorian am 26. November 2021, 22:54:40
Stachelbeeren gehören zu den Obstsorten, die recht spät von der Wildform zu den Kultursorten gezüchtet wurden. Das ging wie bei anderen Übergängen in Kulturformen mit einer starken genetischen Verengung einher.

Die Wildform wird auch vom amerikanischen Stachelbeermehltau befallen. Aber sehr unterschiedlich, es gibt Büsche an denen nie Mehltau zu sehen ist. Bei uns wächst die Wildform flächendeckend wie Unkraut in der Landschaft an Hängen, die Sträucher haben in allen Aspekten eine hohe Variabilität, kleine Beeren und oft schwacher Behang ist allen gemein. Wieder mehltaufeste Wildformen zu suchen und zu Hilfe zu nehmen, so wie man das mit mittlerem Erfolg bei der Kartoffel und Braunfäule gemacht hat, wäre und ist noch ein Weg. Die Einkreuzung von amerikanischen ribes-Arten um geringe Anfälligkeit zu erreichen ging natürlich weit schneller und brachte schon nach zwei Stufen brauchbare Ergebnisse, aber halt auch einen Verlust an Aromahöhe bei den Hybriden.

Unabhängig neben der Wirkung auf Bestäuberinsekten und Nützlinge ist Rapsöl rechtlich betrachtet ein Pestizid und darf daher nicht selbst angerührt werden.

Jaja, die Verordner. Sie säen nicht, sie ernten nicht und wissen doch alles besser. Wer gerne nach Verordnungen lebt, hat seine Freude dran. Mir ist Wissen wichtiger. Zum Stachelbeermehltau siehe unter anderem hier:
https://forum.garten-pur.de/index.php?topic=32398.0
https://forum.garten-pur.de/index.php?topic=45732.0
https://forum.garten-pur.de/index.php?topic=25639.0
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 27. November 2021, 00:28:28
Nur mal fürs Protokoll: ich spritze keine Stachelbeeren. Rückschnitt im Winter ist meine extremste Maßnahme um befallsfreie Bestände seit Jahren in einer Mehltaulage zu haben.

Es gibt widerstandsfähige Sorten. Man muss nicht jeden Krepelscheiß pflanzen. Und auch eine Achilles ist den Aufwand nicht wert.

Wenn jamand einen Tip hat gegen Maulbeerschildlaus, außer regelmäßig Steckhölzer machen, nur her damit.

Aromasüß: du kannst gerne deine Meinung haben, sie deckt sich aber leider nicht mit der Realtität (nicht meiner, sondern der amtlichen in unserem Rechtsstaat). Eine Einführung kannst du zB hier nachlesen: https://www.gartenfreunde.de/gartenpraxis/pflanzenschutz/tipps-zum-pflanzenschutz/biologische-pflanzenschutzmittel/

Wenn du prinzipiell gegen alles bist:

Milch geht nicht weil sie aus Massentierhalting (böse) kommt
Natriumhydrogencarbonat geht nicht weils ein hochreine Chemikalie (böse) ist (Bullrich Salz, Pharma Qualität), nicht wie Backpulver, ein Konvenienzprodukt (müste doch eigentlich auch böse sein bei Lebensmitteln) das in Wasser eingerührt überhaupt kein wirksames Natriumhydrogencarbonat mehr enthält (nur mal so, weils scheinbar immer noch Leute gibt die nicht wissen was passiert wenn man eine Säure mit einer Base vereint)
Lecithin geht nicht, weil könnte aus Soja (böse) stammen
Rapsöl geht nicht weil das aus Raps (böse) hergestellt wird. Düngerverseuchtes Grundwasser, giftige Insektizide (Neonicotinoide als Saatgutbeize), kein blühendes Unkraut auf dem toten Acker, vielleicht sogar noch Glyphosat nach der Ernte gegen Ausfallraps und Wurzelunkräuter, Mähdrescher tankt Diesel und nicht nur Liebe.

Was meine Oma gemacht hat: Stachelbeeren angebaut (mit Torf), Wollsocken gestrickt (aus lebenden Tieren), Steinkohle verfeuert, Kinder geschlagen, E605 gespritzt, NSDAP gewählt, nicht alles war toll.
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 27. November 2021, 13:26:20
Was meine Oma gemacht hat: [...] Wollsocken gestrickt (aus lebenden Tieren), [...]

Muss das eine blutige Sache gewesen sein...
Titel: Re: Stachelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 27. November 2021, 16:29:41
 ;D